[0001] Die Erfindung betrifft einen Lenkflugkörper mit einer Flugkörpernase und einem in
der Flugkörpemase angeordneten Sucher.
[0002] Bei solchen allgemein bekannten Lenkflugkörpem dient der Sucher zum Auffassen eines
Ziels. Dies kann im Tragflug erfolgen, wobei der Lenkflugkörper an einem Trägerflugzeug
befestigt ist. Weiterhin wirkt der Sucher im Freiflug zusammen mit einem Lenksystem,
durch welches der Lenkflugkörper zum Ziel gelenkt wird. Dabei bewegt sich der Lenkflugkörper
relativ zu dem Ziel und der Sucher muss ständig dem Ziel nachgeführt werden. Zu diesem
Zweck kann der Sucher in dem Lenkflugkörper kardanisch gelagert sein.
[0003] Es hat sich gezeigt, dass bei solchen Lenkflugkörpern in vielen Fällen unerklärbare
Mängel in Form von Verschlechterung der Auffassleistung des Suchers im Tragflug oder
Verschlechterung der Erkennung der tatsächlichen Sichtlinie auftreten. In manchen
Fällen ist weiterhin die Lebensdauer des Lenkflugkörpers und seiner Komponenten ungewöhnlich
begrenzt.
[0004] Aus der US-A-4 309 005 ist ein Suchkopf für einen Lenkflugkörper bekannt, der einen
mit einem Spiegel verbundenen Rotor aufweist. Der rotierende Magnet des Rotors weist
eine zentrale Bohrung auf, in der die Spitze eines Drehstifts angeordnet ist. Das
Ende des Drehstifts ist stoßgedämpft in einem Kreiselrahmen gelagert. Dadurch wird
eine Übertragung von Vibrationen des Drehstifts auf den rotlerenden Magneten und umgekehrt
reduziert.
[0005] Die US-A-4 155 288 offenbart eine Klammeranordnung, die durch Festziehen in den Zwischenraum
zwischen einer an einem Trägerflugzeug befindlichen Halteschiene und einer an einem
Flugkörper befindlichen Haltevorrichtung hineingezwängt wird. Dadurch schwingt der
Flugkörper durch die nun starre Befestigung mit der Halteschiene bzw. mit dem Trägerflugzeug.
[0006] Die US-A-5 855 260 zeigt Schwingungsabsorber, die zwischen an der Innenseite einer
Raketenhülle zur Versteifung derselbigen angebrachten Längsstreben und Trägem, die
mit vibrationsempfindlichen Ausrüstungsgegenständen bestückt sind, angeordnet sind.
Die Schwingungsabsorber dienen dabei zum Schutz der auf den Trägem befindlichen Ausrüstungsgegenstände.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Wirkungsweise eines Lenkflugkörpers
der eingangs genannten Art zu verbessern.
[0008] Insbesondere liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die Auffassung eines Lenkflugkörpers
der eingangs genannten Art zu verbessern.
[0009] Weiterhin liegt der Erfindung insbesondere die Aufgabe zugrunde, bei einem Lenkflugkörper
der eingangs genannten Art das Erkennen der tatsächlichen Sichtlinie zu verbessern.
[0010] Schließlich liegt der Erfindung insbesondere die Aufgabe zugrunde, bei einem Lenkflugkörpers
der eingangs genannten Art die Lebensdauer des Lenkflugkörpers und seiner Komponenten
zu verlängern.
[0011] Erfindungsgemäß werden diese Aufgaben gelöst durch einen Lenkflugkörper mit einer
Flugkörpernase, einem In der Flugkörpemase angeordneten Sucher und mit zumindest einem
Schwingungstilger zum Verringern der mechanischen Schwingungen des Lenkflugkörpers
im Flug gelöst, wobei
a. der Schwingungstilger eine Masse, eine Federanordnung und ein Dämpfungssystem aufweist,
b. der Lenkflugkörper an einem Trägerflugzeug befestigbar ist und
c. der Schwingungstilger an dem Lenkflugkörper so angeordnet ist, dass er mit dem
Trägerflugzeug verbindbar ist.
[0012] Es wurde gefunden, dass die oben genannten Mängel auf mechanische Schwingungen zurückzuführen
sind, welche im Flug des Lenkflugkörpers auftreten. Aufgrund äußerer Anregungen wird
ein Lenkflugkörper im Tragflug an einem Trägerflugzeug wie auch im Freiflug zu Schwingungen
angeregt. Der in dem Flugkörper untergebrachte Sucher führt dadurch relativ zur Flugbahn
transversale Bewegungen durch.
[0013] Die Erfindung beruht also auf der Erkenntnis, dass viele bei einem Lenkflugkörper
auftretende Probleme durch solche unerwünschten mechanischen Schwingungen ausgelöst
werden und dass diese Probleme durch den Einsatz von schwingungsdämpfenden Mitteln
behoben werden können.
[0014] Dabei können die schwingungsdämpfenden Mittel zur Schwingungsdämpfung im Tragflug
und/oder zur Schwingungsdämpfung im Freiflug ausgelegt sein. Vorzugsweise weisen weitere
schwingungsdämpfende Mittel Komponenten auf, welche in dem Lenkflugkörper selbst angeordnet
sind. Dabei können solche Komponenten der schwingungsdämpfenden Mittel im Bereich
der Flugkörpernase des Lenkflugkörpers angeordnet sein. Dort ist ebenfalls der Sucher
angeordnet, so daß dann die durch die Schwingungen verursachten Nachteile bzgl. der
Auffaßleistung und der Sichtlinienerfassung des Suchers durch die Schwingungsdämpfung
sehr wirksam behoben werden können.
[0015] Viele Lenkflugkörper weisen einen Gasflaschen-Aufnahmeraum zur Aufnahme einer Gasflasche
auf. Solche Gasflaschen können Kühlgas für den Detektor des Suchers enthalten. Wenn
eine solche Gasflasche nicht benötigt wird, können Komponenten der schwingungsdämpfenden
Mittel in diesem Gasflaschen-Aufnahmeraum angeordnet werden, so daß einen zusätzlichen
Raum für solche Komponenten nicht geschaffen werden muß.
[0016] Auch wenn der Lenkflugkörper mit einer Gasflasche in dem Gasflaschen-Aufnahmeraum
ausgestattet ist, kann dieser Raum zur Aufnahme von Komponenten der schwingungsdämpfenden
Mittel dienen, beispielsweise indem die Gasflasche selbst eine schwingungsdämpfende
Komponente (z.B. die Masse eines Schwingungstilgers) der schwingungsdämpfenden Mittel
bildet und/oder indem schwingungsdämpfende Komponenten der schwingungsdämpfenden Mittel
im Inneren der Gasflasche vorgesehen sind.
[0017] Vorzugsweise enthalten die schwingungsdämpfenden Mittel einen oder mehreren Schwingungstilger.
Schwingungstilger sind in vielen Ausführungen durch andere Einsatzgebiete (z.B. zur
Verringerung von Gebäudeschwingungen) bekannt und können bei der vorliegenden Erfindung
in beliebiger bekannter Ausführung verwendet werden.
[0018] Ein Schwingungstilger enthält zumindest eine Masse und eine Federanordnung und kann
zusätzlich dazu ein Dämpfungssystem aufweisen. Die Eigenfrequenz des Schwingungstilgers
wird auf die Eigenfrequenz des Lenkflugkörpers so abgestimmt, daß der Schwingungstilger
die Schwingungen des Lenkflugkörpers reduziert, indem er bei bestimmten Frequenzen
gegenphasig zum Lenkflugkörper schwingt.
[0019] Die verwendete Federanordnung und das verwendete Dämpfungssystem kann durch jede
bzw. jedes beliebige bekannte Federanordnung bzw. Dämpfungssystem gebildet sein.
[0020] Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0021] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind nachstehend unter Bezugnahme auf die zugehörigen
Zeichnungen näher erläutert.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0022]
- Fig. 1
- ist eine schematische Darstellung und zeigt ein Schwingungsmodell eines Lenkflugkörpers,
bei welchem ein Schwingungstilger im Bereich der Flugkörpernase angebracht ist.
- Fig. 2
- zeigt ein Ausführungsbeispiel des Schwingungstilgers von Fig. 1 in einer ersten Seitenansicht.
- Fig. 3
- zeigt den Schwingungstilger von Fig. 2 in einer zweiten Seitenansicht.
- Fig. 4
- zeigt den Schwingungstilger von Fig. 2 in einer dritten Seitenansicht.
- Fig. 5
- zeigt den Schwingungstilger von Fig. 2 in Draufsicht.
- Fig. 6
- ist ein erstes Kurvendiagramm und zeigt Schwingungsamplituden verschiedener Teile
des Schwingungssystems von Fig. 1 in Abhängigkeit von der Anregungsfrequenz beim Weglassen
des Schwingungstilgers.
- Fig. 7
- ist ein zweites Kurvendiagramm und zeigt Schwingungsamplituden verschiedener Teile
des Schwingungssystems von Fig. 1 in Abhängigkeit von der Anregungsfrequenz bei ungedämpftem
Schwingungstilger.
- Fig. 8
- ist ein drittes Kurvendiagramm und zeigt Schwingungsamplituden verschiedener Teile
des Schwingungssystems von Fig. 1 in Abhängigkeit von der Anregungsfrequenz bei gedämpftem
Schwingungstilger.
- Fig. 9-11
- zeigen verschiedene Anwendungen von Schwingungstilgern beim Einsatz in einem Lenkflugkörper.
- Fig. 12
- zeigt eine mögliche Anordnung eines Schwingungstilgers in einem Trainingsflugkörper.
- Fig. 13
- zeigt eine mögliche Anordnung eines Schwingungstilgers bei einem an einem Launcher
befestigten Lenkflugkörper.
Bevorzugte Ausführungen der Erfindung
[0023] Fig. 1 zeigt ein Schwingungsmodell eines Lenkflugkörpers in Form eines an zwei Punkten
10 und 12 befestigten Balkens 14. Diese Befestigung simuliert die Fesselung des Lenkflugkörpers
am Trägerflugzeug im Tragflug.
[0024] An dem in Fig. 1 linken Bereich des Balkens ist ein Schwingungstilger 16 befestigt.
Diese Befestigung simuliert die Anordnung eines Schwingungstilgers im Bereich der
Flugkörpernase des Lenkflugkörpers. Der schematisch dargestellte Schwingungstilger
16 weist eine Tilgermasse 18, eine Federanordnung 20 und ein Dämpfungssystem 22 auf.
Mit einem Tilgerfuß 24 ist der Schwingungstilger 16 an dem Balken 14 befestigt.
[0025] In Fig. 2-5 ist ein Ausführungsbeispiel des Schwingungstilgers 16 von Fig. 1 dargestellt.
Entsprechende Teile sind in Fig. 2-5 mit den gleichen Bezugszeichen wie in Fig. 1
versehen. Die Tilgermasse 18 des Schwingungstilgers ist an einer Feder 20 befestigt,
welche wiederum an dem Balken 14 befestigt ist. Ein Reibdämpfer 22 ist ebenfalls an
dem Balken 14 befestigt und liegt mit Armen reibend an der Tilgermasse 18 an.
[0026] Es sei erwähnt, daß die Dämpfung des Schwingungstilgers 16 natürlich auch mit anderen
Dämpfungsarten als Reibdämpfung erzielt werden kann, beispielsweise mit einem viskosen
Dämpfungssystem, einem Wirbelstromdämpfungssystem oder einem Gummidämpfungssystem.
Ebenso kann die Federanordnung 20 von vielen verschiedenen Federanordnungen gebildet
sein, beispielsweise von Blattfederanordnungen, Gummifederanordnungen, Schraubenfederanordnungen
Tellerfederanordnungen oder Drehfederanordnungen.
[0027] In einer Versuchsreihe wurde der Balken 14 zur Schwingungen unterschiedlicher Frequenzen
angeregt und die Schwingungsamplitude des linken Endes 26 des Balkens 14 (entsprechend
der Flugkörpernase), des Tilgerfußes 24 und der Tilgermasse 18 gemessen. Entsprechend
realistischen Bedingungen für einen Lenkflugkörper wurde dabei das Massenverhältnis
Tilgermasse:Balken zu 1:174 gewählt. Die harmonische Anregung des Balkens 14 erfolgte
mit 100 m/s
2 in y-Richtung (s. Fig. 1). In Fig. 6-8 sind die gemessenen Schwingungsamplituden
über die Anregungsfrequenz aufgetragen. Bei den in Fig. 6 dargestellten Messungen
wurde keinen Schwingungstilger verwendet. Bei den in Fig. 7 dargestellten Messungen
wurde ein ungedämpfter (bzw. sehr gering gedämpfter) Schwingungstilger mit der Tilgermasse
0,5 kg und der Federrate 31000 N/m verwendet. Bei den in Fig. 8 dargestellten Messungen
wurde ein gedämpfter Schwingungstilger mit der Tilgermasse 0,5 kg, der Federrate 31000
N/m und der Dämpfung 25 Ns/m verwendet.
[0028] Die Kurven 32 und 38 zeigen die Schwingungsamplituden der Tilgermasse 18. Die Kurven
28, 34 und 40 zeigen die Schwingungsamplituden des linken Endes 26 des Balkens 14.
Die Kurven 30, 36 und 42 zeigen die Schwingungsamplituden des Tilgerfußes 24. In Fig.
6 erkennt man, daß die Resonanzfrequenz des Balkens 14 bei dieser Anregung bei ca.
42 Hz liegt. Ohne Verwendung eines Schwingungstilgers (Fig. 6) ist die Schwingungsamplitude
des linken Endes 26 des Balkens 14 (Kurve 28) ca. 4,2 cm und die Schwingungsamplitude
des Tilgerfußes 24 (Kurve 30) ca. 2,3 cm bei der Resonanzfrequenz. Bei Verwendung
des ungedämpften Schwingungstilgers (Fig. 7) liegen zwei benachbarten Resonanzfrequenzen
vor. Bei den Resonanzfrequenzen ist die Schwingungsamplitude des linken Endes 26 des
Balkens 14 (Kurve 34) ca. 2,1 cm, die Schwingungsamplitude des Tilgerfußes 24 (Kurve
36) ca. 1,1 cm und die Schwingungsamplitude der Tilgermasse (Kurve 32) über 5 cm.
Bei Verwendung des gedämpften Schwingungstilgers (Fig. 8) ist bei der Resonanzfrequenz
die Schwingungsamplitude des linken Endes 26 des Balkens 14 (Kurve 40) ca. 1,2 cm,
die Schwingungsamplitude des Tilgerfußes 24 (Kurve 42) ca. 0,6 cm und die Schwingungsamplitude
der Tilgermasse (Kurve 38) ca. 2,5 cm.
[0029] Ein Vergleich der Kurven 30, 34 und 40 zeigt, daß bereits der Einsatz des ungedämpften
Schwingungstilgers eine Verringerung der Schwingungsamplitude des linken Endes 26
des Balkens 14 auf ca. 50% des Wertes ohne Schwingungstilger bewirkt. Wird der Schwingungstilger
gedämpft (Fig. 8), reduziert sich die Schwingungsamplitude weiter auf weniger als
30% der ursprünglichen Schwingungsamplitude ohne Schwingungstilger.
[0030] Ein Vergleich der Kurven 32 und 38 zeigt weiterhin, daß sich die Schwingungsamplitude
der Tilgermasse 18 bei gedämpftem Schwingungstilger verringert. Im realen Einsatz
bedeutet dies, daß ein Einbau des Schwingungstilgers in einem engeren Raum möglich
ist.
[0031] Fig. 9-11 zeigen verschiedene Einbaumöglichkeiten von Schwingungstilgern in Lenkflugkörpern.
Von dem Lenkflugkörper ist dabei lediglich der dem Gasflaschen-Aufnahmeraum 44 enthaltende
Abschnitt 46 gezeigt.
[0032] Bei dem in Fig. 9 dargestellten Ausführungsbeispiel ist ein Schwingungstilger 48
im Inneren einer in dem Gasflaschen-Aufnahmeraum 44 angeordneten Gasflasche 50 angeordnet.
Der in Fig. 9 schematisch dargestellte Schwingungstilger 48 weist eine Tilgermasse
52 und ein erstes und ein zweites Feder-Dämpfer-System 54 bzw. 56 auf.
[0033] Bei dem in Fig. 10 dargestellten Ausführungsbeispiel wird ebenfalls ein eine Tilgermasse
52 und ein erstes und ein zweites Feder-Dämpfer-System 54 bzw. 56 aufweisender Schwingungstilger
48 verwendet. In diesem Ausführungsbeispiel ist der Schwingungstilger 48 direkt in
dem Gasflaschen-Aufnahmeraum 44 angeordnet, wobei keine Gasflasche vorhanden ist.
[0034] Bei dem in Fig. 11 dargestellten Ausführungsbeispiel wird die Gasflasche 50 selbst
als Tilgermasse verwendet. Neben der Gasflasche 50 ist ein erstes und ein zweites
Feder-Dämpfer-System 54 bzw. 56 angeordnet. Eine elastisch ausgebildete Gasflaschenhalterung
58 sorgt dafür, daß die Gasflasche 50 in dem Gasflaschen-Aufnahmeraum 44 nicht starr
befestigt ist, sondern schwingen kann.
[0035] In Fig. 12 ist der vordere Teil eines Trainingsflugkörpers 60 dargestellt. In der
Spitze befindet sich eine Suchereinheit 62. Hinter der Suchereinheit 62 weist der
Trainingsflugkörper 60 ein leeres Rohr auf, in welchem ein Schwingungstilger 48 angeordnet
ist, welcher ähnlich dem in Fig. 9 und 10 gezeigten Schwingungstilger 48 aufgebaut
ist. Die Fig. 12 soll eine günstige Einbaumöglichkeit in Trainingsflugkörpern zeigen.
[0036] In Fig. 13 ist der vordere Teil eines Lenkflugkörpers 66 sowie der vordere Teil eines
Trägerflugzeugs bzw. Launchers 68 gezeigt. Zwischen dem Lenkflugkörper 66 und dem
Launcher 68 ist ein Schwingungstilger 70 angeordnet. Die Fig. 13 soll eine mögliche
Anordnung eines Schwingungstilgers 70 im Tragflug zeigen.
1. Lenkflugkörper mit einer Flugkörpernase, einem in der Flugkörpemase angeordneten Sucher
und mit zumindest einem Schwingungstilger zum Verringern der mechanischen Schwingungen
des Lenkflugkörpers im Flug, wobei
a. der Schwingungstilger eine Masse, eine Federanordnung und ein Dämpfungssystem aufweist,
b. der Lenkflugkörper an einem Trägerflugzeug befestigbar ist und
c. der Schwingungstilger an dem Lenkflugkörper so angeordnet ist, dass er mit dem
Trägerflugzeug verbindbar ist.
2. Lenkflugkörper nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schwingungstilger mit einem Launcher des Trägerflugzeugs verbindbar ist.
3. Lenkflugkörper nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Federanordnung eine Blattfederanordnung, eine Gummifederanordnung, eine Schraubenfederanordnung,
eine Tollerfederanordnung und/oder eine Drehfederanordnung aufweist.
4. Lenkflugkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Dämpfungssystem ein Reibdämpfungssystem, ein viskoses Dämpfungssystem, ein Wirbelstromdämpfungssystem
und/oder ein Gummidämpfungssystem aufweist.
5. Lenkflugkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest ein weiterer Schwingungstilger vorgesehen ist, der in dem Lenkflugkörpers
angeordnet ist.
6. Lenkflugkörper nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der weitere Schwingungstilger im Bereich der Flugkörpemase angeordnet ist.
7. Lenkflugkörper nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Lenkflugkörper einen Gasflaschen-Aufnahmeraum aufweist und der weitere Schwingungstilger
in dem Gasflaschen-Aufnahmeraum angeordnet ist.
8. Lenkflugkörper nach einem der Ansprüche 5 - 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Lenkflugkörper eine Gasflasche aufweist und die Gasflasche die Masse des weiteren
Schwingungstilgers bildet.
9. Lenkflugkörper nach einem der Ansprüche 5 - 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Lenkflugkörper eine Gasflasche aufweist und der weitere Schwingungstilger im
Inneren der Gasflasche angeordnet ist.
10. Verwendung eines Schwingungstilgers, der an einem Lenkflugkörper und einem Trägerflugzeug
befestigt ist, zur Schwingungsreduzierung des Lenkflugkörpers.
1. Guided missile having a missile nose, a seeker which is arranged in the missile nose,
and having at least one oscillation damper for reducing the mechanical oscillations
of the guided missile in flight, in which case
a. the oscillation damper has a mass, a spring arrangement and a damping system,
b. the guided missile can be attached to a carrier aircraft, and
c. the oscillation damper is arranged on the guided missile such that it can be connected
to the carrier aircraft.
2. Guided missile according to Claim 1,
characterized
in that the oscillation damper can be connected to a launcher on the carrier aircraft.
3. Guided missile according to Claim 1 or 2,
characterized
in that the spring arrangement has a leaf-spring arrangement, a rubber-spring arrangement,
a helical-spring arrangement, a cup-spring arrangement and/or a rotary-spring arrangement.
4. Guided missile according to one of the preceding claims,
characterized
in that the damping system has a friction-damping system, a viscous damping system, an eddy-current
damping system and/or a rubber damping system.
5. Guided missile according to one of the preceding claims,
characterized
in that at least one further oscillation damper is provided, and is arranged in the guided
missile.
6. Guided missile according to Claim 5,
characterized
in that the further oscillation damper is arranged in the area of the missile nose.
7. Guided missile according to Claim 5 or 6,
characterized
in that the guided missile has a gas-cylinder accommodation area, and the further oscillation
damper is arranged in the gas-cylinder accommodation area.
8. Guided missile according to one of Claims 5-7,
characterized
in that the guided missile has a gas cylinder, and the gas cylinder forms the mass for the
further oscillation damper.
9. Guided missile according to one of Claims 5-8,
characterized
in that the guided missile has a gas cylinder, and the further oscillation damper is arranged
in the interior of the gas cylinder.
10. Use of a oscillation damper which is attached to a guided missile and to a carrier
aircraft, in order to reduce oscillations of the guided missile.
1. Missile guidé comprenant un nez de missile, un chercheur disposé dans le nez du missile
et au moins un amortisseur de vibrations destiné à réduire les vibrations mécaniques
du missile guidé en vol, dans lequel
a. l'amortisseur de vibrations présente une masse, une disposition de ressort et un
système d'atténuation,
b. le missile peut être fixé sur un avion porteur et
c. l'amortisseur de vibrations est disposé sur le missile guidé de façon à ce qu'il
puisse être raccordé à l'avion porteur.
2. Missile guidé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'amortisseur de vibrations peut être raccordé à un lanceur de l'avion porteur.
3. Missile guidé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la disposition de ressort présente une disposition de ressort à lames, une disposition
de ressort en caoutchouc, une disposition de ressort hélicoïdal, une disposition de
ressort à disque et/ou une disposition de ressort rotatif.
4. Missile guidé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le système d'atténuation présente un système d'atténuation par friction, un système
d'atténuation visqueux, un système d'atténuation par courant de Foucault et/ou un
système d'atténuation par caoutchouc.
5. Missile guidé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un autre amortisseur de vibrations est prévu qui est disposé dans le missile
guidé.
6. Missile guidé selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'autre amortisseur de vibrations est disposé dans la zone du nez du missile.
7. Missile guidé selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que le missile guidé présente un espace de logement pour une bouteille de gaz et l'autre
amortisseur de vibrations est disposé dans l'espace de logement pour bouteille de
gaz.
8. Missile guidé selon l'une quelconque des revendications 5 à 7, caractérisé en ce que le missile guidé présente une bouteille de gaz et la bouteille de gaz forme la masse
de l'autre amortisseur de vibrations.
9. Missile guidé selon l'une quelconque des revendications 5 à 8, caractérisé en ce que le missile guidé présente une bouteille de gaz et l'autre amortisseur de vibrations
est disposé à l'intérieur de la bouteille de gaz.
10. Utilisation d'un amortisseur de vibrations qui est fixé sur un missile guidé et sur
un avion porteur, afin de réduire les vibrations du missile guidé.