[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anordnung zur fotografischen Aufnahme
eines Fahrzeuges, mit der ein Bilddokument (Frontfoto) entsteht, das geeignet ist,
sowohl den Fahrzeugführer als auch das Kennzeichen eindeutig und manipulationssicher
zu identifizieren.
[0002] Um nach deutschem Recht mit der Verkehrsfotografie ein juristisch verwertbares Dokument
zu erhalten, müssen neben einer manipulationsfreien und eindeutigen Zuordnung von
erfassten Daten, wie Geschwindigkeit, Fahrtrichtung, Ort, Datum und Uhrzeit zum Frontfoto,
auf dem Frontfoto der Fahrzeugführer und das Kennzeichen eindeutig erkennbar sein.
Eine juristisch zweifelsfreie Zuordnung von Fahrzeugführer zum Kennzeichen ist immer
dann gegeben, wenn das Frontfoto mit einer einzigen Aufnahme erzeugt wird. Hierbei
ergeben sich jedoch lichttechnische Probleme, die sowohl bei der Nassfilmtechnik,
mehr jedoch bei Verwendung von Digitaltechnik, als Aufnahmemedium zu einem hohen Anteil
an nicht verwertbaren Frontfotos führen.
[0003] Um überhaupt eine Abbildung des Fahrzeugführers zu ermöglichen, muss der Fahrgastinnenraum
und damit der Fahrzeugführer hinreichend ausgeleuchtet sein. Dies ist tageslichtunabhängig
in einem Entfernungsbereich des Fahrzeuges von dem Aufnahmegerät in der Regel zwischen
30 m und 12 m und bei einer Fahrzeuggeschwindigkeit von bis zu 250 km/h nur mit einem
zusätzlichen Blitzlicht möglich. Erschwerend hinzu kommt häufig eine optische Einfärbung
der Windschutzscheiben, welche die durch den Fahrzeugführer ohnehin gering reflektierte
Strahlung in seiner Intensität zusätzlich mindert.
Das retroreflektierende Kennzeichen hingegen reflektiert die Strahlung zu nahezu 100%.
D. h einerseits ist man bestrebt, das Fahrzeug unter einem möglichst kleinen Winkel
aufzunehmen, also das Aufnahmegerät frontal auf die Windschutzscheibe zu richten,
um möglichst viel der vom Fahrzeugführer reflektierten Strahlung mit dem Aufnahmegerät
zu erfassen, andererseits wäre ein möglichst großer Winkel günstig, damit nur ein
geringer vom Kennzeichen reflektierter Strahlungsanteil erfasst wird.
[0004] Zusätzliche, die jeweilige Aufnahmesituation beeinflussende Faktoren, sind die ständig
wechselnden Lichtverhältnisse, die Aufnahme der Fahrzeuge auf verschiedenen Fahrbahnspuren
und die wechselnden meteorologischen Einflüsse.
[0005] Die bei realen Verhältnissen entstehenden lichttechnischen Extrema, ortsabhängig
bei einem aufzunehmenden Fahrzeug (schwach ausgeleuchteter Fahrzeuginnenraum und überstrahltes
Kennzeichen) und deren Veränderung bei nacheinander aufzunehmenden Objekten (Änderung
des Tageslichtes, Änderung der Fahrspur u.s.w.) stellen sehr hohe Anforderungen an
die Dynamik des Aufnahmemediums.
[0006] Aufgrund der wesentlich höheren Auflösung und der deutlich größeren Dynamik (2
14 Graustufen pro Bildpunkt) wird der Nassfilm noch immer bevorzugt in der Verkehrsfotografie
eingesetzt. Extrem unterschiedlich ausgeleuchtete Bildpunkte können durch aufwendige
Nacharbeit beim Entwickeln des Films in bestimmten Grenzen bearbeitet werden, so dass
die Bildinformation sichtbar wird.
[0007] Dies gelingt bei der digitalen Aufnahmetechnik weitaus unzureichender aufgrund der
heute noch schlechteren Auflösung und der deutlich geringeren Dynamik (2
10 Graustufen pro Pixel). Während die Abbildung des Fahrzeugführers im schwach ausgeleuchteten
Fahrgastinnenraum eine hohe Empfindlichkeit und Auflösung verlangt, erfordert das
überstrahlte Kennzeichen eine sehr hohe Dynamik und Übersteuerungsfestigkeit.
[0008] Neben dem ständigen Bestreben, die Physik der Aufnahmemedien zu verbessern, versucht
man die aufgezeigten Probleme bei der Verkehrsfotografie entweder durch Verbesserungen
in der Auswertung der Bildinformation zu lösen, was für die Digitaltechnik eine elektronische
Lösung darstellt oder man versucht, durch optische Lösungen die Abbildung des Objektes
zu beeinflussen.
[0009] In der DE 35 35 588 A1 wird ein Verfahren und eine Vorrichtung zur fotografischen
Erfassung stark leuchtender oder reflektierenden Teile eines zu fotografierenden Gesichtsfeldes
offenbart. Um z.B. ein retroreflektierendes Kennzeichen eines Fahrzeuges zusammen
mit den übrigen, normal ausgeleuchteten Teilen des Gesichtsfeldes fotografisch aufnehmen
zu können, wird in der Bildebene der Kamera ein lichtabschwächender Filter angebracht,
der sich quer über die Bildebene erstreckt. Die Helligkeit der Abbildung wird im vom
Filter abgedeckten Bereich abgeschwächt. Um ein Foto zu erhalten, bei dem gerade die
vom Kennzeichen reflektierte Strahlung durch den Filter gedämpft wird, muss das Bild
des Kennzeichens im Bereich des Filters entstehen. D.h. die Kamera muss sehr genau
auf das Fahrzeug ausgerichtet sein.
[0010] In der DE 198 02 811 A1 wird von einer verbesserten Identifizierung des Fahrzeugführers
und des Kennzeichens durch eine größere Anzahl von Bildern und Verwendung eines Kontrastverfahrens
gesprochen. Es werden jedoch hierzu keine genaueren Angaben geliefert.
[0011] Im DE 297 18 274 U1 ist ein Kamerarekorder für Geschwindigkeitsmessgeräte offenbart,
der sich durch einen vor das Objektiv gesetzten Verlaufsfilter auszeichnet. Dieser
halbseitig eingefärbte Filter mit einem fließenden Übergang vom dunklen zum hellen
Teil wird so eingesetzt, dass der dunklere Teil insbesondere die Rückstrahlung des
Kennzeichens abschwächt. Die örtlich differenzierte Abschwächung kann jedoch nur völlig
unzureichend sein, bis dahin, dass sie gar nicht wirkt, wenn der Filter nahe oder
in der Eintrittspupille des Objektives steht.
[0012] Neben den bisher aufgezeigten optischen Lösungen, bei denen die reflektierte Strahlung
des Kennzeichens sämtlich gedämpft wird, bietet die EP 0621 572 A1 ein Verfahren und
eine Vorrichtung an, bei dem zeitgleich zwei unterschiedliche Bildausschnitte einer
Verkehrsszene mit zwei Digitalkameras unter einem unterschiedlichen Winkel aufgenommen
werden. Die elektronischen Bilddaten beider Aufnahmen werden zur Beweissicherheit
gemeinsam abgespeichert. Zwar wird hier das einleitend aufgezeigte Problem einer stark
unterschiedlichen Reflexion verschiedener Objektausschnitte nicht explizit als zu
lösende Aufgabe dargestellt, es liegt jedoch auf der Hand, dass das Kennzeichen, wenn
es unter einem Winkel größer dem Winkel der Retroreflexion aufgenommen wird, nicht
mehr überstrahlt, während die lichtschwache Szenerie unter einem eher sehr kleinem
Winkel aufgenommen wird. Eine solche Lösung erfordert allein durch die Notwendigkeit
von zwei Kameras (Aufnahmegeräte) einen hohen technischen Aufwand und einen hohen
Aufwand zur Installation vor Ort.
[0013] Während die optischen Lösungen Einfluss auf die Abbildung des Objektes nehmen, betreffen
die elektronischen Lösungen, von den nachfolgend zwei genannt werden sollen, die Auswertung
der digitalen Bilddaten.
[0014] In der DE 199 60 888 A1 sind ein Verfahren und eine Vorrichtung beschrieben, bei
dem aus den Bilddaten einer Aufnahme wenigstens zwei Bilder unterschiedlicher Helligkeit
erzeugt werden. Dazu werden die ersten 8 Bit des CCD-Sensors, die mehr verwertbare
Informationen über den Hellanteil enthalten, als Dunkelbild ausgelesen, welches das
sehr hell strahlende Kennzeichen einfacher identifizieren lässt. Die letzten 8 Bit
des Sensors erzeugen das Hellbild, welches mehr verwertbare Informationen über den
Dunkelanteil des Bildes und damit Fahrzeugführer enthält. Vorteilhafterweise sollen
diese beiden digitalen Bilder miteinander so kombiniert werden, dass ein Bild entsteht,
auf dem man sowohl das Kennzeichen als auch den Fahrzeugführer zumindest besser erkennen
kann. Ob die Erkennbarkeit insbesondere des Kennzeichens in jedem Fall gegeben ist,
scheint zweifelhaft.
[0015] Eine zweite interessante elektronische Lösung ist in der DE 100 29 578 A1 offenbart.
Mit dem hier beschriebenen Verfahren können die Belichtung des Kennzeichens und die
Belichtung des Fahrgastinnenraumes bei der Feststellung eines Sollwertes (gewünschte
Belichtung des Objektes) getrennt behandelt werden. So können Aufnahmen optimiert
auf die Helligkeit des Fahrgastinnenraumes und Aufnahmen optimiert auf die Helligkeit
des Kennzeichens erzeugt werden, was natürlich mindestens zwei Aufnahmen erforderlich
macht.
[0016] Der Stand der Technik lässt sich wie folgt zusammenfassen. Keine der aufgezeigten
Lösungen sichert hinreichend sowohl die Erkennbarkeit des Fahrzeugführers als auch
des Kennzeichens mit einer einzigen Aufnahme eines Fahrzeuges unabhängig vom Aufnahmemedium.
[0017] Es ist die Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung aufzuzeigen,
die mit einer einzigen fotografischen Aufnahme ein Bilddokument schafft, auf dem unabhängig
von den objektiven Lichtverhältnissen und vom Aufnahmemedium sowohl der Fahrzeugführer
als auch das Kennzeichen zweifelsfrei visuell erkennbar dargestellt sind.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung soll vorteilhaft durch die Nachrüstung am Markt erhältlicher
Aufnahmegeräte für die Verkehrsfotografie geschaffen werden können. Vorzugsweise soll
diese Nachrüstung ohne Eingriff in die Hardware des Aufnahmegerätes und ohne eine
notwendige Justierung zum Aufnahmegerät durch den Nutzer möglich sein. Durch die Nachrüstung
des Aufnahmegerätes soll das Arbeitsregime (z.B. Auslösen der Aufnahme und des Blitzlichtes,
Leistung des Blitzlichtes, Auslesen, Speichern und Auswerten der Bildinformation)
des Aufnahmegerätes nicht beeinflusst werden. Für den Nutzer soll sich in der Handhabung
nichts ändern.
[0018] Die Aufgabe der Erfindung wird für ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Anspruches
1 dadurch gelöst, dass das vom Fahrzeug reflektierte, die Abbildung bewirkende Abbildungsstrahlenbündel
in zwei Teilstrahlenbündel aufgespalten wird, wobei das erste Teilstrahlenbündel,
mit einer nur unmerklich geringeren Lichtintensität als der des gesamten Abbildungsstrahlenbündels,
ein erstes Abbild erzeugt, auf dem der Fahrzeugführer gut erkennbar ist, während das
zweite Teilstrahlenbündel mit einer Lichtintensität kleiner 5% als der des gesamten
Abbildungsstrahlenbündels, ein zweites Abbild erzeugt, auf dem das Kennzeichen gut
erkennbar ist und dass die beiden geometrisch identischen Abbilder auf dem Aufnahmemedium
zueinander zeitgleich, örtlich versetzt erzeugt und gespeichert werden.
[0019] Für eine Anordnung gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 2 wird die Aufgabe dadurch
gelöst, dass im Strahlengang des Abbildungsstrahlenbündels Mittel vorhanden sind zur
Teilung des Abbildungsstrahlenbündels in zwei zueinander versetzte Teilstrahlenbündel
unterschiedlicher Intensität, die auf dem Aufnahmemedium zwei geometrisch identische
Abbilder unterschiedlicher Intensität mit einem örtlichen Versatz zueinander bewirken
wobei das erste Teilstrahlenbündel mit einer nur unmerklich geringeren Lichtintensität
als der des gesamten Abbildungsstrahlenbündels ein erstes Abbild erzeugt, während
das zweite Teilstrahlenbündel mit einer Lichtintensität kleiner 5% als der des gesamten
Abbildungsstrahlenbündels ein zweites Abbild erzeugt, so dass das erste Abbild den
Fahrzeugführer und das zweite Abbild das Kennzeichen gut ausgeleuchtet und erkennbar
abbildet.
[0020] Vorteilhafte Ausführungen für eine erfindungsgemäße Anordnung sind in den Unteransprüchen
3 bis 8 aufgeführt.
[0021] Das Wesen des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, dass mit einer einzigen
Aufnahme eines Objektfeldes zwei geometrisch identische Abbilder des Objektfeldes
auf dem gleichen Aufnahmemedium zueinander versetzt erzeugt werden. Es ist dabei erfindungswesentlich,
dass das zweite Abbild mit einer sehr geringen Lichtintensität, kleiner 5%, vorzugsweise
kleiner 1 % erzeugt wird, während für das erste Abbild weitmöglichst die restliche
Lichtintensität, die bis hin zu größer 99% der in das Objektiv einfallenden Strahlung
sein kann, genutzt wird.
Das erste Abbild, nur unmerklich geringer in der Lichtintensität gegenüber der Abbildung
mit voller Lichtintensität, bildet das volle Objektfeld ab, wobei wie bei herkömmlichen
Aufnahmen der Fahrzeugführer im Fahrgastraum durch das Blitzlicht beleuchtet gut erkennbar
ist und das hochreflektierende Kennzeichen häufig nur als übersteuerter Lichtfleck
erscheint. Unterhalb des Fahrzeuges, welches sich praktisch immer auf einem quasi
homogenen kontrastarmen Fahrbahnbelag befindet, entsteht auf dem ersten Abbild ein
kontrastarmer Bereich.
Das zweite Abbild hingegen ist aufgrund der geringen Lichtintensität fast völlig dunkel,
bis auf das Kennzeichen, welches hier optimal belichtet abgebildet ist.
Die beiden Abbilder (Doppelbilder) werden so zueinander versetzt, dass das im zweiten
Abbild erkennbare Kennzeichen auf das Aufnahmemedium dorthin abgebildet wird, wohin
vom ersten Abbild kontrastarme Bereiche ohne brauchbare Bildinformationen abgebildet
werden. Vorzugsweise wird hier der Bereich unterhalb des Fahrzeuges genutzt.
Praktische Versuche haben gezeigt, dass insbesondere bei der Verwendung elektronischer
Aufnahmemedien (CCD-Sensor) aufgrund der geringen Dynamik keine Geisterbilder entstehen.
Die verwertbare Bildinformation des zweiten Abbildes (nur das Kennzeichen) wird auf
einen Bereich des ersten Abbildes projiziert, in dem keine verwertbare Bildinformation
(nur Straßenbelag) vorhanden ist.
Die Bildinformationen beider Abbilder werden gleichzeitig wie eine einzige Abbildung
abgespeichert und verarbeitet. Ebenso erfährt ein Nassfilm, verwendet als Aufnahmemedium,
eine einmalige Belichtung, so wie eben für einen CCD-Sensor beschrieben.
[0022] Fahrzeugführer und Kennzeichen werden juristisch eindeutig und manipulationssicher
mit der identischen Abbildungsoptik aufgenommen und in einem Gesamtbild bzw. einem
Datensatz gespeichert. Über das Wissen um den Versatz der Abbilder, definiert durch
die gerätetechnische Anordnung, ist zumindest für das elektronische Aufnahmemedium
auch eine datenmäßige Auflösung des Gesamtbildes in das erste und zweite Abbild möglich
und daher eindeutig zuordenbar.
Entscheidend für das gerätetechnisch umzusetzende Verhältnis der Lichtintensität für
die beiden Abbilder ist die Lichtmenge, mit welcher das Kennzeichen optimal abgebildet
wird. Da dieses Verhältnis gerätetechnisch beliebig realisierbar ist und damit die
das zweite Abbild bestimmende Lichtmenge sehr klein, auch kleiner 1 % gewählt werden
kann, besteht die prinzipielle Möglichkeit ungeachtet der verkehrstechnischen Möglichkeiten,
das Aufnahmegerät frontal auf das Fahrzeug zu richten.
Im Unterschied zu den im Stand der Technik aufgezeigten Lösungen, die mit nur mäßigem
Erfolg durch optische Dämpfung versuchen, das Problem des überstrahlten Kennzeichens
zu lösen, wird hier die gesamte in das Objektiv einfallende Lichtmenge für die Erzeugung
des Bildes (hier bestehend aus zwei sich überlagernden Abbildern) genutzt.
[0023] Eine zur Durchführung des Verfahrens geeignete Vorrichtung muss Mittel ausweisen,
die folgende Teilfunktionen erfüllen:
- 1. Erzeugung eines Abbildungsstrahlenbündels
- 2. Auftrennen des Abbildungsstrahlenbündels in zwei Teilstrahlenbündel unter einem
bestimmten Lichtintensitätsverhältnis (zur Erzeugung von zwei geometrisch identischen
Abbildern unterschiedlicher Intensität)
- 3. Erzeugung eines optischen Versatzes zwischen den Abbildern
- 4. Abbildung der beiden Abbilder und Speicherung der Bilddaten
[0024] Es ist dem Fachmann klar, dass die einzelnen Teilfunktionen praktisch von unterschiedlichen
aber auch gleichen technischen Mitteln erfüllt werden können. Ebenso können einzelne
Teilfunktionen durch das Zusammenwirken mehrerer technischer Mittel erfüllt werden.
Aus der Vielzahl der verwendbaren konkreten technischen Mittel und deren Anordnung
zueinander lassen sich eine Vielzahl von Anordnungsvarianten generieren. Alle Anordnungsvarianten
bestehen grundsätzlich aus einem Objektiv (Mittel zur Erzeugung eines Abbildungsstrahlenbündels),
einem Aufnahmemedium, wie einem Nassfilm (chemische Speicherung) oder einer elektronischen
Sensoranordnung (elektronische Speicherung) angeordnet in der Bildebene des Objektives
(Mittel zur Abbildung der zwei Abbilder und Speicherung der Bilddaten) sowie Mitteln
zur Teilung des Abbildungsstrahlenbündels und zum Versatz der entstehenden Teilstrahlenbündel.
Die Mittel zur Teilung des Abbildungsstrahlenbündels und zum Versatz der entstehenden
Teilstrahlenbündel unterscheiden sich für die einzelnen Aufführungsvarianten im Wesentlichen
durch das von ihnen verwirklichte physikalische Prinzip, die sich dafür ergebene konkrete
technische Realisierung und deren Anordnung innerhalb der Anordnungsvariante.
[0025] Prinzipiell können diese Mittel vor dem Objektiv, innerhalb des Objektives oder zwischen
dem Objektiv und dem Aufnahmemedium angeordnet sein.
Davon ausgehend, dass sich das abzubildende Objekt (Fahrzeug immer in einer zum Objektiv
quasi unendlichen Entfernung befindet), ist das Abbildungsstrahlenbündel zwischen
Objekt und Objektiv ein Parallelstrahlenbündel.
[0026] Für eine Nachrüstung bereits am Markt befindlicher Aufnahmegeräte kommt damit das
Einbringen dieser Mittel, die eine optische Bearbeitung des Strahlenbündels bewirken,
insbesondere vor dem Objektiv in Frage. Das zusätzliche Einbringen von optisch wirkenden
Mitteln innerhalb des Objektives oder zwischen dem Objektiv und dem Aufnahmemedium
ist grundsätzlich nur bei einer Neukonstruktion eines Aufnahmegerätes möglich, da
diese zusätzlichen optischen Mittel bei der Berechnung des optischen Systems des Aufnahmegerätes,
bestimmt durch das Aufnahmeobjektiv und das Aufnahmemedium, beachtet werden müssen.
Der Fachmann wird in Kenntnis der vorliegenden Beschreibung in der Lage sein, derartige
Lösungen äquivalent für Neukonstruktionen anzuwenden.
[0027] Unabhängig von deren Anordnung können die Mittel zum Auftrennen des Strahlenbündels
sowohl auf physikalischer Strahlteilung z.B. mit einem Teilerwürfel, einem Prisma,
einer beschichteten Teilerplatte oder einer Fresnelschen Teilerplatte, als auch auf
geometrischer Strahlteilung durch Pupillenteilung mit festem oder variablem Teilungsverhältnis
beruhen.
Der Versatz der Teilstrahlenbündel kann durch einen Bildwinkelversatz z.B. mit einem
Keil, einem Drehkeilpaar, einem Prisma oder einem Winkelspiegel (fest oder variabel)
bzw. einem Parallelstrahlenversatz z.B. mit einer Planplatte (fest oder variabel)
bewirkt werden.
Alle diese genannten konkreten technischen Mittel sowie weitere stattdessen geeignete
sind dem Fachmann bekannt.
[0028] Nachfolgend sollen einige vorteilhafte Ausführungsbeispiele an Hand einer Zeichnung
näher erläutert werden. Hierzu zeigen :
- Fig. 1a:
- erstes Ausführungsbeispiel als Schnittdarstellung in Seitenansicht
- Fig. 1b:
- Ausführungsbeispiel nach Fig. 1a in Draufsicht
- Fig. 2:
- Objektivvorsatz für ein zweites Ausführungsbeispiel als Schnittdarstellung in Seitenansicht
- Fig. 3:
- Objektivvorsatz für ein drittes Ausführungsbeispiel als Schnittdarstellung in Seitenansicht
- Fig. 4a:
- Objektivvorsatz für ein viertes Ausführungsbeispiel als Schnittdarstellung in Seitenansicht
- Fig. 4b:
- Objektivvorsatz nach Fig. 4a in Schnittdarstellung (IVb-IVb) in der Drehwinkelstellung
ϕ = 0° zum Objektiv
- Fig. 4c:
- Objektivvorsatz nach Fig. 4a in Schnittdarstellung (IVb-IVb) in der Drehwinkelstellung
ϕ = 45° zum Objektiv
- Fig. 4d:
- Objektivvorsatz nach Fig. 4a in Schnittdarstellung (IVb-IVb) in der Drehwinkelstellung
ϕ = 90° zum Objektiv
- Fig. 5:
- Objektivvorsatz für ein fünftes Ausführungsbeispiel als Schnittdarstellung in Seitenansicht
[0029] Da, wie bereits ausführlich erläutert, die optische Bearbeitung besonders vorteilhaft
im parallelen Strahlengang vor dem Objektiv 1 erfolgt, beschreiben alle nachfolgenden
Ausführungsbeispiele Anordnungen bestehend aus einem Aufnahmegerät 4 mit einem Objektiv
1, einem Aufnahmemedium 2 in der Bildebene des Objektivs 1, welches sowohl ein Nassfilm
als auch ein CCD-Sensor sein kann und einen Objektivvorsatz 3. Der Objektivvorsatz
3 ist für die einzelnen Ausführungsbeispiele unterschiedlich aufgebaut, insbesondere
umfassen die einzelnen Ausführungen unterschiedliche konkrete technische Mittel zur
Bearbeitung des Strahlenbündels integriert im Objektivvorsatz 3.
[0030] Ein erstes Ausführungsbeispiel ist in den Fig. 1a und 1 b dargestellt.
Gezeigt ist ein Aufnahmegerät 4, von dem neben stilisiert dargestellten Gehäuseteilen
nur die für das Verständnis der Erfindung notwendigen Baugruppen, nämlich das Objektiv
1 und das Aufnahmemedium 2 dargestellt sind. Der Objektivvorsatz 3 ist über ein am
Aufnahmegerät 4 vorhandenes Objektivfiltergewinde 5 über einen Außenring 6 aufgeschraubt.
In einem, in dem Außenring 6 eingepassten Haltering 7 ist ein kreisabschnittsförmiger
optischer Keil 8 mit einem Winkel α fixiert. Es ist dem Fachmann klar, dass der hier
dargestellte Außenring 6, schon allein damit der Haltering 7 eingefügt werden kann,
wenigstens eine zweiteilige Baugruppe ist. Es sei noch einmal betont, dass die Darstellungen
in den Zeichnungen auf das Wesentliche reduziert wurden, um die Prinziplösungen klar
darzustellen.
Durch den Keil 8 wird die Pupillenöffnung 9 geometrisch in zwei Teilflächen aufgeteilt,
dabei wird das Teilungsverhältnis und die sich daraus ergebende Intensitätsverteilung
für die beiden entstehenden Teilstrahlenbündel von der Dimensionierung der Keilfläche
10 bestimmt. Der Haltering 7 ist im Außenring 6 drehbar gelagert und kann vom Bediener
mittels eines in Löcher 12 eingreifenden Lochschlüssels so eingestellt werden, dass
ein exakt vertikaler Versatz des zweiten Abbildes, welches von dem durch den Keil
8 verlaufenden Teilstrahlenbündel gebildet wird, gegenüber dem ersten Abbild bewirkt
wird, welches durch das unbeeinflusste Teilstrahlenbündel entsteht. Der Versatz wird
durch den Keilablenkwinkel σ1= α (n-1) bestimmt, wobei α der Winkel des Keils 8 und
n die Brechzahl des Keils 8 ist.
[0031] Der Bildort 13 des ersten Teilstrahlenbündels, welches unverändert durch die verbleibende
freie Fläche 11 der Pupillenöffnung 9 tritt, entsteht wie üblich auf der optischen
Achse des Objektives 1 in der Ebene des Aufnahmemediums 2. Das durch den Keil 8 tretende
zweite Teilstrahlenbündel trifft unter dem Keilablenkwinkel σ
1 auf das Objektiv 1 und wird so zur optischen Achse versetzt auf dem Aufnahmemedium
2 abgebildet (Bildort 14 des zweiten Teilstrahlenbündels). Der Objektivvorsatz 3 hat
an seiner dem Objektiv 1 abgewanden Vorderseite ein Gewinde gleicher Dimensionierung
wie das Objektivfiltergewinde 5. Damit können alle vorhandenen üblichen Filtervorsätze
weiterhin benutzt werden. Für stationäre Anlagen ist es sinnvoll, sowohl die Lage
des Keils 8 als auch die Keilflächen 10 fest vorzugeben und einzustellen. Eine erfindungsgemäße
Erweiterung der Anordnung wäre eine mechanische Verschiebeeinheit, die den Keil 8
in radialer Richtung verschiebbar gestaltet. So könnte speziell bei mobilen und bei
mobil-stationären Einrichtungen eine Optimierung der Helligkeit des zweiten Abbildes
an die aktuelle Beleuchtungssituation durchgeführt werden.
[0032] In Fig. 2 ist ein Objektivvorsatz 3 für ein zweites Ausführungsbeispiel dargestellt.
Dieser Objektivvorsatz 3 ist analog zum ersten Ausführungsbeispiel an einem Aufnahmegerät
4 montiert.
[0033] Im Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel ist hier als optisches Mittel ein Planplattenpaar
15 vorgesehen, welches einen festen Winkel α einschließend im Haltering 7 fixiert.
Das Planplattenpaar 15 stellt einen Winkelspiegel mit Festwinkel dar. Das in die Pupille
eintretende Strahlenbündel wird entsprechend der Fresnelschen Gesetze jeweils an der
Oberfläche der Planplatten, die je eine optische Grenzfläche (Glas - Luft bzw. Luft
- Glas) darstellen, in ein durchtretendes und ein reflektiertes Teilstrahlenbündel
aufgeteilt. Das durchtretende Teilstrahlenbündel ist im Sinne der Erfindung das erste
Teilstrahlenbündel, welches zur sichtbaren Abbildung des Fahrzeugführers genutzt wird,
während das reflektierte Teilstrahlenbündel das zweite Teilstrahlenbündel ist, welches
in der Beschreibung der Erfindung konsequent für die sichtbare Abbildung des Kennzeichens
vorgesehen ist.
Sind diese Grenzflächen nicht optisch entspiegelt, werden an jeder Fläche ca. 4% der
Strahlenintensität reflektiert (bei senkrechtem Durchtritt). Damit hat das direkt
durchtretende, erste Teilstrahlenbündel eine Intensität von ca. 85% des in die Pupille
eintretenden Strahlenbündels. Der an den sich zugewandten Oberflächen der Planplatten
zweimal reflektierte Strahlenanteil bildet das zweite Teilstrahlenbündel mit einer
Intensität von ca. 1,5% und verlässt das Planplattenpaar 15 unter einem Winkelversatz
gleich der Spiegelwinkelablenkung σ
2 = 2α zur optischen Achse. Der verbleibende Rest der Strahlung geht im Wesentlichen
durch die Reflexion an der ersten Grenzfläche verloren. Das Teilungsverhältnis lässt
sich durch gezielte optische Vergütung der Grenzflächen beliebig beeinflussen.
Auch bei diesem zweiten Ausführungsbeispiel kann die Richtung, in welche das zweite
Abbild versetzt wird, durch Drehen des Halterings 7 festgelegt werden.
[0034] Nach dem gleichen Prinzip wie das zweite Ausführungsbeispiel funktioniert auch das
dritte Ausführungsbeispiel, das in Fig. 3 dargestellt ist.
Im Unterschied zum zweiten Ausführungsbeispiel ist der Winkelversatz gleich der Spiegelwinkelablenkung
σ
2 variabel einstellbar, indem der Winkel α zwischen den ein
Planplattenpaar 15 bildenden dünnen Glasplatten um einen Winkelbereich α variiert
werden kann.
Mittels einer in den Haltering 7 eingebrachten Stellschraube 16 kann eine der beiden
Planplatten gegen die andere variabel um den Winkelbereich Δα verkippt werden.
[0035] Der eingestellte Winkel α, kann an der Trommel der Stellschraube 16 abgelesen werden.
Die Möglichkeit der Veränderung des Winkelversatzes kann sich bei mobilen Stationen
als sinnvoll erweisen, um bei unterschiedlichen Aufnahmeentfernungen (ca.10 bis 25
m) den Bildversatz der Abbildung des Kennzeichens der abgebildeten Fahrzeuggröße anpassen
zu können.
Das vierte Ausführungsbeispiel zeichnet sich dadurch aus, dass es auf konstruktiv
einfache Weise gestattet, das Intensitätsverhältnis zu variieren, ohne dass sich der
vertikale Bildversatz ändert. Eine solche Lösung wäre besonders vorteilhaft für mobile
Einrichtungen, die einfach und schnell auf unterschiedliche Fahrbahnspuren ausgerichtet
werden sollen. Wie bereits erläutert, ist der Einfall der vom Kennzeichen reflektierten
Strahlung sehr stark abhängig vom Blickwinkel, unter dem das Fahrzeug abgebildet wird.
[0036] In den Fig. 4a bis 4c ist ein viertes Ausführungsbeispiel dargestellt.
Der Haltering 7 ist zum Außenring 6 und damit zum Aufnahmegerät 4 drehbar gelagert.
Im Haltering 7 befindet sich radial zur optischen Achse ausgerichtet ein Pendelkugellager
17. Am Innenring des Pendelkugellagers 17 ist ein Schwerkraftpendel 18 aufgehängt,
an dem ein Keil 8 in der Art angebracht ist, dass der Winkel α immer in Lotrichtung
liegt, so dass die Strahlablenkung stets in vertikaler Richtung erfolgt.
Wird der Haltering 7 aus der in Fig. 4a und 4b dargestellten Nulllage nach rechts
oder links verdreht, so schwenkt das Schwerkraftpendel 18 und damit der Keil 8 kontinuierlich
aus dem Strahlengang des Objektives 1. Dabei ändert sich das Verhältnis zwischen dem
sich im Strahlengang befindlichen Teil der Keilfläche 10 zur freien Fläche 11. Ohne
den Versatz der zweiten Abbildung zur Ersten zu beeinflussen, kann die Intensität
der zweiten Abbildung stufenlos bis hin zu Null reduziert und natürlich auch wieder
erhöht werden. Die Fig. 4c und 4d zeigen die Lage des Schwerkraftpendels 18 bei einer
Verdrehung des Halteringes 7 gegenüber der Nulllage um 45 bzw. 90°.
[0037] In Fig.5 ist ein fünftes, besonders für die Großserie geeignetes Ausführungsbeispiel
dargestellt. Gegenüber den bisher aufgezeigten Ausführungsbeispielen ist dieses fünfte
Ausführungsbeispiel durch seine einfachste Bauweise mit geringsten Mitteln und Montageaufwand
besonders billig herstellbar.
Der Objektivvorsatz 3 ist hier reduziert auf den Außenring 6 und den Keil 8 und wird
auf das Objektiv 1 aufgesteckt. Der Keil 8 erstreckt sich über die gesamte Pupillenöffnung
9, wodurch im Unterschied zu den vorher betrachteten Ausführungsbeispielen mit Keil
8 das gesamte Abbildungsstrahlenbündel durch den Keil 8 verläuft. Die beiden Teilstrahlenbündel
werden zum einen gebildet durch die Brechung beim Austritt aus dem Keil 8 und durch
die zweifache Reflexion im Keil 8. Beide Teilstrahlenbündel werden hier um einen Winkelversatz
zur optischen Achse abgelenkt. Das erste Teilstrahlenbündel wird durch Brechung um
den Keilablenkwinkel σ
1= α (n-1) und das zweite Teilstrahlenbündel durch Reflexion um die Spiegelwinkelablenkung
σ
2 = 2α abgelenkt. Der Winkel α ist gleich den Keilen 8 der anderen Ausführungsbeispiele
ein Winkel gegenüber einer Senkrechten zur optischen Achse, d.h. die Eintrittsfläche
des Keiles 8 steht senkrecht auf der optischen Achse, während die Austrittsfläche
gegenüber dieser Senkrechten um den Winkel α geneigt angeordnet ist.
Aufstellung der verwendeten Bezugszeichen
[0038]
- 1
- Objektiv
- 2
- Aufnahmemedium
- 3
- Objektivvorsatz
- 4
- Aufnahmegerät
- 5
- Objektivfiltergewinde
- 6
- Außenring
- 7
- Haltering
- 8
- Keil
- 9
- Pupillenöffnung
- 10
- Keilfläche
- 11
- freie Fläche
- 12
- Loch
- 13
- Bildort des ersten Teilstrahlenbündels
- 14
- Bildort des zweiten Teilstrahlenbündels
- 15
- Planplattenpaar
- 16
- Stellschraube
- 17
- Pendelkugellager
- 18
- Schwerkraftpendel
- Drehwinkel
- ϕ
- Winkel
- α
- Brechzahl
- n
- Keilablenkwinkel
- σ1
- Spiegelwinkelablenkung
- σ2
1. Verfahren zur fotografischen Aufnahme eines Fahrzeuges, bei dem das Fahrzeug während
seiner Abbildung auf ein Aufnahmemedium (2) mit einem Blitzlicht beaufschlagt wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass das vom Fahrzeug reflektierte, die Abbildung bewirkende Abbildungsstrahlenbündel
in zwei Teilstrahlenbündel aufgespalten wird, wobei das erste Teilstrahlenbündel mit
einer nur unmerklich geringeren Lichtintensität als der des gesamten Abbildungsstrahlenbündels
ein erstes Abbild erzeugt, auf dem der Fahrzeugführer gut erkennbar ist, während das
zweite Teilstrahlenbündel mit einer Lichtintensität kleiner 5% als der des gesamten
Abbildungsstrahlenbündels ein zweites Abbild erzeugt, auf dem das Kennzeichen gut
erkennbar ist und dass die beiden geometrisch identischen Abbilder auf dem Aufnahmemedium
(2) zueinander zeitgleich, örtlich versetzt erzeugt und gespeichert werden.
2. Anordnung zur fotografischen Aufnahme eines Fahrzeuges mit einem Aufnahmegerät (4),
bestehend aus einem Objektiv (1) zur Erzeugung eines Abbildungsstrahlenbündels und
einem Aufnahmemedium (2) in der Bildebene des Objektives (1) dadurch gekennzeichnet,
dass im Strahlengang des Abbildungsstrahlenbündels Mittel vorhanden sind zur Teilung des
Abbildungsstrahlenbündels in zwei zueinander versetzte Teilstrahlenbündel unterschiedlicher
Intensität, die auf dem Aufnahmemedium (2) zwei geometrisch identische Abbilder unterschiedlicher
Intensität mit einem örtlichen Versatz zueinander bewirken, wobei das erste Teilstrahlenbündel
mit einer nur unmerklich geringeren Lichtintensität als der des gesamten Abbildungsstrahlenbündels
ein erstes Abbild erzeugt, während das zweite Teilstrahlenbündel mit einer Lichtintensität
kleiner 5% als der des gesamten Abbildungsstrahlenbündels ein zweites Abbild erzeugt,
so dass das erste Abbild den Fahrzeugführer und das zweite Abbild das Kennzeichen
gut ausgeleuchtet und erkennbar abbildet.
3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel in Abbildungsrichtung vor dem Objektiv (1) als Bestandteil eines Objektivvorsatzes
(3) im Strahlengang des Abbildungsstrahlenbündels angeordnet sind.
4. Anordnung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel ein miteinander einen Winkel (α) einschließendes Planplattenpaar (15)
sind, so dass durch physikalische Strahlteilung der durch Reflexion an den Oberflächen
der Planplatten geführte Strahlungsanteil das erste Teilstrahlenbündel und der hindurchtretende
Strahlungsanteil das zweite Teilstrahlenbündel bildet und das erste Teilstrahlenbündel
um einen Winkelversatz gleich der Spiegelwinkelablenkung σ2 = 2α gegenüber der optischen Achse abgelenkt wird.
5. Anordnung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
dass als Mittel ein Keil (8) mit der Brechzahl (n) und einem Winkel (α) verwendet wird,
der in den Abbildungsstrahlengang hineinragt und der durch geometrische Strahlteilung
den auf die in den Abbildungsstrahlengang hineinragende Keilfläche (10) auftreffenden
Strahlungsanteil als zweites Teilstrahlenbündel um einen Winkelversatz gleich dem
Keilablenkwinkel σ1=α (n-1) ablenkt und den nicht durch die Keilfläche (10) verlaufenden Strahlungsanteil
als erstes Teilstrahlenbündel unbeeinflusst lässt.
6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
dass die Keilfläche (10) in den Abbildungsstrahlengang hinein und hinaus bewegbar ist,
wodurch die optisch wirksame Fläche der Keilfläche (10) variiert wird, was eine Veränderung
der Intensität insbesondere des zweiten Teilstrahlenbündels zur Folge hat.
7. Anordnung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
dass als Mittel ein Keil (8) mit der Brechzahl (n) und einem Winkel (α) verwendet wird,
der über eine physikalische Strahlteilung das erste Teilstrahlenbündel durch Brechung
um einen Winkelversatz gleich dem Keilablenkwinkel σ1 = α (n-1) gegenüber der optischen Achse ablenkt und das zweite Teilstrahlenbündel
durch Reflexion um einen Winkelversatz gleich der Spiegelwinkelablenkung σ2 = 2α gegenüber der optischen Achse ablenkt.
8. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
dass an der dem Objektiv (1) zugewandten Seite des Objektivvorsatzes (3) ein Außengewinde
vorhanden ist, über welches der Objektivvorsatz. (3) mit einem am Objektiv (1) vorhandenen
Objektivfiltergewinde (5) verbunden ist und dass sich auf der dem Objektiv (1) abgewanden
Seite ein Innengewinde gleich dem Objektivfiltergewinde (5) befindet, welches die
zusätzliche Montage eines Filters ermöglicht.
1. A method for photographic recording of a vehicle, wherein a flashlight is directed
on said vehicle during imaging of the vehicle onto a recording medium (2), characterised in that
the imaging ray bundle causing said imaging and being reflected by the vehicle is
split into two partial ray bundles, wherein the first partial ray bundle having an
only imperceptibly lower light intensity than the total imaging ray bundle generates
a first image in which the driver of the vehicle is well recognisable, while the second
partial ray bundle having a light intensity of less than 5% of that of the total imaging
ray bundle generates a second image in which the license plate is well recognisable,
and in that the two geometrically identical images are generated and stored on the recording
medium (2) at the same time, but locally displaced.
2. An assembly for photographic recording of a vehicle, comprising a camera (4) consisting
of a lens (1) for generating an imaging ray bundle and of a recording medium (2) in
the image plane of the lens (1), characterised in that
the beam path of the imaging ray bundle has means for splitting the imaging ray bundle
into two partial ray bundles displaced relative to each other and having different
intensities, said ray bundles resulting in two geometrically identical images on the
recording medium (2), which images have different intensities and are locally displaced
relative to each other, wherein the first partial ray bundle having an only imperceptibly
lower light intensity than the total imaging ray bundle generates a first image, while
the second partial ray bundle having a light intensity of less than 5% of that of
the total imaging ray bundle generates a second image, such that the first image depicts
the driver of the vehicle and the second image shows the license plate, well illuminated
and recognisable.
3. The assembly according to claim 2, characterised in that
said means are arranged preceding the lens (1) in the imaging direction as part of
a lens attachment (3) in the beam path of the imaging ray bundle.
4. The assembly according to claim 2 or 3, characterised in that
said means are a pair of plane plates (15) enclosing an angle (α) between them such
that, by physical beam splitting, the radiation component which is guided along the
surfaces of the plane plates by reflection forms the first partial ray bundle and
the radiation component which passes through forms the second partial ray bundle,
and the first partial ray bundle is deflected relative to the optical axis with an
angular displacement equal to the mirror angle deflection σ2=2α.
5. The assembly according to claim 3 or 4, characterised in that
the means used is a wedge (8) with a refractive index (n) and an angle (α) is used,
which wedge (8) extends into the imaging beam path and which, by means of geometrical
beam splitting, deflects that radiation component which is incident on the wedge surface
(10) that extends into the imaging beam path, said radiation component being deflected
as the second partial ray bundle with an angular displacement equal to the wedge deflection
angle σ1 = α (n-1), and which wedge (8) leaves the radiation component not passing through the
wedge surface (10) uninfluenced as the first partial ray bundle.
6. The assembly according to claim 5, characterised in that
wedge surface (10) is movable in and out of the imaging beam path, thereby varying
the optically active surface of the wedge surface (10), which results in a change
in the intensity, in particular of the second partial ray bundle.
7. The assembly according to claim 3 or 4, characterised in that
the means used is a wedge (8) with the refractive index (n) and an angle (α), which
wedge (8), by physical beam splitting, deflects the first partial ray bundle with
an angular displacement equal to the wedge deflection angle σ1= α (n-1) relative to the optical axis by means of diffraction and deflects the second
partial ray bundle with an angular displacement equal to the mirror angle deflection
σ2= 2α relative to the optical axis by means of reflection.
8. The assembly according to claim 2, characterised in that
an external thread is present on the side of the lens attachment (3) facing towards
the lens (1), by which external thread the lens attachment (3) is connected to a lens
filter thread (5) present on the lens (1), and in that an internal thread identical with the lens filter thread (5) is present on the side
facing away from the lens (1), said internal thread enabling additional mounting of
a filter.
1. Procédé de prise de vue photographique d'un véhicule, dans lequel procédé un flash
est dirigé sur ledit véhicule pendant la projection du véhicule sur un médium d'enregistrement
(2), ledit procédé étant caractérisé en ce que
le faisceau d'image qui est refléchi dudit véhicule et qui a pour effet ladite image
est séparé en deux faisceaus de rayons partiels, le premier faisceau partiel qui présente
une intensité lumineuse qui n'est qu'imperceptiblement inférieur à celle du faisceau
d'image total engendrant une première image sur laquelle le conducteur du véhicule
est bien reconnaissable, tandis que le deuxième faisceau partiel qui présente une
intensité lumineuse de moins de 5% de celle du faisceau d'image total engendre une
deuxième image sur laquelle la plaque d'immatriculation est bien reconnaissable, et
en ce que les deux images géométriquement identiques sont engendrées et stockées sur le médium
d'enregistrement (2) en même temps, mais de manière localement déplacée.
2. Dispositif de prise de vue photographique d'un véhicule, ce dispositif comportant
une caméra (4) composée d'un objectif (1), pour engendrer un
faisceau d'image, et d'un médium d'enregistrement (2) au plan focal de l'objectif
(1), ledit dispositif étant caractérisé en ce que,
dans la marche des rayons du faisceau d'image, il y a des moyens pour partager le
faisceau d'image en deux faisceaux partiels déplacés, l'un par rapport à l'autre,
et présentant des intensités différentes, lesdits faisceaux ayant pour effet deux
images géométriquement identiques sur ledit médium d'enregistrement (2) qui présentent
des intensités différentes et qui sont localement déplacées l'une par rapport à l'autre;
le premier faisceau partiel, qui présente une intensité lumineuse imperceptiblement
inférieure à celle du faisceau d'image total, engendrant une première image, tandis
que le deuxième faisceau partiel, qui présente une intensité lumineuse de moins de
5% de celle du faisceau d'image total, engendre une deuxième image, de sorte que ladite
première image montre le conducteur du véhicule et la deuxième image montre la plaque
d'immatriculation, d'une manière bien éclairée et reconnaissable.
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que
lesdits moyens sont disposés en amont de l'objectif (1), comme vue dans la direction
d'image, et font partie d'un adapteur d'objectif (3) dans la marche des rayons du
faisceau d'image.
4. Dispositif selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que
lesdits moyens sont constitués d'une paire de lames planes (15) renfermant entre eux
un angle (α) de telle manière que, par séparation physique du faisceau, la composante
du rayonnement qui est guidée le long des faces des lames planes par réflexion constitue
le premier faisceau partiel et la composante traversante du rayonnement constitue
le deuxième faisceau partiel, et le premier faisceau partiel est dévié par rapport
à l'axe optique avec un déplacement angulaire égale à la déviation de l'angle de réflexion
σ2 = 2α.
5. Dispositif selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce
qu'un coin (8) présentant un indice de réfraction (n) et un angle (α) est utilisé comme
lesdits moyens, ce coin (8) s'étendant dans la marche des rayons d'image et, au moyen
d'une séparation géométrique du faisceau, dévie cette composante du rayonnement touchant
la surface de coin (10) qui s'étend dans la marche des rayons d'image, ladite composante
du rayonnement étant déviée en tant que deuxième faisceau partiel avec un déplacement
angulaire égal à l'angle de déviation du coin σ1= α (n-1), et ledit coin (8) laissant cette composante du rayonnement, qui ne traverse
pas la surface de coin (10), rester non-influencée en tant que premier faisceau partiel.
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que
l'on peut faire entrer et sortir la surface de coin (10) dans la marche des rayons
d'image, variant de cette manière la surface optiquement active de la surface de coin
(10), ce qui a pour effet une variation de l'intensité surtout du deuxième faisceau
partiel.
7. Dispositif selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce
qu'un coin (8) présentant l'indice de réfraction (n) et un angle (α) est utilisé comme
lesdits moyens, ce coin (8) déviant, par séparation physique du faisceau, le premier
faisceau partiel avec un déplacement angulaire égal à l'angle de déviation du coin
σ1= a (n-1) par rapport à l'axe optique, au moyen d'une diffraction, et déviant le deuxième
faisceau partiel avec un déplacement angulaire égal à la déviation de l'angle de réflexion
σ2= 2α par rapport à l'axe optique, au moyen d'une réflexion.
8. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce
qu'un filetage extérieur est présent de ce côté de l'adapteur pour objectif (3) qui est
tourné vers l'objectif (1), par lequel filetage extérieur l'adapteur pour objectif
(3) est relié à un filetage pour filtre d'objectif (5), ce filet étant présent à l'objectif
(1), et en ce qu'un filetage intérieur qui est identique au filetage pour filtre d'objectif
(5) est présent du côté détourné de l'objectif (1), ledit filetage intérieur permettant
le montage additionnel d'un filtre.