[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Socke, die zumindest einen Bereich umfaßt,
der aus einem plattierten Gestrick gebildet ist, welches einen Grundfaden und mindestens
einen Plattierfaden umfaßt.
[0002] Der Begriff "Socke" ist dabei in dieser Beschreibung und in beigefügten Ansprüchen
als Oberbegriff für jede Art von Strumpfwaren zu verstehen und umfaßt insbesondere
neben Socken im engeren Sinne auch Kniestrümpfe und Strümpfe.
[0003] Das Plattieren ist eine Technik zur Herstellung von Maschenwaren, bei welcher zwei
verschiedenartige Fäden, nämlich der Grundfaden und der Plattierfaden, im gleichen
Stricksystem derart verarbeitet werden, daß der eine dieser Fäden auf die rechte Warenseite
aller Maschen und der andere Faden auf die linke Warenseite aller Maschen kommt.
[0004] Die Technik des Plattierens an sich ist dem Fachmann auf dem Gebiet der Textiltechnik
wohlbekannt und insbesondere in dem Artikel von Dr. Ing. G. Bühler und O. Widmaier,
"Auswirkung des Fadenzulaufs auf die Qualität plattierter Rundstrickware", erschienen
in der Zeitschrift Wirkerei- und Strickereitechnik, Band 42 (1992), Heft 10, Seiten
931 ff. beschrieben,
[0005] Es ist bereits bekannt, eine Socke zumindest teilweise aus einem plattierten Gestrick
auszubilden, welches einen Grundfaden und einen Plattierfaden umfasst, wobei der Plattierfaden
unterplattiert ist, d.h. auf der Innenseite des Grundfadens zu liegen kommt, so dass
der Grundfaden die Maschenschenkel der rechten Plattierfadenmaschen überdeckt. Der
Plattierfaden kann dabei dazu eingesetzt werden, die Elastizität oder die Haltbarkeit
des innenplattierten Gestricks zu erhöhen.
[0006] Bei der Verwendung eines solchen innenplattierten Gestricks als Bestandteil einer
Socke tritt jedoch der Nachteil auf, dass sich das Material des außenliegenden Grundfadens
im Gebrauch der Socke ab- oder dünnscheuert, während das Material des innenliegenden
Plattierfadens stehen bleibt, so dass Dünnstellen entstehen.
[0007] Die AU 24979 88 A offenbart eine Socke mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch
1.
[0008] Die GB 545 154 A offenbart eine Socke, die durchgehend aus einem Grundfaden aus Wolle,
Seide, künstlicher Seide oder Baumwolle gestrickt ist und im Zehen- und/oder Fersenbereich
mit einer Plattierung aus einem Verstärkungsfaden versehen ist, welcher aus Leinen-
oder Baumwollfasern gebildet ist.
[0009] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Socke der eingangs genannten
Art zu schaffen, welche eine erhöhte Haltbarkeit im Gebrauch aufweist.
[0010] Diese Aufgabe wird durch eine Socke nach Anspruch 1 gelöst.
[0011] Der erfindungsgemäßen Lösung liegt somit das Konzept zugrunde, ein widerstandsfähiges
Material, nämlich eine texturierte Chemiefaser, auf die Außenseite des Grundfadens
zu plattieren, so dass im Gebrauch der Socke der nach außen plattierte Plattierfaden
in Kontakt mit der Umgebung der Socke, beispielsweise in Kontakt mit einem Schuh,
gelangt, die erhöhte Durchscheuerfestigkeit des Materials des Plattierfadens somit
voll zum Tragen kommt und der innenliegende Grundfaden vor einem Ab- oder gar Durchscheuern
besser geschützt ist.
[0012] Dabei ist unter der Außenseite des Grundfadens die der Außenseite der fertigen Socke
zugewandte Seite des Grundfadens und unter der Innenseite des Grundfadens die der
Innenseite der fertigen Socke zugewandte Seite des Grundfadens zu verstehen.
[0013] Durch die Außenplattierung mit der Chemiefaser erhöht sich die Haltbarkeit der Socke.
Der innenliegende Grundfaden wird geschont und erhält dadurch eine höhere Lebensdauer.
[0014] Auch das Ausbleichen der Socke wird verhindert oder zumindest verzögert, da der gegen
Ausbleichen anfällige Grundfaden durch die nach außen plattierte Chemiefaser geschützt
ist.
[0015] Die Haltbarkeit der Socke wird dadurch erhöht, dass der Plattierfaden eine texturierte
Chemiefaser umfasst. Eine Chemiefaser, deren Oberfläche durch ein Texturierverfahren
permanent verformt worden ist, beispielsweise gekräuselt worden ist, weist eine besonders
hohe Durchscheuerfestigkeit auf.
[0016] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Plattierfaden
eine synthetische Chemiefaser, beispielsweise Polyamid, Polyester, Polyacryl und/oder
Polypropylen umfasst.
[0017] Besonders bevorzugt wird die Verwendung eines Plattierfadens aus einer texturierten
Polyamidfaser.
[0018] Der Grundfaden umfasst eine Naturfaser, insbesondere Baumwolle und/oder Wolle. Dadurch,
dass der Grundfaden aus Naturfaser bei der erfindungsgemäßen Socke an der Innenseite
des plattierten Gestricks liegt, kommt die Haut des Trägers der Socke nicht mit der
nach außen plattierten Chemiefaser, sondern mit der Naturfaser in Kontakt, was den
Tragekomfort der Socke erhöht.
[0019] Der Plattierfaden kann denselben Durchmesser wie oder einen kleineren Durchmesser
als der Grundfaden aufweisen.
[0020] Um den innenliegenden Grundfaden optimal zu schützen, ist es von Vorteil, wenn der
Plattierfaden einen größeren Durchmessers aufweist als der Grundfaden, so dass der
Grundfaden vollständig von dem außenliegenden Plattierfaden überdeckt wird.
[0021] Um bestimmte Gebrauchseigenschaften, beispielsweise eine erhöhte Elastizität, oder
zusätzliche Funktionen, beispielsweise einen Feuchtetransport, in der Socke zu realisieren,
kann ferner vorgesehen sein, dass das plattierte Gestrick einen weiteren Plattierfaden
umfasst, welcher auf der Innenseite des Grundfadens liegt, also nach innen plattiert
oder, anders ausgedrückt, unterplattiert ist.
[0022] Der auf die Innenseite des Grundfadens gelegte zusätzliche Plattierfaden kann beispielsweise
ein hydrophobes Material umfassen, um einen Abtransport von Feuchtigkeit von der an
der Haut der Trägers anliegenden Innenseite der Socke weg zu fördern.
[0023] Ein solches plattiertes Gestrick umfasst somit neben dem Grundfaden mindestens zwei
Plattierfäden.
[0024] Die Haltbarkeit der Socke wird am wirksamsten erhöht, wenn die im Gebrauch der Socke
am stärksten beanspruchten Bereiche aus dem außenplattierten Gestrick gebildet sind.
Vorzugsweise ist daher vorgesehen, dass der aus dem plattierten Gestrick gebildete
plattierte Bereich der Socke den Spitzenbereich und/oder den Hochfersenbereich und/oder
den Überzehenbereich der Socke umfasst.
[0025] Der Plattierfaden kann farblich mit dem Grundfaden übereinstimmen, um zu erreichen,
dass der außenplattierte Bereich der Socke und der nicht plattierte Bereich oder der
nur innenplattierte Bereich der Socke farblich zueinander passen.
[0026] Alternativ hierzu kann aber auch vorgesehen sein, dass sich der Grundfaden und der
Plattierfaden farblich unterscheiden, wodurch erreicht wird, dass sich der außenplattierte
Bereich der Socke farblich von dem nicht plattierten Bereich oder dem nur innenplattierten
Bereich der Socke absetzt.
[0027] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung sind Gegenstand der nachfolgenden Beschreibung
und zeichnerischen Darstellung eines Ausführungsbeispiels.
[0028] In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht einer Socke;
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung des Maschenbilds eines Rechts/Links-Gestricks aus einem
Grundfaden, der auf seiner Innenseite mit einem Plattierfaden plattiert ist, von der
rechten Warenseite des Rechts/Links-Gestricks aus gesehen; und
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung des Maschenbilds eines Rechts/Links-Gestricks aus einem
Grundfaden, der auf seiner Außenseite mit einem Plattierfaden plattiert ist, von der
rechten Warenseite des Rechts/Links-Gestricks aus gesehen.
[0029] Gleiche oder funktional äquivalente Elemente sind in allen Figuren mit denselben
Bezugszeichen bezeichnet.
[0030] Eine in Fig. 1 dargestellte, als Ganzes mit 100 bezeichnete Socke umfaßt einen Fußbereich
102 und einen Schaftbereich 104, welcher an seinem oberen Ende mit einem elastischen
Bund 106 versehen ist.
[0031] Die Socke 100 ist durchgehend aus einem Grundfaden 108 (s. Fig. 3), der vorzugsweise
aus einer Naturfaser, beispielsweise aus Baumwolle, gebildet ist, gestrickt.
[0032] In den beim Tragen der Socke 100 besonders stark beanspruchten Bereichen, nämlich
im Spitzenbereich 110, im Fersenbereich 112, im Hochfersenbereich 114 und im zwischen
dem Spitzenbereich 110 und dem Fersenbereich 112 liegenden Sohlenbereich 116 ist der
Grundfaden 108 mit einem Plattierfaden 118 (s. Fig. 3) plattiert, welcher aus einer
Chemiefaser, beispielsweise aus texturiertem Polyamid, gebildet ist und auf der Außenseite
des Grundfadens 108 liegt.
[0033] Der den Spitzenbereich 110, den Sohlenbereich 116, den Fersenbereich 112 und den
Hochfersenbereich 114 umfassende Bereich der Socke 100 ist somit aus einem außenplattierten
Gestrick 120 gebildet, welches in Fig. 1 durch die schraffierte Fläche dargestellt
ist und einen zusammenhängenden Plattierbereich 121 der Socke 100 bildet.
[0034] Wie aus dem schematischen Maschenbild der Fig. 3 zu ersehen ist, ist das außenplattierte
Gestrick 120 als Rechts/Links-Gestrick aus dem Grundfaden 108 ausgebildet, bei dem
der Plattierfaden 118 die Maschenschenkel der rechten Grundfadenmaschen überdeckt.
[0035] Im Gegensatz hierzu überdeckt bei einem innenplattierten Gestrick 122, dessen schematisches
Maschenbild in Fig. 2 dargestellt ist, der Grundfaden 108 die Maschenschenkel der
rechten Plattierfadenmaschen.
[0036] Die Socke 100 wird vorzugsweise auf einer Rundstrickmaschine hergestellt, wobei der
Grundfaden 108 und der Plattierfaden 118 im gleichen Stricksystem verarbeitet werden.
[0037] Durch die Außenplattierung des Grundfadens 108 des außenplattierten Gestricks 120
mit einer texturierten synthetischen Chemiefaser, beispielsweise mit texturiertem
Polyamid, wird die Haltbarkeit der Socke erhöht.
[0038] Die als Grundfaden 108 verwendete Naturfaser wird geschont und erhält dadurch eine
höhere Lebensdauer.
[0039] Die erhöhte Haltbarkeit des außenplattierten Gestricks 120 läßt sich mittels eines
Martindale-Scheuerprüfgerätes nachweisen.
[0040] Mit einem solchen Scheuerprüfgerät wurde ermittelt, daß ein Gestrick aus gekämmter
Baumwolle ohne Außenplattierung nach ungefähr 40.000 bis ungefähr 50.000 Scheuertouren
des Prüfgerätes durchgescheuert war.
[0041] Das mit einem texturierten Polyamidfaden außenplattierte Gestrick war hingegen erst
nach 92.000 Scheuertouren des Scheuerprüfgerätes durchgescheuert.
[0042] Die Haltbarkeit des Gestricks wird durch die Außenplattierung mit dem texturierten
Polyamidmaterial somit deutlich erhöht, nämlich ungefähr verdoppelt.
[0043] Der Tragekomfort der Socke 100 wird dadurch erhöht, daß die als Grundfaden 108 verwendete
Naturfaser auf der Innenseite des plattierten Gestricks 120 angeordnet ist und somit
auf der Haut des Trägers aufliegt.
[0044] Um bestimmte Gebrauchseigenschaften, beispielsweise eine erhöhte Elastizität, oder
zusätzliche Funktionen, beispielsweise einen Feuchtetransport, in der Socke 100 zu
realisieren, kann ferner vorgesehen sein, das außenplattierte Gestrick 120 und/oder
den nicht außenplattierten Bereich der Socke 100 zusätzlich mit einer Innenplattierung
zu versehen, wobei der Grundfaden 108 mit einem weiteren Plattierfaden plattiert wird,
welcher auf der Innenseite des Grundfadens 108 liegt.
1. Socke, die durchgehend aus einem Grundfaden (108), welcher eine Naturfaser umfasst,
gestrickt ist und zumindest einen Bereich (121) umfasst, der aus einem plattierten
Gestrick (120) gebildet ist, welches den Grundfaden (108) und mindestens einen Plattierfaden
(118) umfasst, wobei der aus dem plattierten Gestrick (120) gebildete plattierte Bereich
(121) der Socke (100) den Fersenbereich (112) und/oder den Sohlenbereich (116) der
Socke umfasst und
wobei der Plattierfaden (118) eine Chemiefaser umfasst und auf der der Außenseite
der Socke zugewandten Außenseite des Grundfadens (108) liegt,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Plattierfaden (118) eine texturierte Chemiefaser umfasst.
2. Socke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Plattierfaden (118) eine synthetische Chemiefaser umfasst.
3. Socke nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Plattierfaden (118) Polyamid, Polyester, Polyacryl und/oder Polypropylen umfasst.
4. Socke nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundfaden (108) Baumwolle und/oder Wolle umfasst.
5. Socke nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Plattierfaden (118) einen größeren Durchmesser aufweist als der Grundfaden (108).
6. Socke nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das plattierte Gestrick (120) einen weiteren Plattierfaden umfasst, welcher auf der
Innenseite des Grundfadens (108) liegt.
7. Socke nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der aus dem plattierten Gestrick (120) gebildete plattierte Bereich (121) der Socke
(100) ferner den Spitzenbereich (110) und/oder den Hochfersenbereich (114) und/oder
den Überzehenbereich der Socke (100) umfasst.
1. Sock which is knitted throughout from a main yarn (108), which comprises a natural
fibre, and comprises at least one region (121) which is formed from a plaited knit
(120) which comprises the main yarn (108) and at least one plaiting yarn (118), that
plaited region (121) of the sock (100) which is formed from the plaited knit (120)
comprising the heel region (112) and/or the sole region (116) of the sock, and the
plaiting yarn (118) comprising a manmade fibre and lying on the outside of the main
yarn (108) which faces the outside of the sock, characterized in that the plaiting yarn (118) comprises a texturized manmade fibre.
2. Sock according to Claim 1, characterized in that the plaiting yarn (118) comprises a synthetic manmade fibre.
3. Sock according to Claim 2, characterized in that the plaiting yarn (118) comprises polyamide, polyester, polyacrylate and/or polypropylene.
4. Sock according to any of Claims 1 to 3, characterized in that the main yarn (108), comprises cotton and/or wool.
5. Sock according to any of Claims 1 to 4, characterized in that the plaiting yarn (118) has a larger diameter than the main yarn (108).
6. Sock according to any of Claims 1 to 5, characterized in that the plaited knit (120) comprises a further plaiting yarn which lies on the inside
of the main yarn (108).
7. Sock according to any of Claims 1 to 6, characterized in that the plaited region (121) of the sock (100) which is formed from the plaited knit
(120) furthermore comprises the point (110) and/or the high heel region (114) and/or
the overtoe region of the sock (100).
1. Chaussette, tricotée d'un seul tenant avec un fil de base (108) comprenant une fibre
naturelle et la chaussette comprenant au moins une zone (121) formée par un tricotage
vanisé (120), lequel comprend le fil de base (108) et au moins un fil de vanisage
(118), la zone vanisée (121) de la chaussette (100) formée par le tricotage vanisé
(120) comprenant la zone de talon (112) et/ou la zone de semelle (116) de la chaussette
et
le fil de vanisage (118) comprenant une fibre chimique et se situant sur le côté extérieur
du fil de base (108) tourné vers le côté extérieur de la chaussette,
caractérisée en ce que
le fil de vanisage (118) comprend une fibre chimique texturée.
2. Chaussette selon la revendication 1, caractérisée en ce que le fil de vanisage (118) comprend une fibre chimique synthétique.
3. Chaussette selon la revendication 2, caractérisée en ce que le fil de vanisage (118) comprend du polyamide, du polyester, du polyacryle et/ou
du polypropylène.
4. Chaussette selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que le fil de base (108) comprend du coton et/ou de la laine.
5. Chaussette selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que le fil de vanisage (118) présente un diamètre plus grand que le fil de base (108).
6. Chaussette selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que le tricotage vanisé (120) comprend un autre fil de vanisage qui se situe sur le côté
intérieur du fil de base (108).
7. Chaussette selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que la zone vanisée (121) de la chaussette (100) formée par le tricotage vanisé (120)
comprend en outre la zone de pointe (110) et/ou la zone de talon haut (114) et/ou
la zone supérieure aux orteils de la chaussette (100).