(19)
(11) EP 1 447 157 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
18.10.2006  Patentblatt  2006/42

(21) Anmeldenummer: 04002257.6

(22) Anmeldetag:  02.02.2004
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B21J 15/28(2006.01)
B21J 15/04(2006.01)

(54)

Verfahren zur Überwachung der Verarbeitung von Blindbefestigern

Method for controlling the forming operation of blind fasteners

Méthode de contrôle de l'installation d'éléments de fixation aveugles


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 06.02.2003 DE 10305285

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
18.08.2004  Patentblatt  2004/34

(73) Patentinhaber: Innovatec AG
66482 Zweibrücken (DE)

(72) Erfinder:
  • Henrich, Mathias
    66459 Kirkel-Limbach (DE)

(74) Vertreter: Klein, Friedrich 
Auf der Pirsch 11
67663 Kaiserslautern
67663 Kaiserslautern (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 995 518
US-A- 5 526 669
DE-A- 4 429 225
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Überwachung der Verarbeitung von Blindbefestigern bei welchem während des Setzprozesses eine Kraftkomponente gemessen wird, und die gewonnenen Meßsignale zwischen dem Prozessende und dem nächstfolgenden Setzprozess in einem Soll-Ist-Vergleich mit Referenzwerten ausgewertet werden.

    [0002] Durch die EP 0 454 890 B1 wurde eine Vorrichtung zur Überwachung von Bearbeitungsgeräten für Blindbefestiger bekannt, die ein Blindnietsetzgerät mit einem Zugmechanismus zum Aufbringen einer Zugkraft auf den Blindbefestiger eines zu setzenden Blindnietes aufweist. Hierbei ist im Zugmechanismus eine mit einer Überwachungseinrichtung verbundene Kraftmesseinrichtung vorgesehen, die mechanische Spannungen in elektrische Größen umwandelt, die von der Überwachungseinrichtung mit einem vorbestimmten und in einem Speicher abgelegten Sollwert verglichen werden. Weicht die jeweils ermittelte elektrische Größe von ihrem vorbestimmten Sollwert ab, so erzeugt die Überwachungseinrichtung ein optisches oder akustisches Signal, das anzeigt, daß der Setzvorgang in Bezug auf die aufgebrachte Zugkraft fehlerhaft ist. Hiermit läßt sich zwar überwachen, ob im Zugmechanismus die vorgegebene Zugkraft erzeugt wurde, es ist aber keine Sicherheit dafür gegeben, daß auch die vorgegebene Zugkraft auf den Blindbefestiger aufgebracht wurde.

    [0003] Um sicher zu stellen, daß nicht nur die im Zugmechanismus erzeugte Zugkraft, sondern die auf den Blindbefestiger tatsächlich wirkende Kraft dem Soll- Ist-Vergleich zu Grunde gelegt werden kann, ist bei der gattungsgemäßen Einrichtung gemäß DE 44 01 134 C2 vorgesehen, außerhalb des Zugmechanismus des Setzgerätes die durch den Blindbefestiger geflossene umgelenkte und der Zugkraftrichtung entgegengesetzte Kraftkomponente zu messen und die so gewonnenen Messwerte in dem Soll- Ist-Vergleich mit einer Idealkurve zu vergleichen. Dies ermöglicht, auch den Setzprozess in die Überwachung einzubeziehen und festzustellen, ob der Umformungsprozess in der gewünschten Weise abgelaufen ist.

    [0004] Mit den vorbeschriebenen Vorrichtungen läßt sich überprüfen, ob der Setzvorgang hinsichtlich der aufgebrachten bzw wirksamen Zugkraft einwandfrei erfolgt ist, d.h. es läßt sich feststellen, ob die für einen ordnungsgemäßen Abriß des Blindbefestigers vorgesehene Abrißkraft auch tatsächlich erreicht wurde. Nicht überprüfen lassen sich jedoch sonstige, die Qualität des Setzvorganges bestimmenden Begleitumstände des Setzvorganges. Dabei lassen sich insbesondere solche Umstände und Vorgänge wie beispielsweise Schlupf zwischen dem Zugmechanismus und dem Blindbefestiger nicht berücksichtigen, die im Bereich des Anfangs des zu messenden Weges auftreten und den Setzprozess beeinflussen.

    [0005] In der DE 44 29 225 A1 ist ein weiteres gattungsgemäßes Verfahren beschrieben, wobei die zur Durchführung des Verfahrens dienende Vorrichtung eine von einem Dreibackenfutter aufgenommene Zughülse für den Nietdorn aufweist, die mit einem von einem Elektromotor angetriebenen Kugelumlaufgetriebe fest verbunden ist. Dabei wird einerseits der jeweilige Drehwinkel der Spindel des Kugelumlaufgetriebes mittels einer Drehwinkelmeßvorrichtung gemessen während andererseits die jeweilige Belastung des Elektromotors mittels einer Drehmomentmeßvorrichtung gemessen wird. Hierbei wird dann davon ausgegangen, daß der gemessene Drehwinkel eine Größe darstellt, die aufgrund des Steigungsverhältnisses des Kugelumlaufgetriebes dem von der Zughülse zurückgelegten Weg entspricht, und das gemessene Drehmoment aufgrund des Steigungsverhältnisses des Kugelumlaufgetriebes eine Größe wiedergibt, die der von der Zughülse jeweils auf den Nietdorn ausgeübten Zugkraft entspricht. Der Start der Messung des Abziehweges der Zughülse beginnt dann, wenn diese einen vorgegebenen Weg zurückgelegt hat, wobei davon ausgegangen wird, daß zu diesem Zeitpunkt die vorgewählte Zugkraft auf den Nietdorn wirkt. Ob diese vorgewählte Zugkraft auch identisch mit der tatsächlich auf den Nietdorn wirkenden Zugkraft ist, oder ob diese größer oder kleiner als die vorgewählte Zugkraft ist, bleibt bei diesem Verfahren offen. Da zudem nicht der tatsächliche Weg des Nietdorns gemessen, sondern aus der Messung des Drehwinkels der Spindel des Kugelumlaufgetriebes der Weg der Zughülse errechnet und dieser dem Weg des Nietdorns gleichgesetzt wird, führt diese Vorgehensweise dann zu einem unrichtigen Ergebnis, wenn zu Beginn des Abziehvorganges zwischen der Zughülse und dem Nietdorn eine Relativbewegung entsteht. Damit stellt dieses Verfahren sowohl hinsichtlich der Bestimmung des tatsächlichen Ausziehweges des Nietdornes, als auch hinsichtlich der Bestimmung der tatsächlich auf diesen wirkenden Zugkraft ein mittelbares oder analoges Meßverfahren dar, das ebenfalls mit den solchen Meßverfahren anhaftenden Fehlern behaftet ist.

    [0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Verfahren zur Überwachung der Verarbeitung von Blindbefestigern zu schaffen, das einerseits eine möglichst genaue Ermittlung der Abrißkraft des Blindbefestigers zuläßt, und andererseits eine Aussage hinsichtlich des ordnungsgemäßen Ablaufs des Setzprozesses erlaubt.

    [0007] Ausgehend von einem gattungsgemäßen Verfahren wird diese Aufgabe durch die folgenden Verfahrensschritte gelöst.
    Ermitteln vor Beginn des ersten Setzvorganges einer auf den jeweiligen Blindbefestiger wirkenden Mindestzugkraft aus einer Anzahl von Probe-Setzprozessen, deren Größe zwischen der zur Ver-formung des Blindbefestigers erforderlichen und der zum Bewegen der leeren Zughülse erforderlichen Zugkraft liegt;
    Ausziehen des Blindbefestigers bis auf diesen eine der Mindestzugkraft entsprechende Zugkraft wirkt;
    Starten des Messvorganges und Setzen eines von einem Rechner getakteten Impulszählers;
    Messen der während des Ausziehens des Blindbefestigers auf diesen bis nach dem Abriß wirkenden Kraft in Abhängigkeit der vom Impulszähler ausgehenden Impulse;
    Umwandeln der ermittelten Messwerte in einem Rechner zuführbare und von diesem verarbeitbare Signale;
    Speichern der Werte der erzeugten Signale zusammen mit den jeweiligen Werten des Impulszählers;
    Vergleichen der Werte der erzeugten Signale und der jeweiligen Werte des Impulszählers mit im Speicher abgelegten Werten eines Referenz-Setzprozesses;
    Ausgeben und/oder Speichern eines das Ergebnis des Vergleiches dokumentierenden Signals.

    [0008] Da beim erfindungsgemäßen Verfahren der eigentliche Meßvorgang erst unmittelbar dann gestartet wird, wenn die auf den Blindbefestiger wirkende Kraft einen vorbestimmten Wert (Mindestzugkraft) erreicht bzw überschritten hat, wird der Einfluß sämtlicher vor Erreichung der Mindestzugkraft wirksamer Störfaktoren vom Meßvorgang ferngehalten, d.h. diese können den Meßvorgang nicht verfälschen. Damit liegt der theoretische Beginn des Meßvorganges unabhängig von wirksamen Störktoren auf einer Parallelen zur Abszisse stets an der gleichen Stelle, die gleichzeitig den Startpunkt für den vom Rechner getakteten Zähler bildet, sodaß von diesem nur diejenige Anzahl von Takten gezählt wird, die beginnend von der Mindestzugkraft bis zur Erreichung der Maximalkraft bzw der Abrißkraft des Blindbefestigers vom Rechner ausgehen.

    [0009] Die Maßnahme, anstelle des unmittelbaren Messens der Dehnung des Blindbefestigers die Anzahl der Zeitintervalle zu zählen, ergibt ein überraschend genaues Beurteilungskriterium für den Setzprozess.

    [0010] Umfangreiche Messungen haben bestätigt, daß die Dehnung als nahezu gleichförmige Bewegung erfolgt, sodaß Weg und Zeit in einem proportionalen Verhältnis zueinander stehen und die Zeit daher ein aussagekräftiges und absolut ausreichend genaues Kriterium für den Dehungsweg darstellt.
    Dies ermöglicht, die Auswertung der Kraft-Kurve auf den Bereich zwischen der Mindestzugkraft und dem Auftreten der Maximalkraft bzw der Abrißkraft zu beschränken, wobei dennoch ein sehr aussagekräftiges Ergebnis erreicht wird, das es zudem erlaubt, sichere Rückschlüsse auf die Dicke der miteinander verbundenen Materiallagen zu ziehen.

    [0011] Die Genauigkeit der mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erzielbaren Ergebnisse bietet die Möglichkeit, Materiallagen mit unterschiedlichen Kriterien für den Setzprozess, beispielsweise unterschiedlicher Dicke, durch Auswerten des Meßergebnisses voneinander zu unterscheiden. Dies kann dadurch erreicht werden, daß für unterschiedlich dicke Materiallagen unterschiedliche Referenzwerte für die Mindestzugkraft, die Maximalkraft bzw die Abrißkraft und den Impulszähler gespeichert und mit den entsprechenden ermittelten Werten der jeweiligen Materiallage verglichen werden.
    Dies läßt sich in einfacher Weise dadurch erreichen, daß bei einem Werkstück, dessen Materiallagen an den miteinander zu verbindenden Bereichen unterschiedliche Dicken aufweisen, der Verarbeitungsfolge entsprechend, jeweils unterschiedliche Referenzwerte mit den entsprechen-den Ist-Werten verglichen werden.

    [0012] Hierbei kann entsprechend einer Weiterbildung des Verfahrens nach Vorliegen sämtlicher Vergleichsergebnisse ein für alle Setzprozesse gemeinsames Freigabesignal oder gegebenenfalls ein oder mehrere Fehlersignale ausgegeben werden.

    [0013] Um sicherzustellen, daß bei Vorliegen auch nur eines Fehlersignals dieses nicht einfach übergangen und weiter gearbeitet wird, wird das Fehlersignal gemäß einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens an eine Kontrollstelle weitergeleitet, die eine unmittelbare Einleitung eines weiteren Setzprozesses verhindert.

    [0014] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung einer beispielsweisen Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens. Das erfindungsgemäße Verfahren wird nachstehend anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert.

    [0015] Es zeigt:
    Fig. 1 :
    eine Darstellung einer Nietsituation I mit einem Werkstück und einem daran zu befestigenden ersten Teil;
    Fig. 2 :
    eine stark symbolisierte Referenzkurve mit der Darstellung des Toleranzfeldes;
    Fig. 3 :
    die Referenzkurve mit der Darstellung der Ist-Kurven zweier fehlerbehafteten Setzprozesse;
    Fig. 4 :
    eine Darstellung einer Nietsituation II mit einem Werkstück und zwei daran zu befestigenden Teilen;
    Fig. 5 :
    eine stark symbolisierte Referenzkurve mit der Darstellung des gegenüber der Fig. 2 verschobenen Toleranzfeldes;
    Fig. 6 :
    eine stark symbolisierte Referenzkurve zusammen mit den Ist-Kurven beim Fehlen von jeweils einem der beiden am Werkstück zu befestigenden Teile;


    [0016] Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich mit handelsüblichen Blindnietsetzgeräten durchführen, die mit einem Zugmechanismus zum Aufbringen einer Zugkraft auf den Blindbefestiger ausgestattet sind, wobei die während des Setzprozesses auf diesen wirkende Kraft von einer Kraftmeßeinrichtung ermittelt wird, und die mechanischen Spannungen in einem Rechner zuführbare und von diesem verarbeitbare Signale gewandelt werden. Hierbei kann, wie dies beispielsweise bei der gattungsgemäßen Einrichtung nach EP 0 454 890 B1 der Fall ist, die vom Zugmechanismus aufgebrachte Kraft innerhalb des Blindnietsetzgerätes gemessen werden, oder es kann, wie dies bei der Einrichtung nach DE 44 01 134 C2 geschieht, außerhalb des Zugmechanismus des Blindnietsetzgerätes die durch den Blindbefestiger geflossene umgelenkte und der Zugkraftrichtung entgegengesetzte Kraftkomponente gemessen werden.

    [0017] Zur Erläuterung der Arbeitsweise des erfindungsgemäßen Verfahrens wird zunächst davon ausgegangen, daß jeweils zwei Materiallagen miteinander verbunden werden sollen, wobei die eine Materiallage von einem Bereich des Werkstückes A und die andere Materiallage von einem Bereich eines hieran zu befestigenden Teiles B gebildet wird. Diese Konstellation wird nachstehend als Nietsituation I bezeichnet.

    [0018] Hierzu werden zunächst die Referenzwerte für die Nietsituation I empirisch ermittelt, d.h. es wird zunächst eine bestimmte Anzahl von Probe-Setzprozessen durchgeführt, wobei die Mindestzugkraft so gewählt wird, daß bei ohne Blindbefestiger durchgeführten Setzprozessen die Mindestzugkraft in keinem Fall erreicht und damit der Meßvorgang nicht gestartet wird.

    [0019] Die sich aus den Probe-Setzprozessen ergebenden Werte werden in einem Koordinatensystem aufgezeichnet, auf deren Abszisse die Anzahl der vom Rechner ausgehenden Impulse und auf deren Ordinate die Kraft- bzw Druckeinheiten angegeben sind. Hiervon ausgehend wird einerseits die Mindestzugkraft bestimmt, und andererseits werden die Referenzwerte für den Druck bzw die Kraft mit der jeweils zugehörigen Anzahl der vom Rechner ausgegebenen Impulse ermittelt und in diesem gespeichert.

    [0020] Gleichzeitig werden die ermittelten Referenzwerte in dem als Fig. 2 gezeigten Koordinatensystem als Zeit-/Kraftdiagramm als Referenzkurve I dargestellt und die bei den nachfolgenden Setzprozessen zulässigen Toleranzabweichungen festgelegt, die ebenfalls im Rechner gespeichert werden.
    Hierzu sei erwähnt, daß der Rechner zwar schon von dem Zeitpunkt an, von dem vom Zugmechanismus eine Zugkraft ausgeübt wird, Zählimpulse sendet, diese aber so lange weder erfaßt noch in den Meßvorgang einbezogen werden, bis die Mindestzugkraft erreicht ist.

    [0021] Zur weiteren Erläuterung des erfindungsgemäßen Verfahrens sei zunächst davon ausgegangen, daß die beiden zuerst durchgeführten Setzprozesse ordnungsgemäß abgelaufen sind und bei der Nietsituation I eine Mindestzugkraft S und eine Maximalkraft Pmax erreicht wurden. Dabei sei bei dem Referenz-Setzprozess die Maximalkraft nach 40 Impulsen erreicht worden, während bei den beiden ersten Setzprozessen die Maximalkraft nach 50 Impulsen (Kurve K1) bzw nach 30 Impulsen (Kurve K 2) erreicht wurden Da diese Werte gleichzeitig die Referenzgrenzwerte darstellen sollen, sind alle Setzprozesse mit Ist-Werten, die die Impulszahl 50 nicht überschreiten und die Impulszahl 30 nicht unterschreiten, als ordnungsgemäß anzusehen.

    [0022] Der beim Vergleich der Ist-Werte mit den Referenzwerten allein wichtige Wert ist die Anzahl der während des Setzprozesses vom Erreichen der Mindestzugkraft bis zum Erreichen der Maximalkraft vom Zähler gezählten Impulse, die den zeitlichen Abstand vom Erreichen der Mindestzugkraft bis zum Erreichen der Maximalkraft im Blindbefestiger wiedergibt.
    Damit ist offensichtlich, daß die vor Erreichen der Mindestzugkraft am Blindbefestiger herrschenden Verhältnisse keinen Einfluß auf den eigentlichen Meßvorgang haben können, und die von diesem abgeleiteten Ergebnisse daher gegenüber allen vor Erreichen der Mindestzugkraft eventuell herrschenden Störfaktoren immun sind.

    [0023] Bei den beiden in Fig. 3. in unterschiedlich langen Strichlinien dargestellten Kurven ist bei der in langen Strichlinien dargestellten Kurve K3 der Abstand zwischen der Mindestzugkraft und dem Erreichen der Maximalkraft im Blindbefestiger bzw dem Erreichen der Abrißkraft am Blindbefestiger relativ groß (60 Impulse), während bei der in kurzen Strich linien dargestellten Kurve K4 der Abstand zwischen der Mindestzugkraft und dem Erreichen der Maximalkraft im Blindbefestiger bzw dem Erreichen der Abrißkraft am Blindbefestiger relativ klein (20 Impulse) ist.

    [0024] Da der jeweilige zeitliche Abstand zwischen dem Erreichen der Maximalkraft (bzw der Abrißkraft) zur jeweiligen Mindestzugkraft entweder zu groß (Kurve K3) oder zu klein (Kurve K4), ist, ist davon auszugehen ist, daß der Setzprozess fehlerbehaftet ist. Daher erfolgt in beiden Fällen die Ausgabe eines Fehlersignals.

    [0025] Aus der Tatsache, daß bei der Kurve K3 der zeitliche Ist-Abstand zwischen dem Erreichen der Mindestzugkraft und dem Erreichen der Maximalkraft bzw der Abrißkraft größer als der Referenzabstand ist und hieraus zu schließen ist, daß -ausgehend von der Mindestzugkraft- das Erreichen der Maximalkraft bzw der Abrißkraft längere Zeit in Anspruch genommen hat, als dies beim Referenz-Setzprozess der Fall war, ist davon auszugehen daß entweder die Dicke der Materiallagen zu gering war oder der Verformungsvorgang zu lange andauerte.
    Eine zu geringe Dicke der Materiallagen kann bei der vorgegebenen Nietsituation I in erster Linie bedeuten, daß das Teil B nicht am Werkstück befestigt wurde, es somit unterlassen wurde, das Teil B für den Nietvorgang richtig zu positionieren.
    Ein anderer Grund für die längere Dauer bis zum Erreichen der Maximalkraft bzw der Abrißkraft kann darin zu sehen sein, daß der Bohrungsdurchmesser -insbesondere im Teil B- zu groß war, und der Blindbefestiger vor Erreichen der Maximalkraft bzw der Abrißkraft innerhalb der Bohrung mehr verformt wurde, als dies bei richtiger Bohrungsgröße der Fall ist.
    Selbstverständlich können auch noch andere Ursachen wie beispielsweise Verkanten der Teile beim Setzprozess, Verwenden eines falschen Nietes bzw Blindbefestigers oder Materialfehler an diesen zur Fehlerhaftigkeit des Setzprozesses führen. Unabhängig von der Fehlerursache läßt sich durch das erfindungsgemäße Verfahren feststellen, daß in diesem Fall der Setzprozess längere Zeit als der Referenz-Setzprozess dauerte und dies Ursache für den nicht ordnungsgemäßen Ablauf des Setzprozesses ist, was zur Ausgabe eines Fehlersignals führt.

    [0026] Demgegenüber ist bei der Kurve K4 der Fig. 3 aus dem gegenüber dem Referenzwert kleineren zeitlichen Ist-Abstand zwischen Mindestzugkraft und Maximalkraft bzw Abrißkraft zu schließen, daß -ausgehend von der Mindestzugkraft das Erreichen der Maximalkraft bzw der Abrißkraft kürzere Zeit in Anspruch genommen hat, als dies beim Referenz-Setzprozess der Fall war. Da die Maximalkraft bzw die Abrißkraft aber erreicht wurde, wurde die Verbindung von Werkstück A und Teil B zwar erreicht, jedoch ist aus dem gegenüber dem Referenzabstand kleineren Ist-Abstand zwischen Mindestzugkraft und Erreichen der Maximalkraft bzw der Abrißkraft zu schließen, daß die Dicke der Materiallagen größer war, als die Dicke der Materiallagen bei der Festlegung des Referenzwertes. Es ist daher wahrscheinlich, daß mit dem Werkstück A nicht nur eines der Teile B, sondern zwei Teile B verbunden wurden. Demzufolge wird auch hier ein Fehlersignal ausgegeben.

    [0027] In Fig. 4 ist eine Nietsituation II dargestellt, bei der an einem Werkstück C zwei Teile unterschiedlicher Dicke befestigt werden sollen, wobei das Teil D eine größere Dicke aufweist als das Teil E. Ferner ist die Gesamtdicke der bei der Nietsituation II miteinander zu verbindenden Teile kleiner als die Gesamtdicke der bei der Nietsituation I miteinander zu verbindenden Teile.
    Die übrigen Rahmenbedingungen (Festigkeit der Materialien der zu verbindenden Werkstücke und Teile) sollen bei der Nietsituation II die gleichen sein wie bei der Nietsituation I. Auch soll bei der Nietsituation II der Meßvorgang bei der gleichen Mindestzugkraft wie bei der Nietsituation I starten, wobei auch die Maximalkraft Pmax bzw die Abrißkraft den gleichen Wert haben soll wie bei der Nietsituation I.

    [0028] Wie hierzu aus Fig. 5 hervorgeht, beträgt bei der Referenzkurve II der zeitliche Abstand zwischen dem Erreichen der Mindestzugkraft und der Maximalkraft Pmax nicht wie bei der Nietsituation I nur 40 Impulse, sondern 50 Impulse. Dieser Unterschied ist keinesfalls willkürlich gewählt, sondern ist eine Folge der unterschiedlichen Geamtdicke der in beiden Fällen miteinander zu verbindenden Materiallagen. Weisen die miteinander zu verbindenden Materiallagen bei gleichen sonstigen Rahmenbedingungen unterschiedliche Gesamtdicken auf, so verändert sich in Abhängigkeit hiervon der zeitliche Abstand vom Erreichen der Mindestzugkraft bis zum Erreichen der Maximalkraft, wobei bei größerer Gesamtdicke der Materiallagen die Maximalkraft früher erreicht wird, als bei demgegenüber kleinerer Gesamtdicke der Materiallagen.

    [0029] Dies ist in Fig. 6 dargestellt, die die Referenzkurve II für die Verbindung von Werkstück C mit den beiden Teilen D und E zusammen mit den beiden Kurven K7 und K8 zeigt.
    Bei den Kurven K7 und K8 ist der zeitliche Abstand vom Erreichen der Mindestzugkraft S bis zum Erreichen der Maximalkraft jeweils größer als bei der Referenzkurve II, wobei bei der Kurve K7 das Erreichen der Maximalkraft insgesamt 5 Zeitintervalle mehr als bei der Kurve K8 erfordert.
    Da die Gesamtdicke von Werkstück C und Teil D größer ist als die Gesamtdicke von Werkstück C und Teil E, ist aus den Kurven K7 und K8 zu schließen, daß bei der Konstellation der Kurve 7 das Teil D und bei Kurve 8 das Teil E nicht mit dem Werkstück C verbunden wurde. Für beide Setzprozesse wird daher ein Fehlersignal ausgegeben.

    [0030] Würde beim miteinander Verbinden von Werkstück C mit den Teilen D und E ein zweites Teil D oder auch ein zweites Teil E in den Teileverbund eingebracht und die Gesamtdicke des Teileverbundes dementsprechend erhöht werden, so würde sich die Zeit, die vom Erreichen der Mindestzugkraft bis zum Erreichen der Maximalkraft im Blindbefestiger erforderlich ist, dementsprechend verringern und einen Wert annehmen der außerhalb der zulässigen Abweichung vom Referenzwert liegt, sodaß - wie auch im Fall der Kurve K4 der Fig. 3- auch in jedem dieser Fälle ein Fehlersignal ausgegeben werden würde.

    [0031] Vorstehende Ausführungen zeigen, daß mit dem erfindungsgemäßen Verfahren nicht nur das Erreichen einer ordnungsgemäßen Befestigung der miteinander zu verbindenden Teile überwacht werden kann. Vielmehr kann mit dem erfindungsgemäßen Verfahren auch überwacht werden, ob auch alle mit einem Werkstück zu verbindenden Teile tatsächlich an diesem befestigt wurden. Gleichzeitig kann festgestellt werden, ob mehr Teile miteinander verbunden wurden, als dies vorgesehen war.

    [0032] Das erfindungsgemäße Verfahren wurde vorstehend für solche Fälle erläutert, bei denen entweder ein oder zwei Teile an einem Werkstück befestigt werden sollen.

    [0033] In der Praxis kommt es häufig vor, daß an einer Stelle eines Werkstückes nur ein Teil und an einer anderen Stelle des gleichen Werkstückes zwei oder gar mehr Teile befestigt werden sollen.
    Das erfindungsgemäße Verfahren bietet auch hier insoweit eine Überwachungsmöglichkeit, als für jede der geforderten Möglichkeiten eine Referenzkurve gebildet wird und diese bzw die hierfür maßgeblichen Daten im Rechner gespeichert und entsprechend der Bearbeitungsfolge bzw durch ein vorgegebenes Programm nacheinander zum Vergleich mit den jeweiligen Ist-Werten abgerufen werden können.


    Ansprüche

    1. Verfahren zur Überwachung der Verarbeitung einer Serie von jeweils in einem Zugelement aufzunehmenden Blindbefestigern, bei welchem während des Setzprozesses eine Kraftkomponente gemessen wird, und die gewonnenen Meßsignale als Soll- Ist-Vergleich zwischen dem Prozessende eines vorangehenden und dem jeweils nächstfolgenden Setzprozess ausgewertet werden, aufweisend folgende Schritte:

    Ermitteln vor Beginn des ersten Setzvorganges einer auf den jeweiligen Blindbefestiger wirkenden Mindestzugkraft aus einer Anzahl von Probe-Setzprozessen, deren Größe zwischen der zur Verformung des Blindbefestigers erforderlichen und der zum Bewegen der leeren Zughülse erforderlichen Zugkraft liegt;

    Ausziehen des Blindbefestigers bis auf diesen eine der Mindestzugkraft entsprechende Zugkraft wirkt;

    Starten des Messvorganges und Setzen eines von einem Rechner getakteten Impulszählers;

    Messen der während des Ausziehens des Blindbefestigers auf diesen bis zur Erreichung der Maximalkraft bzw zur Erreichung der Abrißkraft wirkenden Zugkraft in Abhängigkeit der vom Impulszähler ausgehenden Impulse;

    Umwandeln der ermittelten Messwerte in einem Rechner zuführbare und von diesem verarbeitbare Signale;

    Speichern der Werte der erzeugten Signale zusammen mit den jeweiligen Werten des Impulszählers;

    Vergleichen der Werte der erzeugten Signale und der jeweiligen Werte des Impulszählers mit im Speicher abgelegten Werten eines Referenz-Setzpro-Ausgeben und/oder Speichern eines das Ergebnis des Vergleiches dokumentierenden Signals.


     
    2. Verfahren zur Überwachung der Verarbeitung von Blindbefestigern nach Patentanspruch 1, wobei nach der Verarbeitung eines ersten Blindbefestigers die Verarbeitung eines zweiten Blindbefestigers erfolgt, dessen Kriterien für den Setzprozess unterschiedlich zu den Kriterien des ersten Setzprozesses sind, aufweisend folgende weiteren Schritte
    Ausziehen des zweiten Blindbefestigers bis auf diesen die der für seine Setzprozess-Kriterien ermittelten zweiten Mindestzugkraft entsprechende Zugkraft wirkt;
    Starten eines zweiten Messvorganges und Setzen eines vom Rechner getakteten gegebenenfalls zweiten Impulszählers;
    Messen der während des Ausziehens des zweiten Blindbefestigers auf diesen bis zum Erreichen der Maximalkraft bzw der Abrißkraft wirkenden Zugkraft in Abhängigkeit der vom zweiten Impulszähler ausgehenden Impulse;
    Umwandeln der beim zweiten Messvorgang ermittelten Messwerte in einem Rechner zuführbare und von diesem verarbeitbare Signale;
    Speichern der Werte der erzeugten zweiten Signale zusammen mit den jeweiligen Werten des zweiten Impulszählers;
    Vergleichen der Werte der erzeugten zweiten Signale und der jeweiligen Werte des zweiten Impulszählers mit im Speicher abgelegten Werten eines zweiten Referenz-Setzprozesses;
    Ausgeben und/oder Speichern eines das Ergebnis des zweiten Vergleiches dokumentierenden zweiten Signals.
     
    3. Verfahren zur Überwachung der Verarbeitung von Blindbefestigern nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß nach Vorliegen des Ergebnisses des zweiten Vergleichs entweder ein Freigabesignal oder ein Fehlersignal ausgegeben wird.
     
    4. Verfahren zur Überwachung der Verarbeitung von Blindbefestigern nach Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Fehlersignal an eine Kontrollstelle weitergeleitet wird, die die unmittelbare Einleitung eines weiteren Setzprozesses verhindert.
     
    5. Verfahren nach Patentanspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei nicht vorhandenem Blindbefestiger erfolgendem Setzprozess der Meßvorgang nicht gestartet wird.
     


    Claims

    1. Method of monitoring the processing of a series of blind fasteners, each to be accommodated in a tension member, wherein a force component is measured during the setting process, and the measurement signals generated are evaluated as a desirable-actual comparison between the process end of a preceding setting process and the next respective following setting process, said method including the following steps:

    determining, prior to the beginning of the first setting operation, a minimum tensile force, acting on the respective blind fastener, from a number of test setting processes, the size of which lies between the tensile force necessary for deforming the blind fastener and the tensile force necessary for displacing the empty tensioning sleeve;

    withdrawing the blind fastener until a tensile force, corresponding to the minimum tensile force, acts thereupon;

    starting the measuring operation and setting a pulse counter timed by a computer;

    measuring the tensile force, acting on the blind fastener during the withdrawal thereof, until the maximum force is reached or respectively the breaking-off force is reached, in dependence on the pulses emerging from the pulse counter;

    converting the determined measurement values into signals suppliable to a computer and processable thereby;

    storing the values of the signals generated together with the respective values of the pulse counter;

    comparing the values of the signals generated and the respective values of the pulse counter with values of a reference setting process stored in the storage unit; and

    issuing and/or storing a signal documenting the result of the comparison.


     
    2. Method of monitoring the processing of blind fasteners according to claim 1, the processing of a second blind fastener being effected after the processing of a first blind fastener, the criteria of which second blind fastener for the setting process are different from the criteria of the first setting process, said method including the following additional steps:

    withdrawing the second blind fastener until the tensile force, corresponding to the second minimum tensile force determined for its setting process criteria, acts thereupon;

    starting a second measuring operation and setting a possible second pulse counter timed by the computer;

    measuring the tensile force, acting on the second blind fastener during the withdrawal thereof, until the maximum force is reached or respectively the breaking-off force is reached, in dependence on the pulses emerging from the second pulse counter;

    converting the measurement values, determined during the second measuring operation, into signals suppliable to a computer and processable thereby;

    storing the values of the second signals generated together with the respective values of the second pulse counter;

    comparing the values of the second signals generated and the respective values of the second pulse counter with values of a second reference setting process stored in the storage unit; and

    issuing and/or storing a second signal documenting the result of the second comparison.


     
    3. Method of monitoring the processing of blind fasteners according to claim 2, characterised in that, once the result of the second comparison is present, either a clear signal or an error signal is issued.
     
    4. Method of monitoring the processing of blind fasteners according to claim 3, characterised in that the error signal is relayed to a control point which prevents the immediate introduction of an additional setting process.
     
    5. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the measuring operation is not started if the setting process is effected when a blind fastener is not present.
     


    Revendications

    1. Procédé pour la surveillance de l'usinage d'une série de fixations aveugles à loger chacune dans un élément de traction, dans lequel une composante de force est mesurée pendant le procédé de positionnement et les signaux de mesures obtenus sont exploités sous forme de comparaison des valeurs consignes avec les valeurs réelles entre la fin d'un procédé précédent et le procédé de positionnement suivant, comprenant les étapes suivantes :

    - détermination, avant le début d'un premier procédé de positionnement, d'une force de traction minimale s'exerçant sur la fixation aveugle correspondante parmi un certain nombre de procédés de positionnement d'essai dont la grandeur est comprise entre la force de traction nécessaire pour la déformation de la fixation aveugle et la force de traction nécessaire pour le déplacement du manchon de traction vide ;

    - extraction de la fixation aveugle jusqu'à ce qu'une force de traction correspondant à la force de traction minimale s'exerce sur celle-ci ;

    - démarrage du processus de mesure et positionnement d'un compteur d'impulsions synchronisé par un ordinateur ;

    - mesure de la force de traction s'exerçant sur la fixation aveugle pendant son extraction jusqu'à l'obtention de la force maximale ou jusqu'à l'obtention de la force d'arrachement en fonction des impulsions émises par le compteur d'impulsions ;

    - conversion des valeurs de mesure déterminées en signaux transmissibles à un ordinateur et exploitables par celui-ci ;

    - mémorisation des valeurs des signaux générés conjointement avec les valeurs correspondantes du compteur d'impulsions ;

    - comparaison des valeurs des signaux générés et des valeurs correspondantes du compteur d'impulsions avec les valeurs d'un procédé de positionnement de référence déposées dans la mémoire ;

    - envoi et/ou mémorisation d'un signal indiquant le résultat de la comparaison.


     
    2. Procédé pour la surveillance de l'usinage de fixations aveugles selon la revendication 1, dans lequel, après l'usinage d'une première fixation aveugle, on procède à l'usinage d'une deuxième fixation aveugle dont les critères pour le procédé de positionnement sont différents du premier procédé de positionnement, comportant les étapes suivantes :

    - extraction de la deuxième fixation aveugle jusqu'à ce que la force de traction correspondant à la deuxième force de traction minimale déterminée pour ses critères de processus de positionnement s'exerce sur celle-ci ;

    - démarrage d'un deuxième procédé de mesure et positionnement d'un éventuel deuxième compteur d'impulsions synchronisé par l'ordinateur ;

    - mesure de la force de traction s'exerçant sur la deuxième fixation aveugle pendant son extraction jusqu'à l'obtention de la force maximale ou de la force d'arrachement en fonction des impulsions émises par le deuxième compteur d'impulsions ;

    - conversion des valeurs de mesure déterminées pendant le deuxième processus de mesure en signaux transmissibles à un ordinateur et exploitables par celui-ci ;

    - mémorisation des valeurs des deuxièmes signaux générés conjointement avec les valeurs correspondantes du deuxième compteur d'impulsions ;

    - comparaison des valeurs des deuxièmes signaux générés et des valeurs correspondantes du deuxième compteur d'impulsions avec les valeurs d'un deuxième procédé de positionnement de référence déposées dans la mémoire ;

    - envoi et/ou mémorisation d'un deuxième signal indiquant le résultat de la deuxième comparaison.


     
    3. Procédé pour la surveillance de l'usinage de fixations aveugles selon la revendication 2, caractérisé en ce que, après l'obtention du résultat de la deuxième comparaison, soit un signal de validation soit un signal d'erreur est émis.
     
    4. Procédé pour la surveillance de l'usinage de fixations aveugles selon la revendication 3, caractérisé en ce que le signal d'erreur est transmis à un poste de contrôle qui empêche le déclenchement immédiat d'un autre procédé de positionnement.
     
    5. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que, en cas de procédé de positionnement exécuté en l'absence de fixation aveugle, le procédé de mesure n'est pas démarré.
     




    Zeichnung