[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anordnung zur Datenübertragung für verkehrstechnische
Systeme nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Zur Übertragung von Daten von einer erdgebundenen Station z.B. zu einem schienengebundenen
Fahrzeug werden Balisen (siehe Fig. 5) oder Leckkabel eingesetzt, wie sie in [1] beschrieben
sind. Das Blockschaltbild einer Gleisausrüstung ist in [1], Bild 3 gezeigt. Dabei
sind eine Balise und eine an ein Leckkabel angeschlossene Loop-Elektronik über Verbindungsleitungen
mit einer Logikschaltung verbunden, die Signale mit einem Stellwerk und/oder einem
Signaladapter austauscht.
[0003] Verfahren und Vorrichtungen zur Übertragung von Daten von einer erdgebundenen Balise
zu einem fahrzeugseitigen Transponder sind in [2] und [3] beschrieben. Zur Datenübertragung
wird normalerweise ein hochfrequentes Trägersignal verwendet, das entsprechend den
zu übertragenden Daten moduliert wird. Die Erzeugung und Modulation eines Trägersignals
kann in der Balise oder auch in der Logikschaltung erfolgen. Normalerweise sind übertragene
Informationen oder Statusinformationen zurück an das Stellwerk zu melden.
[0004] Aus [1], Bild 3 ist erkennbar, dass innerhalb eines verkehrstechnischen Kommunikationssystems
verschiedenste mehrheitlich sicherheitsrelevante Informationen übertragen werden.
Bestehende Übertragungssysteme mit Trägermodulation weisen eine relativ hohe Komplexität
auf, weshalb eine geringe, jedoch oft unerwünschte Störanfälligkeit resultiert.
[0005] In [7] ist eine Anordnung zur Datenübertragung offenbart, bei dem der Empfänger durch
das elektromagnetische Feld des Senders mit Energie versorgt wird. Um Daten vom Empfänger
zum Sender zu übertragen, wird die Impedanz des Empfängers bezüglich der zu übertragenden
Daten moduliert. Im Sender werden aus den durch die Modulation festgestellten Änderungen
der elektrischen Eigenschaften die übertragenen Signale zu Daten rekonstruiert. Die
vorgenannten Änderungen beinhalten beispielsweise die Stromstärke eines gleichgerichteten
Stroms oder die Phasenlage und Spannung an der Antenne des Senders.
[0006] Eine Anordnung zur Übertragung von Daten im Gleisbereich, z.B. von einem Stellwerk
zu einer Balise muss hohen Sicherheitstechnischen Anforderungen genügen. Die in [7]
offenbarte Anordnung («dispositif de transmission») beruht auf einer nicht galvanischen
Übertragung.
[0007] Ausgehend von der in [7] offenbarten Anordnung liegt der vorliegenden Erfindung daher
die Aufgabe zugrunde, eine drahtgebundene Anordnung zur Datenübertragung für verkehrstechnische
Systeme zu schaffen, die eine hohe Zuverlässigkeit aufweist und mit geringerem Aufwand
realisiert werden kann.
[0008] Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Massnahmen gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind in weiteren Ansprüchen angegeben.
[0009] Die erfindungsgemässe Anordnung zur Datenübertragung für verkehrstechnische Systeme
weist eine hohe Zuverlässigkeit auf und kann kostengünstig realisiert werden. Durch
Änderungen der Impedanz einer am Ende einer Übertragungsleitung anliegenden Last werden
Daten in einer Richtung über die Übertragungsleitung übertragen und empfangsseitig
detektiert. Über die Übertragungsleitung können ferner in beiden Richtungen modulierte
Trägersignale übertragen werden. Vorzugsweise wird wenigstens eines dieser Signale
zur Detektion von mittels Impedanzänderungen übertragenen Daten verwendet. Besonders
vorteilhaft ist, dass das zur Detektion von lmpedanzänderungen vorgesehene Modul trägerfrequente
Signale, die über die Übertragungsleitung übertragen werden, kaum belastet. Femer
sind Übertragungsleitungen mit verschiedenen Längen und Impedanzen einsetzbar. Durch
das Vorsehen einer Leuchtdiode zur Auskopplung der detektierten Daten ist die Störanfälligkeit
deutlich reduziert, da Licht durch die im Gleisbereich auftretenden elektromagnetischen
Felder nicht beeinflusst wird.
[0010] Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer Zeichnung beispielsweise näher erläutert.
Dabei zeigt:
- Fig. 1
- eine Anordnung zur Datenübertragung für verkehrstechnische Systeme,
- Fig. 2
- den empfangsseitigen Teil der Anordnung zur Datenübertragung gemäss Fig. 1 mit einer
ergänzenden Schaltungsanordnung zur Detektion der übertragenen Signale,
- Fig. 3
- die Anordnung zur Datenübertragung gemäss Fig. 1 mit einem Sendeverstärker DV,
- Fig. 4
- eine alternative Ausgestaltung der zur Signaldetektion vorgesehenen Schaltungsanordnung,
- Fig. 5
- den Einsatz der Anordnung zur Datenübertragung in der Eisenbahntechnik und
- Fig. 6
- Verläufe von Spannungen im empfangsseitigen Teil des Systems zur Datenübertragung.
[0011] Fig. 1 zeigt eine Anordnung zur Datenübertragung, durch das Daten von einem in einer
Balise B vorgesehenen Logikmodul LOG über eine Übertragungsleitung LTG zu einem Empfänger
bzw. zu einem Detektionsmodul DET übertragbar sind, durch das Laständerungen detektierbar
sind, die vom Logikmodul LOG in Abhängigkeit der zu übertragenden Daten verursacht
werden. Dabei wird von einer Spannungsquelle Q, vorzugsweise über einen Übertrager
XFMR, ein Wechselspannungssignal konstanter Amplitude an die Anschlüsse I1a, I1b der
Übertragungsleitung LTG angelegt, die durch eine mit Anschlüssen I2a, I2b verbundene
steuerbare Last VL abgeschlossen ist. Die Last VL, die durch das Logikmodul LOG steuerbar
bzw. zwischen zwei Zuständen umschaltbar ist, besteht in der gezeigten Anordnung aus
einer fest mit der Übertragungsleitung LTG verbundenen Impedanz Z1, zu der eine zweite
Impedanz Z2 durch einen mit dem Logikmodul LOG verbundenen Schalter SW parallel geschaltet
werden kann. Bei der Reduktion der Impedanz der steuerbaren Last VL entsteht aufgrund
des Spannungsabfalls über dem Innenwiderstand der Wechselspannungsquelle eine Reduktion
der an den Anschlüssen I1a, I1b der Übertragungsleitung LTG anliegenden Wechselspannung.
Die Detektion von Wechselspannungsänderungen erfolgt durch das Detektionsmodul DET,
dem die an den Anschlüssen I1a, I1b der Übertragungsleitung LTG bzw. die an der Sekundärwicklung
ws des Übertragers XFMR anliegende Wechselspannung zugeführt wird.
[0012] Das Detektionsmodul DET, dem das zu überwachende Wechselspannungssignal über zwei
Eingänge e1 und e2 zugeführt wird, weist einen ersten und einen zweiten Kondensator
C1, C2 auf, von denen der erste über zwei in Serie geschaltete Dioden D1 und D2 und
der zweite über eine weitere Diode D3 beim Auftreten von positiven Halbwellen auf
den Spannungswert Ua bzw. Uk geladen wird. Bei positiven Halbwellen mit einer Amplitude
von 5,0 V und einer Schwellspannung der Dioden D1, D2 und D3 von etwa 0,65 V nimmt
Ua zumindest annähernd den Wert 5.0V - 2 * 0.65V = 3,7V und Uk zumindest annähernd
den Wert 5,0V -1 * 0,65V = 4,35V an. An den Kondensator C1 sowie die Kathode der Diode
D2 ist die Anode und an den Kondensator C2 sowie die Kathode der Diode D3 ist die
Kathode einer Leuchtdiode D4 angeschlossen, die Teil eines Optokopplers (siehe Fig.
2, OK) ist. Nach der Ladung der Kondensatoren C1 und C2 liegt an der Anode der Leuchtdiode
D4 daher eine Spannung von 3,7V und an der Kathode eine Spannung von 4,35V an. Die
Leuchtdiode D4 weist daher eine negative Vorspannung von-0,65V auf, die zusätzlich
zur Schwellspannung überwunden werden muss, bevor in der Leuchtdiode D4 ein Strom
zu fliessen beginnt und elektrische Energie in Lichtenergie umgewandelt wird.
[0013] Parallel zu den Kondensatoren C1 und C2 ist je ein Widerstand R1 bzw. R2 geschaltet,
durch den jeder Kondensator C1; C2 entladen wird, sobald die Amplitude der überwachten
Wechselspannung absinkt und die über den Dioden D1, D2 und D3 anliegende Spannung
deren Schwellwert unterschreitet. Der lediglich vorzugsweise vorgesehene Widerstand
R1, der parallel zum Kondensator C1 geschaltet ist, soll sicherstellen, dass eine
langsame Änderung der überwachten Wechselspannung nicht zu einer fehlerhaften Detektion
eines Signals führen kann. Durch langsame Entladung des Kondensators C1 soll der Wert
der Spannung Ua langsamen Änderungen der Wechselspannung folgen. Für schnelle Änderungen
der Wechselspannung, die jeweils bei einer Umschaltung der Last VL entstehen, soll
die Entladung über den Widerstand R1 jedoch vemachlässigbar klein sein. Die in diesem
Fall entstehende Entladung des zweiten Kondensators C2 über den Widerstand R2 soll
jedoch derart schnell vor sich gehen, dass eine Detektion der aufgetretenen Lastumschaltung
möglich ist. Für eine Zeitdauer t1, während der die Last durch Schliessen des Schalters
SW erhöht bzw. die Impedanz reduziert wird, soll die am ersten Kondensator C1 anliegende
Spannung Ua nur gering und die am zweiten Kondensator C2 anliegende Spannung Uk stark
abnehmen, so dass die an der Leuchtdiode D4 anliegende negative Vorspannung von -0,65V
aufgehoben und die Schwellspannung der Leuchtdiode D4 überschritten wird. Der zweite
Kondensator C2 wird daher schnell auf einen Wert von Uk = 3,0V entladen, wonach der
erste Kondensator C1 einen Durchlassgleichstrom von z.B. 20mA über die Leuchtdiode
D4 und den Widerstand R2 abgibt. Der erste Kondensator C1 wird während der Zeitdauer
t1 über den Widerstand R2 bzw. die durch die Leuchtdiode D4 parallel geschalteten
Widerstände R1 und R2 entladen. Da die Zeitkonstante
τ 12=C1 * R2 jedoch vorzugsweise deutlich grösser als die Zeitdauer t1 gewählt wird,
reduziert sich die Spannung Ua durch Entladung des ersten Kondensators C1 nur geringfügig.
Nach Ablauf der Zeitdauer t1 erhöht sich der Wert der Wechselspannung wieder, wodurch
der zweite Kondensator C2 schnell wieder auf den ursprünglichen Wert (Uk = 4,35V)
aufgeladen und die Leuchtdiode D4 gesperrt wird.
[0014] In bezug auf die Zeitdauer t1 ist die Zeitkonstante τ 11=C1 * R1 daher sehr hoch,
die Zeitkonstante τ 22=C2*R2 klein und die Zeitkonstante τ 12=C1 * R2 hoch zu wählen.
[0015] In Fig. 6 sind die Verläufe der Spannungen Uk und Ua aufgezeichnet, die kurz vor,
während und nach einer Laständerung auftreten, durch die z.B. ein Datenbit übertragen
wird. Vor der Laständerung sind die Kondensatoren C1 und C2 auf die Maximalwerte Uk
max und Ua
max aufgeladen. Bei einer beispielsweise gewählten Wechselspannungsamplitude U1p=5V sind
Uk
max=4.35V und Ua
max=3.7V in der vorliegenden Schaltungsanordnung. Zum Zeitpunkt ta wird der Schalter
SW durch das Logikmodul LOG betätigt und die Impedanz Z2 parallel zur Impedanz Z1
geschaltet. Durch die Erhöhung der Last entsteht eine Reduktion der Amplitude U1p
der vom Übertrager XFMR abgegebenen Wechselspannung. Die an den Anoden der Dioden
D1, ..., D3 anliegenden Spannungen fallen unter den Wert der Spannungen Ua und Uk,
wodurch die Dioden D1, ..., D3 in den gesperrten Zustand überführt werden. Anschliessend
wird der zweite Kondensator C2 durch den Widerstand R2 soweit entladen, bis die negative
Vorspannung aufgehoben und die Schwellspannung der Leuchtdiode D4 überschritten ist
und diese zu leiten beginnt. Der erste Kondensator C1 der vom Widerstand R1 nur geringfügig
belastet wird, wird nun über die Leuchtdiode D4 und den Widerstand R2 entladen. Zu
einem Zeitpunkt tb wird der Schalter SW wieder geöffnet, wodurch die Last reduziert
und die Wechselspannung am Ausgang des Übertragers XFMR wieder erhöht wird. Die Dioden
D1, ..., D3 beginnen wieder zu leiten, wodurch der zweite Kondensator C2 schnell wieder
aufgeladen und die Leuchtdiode D4 gesperrt wird. Parallel dazu wird auch der erste
Kondensator C1 wieder aufgeladen. Der erste Kondensator C1 ist daher derart zu bemessen,
dass er während dem Intervall t1 bzw. tb-ta in der Lage ist, die Leuchtdiode D4 zu
betreiben. Die Vorspannung der Leuchtdiode D4 ist derart gewählt, dass diese bei Änderungen
der vom Übertrager XFMR abgegebenen Wechselspannung, die nicht durch geschaltete Laständerungen
verursacht werden, nicht in den leitenden Zustand gerät. Diese Vorspannung wird entsprechend
den zu erwartenden Wechselspannungsschwankungen gewählt. Z.B. durch Überbrückung der
Diode D2 oder durch die Wahl von Dioden D1, ..., D3 mit entsprechenden Schwellspannungen,
kann eine gewünschte Vorspannung eingestellt werden. Durch die Vermeidung von Widerstandsbrücken,
die ebenfalls zur Einstellung einer Vorspannung verwendet werden könnten, wird eine
unerwünschte Belastung der vom Übertrager XFMR abgegebenen Wechselspannung vermieden.
Es wurde bereits erwähnt, dass durch den Widerstand R1 die am Kondensator C1 anliegende
Spannung Ua langsamen Reduktionen der Amplitude U1p nachgeführt wird. Durch die vorzugsweise
Verwendung des Widerstandes R1 kann die Vorspannung der Leuchtdiode D4 daher kleiner
gewählt werden.
[0016] Zur Vermeidung von Übertragungsfehlern beim Auftreten von transienten Störungen ist
ein dritter Kondensator C3 parallel zur Leuchtdiode D4 geschaltet. Spannungsspitzen,
die sich der an der Leuchtdiode D4 anliegenden Spannung überlagem, werden durch den
dritten Kondensator C3 daher geglättet. Entsprechende Störungen werden auch durch
die beiden im Übertragungsweg vorgesehen Spulen L unterdrückt.
[0017] Fig. 2 zeigt den empfangsseitigen Teil der Anordnung zur Datenübertragung gemäss
Fig. 1 mit einer ergänzenden Schaltungsanordnung zur Detektion der übertragenen Signale.
Daraus ist ersichtlich, dass die Leuchtdiode D4 Teil eines Optokopplers OK ist, der
einen Fototransistor T aufweist, dessen Ausgangssignale einem Operationsverstärker
OVST zugeführt werden. Der Operationsverstärker OVST, der vorzugsweise die Funktion
eines Schmitt-Triggers aufweist, gibt an seinem Ausgang ein Rechtecksignal D
B ab, das dem dem Schalter SW zugeführten Schaltsignal entspricht. Zur Spannungsversorgung
des Optokopplers OK und des Operationsverstärkers OVST, der von den Dioden D1, ...,
D3 und den Kondensatoren C1 und C2 galvanisch getrennt ist; sind eine Betriebsspannung
Ub sowie ein Widerstand R3 vorgesehen. Leuchtdioden sowie Optokoppler sind in [5]
beschrieben. Selbstverständlich sind verschiedene Optokoppler, z.B. auch solche mit
Fotodioden anstelle von Fototransistoren anwendbar. Die lediglich vorzugsweise vorgesehenen
Bauteile R1 und C3 sind in Fig. 2 nicht gezeigt.
[0018] Fig. 3 zeigt die Anordnung zur Datenübertragung mit einem Übertrager XFMR2, der eine
Sekundär- sowie drei Primärwicklungen ws bzw. wp1, wp2 und wp3 aufweist. Die Primärwicklungen
wp1 und wp2 sind mit einem Verstärker DV verbunden, der an die erste Primärwicklung
wp1 ein Rechtecksignal s1 der Frequenz f1 und der an die zweite Primärwicklung wp2
ein Rechtecksignal s2 der Frequenz f2 abgibt. Durch die Signale s1 und s2 können Steuersignale
und Daten zur Balise B übertragen werden. Das Signal s2 kann z.B. auch zur Femspeisung
eines Transponders dienen.
[0019] Das Detektionsmodul DET ist in der vorliegenden Schaltungsanordnung vorzugsweise
deshalb auf der Sekundärseite des Übertragers XFMR2 vorgesehen, weil die Messung von
Rechtecksignalen kleinerer Amplitude auf der Primärseite des Übertragers mit Schwierigkeiten
verbunden wäre. Aus Fig. 3 ist ferner ersichtlich, dass dem Logikmodul LOG der Balise
B verschiedene Signale (HF-Signale oder Statussignale sens von Signalanlagen) zuführbar
sind. Entsprechend diesen Signalen kann das Logikmodul LOG binäre Schaltsignale D
B an den Schalter SW abgeben, der z.B. durch einen Schalttransistor realisiert wird.
Femer kann das Logikmodut LOG Daten auch durch Modulation eines Trägersignals zu einem
Empfänger RX übertragen, der an die dritte Primärwicklung wp3 des Übertragers XFMR2
angeschlossen ist.
[0020] Die bidirektionale Übertragung von Daten von der Balise zu einem fahrzeugseitig vorgesehenen
Transponder mittels "up- und down link"-Kanälen ist in [6], Bild 1 gezeigt. Die von
einer Balise empfangenen Daten eines "down tink"-Kanals können von der Balise anhand
der erfindungsgemässen Anordnung zu einem Stellwerk übertragen werden.
[0021] Fig. 4 zeigt ein Detektionsmodul DET in einer vorzugsweisen Ausgestaltung. Die Diode
D3 wurde weggelassen. Statt dessen wird der zweite Kondensator C2 über die Diode D1
geladen. Die Werte der Spannungen Uk und Ua, die sich nach dem Laden der beiden Kondensatoren
C1 und C2 einstellen, bleiben unverändert. Wie erwähnt, kann die Vorspannung der Leuchtdiode
D4 durch die Wahl der Dioden D1, D2, ... nach Wunsch eingestellt werden.
[0022] Fig. 5 zeigt den Einsatz der Anordnung zur Datenübertragung in der Eisenbahntechnik.
Zwei Balisen B1 und B2 sind auf den Schwellen von Eisenbahngeleisen TR1, TR2 angeordnet
und durch Übertragungsleitungen LTG mit einem Stellwerk ESTW verbunden. Die Übertragungsleitungen
LTG können Längen von bis zu mehreren hundert Meter aufweisen. Auf den Geleisen TR1
befindet sich ein Fahrzeug ZK, auf dessen Unterseite ein Transponder TP angeordnet
ist, der während der Überfahrt mit der Balise B1 Funksignale austauscht.
Literaturliste
[0023]
[1] SIGNAL + DRAHT, Tetzlaff Verlag, Hamburg, Ausgabe 10/97, Seiten 22 - 24
[2] WO 94/11754
[3] EP 0 747 995 A2
[4] EP 0 787 639 A1
[5] K. Beuth, Bauelemente, Vogel Buchverlag, Würzburg 1991, 13. Auflage, Seiten 292-296
[6] SIGNAL + DRAHT, Tetzlaff Verlag, Hamburg, Ausgabe 5/98, Seiten 5-9
[7] FR 2 657 479 A1
Bertin & Cie
Dispositif de transmission bidirectionnelle d'informations à recepteur alimenté par
l'émetteur
1. Anordnung zur Datenübertragung für verkehrstechnische Systeme mit einer Übertragungsleitung
(LTG), die an einem Ende über erste Anschlüsse (11a, 11b) mit einer Wechselspannungsquelle
(Q) und am anderen Ende über zweite Anschlüsse (12a, 12b) mit einer Last (VL) verbunden
ist, wobei die von der Wechselspannungsquelle (Q) abgegebenen und von der Übertragungsleitung
(LTG) übertragenen Wechselspannungen der Übertragung von Daten (D
B) dienen, und die Last (VL) durch ein Logikmodul (LOG) in Abhängigkeit von zu übertragenden
Daten (D
B) zwischen zwei Lastzuständen derart umschaltbar ist, dass an den ersten Anschlüssen
(11a, 11b) der Übertragungsleitung (LTG) Änderungen der Amplitude der von der Wechselspannungsquelle
(Q) abgegebenen Wechselspannung auftreten, die über Eingänge (e1, e2) einem Detektionsmodul
(DET) zugeführt wird, durch das die genannten Änderungen feststellbar und die dazu
entsprechenden Daten (D
B) erzeugbar sind;
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Eingänge (e1, e2) des Detektionsmoduls (DET) über einen ersten Kondensator (C1)
und wenigstens eine dazu in Serie geschaltete Diode (D1, D2) sowie über einen zweiten
Kondensator (C2) sowie einen dazu parallel geschalteten Widerstand (R2) und wenigstens
eine dazu in Serie geschaltete Diode (D1; D3) miteinander verbunden sind,
- die beiden Kondensatoren (C1, C2) über eine Leuchtdiode (D4) miteinander verbundenen
sind und beim Auftreten von Halbwellen entsprechender Polarität über die Dioden (D1;
D2; D3) geladen werden, wobei die Leuchtdiode (D4) Teil eines Optokopplers (OK) ist
und die Dioden (D1; D2; D3) und der Widerstand (R2) derart gewählt sind, dass an die
Leuchtdiode, (D4) bei maximaler Ladung der beiden Kondensatoren (C1, C2) eine Sperrspannung
und nach einer Reduktion der Wechselspannung durch Entladung des zweiten Kondensators
(C2) über den Widerstand (R2) eine Durchlassspannung angelegt ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die beiden Kondensatoren (C1, C2) auf Spannungen Uamax und Ukmax geladen werden, die entsprechend der für die Leuchtdiode (D4) vorgesehenen Vorspannung
Uamax - Ukmax gewählt sind.
3. Anordnung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Vorspannung Uamax - Ukmax entsprechend der Höhe der zu erwartenden Wechselspannungsänderungen gewählt sind,
die nicht durch geschaltete Laständerungen verursacht werden.
4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Last (VL) aus einer ersten Impedanz (Z1) besteht, zu der für die Übertragung einer
Dateneinheit D
B zu einem Zeitpunkt ta über einen vom Logikmodul (LOG) gesteuerten Schalter (SW) eine
zweite Impedanz (Z2) zuschaltbar und zu einem späteren Zeitpunkt tb wieder trennbar
ist, wodurch die am Eingang (e1, e2) des Detektionsmoduls (DET) anliegende Wechselspannung
während dem Intervall

auf einen reduzierten Wert abfällt.
5. Anordnung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
parallel zum ersten Kondensator (C1) ein Widerstand (R1) geschaltet ist, wobei die
Zeitkonstante

um ein vielfaches grösser ist als das Intervall t1.
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die für den zweiten Kondensator (C2) und den dazu parallel geschalteten Widerstand
(R2) vorgesehene Zeitkonstante

kleiner.
7. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die für den ersten Kondensator (C1) und den durch die Leuchtdiode (D4) dazu parallel
schaltbaren Widerstand (R2) vorgesehene Zeitkonstante

grösser als das Intervall t1 ist.
8. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Sendeverstärker (DV) vorgesehen ist, der über wenigstens eine Primärwicklung (wp1,
wp2) eines Übertragers (XFMR, XFMR2) eine Wechselspannung an die Anschlüsse (11a,
11b) der Übertragungsleitung (LTG) abgibt.
9. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
anhand wenigstens eines modulierten Trägersignals vom Sendeverstärker (DV) Daten zum
Logikmodul (LOG) und/oder vom Logikmodul (LOG) Daten zu einem Empfänger (RX) übertragbar
sind, der mit einer weiteren Primärwicklung (wp3) des Übertragers (XFMR2) verbunden
ist.
10. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Logikmodul (LOG) Teil einer standortgebundenen Balise (B) ist, über die Daten
mit einem fahrzeuggebundenen Transponder (TP) ausgetauscht werden.
1. Arrangement for data transmission for traffic-engineering systems with a transmission
line (LTG), which is connected at one end via first ports (11a, 11b) to an ac voltage
source (Q) and at the other end via second ports (12a, 12b) to a load (VL), with the
ac voltages output by the ac voltage source (Q) and transmitted by the transmission
line (LTG) being used for the transmission of data (D
B), and the load (VL) being switched by a logic module (LOG) depending on the data
to be transmitted (D
B) between two load states such that, at the first ports (11a, 11b) of the transmission
line (LTG) changes occur in the amplitude of the ac voltage output by the ac voltage
source (Q) which is fed via inputs (e1, e2) to a detection module (DET) through which
said changes are able to be determined and the corresponding data (D
B) is able to be created;
characterized in that
- the inputs (e1, e2) of the detection module (DET) are connected to each other via
a first capacitor (C1) and at least one downstream diode (D1, D2) connected in series
with it as well as via a second capacitor (C2) as well as a resistor (R2) connected
in parallel with it and at least one downstream diode (D1; D3) connected in series
with it,
- The two capacitors (C1, C2) are connected to each other via a light emitting diode
(D4) and, on occurrence of half waves of the appropriate polarity, are charged via
the diodes (D1; D2; D3), with the light emitting diode (D4) being part of an optical
coupler (OK) and the diodes (D1; D2; D3) and the resistor (R2) being selected such
that at the light emitting diode (D4) for a maximum charge of the two capacitors (C1,
C2) a blocking voltage is applied and after a reduction of the ac voltage through
discharging of the second capacitor (C2) via the resistor (R2) a conducting voltage
is applied.
2. Arrangement in accordance with claim 1,
characterized in that
the two capacitors (C1, C2) are charged to voltages Uamax and
Ukmax which are selected in accordance with the bias voltage Uamax - Ukmax provided for the light emitting diode (D4).
3. Arrangement in accordance with claim 2,
characterized in that
the bias voltages Uamax - Ukmax are selected in accordance withe the level of the ac voltage changes to be expacted
which are not caused by switched load changes.
4. Arrangement in accordance with one of the claims 1 to 3,
characterized in that
the load (VL) consists of a first impedance (M1) to which for the transmission of
a data unit D
E at a point in time ta via a switch (SW) controlled by logic module (LOG) a second
impedance (Z2) can be connected and disconnected again at a later point in time tb,
with the ac voltage present at the input (e1, e2) of the detection module (DET) falling
during the interval

to a reduced value.
5. Arrangement in accordance with claim 4,
characterized in that
a resistor (R1) is switched in parallel to the first capacitor (C1), with the time
constant

being greater by an order of magnitude than the interval t1.
6. Arrangement in accordance with one of the claims 1 to 5,
characterized in that
the time constant provided for the second capacitor (C2) and the resistor (R2) switched
in parallel

is smaller.
7. Arrangement in accordance with one of the claims 1 to 6,
characterized in that
the time constant provided for the first capacitor (C1) and the resistor (R1) which
can be switched in parallel to it by the light emitting diode (D4)

is greater than the interval t1.
8. Arrangement in accordance with one of the claims 1 to 7,
characterized in that
a send amplifier (DV) is provided, which via at least one primary winding (wp1, wp2)
of a transformer (XFMR, XFMR2) outputs an ac voltage to the ports (11a, 11b) of the
transmission line (LTG).
9. Arrangement in accordance with one of the claims 1 to 8,
characterized in that
on the basis of at least one modulated carrier signal data can be transmitted from
the send amplifier (DV) to the logic module (LOG) and/or from the logic module (LOG)
to a receiver (RX) which is connected to a further primary winding (wp3) of the transformer
(XFMR2).
10. Arrangement in accordance with one of the claims 1 to 9,
characterized in that
the logic module (LOG) is part of a fixed-location balise (B) via which data is exchanged
with a vehicle-based transponder (TP).
1. Dispositif de transmission de données pour des systèmes de commande de trafic, comprenant
une ligne (LTG) de transmission qui est reliée à une extrémité par des premières bornes
(11a, 11b) à une source (Q) de tension alternative et à l'autre extrémité par des
deuxièmes bornes (12a, 12b) à une charge (VL), les tensions alternatives données par
la source (Q) de tension alternative et transmises par la ligne (LTG) de transmission
servant à la transmission de données (D
B) et la charge (VL) pouvant être commutée par un module (LOG) logique en fonction
des données (D
B) à transmettre entre deux états de charge, de façon à ce qu'il se produise sur les
premières bornes (11a, 11b) de la ligne (LTG) de transmission des variations de l'amplitude
de la tension alternative qui est donnée par la source (Q) de tension alternative
et qui est envoyée par des entrées (e1, e2) à un module (DET) de détection par lequel
lesdites variations peuvent être constatées et les données (D
B) qui y correspondent peuvent être produites ;
caractérisé en ce que
- les entrées (e1, e2) du module (DET) de détection sont reliées entre elles par un
premier condensateur (C1) et par au moins une diode (D1, D2) montée en série avec
celui-ci, ainsi que par un deuxième condensateur (C2), ainsi que par une résistance
(R2) montée en parallèle à celui-ci et par au moins une diode (D1, D3) montée en série
avec celle-ci ;
- les deux condensateurs (C1, C2) sont reliés entre eux par une diode (D4) électroluminescente
et sont, lorsqu'il apparaît des demi-ondes de polarité correspondante, chargés par
les diodes (D1, D2, D3), la diode (D4) électroluminescente faisant partie d'un optocoupleur
(OK) et les diodes (D1, D2, D3) et la résistance (R2) étant choisies de façon à ce
qu'il s'applique à la diode (D4) électroluminescente, lorsque les deux condensateurs
(C1, C2) sont chargés, au maximum une tension de blocage et, après une réduction de
la tension alternative par décharge du deuxième condensateur (C2) par l'intermédiaire
de la résistance (R2), une tension de conduction.
2. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que les deux condensateurs (C1, C2) sont chargés jusqu'à des tensions Uamax et Ukmax qui sont choisies en fonction de la tension Uamax - Ukmax de polarisation prévue pour la diode (D4) électroluminescente.
3. Dispositif suivant la revendication 2, caractérisé en ce que la tension Uamax - Ukmax de polarisation est choisie en fonction du niveau des variations de tensions alternatives
auxquells on s'attend, qui ne sont pas provoquées par des variations de charges branchées.
4. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que la charge (VL) est constituée d'une première impédance (Z1) à laquelle peut être
ajoutée pour la transmission d'une unité (D
B) de données, à un instant ta par l'intermédiaire d'un interrupteur (SW) commandé
par le module (LOG) logique, une deuxième impédance (Z2) qui peut en être reséparée
à un instant tb ultérieur, grâce à quoi la tension alternative s'appliquant à l'entrée
(e1, e2) du module (DET) de détection s'abaisse pendant l'intervalle

à une valeur réduite.
5. Dispositif suivant la revendication 4,
caractérisé en ce qu'il est monté en parallèle au premier condensateur (C1) une résistance (R1), la constante
de temps

étant plus grande d'un multiple que l'intervalle t1.
6. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que la constante de temps prévue pour le deuxième condensateur (C2) et la résistance
(R2) qui y est montée en parallèle

est petite.
7. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que la constante de temps prévue pour le premier condensateur (C1) et la résistance (R2)
montée en parallèle avec celui-ci par la diode (4) électroluminescente

est plus grande que l'intervalle t1.
8. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'il est prévu un amplificateur (DV) d'émission qui applique par au moins un enroulement
primaire (wp1, wp2) d'un transmetteur (XFMR, XFMR2) une tension alternative aux bornes
(11a, 11b) de la ligne (LTG) de transmission.
9. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'au moyen d'au moins un signal de porteuse modulé provenant de l'amplificateur (DV)
d'émission des données peuvent être transmises au module (LOG) logique et/ou du module
(LOG) logique à un récepteur qui est relié à un autre enroulement (wp3) primaire du
transmetteur (XFMR2).
10. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que le module (LOG) logique fait partie d'une balise (B) à poste fixe par laquelle des
données peuvent être échangées avec un transpondeur (TP) embarqué sur véhicule.