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(11) |
EP 1 386 879 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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31.05.2006 Patentblatt 2006/22 |
| (22) |
Anmeldetag: 02.08.2002 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Rahmen für ein Flurförderzeug
Frame for an industrial truck
Chassis pour un véhicule industriel
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT SE |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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04.02.2004 Patentblatt 2004/06 |
| (73) |
Patentinhaber: OM Carrelli Elevatori S.p.A. |
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20020 Lainate (MI) (IT) |
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Erfinder: |
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- Mascherpa, Paolo
20090 Buccinasco (MI) (IT)
- Radaelli, Fabio
20100 Milano (MI) (IT)
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| (74) |
Vertreter: Geirhos, Johann |
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Linde Aktiengesellschaft,
Zentrale Patentabteilung 82049 Höllriegelskreuth 82049 Höllriegelskreuth (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
GB-A- 772 718 US-A- 4 711 467
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US-A- 1 648 826
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 009, no. 183 (M-400), 30. Juli 1985 (1985-07-30) &
JP 60 050075 A (NISSAN JIDOSHA KK), 19. März 1985 (1985-03-19)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Rahmen für ein Flurförderzeug, insbesondere Gegengewichtsgabelstapler,
wobei der Rahmen zwei seitliche, in Längsrichtung des Flurförderzeugs angeordnete
Längsträger aufweist, die aus jeweils einem Blech mit einem U-förmigen, einen vertikalen
Steg und horizontale Flansche aufweisenden Querschnitt bestehen, wobei das Blech der
Längsträger aus einer Blechplatte durch ein Schneide-verfahren, insbesondere Laserschneiden,
hergestellt ist und der U-förmige Querschnitt durch ein Umformverfahren, insbesondere
Biegen oder Pressen, erzeugt ist.
[0002] Aus der US 1 648 826 ist ein gattungsgemäßer Rahmen für ein Flurförderzeug bekannt,
bei dem die Längsträger aus einem gestanzten Blech hergestellt sind. Die Längsträger
weisen hierbei unterschiedlichen Aufbau auf, wodurch für den Rahmen zwei Ausführungsformen
der Längsträger erforderlich sind.
[0003] Aus der DE 100 13 079 A1 ist ein Rahmen für ein Flurförderzeug bekannt, der zwei
seitliche, in Längsrichtung des Flurförderzeugs angeordnete Längsträger aufweist,
die als Doppel-T-Profile ausgebildet sind. Ein derartiger Rahmen mit aus fertigen
Profilen hergestellten Längsträgern weist eine hohe Stabilität und Festigkeit auf.
Es sind jedoch viele zusätzliche Bauteile erforderlich, die an den Längsträgern angeschweißt
werden müssen, um den Rahmen zu bilden. Hierdurch weist der Rahmen ein hohes Gewicht
auf. Zudem ist die Herstellung des Rahmens aufwendig und erfordert eine hohe Anzahl
von Schweißverbindungen.
[0004] Aus der GB-A-772 718 ist ein Rahmen für ein Flurförderzeug bekannt, der zwei Längsträger
aufweist, die aus einem U-förmigen Schienenprofil mit einem vertikalen Steg und horizontalen
Flanschen gebildet sind. Durch die massive Bauweise dieser fertigen Schienenprofile
weist der Rahmen ein hohes Gewicht auf.
[0005] Die JP-A-60 050075 zeigt einen Rahmen für ein Flurförderzeug, der Längsträger aufweist,
die aus jeweils einem Blech mit einem U-förmigen, einen vertikalen Steg und horizontale
Flansche aufweisenden Querschnitt bestehen. Die beiden Längsträger weisen jedoch einen
unterschiedlichen Aufbau auf, wodurch für die Herstellung des Rahmens eine hohe Anzahl
von verschiedenen Einzelteilen erforderlich ist.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Rahmen der eingangs
genannten Gattung zur Verfügung zu stellen, der eine hohe Steifigkeit bei geringem
Gewicht aufweist und auf einfache Weise herstellbar ist.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Längsträger einen identischen
und bezüglich einer Längsachse symmetrischen Aufbau aufweisen, wodurch die Längsträger
durch Drehen um die Längsachse als linker Längsträger oder rechter Längsträger verwendbar
sind. Durch die Ausbildung der Längsträger mit einem stehend angeordneten U-förmigen
Querschnitt weist der Rahmen eine hohe Steifigkeit und Stabilität auf. Die Längsträger
werden aus einem Blech durch ein Schneidverfahren ausgeschnitten und der U-förmige
Querschnitt mit einem Steg und senkrecht zu dem Steg angeordneten Flanschen durch
ein anschließendes Umformverfahren erzeugt. Durch das Schneidverfahren und das anschließende
Umformverfahren können die Längsträger mit geringem Aufwand aus einer Blechplatte
hergestellt werden, wobei an die Erfordernisse des Flurförderzeugs angepasste Querschnitte
der Längsträger auf einfache Weise erzeugt werden können. Durch die angepassten Querschnitte
können hierbei dünne Bleche für die Längsträger verwendet werden, wodurch das Gewicht
der Längsträger und somit das Gewicht des Rahmens bei hoher Steifigkeit und Stabilität
verringert werden kann. Durch den identischen und bezüglich der Längsachse symmetrischen
Aufbau der Längsträger können die Längsträger durch einfaches Drehen um die Längsachse
als rechte oder linke Ausführung verwendet werden. Durch den symmetrischen Aufbau
der Längsträger ist somit lediglich eine Ausführungsform von Längsträger erforderlich,
wodurch der Rahmen aus wenig unterschiedlichen Einzelteilen hergestellt werden kann
und sich geringe Herstellkosten ergeben.
[0008] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Blech des Längsträgers
mit Ausnehmungen, insbesondere Bohrungen, versehen, die einen Aufnahmeflansch für
ein Antriebsaggregat und/oder weitere Anbauten, insbesondere ein Gegengewicht, bilden,
wobei die Ausnehmungen durch das Schneidverfahren herstellbar sind. Während des Ausschneidens
des Längsträgers aus der Blechplatte können gleichzeitig durch das Schneidverfahren
Ausnehmungen hergestellt werden, die einen Aufnahmeflansch für ein Antriebsaggregat
und/oder ein Gegengewicht bilden. Die Aufnahmeflansche können hierdurch auf einfache
Weise vor dem Umformen der Längsträger hergestellt werden, wodurch keine aufwendigen
Bearbeitungen, insbesondere spanabhebende Bearbeitungen, an den fertig gebogenen Längsträgern
für die Aufnahmeflansche erforderlich sind.
[0009] Zweckmäßigerweise ist die Ausnehmung zur Aufnahme des Antriebsaggregats an dem Steg
des Längsträgers angeordnet.
[0010] Die Ausnehmung zur Aufnahme der weiteren Anbauten ist bevorzugt an dem zu dem Steg
im wesentlichen senkrechten Flansch des Längsträgers ausgebildet.
[0011] Zweckmäßigerweise ist jeder Längsträger mit einem Befestigungsflansch für einen Neigezylinder
versehen. Durch die Anordnung der Neigezylinder direkt an den Längsträgern kann eine
günstige Krafteinleitung der Neigezylinderkraft in den Rahmen erzielt werden.
[0012] Mit besonderem Vorteile ist der Befestigungsflansch als Anschlussplatte ausgebildet,
die an dem Längsträger durch Schweißen befestigbar ist.
[0013] Eine günstige Krafteinleitung lässt sich hierbei erzielen, wenn an jedem Längsträger
eine Aussparung ausgebildet ist, die mit dem Befestigungsflansch in Wirkverbindung
bringbar ist. Die Kraft des Neigezylinders wird somit zumindest teilweise über die
Ausnehmung in den Längsträger eingeleitet, wobei an der Anschlussplatte ein in die
Ausnehmung eingreifender Fortsatz ausgebildet ist.
[0014] Zweckmäßigerweise ist die Aussparung an dem Steg des Längsträgers angeordnet.
[0015] Die Aussparung kann auf einfache Weise durch das Schneidverfahren hergestellt werden,
wodurch kein zusätzlicher Bearbeitungsschritt zur Herstellung der Ausnehmung erforderlich
ist.
[0016] Sofern gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung jeder Längsträger an
einem vorderen Ende mit einer Lagerschale versehen ist, an der eine vordere Querverbindung
befestigbar ist, kann der Rahmen am vorderen Ende auf einfache Weise mit einer Quertraverse
geschlossen werden und somit ein hohe Steifigkeit erzielt werden.
[0017] Zweckmäßigerweise ist die Lagerschale durch Schweißen an dem Längsträger befestigbar
ist.
[0018] Besondere Vorteile ergeben sich, wenn die vordere Querverbindung als Antriebsachse
ausgebildet ist. Durch die Verwendung der Antriebsachse als vordere Querverbindung
ist kein zusätzliches Bauteil für die Querverbindung erforderlich. Durch die Verbindung
der Antriebsachse an die Längsträger mittels der Lagerschalen ist es zudem möglich,
unterschiedliche Antriebsachsen mittels unterschiedlicher Lagerschalen an identischen
Längsträgern anzuordnen. Hierdurch können mit identischen Längsträgern unterschiedliche
Rahmen für Flurförderzeuge mit unterschiedlichen Antriebsachsen gebildet werden und
somit mit identischen Längsträgern ein modulares Rahmenkonzept für unterschiedliche
Flurförderzeuge mit unterschiedlichen Tragfähigkeiten und unterschiedlichen Antriebssystemen
gebildet werden.
[0019] Der Rahmen kann auf einfache mit einem hinteren Querträger versehen werden, wenn
die Längsträger an einem hinteren Ende durch einen Querträger verbunden sind, insbesondere
durch Schweißen.
[0020] Der Querträger ist bevorzugt als Schweißteil ausgebildet ist, das aus mehreren Einzelteilen
zusammengeschweißt ist.
[0021] Sofern der Querträger eine Versteifungsrippe für zumindest einen Flansch der U-förmigen
Längsträger bildet, kann die Steifigkeit der Längsträger und somit des Rahmens auf
einfache Weise erhöht werden.
[0022] Zweckmäßigerweise dient der Querträger zur Befestigung einer Lenkachse. An dem Querträger
kann auf einfache Weise eine Lenkachse an dem Rahmen befestigt werden. Durch unterschiedliche
Ausgestaltungen des Querträgers ist es zudem möglich, unterschiedliche Lenkachsen
an dem Rahmen anzuordnen. Mit identischen Längsträgern kann somit ein modulares Rahmenkonzept
für unterschiedliche Flurförderzeuge mit unterschiedlichen Lenkachsen gebildet werden.
[0023] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand des in den schematischen
Figuren dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Hierbei zeigt
- Figur 1
- einen erfindungsgemäßen Rahmen,
- Figur 2
- einen Längsträger eines erfindungsgemäßen Rahmens vor dem Umformen und
- Figur 3
- einen Längsträger eines erfindungsgemäßen Rahmens nach dem Umformen.
[0024] In der Figur 1 ist ein erfindungsgemäße Rahmen 1 für ein beispielsweise als Gegengewichtsgabelstapler
ausgebildetes Flurförderzeug gezeigt. Der Rahmen 1 weist zwei in Längsrichtung des
Flurförderzeugs angeordnete seitliche Längsträger 2a, 2b auf. Die Längsträger 2a,
2b weisen einen U-förmigen Querschnitt auf, der einen vertikal angeordneten Steg 10
und zwei im wesentlichen senkrecht zum Steg angeordnete horizontale Flansche 11 aufweist.
[0025] Die Längsträger 2a, 2b sind an den hinteren Enden mittels eines Querträgers 3 verbunden,
an dem eine Lenkachse des Flurförderzeugs befestigt werden kann. Der Querträger 3
kann als Schweißteil ausgebildet sein, das aus mehreren Einzelteilen besteht, und
beispielsweise mit den Längsträgern 2a, 2b verschweißt sein.
[0026] An den vorderen Enden der Längsträger 2a, 2b ist jeweils eine Lagerschale 4a, 4b
angeordnet, an der eine vordere Querverbindung befestigt werden kann. Die Lagerschalen
4a, 4b sind bevorzugt an den Längsträgern 2a, 2b angeschweißt. Die vordere Quertraverse
ist zweckmäßigerweise als Antriebsachse des Flurförderzeugs ausgebildet. Die Lagerschalen
4a, 4b weisen beispielsweise eine senkrecht zur Fahrbahnebene angeordnete Verbindungsfläche
für die vordere Querverbindung auf. Es ist jedoch ebenfalls möglich, die Verbindungsfläche
der Lagerschalen 4a, 4b in einer zur Fahrbahnfläche parallelen Ebene auszubilden.
[0027] An den Längsträgern 2a, 2b sind jeweils Ausnehmungen 5a, 5b vorgesehen. Die Ausnehmungen
5a, 5b sind beispielsweise als Bohrungen ausgebildet und bilden einen Aufnahmeflansch
13a, 13b zur Befestigung eines Antriebsaggregates, beispielsweise eines Antriebsmotors
mit einem angeflanschten Getriebe.
[0028] An den Längsträgern 2a, 2b ist weiterhin jeweils ein Befestigungsflansch 6a, 6b für
einen Neigezylinder eines Hubgerüstes des Flurförderzeugs befestigt. Die Befestigungsflansche
6a, 6b sind hierbei bevorzugt als Anschlussplatten 15a, 15b ausgebildet, die an die
Längsträger 2a, 2b angeschweißt werden. An den Längsträgern 2a, 2b sind hierbei im
Bereich des Steges 10 Aussparungen 8 ausgebildet, in die die Anschlussplatten 15a,
15b eingreifen.
[0029] An den Längsträgern 2a, 2b ist zudem jeweils ein Aufnahmeflansch 14a, 14b für ein
Gegengewicht des Flurförderzeugs ausgebildet. Der Aufnahmeflansch 14a, 14b ist beispielsweise
jeweils von einer als Bohrung ausgebildeten Ausnehmung 7a, 7b gebildet, die am hinteren
Ende der Längsträgers 2a, 2b an den Flanschen 11 angeordnet sind.
[0030] Der Querträger 3 kann sich hierbei in seitlicher Richtung über den Steg 10 der Längsträger
2a, 2b erstrecken und somit eine Versteifungsrippe 16 für die Flansche 11 der Längsträger
2a, 2b im Bereich des Aufnahmeflansches 14a, 14b bilden.
[0031] In den Figuren 2 und 3 ist der Längsträger 2a bzw. 2b als Einzelteil dargestellt.
Die Figur 2 zeigt den Längsträger 2a, 2b in einem Zwischenbearbeitungsschritt vor
dem Umformen. In der Figur 3 ist der Längsträger 2a, 2b nach dem Umformen und somit
fertig bearbeitet dargestellt.
[0032] Der Längsträger 2a bzw. 2b ist als Blech ausgebildet, das durch ein Schneidverfahren,
beispielsweise durch Laserschneiden, aus einer Blechplatte 20 ausgeschnitten wird.
Durch das Schneidverfahren wird der Längsträger 2a, 2b gleichzeitig mit den als Bohrungen
ausgebildeten Ausnehmungen 5a, 5b und der als Bohrung ausgebildeten Ausnehmung 7a,
7b versehen. In dem Schneidverfahren werden ebenfalls die Aussparungen 8 erzeugt,
die zur Aufnahme der Anschlussplatten für die Neigezylinder dienen.
[0033] Nach dem Ausschneiden der Kontur des Längsträgers 2a, 2b aus der Blechplatte und
dem Einbringen der Ausnehmungen 5a, 5b und 7a, 7b für die Aufnahmeflansche 13a, 13b,
14a, 14b sowie den Aussparungen 8 wird das Blech durch ein Umformverfahren, beispielsweise
Biegen, Pressen oder Tiefziehen, entlang der Biegelinien 17 zu einem U-förmigen Querschnitt
umgeformt, wodurch des Blech einen Steg 10 und Flansche 11 aufweist, die im wesentlichen
senkrecht zum Steg 10 angeordnet sind. An den fertig gebogenen Längsträgern 2a, 2b
sind hierbei keine weiteren Bearbeitungen, insbesondere spanabhebende Bearbeitungen
erforderlich.
[0034] Wie aus der Figur 2 ersichtlich ist, weisen die Längsträger 2a, 2b bezüglich der
Längsachse 18 einen symmetrischen und somit identischen Aufbau auf. Insbesondere die
Bohrungen der Ausnehmungen 7a, 7b sowie die Bohrung der Ausnehmungen 5a, 5b und die
Aussparungen 8 sind symmetrisch zur Längsachse 18 ausgebildet. Die fertig gebogenen
Längsträger können somit durch Drehen um die Längsachse 18 als linker Längsträger
2b oder rechter Längsträger 2a verwendet werden.
[0035] An die U-förmig gebogenen Längsträger 2a, 2b werden am vorderen Ende die Lagerschalen
4a, 4b und an den entsprechenden Aussparungen 8 die Befestigungsflansche 6a, 6b für
die Neigezylinder angeschweißt und anschließend die Längsträger 2a, 2b durch den hinteren
Querträger 3 verbunden, der ebenfalls mit den Längsträger verschweißt wird.
[0036] An dem fertigen Rahmen 1 sind nach dem Zusammenschweißen der Längsträger 2a, 2b mit
dem Querträger 3 keine weiteren Bearbeitungsschritte, insbesondere spanabhebende Bearbeitungen,
erforderlich.
[0037] Durch den U-förmigen Querschnitt der Längsträger 2a, 2b kann für die Längsträger
ein dünnes Blech verwendet werden, wodurch der Rahmen ein geringes Gewicht aufweist.
Durch die Verwendung identischer Längsträger 2a, 2b, die durch Drehen um die Längsachse
18 als linker oder rechter Längsträger verwendet werden können, weist der Rahmen einen
Aufbau aus wenigen verschiedenen Einzelteilen auf. An dem Rahmen sind nur wenige Schweißverbindungen
mit kurzen Schweißnähten erforderlich, wodurch sich eine geringe Wärmeeinleitung und
somit ein geringer Verzug ergibt. Der Rahmen 1 weist somit eine einfache Herstellung
mit geringen Herstellkosten auf.
[0038] Durch Verwendung unterschiedlicher Lagerschalen 4a, 4b können an dem Rahmen 1 bei
Verwendung identischer Längsträger 2a, 2b unterschiedliche Antriebsachsen befestigt
werden und somit ein modularer Rahmen erzeugt werden, der für Flurförderzeuge mit
unterschiedlichen Tragklassen oder verschiedenen Antriebssystemen verwendet werden
kann. Zudem können an die Längsträger 2a, 2b unterschiedliche hintere Querträger 3
für verschiedene Lenkachsen befestigt werden, wodurch mit identischen Längsträgern
2a, 2b ein modularer Rahmen erzeugt werden kann, an den verschiedene Lenkachsen für
Flurförderzeuge mit unterschiedlichen Tragklassen angeordnet werden können.
[0039] Durch die Ausbildung des Rahmens 1 aus zwei seitlichen Längsträgern 2a, 2b mit einem
U-förmigen Querschnitt kann ein Rahmen mit einer hohen Steifigkeit erzeugt werden,
der lediglich am hinteren Ende durch einen Querträger 3 und am vorderen Ende durch
eine an den Lagerschalen 4a, 4b befestigte Querverbindung versteift werden muss. Hierdurch
wird im Inneren des Rahmens ein Aggregateraum zur Verfügung gestellt, in dem keine
Versteifungsträger angeordnet werden müssen. Dies eröffnet die Möglichkeit unterschiedliche
Antriebsaggregate im Rahmen anzuordnen und somit modulare Rahmen mit identischen Längsträgern
für unterschiedliche Flurförderzeuge mit unterschiedlichen Tragklassen und verschiedenen
Antriebssystemen herzustellen.
1. Rahmen für ein Flurförderzeug, insbesondere Gegengewichtsgabelstapler, wobei der Rahmen
zwei seitliche, in Längsrichtung des Flurförderzeugs angeordnete Längsträger aufweist,
die aus jeweils einem Blech mit einem U-förmigen, einen vertikalen Steg und horizontale
Flansche aufweisenden Querschnitt bestehen, wobei das Blech der Längsträger aus einer
Blechplatte durch ein Schneidverfahren, insbesondere Laserschneiden, hergestellt ist
und der U-förmige Querschnitt durch ein Umformverfahren, insbesondere Biegen oder
Pressen, erzeugt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsträger (2a, 2b) einen identischen und bezüglich einer Längsachse (18) symmetrischen
Aufbau aufweisen, wodurch die Längsträger (2a, 2b) durch Drehen um die Längsachse
(18) als linker Längsträger (2b) oder rechter Längsträger (2a) verwendbar sind.
2. Rahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Blech des Längsträgers (2a; 2b) mit Ausnehmungen (5a, 5b; 7a, 7b), insbesondere
Bohrungen, versehen ist, die einen Aufnahmeflansch (13a, 13b; 14a, 14b) für ein Antriebsaggregat
und/oder weitere Anbauten, insbesondere ein Gegengewicht, bilden, wobei die Ausnehmungen
(5a, 5b; 7a, 7b) durch das Schneidverfahren herstellbar sind.
3. Rahmen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (5a; 5b) zur Aufnahme des Antriebsaggregats an dem Steg (10) des Längsträgers
(2a; 2b) ausgebildet ist.
4. Rahmen nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (7a; 7b) zur Aufnahme der weiteren Anbauten an dem zu dem Steg (10)
im wesentlichen senkrechten Flansch (11) des Längsträgers (2) ausgebildet ist.
5. Rahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Längsträger (2a; 2b) mit einem Befestigungsflansch (6a; 6b) für einen Neigezylinder
versehen ist.
6. Rahmen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsflansch 6a; 6b) als Anschlussplatte (15a, 15b) ausgebildet ist, der
an dem Längsträger (2a; 2b) durch Schweißen befestigbar ist.
7. Rahmen nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass an jedem Längsträger (2a; 2b) eine Aussparung (8) ausgebildet ist, die mit dem Befestigungsflansch
(6a; 6b) in Wirkverbindung bringbar ist.
8. Rahmen nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (8) an dem Steg (10) des Längsträgers (2a; 2b) ausgebildet ist.
9. Rahmen nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (8) durch das Schneidverfahren herstellbar ist.
10. Rahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Längsträger (2a; 2b) an einem vorderen Ende mit einer Lagerschale (4a; 4b)
versehen ist, an der eine vordere Querverbindung befestigbar ist.
11. Rahmen nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerschale (4a; 4b) durch Schweißen an dem Längsträger (2a; 2b) befestigbar
ist.
12. Rahmen nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die vordere Querverbindung als Antriebsachse ausgebildet ist.
13. Rahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsträger (2a, 2b) an einem hinteren Ende durch einen Querträger (3) verbunden
sind, insbesondere durch Schweißen.
14. Rahmen nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Querträger (3) als Schweißteil ausgebildet ist.
15. Rahmen nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Querträger (3) eine Versteifungsrippe (15) für zumindest einen Flansch (11) der
Längsträger (2a; 2b) bildet.
16. Rahmen nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Querträger (3) eine Lenkachse befestigbar ist.
1. Frame for an industrial truck, in particular a counterweight fork-lift truck, the
frame having two lateral longitudinal supports, which are arranged in the longitudinal
direction of the industrial truck and comprise in each case a metal sheet having a
U-shaped cross section having a vertical web and a horizontal flange, the metal sheet
of the longitudinal supports being produced from a sheet-metal plate by means of a
cutting process, in particular laser beam cutting, and the U-shaped cross section
being produced by a forming process, in particular bending or pressing, characterized in that the longitudinal supports (2a, 2b) have an identical design which is symmetrical
with respect to a longitudinal axis (18), as a result of which the longitudinal supports
(2a, 2b) can be used as a left-hand longitudinal support (2b) or a right-hand longitudinal
support (2a) by being rotated about the longitudinal axis (18).
2. Frame according to Claim 1, characterized in that the metal sheet of the longitudinal support (2a; 2b) is provided with cutouts (5a,
5b; 7a, 7b), in particular drilled holes, which form an accommodating flange (13a,
13b; 14a, 14b) for a drive assembly and/or further attachments, in particular a counterweight,
it being possible for the cutouts (5a, 5b; 7a, 7b) to be produced by the cutting process.
3. Frame according to Claim 2, characterized in that the cutout (5a; 5b) is designed to accommodate the drive assembly on the web (10)
of the longitudinal support (2a; 2b).
4. Frame according to Claim 2 or 3, characterized in that the cutout (7a; 7b) is designed to accommodate the further attachments on the flange
(11), which is essentially perpendicular to the web (10), of the longitudinal support
(2).
5. Frame according to one of Claims 1 to 4, characterized in that each longitudinal support (2a; 2b) is provided with a fixing flange (6a; 6b) for
a tilting cylinder.
6. Frame according to Claim 5, characterized in that the fixing flange (6a; 6b) is in the form of a connection plate (15a, 15b) which
can be fixed to the longitudinal support (2a; 2b) by means of welding.
7. Frame according to Claim 5 or 6, characterized in that a relief cut (8) is formed in each longitudinal support (2a; 2b) and can be operatively
connected to the fixing flange (6a; 6b).
8. Frame according to Claim 7, characterized in that the relief cut (8) is formed in the web (10) of the longitudinal support (2a; 2b).
9. Frame according to Claim 7 or 8, characterized in that the relief cut (8) can be produced by means of the cutting process.
10. Frame according to one of Claims 1 to 9, characterized in that each longitudinal support (2a; 2b) is provided on a front end with a bearing shell
(4a; 4b), to which a front transverse connection can be fixed.
11. Frame according to Claim 10, characterized in that the bearing shell (4a; 4b) can be fixed to the longitudinal support (2a; 2b) by means
of welding.
12. Frame according to Claim 10 or 11, characterized in that the front transverse connection is in the form of a drive axle.
13. Frame according to one of Claims 1 to 12, characterized in that the longitudinal supports (2a; 2b) are connected at a rear end by means of a transverse
support (3), in particular by means of welding.
14. Frame according to Claim 13, characterized in that the transverse support (3) is in the form of a welded part.
15. Frame according to Claim 13 or 14, characterized in that the transverse support (3) forms a reinforcing rib (15) for at least one flange (11)
of the longitudinal supports (2a; 2b).
16. Frame according to one of Claims 13 to 15, characterized in that a steering axle can be fixed to the transverse support (3).
1. Châssis pour un chariot de manutention, notamment un chariot élévateur à fourche à
contrepoids, le châssis présentant deux supports longitudinaux latéraux disposés dans
la direction longitudinale du chariot de manutention, qui se composent d'une tôle
respective avec une section transversale en forme de U présentant une âme verticale
et des brides horizontales, la tôle des supports longitudinaux étant fabriquée à partir
d'une plaque de tôle par un procédé de découpage, notamment de découpe au laser, et
la section transversale en forme de U étant produite par un procédé de formage, notamment
de cintrage ou de pressage, caractérisé en ce que les supports longitudinaux (2a, 2b) présentent une structure identique et symétrique
par rapport à un axe longitudinal (18), les supports longitudinaux (2a, 2b) pouvant
de ce fait être utilisé comme supports longitudinaux gauches (2b) ou droits (2a) par
rotation autour de l'axe longitudinal (18).
2. Châssis selon la revendication 1, caractérisé en ce que la tôle du support longitudinal (2a ; 2b) est pourvue d'évidements (5a, 5b ; 7a,
7b), notamment de perçages, qui forment une bride de réception (13a, 13b ; 14a, 14b)
pour une unité d'entraînement et/ou d'autres éléments rapportés, notamment un contrepoids,
les évidements (5a, 5b ; 7a, 7b) pouvant être fabriqués par le procédé de découpage.
3. Châssis selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'évidement (5a, 5b) est réalisé pour recevoir l'unité d'entraînement sur l'âme (10)
du support longitudinal (2a ; 2b).
4. Châssis selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que l'évidement (7a, 7b) est réalisé pour recevoir les autres éléments rapportés sur
la bride (11) du support longitudinal (2) essentiellement perpendiculaire à l'âme
(10).
5. Châssis selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que chaque support longitudinal (2a ; 2b) est pourvu d'une bride de fixation (6a ; 6b)
pour un cylindre d'inclinaison.
6. Châssis selon la revendication 5, caractérisé en ce que la bride de fixation (6a ; 6b) est réalisée sous la forme d'une plaque de raccordement
(15a, 15b) qui peut être fixée par soudage sur le support longitudinal (2a ; 2b).
7. Châssis selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que sur chaque support longitudinal (2a ; 2b) est réalisé un évidement (8) qui peut être
amené en liaison coopérante avec la bride de fixation (6a ; 6b).
8. Châssis selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'évidement (8) est réalisé sur l'âme (10) du support longitudinal (2a ; 2b).
9. Châssis selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que l'évidement (8) peut être fabriqué par le procédé de découpage.
10. Châssis selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que chaque support longitudinal (2a ; 2b) est pourvu d'une coque de palier (4a ; 4b)
sur une extrémité avant, à laquelle peut être fixée une liaison transversale avant.
11. Châssis selon la revendication 10, caractérisé en ce que la coque de palier (4a ; 4b) peut être fixé sur le support longitudinal (2a ; 2b)
par soudage.
12. Châssis selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce que la liaison transversale avant est réalisée sous la forme d'un axe d'entraînement.
13. Châssis selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que les supports longitudinaux (2a, 2b) sont connecté à une extrémité arrière par une
traverse (3), notamment par soudage.
14. Châssis selon la revendication 13, caractérisé en ce que la traverse (3) est réalisée sous la forme d'une pièce soudée.
15. Châssis selon la revendication 13 ou 14, caractérisé en ce que la traverse (3) forme une nervure de renforcement (15) pour au moins une bride (11)
des supports longitudinaux (2a ; 2b).
16. Châssis selon l'une quelconque des revendications 13 à 15, caractérisé en ce qu'un essieu de direction peut être fixé sur la traverse (3).