(19)
(11) EP 1 247 964 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
31.05.2006  Patentblatt  2006/22

(21) Anmeldenummer: 02004821.1

(22) Anmeldetag:  02.03.2002
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
F02N 11/10(2006.01)
F02D 17/04(2006.01)
F02D 41/06(2006.01)

(54)

Startabbruchsystem und -verfahren für einen Verbrennungsmotor

System and method for engine start abort

Système et méthode pour arrêter le démarrage d'un moteur à combustion interne


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR

(30) Priorität: 03.04.2001 DE 10116486

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
09.10.2002  Patentblatt  2002/41

(73) Patentinhaber: Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft
80809 München (DE)

(72) Erfinder:
  • Kupske, Peter
    85244 Röhrmoos (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 1 024 273
US-A- 5 099 813
DE-A1- 19 852 228
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein System und ein Verfahren zum kontrollierten Abbrechen eines Startversuches für einen Verbrennungsmotor, insbesondere für einen Boxermotor eines Motorrads.

    [0002] Üblicherweise werden Verbrennungsmotoren mittels eines als Anlasser bezeichneten Elektromotors gestartet. Die Betätigung des Anlassers erfolgt bei Kraftfahrzeugen üblicherweise durch Drehen des Zündschlüssels im Zündschloß. Dabei wird ein Startschalter betätigt. Bei Motorrädern erfolgt die Betätigung des Anlassers dagegen üblicherweise durch einen separaten Startknopf bzw. -schalter, der nach Einschalten der Zündung mit dem Zündschlüssel betätigt werden muß. In beiden Fällen wird der Anlasser bei einem Startversuch nur solange betrieben, wie der Startschalter betätigt wird, d. h. bis zum Loslassen des Zündschlüssels beim Kraftfahrzeug bzw. des Startknopfes beim Motorrad.

    [0003] Von Zeit zu Zeit geschieht es, daß der Startschalter losgelassen wird, bevor der Verbrennungsmotor läuft. Ein derartiger verfrühter Abbruch des Startvorganges führt bei Verbrennungsmotoren, insbesondere bei Boxermotoren unter Umständen zum Rückdrehen des Motors, wodurch das im Verbrennungsraum bzw. in den Verbrennungsräumen befindliche Kraftstoff-Luft-Gemisch sich durch den Zündvorgang in den Saugrohren entzündet. Dies kann zu Beschädigungen des Motors, insbesondere der Saugrohre, und in Extremfällen sogar zu deren "Absprengen" führen. Ferner kann die Kraftstoffleitung durch einen derartigen Zündvorgang abreißen und Kraftstoff auslaufen bzw. herausspritzen (p ≤ 3,0 bar).

    [0004] Dieses Problem wird herkömmlicherweise durch mechanische Sicherungsmaßnahmen entschärft. Jedoch findet selbst dann die Zündung bzw. die Explosion des Kraftstoff-Luft-Gemisches nach wie vor im Ansaugschnorchel statt und kann zu Schäden am Fahrzeug bzw. am Motor führen. Ferner sind diese bekannten Sicherungsmaßnahmen technisch aufwendig, teuer und optisch störend.

    [0005] Aus der DE-A-197 27 595 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Starten einer Brennkraftmaschine bekannt, die sich mit den Problemen der Startresonanz beschäftigt.

    [0006] Gemäß diesem Verfahren und dieser Vorrichtung wird der Brennkraftmaschine mit Beginn des Startvorganges Kraftstoff zugeführt, das Ende der Startbetätigung ermittelt oder erfaßt, die Drehzahl der Brennkraftmaschine mit einer in Abhängigkeit von einem Zustandsparameter der Brennkraftmaschine ermittelten Grenzdrehzahl verglichen und der Startvorgang fortgesetzt, falls die Drehzahl größer als die Grenzdrehzahl ist und ansonsten abgebrochen. Ein kontrolliertes Abbrechen des Startvorganges ist dieser Druckschrift jedoch nicht zu entnehmen.

    [0007] Die EP-A-1 001 151 betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum kontrollierten Abstellen eines Verbrennungsmotors, der eine Kraftstoff-Einspritzsteuerung und eine Zündsteuerung umfaßt und bei der ein unmittelbar oder mittelbar mit dem Verbrennungsmotor gekoppelter Elektromotor und/oder Generator (Elektro-Maschine) sowie eine weitere Steuerung vorgesehen ist. Um ein kontrolliertes Abstellen zu gewährleisten, wird ein Abstellsignal für den Verbrennungsmotor erfaßt, die Kraftstoffeinspritzung bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Zündung unterbrochen, eine bestimmte Motordrehzahl über eine bestimmte Zeit oder eine bestimmte Anzahl von Kurbelwellenumdrehungen mittels der Elektro-Maschine aufrechterhalten, und schließlich der Verbrennungsmotor mittels der Elektro-Maschine gestoppt.

    [0008] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung bzw. ein System sowie ein Verfahren für einen kontrollierten Startabbruch beim Anlassen eines Verbrennungsmotors bereitzustellen. Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen der Patentansprüche gelöst.

    [0009] Die Erfindung geht dabei von dem Grundgedanken aus, einen eingeleiteten Startabbruch zu einem unkritischen Zeitpunkt zu beenden. Dazu wird erfindungsgemäß beim Einleiten des Startabbruchs, d. h. beim Loslassen des Startschalters bzw. des Zündschlüssels, die Zufuhr des Kraftstoff-Luft-Gemisches unterbunden und die Zündung abgeschaltet, wobei gleichzeitig der Anlasser weiterhin eingespurt bzw. eingerückt bleibt, um ein Rückdrehen des Motors zu verhindern.

    [0010] Dadurch wird auf effektive und sichere Weise ein vollautomatischer Startabbruch gewährleistet, der Schäden am Motor und/oder Fahrzeug sowie mögliche Verletzungen verhindert und die bisher üblichen mechanischen Sicherungsmaßnahmen überflüssig macht.

    [0011] Eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnung beispielhaft beschrieben. Es zeigt:
    Fig. 1
    eine schematische Darstellung einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Startabbruchsystems für einen Verbrennungsmotor.


    [0012] Das in Fig. 1 schematisch dargestellte erfindungsgemäße System zeigt einen Anlasser 2 zum Anlassen eines Verbrennungsmotors 4 auf herkömmliche Weise. Dazu kann der Anlasser 2 mit dem Motor 4 mittels einer Einspur- bzw. Einrückeinrichtung 6 verbunden und nach erfolgtem Starten des Motors 4 voneinander getrennt werden. Zum Auslösen bzw. Einleiten des Startvorganges steht der Anlasser 2 mit einem Startschalter 8 in Verbindung, beispielsweise in Form eines Startknopfes beim Motorrad oder der bei Kraftfahrzeugen üblichen Ausgestaltung des Zündschlosses. Bei einem (durch den Pfeil 10 angedeuteten) Betätigen des Startschalters 8 wird der Anlasser 2 in Gang gesetzt. Um das vom Anlasser 2 abgegebene Drehmoment auf den Motor 4 zu übertragen, muß die Einrückeinrichtung 6 eingerückt werden, wozu eine Betätigungseinrichtung 12 vorgesehen, die mit einer mit dem Startschalter 8 in Verbindung stehenden Einrücksteuerung 14 in Verbindung steht. Das heißt, beim Betätigen des Startschalters 8 wird ein entsprechendes Steuersignal an die Einrücksteuerung 14 übermittelt, die wiederum ein Signal an die Betätigungseinrichtung 12 weiterleitet, um die Einrückeinrichtung 6 einzurücken. Gleichzeitig wird beim Betätigen des Startschalters 8 jeweils ein Signal an eine Einspritzsteuerung 16 sowie an eine Zündsteuerung 18 weitergegeben. Daraufhin setzt die Einspritzsteuerung 16 eine Einspritzanlage 20 und die Zündsteuerung 18 eine Zündanlage 22 in Funktionsbereitschaft, so daß beim Drehen des Motors 4 durch den Anlasser 2 Kraftstoff-Luft-Gemisch eingespritzt und zur Explosion gebracht wird.

    [0013] Wie in Fig. 1 schematisch dargestellt, können die Einrücksteuerung 14, die Einspritzsteuerung 16 und die Zündsteuerung 18 in einer gemeinsamen Steuerungseinrichtung 24 zusammengefaßt sein. Diese Steuerungseinrichtung 24 kann wiederum ein Bestandteil der gesamten Motorsteuerung sein.

    [0014] Das vorstehend beschriebene und in Fig. 1 dargestellte erfindungsgemäße System ist auf besonders vorteilhafte und effektive Weise für einen vollautomatischen Startabbruch ausgebildet. Ein durch das Beenden der Betätigung des Startschalters 8 eingeleiteter Startabbruch erzeugt ein entsprechendes Startabbruchsignal und führt dieses der Steuerungseinrichtung 24, insbesondere der Einrücksteuerung 14, der Einspritzsteuerung 16 und der Zündsteuerung 18 sowie einem Zeitverzögerungsglied bzw. Timer 26 zu. Das Startabbruchsignal veranlaßt im wesentlichen augenblicklich, daß die Einspritzsteuerung 16 und die Zündsteuerung 18 ein jeweiliges Steuersignal erzeugen und dieses der Einspritzanlage 20 bzw. der Zündanlage 22 zuführen. Infolge dieser Signale wird eine weitere Zufuhr des Kraftstoff-Luft-Gemisches von der Einspritzanlage 20 unterbunden und die Zündausgabe der Zündanlage 22 unterdrückt. Gleichzeitig verursacht das dem Timer 26 zugeführte Startabbruchsignal, daß der Anlasser 2 nicht augenblicklich beim Einleiten des Startabbruchs abgeschaltet wird, sondern eine vorbestimmte Zeit weiter mit Energie versorgt wird. Darüber hinaus wird das Startabbruchsignal durch den Timer 26 zeitverzögert an die Einrücksteuerung 14 weitergeleitet (in Fig. 1 durch eine gestrichelte Linie dargestellt), auf dessen Basis ein Steuersignal zum Ausrücken der Einrückeinrichtung 6 an die Betätigungseinrichtung 12 ausgegeben wird. Diese durch den Timer 26 bewirkte Zeitverzögerung kann entweder gleich der Zeit bis zum Abschalten des Anlassers 2 oder davon unterschiedlich sein.

    [0015] Die vorgegebene Zeitdauer bis zum Abschalten des Anlassers 2 und die Zeitdauer bis zum Auskuppeln der Einspureinrichtung 6 ist dabei so ausgewählt, daß der Anlasser 2 erst gestoppt und die Einspureinrichtung 6 ausgerückt wird, wenn keine Gemischentflammung mehr erfolgen kann. Im Anschluß daran wird die Steuerungseinrichtung 24 in erneute Startbereitschaft versetzt.

    [0016] Zusammenfassend ist festzustellen, daß das erfindungsgemäße System und Verfahren zum kontrollierten Startabbruch für einen Verbrennungsmotor dafür Sorge trägt, daß ein Rückdrehen des Motors 4 und ein Verbrennen des Kraftstoff-Luft-Gemisches im Bereich der Saugrohre unterbunden wird, wodurch die Gefahr der Beschädigung des Motors und/oder Fahrzeugs sowie das Verletzungsrisiko erheblich reduziert wird.


    Ansprüche

    1. Vorrichtung zum kontrollierten Abbrechen eines Startvorgangs für einen Verbrennungsmotor (4) mit:

    (a) einem Anlasser (2);

    (b) einer Steuerungseinrichtung (24), die mit dem Anlasser (2), einer Einspritzanlage (20) und einer Zündanlage (22) in Wirkverbindung steht; und

    (c) einem Timer (26) zum Verzögern der Abschaltung des Anlassers (2) bezogen auf den Zeitpunkt des Abschaltens der Einspritzanlage (20) und der Zündanlage (22) in Antwort auf ein Startabbruchsignal.


     
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei der Anlasser (2) durch eine mittels einer Betätigungseinrichtung (12) ansteuerbare Einrückeinrichtung (6) mit dem Motor (4) in und außer Wirkverbindung bringbar ist.
     
    3. Vorrichtung nach Anspruch 2, wobei die Steuerungseinrichtung (24) mit der Betätigungseinrichtung (12) in Wirkverbindung steht und das Abschalten des Anlassers (2) mit einem Ausrücken der Einrückeinrichtung (6) gekoppelt ist.
     
    4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Anlasser (2) mit einem Startschalter (8), der mit der Steuerungseinrichtung (24) in Wirkverbindung steht, betätigbar ist.
     
    5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, wobei die Steuerungseinrichtung (24) eine mit der Betätigungseinrichtung (12) in Wirkverbindung stehende Einrücksteuerung (14), eine mit der Einspritzanlage (20) in Wirkverbindung stehende Einspritzsteuerung (16) sowie eine mit der Zündanlage in Wirkverbindung stehende Zündsteuerung (18) aufweist.
     
    6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Timer (26) in die Steuerungseinrichtung (24) integriert ist.
     
    7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Steuerungseinrichtung (24) in eine Motorsteuerung für den Motor (4) integriert ist.
     
    8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, wobei der Timer (26) mit dem Startschalter (8), dem Anlasser (2) und optional mit der Steuerungseinrichtung (24) in Wirkverbindung steht.
     
    9. Verfahren zum kontrollierten Abbrechen eines mit einem Anlasser (2) durchgeführten Startvorgangs für einen Verbrennungsmotor (4) mit den Schritten:

    (a) Erfassen eines Startabbruchsignals;

    (b) Zuführen des Startabbruchsignals an eine Steuerungseinrichtung (24), um ein weiteres Einspritzen von Kraftstoff-Luft-Gemisch und weitere Zündaktivitäten zu unterbinden;

    (c) Zuführen des Startabbruchsignals an einen Timer (26) zum Verzögern der Abschaltung des Anlassers (2) und/oder der Trennung des Anlassers (2) vom Motor (4) bezogen auf den Zeitpunkt des Unterbindens der Einspritzung und der Zündaktivitäten.


     
    10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei das Abbrechen des Startvorgangs durch Beenden der Betätigung eines mit dem Anlasser (2) in Wirkverbindung stehenden Startschalters (8) eingeleitet wird.
     
    11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, wobei das Zuführen des Startabbruchsignals gemäß Schritt (b) durch Zuführen des Startabbruchsignals an eine Einspritzsteuerung (16) und eine Zündsteuerung (18) erfolgt.
     
    12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, wobei der Anlasser (2) durch eine mittels einer Betätigungseinrichtung (12) ansteuerbare Einrückeinrichtung (6) mit dem Motor (4) in und außer Wirkverbindung bringbar ist und die Steuerungseinrichtung (24) mit der Betätigungseinrichtung (12) in Wirkverbindung steht, um das Abschalten des Anlassers (2) mit einem Ausrücken der Einrückeinrichtung (6) zu koppeln.
     
    13. Verfahren nach Anspruch 12, wobei die Steuerungseinrichtung (24) eine mit der Betätigungseinrichtung (12) in Wirkverbindung stehende Einrücksteuerung (14) aufweist, die als Antwort auf ein vom Timer (26) geliefertes Signal die Einrückeinrichtung (6) ausrückt.
     
    14. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 13, wobei der Timer (26) das Abschalten des Anlassers (2) so steuert, daß der Motor (4) solange in Vorwärtsrichtung bewegt wird bis keine Gemischentflammung mehr erfolgen kann.
     
    15. Verwendung der Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8 und des Verfahrens nach einem der Ansprüche 9 bis 14 für einen Boxermotor, insbesondere einen in einem Motorrad vorgesehenen Boxermotor.
     


    Claims

    1. A device for controlled aborting of the start of an internal combustion engine (4), comprising:

    (a) a starter (2);

    (b) a control device (24) operatively connected to the starter (2) and to an injection system (20) and an ignition system (22), and

    (c) a timer (26) for delaying the switch-off of the starter (2) relative to the time of switching off the injection system (20) and the ignition system (22) in response to a start abort signal.


     
    2. A device according to claim 1, wherein the starter (2) can be brought into or out of operative connection with the engine (4) by an engagement device (6) actuated by an operating device (12).
     
    3. A device according to claim 2, wherein the control device (24) is operatively connected to the actuating device (12) and switching-off the starter (2) is coupled with disengagement of the engagement device (6).
     
    4. A device according to any of claims 1 to 3, wherein the starter (2) is actuatable by a starting switch (8) operatively connected to the control device (24).
     
    5. A device according to any of claims 2 to 4, wherein the control device (24) comprises an engagement control means (14) operatively connected to the actuating device (12), an injection control means (16) operatively connected to the injection system (20) and an ignition control means (18) operatively connected to the ignition system.
     
    6. A device according to any of claims 1 to 5, wherein the timer (26) is incorporated in the control device (24).
     
    7. A device according to any of claims 1 to 6, wherein the control device (24) is incorporated in a control system for the engine (4).
     
    8. A device according to any of claims 4 to 7, wherein the timer (26) is operatively connected to the starting switch (8), the starter (2) and optionally to the control device (24).
     
    9. A method of controlled aborting of an operation via a starter (2) for starting an internal combustion engine (4), in the following steps:

    (a) detection of a start abort signal;

    (b) supplying the start abort signal to a control device (24) in order to prevent further injection of fuel-air mixture and further ignition activity, and

    (c) supplying the start abort signal to a timer (26) for delaying the switching-off of the starter (2) and/or the disconnection of the starter (2) from the engine (4) relative to the time when injection and ignition activity is stopped.


     
    10. A method according to claim 9, wherein the abortion of the starting process is initiated by ending the actuation of a starting switch (8) operatively connected to the starter (2).
     
    11. A method according to claim 9 or 10, wherein the start abort signal in step (b) is supplied by supplying the start abort signal to an injection control means (16) and an ignition control means (18).
     
    12. A method according to any of claims 9 to 11, wherein the starter (2) can be brought into and out of operative connection with the engine (4) by an engagement device (6) actuatable by an operating device (12) and the control device (24) is operatively connected to the device (12) in order to couple the switching-off of the starter (2) with disengagement of the engagement device (6).
     
    13. A method according to claim 12, wherein the control device (24) comprises an engagement control means (14) operatively connected to the actuating control means (12) and disengaging the engagement device in response to a signal delivered by the timer (26).
     
    14. A device according to any of claims 9 to 13, wherein the timer (26) so controls switching off the starter (2) that the engine (4) continues to move in the forward direction until no further ignition of mixture is possible.
     
    15. Use of the device according to any of claims 1 to 8 and the method according to any of claims 9 to 14 for an opposed-cylinder engine, especially an opposed-cylinder engine provided in a motorcycle.
     


    Revendications

    1. Dispositif d'arrêt contrôlé d'un procédé de démarrage pour un moteur à combustion interne (4) doté :

    (a) d'un démarreur (2),

    (b) d'une installation de commande (24) en liaison active avec le démarreur (2), d'un dispositif d'injection (20) et d'un dispositif d'allumage (22) ; et

    (c) d'une horloge (26) pour retarder l'arrêt du démarreur (2) en se référant au moment de l'arrêt du dispositif d'injection (20) et du dispositif d'allumage (22) en réponse à un signal d'arrêt de démarrage.


     
    2. Dispositif selon la revendication 1,
    caractérisé en ce que
    le démarreur (2) peut être amené ou non en liaison active par un dispositif d'embrayage (6) pouvant être excité à l'aide d'un dispositif d'actionnement (12).
     
    3. Dispositif selon la revendication 2,
    caractérisé en ce que
    l'installation de commande (24) est en liaison active avec le dispositif d'actionnement (12) et la coupure du démarreur (2) est couplée au débrayage du dispositif d'embrayage (6).
     
    4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
    caractérisé en ce que
    le démarreur (2) peut être actionné par un commutateur de démarrage (8) en liaison active avec l'installation de commande (24).
     
    5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 2 à 4,
    caractérisé en ce que
    l'installation de commande (24) présente une commande d'embrayage (14) en liaison active avec le dispositif d'actionnement (12), une commande d'injection (16) en liaison active avec le dispositif d'injection (20) ainsi qu'une commande d'allumage (18) en liaison active avec le dispositif d'allumage.
     
    6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
    caractérisé en ce que
    l'horloge (26) est intégrée dans l'installation de commande (24).
     
    7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 6,
    caractérisé en ce que
    l'installation de commande (24) est intégrée dans la commande moteur pour le moteur (4).
     
    8. Dispositif selon l'une quelconque des revendication 4 à 7,
    caractérisé en ce que
    l'horloge (26) est en liaison active avec le commutateur de démarrage (8), avec le démarreur (2) et en option avec l'installation de commande (24).
     
    9. Procédé pour arrêter de manière contrôlée un procédé de démarrage réalisé avec un démarreur (2) pour un moteur à combustion interne (4) comprenant les étapes :

    (a) détection d'un signal d'arrêt de démarrage,

    (b) amenée du signal d'arrêt de démarrage à une installation de commande (24) afin d'éliminer une nouvelle injection du mélange air/carburant et d'autres activités d'allumage,

    (c) amenée du signal d'arrêt de démarrage à une horloge (26) pour retarder la coupure du démarreur (2) et/ou la séparation du démarreur (2) du moteur par rapport au moment où l'injection et les activités d'allumage sont empêchées.


     
    10. Procédé selon la revendication 9,
    caractérisé en ce que
    l'arrêt de l'opération de démarrage est introduite par la fin de l'actionnement d'un commutateur de démarrage (8) en liaison active avec le démarreur (2).
     
    11. Procédé selon la revendication 9 ou 10,
    caractérisé en ce que
    l'amenée du signal d'arrêt de démarrage selon l'étape (b) se produit en amenant le signal d'arrêt de démarrage à une commande d'injection (16) et il s'ensuit une commande d'allumage (18).
     
    12. Procédé selon l'une quelconque des revendications 9 à 11,
    caractérisé en ce que
    le démarreur (2) peut être amené ou non en liaison active avec le moteur (4) par un dispositif d'embrayage (6) pouvant être excité à l'aide d'un dispositif d'actionnement (12), et l'installation de commande (24) est en liaison active avec le dispositif d'actionnement (12) afin de coupler la coupure du démarreur (2) à un débrayage du dispositif d'embrayage (6).
     
    13. Procédé selon la revendication 12,
    caractérisé en ce que
    l'installation de commande (24) présente un dispositif d'embrayage (14) en liaison active avec le dispositif d'actionnement (12) et débrayant le dispositif d'embrayage (6) en réponse à un signal délivré par l'horloge (26).
     
    14. Procédé selon l'une quelconque des revendications 9 à 13,
    caractérisé en ce que
    l'horloge (26) commande la coupure du démarreur (2) de manière à ce que le moteur (4) se déplace dans la direction avant jusqu'à ce que plus aucune inflammation du mélange ne puisse se produire.
     
    15. Utilisation du dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 8 et du procédé selon l'une quelconque des revendications 9 à 14, pour un moteur à cylindres opposés et horizontaux, notamment pour un moteur à cylindres opposés et horizontaux prévu dans une moto.
     




    Zeichnung