Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bildung der Verzugszeit von elektromagnetischen
Tankentlüftungsventilen. Von Verbrennungsmotoren angetriebene Kraftfahrzeuge sind
häufig mit sogenannten Tankentlüftungsanlagen ausgerüstet, die eine Emission von Kraftstoffdampf
aus dem Vorratstank in die Umgebung verhindern helfen. Der im Tank verdunstende Kraftstoff
wird in einem Aktivkohlefilter gespeichert und im Betrieb des Kraftfahrzeugs über
ein getaktet ansteuerbares elektromagnetisches Tankentlüftungsventil an das Saugrohr
des Verbrennungsmotors und damit der Verbrennung zugeführt.
[0002] Derartige Ventile weisen konstruktionsbedingt eine Verzugszeit auf (siehe z.B. US-A-5
476 081).
[0003] Tankentlüftungsventile (TEV) sind i.a. als getaktet anzusteuernde Magnetventile ausgeführt
und zwischen dem Aktivkohlefilter (AKF) und dem Saugrohr angeordnet. Bei elektrischer
Ansteuerung derartiger Ventile erfolgt die Magnetisierung eines Kerns, die dazu führt,
daß der Ventilanker vom Kern entgegen einer Federkraft angezogen wird und das Ventil
öffnet. Beim Schließen erfolgt der dazu inverse Vorgang. Die Bewegung des Ankers folgt
der elektrischen Ansteuerung mit einer zeitlichen Verzögerung (= Verzugszeit), die
vom Aufbau des Magnetfelds und damit auch von der anliegenden Batteriespannung, der
Trägheit des Ankers und den auf diesen wirkenden Kräften abhängt.
[0004] Die tatsächliche Offenzeit des Ventils verkürzt sich um diese Verzugszeit. Dadurch
verkleinert sich die über das Tankentlüftungsventil strömende Gasmenge, was sich insbesondere
bei kurzen Ansteuerzeiten stark auswirkt.
[0005] In Tankentlüftungssystemen wird die über das Tankentlüftungsventil strömende Gasmenge
unter Umständen abhängig von ihrer Kraftstoffkonzentration und auch vom aktuellen
Lastdrehzahlbetriebspunkt des Motors innerhalb weiter Grenzen in gesteuerter oder
auch geregelter Weise variiert. Auch bei vergleichsweise kleinem vom Verbrennungsmotor
angesaugten Gesamtluftstrom, beispielsweise im Leerlauf, muß eine ausreichende Genauigkeit
der Dosierbarkeit des über das Tankentlüftungsventil fließenden Gasstroms gewährleistet
sein. Dies verlangt auf jeden Fall die Berücksichtigung der Verzugszeit.
[0006] Bekannt ist, bei der Ansteuerung von Magnetventilen den Einfluß der Batteriespannung
auf die Verzugszeit zu berücksichtigen.
[0007] Vor diesem Hintergrund besteht die Aufgabe der Erfindung in einer rechnerischen Bildung
der Verzugszeit, die der tatsächlichen Verzugszeit im Betrieb des Tankentlüftungsventils
noch näher kommt und ihr möglichst genau entspricht.
[0008] Diese Aufgabe wird mit der Merkmalskombination des unabhängigen Anspruchs gelöst.
[0009] Im einzelnen wird bei einem Verfahren zur periodisch getakteten Ansteuerung eines
Durchflußsteuerventils, dessen Öffnungsquerschnitt seinem Ansteuersignal um eine Verzugszeit
tv verzögert nachfolgt und bei dem ein Wert für die Verzugszeit bei der Bildung des
Ansteuersignals berücksichtigt wird, der Saugrohrdruck bei der Bildung des Wertes
für die Verzugszeit berücksichtigt.
[0010] Eine Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass bei Tankentlüftungsventilen,
deren reale Verzugszeit sich bei höherem Saugrohrunterdruck vergrößert, die rechnerisch
gebildete Verzugszeit ebenfalls vergrößert wird.
[0011] Eine weitere Ausführungsform sieht vor, daß bei Tankentlüftungsventilen, deren reale
Verzugszeit sich bei höherem Saugrohrunterdruck verkleinert, die rechnerisch gebildete
Verzugszeit ebenfalls verkleinert wird.
[0012] Gemäß einer weiteren Ausführungsform wird der Einfluss des Saugrohrdrucks mittels
einer separat zu modellierenden Kennlinie, mittels eines mehrdimensionalen Kennfeldes
oder auf der Basis einer rechnerischen Modellierung berücksichtigt.
[0013] Eine weitere Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, daß
- die Werte des Saugrohrdrucks und des Umgebungsdrucks oder die Werte des Saugrohrdrucks
und des Drucks auf der dem Saugrohr abgewandten Seite des Tankentlüftungsventils
- oder die daraus zu bestimmenden Werte der Druckdifferenz
- oder die daraus zu bestimmenden Werte des Druckverhältnisses
als Eingangsgröße der Kennlinie, des Kennfeldes oder der rechnerischen Modellierung
dienen.
[0014] Die Erfindung richtet sich auch auf eine elektronische Steuereinrichtung zur Durchführung
wenigstens eines der oben genannten Verfahren und Ausführungsformen.
[0015] Erfindungswesentlich ist die Berücksichtigung der Abhängigkeit der Verzugszeit des
Tankentlüftungsventils vom Saugrohrdruck bei der rechnerischen Bildung der Verzugszeit.
Die Erfindung basiert damit auf der Erkenntnis, dass eine der Kräfte, die der Öffnung
des Ventils entgegenwirken, vom Saugrohrunterdruck stammt, der saugrohrseitig am Anker
liegt; diese Kraft nimmt mit dem Saugrohrunterdruck zu und führt zu einer entsprechenden
Änderung der Verzugszeit, die bei der Ansteuerung des Tankentlüftungsventils zu berücksichtigen
ist. Die dem Aktivkohlefilter zugewandte Seite des Tankentlüftungsventils liegt dabei
in guter Näherung auf Umgebungsdruck.
[0016] Bei der Anwendung in einem auch als Tankentlüftungssystem bezeichneten Brennstoffdampfrückhaltesystem
ergibt sich folgender Vorteil:
[0017] Die Steigerung der Genauigkeit der rechnerisch gebildeten Verzugszeit verringert
den Fehler bei der Bildung des Ansteuersignals für das Tankentlüftungsventil. Die
erfindungswesentliche Berücksichtigung des Einflusses des Saugrohrdrucks auf die TEV-Verzugszeit
ist insbesondere vorteilhaft und notwendig für die genaue Dosierung kleiner Massenströme
über das Tankentlüftungsventil. Eine Nichtberücksichtigung dieses Einflusses kann
zu großen relativen Fehlern in der Tankentlüftung und damit zu unerwünscht hohen Gemischabweichungen
führen. Ein Beispiel wird weiter unten dargestellt.
[0018] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im
folgenden näher beschrieben.
Figur 1 zeigt eine Brennkraftmaschine mit einer Tankentlüftungsanlage.
Figur 2 stellt den zeitlichen Verlauf des Ansteuersignals zur Verdeutlichung des technischen
Hintergrundes des erfindungsgemäßen Verfahrens dar. Fig. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0019] Im einzelnen zeigt Figur 1 eine Brennkraftmaschine 1 mit einem Saugrohr 2, einem
Abgastrakt 3, einer Tankentlüftungsanlage 4, einem Tank 5, einem Steuergerät 6, einer
Abgassensorik 7, einer Sensorik 8, die stellvertretend für eine Vielzahl von beim
Betrieb des Verbrennungsmotors verwendeten Sensoren für Betriebsparameter wie Drehzahl
n, angesaugte Luftmenge L, Temperatur T, Ansauglufttemperatur, Drosselklappenöffnungswinkel,
Saugrohrdruck, Umgebungsdruck usw. steht, sowie eine Kraftstoffzumeßeinrichtung 9,
die beispielsweise als Anordnung von einem oder mehreren Einspritzventilen realisiert
sein kann. Die Ansteuersignale ti für die Einspritzventile werden dabei durch eine
Kombination aus einer Vorsteuerung und einem Regeleingriff erzeugt. Dabei umfaßt die
Vorsteuerung im wesentlichen die Bildung eines Basiswertes für das Ansteuersignal
in Abhängigkeit von Drehzahl n und Last L der Brennkraftmaschine. Dieser Basiswert
wird dann noch in einem geschlossenen Regelkreis multiplikativ in Abhängigkeit von
der Abgaszusammensetzung korrigiert, die von der Abgassensorik 7 erfaßt wird. Weitere
Korrekturen berücksichtigen Temperatureinflüsse der Brennkraftmaschine oder der Ansaugluft
sowie den Einfluß der Tankentlüftung oder der Batteriespannung.
[0020] Die Tankentlüftungsanlage 4 besteht aus einem Aktivkohlefilter 10, der über entsprechende
Leitungen beziehungsweise Anschlüsse mit dem Tank, der Umgebungsluft und dem Saugrohr
des Verbrennungsmotors kommuniziert, wobei in der Leitung zum Saugrohr ein Tankentlüftungsventil
11 angeordnet ist. Der Aktivkohlefilter 10 speichert im Tank 5 verdunstenden Kraftstoff.
Bei vom Steuergerät 6 öffnend angesteuerten Tankentlüftungsventil 11 wird Luft aus
der Umgebung durch den Aktivkohlefilter gesaugt, der dabei den gespeicherten Kraftstoff
an die Luft abgibt. Dieses auch als Tankentlüftungsgemisch oder auch als Regeneriergas
bezeichnete Kraftstoff-Luft-Gemisch beeinflußt die Zusammensetzung des dem Verbrennungsmotor
insgesamt zugeführten Gemisches, das im übrigen durch eine der angesaugten Luftmenge
angepaßte Zumessung von Kraftstoff über die Kraftstoffzumeßvorrichtung 9 mitbestimmt
wird. Dabei kann der über das Tankentlüftungssystem angesaugte Kraftstoff in Extremfällen
einen Anteil von ca. einem Drittel bis zur Hälfte der Gesamtkraftstoffmenge entsprechen.
[0021] Das folgende Berechnungsbeispiel verdeutlicht den Einfluß der Tankentlüftung auf
die Gemischbildung anhand typischer Werte, wie sie im Bereich der Tankentlüftung von
Kraftfahrzeugen auftreten. In diesem Beispiel beträgt der Leerlauf luftbedarf des
Motors etwa 10 Kubikmeter pro Stunde. Durch das dauernd geöffnete Tankentlüftungsventil
strömen ca. 4 Kubikmeter pro Stunde. Das Tankentlüftungsventil ist jedoch nicht dauernd
geöffnet, sondern wird beispielsweise mit einem Tastverhältnis von 1,67 % angesteuert.
Mit anderen Worten: Das Verhältnis der Zeiten, in denen es öffnend angesteuert wird
zu den Zeiten, in denen es schließend angesteuert wird, beträgt 1,67 : 100. Im weiteren
wird davon ausgegangen, daß das durch das geöffnete Tankentlüftungsventil strömende
Regeneriergas zu 100 % aus Kraftstoffdampf besteht. Dieser verbrennt etwa im Volumenverhältnis
1 : 30 stöchiometrisch mit Luft. Die zur Verbrennung des Kraftstoffdampfes, der bei
diesen Werten durch das Tankentlüftungsventil strömt, notwendige Luftmenge berechnet
sich zu 30 * 1,67 : 100 * 4 Kubikmeter pro Stunde zu 2 Kubikmeter pro Stunde. Anders
ausgedrückt: Da die Ansaugluftmenge 10 Kubikmeter pro Stunde beträgt, 20% davon, bzw.
2 Kubikmeter pro Stunde jedoch schon über die Tankentlüftung ihren Kraftstoffanteil
erhalten, müssen nur noch 80% der ohne Tankentlüftung benötigten Kraftstoffmenge eingespritzt
werden. Um den Tankentlüftungseinfluß auf die Gemischbilanz zu korrigieren, ist eine
Gemischkorrektur, die den oben angegebenen 20 % entspricht, notwendig. Diese Gemischkorrektur
wird im Gemischregelkreis aus Abgassonde 7 (Regelfühler), Steuergerät 6 (Regler) und
Einspritzventil 9 (Regelstellglied) wirksam.
[0022] Dieses Berechnungsbeispiel ist für den idealen Fall gültig, der sich durch ein Tankentlüftungsventil
ohne Verzugszeit bzw. mit exakt richtig berücksichtigter Verzugszeit auszeichnet.
Im folgenden wird gezeigt, wie sich die bei realen Tankentlüftungsventilen auftretende
Verzugszeit auswirkt. Die dem Berechnungsbeispiel zunächst zugrundeliegende Periodendauer
des Ansteuertastverhältnisses betrage 100 Millisekunden. Die tatsächliche Anzugsverzögerung
betrage 3 Millisekunden. Kompensiert werden soll die Anzugsverzögerung durch Einrechnung
einer angenommenen Verzugszeit von 4 Millisekunden.
[0023] Das Tankentlüftungsventil wird in diesem Falle 1,67 Millisekunden + 4 Millisekunden
= 5,67 Millisekunden lang öffnend angesteuert. Dabei ist das oben angegebene Tastverhältnis
von 1,67 % zugrundegelegt worden. Als tatsächliche Offenzeit ergibt sich die Differenz
von 5,67 Millisekunden und 3 Millisekunden zu 2,67 Millisekunden. In die Berechnung
der Gemischkorrektur geht jedoch die Öffnungszeit 1,67 Millisekunden ein. Dies führt
zu einem berechneten Kraftstoffanteil von 20 %, der dem tatsächlichen Kraftstoffanteil
von 32 % gegenübersteht.
[0024] Dies belegt die Bedeutung einer möglichst genauen Bildung des Wertes für die Verzugszeit.
Eine Steigerung der Genauigkeit bedeutet in diesem Zusammenhang eine verbesserte Annäherung
des rechnerisch ermittelten Wertes an die tatsächlichen Verhältnisse.
[0025] Erfindungsgemäß wird zusätzlich zur Abhängigkeit der Verzugszeit von der Batteriespannung
die Abhängigkeit vom Saugrohrdruck bei der Ansteuerung des TEVs berücksichtigt.
[0026] Dies kann mittels einer separat zu modellierenden Kennlinie, mittels eines mehrdimensionalen
Kennfelds oder auf Basis einer analytischen Modellierung geschehen.
[0027] Neben der Batteriespannung sind sowohl die Werte des Saugrohr- und des Umgebungsdrucks
als auch die daraus zu bestimmenden Werte des Differenzdrucks oder das Druckverhältnisses
als Eingangsgrößen denkbar.
[0028] Saugrohr- und Umgebungsdruck werden beispielsweise von der Sensorik 8 geliefert.
Sie können aber bekanntlich auch aus anderen Betriebsparametern des Motors wie Ansaugluftmenge
und Ansauglufttemperatur errechnet werden.
[0029] Der Differenzdruck bezieht sich beispielsweise auf die Differenz zwischen Umgebungsdruck
und Saugrohrdruck. Analog bezieht sich das Druckverhältnis auf das Verhältnis des
Umgebungsdruckes zum Saugrohrdruck. Falls im Tankentlüftungssystem, beispielsweise
zur Diagnose, ein Drucksensor eingesetzt wird, kann dieser den Umgebungsdruck ersetzen.
Selbstverständlich kann auch die Druckdifferenz (oder das Druckverhältnis) direkt
über dem Tankentlüftungsventil, d.h. aus den Drücken auf beiden Seiten des Tankentlüftungsventils
gemessen und benutzt werden.
[0030] Bei heute üblichen stromlos geschlossenen Tankentlüftungsventilen wirkt ein höherer
Saugrohrunterdruck (niedrigerer absoluter Saugrohrdruck) schließend auf den beweglichen
Anker des Tankentlüftungsventils. Bei dieser Bauart wirkt der höhere Saugrohrunterdruck
der Ventilöffnung entgegen und damit vergrößernd auf die Verzugszeit.
[0031] Erfindungsgemäß wird dies dadurch berücksichtigt, dass bei höherem Saugrohrunterdruck
die rechnerisch gebildete Verzugszeit ebenfalls vergrößert wird.
[0032] Bei einer anderen Bauart des Ventils, bei dem ein höherer Saugrohrunterdruck die
reale Verzugszeit verringert, muß dann auch die rechnerisch gebildete Verzugszeit
verringert werden.
[0033] Ein Beispiel der Ansteuersignalbildung ist im Flussdiagramm der Fig. 3 dargestellt.
[0034] Das Ausmaß der Vergrößerung als Funktion der genannten Drücke wird mittels einer
separat zu modellierenden Kennlinie, mittels eines mehrdimensionalen Kennfeldes oder
auf der Basis einer rechnerischen Modellierung berücksichtigt. Dies sind dem Fachmann
geläufige Maßnahmen, die keiner ausführlichen Erläuterung bedürfen.
[0035] Die genannte Kennlinie und/oder das Kennfeld ist im Steuergerät abgelegt. Das Steuergerät
enthält weiter ein Programm zur Ansteuerung des Tankentlüftungsventils in Abhängigkeit
von weiteren Betriebsparametern wie Ansaugluftmenge, Drehzahl etc. Ein solche Steuerung
ist bspw. in der US 4 683 861 beschrieben. Bei einer Periodendauer des Ansteuertastverhältnisses
von beispielsweise 100 Millisekunden und dem schon weiter oben als Beispiel genannten
gewünschten realen Tastverhältnis von 1,67% ergibt sich eine gewünschte reale Öffnungsdauer
OD von 1,67ms. Das tatsächliche Ansteuersignal AS wird beispielsweise auf folgende
Weise bestimmt:

[0036] In Fig. 3 wird dazu im Schritt 1 die gewünschte Öffnungsdauer OD bestimmt. Im Schritt
2 wird die Verzugszeit tv durch Kennfeldzugriff, Kennlinienzugriff oder durch Berechnung
bestimmt. Das Kennfeld oder die Kennlinie oder die für die Berechnung wesentlichen
Abhängigkeiten werden beispielsweise einmal für einen Fahrzeugtyp bestimmt. Sie können
auch on Board korrigiert werden, wie es aus der US 5 873 350 bekannt ist.
[0037] Im Fall eines Kennfeldes, das durch mehrere Kenngrößen adressierbar ist, können der
Einfluss des Saugrohrdrucks und der Batteriespannung in einem gemeinsamen Kennfeld
berücksichtigt werden, das mit dem Saugrohrdruck und der Batteriespannung als Eingangsgrößen
adressiert wird. Ergänzend zum Saugrohrdruck ist der Wert des Umgebungsdruck als Eingangsgröße
verwendbar. Alternativ zum Saugrohrdruck können Werte für die Differenz oder das Verhältnis
der Drücke auf beiden Seiten des Tankentlüftungsventils als Eingangsgröße dienen.
Der so bestimmte tv-Wert enthält dann bereits eine Batteriespannungskorrektur (tv
= tv(Ubatt, Druckgrößen).
[0038] Im Fall einer Kennlinie
tv = tv(Saugrohrdruckeinfluss), die nur vom Saugrohrdruckeinfluss adressiert wird,
ist die Batteriespannung durch eine getrennte Korrektur zu berücksichtigen.
[0039] Im Schritt 3 wird dann das reale Ansteuertastverhältnis als Summe AS = OD + tv bestimmt.
1. Verfahren zur periodisch getakteten Ansteuerung eines Durchflußsteuerventils, dessen
Öffnungsquerschnitt seinem Ansteuersignal um eine Verzugszeit tv verzögert nachfolgt
und bei dem ein Wert für die Verzugszeit bei der Bildung des Ansteuersignals berücksichtigt
wird, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Bildung des Wertes für die Verzugszeit der Saugrohrdruck berücksichtigt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Tankentlüftungsventilen, deren reale Verzugszeit sich bei höherem Saugrohrunterdruck
vergrößert, die rechnerisch gebildete Verzugszeit ebenfalls vergrößert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Tankentlüftungsventilen, deren reale Verzugszeit sich bei höherem Saugrohrunterdruck
verkleinert, die rechnerisch gebildete Verzugszeit ebenfalls verkleinert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Einfluss des Saugrohrdrucks mittels einer separat zu modellierenden Kennlinie,
mittels eines mehrdimensionalen Kennfeldes oder auf der Basis einer rechnerischen
Modellierung berücksichtigt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Werte des Saugrohrdrucks und des Umgebungsdrucks oder die Werte des Saugrohrdrucks
und des Drucks auf der dem Saugrohr abgewandten Seite des Tankentlüftungsventils
- oder die daraus zu bestimmenden Werte der Druckdifferenz
- oder die daraus zu bestimmenden Werte des Druckverhältnisses
als Eingangsgröße der Kennlinie, des Kennfeldes oder der rechnerischen Modellierung
dienen.
6. Elektronische Steuereinrichtung zur Durchführung wenigstens eines der Verfahren nach
den Ansprüchen 1 - 5.
1. Method for the periodically clocked actuation of a flow control valve, the opening
cross section of which follows its actuation signal with a delay by a delay time tv,
and in which a value for the delay time is taken into account when forming the actuation
signal, characterized in that the induction pipe pressure is taken into account when forming the value for the
delay time.
2. Method according to Claim 1, characterized in that in the case of tank vent valves with a real delay time which increases in the event
of a higher induction pipe subatmospheric pressure, the delay time formed by calculation
is likewise increased.
3. Method according to Claim 1, characterized in that in the case of tank vent valves with a real delay time which reduces in the event
of a higher induction pipe subatmospheric pressure, the delay time formed by calculation
is likewise reduced.
4. Method according to Claim, 1, 2 or 3, characterized in that the influence of the induction pipe pressure is taken into account by means of a
characteristic curve which can be separately modelled, by means of a multidimensional
characteristic diagram or on the basis of computer modelling.
5. Method according to Claim 4,
characterized in that
- the values for the induction pipe pressure and the ambient pressure or the values
for the induction pipe pressure and the pressure on the side of the tank vent valve
which faces away from the induction pipe,
- or the values for the pressure difference which can be determined therefrom,
- or the values for the pressure ratio which can be determined therefrom,
all serve as input variables for the characteristic curve, the characteristic diagram
or the computer modelling.
6. Electronic control device for carrying out at least one of the methods according to
Claims 1-5.
1. Procédé permettant la commande périodiquement synchronisée d'une vanne-pilote de débit
dont la section transversale d'ouverture suit avec un temps de retard tv son signal
de commande, selon lequel on prend en compte une valeur pour le temps de retard lors
de la formation du signal de commande,
caractérisé en ce que
la formation de la valeur du temps de retard tient compte de la pression de la tubulure
d'aspiration est prise en compte.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
pour des soupapes de dégazage de réservoir dont le temps de retard réel augmente en
cas de dépression plus élevée de la tubulure d'aspiration, on augmente également le
temps de retard formé mathématiquement.
3. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
pour des soupapes de dégazage de réservoir dont le temps de retard réel diminue en
cas de dépression plus élevée de la tubulure d'aspiration, on diminue également le
temps de retard formé mathématiquement.
4. Procédé selon la revendication 1, 2 ou 3,
caractérisé en ce que
l'influence de la pression de la tubulure d'aspiration est prise en compte à l'aide
d'une ligne caractéristique à modéliser séparément, à l'aide d'un champ caractéristique
pluridimensionnel ou sur la base d'une modélisation mathématique.
5. Procédé selon la revendication 4,
caractérisé en ce que
comme grandeur d'entrée de la ligne caractéristique, du champ caractéristique ou de
la modélisation mathématique, on prend :
- les valeurs de la pression de la tubulure d'aspiration et de la pression de l'environnement,
ou les valeurs de la pression de la tubulure d'aspiration et de la pression sur la
partie de la soupape de dégazage de réservoir opposée à la tubulure d'aspiration,
ou
- les valeurs de différence de pression définies à partir de ces résultats, ou
- les valeurs de rapport de pression définies à partir de ces résultats.
6. Dispositif de commande électronique pour réaliser au moins l'un des procédés selon
les revendications 1 - 5.