[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Dampfbügeltisch umfassend ein Untergestell,
eine auf dem Untergestell ruhende Bügelfläche sowie eine unter der Bügelfläche angeordnete
Absaugwanne für abgesaugte Dämpfe aus einem Dampfbügeleisen und/oder einer Dampfstation.
[0002] Bei den heute bekannten Dampfbügeltischen ist häufig ein zusammenklappbares Untergestell,
beispielsweise ein Scherenarmgestell vorhanden, so dass man den Dampfbügeltisch in
eine flache Transportposition zusammenklappen kann. Um das Bügeln mit Dampf zu ermöglichen
wird entweder ein Dampfbügeleisen verwendet, in dem der Dampf selbst erzeugt wird
oder aber, was effektiver ist, es ist eine Dampfstation vorhanden, in der der Dampf
erzeugt und über eine Leitung zum Dampfbügeleisen geleitet wird. Eine solche Dampfstation
wird in den meisten Fällen im Bereich einer Stirnseite neben der Bügelfläche auf einer
entsprechenden Ablage untergebracht. Allerdings werden die Dampfstationen für die
gängigen Dampfbügeltische überwiegend separat erworben und der Hersteller des Dampfbügeltischs
ist nicht der gleiche wie der Hersteller der Dampfstation. Deshalb ist oft eine Anpassung
der Ablage am Dampfbügeltisch für die Dampfstation an deren Form beziehungsweise Größe
erforderlich. Dies bedeutet, dass ein Hersteller eines Dampfbügeltischs in der Regel
mehrere Modelle vorhalten muss, die zu den entsprechenden Modellen von Dampfstationen
passen, die sich auf dem Markt befinden.
[0003] Bei den herkömmlichen Dampfbügeltischen ist es in der Regel so, dass diese einen
oberen Rahmen aufweisen, der in der Regel aus Metall besteht und der mit dem Untergestell
des Bügeltischs verbunden wird, die von der Bügelfläche aufzunehmenden Kräfte werden
dann über diesen Rahmen in das Untergestell eingeleitet. Die für die Aufnahme und
Ableitung der abgesaugten Dämpfe notwendige Absaugwanne ist ein zusätzliches Teil,
welches durch Befestigungselemente mit dem Rahmen und/oder mit dem Untergestell zu
verbinden ist. Die Bügelfläche wird häufig gebildet durch ein Bauteil aus Streckmetall,
welches in der Regel mit dem Rahmen verschweißt wird. Dabei ist eine Vielzahl von
Schweißpunkten notwendig, über die Bügelfläche wird im Allgemeinen ein aus einem geeigneten
Textil bestehender Bügeltischbezug gespannt.
[0004] Bei den bekannten Bügeltischen sind außerdem für die Höhenverstellung beziehungsweise
das Ausrasten aus der Arbeitsstellung zwecks Zusammenlegen des Bügeltischs in die
Transportstellung weitere Bauteile notwendig. Neben diesem Mechanismus für die Höhenverstellung
kann es außerdem sinnvoll sein, wenn eine Transportverriegelung vorhanden ist, das
heißt eine Verriegelung des Bügeltischs in der zusammengeklappten Transportstellung,
die verhindert, dass dieser selbsttätig aufklappt.
[0005] Für diese Funktionen und die Verbindung der notwendigen Bauteile wird in der Regel
bei der Herstellung eine Vielzahl von Arbeitsgängen und Befestigungselementen notwendig,
um die einzelnen Bauteile miteinander zu verbinden.
[0006] Hier setzt die vorliegende Erfindung an.
[0007] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen Dampfbügeltisch der eingangs genannten
Art zur Verfügung zu stellen, der alle notwendigen Funktionen und darüber hinaus weitere
funktionelle Verbesserungen aufweist, dabei aber mit weniger Bauteilen auskommt und
einen einfacheren Herstellungsvorgang und somit eine kostengünstigere Herstellung
ermöglicht.
[0008] Die Lösung dieser Aufgabe liefert ein erfindungsgemäßer Dampfbügeltisch der eingangs
genannten Gattung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs. Erfindungsgemäß
ist vorgesehen, dass die Absaugwanne des Dampfbügeltischs als selbsttragende Konstruktion
ausgebildet ist und die von dieser Absaugwanne beim Bügeln aufgenommenen Kräfte von
der Absaugwanne direkt in das Untergestell eingeleitet werden. Dies hat den Vorteil,
dass der bislang übliche Rahmen ersatzlos entfällt. Die ohnehin erforderliche Absaugwanne
ist selbsttragend und übernimmt die statische Funktion des Rahmens mit. Eine solche
Absaugwanne ist vorzugsweise ein Kunststoffteil, wodurch es ermöglicht wird, für weitere
Funktionen notwendige Bauelemente direkt beim Herstellvorgang an der Absaugwanne anzubringen.
Beispielsweise kann die Absaugwanne ein Spritzgussteil aus Kunststoff sein, an der
dann die entsprechenden Bauelemente beim Spritzgussvorgang angeformt werden. Dies
spart zusätzliche weitere Arbeitsgänge und ansonsten notwendige Befestigungselemente
für die Anbringung weiterer Bauteile ein.
[0009] Wenn der bislang übliche Metallrahmen für die Befestigung des Streckmetalls für die
Bügelfläche entfällt, muss die Bügelfläche direkt an der Absaugwanne befestigt werden.
Dies wird erfindungsgemäß vorzugsweise dadurch gelöst, dass an der Absaugwanne oberseitig
ein mindestens teilweise über den Umfang der Absaugwanne sich erstreckender angeformter
Rahmen vorhanden ist. An der Bügelfläche aus Streckmetall wird dann eine Abkantung
angebracht und der Rahmen der Absaugwanne nimmt diese Abkantung auf. Gemäß einer bevorzugten
Variante kann der genannte Rahmen zum Beispiel auch als mindestens teilweise umlaufender
Doppelrahmen ausgebildet sein, der an der Absaugwanne angeformt sein kann und eine
Art Nut bilden, die eine Abkantung der aus Streckmetall ausgebildeten Bügelfläche
aufnimmt. Diese Bügelfläche kann unter Spannung über den angeformten Rahmen oder in
die Nut der Absaugwanne gesteckt werden, so dass sich eine stabile Verbindung ergibt,
die allenfalls wenige zusätzliche Befestigungselemente erfordert.
[0010] Es wurde bereits zuvor erwähnt, dass in der Regel verschiedene Varianten von Dampfbügeltischen
notwendig sind, die an die von den verschiedenen Herstellern gelieferten Modelle der
Dampfstationen angepasst sind. Die Hersteller verwenden dabei nicht nur unterschiedliche
Dampfstationen sondern in der Regel wird auch ein unterschiedliches Design im Bereich
der Bedienelemente und in dem stirnseitigen Bereich des Bügeltischs gewünscht, der
sich an die Ablage für die Dampfstation anschließt. Hier wird gemäß einer bevorzugten
Weiterbildung der erfindungsgemäßen Aufgabenlösung eine vorteilhafte Ausbildung eines
Dampfbügeltischs zur Verfügung gestellt, bei dem die Absaugwanne aus Kunststoff besteht
und zwei Bauteile umfasst, wobei diese beiden Bauteile sich zu einem Aufnahmerahmen
für die Bügelfläche ergänzen. Eines der beiden Bauteile kann den überwiegenden Teil
des Rahmens umfassen, der für die Befestigung der Bügelfläche an der Absaugwanne angeformt
ist. Das zweite Bauteil kann sich mit diesem ersten Bauteil zu einem vollständigen
Rahmen ergänzen und dabei gleichzeitig eine Abdeckung mit Bedienfeld, Schaltern und
anderen Elementen umfassen, die der Bügeltisch nicht in jedem Fall benötigt, so dass
dieses zweite Bauteil nach den kundenspezifischen Bedürfnissen angepasst werden kann.
Dies hat den Vorteil, dass das erste Bauteil, welches den größten Teil der Absaugwanne
umfasst, immer gleich ist und das zweite Bauteil, welches in der Regel auch aus Kunststoff
besteht und kleiner ist als das erste Bauteil, da es nur den geringeren Teil des Rahmens
für die Bügelfläche umfasst, herstellerseitig jeweils variiert werden kann. Dies reduziert
beim Hersteller die Zahl der notwendigen Teile für verschiedene Dampfbügeltischmodelle.
Es werden weniger Werkzeuge für die Herstellung solche Bauteile aus Kunststoff benötigt,
wodurch die Herstellkosten reduziert werden. Man kann quasi mit einem Grundbauteil,
welches die Absaugwanne umfasst und verschiedenen mit dem Grundbauteil verbindbaren
Anbauteilen, welche eine Abdeckung im Bereich des Bedienfelds und vorzugsweise der
elektrischen Bauteile des Dampfbügeltischs umfasst, eine geforderte Anzahl unterschiedlicher
Dampfbügeltischmodelle herstellen. Die Verbindung beider Bauteile aus Kunststoff kann
dabei mit nur einer sehr geringen Anzahl von Befestigungselementen oder völlig schraubenlos
erfolgen.
[0011] Eine bevorzuge Weiterbildung der erfindungsgemäßen Aufgabenlösung sieht vor, dass
auch weitere Bauteile oder funktionelle Elemente an der aus Kunststoff bestehenden
Absaugwanne direkt angeformt sind, so dass nach der Herstellung der Absaugwanne weitere
Montagevorgänge entfallen. Dies kann zum Beispiel mindestens eine Führungsschiene
und/oder eine Aufnahme für das Untergestell und/oder eine Aufnahme für eine Raststange
zur Höhenverstellung des Untergestells sein. Wichtig ist dabei, dass in all diesen
Fällen bereits die Absaugwanne Funktionen übernimmt, die bei den herkömmlichen Bügeltischen
von separaten Bauteilen erfüllt wurden, die in der Regel zudem an einem metallischen
Rahmen befestigt werden mussten.
[0012] Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass in der Absaugwanne mindestens
ein Kanal und/oder eine Vertiefung für abgesaugte Dämpfe und/oder ausgeblasene Luft
eines Lüfters und/oder mindestens eine Aufnahme für einen Lüfter geformt ist. Dadurch
erhält man eine völlig andere Art der Absaugung als bei herkömmlichen Dampfbügeltischen.
Bei letzteren ist in der Regel einer oder mehrere Lüfter horizontal eingebaut und
saugt lediglich in senkrechter Richtung in dem unmittelbar über dem Lüfter befindlichen
Bereich, so dass der Dampf nur dort abgesaugt wird, wo sich ein Lüfter befindet. Selbst
bei Verwendung von mehreren Lüftern wird folglich nur ein sehr geringer Anteil der
Bügelfläche von der Absaugung erfasst. Bei der erfindungsgemäßen Lösung wird hingegen
der Lüfter vorzugsweise an einem stirnseitigen Ende der Absaugwanne angeordnet und
über den zuvor genannnten Kanal oder die Vertiefung werden die Dämpfe abgesaugt beziehungsweise
wenn der Lüfter sich in der Ausblasstellung befindet wird die Luft in diesen Kanal
geblasen. Versuche haben ergeben, dass man eine effektive Absaugung erzielen kann,
bei der mittels nur eines Lüfters quasi im Bereich der gesamten Bügelfläche ein ausreichender
Saugdruck erzeugt wird. Dazu wird vorzugsweise der genannte Kanal oder die Vertiefung
in der Absaugwanne noch durch Strömungsleitelemente unterstützt, die in der Absaugwanne
angeformt sein können. Diese Strömungsleitelemente sind vorzugsweise bogenförmig und
verlaufen in Richtung auf den Absaugkanal, so dass auch von den seitlichen Bereichen
der Absaugwanne die abgesaugte Luft beziehungsweise die abgesaugten Dämpfe auf den
Absaugkanal geleitet werden, der sich vorzugsweise im Wesentlichen in Längsrichtung
und weiter vorzugsweise etwa mittig in der Absaugwanne erstreckt.
[0013] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung kann außerdem vorgesehen sein, dass der Kanal
in der Absaugwanne oder die Vertiefung mit zunehmender Entfernung vom Lüfter flacher
wird. Hierdurch wird der Absaugeffekt und die Effektivität des Lüfters in den vom
Lüfter entfernten Bereichen der Absaugwanne unterstützt. Vorzugsweise ist der Lüfter
am stirnseitigen Ende der Absaugwanne angeordnet und die abgesaugte Luft wird dort
nach unten hin abgeleitet. Gegenüber den herkömmlichen Dampfbügeltischen hat dies
den Vorteil, dass die am Bügeltisch arbeitende Person, die sich in der Regel neben
dem Bügeltisch an der Querseite befindet, nicht von den abgesaugten Dämpfen beeinträchtigt
wird.
[0014] Ein weiterer Vorteil ergibt sich dann, wenn der Lüfter am Ende der Absaugwanne schräg
eingebaut ist, das heißt, wenn er in einem Winkel zur Vertikalen angeordnet ist. Dies
kann ein vergleichsweise kleiner Winkel von beispielsweise zwischen 5° und 20°, beispielsweise
von etwa 10° zur Vertikalen sein. Dies bietet sich besonders dann an, wenn die Absaugwanne
mit zunehmender Entfernung vom Lüfter flacher wird. Tiefe und Querschnitt der Absaugwanne
nehmen dann mit zunehmender Entfernung zum Lüfter ab. Der geneigt angeordnete Lüfter
erzeugt eine von der Querseite des Bügeltischs her gesehen diagonale Luftströmung,
die sich in die Absaugwanne in Längsrichtung hinein erstreckt, wodurch die Absaugung
über die ganze Länge des Bügeltischs wirksam erfolgt. Der Lüfter ist vorzugsweise
an derjenigen Stirnseite der Absaugwanne angeordnet, an der sich auch die Ablage für
die Dampfstation befindet. Dort kann die Absaugwanne etwas tiefer ausgebildet werden.
Der Lüfter liegt also erfindungsgemäß vorzugsweise nicht in der Absaugwanne selbst,
wodurch eine Reduzierung der Bauhöhe der Absaugwanne möglich ist. Besonders bevorzugt
ist im Rahmen der vorliegenden Erfindung die Verwendung eines bifunktionalen Lüfters,
der durch Umschalten in einer Funktion wahlweise entweder Dampf absaugen oder Luft
ausblasen kann. Dadurch kommt man mit nur einem Lüfter aus, auch wenn beide Funktionen
erwünscht sind. Das Ausblasen von Luft wird beim Dampfbügeln in der Regel dann verwendet,
wenn empfindliche Gewebe zu bügeln sind, wobei auf der Bügelfläche quasi ein Luftpolster
erzeugt wird.
[0015] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass weitere
funktionelle Elemente an der Absaugwanne angeformt sind. Dies kann beispielsweise
ein Steg mit einer Schräge und/oder einer Einrastposition sein, der vorzugsweise als
Transportverriegelung für einen Querstab des Untergestells dient. Diese Transportverriegelung
sieht eine Sicherung des Bügeltischs in der zusammengeklappten Transportstellung vor.
Bei dieser Variante entfallen wiederum zusätzliche Bauteile für die Transportverriegelung,
die bei herkömmlichen Bügeltischen über Befestigungselemente am Rahmen des Bügeltischs
angebracht werden müssen. Wenn an der Absaugwanne ein Steg mit einer Schräge angeformt
ist, dann kann man über die Verformung der aus Kunststoff bestehenden Absaugwanne
einen Federweg erzeugen, so dass ein Querstab des Untergestells, der über die Schräge
geschoben wird, in eine Einrastposition gelangt, in der eine Verriegelung gegeben
ist.
[0016] Gemäß einer bevorzugten Variante der Erfindung umfasst das Oberteil des Bügeltischs
lediglich im Wesentlichen drei Bauteile, die alle jeweils aus Kunststoff bestehen
können. In diesem Fall umfasst das eine dieser drei Bauteile im Wesentlichen die Absaugwanne,
das zweite der Bauteile umfasst eine Abdeckung, mittels derer unter anderem die elektrischen
Bauteile im endseitigen Bereich an einer Seite des Bügeltischs abgedeckt werden, wobei
sich dieser endseitige Bereich an die Bügelfläche anschließt. Vorzugsweise ist dann
ein drittes Bauteil vorgesehen, welches ebenfalls aus Kunststoff bestehen kann und
die Ablage für eine Dampfstation umfasst. Dieses dritte Bauteil kann beispielsweise
Einsteckelemente umfassen, die eine besonders einfache Befestigung der Ablage für
die Dampfstation ermöglichen. Beispielsweise kann man vorsehen, dass das erste Bauteil
und das zweite Bauteil bei der Montage aneinander festgelegt werden und bevor diese
Festlegung erfolgt die Einsteckelemente des dritten Bauteils für die Ablage zwischen
dem ersten Bauteil und dem zweiten Bauteil aufgenommen werden, so dass durch die Verbindung
zwischen erstem Bauteil und zweitem Bauteil auch gleichzeitig die Befestigung des
dritten Bauteils erfolgt, ohne dass ein zusätzlicher Montagevorgang oder zusätzliche
Befestigungselemente notwendig sind. Dies ermöglicht auch eine vergleichsweise einfache
Wartung und einen einfachen Austausch von Bauteilen, bei der lediglich die Verbindung
zwischen dem ersten und dem zweiten Bauteil gelöst werden muss, wonach dann das dritte
Bauteil mit der Ablage für die Dampfstation ebenfalls abgenommen werden kann.
[0017] Eine weitere bevorzugte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass man alle wesentlichen
elektrischen Bauteile, beispielsweise eine Steckdose, Schalter, Lüfter, Bedienelemente
und so weiter im Bereich des genannten zweiten Bauteils anordnet, welches auch die
Abdeckung umfasst und welches sich gegebenenfalls auch mit dem ersten Bauteil, das
die Absaugwanne umfasst, zu einem umlaufenden Rahmen für die Bügelfläche ergänzt.
Dies hat den Vorteil, dass man bei einem Wartungsfall nach Abnahme des zweiten Bauteils
in diesem Bereich alle elektrischen Bauelemente erreicht und beispielsweise bei einem
Defekt ein sehr rascher Austausch der Bauteile möglich ist. Bei den herkömmlichen
Dampfbügeltischen ist es hingegen so, dass Steckdosen, Lüfter, Schalter und so weiter
in jeweils unterschiedlichen Bereichen des Dampfbügeltischs angeordnet werden und
Wartungs- und Demontagearbeiten aufwändiger sind.
[0018] Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung sieht zudem vor, dass für das dritte
Bauteil verschiedene Varianten herstellerseitig angeboten werden, die an die jeweils
unterschiedlich ausgebildeten marktüblichen Dampfstationen angepasst sein können.
Vorzugsweise weist das dritte Bauteil in den unterschiedlichen Versionen jeweils gleiche
Einsteckelemente auf, was den Vorteil hat, dass immer eine Festlegung an gleich gestalteten
ersten und/oder zweiten Bauteilen möglich ist, auch dann, wenn die dritten Bauteile
unterschiedlich ausgebildet sind. Wenn man die wesentlichen elektrischen Bauelemente,
Bedienelemente, Schalter, Steckdosen, Lüfter etc, auf vergleichsweise engem Raum nebeneinander
liegend, vorzugsweise im Bereich des zweiten Bauteils unterbringt, hat dies auch den
Vorteil, dass sich sehr kurze Kabelwege ergeben, wodurch ebenfalls die Herstellkosten
gesenkt werden können.
[0019] Die in den Unteransprüchen genannten Merkmale betreffen bevorzugte Weiterbildungen
der erfindungsgemäßen Aufgabenlösung. Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich
aus der nachfolgenden Detailbeschreibung:
Zum Herstellen von Dampfbügeltischen aus verschiedenen Typen von Bauteilen, darunter
eine Bügelfläche, eine Wanne, eine Abdeckung und eine Ablage oder eine Dampfbügelstation
wird eine Bügelfläche aus einem Vorrat von Bügelflächen, eine Wanne aus einem Vorrat
von Wannen, eine Abdeckung aus einem Vorrat von Abdeckungen, und eine Ablage oder
Dampfbügelstation aus einem Vorrat von Ablagen oder Dampfbügelstationen entnommen.
Jedes Bauteil wird mit zumindest einem weiteren Bauteil über Verbindungselemente verbunden.
Jeder Vorrat von Abdeckungen umfasst eine Anzahl von unterschiedlichen Abdeckungen
und/oder der Vorrat von Ablagen beziehungsweise Dampfbügelstationen umfasst eine Anzahl
von unterschiedlichen Ablagen und/oder Dampfbügelstationen die die unterschiedlichen
Bauteile eines Typs weisen jeweils gleiche Verbindungselemente auf. In den genannten
Vorräten sind somit unterschiedliche Abdeckungen, Ablagen beziehungsweise Dampfbügelstationen
vorgesehen. Je nachdem welche Bauart eines Dampfbügeltisches hergestellt werden soll,
werden die einen oder die anderen Bauteile eines Typs ausgewählt und aneinander montiert.
Die jeweils gleichen Verbindungselemente eines Typs von Bauteilen sichern, dass die
Bauteile eines Typs ohne weiteres einander ersetzen können. Dem Monteur eines Dampfbügeltisches
wird gewissermaßen ein Baukasten zur Verfügung gestellt, aus dem er sich zur Montage
eines Dampfbügeltisches bedienen kann, wobei er aus jedem Vorrat eines Typs von Bauteilen
ein Bauteil auswählt und dieses mit den anderen ausgewählten Bauteilen kombiniert.
[0020] Jeder Vorrat von Bügelflächen kann eine Anzahl von unterschiedlichen Bügelflächen
umfassen, wobei die unterschiedlichen Bügelflächen jeweils gleiche Verbindungselemente
zur Verbindung mit den übrigen Bauteilen des Dampfbügeltisches haben.
[0021] Auch jeder Vorrat von Wannen kann eine Anzahl von unterschiedlichen Wannen umfassen,
wobei auch diese unterschiedlichen Wannen jeweils gleiche Verbindungselemente zur
Verbindung mit den übrigen Bauteilen eines Dampfbügeltisches haben.
[0022] Vor dem Einbringen einer Wanne in den Vorrat von Wannen können an und/oder in jeder
Wanne elektrische Bauteile montiert sein. Bei einem solchen elektrischen Bauteil kann
es sich beispielsweise um eine Steckdose für ein Dampfbügeleisen, eine auf der Ablage
abstellbare Dampfbügelstation oder anstelle der Ablage montierbare Dampfbügelstation
handeln. Die elektrischen Bauteile können ferner ein Mittel zum Erzeugen einer Luftströmung
zum Beispiel einen Lüfter umfassen. Ebenso ist es möglich, dass als ein elektrisches
Bauteil ein oder mehrere Sensoren zum Beispiel Temperatur- oder Feuchtigkeitssensoren
vorgesehen sind. An den anderen Bauteilen sind vorzugsweise keine elektrischen Bauteile
montiert.
[0023] An der Wanne kann bei einem erfindungsgemäßen Bügeltisch über Verbindungselemente
ein Untergestell angebracht sein. Auch das Untergestell kann aus einem Vorrat von
Untergestellen entnommen werden, wobei der Vorrat von Untergestellen ebenfalls eine
Anzahl von unterschiedlichen Untergestellen umfassen kann, und diese Untergestelle
jeweils gleiche Verbindungselemente aufweisen.
[0024] Ein nach einem solchen Verfahren hergestellter Dampfbügeltisch kann so ausgestaltet
sein, dass die montierte Abdeckung oder Ablage beziehungsweise Dampfbügelstation gegen
einen gegenüber diesem montierten Typ des Bauteils unterschiedliches Bauteil des gleichen
Typs austauschbar ist.
[0025] Ferner kann ein Dampfbügeltisch so ausgestaltet sein, dass die Verbindungen zwischen
der Wanne, der Abdeckung und der Ablage beziehungsweise der Dampfbügelstation ungesicherte
formschlüssige Verbindungen sind und zwischen der Abdeckung und der Wanne zusätzlich
eine Schraub- oder Rastverbindung besteht, die zugleich die formschlüssige Verbindung
zwischen der Ablage beziehungsweise der Dampfbügelstation und der Wanne sichert. Als
ungesicherte formschlüssige Verbindung im Sinne der Erfindung wird jede formschlüssige
Verbindung zwischen zwei oder mehreren Bauteilen verstanden, die durch eine einfache
Relativbewegung oder mehrerer einfacher Relativbewegungen der Bauteile zueinander
gelöst werden kann.
[0026] Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter
Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Dampfbügeltischs,
- Fig. 2
- eine vergrößerte Detailansicht eines Ausschnitts II der Fig. 1,
- Fig. 3
- eine ähnliche Ansicht des erfindungsgemäßen Dampfbügeltischs wie in Fig. 2 jedoch
teilweise Explosionsdarstellung,
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht der Unterseite des Dampfbügeltischs,
- Fig. 5
- eine Seitenansicht des Bügeltischs in der zusammengeklappten Transportstellung,
- Fig. 6
- eine vergrößerte Detailansicht eines Ausschnitts VI von Fig. 5,
- Fig. 7
- einen Ausschnitt eines zweiten Ausführungsbeispiels in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 8
- das zweite Ausführungsbeispiel jedoch ohne Ablage,
- Fig. 9
- das zweite Ausführungsbeispiel bei der Montage der Ablage,
- Fig. 10
- eine Detailansicht des zweiten Ausführungsbeispiels während der Montage der Ablage.
[0027] Der in den Figuren dargestellte Dampfbügeltisch 10 umfasst ein scherenarmartiges
zusammenklappbares Untergestell 11 mit zwei sich kreuzenden gelenkig miteinander verbundenen
Scherenarmpaaren, an deren unteren Enden jeweils Standfüße 12 angebracht sind. Durch
Änderung der Winkelstellung der Scherenarmpaare 11 kann der Dampfbügeltisch in üblicher
Weise höhenverstellt und in eine flache Transportstellung zusammengeklappt werden,
wie sie in Fig. 5 dargestellt ist.
[0028] Auf dem Untergestell ruht das Oberteil des Dampfbügeltischs, welches eine Bügelfläche
16 und eine Wanne 14 umfasst. Außerdem ist eine seitlich in Längsrichtung die Bügelfläche
verlängernde Ablage 13 für eine hier nicht dargestellte Dampfstation vorgesehen.
[0029] Die Wanne 14 ist als selbsttragende aber auch tragende Konstruktion ausgebildet,
so dass die beim Bügeln von der Wanne 14 aufgenommenen Kräfte direkt in das Untergestell
11 eingeleitet werden. Anders als bei herkömmlichen Dampfbügeltischen ist kein Metallrahmen
vorhanden, der die Kräfte aufnimmt und in das Untergestell einleitet, sondern diese
tragende Funktion übernimmt die Wanne 14.
[0030] Das gesamte Oberteil des Dampfbügeltischs 10 besteht im Wesentlichen aus drei Kunststoffteilen,
nämlich der Wanne 14, einem zweiten Bauteil 15 im stirnseitigen Bereich, welches in
diesem Bereich in oder an der Wanne 14 untergebrachte elektrotechnische Bauteile abdeckt
und welches sich gleichzeitig mit der Wanne 14 zu einem vollständigen umlaufenden
Rahmen für die Bügelfläche (in Fig. 1 nicht dargestellt) ergänzt. Schließlich ist
als drittes Bauteil das ebenfalls aus Kunststoff bestehende Bauteil 13 vorhanden,
welches die Ablage für die Dampfstation umfasst.
[0031] Das letztgenannte Bauteil 13 ist vorzugsweise durch eine lösbare Einsteckverbindung
mit den beiden anderen Bauteilen 14, 15 verbunden, wobei diese Einsteckverbindung
bei der Montage hergestellt ist, wenn die beiden Bauteile 14, 15 aneinander festgelegt
werden, was später noch näher erläutert wird.
[0032] Die Bügelfläche 16 wird beispielsweise aus Streckmetall gebildet, das an der Wanne
14 und dem dieses stirnseitig ergänzenden Bauteil 15 festgelegt werden kann. Die Bügelfläche
ist in Fig. 1 nicht dargestellt, weshalb in Fig. 1 der Innenraum 14a der Wanne erkennbar
ist.
[0033] In der vergrößerten Detailansicht des stirnseitigen Bereichs gemäß Fig. 2 ist dagegen
das die Bügelfläche 16 bildende Bauteil aus Streckmetall dargestellt. Dieses ist jeweils
randseitig um etwa 90° abgewinkelt, wobei diese Abwinklung mit 16a bezeichnet ist.
An den beiden Bauteilen 14 und 15 befinden sich stegartige Anformungen 19, 20, die
eine Art Rahmen 18bilden, der als Aufnahme für die Abkantung 16a der Bügelfläche 16
dient. Dabei handelt es sich mindestens bereichsweise am Umfang in dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel um parallel mit Abstand verlaufende Doppelstege 19, 20 an der
Wanne 14, so dass zwischen diesen Doppelstegen eine Nut gebildet ist, die die Abkantung
16a des Streckmetalls aufnimmt. Diese Technik ermöglicht es, ohne zusätzlichen Metallrahmen
auszukommen der die Wanne 14 versteift und auf die Bügelfläche 16 wirkende Kräfte
können direkt von der Bügelfläche 16 in die Kunststoffteile 15, 14 des Bügeltischoberteils
eingeleitet werden.
[0034] Zur zusätzlichen Befestigung der Bügelfläche 16 werden stiftartige Befestigungselemente
(nicht dargestellt) verwendet werden, die mit ihrem Schaft in an der Wanne 14 angeformte
Dome 21 (Fig. 3) eingepresst sind.
[0035] Elektrischen Funktionselemente des Dampfbügeltischs sind ausschließlich in dem einen
stirnseitigen Bereich des Oberteils angeordnet, nämlich im Bereich des zweite Bauteils
15. Zu diesen Funktionselementen gehört eine Steckdose 22 sowie Schalter, Bedienelemente
23 und dergleichen für die Bedienung der verschiedenen Funktionen des Dampfbügeltischs.
[0036] Die Explosionsdarstellung gemäß Fig. 3 zeigt den demontierten Zustand des Oberteils
des Bügeltischs aus den drei wesentlichen Kunststoffbauteilen, nämlich der Ablage
13, der Abdeckung 15 und der Wanne 14. An der Ablage 13 ist an dem dem Bügeltisch
zugewandten Ende eine haubenartige Anformung 24 gebildet, an der Einsteckelemente
25 angeformt sind. An der Abdeckung 15 ist eine der Anformung 24 zugeordnete Aussparung
26 gebildet. Ein Steckdosenelement 22 ist in eine Mulde der Wanne eingelegt.
[0037] Die Abdeckung 15 ist so geformt, dass es sich an die eine Stirnseite der Wanne 14
anschließt und letztere zu einem vollständigen Rahmen 18 für die später zu befestigende
Bügelfläche 16 ergänzt. Die beiden Kunststoffteile 14, 15 lassen dazu formschlüssig
aneinanderfügen, wobei eine halbrunde unterseitige Aussparung 27 der Abdeckung 15
das Steckdosenelement 22 aufnimmt, so dass dieses einerseits von der Wanne 14 und
andererseits von der Abdeckung 15 eingefasst ist.
[0038] Die Einsteckelemente 25 der Ablage 13 greifen in die Aussparung 26 ein und werden
darin durch die Abdeckung 15 gehalten. Durch Rastelemente und/oder durch möglichst
wenige Schraubverbindungen sind die Abdeckung 15 und die Wanne 14 miteinander verbunden.
Die Einsteckelemente 25, die widerhakenartig ausgebildet sein können, sind durch die
Verbindung von Abdeckung 15 und Wanne 14 im Bereich zwischen der Abdeckung 15 und
der Wanne 14 verhakt die, so dass anschließend ein Lösen des die Ablage 13 von den
anderen Bauteilen 14, 15 nicht möglich ist, ohne die Verbindung der beiden Bauteile
14 und 15 zu lösen. Es besteht dadurch der Vorteil, dass für die Montage der Ablage
13 keine zusätzlichen Befestigungselemente erforderlich sind. Die genannte Vorgehensweise
ist bei der Fertigung auch deshalb sehr vorteilhaft, weil sie eine rasche Montage
und sehr rationelle Fertigung zulässt.
[0039] Die Verbindungsbereiche und die Verbindungselemente zwischen der Wanne 14, der Abdeckung
15 und der Ablage 13 sind so ausgestaltet, dass insbesondere die Abdeckung 15 und
Ablage 13 gegen anders gestaltete Abdeckungen und Ablagen mit den gleichen Verbindungselementen
und Verbindungsbereichen ausgetauscht werden können. So kann die Ablage 13, die für
eine Dampfstation vorgesehen ist, beispielsweise gegen eine andere Ablage für eine
Dampfstation, gegen eine Ablage für ein Dampfbügeleisen oder gegen eine Dampfstation
mit entsprechend geformten Verbindungsbereichen und Verbindungselementen ausgetauscht
werden. Dadurch kann einerseits die technische Funktion und andererseits die äußere
Gestaltung des Bügeltisches verändert werden. Ebenso kann die Abdeckung gegen eine
andere Abdeckung mit entsprechenden Verbindungselementen und Verbindungsbereichen
ausgetauscht werden.
[0040] Fig. 4 zeigt eine Ansicht des Dampfbügeltischs von unten, wobei die Unterseite der
Wanne 14 und das Untergestell mit den beiden Scherenarmpaaren 11 dargestellt ist.
Im Boden der Wanne 14 ist etwa im mittigen Bereich der Ablage 13 zugewandt eine kanalartige
Vertiefung 28 an der Wanne geformt ist, deren Tiefe zur Stirnseite der Wanne 14 hin
zunimmt. Diese kanalartige Vertiefung 28 nimmt endseitig einen Lüfter 29 auf, der
eine Lüfterachse hat die im Wesentlichen parallel, das heißt in einem spitzen Winkel
zur Bügelfläche 16 liegt, so dass der Lüfter 29 in einer ersten Richtung, die von
dem Kanal 28 vorgegeben ist, eine Luftströmung in Richtung des Kanals 28 erzeugt.
[0041] Mit zunehmender Entfernung vom Lüfter 29 wird der zum Innenraum 14a der Wanne 14
offene Kanal 28 etwas flacher und auch die Wanne 14 wird in zunehmender Entfernung
vom Lüfter 20 in Längsrichtung des Bügeltischs flacher. Mit zunehmender Entfernung
geht schließlich der offene Kanal 28 in den Boden der Wanne 14 über. Durch die Anordnung
des Lüfters 29 und die Form des mittigen Kanals 28 wird eine gleichmäßige Absaugung
über die Länge des Dampfbügeltischs mit nur einem Lüfter 29 erzielt.
[0042] Die Luftströmung wird innerhalb des Innenraums 14a der Wanne 14 im Wesentlichen nur
einmal umgelenkt, was Energieverluste der Luftströmung vermeidet. Dadurch kann ein
Lüfter 29 mit einer kleineren Leistung aber auch kleinerer Baugröße eingesetzt werden,
als die bei den bisher bekannten Bügeltischen der Fall war. Dieses gibt dem Designer
eines erfindungsgemäßen Bügeltisches einen größeren Gestaltungsspielraum den Lüfter
29 in den übrigen Bügeltisch zu integrieren. Außerdem können Halteelemente, die den
Lüfter mit dem übrigen Bügeltisch, insbesondere mit der Wanne 14 verbinden, schwächer
dimensioniert werden.
[0043] Die Anordnung des Lüfters 29 am Ende der Wanne 14 und im Bereich der Abdeckung 15,
die die elektrischen Funktionselemente abdeckt, macht es darüber hinaus entbehrlich
elektrische Leitungen durch die Wanne 14 zu führen.
[0044] Weitere Einzelheiten des Kanals 28 lassen sich erkennen, wenn man die Ansicht der
Wanne 14 von der Oberseite gemäß Fig. 1 betrachtet. Der offene Kanal 28 ist dort erkennbar.
Außerdem ist erkennbar, dass in den seitlichen zu dem Kanal 28 in der Wanne Leitelemente
30 angeordnet sind, die bogenförmig von einem Randbereich zum mittigen Kanal 28 hin
verlaufen und somit den Luftstrom zur Mitte der Wanne 14 hin in den Kanal 28 leiten.
[0045] An der Unterseite der Wanne 14 ist eine Rastvorrichtung 31 mit diversen Hakenelementen
ist angeformt, die jeweils Rastpositionen definieren, so dass man eine Querstange
32 des Fußgestells 11 in die verschiedenen Raststellungen verbringen kann, wodurch
die unterschiedlichen Höhenpositionen des Dampfbügeltischgestells definiert werden.
[0046] Weitere Details ergeben sich aus den Fig. 5 und 6. Fig. 5 zeigt den zusammengelegten
Dampfbügeltisch in der flachen Transportposition. Man kann hier auch erkennen, dass
die Wanne 14 in Längsrichtung gesehen mit zunehmender Entfernung vom Lüfter 29 allmählich
flacher wird.
[0047] Die vergrößerte Detailansicht eines Ausschnitts der Unterseite gemäß Fig. 6 zeigt,
dass sich an dem einen der beiden Scherenarmpaare 11 im oberen Endbereich die Querstange
32 befindet und an der Unterseite der Wanne 14 zumindest ein Steg 33 angebracht ist,
der eine Auflaufschräge 34 und eine Rastvertiefung 35 aufweist. Dadurch ist eine Möglichkeit
gegeben, den Dampfbügeltisch in der flachgelegten Transportstellung zu verriegeln,
um so zu verhindern, dass dieser sich ungewollt aufklappt. Wenn man das Untergestell
durch Schwenken der beiden Scherenarmpaare 11 um ihre gemeinsame Schwenkachse in die
flache Position schwenkt, gelangt die Querstange 32 am oberen Ende des einen Scherenarmpaars
11 wie man aus Fig. 6 erkennen kann über die Auflaufschräge 34 des Stegs 33 in die
Rastvertiefung 35 und rastet dort ein, da die aus Kunststoff bestehende Wanne 14 beim
Bewegen der Querstange 32 über die Auflaufschräge 34 etwas federnd nachgibt und schließlich
das Material wegen der Eigenspannung zurückfedert. Dadurch wird eine sichere Festlegung
des Untergestells durch einrastende Aufnahme der Stange 32 in der Rastvertiefung 35
erreicht.
[0048] Das in den Figuren 7 bis 10 dargestellte zweite Ausführungsbeispiel ist im Grundsatz
genauso wie das erste Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Bügeltisches ausgebildet.
Es unterscheidet sich von dem ersten Ausführungsbeispiel im Wesentlichen durch die
Verbindung der Ablage 13 mit der Wanne 14 und der Abdeckung 15. Während beim ersten
Ausführungsbeispiel die Ablage 13 mit der Wanne 14 verbunden ist, und die Abdeckung
15 die Verbindung zwischen der Ablage 13 und der Wanne 14 sichert, ist die Verbindung
zwischen der Wanne 14 und der Ablage 13 beim zweiten Ausführungsbeispiel unabhängig
von der Ablage 15.
[0049] In Fig. 7 ist ein Teil des Dampfbügeltisches dargestellt, wobei die Ablage 13 an
dem übrigen Oberteil montiert ist. Fig. 8 zeigt dagegen den Bügeltisch gemäß Fig.
7 mit abgenommener Ablage 13 und mit abgenommener Bügelfläche 16. An dem stirnseitigen
Ende der Wanne 14 sind dadurch zwei Führungen 141 erkennbar, welche ähnlich einer
Schwalbenschwanzführung ausgeführt sind. In diese Führungsschienen können komplementär
ausgebildete Verbindungselemente 131 (Fig. 10) der Ablage 13 eingeschoben werden.
Die Ablage 13 wird dazu von oben (Fig. 9, Fig. 10) in die Führungen 141 der Wanne
14 eingesetzt. Zur Demontage der Ablage 13 kann die Ablage 13 nach oben aus den Führungen
141 der Wanne 14 herausgehoben werden.
[0050] Über nicht dargestellte Rastelemente kann die Ablage 13 an der Wanne 14 verrasten,
so dass ein beabsichtigtes Lösen der Verbindung zwischen der Ablage 13 und der Wanne
14 nicht möglich ist.
1. Dampfbügeltisch umfassend ein Untergestell, eine auf dem Untergestell (11) ruhende
Bügelfläche (16) sowie eine unter der Bügelfläche (16) angeordnete Wanne (14) für
abgesaugte Dämpfe aus einem Dampfbügeleisen und/oder einer Dampfstation, dadurch gekennzeichnet, dass die Wanne (14) als selbsttragende Konstruktion ausgebildet ist und die von dieser
Wanne (14) beim Bügeln aufgenommenen Kräfte von der Wanne (14) direkt in das Untergestell
(11) eingeleitet werden.
2. Dampfbügeltisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wanne (14) aus Kunststoff besteht und mit mindestens einem zweiten Bauteile (14,
15) sich zu einem Aufnahmerahmen für eine vorzugsweise aus Streckmetall (16) bestehende
Bügelfläche ergänzen.
3. Dampfbügeltisch nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Wanne (14) aus Kunststoff besteht und unterseitig an der Absaugwanne mindestens
eine Führungsschiene und/oder eine Aufnahme (31) für das Untergestell (11) und/oder
eine Aufnahme für eine Raststange zur Höhenverstellung des Untergestells (11) einstückig
an der Wanne (14) angeformt ist.
4. Dampfbügeltisch nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Wanne (14) aus Kunststoff besteht und oberseitig an dieser ein mindestens teilweise
über den Umfang der Wanne (14) angeformter Rahmen (18, 19, 20) für die Aufnahme einer
Abkantung (16a) einer Bügelfläche aus Streckmetall einstückig an der Absaugwanne angeformt
ist.
5. Dampfbügeltisch nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass an der Wanne (14) oberseitig ein mindestens teilweise umlaufender Doppelrahmen (19,
20) angeformt ist, der eine Nut bildet, die eine Abkantung (16a) einer aus Streckmetall
ausgebildeten Bügelfläche aufnimmt.
6. Dampfbügeltisch nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in der Wanne (14) mindestens ein Kanal und/oder eine Vertiefung (28) für abgesaugte
Dämpfe und/oder ausgeblasene Luft eines Lüfters (29) und/oder mindestens eine Aufnahme
für einen Lüfter angeformt ist.
7. Dampfbügeltisch nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass dieser mindestens einen an einem stirnseitigen Ende der Wanne (14) angeordneten Lüfter
(29) aufweist.
8. Dampfbügeltisch nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Lüfter (29) am Ende der Wanne (14) schräg, das heißt in einem Winkel zur Vertikalen
angeordnet ist.
9. Dampfbügeltisch nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass dieser einen bifunktionalen Lüfter aufweist, der wahlweise Dampf absaugt oder Luft
ausbläst.
10. Dampfbügeltisch nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass in der Wanne (14) mindestens ein Absaugkanal (28) vorgesehen ist, der sich von dem
Lüfter (29) aus im Wesentlichen in Längsrichtung der Wanne und des Bügeltischs erstreckt
und der mit zunehmender Entfernung vom Lüfter flacher wird.
11. Dampfbügeltisch nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Absaugkanal (28) vom Lüfter (29) ausgehend in der Absaugwanne etwa
mittig sich in Längsrichtung des Bügeltischs und der Absaugwanne erstreckt.
12. Dampfbügeltisch nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass in der Wanne (14) Strömungsleitelemente (30) angeordnet sind, die so geformt sind,
dass sie eine Luft-/Dampfströmung in Richtung auf einen mittigen Absaugkanal (28)
unterstützen.
13. Dampfbügeltisch nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungsleitelemente (30) in der Wanne (14) angeformt sind.
14. Dampfbügeltisch nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungsleitelemente (30) bogenförmig in Richtung auf den Absaugkanal (28) verlaufen.
15. Dampfbügeltisch nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass von dem Lüfter (29) abgesaugte Luft am einen stirnseitigen Ende der Wanne (14) nach
unten hin abgeleitet wird.
16. Dampfbügeltisch nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass unterseitig an der Wanne mindestens ein Steg (33) mit einer Schräge (34) und/oder
einer Einrastposition (35) angebracht, vorzugsweise angeformt ist, der als Transportverriegelung
für einen Querstab des Untergestells dient.
17. Dampfbügeltisch nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass dieser ein Untergestell und ein Oberteil umfasst, wobei das Oberteil mindestens zwei
Bauteile aus Kunststoff umfasst, von denen das erste Bauteil (14) die Wanne umfasst
und das zweite Bauteil eine Abdeckung (15) umfasst und das zweite und das erste Bauteil
sich zu einer umlaufenden Aufnahme beziehungsweise Auflage für eine Bügelfläche (16)
ergänzen.
18. Dampfbügeltisch nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Oberteil mindestens ein drittes Bauteil (13) aus Kunststoff umfasst, welches
eine Ablage für eine Dampfstation umfasst, wobei dieses dritte Bauteil (13) Einsteckelemente
(25) umfasst, die zwischen erstem Bauteil (14) und zweitem Bauteil (15) bei der Montage
aufgenommen werden und gleichzeitig das dritte Bauteil festlegen.
19. Dampfbügeltisch nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass alle wesentlichen elektrischen Bauteile, insbesondere Steckdose (22), Schalter (23),
Lüfter (29) im Bereich des zweiten Bauteils (15) angeordnet sind, welches die Abdeckung
umfasst.
20. Dampfbügeltisch nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass für das dritte Bauteil (13) verschiedene Varianten für unterschiedlich ausgebildete
Dampfstationen vorgesehen sind, die jeweils gleiche Einsteckelemente aufweisen und
durch Einsteckverbindung jeweils an gleichen ersten beziehungsweise zweiten Bauteilen
(14, 15) festlegbar sind.