Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft ein Gehäuse für eine Maschine, insbesondere nahezu rotationssymmetrische
Gehäuse, beispielsweise für eine Turbomaschine, mit einer ersten Gehäuseschale, die
entlang einer Trennebene, die meistens durch die Maschinenachse(n) geht, mit einer
zweiten Gehäuseschale verbunden ist.
Stand der Technik
[0002] Bei einem derartigen Gehäuse ist im Bereich der Trennebene zumindest ein Flansch
ausgebildet, mit dem die beiden Gehäuseschalen aneinander befestigt sind. Üblicherweise
erstreckt sich dieser Flansch in der Trennebene und bildet dort eine Verbreiterung
des Gehäuses, die sich bezüglich einer Längsrichtung des Gehäuses radial erstreckt
und meist über die gesamte axiale Länge bzw. Umfang des Gehäuses reicht. Die beiden
Gehäuseschalen sind im Bereich des Flansches direkt miteinander verschraubt, wobei
die jeweilige Verschraubung die Trennebene vorzugsweise senkrecht durchdringt.
[0003] Üblicherweise besitzen die Gehäuseschalen somit Kontaktflächen, die sich in der Trennebene
erstrecken, die entlang der Trennebene aneinander liegen und die innerhalb des jeweiligen
Flansches durch die jeweilige Verschraubung gegeneinander gepresst sind.
[0004] Des weiteren kann ein derartiges Gehäuse, zumindest bei einer Turbomaschine, wie
zum Beispiel bei einer Turbine oder bei einem Kompressor, eine rotationssymmetrische
oder nahezu rotationssymmetrische Form aufweisen. Die radial vorstehenden Flansche
stellen für ein solches Gehäuse in zweifacher Hinsicht eine Störung dar: zum einen
ist die Steifigkeit des Flanschbereichs gegenüber einem Biegemoment in Umfangsrichtung,
zum Beispiel einem thermischen Moment infolge eines radialen Temperaturgradienten
über die Wand, lokal deutlich unterschiedlich zum Rest des Umfangs, zum zweiten führen
die zusätzlichen Massen und die radiale Erstreckung der Flansche zu einem veränderten
Temperaturverhalten des Gehäuses im Bereich des Flansches. Beide Störungen wirken
sich nachteilig auf das Verformungsverhalten des Gehäuses aus, indem selbst bei in
Umfangsrichtung konstanter Druck- und/oder Temperaturbelastung lokal unterschiedliche
Krümmungen und Verbiegungen auftreten. Dadurch bekommt ein rotationssymmetrisches
Gehäuse im Betrieb einen nicht mehr kreisförmigen Querschnitt.
[0005] Um die Umfangssteifigkeit konstant zu halten, müssen die Flansche eine Breite von
ca. 2 - 3 mal der Wandstärke haben. Dem steht entgegen, dass sie aus Gründen möglichst
gleichförmigen thermischen Verhaltens sowie Reduktion der Baugrösse idealerweise nicht
über die (Rotations-) Kontur des restlichen Gehäuses hervorragen sollten. Für diese
gegensätzlichen Anforderungen, einerseits ausreichende Biegesteifigkeit in Umfangsrichtung
und andererseits geringe radiale Erstreckung, lässt sich mit bisher bekannten Konstruktionsprinzipien
nur schwer ein befriedigender Kompromiss finden.
[0006] In dieser Beziehung stellen auch die verschiedenen bekannten Lösungen des Standes
der Technik für alternative Verbindungsprinzipien von Gehäuseflanschen keine in dieser
Hinsicht befriedigende Lösung dar, weil diese hauptsächlich das Ziel einer Vergrösserung
der Schliesskräfte, teilweise um den Preis einer geringeren Umfangssteifigkeit und
ohne Rücksicht auf den notwendigen Einbauraum haben.
So beschreibt
DE 853'451 Klammern, die über Keil- oder Kniehebelmechanismen aus relativ geringen horizontalen
Spannbolzenkräften deutlich höhere Schliesskräfte erzeugen. Um diese Schliesskräfte
ohne zu grosse Umfangsmomente infolge Umfangs-Wandzug und Abstand der Klammern von
der Wand-Mittellinie aufbringen zu können, müssen die Flansche besonders schmal gehalten
werden, was deren Umfangssteifigkeit noch weiter verringert, wobei dennoch der notwendige
radiale Einbauraum recht gross ist.
Ein alternativer Vorschlag mit einem ähnlichen Ziel ist Gegenstand der Schweizer Schrift
CH 319'355, bei dem die Schliesskräfte über einen Hebelmechanismus aus geringeren Bolzenspannkräften
erzeugt werden. Im Gegensatz zum vorherigen Lösungsvorschlag ist die Umfangssteifigkeit
wegen der grossen radialen Breite des Flansches ebenfalls erhöht, allerdings um den
Preis eines grossen Raumbedarfs mit entsprechend problematischem thermischen Verhalten.
US 2'457'073 stellt eine Kombination der beiden vorher diskutierten Prinzipien dar: eine Klammer
mit einem Hebelmechanismus wirkt auf eine schmale Nase in einer zylindrischen Wand
nahezu konstanter Dicke. Damit dürften transiente thermische Vorgänge recht gleichförmige
Temperaturverteilungen hervorrufen, die Biegesteifigkeit an der Trennebene ist aber
minimal.
US 2'276'603 schlägt ebenfalls Klammern mit einem Keilmechanismus zur Erhöhung der Schleisskräfte
vor, ähnlich vorgenannter
DE 853'451. Wegen der geringen verbleibenden vertikalen Anlageflächen zwischen Klammer und Gehäusehälfte
ist die Umfangsversteifung aber nur gering. Das Ziel sind offensichtlich allein die
grösseren Schliesskräfte.
US 2'169'092 schliesslich schlägt die Verwendung von doppel-T-förmigen eingeschrumpften Zugankern
anstelle von Bolzen vor.
[0007] Insgesamt ist festzustellen, dass die hier vorgestellten Lösungen in erster Linie
auf eine Abdichtung der Gehäuseschalen und die Erzeugung hoher Schliesskräfte gerichtet
sind, die Problematik der Umfangssteifigkeit und Massenverteilung und der Gefahr einer
asymmetrischen Deformation jedoch ausser Acht lassen.
Dies hat die zwangsläufige Folge, dass eine hohe Biegesteifigkeit in Umfangsrichtung
bei möglichst gleichmässiger Massenverteilung im Flanschbereich zur Gewährleistung
höchstmöglicher Rotationssymmetrie bei hoher mechanischer und thermischer Belastbarkeit
nach diesen Lösungen nicht erreicht wird.
[0008] Aber gerade bei Turbomaschinen ist eine asymmetrische Deformation des Gehäuses problematisch,
da das Gehäuse in der Regel dazu dient, Leitschaufeln und Dichtzonen für Laufschaufeln
zu tragen. Durch eine asymmetrische Deformation des Gehäuses wird die Durchströmung
der Turbomaschine gestört. Insbesondere können sich Radialspalte zwischen den Laufschaufeln
und den gehäuseseitigen Dichtzonen sowie zwischen den Leitschaufeln und rotorseitigen
Dichtzonen bilden bzw. vergrößern, was zu einer Umströmung der Schaufeln an deren
Spitze führt. Der Wirkungsgrad einer Strömungsmaschine wird jedoch signifikant reduziert,
wenn die energiereiche Strömung die Schaufeln an deren Spitze umströmt und dadurch
keine Arbeit auf die jeweilige Schaufel überträgt.
Darstellung der Erfindung
[0009] Hier setzt die Erfindung an. Die Erfindung, wie sie in den Ansprüchen gekennzeichnet
ist, beschäftigt sich mit dem Problem, für ein Gehäuse der eingangs genannten Art
eine verbesserte Ausführungsform anzugeben, die insbesondere die Formstabilität des
Gehäuses signifikant verbessert, indem die Umfangssteifigkeit auch im Bereich der
Trennebene nahezu konstant gleich dem Rest des Gehäuseumfangs ist, und wobei gleichzeitig
die radiale Erstreckung im Bereich der Trennebene weitgehend der übrigen Rotationskontur
des Gehäuses angepasst werden kann.
[0010] Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs
gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0011] Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, anstelle der jeweiligen insbesondere
horizontalen Flansche wenigstens eine Brücke anzubringen, die sich senkrecht zur Trennebene
erstreckt und die beiderseits der Trennebene jeweils in einem entsprechenden Brückenabschnitt
sowohl mit der einen Gehäuseschale als auch mit der anderen Gehäuseschale fest und
biegemomentsteif in Umfangsrichtung verbunden ist. Eine derartige Brücke bildet quer
zur Trennebene einen Anker, der die beiden Gehäusehälften in der Trennebene aneinander
anliegend fest miteinander verbindet. Dabei kann die mit Hilfe der Brücke erzielbare
lokale Biegesteifigkeit an der Trennebene nahezu ideal gleich dem Rest des Umfangs
gemacht werden. Zusätzlich kann erforderlichenfalls die Zugfestigkeit der Brücke durch
eine entsprechende Dimensionierung und/oder zusätzliche Konstruktionselemente um ein
Vielfaches größer sein als bei einer herkömmlichen Verschraubung, welche den Flansch
senkrecht zur Trennebene durchdringt. Das wichtigste Merkmal ist jedoch die biegemomentsteife
Verbindung in Umfangsrichtung bei gleichzeitiger Reduktion der radialen Erstreckung
in der Trennebene.
[0012] Die Brücke kann an einem der Brückenabschnitte oder an beiden Brückenabschnitten
mit der jeweils zugehörigen Gehäusehälfte verschraubt oder andersartig verbunden sein.
Mit Hilfe einer derartigen Verschraubung kann durch eine geeignete Auswahl der Schraubstellen
hinsichtlich Positionierung und/oder Anzahl und/oder Dimensionierung eine besonders
hohe Biegesteifigkeit und nötigenfalls auch Festigkeit für die jeweilige Verbindung
zwischen der jeweiligen Gehäuseschale und dem jeweiligen Brückenabschnitt hergestellt
werden.
[0013] Ebenso ist es grundsätzlich möglich, einen der beiden Brückenabschnitte in die zugehörige
Gehäuseschale zu integrieren, das heißt, die Brücke bildet dann einen integralen Bestandteil
der jeweiligen Gehäuseschale. Auf diese Weise ergibt sich besonders einfach eine feste
Verbindung zwischen der Gehäuseschale und der daran integral bzw. einstückig oder
einteilig ausgeformten Brücke, und es ist nur noch eine Seite der Brücke lösbar mit
der anderen Gehäuseschale verbunden.
[0014] Zusätzlich oder alternativ kann zumindest einer der Brückenabschnitte über eine Formschlussverbindung
mit der zugehörigen Gehäuseschale verbunden sein. Geeignete Formschlussverbindungen
sind beispielsweise eine Schwalbenschwanz-Kupplung, eine Hammerkopf-Kupplung oder
eine Klammer-Kupplung. Durch Formschluss lassen sich besonders hohe Momente und Kräfte
direkt zwischen der Brücke und der jeweiligen Gehäuseschale übertragen, wobei grundsätzlich
auf Schrauben zur Übertragung von Kräftepaaren von Umfangsmomenten und/oder Scherkräften
zwischen der Brücke und der jeweiligen Gehäuseschale verzichtet werden kann.
[0015] Weitere wichtige Merkmale und Vorteile des erfindungsgemäßen Gehäuses ergeben sich
aus den Unteransprüchen, aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung
anhand der Zeichnungen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0016] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen
auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche Komponenten beziehen. Es zeigen,
jeweils schematisch,
- Fig. 1 bis 9
- jeweils einen Querschnitt durch ein erfindungsgemäßes Gehäuse im Bereich der Trennebene
der Gehäuseschalen bei unterschiedlichen Ausführungsformen.
[0017] Entsprechend den Fig. 1 bis 9 umfasst ein erfindungsgemäßes Gehäuse 1 eine erste
Gehäuseschale 2 sowie eine zweite Gehäuseschale 3. Die beiden Gehäuseschalen 2, 3
liegen entlang einer Trennebene 4 aneinander an. Das Gehäuse 1 ist dabei das Gehäuse
1 einer Maschine, vorzugsweise einer Turbomaschine, wie zum Beispiel einer Turbine,
einer Gasturbine, einer Dampfturbine, eines Kompressors oder eines Verdichters. Das
Gehäuse 1 ist bei den hier gezeigten Ausführungsbeispielen rotationssymmetrisch geformt.
Dies ist indes nicht obligatorisch. Die Anwendung dieser Erfindung auf andere Gehäuseformen
oder Maschinentypen ist ebenso möglich. Im Betrieb der jeweiligen Maschine kann das
Gehäuse 1 intern oder extern mit einem Überdruck belastet sein. Ebenso kann das Gehäuse
1 intern oder extern thermisch belastet sein. Dementsprechend sind die Gehäuseschalen
2, 3 starken Verformungskräften ausgesetzt.
Um die beiden Gehäuseschalen 2, 3 aneinander zu befestigen, ist im Bereich der Trennebene
4 zumindest eine Brücke 6 vorgesehen. Diese Brücke 6 ist aufgrund der oben genannten
starken Belastungen des Gehäuses 1 ebenfalls besonders hohen Belastungen ausgesetzt.
Die Brücke 6 kann sich grundsätzlich in axialer Richtung über die gesamte Länge des
Gehäuses 1 erstrecken. Ebenso ist es möglich, mehrere solcher Brücken 6 in der Achsrichtung
des Gehäuses 1 hintereinander anzuordnen. Des weiteren ist klar, dass das Gehäuse
1 in der diametral gegenüberliegenden Trennebene 4 ebenfalls zumindest eine solche
Brücke 6 aufweisen kann.
[0018] Damit die Brücke 6 aufgrund der auftretenden Belastungen nicht zu einer unsymmetrischen
Deformation des Gehäuses 1 führt, sollte sie im wesentlichen dieselben Festigkeits-
und Steifigkeitswerte und insbesondere dieselben thermischen Eigenschaften (Masse,
Wandstärke, radiale Erstreckung) wie der übrige Bereich der Gehäuseschalen 2, 3 aufweisen.
Diese Brücke 6 erstreckt sich senkrecht zur Trennebene 4 und ist so angeordnet, dass
sie die Trennebene 4 durchdringt. Dementsprechend weist die Brücke 6 einen ersten
Brückenabschnitt 7 auf, der sich auf derselben Seite der Trennebene 4 befindet wie
die erste Gehäuseschale 2. Des weiteren weist die Brücke 6 einen zweiten Brückenabschnitt
8 auf, der sich wie die zweite Gehäuseschale 3 auf der anderen Seite der Trennebene
4 befindet. Der erste Brückenabschnitt 7 ist mit der ersten Gehäuseschale 2 fest verbunden.
Der zweite Brückenabschnitt 8 ist mit der zweiten Gehäuseschale 3 fest verbunden.
[0019] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 sind beide Brückenabschnitte 7 und 8 mit der
zugehörigen Gehäuseschale 2, 3 verschraubt. Entsprechende Verschraubungen 9 sind in
Fig. 1 strichpunktiert angedeutet. Die Anzahl und/oder Positionierung und/oder Dimensionierung
der Verschraubungen 9 wird in Abhängigkeit der zu übertragenden Kräfte und Momente
gewählt.
[0020] Um besonders hohe Momente und auch Kräfte zwischen der Brücke 6 und den Gehäuseschalen
2, 3 übertragen zu können, ist am jeweiligen Brückenabschnitt 7, 8 eine zugehörige
Kontaktfläche vorgesehen, nämlich eine erste Kontaktfläche 10 am ersten Brückenabschnitt
7 und eine zweite Kontaktfläche 11 am zweiten Brückenabschnitt 8. Komplementär dazu
weist die erste Gehäuseschale 2 eine erste Gegenkontaktfläche 12 auf, während die
zweite Gehäuseschale 3 eine zweite Gegenkontaktfläche 13 besitzt. Im montierten Zustand
liegen die Kontaktflächen 10, 11 an der jeweiligen Gegenkontaktfläche 12, 13 flächig
an. Die Anbindung der Brücke 6 an die Gehäuseschalen 2, 3 erfolgt zweckmäßig so, dass
die jeweilige Kontaktfläche 10, 11 gegen die jeweilige Gegenkontaktfläche 12, 13 angepresst
ist. Erreicht wird dies bei der Variante gemäß Fig. 1 durch eine entsprechende Verspannung
zwischen Brücke 6 und Gehäuseschalen 2, 3 senkrecht zu den Kontaktflächen 10, 11 bzw.
Gegenkontaktflächen 12, 13, die mit Hilfe der Verschraubungen 9 erzeugt wird. Durch
breite Kontaktflächen und vermehrt noch durch eine mehrreihige Anordnung der Verschraubung
wird eine gute Übertragung von Umfangsmomenten auch schon bei relativ geringen Schraubenkräften
erreicht. Durch die Verspannung ergibt sich zusätzlich eine Kraftübertragung zwischen
den Kontaktflächen 10, 11 und den Gegenkontaktflächen 12, 13, also zwischen den Gehäuseschalen
2, 3 über die Brücke 6 durch Scherkräfte. Um die übertragbaren Scherkräfte zu erhöhen,
kann es zweckmäßig sein, die Oberflächen der Kontaktflächen 10, 11 und/oder die Oberflächen
der Gegenkontaktflächen 12, 13 mit einem erhöhten Reibungsbeiwert zu versehen. Beispielsweise
können die Reibungsbeiwerte durch eine vergrößerte Rauhigkeit der jeweiligen Oberfläche
erhöht werden.
[0021] Bei der hier gezeigten Ausführungsform erstrecken sich die Kontaktflächen 10, 11
und die Gegenkontaktflächen 12, 13 in einer Ebene 14, die auf der Trennebene 4 steht.
Bei der hier gezeigten Ausführungsform steht diese Ebene 14 senkrecht auf der Trennebene
4. Erfindungsgemäss mit eingeschlossen sind Ausführungsformen mit leicht schrägstehenden
Kontaktflächen, insbesondere mit zur Symmetrieebene des Gehäuses spiegelbildlich schrägstehenden
Kontaktflächen ähnlich einer Aushebeschräge, die insbesondere den Montage- und Demontagevorgang
vereinfachen (Fig. 2a und 4a).
[0022] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 sind die Gehäuseschalen 2, 3 im Bereich der
Trennebene 4 außerdem mit einer weiteren Verschraubung direkt miteinander verbunden,
was Vorteile bei Bearbeitung, Montage und im Betrieb bieten kann, insbesondere im
Hinblick auf die Dichtigkeit der Gehäuseverbindung. Diese Verschraubung ist mit strichpunktierten
Linien angedeutet und mit 15 bezeichnet. Dabei ist diese Verschraubung 15 in herkömmlicher
Weise so angeordnet, dass sie die Trennebene 4, vorzugsweise senkrecht, durchdringt.
Um radialen Einbauraum zu sparen und besonders, wenn die zusätzliche konventionelle
Verschraubung nur der Bearbeitung oder Montage dient, können sich konventionelle Schrauben
und die Brücken lokal hintereinander in axialer Richtung abwechseln.
[0023] Fig. 1 zeigt somit eine Ausführungsform, bei welcher die Brücke 6 mit vergleichsweise
geringem Aufwand an einen im Grunde herkömmlich gestalteten Flanschbereich angebaut
werden kann, um auf diese Weise die Steifigkeit des Flansches 5 erheblich zu verbessern.
Eine derartige Ausführungsform ist insbesondere nachrüstfähig.
[0024] Die Brücke 6 kann besonders einfach so dimensioniert werden, dass die damit übertragbaren
Zugkräfte erheblich größer sind als Zugkräfte, die mittels konventioneller Verschraubungen
übertragen werden können. Zusätzlich wird die Momentsteifigkeit erhöht. Gleichzeitig
baut eine derartige Brücke 6 vergleichsweise kompakt, wodurch die Außenkontur des
Gehäuses 1 hinsichtlich seiner Symmetrie nicht oder nur geringfügig gestört wird.
[0025] Die Brücke 6 kann beispielsweise als Platte ausgestaltet sein. Ebenso ist es möglich,
die Brücke 6 als Stab auszugestalten. Bei einer plattenförmigen Brücke 6 ist eine
Längsabmessung der Brücke 6, die in der Trennebene 4 und in der Längsrichtung des
Gehäuses 1 gemessen ist, größer als eine Querabmessung der Brücke 6, die quer zur
Trennebene 4, also entlang der Ebene 14 gemessen ist. Eine plattenförmige Brücke 6
lässt sich durch eine entsprechende Anzahl von Verschraubungen 9 mit hinreichender
Festigkeit an den Gehäuseschalen 2, 3 verankern. Im Unterschied dazu ist bei einer
stabförmigen Brücke 6 die Längsabmessung der Brücke 6 jedenfalls kleiner als die Querabmessung
der Brücke 6. Vorzugsweise liegt die Längsabmessung der Brücke 6 bei einer stabförmigen
Brücke 6 im Bereich einer Dicke, die in der Trennebene 4 und quer zur Längsrichtung
des Gehäuses 1 gemessen ist.
[0026] Entsprechend Fig. 2 erhält man eine andere, vorteilhafte Ausführungsform, wenn die
Lage der Ebene 14 so gewählt wird, dass sich die Brücke 6 vollständig oder nahezu
vollständig innerhalb der rotationssymmetrischen Außenkontur 16 des Gehäuses 1 befindet.
Um diese Formintegration der Brücke 6 zu erreichen, ist an den beiden Gehäuseschalen
2, 3 eine entsprechende Aussparung 20 ausgebildet, in welche die Brücke 6 mit ihren
Brückenabschnitten 7, 8 eingesetzt ist. Die Kontakt- bzw. Gegenkontaktflächen 10,
11 bzw. 12, 13 liegen bei Fig. 2 alle in einer Ebene, was für die Bearbeitung von
Vorteil sein kann, jedoch bei grossen Gehäuseradien relativ grosse Brücken 6 bedeutet.
Alternativ kann in derartigen Fällen die Grösse der Brücke 6 auf das für die Moment-
und Kraftübertragung erforderliche Mass reduziert werden, indem gemäss Fig. 2a die
Kontakt- bzw. Gegenkontaktflächen 10, 11 bzw. 12, 13 nicht mehr in einer Ebene belassen
werden. Entweder können die Kontaktflächen zwar eben bleiben, jedoch in Form eines
stumpfen Keils angeordnet sein oder sonst irgendeine mathematisch stetige oder auch
unstetige Kurvenform beschreiben,wie beispielsweise einen Kreisbogen.
[0027] Vorzugsweise erfolgt die Auslegung der Brücke 6 so, dass sich im Querschnitt des
Gehäuses 1 in der Umfangsrichtung des Gehäuses 1 über den Bereich der Trennebene 4
hinweg eine im wesentlichen konstante Massenverteilung ergibt. Auf diese Weise besitzt
das Gehäuse eine weitgehend konstante Biegesteifigkeit und darüber hinaus im wesentlichen
dieselben thermischen Eigenschaften über den gesamten Umfang, wodurch bei den im Betrieb
der Maschine auftretenden Belastungen eine symmetrische Verformung des Gehäuses 1
besonders einfach erreicht wird.
[0028] Während Fig. 1 eine solche Ausführungsform der Erfindung wiedergibt, bei welcher
die Brücke 6 an ein Gehäuse mit einem im Grunde herkömmlich gestalteten Flanschbereich
5 angebaut werden kann, zeigen die Varianten gemäß Fig. 2 und Fig. 2a sowie alle folgenden
Varianten erfindungsgemässe, von gängigen Konstruktionen nach dem Stand der Technik
sehr abweichende Gehäusebauarten.
[0029] Fig. 3 zeigt eine der Fig. 2 sehr ähnliche Ausführungsform, bei der jedoch die Brücke
6 nicht vollständig in die Außenkontur 16 des Gehäuses 1 integriert ist, sondern geringfügig
in radialer Richtung über die Gehäusekontur 16 vorsteht. Dadurch wird etwas mehr radialer
Raum zu einer optimalen Anordnung der Verschraubung und einer weiteren Optimierung
des Biegesteifigkeitsverlaufs gewonnen auf Kosten eines etwas grösseren Einbauraums
und eines geringfügig verschlechterten thermischen Verhaltens.
[0030] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 4 bildet der zweite Brückenabschnitt 8 der Brücke
6 einen integralen Bestandteil der zweiten Gehäuseschale 3. Das heißt, die Brücke
6 bildet bei dieser Ausführungsform kein separates Bauteil, sondern ist einteilig
oder einstückig an einer der Gehäuseschalen 2 oder 3, hier an der zweiten Gehäuseschale
3, ausgeformt.
Ähnlich wie in Fig. 2a kann auch bei der in eine der Gehäuseschalen 2 oder 3 integrierten
Brücke 6 die Kontaktfläche gemäss Fig. 4a schräg oder kurvenförmig ausgeführt sein.
[0031] Bei den Ausführungsformen der Fig. 5 bis 8 sind Formschlussverbindungen 17 vorgesehen,
mit deren Hilfe die jeweiligen Brückenabschnitte 7, 8 mit den zugehörigen Gehäuseschalen
2, 3 fest verbunden sind. Dabei sind diese Formschlussverbindungen 17 jeweils so ausgestaltet,
dass sie die beiden Gehäuseschalen 2, 3 entlang der Trennebene 4 aneinander anliegend
fixieren. Das heißt, die Formschlussverbindungen 17 verhindern eine Relativbewegung
zwischen den beiden Gehäuseschalen 2, 3 quer zur Trennebene 4.
Solche zusätzlichen Formschlussverbindungen 17 sind von Vorteil, wenn neben den Umfangsmomenten
auch noch hohe Kräfte zu übertragen sind. Insbesondere erlauben sie, die Verschraubung
nur entsprechend der Momentübertragung zu dimensionieren - was wegen der relativ grössen
Höhe der Kontaktflächen und damit grossen Schraubenabstände meist nur relativ kleine
Bolzen erfordert - ohne Zuschläge wegen zusätzlicher Scherbelastung der Schrauben
berücksichtigen zu müssen.
[0032] Im einzelnen handelt es sich bei der in Fig. 5 gezeigten Variante um eine Formschlussverbindung
17, die eine Klammer-Kupplung darstellt. Diese Klammer-Kupplung hat den Vorteil, dass
sie bezüglich der Längsrichtung des Gehäuses 1 radial montierbar ist. Dabei übergreifen
Endabschnitte 18 der Brücke 6 Endabschnitte 19 der Gehäuseschalen 2, 3.
[0033] Bei der Variante gemäß Fig. 6 ist die Formschlussverbindung 17 nach Art einer Schwalbenschwanz-Kupplung
ausgestaltet, wobei hier die Endabschnitte 18 der Brücke 6 ebenfalls komplementäre
Endabschnitte 19 der Gehäuseschalen 2, 3 hintergreifen. Die in Fig. 6 gezeigte Brücke
6 muss bezüglich der Längsrichtung des Gehäuses 1 axial montiert werden.
[0034] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 7 ist die Formschlussverbindung 17 nach Art einer
Hammerkopf-Kupplung ausgestaltet. Auch hier bilden die Endabschnitte 19 der Gehäuseschalen
2, 3 wie bei der Variante gemäß Fig. 6 Hinterschnitte, welche die Endabschnitte 18
der Brücke 6 hintergreifen. Auch hier ist die Brücke 6 axial montierbar.
Die Verschraubungen 9 könnten bei dieser Art Formschlussverbindung 17 grundsätzlich
entfallen oder weiter reduziert werden, wenn man entweder die Formschlussverbindung
etwa in die Mitte der jeweiligen Kontaktflächen legt, damit das Moment durch die flächige
Abstützung zu beiden Seiten übertragen werden kann, oder indem man an ihrer Stelle
jeweils eine zweite Reihe solcher Verbindungen näher an der Trennebene 4 anordnet,
damit auch die Kräftepaare aus den Umfangsmomenten durch geeignete Fromschlussverbindungen
in radialer Richtung über die Kontaktflächen übertragen werden können (Fig. 7a).
[0035] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 8 ist die Formschlussverbindung 17 durch Scherkräfte
übertragende Formschlusskonturen an den Kontaktflächen 10, 11 und an den Gegenkontaktflächen
12, 13 gebildet. Ein Detail A zeigt dabei eine Variante, bei welcher diese Formschlusskonturen
eine Art Verzahnung bilden, wobei die jeweilige Kontaktfläche 10 mit axialen Zahnreihen
versehen ist, die in komplementäre Zahnreihen eingreifen, die an der Gegenkontaktfläche
12 ausgebildet sind. Im Unterschied dazu zeigt das Detail B eine andere Ausführungsform,
bei welcher die Formschlusskonturen wellenförmig gestaltet sind. Die jeweilige Kontaktfläche
11 weist dabei eine Vielzahl von Wellen auf, die sich im wesentlichen axial erstrecken
und die in dazu komplementäre Wellen eingreifen, die an der zugehörigen Gegenkontaktfläche
13 ausgebildet sind. Bei dieser Ausführungsform sind die Verschraubungen 9 erforderlich,
um die Kontaktflächen 10, 11 gegen die Gegenkontaktflächen 12, 13 zu verspannen.
[0036] Dabei ist klar, dass die in Fig. 8 gezeigten Ausführungsformen der Formschlusskonturen
rein exemplarisch sind, so dass grundsätzlich auch andere geeignete Formschlusskonturen
zur Anwendung kommen können.
[0037] Während bei den Ausführungsformen der Fig. 1 bis 8 die Kontaktflächen 10, 11 und
die Gegenkontaktflächen 12, 13 jeweils in der Ebene 14 liegen, zeigt Fig. 9 eine Ausführungsform,
bei welcher die Kontaktflächen 10, 11 und die Gegenkontaktflächen 12, 13 einen gekrümmten
Verlauf aufweisen und sich dementsprechend entlang einer Krümmung erstrecken. Diese
Krümmung ist zum Inneren des Gehäuses 1 hin konkav. Vorzugsweise erstreckt sich diese
Krümmung koaxial zu einer Krümmung der Gehäuseschalen 2, 3, also koaxial zu einer
Krümmung des Gehäuses 1 im Bereich der Trennebebe 4. Wie bei der Variante gemäß Fig.
2 ist auch bei der Ausführungsform gemäß Fig. 9 an den Gehäuseschalen 2, 3 eine Aussparung
20 vorgesehen, in welche die Brücke 6 eingesetzt ist. Im vorliegenden Fall sind Brücke
6 und Aussparung 20 außerdem so aufeinander abgestimmt, dass die Brücke 6 in der Aussparung
versenkt angeordnet ist und insbesondere innerhalb der Außenkontur 16 des Gehäuses
1 verläuft.
[0038] Die hier dargestellten Ausführungsformen sind rein exemplarisch und somit ohne Beschränkung
der Allgemeinheit. So fallen andere als rotationssymmetrische Gehäusebauarten ebenso
unter die Erfindung. Auch sind solche Bauarten mit einer horizontalen Trennebene und
dazu senkrecht, also vertikal, angeordneten Brücken zwar eine sehr häufige Ausführungsform,
indes ist jede andere räumliche Ausrichtung ebenso möglich, beispiesweise eine vertikale
Trennebene und horizontale Brücken.
Des weiteren versteht es sich von selbst, dass einzelne Merkmale der einen Ausführungsformen
mit Merkmalen der anderen Ausführungsformen kombinierbar sind, ohne den Rahmen der
Erfindung zu verlassen. Insbesondere sind die mit Bezug auf Fig. 1 erläuterten zusätzlichen
Merkmale, wie weitere Verschraubung 15, erhöhte Reibungsbeiwerte in den Kontaktflächen
10, 11 und Gegenkontaktflächen 12, 13, Formgebung der Brücke 6, Positionierung, Dimensionierung
und Anzahl der Verschraubungen 9, ohne weiteres auf die anderen Ausführungsformen
übertragbar.
Insbesondere lassen sich die unterschiedlichen Formschlussverbindungen 17 und die
Verschraubungen 9 kombinieren. Beispielsweise kann der eine Brückenabschnitt 7, 8
mit einer ersten Formschlussverbindung 17 versehen sein, während der andere Brückenabschnitt
8 oder 7 mit einer zweiten Formschlussverbindung 17 oder nur mit Verschraubungen 9
an der jeweiligen Gehäuseschale 2, 3 befestigt ist.
Bezugszeichenliste
[0039]
- 1
- Gehäuse
- 2
- erste Gehäuseschale
- 3
- zweite Gehäuseschale
- 4
- Trennebene
- 5
- Flansch
- 6
- Brücke
- 7
- erster Brückenabschnitt
- 8
- zweiter Brückenabschnitt
- 9
- Verschraubung
- 10
- erste Kontaktfläche
- 11
- zweite Kontaktfläche
- 12
- erste Gegenkontaktfläche
- 13
- zweite Gegenkontaktfläche
- 14
- Ebene
- 15
- Verschraubung
- 16
- Außenkontur
- 17
- Formschlussverbindung
- 18
- Endabschnitt von 6
- 19
- Endabschnitt von 2 bzw. 3
- 20
- Aussparung
1. Gehäuse für eine Maschine, insbesondere für eine Turbomaschine,
mit einer ersten Gehäuseschale (2), die entlang einer Trennebene (4) an einer zweiten
Gehäuseschale (3) anliegt, und wobei die beiden Gehäuseschalen (2, 3) im Bereich der
Trennebene (4) aneinander befestigt sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Bereich der Trennebene (4) zumindest eine Brücke (6) angeordnet ist, die sich
quer zur Trennebene (4) erstreckt und die auf der einen Seite der Trennebene (4) in
einem ersten Brückenabschnitt (7) mit der ersten Gehäuseschale (2) und auf der anderen
Seite der Trennebene (4) in einem zweiten Brückenabschnitt (8) mit der zweiten Gehäuseschale
(3) fest verbunden ist.
2. Gehäuse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
- dass zumindest einer der Brückenabschnitte (7, 8) mit der zugehörigen Gehäuseschale (2,
3) verschraubt ist, und/oder
- dass diese Verschraubung oder andersartige Verbindung besonders zur Übertragung von Biegemomenten
in Umfangsrichtung geeignet ist, und/oder
- dass einer der Brückenabschnitte (7, 8) ein integraler Bestandteil der zugehörigen Gehäuseschale
(2, 3) ist, und/oder
- dass zumindest einer der Brückenabschnitte (7, 8) mit der zugehörigen Gehäuseschale (2,
3) über eine Formschlussverbindung (17) verbunden ist, und/oder
- dass zumindest einer der Brückenabschnitte (7, 8) innerhalb einer zylindrischen Außenkontur
(16) des Gehäuses (1) verläuft, und/oder
- dass sich zumindest einer der Brückenabschnitte (7, 8) innerhalb einer Aussparung (20)
erstreckt, die an der zugehörigen Gehäuseschale (2, 3) ausgebildet ist.
3. Gehäuse nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest an einem der Brückenabschnitte (7, 8) eine Kontaktfläche (10, 11) ausgebildet
ist, mit welcher der Brückenabschnitt (7, 8) an einer Gegenkontaktfläche (12, 13)
flächig anliegt, die an der zugehörigen Gehäuseschale (2, 3) ausgebildet ist.
4. Gehäuse nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Brücke (6) so mit den Gehäuseschalen (2, 3) verbunden ist, dass die jeweilige
Kontaktfläche (10, 11) gegen die zugehörige Gegenkontaktfläche (12, 13) gepresst ist,
und/oder
- dass die jeweilige Kontaktfläche (10, 11) und/oder die zugehörige Gegenkontaktfläche (12,
13) eine Oberfläche mit erhöhtem Reibungsbeiwert aufweist/aufweisen, und/oder
- dass die jeweilige Kontaktfläche (10, 11) und die zugehörige Gegenkontaktfläche (12, 13)
Scherkräfte übertragende, zueinander komplementäre Formschlusskonturen aufweisen,
und/oder
- dass sich die jeweilige Kontaktfläche (10, 11) und die zugehörige Gegenkontaktfläche (12,
13) in einer Ebene (14) erstrecken, die, insbesondere senkrecht, auf der Trennebene
(4) steht, und/oder
- dass sich die jeweilige Kontaktfläche (10, 11) und die zugehörige Gegenkontaktfläche (12,
13) entlang einer zum Inneren des Gehäuses (1) hin konkaven Krümmung erstrecken, die
sich insbesondere koaxial zu einer Krümmung der Gehäuseschalen (2, 3) im Bereich der
Trennebene (4) erstreckt.
5. Gehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Gehäuseschalen (2, 3) im Bereich der Trennebene (4) ausschließlich über
die jeweilige Brücke (6) aneinander befestigt sind.
6. Gehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Gehäuseschalen (2, 3) im Bereich der Trennebene (4) zusätzlich direkt miteinander
verschraubt sind.
7. Gehäuse nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die jeweilige Verschraubung (15) die Trennebene (4) durchdringt.
8. Gehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
- dass das Gehäuse (1) axialsymmetrisch und/oder zylindrisch und/oder rotationssymmetrisch
ausgebildet ist, und/oder
- dass das Gehäuse (1) im Betrieb der Maschine intern oder extern mit Überdruck und/oder
thermisch belastet ist.
9. Gehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
- dass zumindest eine solche Brücke (6) als Platte ausgestaltet ist, deren in der Trennebene
(4) und in der Längsrichtung des Gehäuses (1) gemessene Längsabmessung größer ist
als deren quer zur Trennebene (4) gemessene Querabmessung, und/oder
- dass zumindest eine solche Brücke (6) als Stab ausgestaltet ist, dessen in der Trennebene
(4) und in der Längsrichtung des Gehäuses (1) gemessene Längsabmessung kleiner ist
als dessen quer zur Trennebene (4) gemessene Querabmessung.
10. Gehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Gehäuseschalen (2,3) im Bereich der Trennebene (4) und die jeweilige Brücke (6)
so ausgelegt sind, dass sich über den gesamten Gehäuseumfang hinweg eine wenigstens
annähernd konstante Massenverteilung ergibt.