[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Antennenvorrichtung und insbesondere
eine Antennenvorrichtung, die für einen Mehrbandbetrieb geeignet ist. Die vorliegende
Erfindung betrifft eine Antenne zur drahtlosen Datenübertragung, was gegebenenfalls
auch eine Sprachübertragung einschließen kann.
[0002] Zur drahtlosen Anbindung mobiler Datenverarbeitungsgeräte, beispielsweise in drahtlosen
lokalen Netzen (WLAN; WLAN = Wireless Local Area Network) sind kompakte kleine Antennen
notwendig, die häufig dual- oder mehrbandfähig sein müssen.
[0003] Zu diesem Zweck können in der Praxis für jeden Frequenzbereich separate Antennen
verwendet werden. Diese separaten Antennen sind mit einem Diplexer beispielsweise
in der Form einer Weiche (Directional Filter) oder einem Multiplexer verbunden, durch
den die zu übertragenden Signale entsprechend der verwendeten Frequenzbereiche auf
die zuständigen Einzelantennen verteilt werden. Der Nachteil der Verwendung separater
Antennen für jeden Frequenzbereich ist die Baugröße der einzelnen Antennen, wobei
sich die benötigte Fläche für die Antennen mit der Anzahl der benötigten Antennen
vergrößert. Darüber hinaus nimmt auch die benötigte Verteilungsschaltung in der Form
eines Diplexers bzw. Multiplexers beträchtlichen Platz ein.
[0004] Ein weiterer bekannter Lösungsansatz besteht darin, sehr breitbandige oder mehrbandfähige
Antennen zu verwenden. Bei Kin-Lu Wong "Planar Antennas for Wireless Communications,
John Wiley and Sons, Inc., Hoboken, New Jersey, 2003, Seiten 26 bis 53, sind einige
Dual-/Mehrbandantennen vorgestellt, speziell auch zur Verwendung in drahtlosen lokalen
Netzen. Beschrieben sind in dieser Schrift u.a. integrierte IFAs (IFA = Inverted F
Antenna) und PIFAs (PIFA - Planar Inverted F Antenna).
[0005] In dem oben genannten Buch beschriebene Dualband-PIFAs umfassen auf einer Hauptoberfläche
eines Substrats verschiedene Antennenfelder, die durch Schlitze in einer auf der Oberfläche
gebildeten Elektrode realisiert sind, wobei die Antennenfelder über einen gemeinsamen
Speisepunkt gespeist und über einen gemeinsamen Kurzschlusspunkt geerdet sind. Derartige
Antennen sind auch bei Zi Dong Liu et al., "Dual-Frequency Planar Inverted-F Antenna",
IEEE Transactions on Antennas and Propagation, Bd. 45, Nr. 10, Oktober 1997, Seiten
1451 bis 1458, beschrieben.
[0006] Aus dem Buch von Kin-Lu Wong ist ferner eine integrierte Dualbandantenne in der Form
einer gestockten IFA-Antenne (Seiten 226 ff. des Buchs) beschrieben. Hier werden zwei
IFA-Antennen "gestapelt" und beide über eine Mikrostreifenleitung galvanisch angeregt.
Diese Antenne ist ebenfalls für drahtlose lokale Netze einsetzbar.
[0007] Ferner sind aus dem genannten Buch Dualband-PIFAs beschrieben, bei denen ein Antennenfeld
über einen Speisepunkt galvanisch gespeist wird, während ein zweites Antennenfeld
durch eine kapazitive Kopplung mit dem galvanisch gespeisten Antennenfeld gespeist
wird. Derartige Antennenfelder mit kapazitiver Kopplung sind auch bei Yong-Xin Guo
et al., "A Quarter-Wave U-Shaped Patch Antenna With Two Unequal Arms for Wideband
and Dual-Frequency Operation", IEEE Transactions on Antennas and Propagation, Bd.
50, Nr. 8, August 2002, Seiten 1082 bis 1087, beschrieben.
[0008] Eine weitere Möglichkeit zur Implementierung einer Dualbandantenne, bei der das Antennenfeld
(Antennenpatch) über einen dazwischen geschalteten LC-Resonator bzw. einen dazwischengeschalteten
Chipinduktor frequenzselektiv verlängert oder verkürzt wird, ist ebenfalls aus dem
obengenannten Buch von Kin-Lu Wong bekannt und auch bei Gabriel K. H.
[0009] Lui et al., "Compact Dual-Frequency PIFA Designs Using LC Resonators", IEEE Transactions
on Antennas and Propagation, Bd. 49, Nr. 7, Juli 2001, Seiten 1016 bis 1019, beschrieben.
[0010] Eine nicht planare, Breitbandantenne, die eine Strahlungskopplungstechnik verwendet,
ist bei Louis F. Fei et al., "Method Boosts Bandwidths of IFAs for 5-GHz WLAN NICs,
Microwaves and RF", September 2002, Seiten 66 bis 70, beschrieben. Dort wird bei einer
nicht planar integrierten IFA-Antenne durch das strahlungsgekoppelte Mitschwingen
einer weiteren IFA-Antenne die Bandbreite der Antenne erweitert.
[0011] Allgemein ist festzustellen, dass IFA-Antennen gegenüber PIFA-Antennen meist eine
höhere Bandbreite aufweisen, wobei die meisten integrierbaren Dualbandkonzepte Nachteile
durch eine geringe Bandbreite oder durch einen hohen Platzbedarf aufweisen.
[0012] Aus der US 2002/024466 A1 sind Antennenvorrichtungen bekannt, bei denen auf einer
ersten Oberfläche eines Substrats ein Antennenmuster einer umgekehrten F-Form oder
einer umgekehrten L-Form gebildet ist, während auf einer gegenüberliegenden zweiten
Oberfläche des Substrats ein Antennenmuster einer umgekehrten L-Form gebildet ist.
Das auf der ersten Oberfläche angeordnete Antennenmuster wird über eine Speiseleitung
gespeist, während das auf der zweiten Oberfläche angeordnete Antennenmuster durch
das Antennenmuster auf der ersten Oberfläche angesteuert wird.
[0013] Vergleichbare Strukturen sind aus der US 2001/0043159 A1 bekannt, bei der gespeiste
Antennen in einer umgekehrten F-Form ausgeführt sind, während mitgekoppelte Antennen
in einer umgekehrten L-Form gebildet sind.
[0014] Die JP 2002223108 A offenbart eine Antennenanördnung, bei der eine Mikrostreifenleitungsstrahlungselektrode
auf einem dielektrischen Substrat angeordnet ist. Ein erstes Ende der Strahlungselektrode
ist mit Masse verbunden. Ein zweites Ende ist leerlaufend und liegt einer Masseelektrode
über einen Zwischenraum gegenüber. In der Nähe des zweiten Endes wird die Strahlungselektrode
gespeist.
[0015] Die WO 01/33665 A1 offenbart eine Antennenanordnung, die ein gespeistes Element mit
einem Speisepunkt, einem ersten Schenkel und einem zweiten Schenkel aufweist. Ferner
ist ein parasitäres Element vorgesehen, das einen ersten Schenkel und einen zweiten
Schenkel aufweist. Das gespeiste Element und das parasitäre Element sind mit einer
Masseebene durch ihre jeweiligen Schenkel verbunden oder kapazitiv gekoppelt und in
beabstandeter Beziehung zu der Masseebene angeordnet.
[0016] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Antennenvorrichtung mit
einem einfachen Aufbau und Dualbandigkeit bzw. Mehrbandigkeit oder einer hohen Bandbreite
zu schaffen.
[0017] Diese Aufgabe wird durch eine Antennenvorrichtung gemäß Anspruch 1 gelöst.
[0018] Die beiden Strahlungselektroden der erfindungsgemäßen Antennenvorrichtung besitzen
vorzugsweise unterschiedliche Längen und somit unterschiedliche Resonanzfrequenzen,
so dass die erfindungsgemäße Antennenvorrichtung als Dualbandantenne verwendet werden
kann. Die Strahlungselektroden können jedoch auch solche Resonanzfrequenzen aufweisen,
dass eine Antenne mit einer gegenüber einer Antenne mit nur einer Strahlungselektrode
erhöhten Bandbreite erhalten wird. Die erfindungsgemäße Antennenvorrichtung kann ferner
mehr als zwei Strahlungselektroden aufweisen und somit als Mehrbandantenne verwendet
werden.
[0019] Die erfindungsgemäße Antenne bzw. Antennenvorrichtung ist planar integrierbar, was
sich aufgrund der geringen Baugröße vor allem bei Übertragungsfrequenzen im Zentimeter-
und Millimeter Wellenbereich anbietet. Bevorzugte Anwendungsgebiete der erfindungsgemäßen
Antenne liegen in mobilen Sendern und Empfängern, die zwei oder mehr Frequenzbänder
nutzen oder ein hohe Bandbreite benötigen. Daher ist die vorliegende Erfindung beispielsweise
hervorragend zur Wireless-LAN-Anbindung von mobilen Datenverarbeitungsgeräten geeignet,
da hier beispielsweise Frequenzbereiche von 2400 bis 2483,5 MHz und 5150 bis 5350
MHz benutzt werden (Europa). Außerdem werden gegebenenfalls noch die Frequenzbereiche
von 5470 bis 5725 MHz und das ISM-Band von 5725 bis 5825 MHz (USA) genutzt. Darüber
hinaus ist die erfindungsgemäße Antenne auch für den Einsatz in Dualband- oder Mehrband-Mobiltelefonen
(900 MHz/1800 MHz, u.s.w.) geeignet. Aufgrund der geringen Baugröße und der Integrierbarkeit
auf planaren Schaltungen ist die erfindungsgemäße Antenne u.a. gut dafür geeignet,
auf PCMCIA-WLAN-Adapterkarten für Laptops integriert zu werden.
[0020] Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel handelt es sich bei der erfindungsgemäßen
Antenne für eine drahtlose Datenübertragung um eine integrierte Dualbandantenne, die
beispielsweise für den Einsatz im WLAN-Bereich 2,45 GHz und 5,2 GHz vorgesehen ist.
Das erfindungsgemäße Prinzip ist jedoch auch auf mehr als zwei Bänder und andere Frequenzen
erweiterbar.
[0021] Die erfindungsgemäße Antennenvorrichtung wird vorzugsweise als integrierte IFA-Antenne
implementiert, bei der im Gegensatz zu herkömmlichen integrierten IFAs nur ein einziges
Element, nämlich die erste Strahlungselektrode, galvanisch gespeist wird. Das andere
Element bzw. die anderen Elemente (die zweite und weitere Strahlungselektroden) sind
induktiv gekoppelt. Daraus resultiert eine Verringerung an Herstellungsaufwand und
Platzbedarf, vor allem wenn die Antenne unter Verwendung eines Multilayerkonzepts
implementiert wird. Der Flächenbedarf der gesamten Antenne wird lediglich durch die
Größe des Antennenelements für die niedrigste Frequenz bestimmt. Wie für IFA-Antennen
typisch zeichnet sich auch die erfindungsgemäße Antenne durch eine für planare Antennen
überdurchschnittlich hohe Bandbreite aus.
[0022] Die induktive Ankopplung und der Wellenwiderstand der Antennenelemente, das heißt
der Strahlungselektroden, können durch Substratdicke, Substratmaterial (dessen Permitivität),
die Form der Speiseleitung und eine Versetzung des Speisepunkts optimal angepasst
werden.
[0023] Die erfindungsgemäße Antenne hebt sich durch optimale Anpassbarkeit, minimalen Flächenbedarf,
hohe Bandbreite und geringen Fertigungsaufwand von bisher bekannten Multibandkonzepten
ab. Die Antenne ist vollständig planar auf einem Substrat (Dualband) oder auf einem
Multilayersubstrat (Mehrband) integrierbar. Bei bevorzugten Ausführungsformen der
vorliegenden Erfindung ist dabei lediglich eine Masse durch Kontaktierung an der Kurzschlussseite
der Strahlungselektroden notwendig.
[0024] Weiterbildungen der vorliegenden Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen dargelegt.
[0025] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend bezugnehmend
auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Antennenvorrichtung;
- Fig. 2a
- und 2b schematische Darstellungen zur Veranschaulichung des in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiels;
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung eines alternativen Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Antennenvorrichtung;
- Fig. 4
- schematische Darstellungen zweier realisierter erfindungsgemäßer Antennenvorrichtungen;
und
- Fig. 5a
- und 5b gemessene Charakteristika der in Fig. 4 gezeigten Antennenvorrichtungen.
[0026] In Fig. 1 ist ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Antennenvorrichtung
gezeigt, die auf einem doppelseitigen Substrat 10 implementiert ist. An dieser Stelle
sei darauf hingewiesen, dass zu Darstellungszwecken in Fig. 1 das Substrat durchsichtig
dargestellt ist. Die in Fig. 1 dargestellte erfindungsgemäße Antennenvorrichtung besteht
im Prinzip aus zwei integrierten IFAs ("Inverted-F-Antennen"), wobei eine der Antennen
auf einer Oberseite 10a des Substrats 10 gebildet ist, während die andere auf einer
Unterseite 10b gebildet ist.
[0027] Auf der der Oberseite entsprechenden Hauptoberfläche 10a des Substrats 10 ist eine
erste Strahlungselektrode 12 gebildet, die ein leerlaufendes Ende 12a und ein kurzgeschlossenes
Ende 12b aufweist. Ferner ist auf der Hauptoberfläche 10a eine Zuleitung 14 zum galvanischen
Speisen der ersten Strahlungselektrode 12 vorgesehen. Die Zuleitung 14 ist an einem
Speisepunkt 16 mit der ersten Strahlungselektrode 12 verbunden. Hinsichtlich der Struktur
der auf der Hauptoberfläche 10a vorgesehenen Metallisierungen, d.h. der dort vorgesehenen
Elektroden bzw. Leitungen, sei ferner auf Fig. 2a verwiesen, die eine Draufsicht auf
die Oberseite 10a des relevanten Teils des Substrats 10 darstellt.
[0028] Das kurzgeschlossene Ende 12b der ersten Strahlungselektrode 12 ist über eine Durchkontaktierung
20 mit einer Masseelektrode 22 (in Fig. 1 schraffiert dargestellt) verbunden, die
auf der der Hauptoberfläche 10a gegenüberliegenden Hauptoberfläche 10b des Substrats
10 gebildet ist. Diese gegenüberliegende Hauptoberfläche 10b (die Rückseite in Fig.
1) ist in Fig.2b als "Durchscheinbild" von oben dargestellt, wobei die auf der Vorderseite
10a vorgesehenen Metallisierungen zu Darstellungszwecken weggelassen sind und das
Substrat durchsichtig ist. Wie in Fig. 2b am besten zu sehen ist, ist auf der Hauptoberfläche
10b eine zweite Strahlungselektrode 24 gebildet, die ein leerlaufendes Ende 24a und
ein kurzgeschlossenes Ende 24b aufweist. Das kurzgeschlossene Ende 24b ist mit der
Masseelektrode 22 verbunden. Ferner ist auf der Hauptoberfläche 10b ein Koppelleiter
26 gebildet, der ein erstes Ende aufweist, das mit der Masseelektrode 22 verbunden
ist, und der ein zweites Ende aufweist, das an einem Koppelpunkt 28 mit der zweiten
Strahlungselektrode 24 verbunden ist.
[0029] Die Masseelektrode ist als Rückseitenmetallisierung auf der Unterseite des Substrats
vorgesehen und dient ferner als Masseebene für die Mikrostreifenleitung 14 und die
Antennen. Die galvanisch gespeiste, längere, erste Strahlungselektrode 12 ist für
das untere Frequenzband vorgesehen, während die induktiv gespeiste, kürzere Antenne
24 für das obere Frequenzband vorgesehen ist.
[0030] Die in Fig. 1 gezeigte Antenne besteht im Prinzip aus zwei integrierten IFAs, wobei
die erste der beiden Antennen für das erste Frequenzband von der Zuleitung 14 in der
Form einer Mikrostreifenleitung gespeist wird. Die zweite Antenne für das zweite Frequenzband,
die die zweite Strahlungselektrode 24 aufweist, wird über eine Stromschleife induktiv
angeregt. Genauer gesagt bilden bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel die Zuleitung
14 und der zwischen dem kurzgeschlossenen Ende 12b und dem Speisepunkt 16 liegende
Abschnitt der ersten Strahlungselektrode 12 eine Erregerstromschleife, die einen magnetischen
Fluss erzeugt. Ferner bilden die Koppelleitung 26, der zwischen dem kurzgeschlossenen
Ende 24b und dem Koppelpunkt 28 liegende Bereich der zweiten Strahlungselektrode 24
und die Masseelektrode 22 einen Stromkreis bzw. eine Stromschleife. Diese Stromschleife
ist bei der erfindungsgemäßen Antennenvorrichtung derart angeordnet, dass sie durch
den von der Erregerstromschleife erzeugten magnetischen Fluss durchsetzt wird, so
dass ein Strom in diese Stromschleife induziert wird. Durch diesen induzierten Strom
wird die zweite Strahlungselektrode 24 gespeist.
[0031] Um eine möglichst gute magnetische Kopplung zu erreichen, entsprechen bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel die Abmessungen der auf der Rückseite 10b gebildeten erregten
Stromschleife näherungsweise den Abmessungen der auf der Vorderseite 10a gebildeten
Erregerschleife. Die Dicke des Substrats 10 kann beispielsweise 0,5 mm betragen, so
dass der Abstand der Stromschleifen auf der Oberseite bzw. Unterseite des Substrats
klein ist (gegenüber der Wellenlänge bei der Resonanzfrequenz der Strahlungselektrode
24), so dass eine gute magnetische Kopplung erreicht werden kann.
[0032] Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel wird somit die Strahlungselektrode 24 induktiv
durch magnetische Koppelung angeregt, wobei die Stärke der Kopplung von der Gegeninduktivität
zwischen dem Erregungsleiter und dem erregten Leiter abhängt. Die Größe und Form der
Erregerstromschleife und der erregten Stromschleife können angepasst werden, um eine
gewünschte Kopplung zu erreichen. Ferner hängt die Kopplung vom Abstand der Schleifen
zueinander ab.
[0033] An dieser Stelle sei angemerkt, dass die Erregerstromschleife und die erregte Stromschleife
nicht auf dem Substrat gebildete geschlossene Stromschleife darstellen müssen, sondern
als Leiterbereiche ausgebildet sein können, die zusammen mit nicht auf dem Substrat
gebildeten Leitern einen Wechselstromkreis bzw. eine Stromschleife bilden. Die Erregerstromschleife
hat lediglich einen Verlauf aufzuweisen, um ein ausreichendes magnetisches Feld bzw.
einen ausreichenden magnetischen Fluss zu erzeugen, so dass ein als Speisestrom ausreichender
Strom in den Teil des Stromkreises des zweiten Antennenelements, dass in dem magnetischen
Feld bzw. dem magnetischen Fluss angeordnet ist, induziert werden kann. Darüber hinaus
sei festgestellt, dass die jeweiligen Stromschleifen bzw. Stromkreise geeignet ausgestaltet
sind, um einen Wechselstromfluss zu ermöglichen, so dass innerhalb dieser Stromschleifen
bzw. Stromkreise kapazitive Kopplungen vorgesehen sein können.
[0034] Der Speisepunkt 16 ist gewählt, um eine Impedanzanpassung zwischen der Mikrostreifenleitung
14 und der Strahlungselektrode 12 zu erreichen. Die jeweilige Position für den Speisepunkt
16 muß beim Entwurf der Antenne festgestellt werden, wobei durch ein Verschieben des
Speisepunkt 16 nach links die Antennenimpedanz verringert werden kann, während durch
ein Verschieben des Speisepunkts 16 nach rechts dieselbe erhöht werden kann, wie durch
einen Pfeil 30 in Fig. 2a angezeigt ist. Durch eine entsprechende Wahl des Speisepunkts
16 kann somit die Antennenimpedanz an die Impedanz der galvanischen Zuleitung angepasst
werden.
[0035] In gleicher Weise kann eine Anpassung zwischen Antennenimpedanz der zweiten Strahlungselektrode
24 und der Koppelleitung 26 durch eine geeignete Wahl des Koppelpunkts 28 erreicht
werden, wie durch einen Pfeil 32 in Fig. 2b gezeigt ist. Durch diese Anpassung kann
erreicht werden, dass der induzierte Strom optimal zur Speisung der zweiten Strahlungselektrode
genutzt werden kann.
[0036] Obwohl bei dem in den Figuren 2a und 2b gezeigten Ausführungsbeispiel die Zuleitung
14 beziehungsweise die Koppelleitung 26 mit dem parallel zum Rand der Masseelektrode
22 verlaufenden Teil der jeweiligen Strahlungselektrode gekoppelt sind, könnte jede
dieser Leitungen auch mit dem jeweils senkrecht zu dem Rand der Masseelektrode 22
verlaufenden Teil der jeweiligen Strahlungselektrode gekoppelt sein, je nach dem,
wie es erforderlich ist, um eine Impedanzanpassung zu erreichen.
[0037] Die Gesamtgeometrie der erfindungsgemäßen Antennenvorrichtung kann verkleinert werden,
um beispielsweise eine Minimierung des Flächenbedarfs zu erhalten, indem beispielsweise
die Strahlungselektroden oder zumindest die längere derselben mäanderförmig ausgestaltet
werden.
[0038] Die Form der Speiseleitung 14a bzw. der Koppelleitung 26 und die Wahl des Speisepunktes
bzw. Koppelpunktes 26 können zum Erreichen einer Impedanzanpassung für die beiden
Strahlungselektroden unterschiedlich sein, um eine optimale Anpassung für die beiden
einzelnen Antennenelemente zu ermöglichen. Beispielsweise können die bei dem in den
Figuren 1 und 2 gezeigten Ausführungsbeispiel vorgesehene Knick 14a in der Zuleitung
14 und der Knick 26a in der Koppelleitung 26 vorgesehen sein, um eine Impedanzanpassung
zu erreichen.
[0039] Eine schematische Darstellung für ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Mehrbandantenne ist in Fig. 3 gezeigt.
[0040] Die Mehrbandantenne ist in einem Mehrschichtsubstrat 50 implementiert, das wiederum
zu Zwecken der Darstellung durchsichtig gezeigt ist und eine erste Schicht 52 und
eine zweite Schicht 54 aufweist. Auf der Oberseite der ersten Schicht 52 ist ein erstes
Antennenelement gebildet, das im wesentlichen dem auf der Oberseite 10a des Substrats
10 gebildeten Antennenelement mit der ersten Strahlungselektrode 12 entspricht, wobei
im Unterschied zu dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel lediglich die Zuleitung
14 mit dem senkrecht zu dem Rand der Massefläche 22 verlaufenden Teil der Strahlungselektrode
12 verbunden ist und somit einen entsprechenden Abschnitt 14b aufweist.
[0041] Auf der Unterseite der ersten Schicht 52 (bzw. auf der Oberseite der zweiten Schicht
54) ist analog zu dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel die zweite Strahlungselektrode
24 gebildet. Auf der Unterseite der zweiten Schicht 54 ist eine dritte Strahlungselektrode
56 mit einem leerlaufenden Ende 56a und einem kurzgeschlossenen Ende 56b gebildet.
Das kurzgeschlossene Ende ist über eine in der zweiten Schicht 54 vorgesehene Durchkontaktierung
58 mit der Masseelektrode 22 verbunden. Ferner ist eine weitere Durchkontaktierung
60 in der zweiten Schicht 54 vorgesehen, über die ein erstes Ende einer Koppelleitung
62 mit der Masseelektrode 22 verbunden ist. Ein zweites Ende der Koppelleitung 62
ist an einem Koppelpunkt 64 mit der dritten Strahlungselektrode 56 verbunden.
[0042] Das dritte Antennenelement, das die Strahlungselektrode 56 aufweist, besitzt daher
einen Aufbau, der vergleichbar zu dem Aufbau des zweiten Antennenelements, das die
Strahlungselektrode 24 aufweist, ist.
[0043] Bei dem in Fig. 3 gezeigten Ausführungsbeispiel wird die dritte Strahlungselektrode
56 gespeist, indem zunächst ein Strom in den Stromkreis des zweiten Antennenelements
induziert wird, und durch diesen in den Stromkreis des zweiten Antennenelements induzierten
Strom ein Strom in den Stromkreis des dritten Antennenelements induziert wird. Dieser
Stromkreis des dritten Antennenelements ist durch eine Leiterschleife gebildet, die
die Durchkontaktierung 60, die Koppelleitung 62, den zwischen dem Koppelpunkt 64 und
dem kurzgeschlossenen Ende 56b angeordneten Abschnitt der dritten Strahlungselektrode
56, die Durchkontaktierung 58 und die Masseelektrode 22 aufweist.
[0044] Wie in Fig. 3 zu sehen ist, können die jeweiligen Speisepunkte bzw. Koppelpunkte
für die verschiedenen Antennenelemente an unterschiedlichen Positionen angeordnet
sein, um für die verschiedenen Elemente jeweils eine Anpassung zu erreichen.
[0045] Alternativ zu dem in Fig. 3 gezeigten Ausführungsbeispiel könnte das galvanisch gespeiste
Antennenelement zwischen zwei induktiv gespeisten Antennenelementen angeordnet sein,
so dass zum Speisen des dritten Antennenelements keine zweimalige magnetische Kopplung
notwendig wäre.
[0046] Statt des Vorsehens der Durchkontaktierung 60 könnte bei dem in Fig. 3 gezeigten
Ausführungsbeispiel das erste Ende der Koppelleitung 64 mit dem kurzgeschlossenen
Ende der dritten Strahlungselektrode 56 über eine auf der Unterseite der zweiten Schicht
54 vorgesehene Leiterbahn (nicht gezeigt) verbunden sein, um den Stromkreis des dritten
Antennenelements zu implementieren. In einem solchen Fall wäre sowohl in der ersten
Schicht 52 als auch in der zweiten Schicht 54 der Multilayerplatine jeweils nur eine
Durchkontaktierung erforderlich.
[0047] Erfindungsgemäß können die mehreren Antennenelemente zur Erzeugung einer Dualband-
bzw. Multiband-Antenne verwendet werden. Alternativ können jeweilige zusätzliche Antennenelemente
auch zur Spreizung der Bandbreite eines einzelnen Frequenzbandes verwendet werden,
indem beispielsweise die Resonanzfrequenzen zweier Antennenelemente benachbart zueinander
gewählt werden.
[0048] Prototypen von erfindungsgemäßen Antennenvorrichtungen wurden zunächst mit HFSS simuliert
und anschließend auf einem Ro4003-Substrat, das eine effektive Permitivität ε
r ≈ 3,38 aufweist, aufgebaut. Bei einem Ro4003-Substrat handelt es sich um ein Hochfrequenzsubstrat
der Firma Rogers Corporation, und besteht aus einem glasverstärkten ausgehärteten
Kohlenwasserstoff/Keramik-Laminat. HFSS ist eine EM-Feldsimulationssoftware der Ansoft-Corporation
zur Berechnung von S-Parametern und Feldverläufen, die auf der Finite-Elemente-Methode
basiert.
[0049] Fig. 4 zeigt rein schematisch Fotographien zweier derartiger Prototypen, bei denen
die jeweilige Mikrostreifenzuleitung durch ein Koaxialkabel gespeist wird. Zum Größenvergleich
ist in Fig. 4 ferner eine 20 Cent-Münze dargestellt. Wie in Fig. 4 zu erkennen ist,
weist die linke Antenne eine etwas schmälere Strahlungselektrode auf, während die
rechte Antenne eine breitere Strahlungselektrode besitzt.
[0050] Fig. 5a zeigt die Charakteristika, die bei Eingangsreflexionsmessungen der in Fig.
4 linken Antenne erhalten wurde, währen Fig. 5b die bei der in Fig. 4 gezeigten rechten
Antenne erhaltenen Charakteristika zeigt. Wie den Kurven in Fig. 5a und 5b zu entnehmen
ist, kann durch Variieren der Geometrie eine Änderung der Bandbreite erreicht werden.
[0051] Obwohl oben nur aus zwei oder drei Strahlungselektroden bestehende Aufbauten beschrieben
wurden, ist es klar, das das erfindungsgemäße Prinzip auch auf mehr als drei Strahlungselektroden
erweitert werden kann, um eine entsprechende Mehrbandigkeit oder Breitbandigkeit zu
erreichen. Zu diesem Zweck kann in geeigneter Weise ein Mehrschichtsubstrat mit mehr
als zwei Schichten verwendet werden. Überdies ist die vorliegende Erfindung nicht
auf die beschriebenen Ausführungsformen von Antennenvorrichtungen begrenzt, sondern
umfasst auch einseitig gedruckte Antennen (bei denen zwei oder mehr Strahlungselektroden
auf einer Oberfläche eines Substrats vorgesehen sind) oder Drahtantennenanordnungen.
1. Antennenvorrichtung mit folgenden Merkmalen:
einer ersten Strahlungselektrode (12), die ein Leerlaufende (12a) und ein mit Masse
(22) verbundenes Kurzschlussende (12b) aufweist und die an einen Speisepunkt (16)
mit einer Speiseleitung (14) gekoppelt ist, wobei die Speiseleitung (14) und ein Abschnitt
der ersten Strahlungselektrode zwischen dem Speisepunkt (16) und dem Kurzschlussende
(12b) eine Erregerschleife definieren;
einer zweiten Strahlungselektrode (24), die ein Leerlaufende (24a) und ein mit Masse
(22) verbundenes Kurzschlussende (24b) aufweist, wobei ein Abschnitt der zweiten Strahlungselektrode
Teil einer von einem Wechselstrom durchfließbaren Leiterschleife ist,
wobei die Erregerschleife und die Leiterschleife derart räumlich benachbart zueinander
angeordnet sind, dass ein durch die Speiseleitung (14) zu dem Kurzschlussende (12b)
der ersten Strahlungselektrode (12) fließender Wechselstrom zur Speisung der zweiten
Strahlungselektrode (24) über eine magnetische Kopplung einen Wechselstrom in die
Leiterschleife induziert,
wobei die zweite Strahlungselektrode (24) auf einer Oberfläche (10b) eines Substrats
(10; 52) angeordnet ist, auf der ferner eine Massefläche (22), mit der das Kurzschlussende
(24b) der zweiten Strahlungselektrode (24) verbunden ist, angeordnet ist, wobei ferner
ein Koppelpunkt (28) der zweiten Strahlungselektrode über einen Koppelleiter (26)
mit der Massefläche (22) verbunden ist, so dass der zwischen dem Kurzschlussende (24b)
und dem Koppelpunkt (28) befindliche Teil der zweiten Strahlungselektrode (24), der
Koppelleiter (26) und die Massefläche (22) die von einem Wechselstrom durchfliessbare
Leiterschleife definieren.
2. Antennenvorrichtung nach Anspruch 1, bei der die erste Strahlungselektrode (12) und
die Speiseleitung (14) auf einer ersten Oberfläche (10a) eines Substrats (10; 52)
angeordnet sind und bei der die zweite Strahlungselektrode (24) auf einer zweiten,
der ersten Oberfläche (10a) gegenüberliegenden Oberfläche (10b) des Substrats (10)
angeordnet ist.
3. Antennenvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, bei der die Erregerschleife und die von
einem Wechselstrom durchfliessbare Leiterschleife einander gegenüberliegend angeordnet
sind, wobei ein Substrat (10; 52) zwischen denselben angeordnet ist.
4. Antennenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der der Koppelpunkt (28)
derart gewählt ist, dass eine Anpassung zwischen der Impedanz der zweiten Strahlungselektrode
(24) und der Impedanz der Koppelleitung (26) vorliegt.
5. Antennenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, die ferner eine dritte Strahlungselektrode
(56), die ein Leerlaufende (56a) und ein mit Masse (22) verbundenes Kurzschlussende
(56b) aufweist, aufweist, wobei ein Abschnitt der dritten Strahlungselektrode (56)
Teil eines Stromkreises ist, in den zur Speisung der dritten Strahlungselektrode (56)
durch einen Wechselstrom, der durch die Speiseleitung (14) zu dem Kurzschlussende
(12b) der ersten Strahlungselektrode (12) fließt, oder durch einen Wechselstrom, der
durch den der zweiten Strahlungselektrode (24) zugeordneten Stromkreis fließt, ein
Wechselstrom durch magnetische Kopplung induzierbar ist.
6. Antennenvorrichtung nach Anspruch 5, bei der die erste, zweite und dritte Strahlungselektrode
(12, 24), (56) auf unterschiedlichen Schichten (52, 54) eines Mehrschichtsubstrats
(50) angeordnet sind.
7. Antennenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei der die erste, zweite und/oder
dritte Strahlungselektrode (12, 24, 56) unterschiedliche Längen aufweisen, um Antennenelemente
mit unterschiedlichen Resonanzfrequenzen zu definieren.
1. An antenna device comprising
a first radiation electrode (12) comprising an open end (12a) and a short-circuited
end (12b) connected to ground (22) and being coupled to a feed line (14) at a feeding
point (16), wherein the feed line (14) and a portion of the first radiation electrode
between the feeding point (16) and the short-circuited end (12b) define an exciter
loop;
a second radiation electrode (24) comprising an open end (24a) and a short-circuited
end (24b) connected to ground (22), wherein a portion of the second radiation electrode
is part of a conductor loop through which an alternating current may flow,
wherein the exciter loop and the conductor loop are arranged spatially adjacent to
each other such that an alternating current through the feed line (14) to the short-circuited
end (12b) of the first radiation electrode (12), for feeding the second radiation
electrode (24), induces an alternating current into the conductor loop via magnetic
coupling,
wherein the second radiation electrode (24) is arranged on a surface (10b) of a substrate
(10; 52) on which, additionally, a ground area (22) to which the short-circuited end
(24b) of the second radiation electrode (24) is connected is arranged, wherein, additionally,
a coupling point (28) of the second radiation electrode is connected to the ground
area (22) via a coupling conductor (26) such that the part of the second radiation
electrode (24) between the short-circuited end (24b) and the coupling point (28),
the coupling conductor (26) and the ground area (22) define the conductor loop through
which an alternating current may flow.
2. The antenna device according to claim 1, wherein the first radiation electrode (12)
and the feed line (14) are arranged on a first surface (10a) of a substrate (10; 52)
and the second radiation electrode (24) is arranged on a second surface (10b) of the
substrate (10) opposite the first surface (10a).
3. The antenna device according to claim 1 or 2, wherein the exciter loop and the conductor
loop, through which an alternating current may flow, are arranged opposite to each
other, a substrate (10; 52) being arranged therebetween.
4. The antenna device according to one of claims 1 to 3, wherein the coupling point (28)
is selected such that there is matching between the impedance of the second radiation
electrode (24) and the impedance of the coupling line (26).
5. The antenna device according to one of claims 1 to 4, further comprising a third radiation
electrode (56) comprising an open end (56a) and a short-circuited end (56b) connected
to ground (22), wherein a portion of the third radiation electrode (56) is part of
an electric circuit into which, for feeding the third radiation electrode (56), an
alternating current may be induced by magnetic coupling by an alternating current
through the feed line (14) to the short-circuited end (12b) of the first radiation
electrode (12) or by an alternating current through the electric circuit associated
to the second radiation electrode (24).
6. The antenna device according to claim 5, wherein the first, second and third radiation
electrodes (12, 24, 56) are arranged on different layers (52, 54) of a multi-layered
substrate (50).
7. The antenna device according to one of claims 1 to 6, wherein the first, second and/or
third radiation electrodes (12, 24, 56) comprise different lengths to define antenna
elements having different resonant frequencies.
1. Système d'antenne aux caractéristiques suivantes :
une première électrode de rayonnement (12) présentant une extrémité folle (12a) et
une extrémité de court-circuit (12b) reliée à la masse (22) et qui est couplée en
un point d'alimentation (16) à une ligne d'alimentation (14), la ligne d'alimentation
(14) et un segment de la première électrode de rayonnement définissant, entre le point
d'alimentation (16) et l'extrémité de court-circuit (12b), une boucle de courant d'excitation
;
une deuxième électrode de rayonnement (24) présentant une extrémité folle (24a) et
une extrémité de court-circuit (24b) reliée à la masse (22), un segment de la deuxième
électrode de rayonnement faisant partie d'une boucle de conducteur pouvant être traversée
par un courant alternatif,
la boucle de courant d'excitation et la boucle de conducteur étant disposées spatialement
adjacentes l'une à l'autre de sorte qu'un courant alternatif circulant par la ligne
d'alimentation (14) vers l'extrémité de court-circuit (12b) de la première électrode
de rayonnement (12) induise, par l'intermédiaire d'un couplage magnétique, un courant
alternatif dans la boucle de conducteur pour l'alimentation de la deuxième électrode
de rayonnement (24),
la deuxième électrode de rayonnement (24) étant disposée sur une surface (10b) d'un
substrat (10 ; 52) sur laquelle est disposée, par ailleurs, une surface de masse (22)
à laquelle est reliée l'extrémité de court-circuit (24b) de la deuxième électrode
de rayonnement (24), un point de couplage (28) de la deuxième électrode de rayonnement
étant, par ailleurs, relié par un conducteur de couplage (26) à la surface de masse
(22), de sorte que la partie de la deuxième électrode de rayonnement (24) située entre
l'extrémité de court-circuit (24b) et le point de couplage (28), le conducteur de
couplage (26) et la surface de masse (22) définissent la boucle de conducteur pouvant
être traversée par un courant alternatif.
2. Système d'antenne selon la revendication 1, dans lequel la première électrode de rayonnement
(12) et la ligne d'alimentation (14) sont disposées sur une première surface (10a)
d'un substrat (10 ; 52) et dans lequel la deuxième électrode de rayonnement (24) est
disposée sur une deuxième surface (10b) du substrat (10), opposée à la première surface
(10a).
3. Système d'antenne selon la revendication 1 ou 2, dans lequel la boucle de courant
d'excitation et la boucle de conducteur pouvant être traversée par un courant alternatif
sont disposées l'une vis-à-vis de l'autre, un substrat (10 ; 52) étant disposé entre
ces dernières.
4. Système d'antenne selon l'une des revendications 1 à 3, dans lequel le point de couplage
(28) est choisi de sorte que soit présente une adaptation entre l'impédance de la
deuxième électrode de rayonnement (24) et l'impédance de la ligne de couplage (26).
5. Système d'antenne selon l'une des conditions 1 à 4, présentant, par ailleurs, une
troisième électrode de rayonnement (56) présentant une extrémité folle (56a) et une
extrémité de court-circuit (56b) reliée à la masse (22), un segment de la troisième
électrode de rayonnement (56) faisant partie d'un circuit de courant dans lequel est
induit par couplage magnétique, pour l'alimentation de la troisième électrode de rayonnement
(56) en un courant alternatif qui circule par la ligne d'alimentation (14) vers l'extrémité
de court-circuit (12b) de la première électrode de rayonnement (12), ou en un courant
alternatif circulant à travers le circuit de courant associé à la deuxième électrode
de rayonnement (24).
6. Système d'antenne selon la revendication 5, dans lequel la première, la deuxième et
la troisième électrode de rayonnement (12, 24), (56) sont disposées sur différentes
couches (52, 54) d'un substrat multicouche (50).
7. Système d'antenne selon l'une des revendications 1 à 6, dans lequel la première, la
deuxième et/ou la troisième électrode de rayonnement (12, 24, 56) présentent des longueurs
différentes, pour définir des éléments d'antenne à fréquences de résonance différentes.