[0001] Niederhalter für Kraftstoff-Einspritzventile von direkteinspritzenden Brennkraftmaschinen
sind beispielsweise aus der EP 0 775 820 B1 bekannt. Derartige Niederhalter sind über
einen zentralen Befestigungspunkt am Zylinderkopf befestigt und drücken mit Hilfe
ihrer beiden Haltearme zwei Kraftstoff-Einspritzventile in die im Zylinderkopf vorgesehene
Öffnung. Über die an die Einspritzventile angeschlossenen Kraftstoffleitungen werden
während des Betriebs der Brennkraftmaschine sowohl statische als auch dynamische Kräfte
auf die Einspritzventile ausgeübt. Schwingungen, die durch innere und äussere Einflusse
hervorgerufen werden, müssen bis zu einem bestimmten Grad durch den Niederhalter sowie
die Einspritzventile aufgenommen werden können.
[0002] Aufgabe der Erfindung ist es daher, die Kraftstoff-Einspritzventile durch eine entsprechende
Niederhalter-Befestigungsvorrichtung betriebssicher und dauerhaltbar am bzw. im Zylinderkopf
zu befestigen; auf das Einspritzventil wirkende Belastungen sollen reduziert werden.
[0003] Die Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.
[0004] Durch die an den beiden Armen des Niederhalters ausgebildeten domartige Aufnahmen,
in die jeweils der Anschlussstutzen des Kraftstoff-Einspritzventils elastisch gelagert
ist, wird eine - trotz auftretender Schwingungen - dauerhaltbare und betriebssichere
Befestigung der Kraftstoff-Einspritzventile am Zylinderkopf gewährleistet. Darüber
hinaus sind die dynamischen und statischen Belastungen auf die Einspritzventile reduziert.
[0005] Durch die in den Unteransprüchen angegebenen Merkmale sind weitere vorteilhafte Ausgestaltungen
und Weiterbildungen des Zylinderkopfes mit der Befestigung für die Kraftstoff-Einspritzventile
möglich.
[0006] Die beiden domartigen Aufnahmen des Niederhalters weisen jeweils eine Öffnung auf,
in die ein Abschnitt des Kraftstoff- Anschlussstutzens formschlüssig aufgenommen ist.
Diese formschlüssige Aufnahme dient zur Abstützung des Anzugsmoments von Überwurfmuttern
für Kraftstoff-Zufuhrleitungen, die auf den Kraftstoff-Anschlussstutzen des Einspritzventils
aufgeschraubt werden.
[0007] Um mögliche Lagetoleranzen der beiden Kraftstoff-Einspritzventile in Richtung der
Zylinderachse (Z-Achse) ausgleichen zu können, weist die zentrale Befestigung des
Niederhalters am Zylinderkopf Mittel zum Toleranzausgleich nach dem so genannten Waagebalkenprinzip
auf.
[0008] Für den Toleranzausgleich der beiden Einspritzventile in Z-Richtung ist im Niederhalter
eine zentrale Öffnung eingebracht, in der eine Distanzbuchse aufgenommen ist, durch
die eine am Zylinderkopf verschraubte Befestigungsschraube hindurchgeführt ist. Koaxial
zur Distanzbuchse ist in einer zentralen Ausnehmung des Niederhalters ein Federelement
aufgenommen, das über den Kopf der Befestigungsschraube komprimiert, am Boden der
zentralen Ausnehmung abstützt ist.
[0009] Das Federelement ist als Tellerfeder bzw. als ein Paket von Tellerfedern ausgeführt.
Der Niederhalter ist als Aluminium-Gussteil ausgeführt; neben Gewichtsvorteilen können
durch das Gussbauteil über das Kraftstoff-Zuleitungssystem eingebrachte Schwingungen
in gewissen Grenzen damit gedämpft werden.
[0010] Um eine Winkelausrichtung der Kraftstoff-Einspritzventile zum Brennraum zu ermöglichen,
besitzt der in der Öffnung des Zylinderkopfs aufgenommene Ventilkörper des Einspritzventils
eine mit einer Fase versehene Sitzfläche, die mit einem Zwischenring, der z.B. aus
Kunststoff oder Edelstahl besteht, zusammenwirkt. Der Zwischenring ist in der als
Stufenbohrung ausgebildeten Öffnung für das Einspritzventil eingelegt.
[0011] Der Zwischenring ist auf der Seite die mit der Sitzfläche des Ventilkörpers zusammenwirkt
mit einer balligen Oberfläche versehen; damit ist nach dem Prinzip eines Gelenklagers
ein Toleranzausgleich in Richtung der Y-Achse möglich.
[0012] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispieles und mit Bezug auf
die Zeichnung näher erläutert.
Dabei zeigen:
[0013]
- Fig. 1
- eine Perspektivansicht auf einen Ausschnitt eines Zylinderkopfes mit Kraftstoff-Einspritzventilen,
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf den Abschnitt des Zylinderkopfes gemäß Fig. 1 und
- Fig. 3
- einen Längsschnitt durch den Zylinderkopf im Bereich der Kraftstoff-Einspritzventile.
Beschreibung des Ausführungsbeispieles
[0014] Am Zylinderkopf 2 einer direkteinspritzenden mehrzylindrigen Brennkraftmaschine ist
zur Befestigung der Kraftstoff-Einspritzventile 4 und 6 ein als Niederhalter 8 ausgebildetes
Befestigungselement vorgesehen, der über seine zwei Haltearme 10a und 10b die beiden
Einspritzventile 4, 6 gegen den im Betrieb der Brennkraftmaschine wirkenden Verbrennungsdruck
in im Zylinderkopf 2 vorgesehene Aufnahmeöffnungen 12a und 12b hält. Am Ende der beiden
Haltearme 10a, 10b weist der Niederhalter 8 zwei domartige Aufnahmen 14a und 14b für
den Kraftstoff-Anschlussstutzen 16a und 16b des Einspritzventils 4, 6 auf.
[0015] Die Aufnahmen 14a, 14b weisen jeweils eine Öffnung 18a und 18b auf, in der der Kraftstoff-Anschlussstutzen
16a, 16b formschlüssig aufgenommen ist. Die Öffnungen 18a, 18b und der Anschlussstutzen
16a, 16b weisen dazu jeweils zwei gerade und zwei kreisbogenförmig ausgebildete Seitenflächen
auf. Die geraden Seitenflächen der Öffnungen 18a, 18b dienen dabei zur Abstützung
des auf den Anschlussstutzen 16a, 16b aufgebrachten Anzugsmoments, welches entsteht,
wenn Kraftstoff- Einzelleitungen mit Hilfe einer Überwurfmutter am Anschlussstutzen
16a, 16b befestigt werden.
[0016] Der in der Aufnahme 14a, 14b gelagerte Anschlussstutzen 16a, 16b des Einspritzventils
4, 6 weist zwei voneinander beabstandete umlaufende Stege 20a, 20b bzw. 22a, 22b auf,
zwischen den jeweils ein 0-Ring 24a und 24b aufgenommen ist. Wie aus Fig. 3 ersichtlich,
dient der 0-Ring 24a, 24b zur radialen Abstützung gegenüber der domartigen Aufnahme
14a, 14b des Niederhalters 8; gleichzeitig trägt er zur Dämpfung von - Schwingungen
bei, die auf die Einspritzventile 4, 6 übertragen werden. Darüber hinaus dient der
0- Ring 24a, 24b als Verliersicherung für die Einspritzventile 4, 6, die zur Vormontage
in die Aufnahmen 14a, 14b des Niederhalters 8 eingesteckt sind.
[0017] Der Niederhalter 8 weist eine zentrale kreisförmige Ausnehmung 26 auf, in deren Mitte
eine Durchgangsöffnung 28 eingebracht ist. In der Durchgangsöffnung 28 ist eine Distanzbuchse
30 aufgenommen, durch die eine am Zylinderkopf 2 verschraubte Befestigungsschraube
32 für den Niederhalter 8 hindurch geführt ist. Koaxial zur Distanzbuchse 30 ist in
der zentralen Ausnehmung 26 ein Paket von Tellerfedern 34 angeordnet, die im montierten
Zustand über den Kopf 36 der Befestigungsschraube 32 komprimiert bzw. zusammengedrückt
sind. In Fig. 3 ist zur besseren Darstellung der Tellerfedern deren Lage im nicht-komprimierten
Zustand gezeigt. Durch diese Art der Befestigung können aufgrund von Fertigungstoleranzen
hervorgerufene unterschiedliche Einbaulagen der Einspritzventile 4, 6 in Richtung
der Z- Achse (siehe Fig. 3) ausgeglichen werden.
[0018] Der in der Öffnung 12a, 12b des Zylinderkopfs 2 aufgenommene Ventilkörper 38a und
38b des Einspritzventils 4, 6 weist eine mit einer Fase versehene Sitzfläche 40a und
40b auf, die sich unter Zwischenschaltung eines Zwischenringes 42a, 42b in der als
Stufenbohrung ausgebildeten Aufnahmeöffnung 12a, 12b abstützt. Die mit der Sitzfläche
40a, 40b des Ventilkörpers 38a, 38b zusammenwirkende Seite des Zwischenringes 42a,
42b weist eine ballige Oberfläche auf, durch die eine Winkelausrichtung in Bezug auf
die Y-Achse möglich ist.
[0019] Der Niederhalter 8 für die beiden Kraftstoff-Einspritzventile 4, 6 ist aus einem
Aluminium-Gussteil hergestellt. Wie aus den Fig. 2 und 3 weiterhin ersichtlich, sind
am Ventilkörper 38a und 38b elektrische Kontaktanschlüsse 44a und 44b vorgesehen,
die zur elektromagnetischen Ansteuerung der in den Einspritzventilen 4, 6 gelagerten
Ventilnadeln vorgesehen sind.
1. Zylinderkopf für eine direkteinspritzende Brennkraftmaschine mit Einspritzventilen
(4, 6), die in Öffnungen (12a, 12b) im Zylinderkopf (2) aufgenommen und paarweise
durch jeweils ein als Niederhalter (8) ausgebildetes Befestigungselement am Zylinderkopf
(2) gesichert sind, wobei der Niederhalter (8) zwei Halte- bzw. Befestigungsarme (10a,
10b) für die beiden Einspritzventile (4, 6) aufweist und über einen zentralen Befestigungspunkt
am Zylinderkopf (2) befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass an den beiden Enden des Niederhalters (8) domartige Aufnahmen (14a, 14b) für einen
Kraftstoff-Anschlussstutzen (16a, 16b) des Einspritzventils (4, 6) vorgesehen sind,
und der Anschlussstutzen (16a, 16b) in der Aufnahme (14a, 14b) zumindest radial elastisch
gelagert ist.
2. Zylinderkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Aufnahme (14a, 14b) eine Öffnung (18a, 18b) ausgebildet ist, in der ein Abschnitt
des Kraftstoff-Anschlussstutzens (16a, 16b) formschlüssig aufgenommen ist.
3. Zylinderkopf nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zentrale Befestigung des Niederhalters (8) am Zylinderkopf (2) Mittel zum Toleranzausgleich
unterschiedlicher Einbaulagen der Einspritzventile (4, 6) in Richtung der Z- Achse
aufweist.
4. Zylinderkopf nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Niederhalter (8) eine zentrale Öffnung (28) aufweist, in der eine Distanzbuchse
(30) aufgenommen ist, durch die eine am Zylinderkopf (2) verschraubte Befestigungsschraube
(32) hindurchgeführt ist, und dass koaxial zur Distanzbuchse (30) im Niederhalter
(8) eine zentrale Ausnehmung (26) ausgebildet ist, in der ein Federelement (34) aufgenommen
ist, das über den Kopf (36) der Befestigungsschraube (32) komprimiert, am Boden der
zentralen Ausnehmung (26) abgestützt ist.
5. Zylinderkopf nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Federelement mindestens eine Tellerfeder, vorzugsweise ein Tellerfederpaket (34)
vorgesehen ist.
6. Zylinderkopf nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Niederhalter (8) als Aluminium-Gussteil ausgeführt ist.
7. Zylinderkopf nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der in der Öffnung (12, 12b) der Zylinderkopfs (2) aufgenommene Ventilkörper (38a,
38b) des Einspritzventils (4, 6) eine mit einer Fase (40a, 40b) versehene Sitzfläche
(40a, 40b) aufweist, die mit einem Zwischenring (42a, 42b) zusammenwirkt, der in die
als Stufenbohrung ausgebildete Öffnung (12a, 12b) eingelegt ist.
8. Zylinderkopf nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Seite des Zwischenringes (42a, 42b), die mit der Sitzfläche (40a, 40b) des Ventilkörpers
(38a, 38b) zusammenwirkt, eine ballige Oberfläche aufweist.