[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Behandlungsliege zur Lagerung von
Patienten.
[0002] Solche Behandlungsliegen weisen grundsätzlich eine Liegeplatte für den Patienten
und eine die Liegeplatte auf einem Boden, etwa in einem Behandlungsraum, abstützende
Basis auf. Die Liegeplatte kann natürlich gepolstert sein, es muss sich also nicht
notwendigerweise um eine starre Platte im engeren Sinn handeln. Ferner kann die Liegeplatte
natürlich auch mehrteilig sein, etwa aus verschiedenen plattenartigen Elementen zusammengesetzt.
[0003] Solche Behandlungsliegen sind in einigen Fällen mehrfach verstellbar, um den Patienten
in eine geeignete Position bringen zu können. Die Erfindung geht dabei von einer in
zumindest zwei zueinander im Wesentlichen senkrechten Verstellrichtungen verstellbaren
Behandlungsliege aus.
[0004] In Betracht kommen dabei insb. Verstellmöglichkeiten entlang einer Längsrichtung
der Liegeplatte, entlang einer dazu quer verlaufenden horizontalen Richtung und schließlich
entlang einer vertikalen Richtung. Der Einfachheit halber werden die Richtungen im
Folgenden mit X, Y und Z bezeichnet, wobei Y für die Längsrichtung, X für die dazu
im Wesentlichen senkrechte horizontale Querrichtung und Z für Vertikale steht.
[0005] Die US 5,013,018 zeigt eine Behandlungsliege, die in verschiedener Weise verstellbar
ist und auf die sich der Oberbegriff des Anspruchs 1 bezieht. Insbesondere ist dort
eine Schwenkbewegung um eine zu der Längsrichtung senkrechte horizontale Achse und
eine Schwenkbewegung um eine vertikale Achse gezeigt. Das Dokument spricht davon,
dass die Schwenkachsen in der Nähe der Patientenmitte liegen sollten.
[0006] Die WO 01 72226 A zeigt ebenfalls eine in verschiedener Weise verstellbare Behandlungsliege.
Figur 2 zeigt dabei eine Höhenverstellung um eine horizontale Achse, die mit P bezeichnet
ist. Im Übrigen lässt sich die Liegeplatte der Behandlungsliege auch translatorisch
verstellen, und zwar in Längsrichtung.
[0007] Die US 2001/041885 zeigt eine schwenkende Verstellbewegung um eine vertikale Achse.
Ferner erwähnt das Dokument eine translatorische Verschiebung in den drei Raumachsen
(Absatz 24). Ferner zeigt Figur 3 A deutlich, dass die Drehachse für die Schwenkbewegung
näher am Kopfende der Behandlungsliege als am Fußende liegt. Der vorliegenden Erfindung
liegt das technische Problem zugrunde, eine entsprechende Behandlungsliege in ihren
Verstellmöglichkeiten zu verbessern.
[0008] Die Erfindung richtet sich auf eine Behandlungsliege zur Lagerung eines Patienten
mit einer Liegeplatte für den Patienten und einer Basis zur Abstützung der Liegeplatte
auf einem Boden, wobei die Liegeplatte gegenüber der Basis verstellbar ist, um die
Lageposition des Patienten einzustellen, und die Liegeplatte bei diesen Verstellungen
um eine erste Drehachse, die parallel zu einer zu der Längsrichtung senkrechten Richtung
liegt, schwenkbar ist, wobei die Schwenkbewegung einer vertikalen Verstellung eines
Endes der Liegeplatte entspricht, und um eine zweite Drehachse, die parallel zu einer
der zu der Längsrichtung senkrechten Richtung liegt, schwenkbar ist wobei die Schwenkbewegung
einer horizontalen und zu der Längsrichtung senkrechten Verstellung dieses Endes entspricht,
wobei die zweite Drehachse in Bezug auf die Längserstreckung der Liegeplatte außermittig
zum anderen Ende der Liegeplatte liegt, und zwar innerhalb 30% der Längserstreckung,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Drehachse in Bezug auf die Längserstreckung
der Liegeplatte etwa am anderen Ende liegt, und zwar innerhalb 10% der Längserstreckung.
[0009] Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass zumindest eine der genannten Verstellmöglichkeiten
durch einen Schwenkbewegungsmechanismus mit einer Drehachse gelöst sein soll. Dabei
soll die Drehachse senkrecht zu der Längsrichtung, der sogenannten "Y-Richtung", liegen,
so dass sich bei einer Schwenkbewegung um eine zur einer vertikalen "Z-Achse" parallele
Drehachse eine horizontale "X-Verstellung" und bei einer zu der horizontalen "X-Richtung"
parallelen Drehachse eine "Z-Verstellung" ergibt.
[0010] Es hat sich nämlich gezeigt, dass die konventionellen Linearführungen bei zwei, insb.
bei erfindungsgemäß bevorzugten drei Verstellachsen zu einem erheblichen technischen
Aufwand und damit relativ teuren Konstruktionen führen. I. d. R. werden für die X-
und die Z-Verstellrichtungen jeweils mehrere Antriebe eingesetzt. Demgegenüber lassen
sich die X-Verstellung und die Z-Verstellung relativ leicht durch eine Schwenkbewegung
um die genannten Achsen bewerkstelligen. Dabei können insbesondere Antriebe eingespart
werden, also im Fall einer Handverstellung entsprechende Antriebe mit Handbetätigung
oder anderenfalls Motorantriebe. Es ist sogar möglich, wenn auch nicht unbedingt notwendig,
nur einen einzigen Antrieb für die Schwenkbewegung um eine Drehachse vorzusehen. Bei
der Erfindung handelt es sich im Übrigen bzgl. aller Drehachsen jeweils vorzugsweise
um motorische Antriebe, jedoch sind auch Behandlungsliegen mit handangetriebenen Verstellmöglichkeiten
oder solche mit teils motorischen und teils handangetriebenen Verstellmöglichkeiten
inbegriffen.
[0011] Erfindungsgemäß sind sowohl die X-Verstellung als auch die Z-Verstellung über einen
Schwenkbewegungsmechanismus gelöst.
[0012] Die Positionierung der Drehachse für die Z-Verstellung (also der X-parallelen Drehachse)
erfolgt erfindungsgemäß im Bereich des Fußendes der Liegeplatte. Die Erfindung geht
ferner von eine Positionierung der Drehachse für die X-Verstellung (also der Z-parallelen
Drehachse) von der Liegenmitte aus auf der Seite des Fußendes, und zwar in Bezug auf
die Y-Längsrichtungaus. Damit werden bei der Verstellung bereits in der Körpermitte
und erst recht am Kopfende infolge einer Schwenkbewegung um die Drehachse erhebliche
Hubhöhen erreicht. Konkret bedeutet dies, dass die X-parallele Schwenkachse in Bezug
auf die Längserstreckung der Liegeplatte vom Fußende aus gesehen etwa innerhalb von
10% der Längserstreckung liegt, wobei die Bezugsgröße 100% der Gesamtlänge der Liegeplatte
ohne die im Folgenden noch näher erläuterte optionale Kopfstütze bedeutet.
[0013] In gleichem Sinn liegt die Z-parallele Schwenkachse erfindungsgemäß innerhalb 30%
der Längserstreckung vom Fußende aus gesehen, besonders bevorzugter Weise innerhalb
25% und im günstigsten Fall innerhalb 20%.
[0014] Der motorische Verstellantrieb für die Z-Verstellung kann bei einer bevorzugten Ausgestaltung
ein Motor, etwa ein Elektromotor, mit einem an einer Abtriebswelle vorgesehenen Kopplungsrad
und einem von dem Kopplungsrad angetriebenen Kopplungsband sein. Bei dem Kopplungsrad
und Kopplungsband kann es sich beispielsweise um eine Zahnrad/Zahnriemen- oder Zahnrad/Kettenkombination
handeln. Das Kopplungsband trägt einen Mitnehmer, der entweder den verstellbaren Teil
der Behandlungsliege mitnimmt oder mit dem während der Z-Verstellung nicht bewegten
Teil der Behandlungsliege gekoppelt ist. Im erstgenannten Fall ist der Motor in Bezug
auf den während der Z-Verstellung festen Teil der Behandlungsliege ortsfest, im zweitgenannten
Fall gegenüber dem von der Z-Verstellung erfassten Teil der Behandlungsliege ortsfest.
In dieser Weise kann die bogenförmige Verstellbewegung durch einen einfachen rotatorischen
Antrieb realisiert werden. Zur Veranschaulichung wird auf das Ausführungsbeispiel
verwiesen.
[0015] Eine bevorzugte Ausgestaltung des X-Verstellantriebs kann ein an sich konventioneller
Lineartrieb, etwa ein Spindelhubtrieb oder Zahnstangentrieb, sein, der an seinen beiden
Enden, d. h. an einem bzgl. der Linearbewegung ortsfesten und einem durch die Linearbewegung
bewegten Ende, gelenkig montiert ist. Durch die gelenkige Montage kann der an sich
linear arbeitende Lineartrieb bei der eigentlich bogenförmigen Schwenkbewegung um
die erfindungsgemäße Drehachse verwendet werden.
[0016] Vorzugsweise weist die Behandlungsliege eine Kopfstütze zur Lagerung des Patientenkopfes
auf, die gegenüber der Liegeplatte verstellbar ist. Diese Verstellbarkeit kann zusätzlich
zu der bereits beschriebenen Verstellbarkeit der Liegeplatte bei Behandlungen am Kopf
von Interesse sein. Im Rahmen dieser Erfindung interessiert jedoch besonders eine
Kopfstütze, welche in einer im Wesentlichen vertikalen Z-Richtung gegenüber der Liegeplatte
verstellbar ist, bei der ein Antrieb für die Z-Verstellung der Kopfstütze in der Kopfstütze
eingebaut ist und die Kopfstütze zusammen mit dem Antrieb als Modul von der Behandlungsliege
abnehmbar ist.
[0017] Die Erfindung geht hier also davon aus, dass eine verstellbare Kopfstütze vorliegt.
Der Antrieb dieser Kopfstütze, ob es sich nun um einen Handantrieb, etwa über eine
Handkurbel oder ein Verstellrad, oder um einen Motor, insb. Elektromotor, handelt,
soll Teil der Kopfstütze sein. Dies bedeutet, dass die Kopfstütze als eigenständige
Baueinheit an der Behandlungsliege montiert und abnehmbar ist, ohne dass dabei der
Antrieb selbst von der Kopfstütze getrennt werden müsste. Der Antrieb soll also allenfalls
über Signalleitungen oder Versorgungsleitungen mit der übrigen Behandlungsliege gekoppelt
sein, etwa weil er gemeinsam mit dortigen Motoren versorgt wird oder von einer gemeinsamen
Steuerung angesteuert wird. Die Verbindung zwischen der Kopfstütze und der Behandlungsliege
beschränkt sich also auf statische lösbare Befestigungen und Leitungen.
[0018] Der Stand der Technik hat stattdessen den Antrieb in der Behandlungsliege verbaut,
und zwar beispielsweise als Elektromotor, der über ein Spindelgetriebe eine Schubstange
antreibt, die die Verstellbewegung auf die Kopfstütze überträgt. Dies hat den Nachteil,
dass bei der Herstellung kein separat vormontiertes Kopfstützenmodul eingesetzt werden
kann, das lediglich durch einige Befestigungsschrauben oder Ähnliches mit der Behandlungsliege
verbunden werden muss. Ferner kann man mit der erfindungsgemäßen Lösung auch bei der
Wartung oder Nachrüstung einer Behandlungsliege Vorteile erzielen, indem sich die
Kopfstütze als komplette Funktionseinheit abnehmen lässt und wegen Reparaturbedürftigkeit
oder Aktualisierungs-oder Umbauwunsch gegen eine andere Kopfstütze austauschen lässt.
[0019] Vorzugsweise ist die vertikale Z-Verstellbarkeit der Kopfstütze durch eine Schwenkbewegung
realisiert, zu der nur ein einziger Antrieb erforderlich ist. Insb. kann dabei die
im Wesentlichen senkrecht zu der vertikalen Z-Richtung und ferner im Wesentlichen
senkrecht zu der Längserstreckung der Behandlungsliege verlaufende Schwenkachse auf
der der Behandlungsliege zugewandten Seite oder in Gelenkpunkten an der Behandlungsliege
vorgesehen sein.
[0020] Bevorzugt ist ferner ein Zahnstangenantrieb, und zwar insb. in Verbindung mit der
geschilderten Schwenkbewegung. Zur Illustration wird auf das Ausführungsbeispiel verwiesen.
Ein Zahnstangenantrieb ist i. d. R. einfacher und unproblematischer als beispielsweise
ein angetriebenes Spindelgetriebe oder ein Linearmotor. Vorzugsweise verfügt der Zahnstangenantrieb
über eine Führung für die Zahnstange selbst, die ihrerseits drehbar ist, um die Verkippung
der Zahnstange während der Schwenkbewegung der Kopfstütze auszugleichen. Die Zahnstange
ist ferner vorzugsweise hohl und kann dann dazu dienen, in geschützter Weise Leitungen
zwischen der Kopfstütze und der Behandlungsliege zu führen.
[0021] Grundsätzlich sind bei dieser Erfindung motorische Antriebe der Z-Verstellung der
Kopfstütze bevorzugt. Dies gilt insb. für elektromotorische Antriebe. Bei einer weiteren
bevorzugten Ausgestaltung werden diese in einer auf Verstellbewegungen der Behandlungsliege
abgestimmten Weise angesteuert, so dass insb. ein automatischer Neigungsausgleich
der Kopfstütze erfolgen kann, wenn die Behandlungsliege bzw. deren Liegeplatte gekippt
wird. Diese Kippbewegung der Liegeplatte kann u.a. dadurch auftreten, dass eine vertikale
Z-Verstellung der Liegeplatte durch eine Schwenkbewegung derselben erfolgt und die
zugehörige Schwenkachse von der Kopfstütze entfernt liegt. Der automatische Neigungsausgleich
ermöglicht dann eine Konstanthaltung der Winkelorientierung der Kopfstütze, d.h. beispielsweise
eine durchweg waagrechte Lage der Kopfstütze. Von besonderem Vorteil ist dies bei
Behandlungen des Kopfes des Patienten.
[0022] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform verfügt die Kopfstütze ferner über
eine X-Verstellung gegenüber der Liegeplatte, und zwar vorzugsweise ebenfalls durch
eine Schwenkbewegung um eine nun parallel zu der Z-Richtung liegende Drehachse. Auch
diese Verstellung erfolgt vorzugsweise motorisch. Auch hier ist es bevorzugt, dass
die X-Verstellung in einer (mechanisch oder motorisch) auf eine X-Verstellung der
Liegeplatte angepassten Weise erfolgen kann, um bei Schwenk-X-Verstellungen der Liegeplatte
einen entsprechenden Winkelausgleich in der Kopfstütze zu erhalten. Dann kann nämlich
der Patientenkopf in X-Richtung verschoben werden, ohne dass dabei im Bereich des
auf der Kopfstütze liegenden Patientenkopfes ein Winkelfehler auftritt. Allerdings
sind die auftretenden Winkelfehler, wenn auf diese Option verzichtet wird, auch nicht
so groß, dass dies bei allen Anwendungsfällen zu einem Problem führen müsste.
[0023] Für die technische Ausführung der X-Verstellung der Kopfstütze durch eine Schwenkbewegung
gelten sinngemäß die Ausführungen zu der Z-Verstellung.
[0024] Wenn eine erfindungsgemäß modulartig an der Behandlungsliege montierte Kopfstütze
verstellt wird, kann es zu einer Klemmgefahr kommen. Dies gilt insb. für ein Hochschwenken
des distalen Endes der Kopfstütze relativ zur Behandlungsliege, wobei die obere Liegefläche
der Kopfstütze auf die Behandlungsliege zu bewegt wird. Die Erfindung sieht hierbei
vor, ausreichende Abstände zu belassen, so dass insb. das Behandlungspersonal keiner
Klemmgefahr unterliegt. Da andererseits für den Patienten eine zumindest im Wesentlichen
durchgehende Liegefläche geschaffen werden soll, ist es bevorzugt, ein ohnehin günstiges
Polster auf der Kopfstütze über deren feste Teile hinaus zu verlängern, so dass solche
Sicherheitszwischenräume abgedeckt werden. Als zusätzliche Maßnahme kann vorgesehen
sein, das Polster auf der Kopfstütze lediglich über einen Klettverschluss und möglicherweise
weitere durch direktes Abziehen lösbare Befestigungsmittel, etwa Zentrierstifte o.
Ä, zu halten. Sollte von dem Polster eine Klemmwirkung ausgehen, so kann sich dieses
leicht von dem Klettverschluss und den möglichen anderen Befestigungsmitteln lösen,
womit größere Klemmkräfte vermieden werden können.
[0025] Es wurde bereits ausgeführt, dass bei der Erfindung die Z-Verstellung und die X-Verstellung
über die geschilderten Schwenkbewegungen erfolgen. Andererseits ist es erfindungsgemäß
bevorzugt, die Y-Verstellung, also die Verstellung in der Längsrichtung, weiterhin
in an sich bekannter Weise über eine Linearführung vorzunehmen. Da die Y-Verstellung
nicht gravitationsparallel erfolgt, kann es hier ausreichen, einen einzigen Lineartrieb,
etwa einen Spindeltrieb, zu verwenden, und die Liegeplatte im Übrigen in Y-Richtung
verschieblich zu lagern. Bei der Erfindung ist im Übrigen bevorzugt, dass die Y-Verstellbewegung
gegenüber der ortsfesten Basis erfolgt und weiterhin bevorzugt, dass die X-Verstellung
den Z-Verstellungsmechanismus "mitnimmt", also gewissermaßen zwischen die Y-Verstellung
und die Z-Verstellung zwischengeschaltet ist. Dadurch kann auch die X-Verstellung
von Gravitationseinflüssen freibleiben und kann sich die Z-Verstellung auf die Bewegung
vergleichsweise kleinerer Bestandteile der gesamten Behandlungsliege beschränken.
[0026] Die Behandlungsliege kann einen Stützfuß aufweisen, der bei der X-Verstellung mitgenommen
wird und an einem bzgl. der X-Verstellung drehachsenfernen Teil der Behandlungsliege
montiert ist, vorzugsweise in der Nähe des Schulter- oder Kopfbereichs des Patienten.
Dadurch kann bei einem Ausfahren der X-Bewegung infolge des Stützfußes eine verbesserte
Gesamtstabilität erreicht werden.
[0027] Ein bevorzugter Anwendungsbereich für die erfindungsgemäße Behandlungsliege liegt
in Bestandteilen medizinischer Geräte zur Behandlung des Kopfes und insbesondere des
Auges. Ferner bezieht sich die Erfindung vorzugsweise auf Geräte zur Behandlung des
menschlichen Körpers, kann jedoch auch bei Behandlungsliegen für Tiere eingesetzt
werden. Ein besonders bevorzugter Bereich ist die Laserchirurgie am menschlichen Auge,
bei der durch die erfindungsgemäße Behandlungsliege das behandelte Auge in die richtige
Position für den laserchirurgischen Eingriff gebracht werden kann.
[0028] Schließlich bezieht sich die Erfindung auch auf ein Verfahren zur Lagerung eines
Patienten unter Verwendung der beschriebenen Behandlungsliege. Die vorstehende und
die nachfolgende Beschreibung der Behandlungsliege in ihren vorrichtungsmäßigen Einzelheiten
sind gleichzeitig als Offenbarung des genannten Verfahrens zu verstehen.
[0029] Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel für die Erfindung in weiteren Einzelheiten
beschrieben, wobei die offenbarten Einzelmerkmale auch in anderen Kombinationen erfindungswesentlich
sein können.
- Fig. 1
- zeigt eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Behandlungsliege.
- Fig. 2
- zeigt die Behandlungsliege aus Fig. 1 mit veränderten Verstellpositionen.
- Fig. 3
- zeigt eine Draufsicht auf die Behandlungsliege aus den Fig. 1 und 2.
- Fig. 4
- zeigt eine Draufsicht entsprechend Fig. 3 mit verschiedenen Verstellpositionen.
- Fig. 5
- zeigt eine Schnittdarstellung durch eine Kopfstütze der Behandlungsliege gemäß den
Fig. 1 - 4.
- Fig. 6
- zeigt eine Fig. 5 entsprechende Darstellung eines anderen Ausführungsbeispiels für
die Kopfstütze.
- Fig. 7
- zeigt die Kopfstütze aus Fig. 6 in Explosionsdarstellung.
- Fig. 8
- zeigt die Kopfstütze aus Fig. 5 in Explosionsdarstellung.
- Fig. 9
- zeigt die Kopfstütze aus den Fig. 6 und 7 in Seitenansicht mit zwei verschiedenen
Verstellpositionen.
- Fig. 10
- zeigt eine perspektivische Ansicht der Kopfstütze aus den Fig. 6 - 8.
- Fig. 11
- zeigt eine schematisierte Draufsicht auf ein weiteres Ausführungsbeispiel für eine
erfindungsgemäße Behandlungsliege mit einer X-verstellbaren Kopfstütze.
- Fig. 12
- zeigt eine schematisierte perspektivische Ansicht noch eines weiteren Ausführungsbeispiels
für eine erfindungsgemäße Behandlungsliege mit einem Stützfuß.
[0030] Fig. 1 zeigt die Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Behandlungsliege, wobei einige
interessierende technische Einzelheiten dargestellt sind, die bei geschlossenem Gehäuse
von außen nicht zu erkennen wären. In Fig. 1 ist mit 1 eine Liegeplatte bezeichnet,
auf der eine Matratze 2 liegt und an deren rechten Ende an einem vertikalen Abschluss
der Liegeplatte 1 eine Kopfstütze 3 montiert ist.
[0031] Die Liegeplatte 1 ist in noch näher darzustellender Weise auf einer Basis 4 angebracht,
die über Verstellfüße 5 auf einem Boden 6 ruht.
[0032] In der Basis 4 ist ortsfest ein Lineartrieb mit einem Elektromotor 7 und einer von
diesem angetriebenen Spindelhubstange 8 angebracht. Die Spindelhubstange 8 ist an
einer Konsole 9 montiert, über die der Elektromotor 7 und die Spindelhubstange 8 eine
erste Zwischenplatte 10 bewegen können. Die erste Zwischenplatte 10 ist über an einer
Schiene 11 laufende Linearführungen 12 in in Fig. 1 horizontaler Richtung und damit
in der Längsrichtung der Liegeplatte 1 verschieblich gelagert. Diese Richtung entspricht
also der Y-Richtung.
[0033] Die erste Zwischenplatte 10 trägt bei etwa 17%-18% der Längserstreckung auf Seite
des Fußendes (Zeichnung nicht maßstäblich) eine Lagerung 13 mit in Fig. 1 vertikaler
Drehachse. Über diese Lagerung 13 ist eine zweite Zwischenplatte 14 gegenüber der
ersten Zwischenplatte 10 um die vertikale Achse durch das Lager 13 drehbar gehalten.
Dabei wird die zweite Zwischenplatte 14 über eine mit 15 bezeichnete Rolle auf einer
Lauffläche 16 der ersten Zwischenplatte 10 abgestützt und ist andererseits mit einem
Mitnehmer 17 verbunden, der über einen im Folgenden noch näher beschriebenen Zahnriemen
angetrieben wird. Der Zahnriemen läuft in einem in Fig. 1 mit 18 bezeichneten Gehäuse.
Damit kann die zweite Zwischenplatte 14 um die durch das Lager 13 laufende vertikale
Achse verschwenkt werden, was in den in Y-Richtung von dem Lager 13 beabstandeten
Bereichen, also insbesondere im Bereich der Kopfstütze 3, einer Verstellung in einer
auf der Zeichenebene senkrechten Richtung, nämlich der X-Richtung, entspricht.
[0034] An der zweiten Zwischenplatte 14 ist im Fußbereich (etwa bei 7%-8% der Längserstreckung,
Zeichnung nicht maßstäblich) ein Drehlager 19 vorgesehen, an dem die Liegeplatte 1
angelenkt ist. Im Kopfbereich ist die Liegeplatte 1 gelenkig mit einer Spindelhubstange
20 verbunden, die von einem Elektromotor 21 linear angetrieben ist, der wiederum gelenkig
an einer Montageplattform der zweiten Zwischenplatte 14 angebracht ist.
[0035] Fig. 2 zeigt die Seitenansicht gemäß Fig. 1 mit einigen Abweichungen bzgl. der Verstellpositionen.
Der Vergleich der Fig. 1 und 2 zeigt zum einen, dass durch Ausfahren der Spindelhubstange
20 aus dem Elektromotor 21 die Liegeplatte 1 um die Drehachse 19 geschwenkt und damit
im Kopfbereich in vertikaler Richtung, also in der Z-Richtung, angehoben werden kann.
[0036] Ferner zeigt der Vergleich der Fig. 1 und 2, dass durch Bewegen der Spindelhubstange
8, hier Einziehen in den Elektromotor 7, die erste Zwischenplatte 10 und damit auch
die zweite Zwischenplatte 14 und die Liegeplatte 1 in Y-Richtung bewegt werden können.
[0037] Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf die Behandlungsliege aus den Fig. 1 und 2, wobei
insbesondere der Mechanismus zum Antrieb des Mitnehmers 17 näher dargestellt ist.
Ein Elektromotor 22 mit in Z-Richtung liegender Drehachse treibt einen Zahnriemen
23 an, der über vier Umlenkrollen 24 geführt ist und an dem Mitnehmer 17 befestigt
ist. Eine Drehung der Abtriebswelle des Elektromotors 22 bewegt also den Mitnehmer
17 in X-Richtung und bewegt damit die zweite Zwischenplatte 14 relativ zu der ersten
Zwischenplatte 10 in X-Richtung. Diese Bewegung ist in Fig. 4 veranschaulicht, wobei
in durchgezogenen Linien eine mit dem Kopfende nach gemäß Fig. 4 unten erfolgte Verstellung
in X-Richtung und in gestrichelten Linien eine in entgegen gesetzter Richtung erfolgte
X-Verstellung eingezeichnet ist. Der Übersichtlichkeit halber sind in Fig. 4 die Bezugszeichen
weggelassen. Die Drehung erfolgt um die Achse durch das Lager 13. Die Rolle 15, die
in Bezug zur X-Richtung etwa mittig unter der zweiten Zwischenplatte 14 liegt, bleibt
innerhalb des in Fig. 4 dargestellten Verstellbereichs auf der über die gesamte X-Breite
der ersten Zwischenplatte 10 durchgehenden Laufschiene 16.
[0038] Die Figuren zeigen ferner, dass die Kopfstütze 3 über zwei Hebel 25 gelenkig an der
Liegeplatte 1 angebracht ist. Fig. 1 und Fig. 2 zeigen ferner, dass in Z-Richtung
unter den Hebeln 25 eine weitere Spindelhubstange 26 mit einem Elektromotor 27 vorgesehen
ist. Der Elektromotor 27 ist gelenkig an der Kopfstütze 3 angebracht. Ferner ist die
Spindelhubstange 26 gelenkig an der Liegeplatte 1 angebracht. Der Vergleich der Fig.
1 und 2 zeigt, dass durch Ein- und Ausfahren der Spindelhubstange 26 in und aus dem
Motor 27 eine Kippbewegung der Kopfstütze 3 um die Gelenkachse des Hebels 25 an der
Liegeplatte 1 erfolgt, mit der sich insbesondere ein automatischer Neigungsausgleich
bei Z-Verstellung der Liegeplatte 1 bewerkstelligen lässt. Dieser Neigungsausgleich
ist in Fig. 2 deutlich erkennbar. Darüber hinaus kann die Kopfstütze 3 natürlich auch
in anderer Weise verkippt werden, wenn dies gewünscht ist. Der automatische Neigungsausgleich
erfolgt durch entsprechende Abstimmung der Ansteuerung des Motors 27 auf die Ansteuerung
des Motors 21.
[0039] Fig. 5 zeigt die Kopfstütze der Behandlungsliege in Einzelheiten, und zwar in Schnittdarstellung
gesehen in X-Richtung.
[0040] Die Kopfstütze 3 weist eine Halteplatte 28 auf, deren genauer Aufbau aus den folgenden
Figuren noch deutlicher wird und die über Befestigungsschrauben 29 an der Behandlungsliege
selbst befestigt werden kann. Die Halteplatte 28 ist bereits in den Fig. 1 - 4 symbolisch
dargestellt, jedoch nicht beziffert.
[0041] Die Befestigungsschrauben greifen in eine Metallplatte 30 mit entsprechenden Gewinden,
um die im Übrigen aus Kunststoff gefertigte Halteplatte 28 zu entlasten. Sie halten
ferner in der Halteplatte 28 einen Gelenkkasten 31, in dem die bereits anhand der
Fig. 1 - 4 erwähnte und dort dargestellte Zahnstange 26 angelenkt ist.
[0042] Wie die folgenden Figuren noch näher darstellen, ist an der Halteplatte 28 über zwei
über bzw. unter der Zeichenebene liegende Gelenkkästen mit entsprechenden Kipphebeln
die eigentliche Kopfschale 32 der Kopfstütze 3 angelenkt. Diese Kopfschale 32 besteht
aus einem anatomisch geformten oberen Teil 33 und einem darunter angesetzten Gehäuseteil
34, in den die bereits erwähnte Zahnstange 26 hineinragt. In dem Gehäuseteil 34 ist
ein unter der Zeichenebene angeordneter Elektromotor 27, der schon in Fig. 1 dargestellt
ist, mit einem in Fig. 5 gut erkennbaren Abtriebsritzel eingebaut. Ferner ist eine
Führung 35 vorgesehen, die die Zahnstange 26 hält und führt, in der diese jedoch verschieblich
ist. Die Führung 35 kann um die Achse des Abtriebsritzels des Elektromotors 27 verschwenkt
werden und somit bei der Bewegung der Kopfstütze 3 einer Schwenkbewegung der Zahnstange
26 um die gelenkige Befestigung in dem Gelenkkasten 31 folgen.
[0043] Die Kopfauflage 33 besteht im Wesentlichen aus einem weichen Schaumstoffpolster 36,
das über einen Klettverschluss 37 an einer oberen Platte des Gehäuseteils 34 angebracht
ist. Um ein Einsetzen dieses Polsters 36 zu erleichtern, können zusätzlich hier nicht
dargestellte Zentrierstifte vorgesehen sein.
[0044] Diese Platte ist, wie Fig. 5 zeigt in der waagrechten Position der Kopfauflage 33
etwas von der Halteplatte 28 beabstandet, ragt also in der der Halteplatte 28 zugewandten
Richtung nicht weit über den übrigen Gehäuseteil 34 hinaus. Daher entsteht an dieser
Stelle ein Schlitz zwischen dem Gehäuseteil 34 und der Halteplatte 28, der von dem
Polster 36 überragt wird. Eine Klemmgefahr ist nicht gegeben, weil dieser Schlitz
so groß bemessen ist, dass Bedienungspersonen ihre Finger nicht leicht einklemmen
können. Ferner kann das Polster 36, das sich bei einer Abwärtsbewegung durchaus stärker
an die Halteplatte 28 annähern kann als in Fig. 5 gezeichnet, nach oben ausweichen.
Dies folgt zum einen aus einer gewissen Verformbarkeit und ist zum anderen ein Vorteil
der Klettverschlussbefestigung 37.
[0045] Fig. 6 zeigt eine alternative Ausführungsform zu Fig. 5, die in gleicher Weise an
einer Behandlungsliege gemäß den Fig. 1 - 4 angebracht sein kann. Im Folgenden wird
lediglich auf die Unterschiede gegenüber Fig. 5 eingegangen. Zum einen ist in Fig.
6 ein Zentrierstift 38 eingezeichnet, der das Polster 36 auf der oberen Platte des
Gehäuseteils 34 der Kopfauflage 32 hält. Zum anderen ist der Elektromotor 27 hier
durch einen Handkurbelantrieb 39 mit einem Schneckenradgetriebe 40, 41 ersetzt. Das
Zahnrad 41 des Schneckenradgetriebes liegt auf einer gemeinsamen Achse mit einem dem
Abtriebsritzel 27 aus Fig. 5 entsprechenden Ritzel zum Antreiben der Zahnstange 26.
[0046] Die Handkurbel 39 weist einen ausklappbaren Stift zur Erleichterung des Kurbelns
auf, der mit 42 bezeichnet ist. Man erkennt, dass der Handantrieb in gleicher Weise
Bestandteil der Kopfstütze 3 ist, wie dies für den Elektromotor 27 mit den zugehörigen
Antriebsteilen in Fig. 5 gilt. Im Übrigen bestehen keine grundsätzlichen Unterschiede
zu Fig. 5.
[0047] Fig. 7 verdeutlicht die Kopfstütze 3 aus Fig. 6 in einer Explosionszeichnung. Man
erkennt, dass das Polster 36 eine etwas halbrunde Form hat und der Gehäuseteil 34
der Kopfauflage 32 an diese halbrunde Form angepasst ist und das Polster 36 von außen
hält. Man erkennt ferner den über den Gehäuseteil 34 überstehenden Teil des Polsters
36 und eine zugehörige halbrunde Ausnehmung in der Halteplatte 28, in die dieser Überstand
hineinragt. Neben dem Gelenkkasten 31 zeigt Fig. 7 zwei weitere Gelenkkästen, die
mit 43 bezeichnet sind und von Schrauben 44 gehalten werden. Diese Gelenkkästen 43
tragen Gelenkstifte, die an dem Gehäuseteil 34 der Kopfauflage 32 angebracht werden
und andererseits in die erkennbaren Aufnahmelöcher der Halteplatte 28 eingesetzt und
mit den Schrauben 44 verschraubt werden. Die Befestigungsschrauben 29 und 44 dienen
im Übrigen auch zur Befestigung der Halteplatte 28 an der übrigen Behandlungsliege
in einer nicht näher dargestellten Weise. Sie werden durch eine Platte der Behandlungsliege
hindurch durch die Halteplatte 28 mit den Gelenkkästen 31 und 43 verschraubt.
[0048] Ferner zeigt Fig. 7 perspektivisch die Führung 35 für die Zahnstange 26 und das Schneckenradgetriebe
40, 41 aus Fig. 6.
[0049] Schließlich erkennt man, dass die Zahnstange 26 als Hohlrohr ausgeführt ist. In nicht
dargestellter Weise können in der Zahnstange 26 damit elektrische Leitungen verlegt
werden, etwa wenn statt des Handantriebs 39 - 42 ein elektromotorischer Antrieb 27
verwendet wird.
[0050] Fig. 8 zeigt eine analoge Darstellung zu Fig. 7, jedoch zu dem Ausführungsbeispiel
aus Fig. 5. Ferner ist in der Darstellung aus Fig. 8 zur Veranschaulichung das Polster
36 weggelassen, das Fig. 7 zeigt. Im Übrigen wird auf die Erläuterungen zu den Figuren
5-7 verwiesen.
[0051] Die Fig. 9 und 10 zeigen eine seitliche Darstellung der Kopfstütze 3 aus Fig. 6 und
7 mit einer unteren und einer oberen Verstellposition und eine perspektivische Ansicht
der Kopfstütze 3 zum besseren Verständnis der Fig. 7. Hier sind keine Bezugsziffern
eingezeichnet, um die bildliche Darstellung zu verbessern.
[0052] In Fig. 9 erkennt man insb., dass ein Verstellen mit dem Handantrieb 39 - 42 dazu
führt, dass sich die Kopfauflage 32 gegenüber der Halteplatte 28 nach oben verschiebt
und sich dabei über die Zahnstange 26 und den Gelenkkasten 31 abstützt. Entsprechendes
gilt umgekehrt für eine Verstellung nach unten. Diese kann im Rahmen eines motorisierten
Ausführungsbeispiels auf eine Z-Verstellung der Liegeplatte 2 der Behandlungsliege
angepasst erfolgen, um ein konstantes, beispielsweise waagrechtes Halten des Kopfes
des Patienten sicherzustellen. Dies ist insb. für die Anwendung der Behandlungsliege
gemäß den folgenden Ausführungen von Bedeutung.
[0053] Man erkennt, dass die Zahnstange 26 oder allgemeiner ausgedrückt das Längenverstellelement
des Antriebs unterhalb der die Schwenkachse bildenden Gelenke angeordnet ist. Dies
ist von Vorteil, weil dann geringere Längenänderungen infolge einer Kopfstützenverstellung
auf der Ebene des Patientenkopfes (in Y-Richtung) auftreten und der Antrieb damit
zur Bedienung oder zum Aus- und Einbau besser von unten zugänglich ist.
[0054] Fig. 11 zeigt eine schematisierte Draufsicht auf ein weiteres Ausführungsbeispiel
zur Verdeutlichung des optionalen Merkmals einer X-Verstellung der Kopfstütze 3. An
der Liegeplatte 1 mit der Z-parallelen Drehachse 13 für deren X-Verstellung ist die
bereits erwähnte Halteplatte 28 in diesem Fall über eine motorisch angetriebene Zahnstange
46 mit Motor 45 auf einer äußeren Seite (in X-Richtung gesehen) und über ein Drehgelenk
47 an der entgegengesetzten äußeren Seite angebracht. Damit kann die Halteplatte 28
gegenüber der Liegeplatte 1 um die Drehachse 47 verstellt werden, so dass Winkelfehler
in Folge von X-Verstellungen der Liegeplatte 1 um die Drehachse 13 ausgeglichen werden
können. Die dabei bei diesem Beispiel auftretenden Y-Fehler - die Drehachse 47 liegt
nicht mittig - können wiederum durch eine automatische Berücksichtigung in der Y-Verstellung
der Liegeplatte 1 berücksichtigt werden, wenn gewünscht. Im Übrigen kann die X-Verstellbarkeit
der Kopfstütze 3 natürlich auch aus anderen Gründen von Vorteil sein.
[0055] Fig. 12 wiederum zeigt eine weitere optionale Ausführungsform, bei der der X-verstellbare
Teil der Behandlungsliege über einen verstellbaren Stützfuß 48 auf dem Boden abgefangen
wird. Dieser Stützfuß 48 ist hier nur symbolisch eingezeichnet und kann in der Praxis
angetrieben sein, um sich während Verstellbewegungen vom Boden abzuheben und nach
der Verstellung zur Stabilisierung aufzusetzen. Alternativ kann das untere Ende des
Stützfußes 48 auch mit einer auf dem Boden abrollenden Rolle oder einer Gleitfläche
versehen sein. Der Stützfuß 48 ist an einer stirnseitigen Platte angebracht, die wiederum
mit der bereits erwähnten Zwischenplatte 14 verbunden ist, die ihrerseits um die Achse
13 gegenüber der Basis 4 verschwenkt werden kann.
[0056] Die dargestellte Behandlungsliege ist integraler Bestandteil eines nicht in weiteren
Einzelheiten dargestellten und an sich bekannten Laserchirurgiegeräts zur Behandlung
von Fehlsichtigkeit im menschlichen Auge. Über der Kopfstütze 3 ist der Kopf dieses
Geräts angebracht und lenkt einen in Z-Richtung verlaufenden Laserstrahl in das Auge,
das dazu mit der Behandlungsliege in die geeignete Position gebracht werden muss.
Durch X-Verstellung kann zwischen den beiden Augen des Patienten hin- und hergeschaltet
werden. Die optischen Verstellmöglichkeiten des Lasergeräts selbst müssen damit lediglich
die Feinbewegungen des Laserstrahls bei der eigentlichen Behandlung abdecken. Die
Positionierung des Patienten erfolgt davon unabhängig über die Behandlungsliege. Insbesondere
kann die X-Verstellung auch dazu genutzt werden, dem Patienten den Einstieg zu erleichtern.
1. Behandlungsliege zur Lagerung eines Patienten mit
einer Liegeplatte (1) für den Patienten
und einer Basis (4) zur Abstützung der Liegeplatte (1) auf einem Boden (6),
wobei die Liegeplatte (1) gegenüber der Basis (4) verstellbar ist, um die Lageposition
des Patienten einzustellen,
und die Liegeplatte (1) bei diesen Verstellungen um eine erste Drehachse (19),
die parallel zu einer zu der Längsrichtung (Y) senkrechten Richtung (X) liegt, schwenkbar
ist, wobei die Schwenkbewegung einer vertikalen Verstellung (Z) eines Endes der Liegeplatte
entspricht, und um eine zweite Drehachse (13), die parallel zu einer zu der Längsrichtung
(Y) senkrechten Richtung (Z) liegt, schwenkbar ist, wobei die Schwenkbewegung einer
horizontalen und zu der Längsrichtung (Y) senkrechten Verstellung (X) dieses Endes
entspricht,
wobei die zweite Drehachse (13) in Bezug auf die Längserstreckung (Y) der Liegeplatte
(1) außermittig zur Seite des Fußendes, somit zum anderen Ende der Liegeplatte, liegt,
und zwar innerhalb 30% der Längserstreckung (Y),
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Drehachse (19) in Bezug auf die Längserstreckung (Y) der Liegeplatte (1)
etwa am anderen Ende liegt, und zwar innerhalb 10% der Längserstreckung (Y).
2. Behandlungsliege nach Anspruch 1, bei der die Liegeplatte (1) gegenüber der Basis
(4) zusätzlich entlang einer zu ihrer Längsrichtung parallelen Richtung (Y) verstellbar
ist.
3. Behandlungsliege nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der zumindest eine Verstellbewegung
motorisch (7, 8, 20, 21, 22) angetrieben ist.
4. Behandlungsliege nach Anspruch 3, bei der der motorische Antrieb für die Verstellbewegung
um die erste Drehachse (19) einen Lineartrieb (20, 21) aufweist, der beidseits mit
einem Kippgelenk montiert ist.
5. Behandlungsliege nach Anspruch 4, bei der der motorische Antrieb für die Verstellbewegung
um die zweite Drehachse (13) ein motorisch angetriebenes Kopplungsrad, ein von dem
Kopplungsrad angetriebenes Kopplungsband (23) und einen an dem Kopplungsband befestigten
Mitnehmer (17) aufweist.
6. Behandlungsliege nach einem der vorstehenden Ansprüche mit einer Kopfstütze (3), die
gegenüber der Liegeplatte (1) um eine senkrecht zu der Längsrichtung (Y) liegende
horizontale Drehachse (X) verkippbar ist, wobei eine automatische Z-Neigungsausgleichvorrichtung
vorgesehen ist, mit der während einer entsprechenden Verstellung der Liegeplatte (1)
durch die Verstellbarkeit der Kopfstütze (3) ein automatischer Neigungsausgleich der
Kopfstütze (3) erfolgen kann.
7. Behandlungsliege nach einem der vorstehenden Ansprüche mit einer Kopfstütze (3), die
gegenüber der Liegeplatte (1) um eine senkrecht zu der Längsrichtung (Y) liegende
vertikale Drehachse (Z) verkippbar ist, wobei eine automatische X-Neigungsausgleichvorrichtung
vorgesehen ist, mit der während einer entsprechenden Verstellung der Liegeplatte (1)
durch die Verstellbarkeit der Kopfstütze (3) ein automatischer Neigungsausgleich der
Kopfstütze (3) erfolgen kann.
8. Behandlungsliege nach Anspruch 6 oder 7, bei der ein Antrieb (25, 26, 27, 31, 35,
39-43, 45, 46) für die Verstellung der Kopfstütze (3) in der Kopfstütze (3) eingebaut
ist, so dass die Kopfstütze (3) zusammen mit dem Antrieb (25, 26, 27, 31, 35, 39-43,
45, 46) als Modul von der Behandlungsliege abnehmbar ist.
9. Behandlungsliege nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der die Verstellbewegung
in der Längsrichtung (Y) über eine rein translatorische Linearführung (7 - 12) erfolgt.
10. Behandlungsliege nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der ein bei einer Verstellbewegung
um die zweite Drehachse (13) mitgenommener Stützfuß zum Abstützen der Liegeplatte
auf dem Boden bei ausgefahrener Verstellung vorgesehen ist und die Verstellbewegung
um die erste Drehachse (19) den Stützfuß nicht miterfasst.
11. Medizinisches Gerät zur Behandlung im Kopfbereich mit einer Behandlungsliege nach
einem der vorstehenden Ansprüche.
12. Gerät nach Anspruch 11 zur Behandlung der Augen.
13. Gerät nach Anspruch 11 oder 12 mit einer laserchirurgischen Einrichtung.
14. Verfahren zur Lagerung eines Patienten mit einer Behandlungsliege nach einem der vorstehenden
Ansprüche, bei dem der zu behandelnde Körperteil des Patienten durch Schwenken einer
den Patienten tragenden Liegeplatte (1) um eine senkrecht zu der Längsrichtung (Y)
der Liegeplatte (1) liegende Drehachse (13, 19) in eine geeignete Behandlungsposition
gebracht wird.
1. A treatment berth for supporting a patient comprising
a berth board (1) for said patient
and a basis (4) for supporting said berth board (1) on a floor (6),
said berth board (1) being adjustable relative to said basis (4) in order to position
said patient,
and said berth board (1) being tiltable around a first axis of rotation (19) during
these adjustments which axis of rotation is arranged parallel to a direction (X) perpendicular
to the longitudinal direction (Y), wherein the tilting movement corresponds to a vertical
adjustment (Z) of one end of said berth board, and being tiltable around a second
axis of rotation (13) which is parallel to a direction (Z) perpendicular to the longitudinal
direction (Y), wherein the tilting movement corresponds to a horizontal and, in relation
to the longitudinal direction (Y), perpendicular adjustment (X) of said end,
wherein said second axis of rotation (13) is arranged out of the midst to the side
of the other end of said berth board in relation to the longitudinal extension (Y)
of said berth board (1), namely within 30% of said longitudinal extension (Y),
characterised in that said first axis of rotation (19) is arranged approximately adjacent the other end
in relation to the longitudinal extension (Y) of said berth board (1), namely within
10% of the longitudinal extension (Y).
2. The treatment berth according to claim 1 in which said berth board (1) is further
adjustable relative to said basis (4) along a direction (Y) parallel to its longitudinal
direction.
3. The treatment berth according to one of the preceding claims in which at least one
adjustment movement is driven motorically (7, 8, 20, 21, 22).
4. The treatment berth according to claim 3 in which the motor drive for the adjustment
movement around the first axis of rotation (19) comprises a linear drive (20, 21)
which is mounted on both ends via articulations.
5. The treatment berth according to claim 4 in which the motor drive for the adjustment
movement around the second axis of rotation (13) comprises a motorically driven coupling
wheel, a coupling belt (23) driven by said coupling wheel, and a driver (17) mounted
on said coupling belt.
6. The treatment berth according to one of the preceding claims, comprising a head support
(3) on said berth board (1), said head support being adjustable in at least a horizontal
direction (X), perpendicular to said longitudinal direction (Y), relative to said
berth board (1), wherein an automatic Z inclination compensation device is provided
for accomplishing an automatic inclination compensation of said head support (3) by
said adjustability of said head support (3) during an adjustment of said berth board
(1).
7. The treatment berth according to one of the preceding claims, comprising a head support
(3) on said berth board (1), said head support being adjustable in at least a vertical
direction (Z), perpendicular to said longitudinal direction (Y), relative to said
berth board (1), wherein an automatic X inclination compensation device is provided
for accomplishing an automatic inclination compensation of said head support (3) by
said adjustability of said head support (3) during an adjustment of said berth board
(1).
8. The treatment berth according to claim 6 or 7, wherein a drive (25, 26, 27, 31, 35,
39 - 43, 45, 46) for said adjustment of said head support (3) is mounted in said head
support (3), so that said head support (3) can be dismounted as a module from said
treatment berth together with said drive (25, 26, 27, 31, 35, 39 - 43, 45, 46).
9. The treatment berth according to one of the preceding claims in which the adjustment
movement in said longitudinal direction (Y) is accomplished by an exclusively translatoric
linear guide (7-12).
10. The treatment berth according to one of the preceding claims in which a support foot
take along with an adjustment movement around the second axis of rotation (13) is
provided for supporting said berth board on said floor in case of an extended adjustment,
and wherein said adjustment movement around said first axis of rotation (19) does
not take along said support foot.
11. A medical device for a treatment in the head region comprising a treatment berth according
to one of the preceding claims.
12. The device according to claim 11 for treating the eyes.
13. The device according to claims 11 or 12 comprising a laser surgical device.
14. A method for supporting a patient by a treatment berth of one of the preceding claims
in which the body part of the patient to be treated is positioned in an adequate treatment
position by tilting a berth board (1) supporting the patient around an axis of rotation
(13, 19) perpendicular to said longitudinal direction (Y) of said berth board (1).
1. Table de traitement pour coucher un patient comprenant une couchette (1) pour le patient
et une base (4) pour l'appui de la couchette (1) sur un sol (6),
la couchette étant réglable par rapport à la base (4) afin de régler la position du
patient,
et la couchette (1), lors de ces réglages, pouvant basculer autour d'un premier axe
de rotation (19) disposé parallèlement à une direction (X) perpendiculaire à la direction
longitudinale (Y), le mouvement de pivotement correspondant à un réglage vertical
(Z) d'une extrémité de la couchette, et autour d'un second axe de rotation (13) disposé
parallèlement à une direction (Z) perpendiculaire à la direction longitudinale (Y),
le mouvement de pivotement correspondant à un réglage (X) de cette extrémité horizontal
et perpendiculaire à la direction longitudinale (Y),
le deuxième axe de rotation (13) étant disposé de manière décentrée par rapport à
l'extension longitudinale (Y) de la couchette (1), et de ce fait par rapport à l'autre
extrémité de la couchette, et ce dans les 30% de l'extension longitudinale (Y),
caractérisé en ce que le premier axe de rotation (19) se situe, par rapport à l'extension longitudinale
(Y) de la couchette (1), environ à l'autre extrémité, et ce dans les 10% de l'extension
longitudinale (Y).
2. Table de traitement selon la revendication 1, dans laquelle la couchette (1) est en
outre réglable le long d'une direction (Y) parallèle à sa direction longitudinale
par rapport à la base (4).
3. Table de traitement selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle au moins
un mouvement de réglage est entraîné par un moteur (7, 8, 20, 21, 22).
4. Table de traitement selon la revendication 3, dans laquelle l'entraînement motorisé
du mouvement de réglage autour du premier axe de rotation (19) est muni d'un actionnement
linéaire (20, 21) monté à ses deux extrémités sur une articulation pivotante.
5. Table de traitement selon la revendication 4, dans laquelle l'entraînement motorisé
du mouvement de réglage autour du deuxième axe de rotation (13) comprend une roue
de couplage entraînée par un moteur, une courroie de couplage (23) entraînée par la
roue de couplage et un bloc d'entraînement (17) fixé sur la courroie de couplage.
6. Table de traitement selon l'une des revendications précédentes avec un repose-tête
(3) pouvant basculer par rapport à la couchette (1) autour d'un axe de rotation horizontal
(X) perpendiculaire à la direction longitudinale (Y), un dispositif automatique de
compensation de l'inclinaison sur Z étant prévu, grâce auquel, lors d'un réglage correspondant
de la couchette (1), la possibilité de réglage du repose-tête (3) permet une compensation
automatique de l'inclinaison du repose-tête (3).
7. Table de traitement selon l'une des revendications précédentes avec un repose-tête
(3) pouvant basculer par rapport à la couchette (1) autour d'un axe de rotation vertical
(Z) perpendiculaire à la direction longitudinale (Y), un dispositif automatique de
compensation de l'inclinaison sur X étant prévu, grâce auquel, lors d'un réglage correspondant
de la couchette (1), la possibilité de réglage du repose-tête (3) permet une compensation
automatique de l'inclinaison du repose-tête (3).
8. Table de traitement selon la revendication 6 ou 7, dans laquelle un entraînement (25,
26, 27, 31, 35, 39-43, 45, 46) pour le réglage du repose-tête (3) est intégré dans
le repose-tête (3), de sorte que le repose-tête (3), avec son entraînement (25, 26,
27, 31, 35, 39-43, 45, 46), peut être retiré, sous la forme d'un module, de la table
de traitement.
9. Table de traitement selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle le mouvement
de réglage dans la direction longitudinale (Y) s'effectue au moyen d'un guidage linéaire
(7 - 12) purement translatoire.
10. Table de traitement selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle une
béquille entraînée lors d'un mouvement de réglage autour du second axe de rotation
(13) est prévue pour soutenir la couchette sur le sol en position sortie et dans laquelle
le mouvement de réglage autour du premier axe de rotation (19) n'agit pas sur la béquille.
11. Appareil médical pour des traitements dans la région de la tête avec une table de
traitement selon l'une des revendications précédentes.
12. Appareil selon la revendication 11 pour le traitement des yeux.
13. Appareil selon la revendication 11 ou 12 avec un équipement chirurgical laser.
14. Procédé pour coucher un patient comprenant une table de traitement selon l'une des
revendications précédentes, dans lequel la partie du corps du patient à traiter est
amenée dans une position appropriée pour le traitement par basculement d'une couchette
(1) portant le patient autour d'un axe de rotation (13, 19) disposé perpendiculairement
à la direction longitudinale (Y) de la couchette (1).