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(11) |
EP 1 470 894 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.07.2006 Patentblatt 2006/30 |
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Anmeldetag: 22.04.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Vorrichtung zum Konditionieren einer topfförmigen Schleifscheibe einer Schleifmaschine
Apparatus for dressing a cup-shaped grinding wheel
Dispositif pour le dressage d'une meule cupuliforme
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.10.2004 Patentblatt 2004/44 |
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Patentinhaber: Agathon AG Maschinenfabrik |
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4503 Solothurn (CH) |
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Erfinder: |
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- Pfluger, Dr. Walter H.
4515 Oberdorf (CH)
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Vertreter: BOVARD AG |
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Optingenstrasse 16 3000 Bern 25 3000 Bern 25 (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 909 611 DE-U- 29 707 235
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EP-A- 1 063 057 US-A- 5 833 520
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Schleifmaschine mit einer Vorrichtung
zum Konditionieren einer topfförmigen Schleifscheibe dieser Schleifmaschine zum Schleifen
von Werkstücken, bei welcher die topfförmige Schleifscheibe um eine Schleifscheibenachse
drehbar und antreibbar ist, die in einem an der Schleifmaschine angeordneten Schlitten
gehalten ist, und bei welcher die topfförmige Schleifscheibe zur Konditionierung in
Wirkverbindung mit an der Schleifmaschine angeordneten Werkzeugen bringbar ist. Derartige
Schleifmaschinen sind aus EP-A-909 611 A bekannt.
[0002] Derartige Schleifmaschinen werden insbesondere zum Schleifen von Wendeschneidplatten
verwendet. Hierbei wird angestrebt, dass die Schleifscheibe in einem möglichst optimalen
Zustand gehalten werden kann, damit die geforderte Effizienz, die Genauigkeiten und
die Qualität eingehalten werden können. Ein möglichst optimaler Zustand einer Schleifscheibe
ist dann erreicht, wenn sie eine maximale Schärfe aufweist, das heisst, dass der Kornüberstand
gegenüber dem Bindematerial, das die Körner bindet, so gross wie möglich ist, dass
sie rein ist, das heisst, dass die Zwischenräume zwischen Korn und Bindematerial möglichst
frei sind, und dass sie richtig profiliert ist, das heisst, dass sie von Zeit zu Zeit
neu profiliert werden muss. Unter Konditionieren einer Schleifscheibe versteht man
somit das Reinigen, Schärfen und Profilieren der Schleifscheibe.
[0003] Aus der EP-A-0 909 611 ist ein Verfahren bekannt, mittels welchem die Schärfe einer
metallgebundenen Schleifscheibe verbessert werden kann. Hierbei ist eine Elektrode
vorgesehen, die der Schleifscheibe gegenüberliegend angeordnet ist, getrennt durch
einen Spalt, in welchen Spalt ein elektrolytisches Kühlschmiermittel eingebracht wird.
Die Elektrode ist mit dem negativen Pol einer Stromquelle verbunden, während die Schleifscheibe
mit dem positiven Pol dieser Stromquelle verbunden ist. Durch den Spalt wird ein Strom
geleitet, der eine Auflösung der Metallbindung in Ionen bzw. eine Umwandlung der Metallbindung
in Hydroxide und Oxide zur Folge hat. Die Metallbindung wird elektrochemisch zurückgesetzt,
der Überstand der Schleifkörner wird erhöht, die Schleifscheibe wird so geschärft.
[0004] Mit diesem Verfahren kann somit eine metallgebundene Schleifscheibe geschärft werden,
eine Reinigung der Zwischenräume zwischen den Schleifkörnern ist dadurch aber nicht
gewährleistet. Zudem funktioniert dieses Verfahren nur bei metallgebundenen Schleifscheiben,
Schleifscheiben mit anderen nicht leitenden Bindungsmaterialien, wie beispielsweise
aus Kunstharz oder Keramik, können so nicht geschärft werden.
[0005] Es ist auch bekannt, dass derartige Schleifscheiben mit einer topfförmigen Scheibe
konditioniert werden. Je nach Härte, Korngrösse und Drehgeschwindigkeit dieser topfförmigen
Scheibe wird als Konditionierresultat eher ein Abrichten bzw. eher ein Reinigen erhalten,
es müssen demzufolge Kompromisse eingegangen werden, wodurch beispielsweise ein Schärfen
nicht in optimaler Weise erreicht werden kann. Eine derartige Einrichtung ist beispielsweise
im DE-U-297 07 235 dargestellt.
[0006] Aus der US-A 5 833 520 ist eine Einrichtung bekannt, mit welcher über eine Elektrode
eine Polierscheibe durch elektrochemische Behandlung geschärft wird. Zudem ist noch
eine Abrichteinrichtung zum Abrichten der Polierscheibe angebracht. Ein Abrichten
lässt sich damit aber nur ausführen, wenn die elektrochemische Schärfung ausgesetzt
ist. Zudem lassen sich nur metallgebundene Polierscheiben so behandeln.
[0007] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, eine Vorrichtung für eine
Schleifmaschine zu schaffen, mit welcher die Schleifscheibe in optimaler Weise konditioniert
werden kann, wobei mindestens Teile dieses Konditioniervorgangs aus Gründen der Effizienz
auch während des Schleifvorgangs durchgeführt werden können sollen.
[0008] Erfindungsgemäss erfolgt die Lösung dieser Aufgabe durch die Merkmalen des Anspruchs
1.
[0009] Mit der Verwendung von zwei Werkzeugen gleichzeitig lässt sich die Schleifscheibe
in optimaler Weise konditionieren.
[0010] In vorteilhafter Weise weist das erste Werkzeug die Form einer Topfscheibe auf, welche
auf eine im ersten Linearantrieb drehbar gelagerten Welle aufgesetzt ist, die parallel
zur Schleifscheibenachse ausgerichtet ist, und die ringförmige Stirnfläche der Topfscheibe
gegen die kreisringförmige Bearbeitungsfläche der Schleifscheibe gerichtet ist. Durch
die geeignete Wahl der Härte dieser Topfscheibe kann die Schleifscheibe in optimaler
Weise gereinigt, und geschärft oder profiliert werden.
[0011] Wenn die Schleifscheibe eine metallische Bindung aufweist, ist es vorteilhaft, das
zweite Werkzeug als Elektrode auszubilden, welche auf dem zweiten Linearantrieb aufgesetzt
ist, und die so ausgebildet ist, dass sie die kreisringförmige Bearbeitungsfläche
über einen Teil des Umfangs abdeckt, wobei die Elektrode und die Schleifscheibe jeweils
mit einer Stromquelle verbunden sind, und im Spalt zwischen Elektrode und Schleifscheibe
ein elektrolytisches Kühlschmiermittel vorhanden ist. Mit dieser Elektrode ist ein
optimales Schärfen der Schleifscheibe erreichbar.
[0012] In vorteilhafter Weise ist der zweite Linearantrieb mit einer drehbar gelagerten
Welle ausgestattet, die parallel zur Schleifscheibenachse ausgerichtet ist, auf dem
ein das Wellenende abdeckender Adapter anbringbar ist, in welchem die Elektrode befestigbar
ist. Dieser Adapter und die Elektrode können weggenommen werden, somit kann das auf
diesen zweiten Linearantrieb aufsetzbare zweite Werkzeug ebenfalls die Form einer
Topfscheibe aufweisen, deren ringförmige Stirnfläche gegen die kreisringförmige Bearbeitungsfläche
der Schleifscheibe gerichtet ist. Mit dieser Ausgestaltung der Erfindung kann zur
Konditionierung einer Schleifscheibe, die keine metallische Bindung aufweist, an Stelle
der Elektrode diese Topfscheibe eingesetzt werden, somit lassen sich sowohl metallgebundene
wie auch nicht metallgebundene Schleifscheiben durch den Einsatz der entsprechenden
Werkzeuge in optimaler Weise konditionieren.
[0013] Die beiden Topfscheiben ergänzen sich vorteilhaft, das heisst die härtere Topfscheibe
dient zum Profilieren, die weichere Topfscheibe zum Schärfen bzw. Inprozess-Reinigen
der Schleifscheibe.
[0014] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, dass die Wellen
des ersten Linearantriebs und des zweiten Linearantriebs über Antriebsmittel antreibbar
sind. Durch Änderung bzw. Anpassung der Umfangsgeschwindigkeit der Topfscheiben an
die Umfangsgeschwindigkeit der Schleifscheibe kann die Wirksamkeit der jeweiligen
Werkzeuge für das Konditionieren der Schleifscheibe optimiert werden.
[0015] In vorteilhafter Weise ist am Schleifmaschinenständer eine weitere Vorrichtung zum
Profilieren der Schleifscheibe angebracht, die mit einem Profilierwerkzeug ausgestattet
ist, welches zum Profilieren mit der Schleifscheibe in Kontakt bringbar ist. Die Zustellbewegung
erfolgt über die Schleifscheibenzustellung. Da ein Profilieren erst nach einer gewissen
Anzahl von Schleifvorgängen notwendig ist, und das Profilieren ein neuerliches Korrigieren
der Positionen zwischen Schleifscheibe und Werkstückhalter bzw. einem von diesem gehaltenen
Werkstück erfordert, ist es nicht sinnvoll, ein Profilieren während eines Schleifprozesses
durchzuführen. Demzufolge kann ohne weiteres der Profiliervorgang mit einer zusätzlichen
Profiliervorrichtung ausgeführt werden, es ergibt sich dadurch kein ins Gewicht fallender
zusätzlicher Zeitverlust.
[0016] Das erste Werkzeug und/oder das zweite Werkzeug kann während des Ablaufs eines Schleifvorgangs
zum Schleifen eines Werkstücks über den ersten Linearantrieb bzw. über den zweiten
Linearantrieb an die Schleifscheibe angestellt werden. Das Reinigen und gegebenenfalls
das Schärfen der Schleifscheibe kann somit während der Durchführung eines Schleifvorgangs
ausgeführt werden, es ergibt dadurch keinen Zeitverlust durch Verfahrwege.
[0017] Eine Ausführungsform der Erfindung wird nachfolgend anhand der beiliegenden Zeichnung
beispielhaft näher erläutert.
[0018] Es zeigt
Fig. 1 in räumlicher Darstellung eine Ansicht des Schlittens mit Schleifscheibe, Werkstückhalterung
und zusätzlicher Vorrichtung zum Abrichten;
Fig. 2 in räumlicher Darstellung die Anordnung des ersten Werkzeugs und des zweiten
Werkzeugs in Bezug auf die Schleifscheibe;
Fig. 3 eine Ansicht von vorn auf die Schleifscheibe mit dem ersten Werkzeug und dem
zweiten Werkzeug;
Fig. 4 eine Schnittdarstellung entlang Linie IV-IV durch die Einrichtung gemäss Fig.
3; und
Fig. 5 eine Schnittdarstellung entlang Linie V-V der Einrichtung gemäss Fig. 3.
[0019] Fig. 1 zeigt die topfförmige Schleifscheibe 1, die in einem Lagergehäuse 2 rotierend
gehalten ist, und die über einen Motor 3 antreibbar ist. Das Lagergehäuse ist in bekannter
Weise auf einer Schlittenanordnung 4 gehalten, durch welche die Schleifscheibe 1 in
bekannter Weise bezüglich des zu schleifenden Werkstücks in die richtige Position
verfahrbar ist. Dieses Werkstück ist in einer Werkstückhalteeinrichtung 5 eingespannt,
welche Werkstückhalteeinrichtung 5 in bekannter Weise die erforderlichen Freiheitsgrade
aufweist, damit das Werkstück in der gewünschten Art durch die Schleifscheibe 1 geschliffen
werden kann.
[0020] In der Schleifmaschine ist zusätzlich noch eine Abrichteinrichtung 6 angeordnet,
mit welcher die topfförmige Schleifscheibe 1 in bekannter Weise von Zeit zu Zeit profiliert
werden kann.
[0021] Am Lagergehäuse 2 sind ein erster Linearantrieb 7 und ein zweiter Linearantrieb 8
angebracht. Der erste Linearantrieb 7 und der zweite Linearantrieb 8 sind nebeneinander
angeordnet und parallel zur Schleifscheibenachse 18 ausgerichtet. Am ersten Linearantrieb
7 ist ein erstes Werkzeug 9 angebracht, während am zweiten Linearantrieb 8 ein zweites
Werkzeug 10 angeordnet ist. Das erste Werkzeug 9 und das zweite Werkzeug 10 sind über
den jeweiligen Linearantrieb 7 bzw. 8 in Schleifachsenrichtung gegen die kreisringförmige
Bearbeitungsfläche 11 der Schleifscheibe 1 hin anstellbar und von dieser abstellbar.
Mit diesem ersten Werkzeug 9 und dem zweiten Werkzeug 10 lässt sich die Schleifscheibe
1 konditionieren, wie nachfolgend noch beschrieben wird.
[0022] Insbesondere aus den Fig. 2 und 3 ist ersichtlich, dass das erste Werkzeug 9, das
am ersten Linearantrieb 7 angebracht ist, die Form einer Topfscheibe 14 aufweist.
Der erste Linearantrieb 7 und diese das erste Werkzeug 9 bildende Topfscheibe 14 sind
so angeordnet, dass die ringförmige Stirnfläche 12 der Topfscheibe 14 gegen die kreisringförmige
Bearbeitungsfläche 11 der Schleifscheibe 1 gerichtet ist. Diese Topfscheibe 14 ist
auf eine im ersten Linearantrieb 7 drehbar gelagerte Welle aufgesetzt, wie später
noch beschrieben wird, welche durch einen Hydraulikmotor 13 rotierend antreibbar ist.
Selbstverständlich könnte anstelle des Hydraulikmotors auch ein anderer Motor, beispielsweise
ein Elektromotor, eingesetzt werden.
[0023] Der zweite Linearantrieb 2 trägt ein zweites Werkzeug 10, das als Elektrode 15 ausgebildet
ist. Diese Elektrode 15, die beispielsweise aus Kupfer oder Graphit bestehen kann,
ist am vorderen Endbereich des zweiten Linearantriebs 8 befestigt, wie später noch
gesehen wird. Diese Elektrode 15 ist so mit dem zweiten Linearantrieb 8 verbunden
und weist eine solche Form auf, dass sie die kreisringförmige Bearbeitungsfläche 11
der Schleifscheibe 1 über einen bestimmten Winkel überdeckt, wie insbesondere aus
Fig. 3 ersichtlich ist. Die Elektrode 15 ist in bekannter Weise mit einer nicht dargestellten
Stromquelle verbunden und ist bezüglich des zweiten Linearantriebs 8 isoliert. Die
Schleifscheibe 1, die bei Verwendung einer Elektrode 15 als zweites Werkzeug 10 eine
metallische Bindung aufweist, ist ebenfalls in bekannter Weise mit der nicht dargestellten
Stromquelle verbunden und gegenüber dem Gehäuse 2 isoliert. In den Spalt zwischen
der Elektrode 15 und der kreisringförmigen Bearbeitungsfläche 11 der Schleifscheibe
1 wird in bekannter Weise ein elektrolytisches Kühlschmiermittel eingebracht, insbesondere
über in der Elektrode 15 angebrachte Bohrungen, während zur Kühlung der Werkstücke
das Kühlschmiermittel über Zuführleitungen 16 zugeleitet wird. Der Aufbau und die
Arbeitsweise einer derartigen Einrichtung ist beispielsweise in der EP-A-0 909 611
beschrieben.
[0024] Wie aus der Schnittdarstellung gemäss Fig. 5 ersichtlich ist, ist die Topfscheibe
14 auf einer im ersten Linearantrieb 7 gelagerten Welle 17 aufgesetzt. Diese Welle
17 ist über den Hydraulikmotor 13 rotierend antreibbar, mit vorgegebener Drehzahl.
Der erste Linearantrieb 7 ist CNC-gesteuert, die Topfscheibe 14 lässt sich dadurch
in Richtung der Schleifscheibenachse 18 gegen die kreisringförmige Bearbeitungsfläche
11 der Schleifscheibe 1 hin anstellen, bis sie in Kontakt miteinander kommen. Die
Körnung und die Härte der Topfscheibe 14 sind beispielsweise derart an die Eigenschaften
der Schleifscheibe 1 angepasst, dass die Zwischenräume zwischen den Schleifkörnern
der Schleifscheibe 1 durch den Abrieb der Topfscheibe 14 gereinigt werden. Dieses
Reinigen kann je nach Erfordernis während des Durchführens eines Schleifvorganges,
beispielsweise beim Schleifen einer Wendeschneidplatte, ausgeführt werden. Hierbei
ist die Drehzahl der Topfscheibe 14 an die Drehzahl der Schleifscheibe 1 bzw. deren
Umfangsgeschwindigkeit und den Eigenschaften der Schleifscheibe 1 angepasst. Dadurch
wird eine schnelle und gute Reinigung mit minimalem Schleifscheiben- und Topfscheibenverschleiss
erreicht.
[0025] Aus der Schnittdarstellung gemäss Fig. 4 ist ersichtlich, wie die Elektrode 15 auf
dem zweiten Linearantrieb 8 angebracht ist. Auch dieser zweite Linearantrieb 8 ist
mit einer Welle 19 ausgestattet, in gleicher Weise wie der erste Linearantrieb 7 (Fig.
5). Der Endbereich des zweiten Linearantriebs 8 ist mit einem Adapter 20 versehen,
der auch das vordere Ende der Welle 19 abdeckt. An diesem Adapter 20 ist die Elektrode
15 befestigt. Diese Elektrode 15 ist über den CNC-gesteuerten zweiten Linearantrieb
8 gegen die kreisringförmige Bearbeitungsfläche 11 der Schleifscheibe 1 anstellbar.
Hierbei bleibt zwischen der Elektrode 15 und der kreisringförmigen Bearbeitungsfläche
11 ein Spalt 21 bestehen. In diesen Spalt 21 wird das elektrolytische Kühlschmiermittel
wie bereits erwähnt über in der Elektrode 15 angebrachte Bohrungen eingebracht. Beim
Fliessen eines Stroms zwischen Elektrode 15 und Schleifscheibe 1 erfolgt die Auflösung
der Metallbindung der Schleifscheibe, mit welchen die Schleifkörner eingebunden sind,
der Kornüberstand wird dadurch vergrössert, die Schleifscheibe wird somit geschärft.
[0026] Dieser Schärfvorgang der Schleifscheibe lässt sich ohne weiteres und bei Bedarf während
eines Schleifvorgangs ausführen.
[0027] Beim vorgängig beschriebenen Ausführungsbeispiel wird somit die Schleifscheibe 1
mit der Topfscheibe 14 gereinigt, während sie mit der Elektrode 15 geschärft und mit
der externen Abrichteinrichtung 6 profiliert wird. Die Topfscheibe 14 kann auch so
ausgebildet sein und mit der entsprechenden Umfangsgeschwindigkeit an die Schleifscheibe
1 angestellt werden, dass sowohl ein Reinigen als auch ein Profilieren der Schleifscheibe
1 erreicht werden kann. Das Profilieren der Schleifscheibe mit der externen Abrichteinrichtung
6 entfällt dann, die Schleifmaschine könnte ohne derartige Abrichteinrichtung ausgebildet
sein.
[0028] Wie bereits erwähnt, lässt sich eine elektrolytische Schärfung nur bei Schleifscheiben
anwenden, welche eine metallische Bindung aufweisen. Zum Konditionieren einer Schleifscheibe
mit einer nicht metallischen Bindung können die Elektrode 15 und der Adapter 20 vom
zweiten Linearantrieb 8, dargestellt in Fig. 4, abgenommen werden. Danach kann auf
den zweiten Linearantrieb 8 in identischer Weise wie beim ersten Linearantrieb 7,
eine Topfscheibe aufgesetzt werden, die mit der Welle 19 verbunden wird. Diese Topfscheibe
und die Welle 19 können ebenfalls über einen entsprechend angebrachten Hydraulikmotor
in Rotation versetzt werden, das An- und Abstellen der Topfscheibe dieses zweiten
Linearantriebs 8 erfolgt dann in identischer Weise wie beim ersten Linearantrieb 7.
Die hier aufgesetzte und als zweites Werkzeug 10 dienende Topfscheibe soll die Schleifscheibe
1 profilieren, d.h. Körnung und Härte dieser Topfscheibe sind so gewählt, dass die
Körner der Schleifscheibe abgetragen werden können. Die als erstes Werkzeug 9 wirkende
Topfscheibe 14 ist dann so ausgebildet, dass mit dieser ein Schärfen und Reinigen
der Schleifscheibe 1 ausgeführt werden kann.
[0029] Ein Profilieren der Schleifscheibe 1 mit der Abrichteinrichtung 6 ist für diesen
Fall nicht mehr erforderlich, der Profiliervorgang kann demzufolge zeitoptimaler durchgeführt
werden. Auch hier könnte die Schleifmaschine ohne externe Abrichteinrichtung ausgebildet
sein.
[0030] Selbstverständlich ist die Schleifmaschine in bekannter Weise so ausgestaltet, dass
die durch die Konditionierung der Schleifscheibe notwendigen Korrekturen der Nullpunktlagen
aller Scheiben automatisch ausgeführt werden können.
[0031] Mit dieser erfindungsgemässen Vorrichtung lässt sich die Schleifscheibe je nach Ausführung
auch während der Durchführung von Schleifvorgängen in optimaler Weise konditionieren,
ein Unterbruch der aufeinander folgenden Schleifvorgänge kann mindestens eingeschränkt
werden, die Effizienz und die Schleifqualität werden dadurch erhöht.
1. Schleifmaschine mit einer Vorrichtung zum Konditionieren einer topfförmigen Schleifscheibe
(1) dieser Schleifmaschine zum Schleifen von Werkstücken, bei welcher die topfförmige
Schleifscheibe (1) um eine Schleifscheibenachse (18) drehbar und antreibbar ist, die
in einem an der Schleifmaschine angeordneten Schlitten (4) gehalten ist, und bei welcher
die topfförmige Schleifscheibe (1) zur Konditionierung in Wirkverbindung mit an der
Schleifmaschine angeordneten Werkzeugen (6, 9, 10) bringbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass am Schlitten (4) mindestens zwei parallel zur Schleifscheibenachse (18) ausgerichtete
Linearantriebe (7, 8) nebeneinander angeordnet sind, an deren Endbereichen jeweils
ein Werkzeug (9, 10) derart angebracht ist, dass dieses jeweils während des Schleifvorgangs
gegen die kreisringförmige Bearbeitungsfläche (11) der Schleifscheibe (1) hin anstellbar
und von dieser abstellbar ist, dass das erste Werkzeug (9), das am ersten Linearantrieb
(7) angebracht ist, ein Werkzeug zum Ausüben eines Teils des Konditionierens der kreisringförmigen
Bearbeitungsfläche (11) der Schleifscheibe (1) ist, und dass das zweite Werkzeug (10),
das am zweiten Linearantrieb (8) angebracht ist, ein Werkzeug zum Ausüben eines weiteren
Teils des Konditionierens der kreisringförmigen Bearbeitungsfläche (11) der Schleifscheibe
(1) ist.
2. Schleifmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Werkzeug (9) die Form einer Topfscheibe (14) aufweist, welche auf eine
im ersten Linearantrieb (7) drehbar gelagerten Welle (17) aufgesetzt ist, die parallel
zur Schleifscheibenachse (18) ausgerichtet ist, und die ringförmige Stirnfläche (12)
der Topfscheibe (14) gegen die kreisringförmige Bearbeitungsfläche (12) der Schleifscheibe
(1) gerichtet ist.
3. Schleifmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Werkzeug (10) eine Elektrode (15) ist, welche auf den zweiten Linearantrieb
(8) aufgesetzt ist, und die so ausgebildet ist, dass sie die kreisringförmige Bearbeitungsfläche
(11) über einen Teil des Umfangs abdeckt, dass die Elektrode (15) und die Schleifscheibe
(1) jeweils mit einer Stromquelle verbunden sind, und dass in den Spalt (21) zwischen
Elektrode (15) und Schleifscheibe (1) ein elektrolytisches Kühlschmiermittel einbringbar
ist.
4. Schleifmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Linearantrieb (8) mit einer drehbar gelagerten Welle (19) ausgestattet
ist, die parallel zur Schleifscheibenachse (18) ausgerichtet ist, und dass auf dem
zweiten Linearantrieb (8) ein das Wellenende abdeckender Adapter (20) anbringbar ist,
an welchen die Elektrode (15) befestigbar ist.
5. Schleifmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass bei abgenommenem Adapter (20) auf die drehbar gelagerte Welle (19) des zweiten Linearantriebs
(8) ein zweites Werkzeug (10) aufsetzbar ist, das die Form einer Topfscheibe aufweist,
dessen ringförmige Stirnfläche gegen die kreisringförmige Bearbeitungsfläche (11)
der Schleifscheibe (1) gerichtet ist.
6. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Wellen (17, 19) des ersten Linearantriebs (7) und des zweiten Linearantriebs
(8) über Antriebsmittel (13) antreibbar sind.
7. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die als erstes Werkzeug (9) zum Reinigen bzw. zum Reinigen und Schärfen der Schleifscheibe
(1) verwendete Topfscheibe (14) weicher ist als die als zweites Werkzeug (10) zum
Profilieren der Schleifscheibe (1) verwendete Topfscheibe.
8. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass an der Schleifmaschine eine weitere Vorrichtung (6) zum Abrichten der Schleifscheibe
(1) angebracht ist, die mit einem Abrichtwerkzeug ausgestattet ist, welches zum Profilieren
mit der Schleifscheibe (1) in Kontakt bringbar ist.
9. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Werkzeug (9) und/oder das zweite Werkzeug (10) während des Ablaufs eines
Schleifvorgangs zum Schleifen eines Werkstücks über den ersten Linearantrieb (7) bzw.
über den zweiten Linearantrieb (8) an die Schleifscheibe (1) anstellbar ist.
1. Grinding machine with a device for conditioning a cup-shaped grinding wheel (1) of
this grinding machine for grinding workpieces in which the cup-shaped grinding wheel
(1) is rotatable and drivable about a grinding wheel axis (18) which is held in a
carriage (4) disposed on the grinding machine, and in which the cup-shaped grinding
wheel (1) for conditioning is able to be brought into operational connection with
tools (6, 9, 10) disposed on the grinding wheel, characterised in that at least two linear drives (7, 8), aligned parallel to the grinding wheel axis (18),
are disposed next to one another on the carriage (4), at each of the end regions of
which linear drives a tool (9, 10) is disposed in such a way that this tool is able
to be respectively placed against, and removed from, the annular machining surface
(11) of the grinding wheel (1) during the grinding process, in that the first tool (9), which is attached to the first linear drive (7), is a tool for
carrying out a part of the conditioning of the annular machining surface (11) of the
grinding wheel (1), and in that the second tool (10), which is attached to the second linear drive (8), is a tool
for carrying out a further part of the conditioning of the annular machining surface
(11) of the grinding wheel (1).
2. Grinding machine according to claim 1, characterised in that the first tool (9) has the shape of a cup wheel (14), which is placed on a shaft
(17) rotatably borne in the first linear drive (7), which shaft is aligned parallel
to the grinding wheel axis (18), and the annular frontal area (12) of the cup wheel
(14) is toward against the annular machining surface (12) of the grinding wheel (1).
3. Grinding machine according to claim 1 or 2, characterised in that the second tool (10) is an electrode (15), which is placed on the second linear drive
(8), and which is designed such that it covers the annular machining surface (11)
over a portion of the circumference, in that the electrode (15) and the grinding wheel (1) are each connected to a power source,
and in that an electrolytic cooling lubricant is introducible in the gap (21) between electrode
(15) and grinding wheel (1).
4. Grinding machine according to claim 3, characterised in that the second linear drive (8) is equipped with a rotatably borne shaft (19), which
is aligned parallel to the grinding wheel axis (18), and in that an adapter (20), covering the shaft end, is installable on the second linear drive
(8), to which adapter the electrode (15) is attachable.
5. Grinding machine according to claim 4, characterised in that, with adapter (20) removed, a second tool (10) is placeable on the rotatably borne
shaft (19) of the second linear drive (8), which tool has the shape of a cup wheel
whose annular frontal area is directed toward the annular machining surface (11) of
the grinding wheel (1).
6. Grinding machine according to one of the claims 2 to 5, characterised in that the shafts (17, 19) of the first linear drive (7) and of the second linear drive
(8) are drivable via drive means (13).
7. Grinding machine according to one of the claims 2 to 6, characterised in that the cup wheel (14) used as the first tool (9) for cleaning, or respectively for cleaning
and sharpening the grinding wheel (1), is softer than the cup wheel used as the second
tool (10) for trueing the grinding wheel (1).
8. Grinding machine according to one of the claims 1 to 7, characterised in that a further device (6) for dressing the grinding wheel (1) is installed on the grinding
machine, which device is provided with a dresser that is able to be brought into contact
with the grinding wheel (1) for trueing.
9. Grinding machine according to one of the claims 1 to 8, characterised in that during the course of a grinding process for grinding a workpiece the first tool (9)
and/or the second tool (10) is able to be engaged on the grinding wheel (1) via the
first linear drive (7), or respectively via the second linear drive (8).
1. Meuleuse avec un dispositif pour le dressage d'une meule cupuliforme (1) de cette
meuleuse pour le meulage de pièces à usiner pour laquelle la meule cupuliforme (1)
peut être entraînée et rotative autour d'un axe de meule (18), qui est maintenu dans
un chariot (4) disposé sur la meuleuse, et pour laquelle la meule cupuliforme (1)
est amenée pour son dressage en liaison active avec des outils (6, 9, 10) disposés
sur la meuleuse, caractérisée en ce qu'au moins deux entraînements linéaires (7, 8) orientés parallèlement à l'axe de meule
(18) sont disposés l'un à côté de l'autre sur le chariot (4), entraînements sur les
zones d'extrémité desquels est disposé respectivement un outil (9, 10) de sorte que
celui-ci puisse être placé pendant l'opération de meulage contre la surface d'usinage
circulaire (11) de la meule (1) et peut être éloigné de cette dernière, en ce que le premier outil (9) qui est logé sur le premier entraînement linéaire (7), est un
outil pour exercer une partie du conditionnement de la surface d'usinage circulaire
(11) de la meule (1) et en ce que le second outil (10), qui est logé sur le second entraînement linéaire (8) est un
outil pour exercer une autre partie du dressage de la surface d'usinage circulaire
(11) de la meule (1).
2. Meuleuse selon la revendication 1, caractérisée en ce que le premier outil (9) est un disque cupuliforme (14) qui est placé sur un arbre (17)
logé en rotation dans le premier entraînement linéaire (7) qui est orienté parallèlement
à l'axe de meule (18), et la surface frontale annulaire (12) du disque cupuliforme
est orientée vers la surface d'usinage circulaire (12) de la meule (1).
3. Meuleuse selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le second outil (10) est une électrode (15) qui est placée sur le second entraînement
linéaire (8), et qui est conçu de manière à recouvrir la surface d'usinage circulaire
(11) sur une partie de la circonférence, en ce que l'électrode (15) et la meule (1) sont reliées respectivement à une source de courant
et en ce que dans l'entrefer (21) entre l'électrode (15) et la meule (1), il est possible d'introduire
un lubrifiant réfrigérant électrolytique.
4. Meuleuse selon la revendication 3, caractérisée en ce que le second entraînement linéaire (8) est muni d'un arbre (19) logé rotatif qui est
orienté parallèlement à l'axe de meule (18) et en ce que sur le second entraînement linéaire (8), il est possible de placer un adaptateur
(20) recouvrant l'extrémité d'arbre sur lequel peut être fixée l'électrode (15).
5. Meuleuse selon la revendication 4, caractérisée en ce qu'en position retirée de l'adaptateur (20) sur l'arbre (19) logé en rotation, du second
entraînement linéaire (8), un second outil (10) peut être placé lequel présente la
forme d'un disque cupuliforme dont la surface frontale circulaire est orientée en
direction de la surface d'usinage circulaire (11) de la meule (1).
6. Meule selon l'une des revendications 2 à 5, caractérisée en ce que les arbres (17, 18) du premier entraînement linéaire (7) et du second entraînement
linéaire (8) peuvent être entraînés par des moyens d'entraînement (13).
7. Meule selon l'une des revendications 2 à 6, caractérisée en ce que le disque cupuliforme (14) utilisé comme premier outil (9) pour le nettoyage, respectivement
le nettoyage et l'aiguisage de la meule (1) est plus tendre que le disque cupuliforme
utilisé comme second outil (1) pour le profilage de la meule (1).
8. Meule selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce qu'il est prévu sur la meuleuse un autre dispositif (6) pour le dressage de la meule
(1) qui est muni d'un outil de dressage amené en contact avec la meule (1) pour son
profilage.
9. Meule selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que le premier outil (9) et/ou le second outil (10) peuvent être amenés contre la meule
(1) par le premier entraînement linéaire (7) respectivement le second entraînement
linéaire (8) pendant le déroulement d'une opération de meulage d'une pièce à usiner.