(19)
(11) EP 1 147 917 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
18.10.2006  Patentblatt  2006/42

(21) Anmeldenummer: 01106447.4

(22) Anmeldetag:  23.03.2001
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B42C 9/00(2006.01)

(54)

Vorrichtung zum Verbinden von Falzprodukten

Device for binding folded products

Dispositif pour rélier des produits pliés


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR

(30) Priorität: 19.04.2000 DE 10019273

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
24.10.2001  Patentblatt  2001/43

(73) Patentinhaber: Heidelberger Druckmaschinen Aktiengesellschaft
69115 Heidelberg (DE)

(72) Erfinder:
  • Baumann, Alfred
    71701 Schwieberdingen (DE)
  • Lampart, Klaus
    70190 Stuttgart (DE)
  • Schumann, Klaus
    04277 Leipzig (DE)

(74) Vertreter: Fey, Hans-Jürgen et al
Heidelberger Druckmaschinen AG Patentabteilung Kurfürsten-Anlage 52-60
69115 Heidelberg
69115 Heidelberg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
US-A- 5 137 409
US-A- 5 678 813
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verbinden von auf einer Sammelkette zusammengetragenen Falzprodukten, insbesondere Falzbogen oder fadengesiegelte Falzbogen.

    [0002] Sammelhefter sind papierverarbeitende Maschinen, die aus einer Mehrzahl von gefalzten Bögen ein Produkt herstellen, wobei die einzelnen gefalzten Bögen so mit einander verbunden werden, dass ein Endprodukt entsteht. Bei den so hergestellten Endprodukten handelt es sich um mehrseitige Druckprodukte, wie beispielsweise Magazine, Broschüren oder ähnliches. Derartige Sammelhefter weisen üblicherweise einen oder mehrere Falzbogenanleger auf, die die einzelnen Falzbögen einer Sammelkette zuführen, auf der die unterschiedlichen Falzbögen so in Gruppen gesammelt werden, dass das gewünschte Endprodukt entsteht. Die auf der Sammelkette hängenden Gruppen von Falzbögen werden üblicherweise einer Heftstation, die einen oder mehrere Heftköpfe aufweist, zugeführt. In der Heftstation werden die Falzprodukte an ihren Rücken mit Drahtheftklammern verbunden. Nach dem Heften werden die so miteinander verbundenen Gruppen von Falzbögen einem Trimmer zugeführt, der für den Randschnitt der gehefteten Erzeugnisse sorgt und diese dann anschließend einer Auslage zuführt.

    [0003] Die Falzbogen, die im Falzbogenanleger liegend oder auf dem Rücken stehend vorgesehen sind, werden vereinzelt, geöffnet und auf die Sammelkette aufgelegt. Dieser Vorgang wird mit jedem Falzbogenanleger solange wiederholt bis die gewünschte Anzahl von Falzprodukten als Gruppe übereinander auf der Sammelkette hängt und auf dieser registergenau angeordnet ist. Abschließend wird der Gruppe entweder mithilfe des letzten Anlegers ein gefalztes Deckblatt zugeführt. Alternativ kann auch mithilfe eines so genannten Umschlagfalzanlegers ein Bogen während der Zuführung auf die Sammelkette gefalzt und so der Umschlag über der Gruppe von Falzprodukten angeordnet werden.

    [0004] Zum Verbinden der so gesammelten Falzprodukte wird der Umschlag zusammen mit den übrigen Falzprodukten einer Heftstation zugeführt, in der ein oder mehrere Heftklammern durch die Rücken der Falzprodukte gestochen und somit die Falzprodukte sowie der Umschlag miteinander verbunden werden. Ein derartiges Verfahren ist beispielsweise aus dem Deutschen Patent DE 197 38 929 bekannt.

    [0005] Aus der US 5,137,409 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Verbinden von Druckerei-Teilprodukten zu einem Endprodukt bekannt. Die Druckerei-Teilprodukte sind bereits vorgebunden und werden auf Sammelauflagen rücklings aufliegend rotierend an einer Klebestation vorbeigeführt, an welcher die Falzrückenkante des bereits vorgebundenen Teilproduktes mit einem Kleber beaufschlagt wird. Anschließend wird ein weiteres Teilprodukt oder ein Umschlag auf das Teilprodukt aufgebracht und mit diesem verklebt.

    [0006] Aus der US 5,678,813 ist eine Verbindung bekannt, die eine Heft- und eine Beleimstation aufweist. Nachdem die Signaturen in der Heftstation geheftet wurden, werden die Signaturen anschließend auf ihrer Rückseite beleimt. Anschließend wird der Umschlag aufgelegt und angepresst.

    [0007] Obwohl die Verbindung der Falzprodukte mit Heftklammern zu einer sicheren Verknüpfung der Falzprodukte miteinander führt, kann es erforderlich sein, dass die Falzprodukte anders als durch Drahtklammern miteinander verbunden werden. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn das zu erzeugende Endprodukt überwiegend von Kindern oder Kleinkindern benutzt werden soll, bei denen besonders stark darauf zu achten ist, dass eine mögliche Verletzungsgefahr ausgeschlossen wird. So können beispielsweise für Kinder hergestellte Malbücher sowie Bau- oder Bedienungsanleitungen für Kinderspielzeuge, die mit einer Drahtklammer geheftet sind an ihrer Innenseite leicht zu Verletzungen an den Kinderhänden führen.

    [0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine alternative Vorrichtung zu schaffen, mit der es möglich ist, Falzprodukte auf einem Sammelhefter fest miteinander zu verbinden und dennoch die Verletzungsgefahr durch eine Drahtheftung zu vermeiden.

    [0009] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung gemäß den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

    [0010] Generell zeichnet sich die erfindungsgemäße Vorrichtung also dadurch aus, dass am Sammelhefter wenigstens eine zusätzliche Station vorgesehen ist, mit deren Hilfe es möglich ist, Kleb- oder Leimstoffe auf den Rücken des in einer Gruppe von Falzprodukten zuoberst liegenden Falzproduktes oder auf ein einzelnes Falzprodukt aufzutragen, so dass damit die Möglichkeit geschaffen wird, eine Umschlagsseite aufzubringen und mit dem oder den übrigen Falzprodukten fest zu verbinden, ohne dabei Drahtklammern zu. verwenden. Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn die Gruppe von Falzprodukten ohne den Umschlag bereits auf andere Weise miteinander verbunden sind. Hierbei kommen insbesondere fadengesiegelte Falzprodukte in Betracht, die in einem vorherigen Arbeitsgang mit Hilfe eines Fadens thermoplastisch verbunden worden sind.

    [0011] Die erfindungsgemäße Vorrichtung hat somit den Vorteil, dass mit ihrer Hilfe Druckprodukte erzeugt werden können, die fest miteinander verbunden sind, wobei auf Drahtklammern, die immer eine Verletzungsgefahr in sich bergen, vollständig verzichtet werden kann. Darüber hinaus ist es von Vorteil, dass beim Recycling des Papiermaterials das aufwendige Entfernen der Drahtklammern vollständig entfällt und somit der Recyclingprozess erheblich vereinfacht wird.

    [0012] Die erfindungsgemäße Vorrichtung beinhaltet darüber hinaus den Vorteil, dass die Beleimungsstation an bereits bestehende Sammelhefter als Zusatzelement angebracht werden kann, so dass damit die Möglichkeit besteht, wahlweise die klassische Klammerheftung mit Hilfe von Drahtklammern und/oder ein klammerloses Verbinden der Falzprodukte mit Hilfe der Beleimungsstation durchzuführen.

    [0013] Weitere Vorteile und vorteilhafte Weiterentwicklungen sind Gegenstand der nachfolgenden Figuren und deren Beschreibungen, bei deren Darstellung zugunsten der Übersichtlichkeit auf einen maßstabgetreue Wiedergabe verzichtet wurde. Es zeigen im Einzelnen:
    Fig. 1
    die schematische Darstellung eines Sammelhefters,
    Fig. 2
    schematisch eine erfindungsgemäße Vorrichtung im Bereich der Beleimungsstation.


    [0014] In Fig. 1 ist schematisch eine Fördereinrichtung bzw. Transportvorrichtung eines erfindungsgemäßen Sammelhefters mit Beleimstation gezeigt. Diese Transportvorrichtung ist üblicherweise als Sammelkette 10 ausgeführt. Auf die Sammelkette 10 werden von einer Vielzahl von Falzbogenanlegern, die aus Gründen der Übersichtlichkeit in Fig. 1 nicht gezeigt sind, aus den jeweils in den Falzbogenanlegern vorhandenen Falzproduktstapeln 12, 14 einzelne Falzprodukte 20a, 20b gefördert, so dass diese übereinander hängend auf der Sammelkette zum Liegen kommen. Auf diese Weise entstehen Gruppen von Falzprodukten 16, 18, die auf der Sammelkette in Pfeilrichtung A befördert werden. Wie in Fig. 1 gezeigt, können die Stapel von Falzprodukten dabei als Stapel 12 auf ihrem Rücken stehend oder als Stapel 14 auf einer ihrer Flächen liegend der Sammelkette zugeführt werden. Bei den Falzprodukten 20a, 20b kann es sich beispielsweise um gefalzte Bögen, Signaturen oder bereits in einem vorhergehenden Arbeitsschritt miteinander verbundene gefalzte Signaturen oder Bögen handeln. Zur vorherigen Verbindung der Falzprodukte kommt insbesondere das so genannte Fadensiegeln in Betracht.

    [0015] Jede Gruppe von Signaturen 16 wird auf der Förderkette 10 in Richtung des Pfeiles A gefördert und gelangt so zu einer Einrichtung 25, mit deren Hilfe es möglich ist, einen Klebstoff, wie beispielsweise einen Leim, auf den Rücken 32 des zuoberst liegenden Falzproduktes 20a einer Gruppe 16 aufzutragen. Nach dem Auftragen des Klebstoffes wird die Gruppe weiter in Pfeilrichtung A bewegt und kann zu einer weiteren Station 11 geführt werden, in der über das zu oberst liegende Falzprodukt 20a ein weiteres 20b gelegt wird. Mithilfe einer Andruckrolle 27 wird das Falzprodukt 20b fest mit den übrigen Falzprodukten, insbesondere mit dem Falzprodukt 20a verbunden.

    [0016] Weiterhin kann optimal eine zweite Leimstation 24 vorgesehen werde, mit der nun in ähnlicher Weise Leim auf das nun zu oberst liegende Falzprodukt 20b aufgetragen wird. Durch den weiteren Transport der Gruppe 18 entlang des Förderweges A gelangt die Gruppe 18 zu einer weiteren Station 26.

    [0017] Hier wird auf die Gruppe 18 eine Umschlagsseite 22 auf den mit Klebstoff bedeckten Rücken 32 der Signatur 20b gelegt wird. Diese wird anschließend mithilfe der Andruckrolle 29 angedrückt.

    [0018] Sofern also alle Falzprodukte einer Gruppe 16, 18 bereits miteinander verbunden sind, wird durch das Aufbringen des Klebstoffes in der Station 24 das vollständige Verbinden einer Umschlagseite mit den übrigen Falzprodukten ermöglicht, ohne dass es erforderlich wäre, die Falzprodukte mit Hilfe von Drahtklammern zu heften.

    [0019] Nach dem Verbinden aller Falzprodukte inklusive der Umschlagseite 22 kann das so fertiggestellte mehrseitige Druckprodukt, beispielsweise ein Magazin, eine Bedienungsanleitung oder ein Malheft, weiteren Ver- oder Bearbeitungsstationen wie z.B. einer Station zum Trimmen zugeführt werden.

    [0020] Obwohl das erfindungsgemäße Verbinden der Falzprodukte vollständig ohne Heften auskommt, weist der Sammelheften erfindungsgemäß eine Station zum Aufbringen von Heftklammern auf, die als Alternative zum Aufbringen des Klebstoffes mit der Station 24 verwendet werden kann, so dass der Sammelhefter je nach zu produzierendem Endprodukt durch Heften oder durch Kleben miteinander verbundene Falzprodukte erzeugen kann.

    [0021] In Fig. 2 ist schematisch eine erfindungsgemäße Vorrichtung im Bereich der Beleimstation 24 gezeigt. Auf einer Sammelkette 10 wird das oberste Falzprodukt 20b der Gruppe 18 von darunter liegenden Falzprodukten 16 (Fig. 1) in Transportrichtung A gefördert, wobei die Falzprodukte durch einen auf der Förderkette 10 angebrachten Transportfinger 28 ausgerichtet werden. Mit Hilfe eines Leimauftragskopfes 30 wird auf den Rücken des zu oberst liegenden Falzproduktes 20b Klebstoff aufgetragen, während sich die Sammelkette zusammen mit den Falzprodukten unter den Leimauftragsköpfen 30 in Pfeilrichtung A fortbewegt. Die Menge und der Zeitpunkt, zu welchem der Klebstoff aufgebracht wird, wird über ein Steuergerät 36, ein Leimgerät 37 und einen Sensor 34 gesteuert. Dabei ist ein Leimauftragskopf 30 mit Leitungen 38 verbunden. Eine Leitung führt den Klebstoff, und die Leitungen 38 übertragen die Steuerimpulse und die Druckluft für den Klebstoffauftrag. Der Sensor 34 erfasst die Vorderkante des Falzproduktes und gibt ein Signal über Leitung 41 zur Weiterverarbeitung an das Steuergerät 36, welches die Länge der aufzutragenden Leimspur und das Intervall, in dem kein Leim aufgetragen wird, steuert. Eine Niederhalteeinrichtung 40 ist, in ihrer Höhe einstellbar, zum Niederhalten des Falzproduktes 20b während der Beleimung vorgesehen.

    [0022] Nach dem Beleimen des Rückens 32 wird die Gruppe von Falzprodukten 18 (Fig. 1), wie in Fig. 1 bereits beschrieben, einer Station 26 zugeführt, in der ein Umschlag auf die Klebestelle aufgebracht und damit alle Falzprodukte miteinander verbunden werden. Es ist damit vorteilhaft, die Beleimstation als letzte Station unmittelbar vor dem Aufbringen des Umschlages auf die Sammelkette vorzusehen.

    [0023] Bevorzugt wird das beleimte Produkt nach Aufbringen des Umschlages auf die Klebestelle einer Andruckstation 29 zugeführt, in der der Umschlag 22 an die übrigen Falzprodukte 20a, 20b, 16 angedrückt wird. Die Andruckstation, vorzugsweise eine gefederte Formrolle, presst die Falzbogen so zusammen, dass die Klebestelle fixiert und eine exakte Verbindung entsteht.

    [0024] Die erfindungsgemäße Vorrichtung lässt sich weiterhin dann vorteilhaft verwenden, wenn nur einer, der üblicherweise mehrfach vorhandenen Falzbogenanlegern bestückt und in Betrieb ist und in diesen Falzbogenanlegern bereits miteinander verbundene Falzprodukte vorhanden sind. Dies können beispielsweise miteinander durch Fadensiegelung verbundene Falzprodukte sein. Diese werden dann, wie beschrieben, der Sammelkette zugeführt. Auf den Rücken der miteinander verbundenen Falzprodukte wird dann der Klebstoff aufgebracht, der dann, wie beschrieben, in einem weiteren Verfahrensschritt von einer Umschlagsseite abgedeckt und durch den Klebstoff fest mit den fadengesiegelten Falzprodukten verbunden wird. Dadurch lässt sich ein Endprodukt herstellen, dessen Innenseiten mit Hilfe der Fadensiegeltechnik oder anderer Verfahren miteinander verbunden sind, und das eine Umschlagsseite aufweist, die mit Hilfe eines Klebstoffes an den fadengesiegelten Falzprodukten befestigt ist. Von außen ist daher an diesem Produkt nicht zu erkennen, durch welche Verbindung die einzelnen Falzprodukte aneinander haften. Darüber hinaus weist dieses Endprodukt keinerlei spitze oder scharfe Drahtheftungen auf, so dass dieses Produkt auch gesteigerten Sicherheitsbedürfnissen entspricht.

    [0025] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann die Klebstoffstation 24 sowie ggf. die Andruckstation 27 mehrfach vorgesehen werden, so dass beispielsweise nach jeder oder nach einigen der Falzbogenanleger eine Klebstoffstation 24 vorgesehen ist. Mit Hilfe dieser Vielzahl von Klebstationen ist es nun möglich jeweils nach dem Aufbringen des Falzproduktes auf die Sammelkette auf dessen Rücken eine Klebstoffspur aufzubringen, die dann wiederum geeignet ist, das anschließend aufzubringende Falzprodukt mit den bereits auf der Sammelkette befindlichen Falzprodukten zu verkleben. Damit lässt sich ein Endprodukt herstellen, das vollständig aus mit Klebstoffen miteinander verbundenen Falzprodukten besteht.

    [0026] Als Klebstoffe eignen sich alle für die Verbindung von Falzprodukten geeignete Klebstoffe, wie beispielsweise Leim, insbesondere jedoch Dispersionsleim, Heißleim, PUR-Leim oder Fugitivleim.

    Bezugszeichenliste



    [0027] 
    10
    Sammelkette
    11
    Station
    12, 14
    Falzproduktstapel
    16, 18
    Gruppen von Falzprodukten
    20a, 20b
    Falzprodukte
    22
    Umschlagsseite
    24
    Klebstoffstation
    25
    Klebstoffstation
    26
    Umschlagstation
    27
    Andruckrolle
    28
    Transportfinger
    29
    Andruckrolle
    30
    Leimauftragskopf
    32
    Rücken
    34
    Sensor
    36
    Steuergerät
    37
    Leimgerät
    38
    Leitungen
    40
    Niederhalteeinrichtung
    41
    Leitung



    Ansprüche

    1. Vorrichtung zum Verbinden von auf einem Sammelhefter zusammengetragenen Falzprodukten (20a, 20b), insbesondere Falzbogen oder fadengesiegelte Falzbogen, die auf einer Fördereinrichtung (10) des Sammelhefters mit ihren Rücken (32) nach oben gerichtet hängend transportiert werden, mit mehreren Stationen zum Verbinden der Falzprodukte, wobei eine dieser Stationen eine Heftstation zum Heften der Falzprodukte mit Drahtklammen ist und mindestens eine dieser Stationen eine Station (24) zum Beleimen der Rücken (32) der auf dem Sammelhefter hängenden Falzprodukte ist,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass eine Steuervorrichtung vorgesehen ist, die jeweils selektiv den Einsatz der zu benutzenden Bindestationen freigibt.
     
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass mehrere dieser Stationen zum Verbinden der Falzprodukte, Stationen (24) zum Beleimen der Rücken (32) der auf dem Sammelhefter hängenden Falzprodukte sind.
     
    3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Station (24) zum Beleimen in Bewegungsrichtung einer Sammelkette (10) nach jedem Falzbogenanleger vorgesehen ist.
     
    4. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass zusätzlich eine Station (24) zum Beleimen unmittelbar vor der Station (26) zum Aufbringen des Umschlages (22) auf eine Sammelkette vorgesehen ist.
     
    5. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Stationen (24) zum Beleimen der Rücken (32) einen Leimauftragskopf (30) sowie eine Niederhaltevorrichtung (40) aufweisen.
     
    6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass der Leimauftragskopf (30) mit einem Steuergerät (36) verbunden ist, welches die Menge des aufzutragenden Klebstoffes und/oder den Zeitpunkt der Klebstoffauftragung steuert.
     
    7. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass entlang einer Sammelkette (10) Sensoren (34) vorgesehen sind, die mit der Steuereinrichtung zum Auftragen des Klebstoffes auf den Rücken (32) verbunden sind und damit das Aufbringen des Klebstoffes auf den Rücken steuern.
     
    8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass auch seitliche Leimköpfe zur seitlichen Beleimung des Falzproduktes vorgesehen sind.
     


    Claims

    1. Device for joining folded products (20a, 20b) gathered on a gathererstitcher, in particular folded sheets or thread-sealed sheets which are conveyed in a hanging fashion on a conveyor device (10) of the gatherer stitcher with their spines (32) directed upward, the device comprising several stations for joining the folded products, one of the stations being a stapling station for stapling the folded products with wire staples and at least one of the stations being a station (24) for gluing the spines (32) of the folded products hanging on the gatherer stitcher,
    characterized in that
    a control device is provided which, in each case, selectively releases the employment of the joining stations to be used.
     
    2. The device according to claim 1,
    characterized in that
    several of the stations for joining the folded products are stations (24) for gluing the spines (32) of the folded products hanging on the gatherer stitcher.
     
    3. The device according to claim 2,
    characterized in that
    the station (24) is provided for gluing after each folded sheet feeder in the direction of a raceway (10).
     
    4. The device according to at least one of claims 1 to 3,
    characterized in that
    a station (24) is additionally provided for gluing directly before the station (26) for applying the cover (22) on a raceway.
     
    5. The device according to at least one of claims 1 to 4,
    characterized in that
    the stations (24) comprise a glue application head (30) and a hold down device (40) for gluing the spines (32).
     
    6. The device according to claim 5,
    characterized in that
    the glue application head (30) is connected with a control device (36) which controls the amount of glue to be applied and/or the time of the glue application.
     
    7. The device according to at least one of claims 1 to 6,
    characterized in that
    sensors (34) are provided along a raceway (10), the sensors being connected with the control device for applying the glue to the spines (32) and thus controlling the application of the glue to the spine.
     
    8. The device according to one of claims 1 to 7,
    characterized in that
    lateral glue heads are provided for gluing the folded product.
     


    Revendications

    1. Dispositif pour relier des produits pliés (20a, 20b), en particulier des feuilles pliées ou des feuilles pliées scellées par fils, regroupés sur une encarteuse-piqueuse et transportés suspendus avec leur dos (32) tourné vers le haut sur un dispositif de transport (10) de l'encarteuse-piqueuse, comprenant plusieurs stations pour relier les produits pliés, une de ces stations étant une station d'agrafage pour agrafer les produits pliés avec des agrafes métalliques et au moins une de ces stations étant une station (24) pour encoller les dos (32) des produits pliés suspendus sur l'encarteuse-piqueuse,
    caractérisé en ce que l'on prévoit un dispositif de commande qui autorise à chaque fois de manière sélective l'activation des stations relieuses à utiliser.
     
    2. Dispositif selon la revendication 1,
    caractérisé en ce que plusieurs de ces stations pour relier les produits pliés sont des stations (24) pour encoller les dos (32) des produits pliés suspendus sur l'encarteuse-piqueuse.
     
    3. Dispositif selon la revendication 2,
    caractérisé en ce que la station d'encollage (24) est prévue dans la direction du mouvement d'une chaîne collectrice (10) après chaque margeur de feuille pliée.
     
    4. Dispositif selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 3,
    caractérisé en ce qu'une station d'encollage (24) supplémentaire est prévue directement avant la station (26) pour placer le rabattement (22) sur une chaîne collectrice.
     
    5. Dispositif selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 4,
    caractérisé en ce que les stations d'encollage (24) des dos (32) présentent une tête d'application de colle (30) ainsi qu'un dispositif presseur (40).
     
    6. Dispositif selon la revendication 5,
    caractérisé en ce que la tête d'application de colle (30) est reliée à un appareil de commande (36) qui commande la quantité de colle à appliquer et/ou le moment de l'application de colle.
     
    7. Dispositif selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 6,
    caractérisé en ce que le long d'une chaîne collectrice (10) on prévoit des capteurs (34) qui sont reliés au dispositif de commande pour l'application de la colle sur le dos (32) et commandent ainsi l'application de la colle sur le dos.
     
    8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 7,
    caractérisé en ce que des têtes d'application de colle latérales sont également prévues pour l'encollage latéral du produit plié.
     




    Zeichnung