| (19) |
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(11) |
EP 1 269 506 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.03.2007 Patentblatt 2007/10 |
| (22) |
Anmeldetag: 16.03.2001 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2001/001040 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2001/073805 (04.10.2001 Gazette 2001/40) |
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| (54) |
MIKROAKTORANORDNUNG
MICROACTUATOR ARRANGEMENT
SYSTEME DE MICROACTIONNEURS
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
| (30) |
Priorität: |
29.03.2000 DE 10015598
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.01.2003 Patentblatt 2003/01 |
| (73) |
Patentinhaber: Fraunhofer-Gesellschaft zur
Förderung der angewandten Forschung e.V. |
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80686 München (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- QUENZER, Hans, Joachim
25524 Itzehoe (DE)
- WAGNER, Bernd
25582 Looft (DE)
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| (74) |
Vertreter: Gagel, Roland |
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Patentanwalt Dr. Roland Gagel,
Landsberger Strasse 480a 81241 München 81241 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-98/33195 US-A- 5 909 078
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WO-A-99/16096
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- LEE J -Y ET AL: "A characterization of the thermal parameters of thermally driven
polysilicon microbridge actuators using electrical impedance analysis" SENSORS AND
ACTUATORS A,CH,ELSEVIER SEQUOIA S.A., LAUSANNE, Bd. 75, Nr. 1, 4. Mai 1999 (1999-05-04),
Seiten 86-92, XP004170608 ISSN: 0924-4247 in der Anmeldung erwähnt
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Technisches Anwendungsgebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Mikroaktoranordnung mit einem Substrat mit
einem ersten thermomechanischen Mikroaktor und einem zweiten thermomechanischen Mikroaktor,
wobei der erste thermomechanische Mikroaktor bei einer thermischen Anregung im Wesentlichen
parallel zur Oberfläche des Substrates ausgelenkt wird. Die Mikroaktoranordnung eignet
sich insbesondere für den Einsatz als Mikrorelais.
[0002] Mikrorelais ersetzen zunehmend konventionelle elektromechanische Relais, da sie mit
geringeren Kosten und geringerem Platzbedarf hergestellt werden können und aufgrund
ihrer Größe auch geringere Schaltzeiten erreichen. Derzeit werden diese Mikrorelais
in der Regel auf Basis von Mikroaktoren realisiert, die nach dem elektrostatischen
Wirkprinzip arbeiten. Diese elektrostatischen Mikrorelais zeichnen sich allerdings
durch relativ kleine Stellwege und kleine Stellkräfte der Mikroaktoren aus, was einerseits
zu Problemen hinsichtlich der Durchschlagfestigkeit des Mikrorelais und andererseits
zu Problemen aufgrund eines erhöhten Kontaktverschleißes führt.
[0003] Thermomechanische Mikroaktoren, die in anderen Bereichen der Mikrosystemtechnik zum
Einsatz kommen, zeichnen sich demgegenüber vor allem durch die Erzeugung vergleichsweise
großer Stellkräfte und Stellwege bei gleichzeitig moderatem Leistungsverbrauch aus.
Sie finden in der Mikrosystemtechnik vor allem für die Konstruktion von Mikrostellelementen
Anwendung, bei denen es auf möglichst große Stellkräfte und Stellwege ankommt. Ein
Beispiel hierfür ist der Einsatz in Mikroventilen. Da für den Betrieb thermischer
Mikroaktoren in der Regel elektrische Leistungen im Bereich von einigen 100 mW benötigt
werden, kommen thermische Antriebe bisher vornehmlich für den Aufbau einzelner Stellelemente
in Frage.
Als besonderer Nachteil thermomechanischer Mikroaktoren erweist sich jedoch, dass
ein thermomechanischer Mikroaktor zum Halten seines durch thermische Anregung herbeigeführten
ausgelenkten Zustandes (ON-Zustand) kontinuierlich durch Energiezufuhr geheizt werden
muss. Aus diesem Grunde werden thermomechanische Mikroatoren in Mikrorelais wie auch
für eine Vielzahl von anderen Applikationen bisher nicht oder nur in Ausnahmefällen
eingesetzt.
Stand der Technik
[0004] Die US 5,909,078 zeigt ein Beispiel für eine Mikroaktoranordnung mit thermomechanischen
Mikroaktoren gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1. Als Mikroaktor wird hierbei
ein einzelner oder eine Vielzahl von nebeneinander angeordneten balkenförmigen Elementen
eingesetzt, die parallel zu einer Substratoberfläche an jeweils beiden Enden am Substrat
eingespannt und in einer Vorzugsrichtung parallel zur Substratoberfläche vorgespannt
sind. Durch Aufheizen der balkenförmigen Elemente dehnen sich diese im eingespannten
Zustand aus, so dass eine Auslenkung in der Vorzugsrichtung parallel zur Substratoberfläche
resultiert. Diese Auslenkbewegung kann beispielsweise zum Öffnen oder Schließen einer
Ventilöffnung im Substrat eingesetzt werden.
Auch die thermomechanischen Mikroaktoren dieser Druckschrift lassen sich jedoch nicht
ohne die obigen Nachteile in einem Mikrorelais verwenden, in dem einzelne Schaltzustände
längere Zeit gehalten werden müssen.
Den gleichen Nachteil weist das thermomechanische Mikrorelais auf, das in J.-Y. Lee
et al., "A characterization of thermal parameters of thermally driven polysilicon
microbridge actuators using electrical impedance analysis", Sensors and Actuators
A75 (1999), 86-92, beschrieben wird. Bei diesem Relais wird eine brükkenförmig ausgebildete
Polysilizium-Membran durch Aufheizen senkrecht zur Substratoberfläche ausgelenkt,
um elektrische Kontakte zu verbinden. Zum Halten dieser Verbindung ist jedoch ständige
Energiezufuhr erforderlich.
[0005] Aus der WO 99/16096 ist ein Mikrorelais aus mehreren gleichartig aufgebauten thermomechanischen
Aktuatoren bekannt, die über balkenförmige Elemente an jeweils beiden Enden am Substrat
eingespannt sind. Durch Aufheizen der balkenförmigen Elemente wird eine Auslenkung
der beiden Aktuatoren parallel zur Substratoberfläche hervorgerufen. Über einen mechanischen
Verriegelungsmechanismus, einem seitlichen Verhaken mit dem zweiten Aktuator, kann
einer der Aktuatoren stromlos in einer bestimmten Position gehalten werden. Die Verriegelung
kann durch Betätigung des zweiten Aktuators wieder gelöst werden.
[0006] Ausgehend von diesem Stand der Technik besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung
darin, eine weitere Mikroaktoranordnung anzugeben, die ein Umschalten zwischen zumindest
zwei Schaltzuständen mit großer Stellkraft und großem Stellweg ermöglicht, wobei die
jeweiligen Schaltzustände leistungslos gehalten werden können.
Darstellung der Erfindung
[0007] Die Aufgabe wird mit der Mikroaktoranordnung nach Patentanspruch 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Mikroaktoranordnung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0008] Die vorliegende Mikroaktoranordnung besteht aus einem Substrat mit zumindest zwei
thermomechanischen Mikroaktoren. Ein erster thermomechanischer Mikroaktor ist in einer
aus dem Stand der Technik bekannten Weise auf dem Substrat angeordnet, wobei er bei
einer thermischen Anregung im Wesentlichen parallel zur Oberfläche des Substrates
ausgelenkt wird, d.h. seine Stellbewegung im Wesentlichen parallel zur Oberfläche
ausführt. Erfindungsgemäß ist der zweite thermomechanische Mikroaktor einerseits derart
ausgebildet, dass er bei einer thermischen Anregung im Wesentlichen senkrecht zur
Oberfläche des Substrates ausgelenkt wird, d.h. seine Stellbewegung im Wesentlichen
senkrecht zur Substratoberfläche durchführt. Andererseits ist der zweite thermomechanische
Mikroaktor relativ zum ersten thermomechanischen Mikroaktor derart angeordnet, dass
ein Abschnitt des ersten thermomechanischen Mikroaktors bei einer thermischen Anregung
bis unter einen Abschnitt des zweiten thermomechanischen Mikroaktors - in ausgelenktem
Zustand - reicht. Da der zweite thermomechanische Mikroaktor eine Stellbewegung im
Wesentlichen senkrecht zur Substratoberfläche vollführt, befindet sich somit ein Abschnitt
des ersten thermomechanischen Mikroaktors in einem ausgelenkten Zustand zwischen einem
Abschnitt des zweiten thermomechanischen Mikroaktors und der Substratoberfläche, so
dass dieser Abschnitt des ersten thermomechanischen Mikroaktors bei Abschalten des
zweiten thermomechanischen Mikroaktors von diesem eingeklemmt wird.
[0009] Diese Anordnung zweier thermomechanischer Mikroaktoren ermöglicht es somit, den Schaltzustand
(ON-Zustand) des ersten thermomechanischen Mikroaktors leistungslos zu halten. Beim
Umschalten vom Ruhezustand (OFF-Zustand) in den ON-Zustand werden zunächst beide thermomechanischen
Mikroaktoren angeschaltet, d.h. thermisch angeregt, so dass sich ein erster Abschnitt
des ersten thermomechanischen Mikroaktors unter einen zweiten Abschnitt des zweiten
thermomechanischen Mikroaktors bewegt. Anschließend wird der zweite thermomechanische
Mikroaktor abgeschaltet und klemmt dadurch den ersten Abschnitt des ersten thermomechanischen
Mikroaktors ein. Wird dieser anschließend ebenfalls durch Unterbrechung der Wärmezufuhr
abgeschaltet, so verbleibt er in der ausgelenkten Stellung, da er durch die Klemmwirkung
des abgeschalteten zweiten thermomechanischen Mikroaktors in dieser Position gehalten
wird. Diese Haltestellung wird einerseits durch die Reibung zwischen den beiden Mikroaktoren
und andererseits durch die hohe Rückstellkraft, mit der zweite thermische Mikroaktor
seine Ruhestellung einnimmt, ermöglicht. Auf diese Weise wird der ausgelenkte Zustand
des ersten thermomechanischen Mikroaktors ohne weitere Energiezufuhr, das heißt leistungslos,
gehalten. Zum Lösen dieser Haltestellung ist es lediglich erforderlich, den zweiten
thermomechanischen Mikroaktor kurz anzuschalten, wodurch die Haltestellung gelöst
wird und der erste thermomechanische Mikroaktor in seine Ruhestellung (OFF-Zustand)
zurückkehrt, in der er ebenfalls ohne Energiezufuhr verbleibt.
[0010] Durch diese Eigenschaft der erfindungsgemäßen Mikroaktoranordnung, zwei Schaltzustände
mit Hilfe von thermomechanischen Mikroaktoren leistungslos halten zu können, eröffnet
sich die Möglichkeit, die großen Stellkräfte und Stellhübe thermomechanischer Mikroaktoren
auch in Bereichen einzusetzen, für die sie bisher nicht geeignet waren. Die vorliegende
Mikroaktoranordnung ist hierbei besonders für den Einsatz in Mikrorelais geeignet,
läßt sich aber selbstverständlich auch für andere Anwendungen wie beispielsweise für
Mikroventile einsetzen. Durch die Verwendung der vorliegenden Mikroaktoranordnung
wird es gerade beim Einsatz in Mikrorelais möglich, vergleichsweise große Stellwege
mit einer relativ großen Andruckkraft auf die zu überbrükkenden Kontakte zu kombinieren.
Der erste thermomechanische Aktor, im Folgenden auch als lateraler Aktor bezeichnet,
kann hierbei so ausgelegt werden, dass er Hübe bzw. Stellwege von 50 - 80 µm ermöglicht.
Durch diese großen Stellwege können die elektrischen Kontakte im Relais einen größeren
gegenseitigen Abstand aufweisen, so dass einerseits die Durchschlagfestigkeit des
Relais erhöht und andererseits ein Übersprechen zwischen einzelnen Leitungen vermindert
wird. Gleichzeitig entwikkelt der zweite thermomechanische Aktor, im folgenden auch
als z-Aktor bezeichnet, der den lateralen Aktor in einer ausgelenkten Position hält,
bei seiner Rückstellbewegung in die Ruhelage Andruckkräfte im Bereich von 10 mN -
50 mN und mehr. Der laterale Aktor sorgt demnach für den großen Hub während der z-Aktor
für das Schließen der Relais-Kontakte die große Andruckkraft liefert, da er den lateralen
Aktor mit dieser Andruckkraft gegen die Substratoberfläche presst, auf der beim Mikrorelais
die zu schließenden Kontakte angeordnet sind.
[0011] Die elektrische Leistung von ca. 200 - 300 mW zum Schalten des Mikrorelais wird nur
während der kurzen Schaltphasen benötigt, während die einzelnen Schaltzustände leistungslos
gehalten werden können. Der benötigte Flächenbedarf für die beiden Mikroaktoren auf
dem Substrat beträgt in der Regel etwa 2 mm x 1 mm und ist damit vergleichbar den
Flächen, die für Mikrorelais nach dem elektrostatischen Wirkprinzip benötigt werden.
Die vorliegende Mikroaktoranordnung ist damit im Hinblick auf die erreichbaren Schaltkräfte
und die erreichbaren Schalthübe jedem bislang bekannten Mikrorelais-Konzept deutlich
überlegen.
[0012] Es versteht sich jedoch von selbst, dass die erfindungsgemäße Mikroaktoranordnung
auch für andere Anwendungen geeignet ist, bei denen einerseits zumindest zwei Schaltzustände
leistungslos gehalten werden müssen und andererseits große Stellkräfte und Stellwege
erforderlich sind.
[0013] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Mikroaktoranordnung besteht darin, dass
mit dieser Anordnung nicht nur zwei sondern auch weitere Schaltzustände realisiert
und leistungslos gehalten werden können. Dies erfordert lediglich, dass der laterale
Aktor bei unterschiedlichen Auslenkungen, die durch unterschiedlich starke thermische
Anregung erzeugt werden, jeweils mit einem Abschnitt bis unter den z-Aktor reicht.
Dies kann beispielsweise durch einen entsprechend langen Ausleger am lateralen Aktor
erreicht werden, der sich in Auslenkungsrichtung erstreckt. Auf diese Weise kann der
laterale Aktor durch den z-Aktor in jeder beliebigen Auslenkungsposition gehalten
werden. Diese Ausgestaltung ermöglicht eine Vielzahl von Schaltverbindungen in einem
mit der erfindungsgemäßen Mikroaktoranordnung ausgestatteten Mikrorelais.
[0014] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Mikroaktoranordnung zeichnet
sich dadurch aus, dass sich die beiden Mikroaktoren beim Einnehmen der Halteposition
ineinander verhaken. Dies erlaubt eine sehr sichere Halteposition, bei der die Reibung
zwischen den beiden Aktoren keine Rolle spielt. Dieses Verhaken kann dadurch realisiert
werden, dass die beiden in der Halteposition übereinanderliegenden Abschnitte des
lateralen Aktors und des z-Aktors ineinandergreifen, beispielsweise indem einer der
beiden Abschnitte eine Ausnehmung aufweist, in die eine Erhebung des anderen der beiden
Abschnitte eingreift. Selbstverständlich sind auch andere geometrische Ausgestaltungen
denkbar, die zu einer entsprechenden Verhakung oder zu einem entsprechenden Ineinandergreifen
führen. Der Fachmann kennt derartige Ausgestaltungen aus vielen Bereichen der Technik.
Bei mehreren zu haltenden Schaltpositionen können durch entsprechende geometrische
Ausgestaltung der Abschnitte unterschiedliche Haltestellungen vorgegeben werden, bei
die beiden Abschnitte ineinandergreifen.
[0015] Die Herstellung und die unterschiedlichen Ausgestaltungsmöglichkeiten thermomechanischer
Mikroaktoren sind dem Fachmann bekannt. Vorzugsweise wird bei der vorliegenden Mikroaktoranordnung
ebenfalls ein balkenförmiges Element als Grundelement des einzelnen Mikroaktors eingesetzt,
wie dies beispielsweise aus der US 5,909,078 bekannt ist. Dieses balkenförmige Element
wird vorzugsweise derart aus dem Substrat herausgeätzt, dass es beidseitig am Substrat
eingespannt bleibt. Auch der zweite thermomechanische Aktor, das heißt der z-Aktor,
besteht aus einem derartigen Element, das in Form einer Brücke mit dem Substrat verbunden
ist.
Die thermische Anregung der beiden Elemente kann auf die unterschiedlichste Art erfolgen.
Beispiele für thermische Anregungen, wie Bestrahlung, Anordnen eines Heizelementes
am Substrat, Direktbeheizung durch Stromfluss durch das Aktorelement oder Anbringen
einer Heizleitungsschicht am Aktorelement sind dem Fachmann bekannt. Vorzugsweise
wird die letzte Möglichkeit bei der vorliegenden Mikroaktoranordnung eingesetzt, indem
auf die balkenförmigen Elemente eine entsprechende Heizleitungsschicht, beispielsweise
aus Polysilizium, aufgebracht wird.
[0016] Die Mikroaktoranordnung ist nicht auf einen lateralen und einen z-Aktor beschränkt.
So können auch mehrere derartiger Aktoren in entsprechender Anordnung auf dem Substrat
eingesetzt werden. Ebenso ist eine mechanische Kopplung unterschiedlicher lateraler
Aktoren möglich, wie sie aus der im einleitenden Teil genannten US-Schrift bekannt
ist.
[0017] Bei Einsatz als Mikrorelais sind auf dem Substrat die zu schaltenden, das heißt elektrisch
zu überbrükkenden Leiterbahnen bzw. Kontaktflächen aufgebracht. Zur Überbrückung der
Unterbrechungen zwischen diesen Kontaktflächen sind an der Unterseite des lateralen
Aktors entsprechende Kontaktbrücken aus einem gut leitenden Material vorgesehen. Der
Aktor selbst bzw. die balkenförmigen Elemente des Aktors können hierbei aus anderen
Materialien bestehen. Vorzugsweise wird jedoch Nickel als Material für die balkenförmigen
Elemente eingesetzt, da dieses gute thermomechanische Eigenschaften aufweist und zum
Aufbau der Elemente in den erforderlichen Dimensionen mit bekannten Mitteln der Mikrostrukturtechnik
geeignet ist. In diesem Fall sind die elektrisch leitenden Kontaktbrücken sowie die
Heizleitungsschicht zusätzlich gegenüber dem Nickel über eine Zwischenschicht isoliert.
[0018] Verfahren zur Herstellung derartiger thermomechanischer Mikroaktoren auf einem Substrat
können jederzeit der Fachliteratur entnommen werden. Es handelt sich hierbei in der
Regel um eine Kombination aus Photolithographie, galvanischen Abscheideverfahren und
Ätzverfahren.
[0019] Die vorliegende Mikroaktoranordnung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen
in Verbindung mit den Zeichnungen ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens
nochmals näher erläutert. Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- schematisch ein Beispiel für eine erfindungsgemäße Mikroaktoranordnung; und
- Fig. 2
- ein weiteres Beispiel für eine erfindungsgemäße Mikroaktoranordnung in der Anwendung
als Mikrorelais.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0020] Figur 1 zeigt eine dreidimensionale Ansicht einer Mikroaktoranordnung gemäß einem
ersten Ausführungsbeispiel. Die Mikroaktoranordnung besteht aus dem Substrat 1, einem
Halbleitersubstrat, auf dem ein lateraler Mikroaktor 3 sowie ein z-Aktor 4 angeordnet
sind. Der laterale Aktor 3 setzt sich aus vier balkenförmigen Elementen 7 zusammen,
die jeweils auf einer Seite am Substrat 1 verankert sind. An diesen balkenförmigen
Elementen ist ein plattenförmiger Ausleger 9 angebracht, der sich in Richtung der
Auslenkung, das heißt-in Richtung zum z-Aktor 4 erstreckt. Der laterale Aktor 3 ist
in der Figur in ausgelenktem Zustand zu erkennen. Im Ruhezustand befindet er sich
über der angedeuteten Vertiefung 11 in der Substratoberfläche, die beim Herstellungsprozess
bei der Unterätzung der balkenförmigen Elemente 7 erzeugt wird. Die balkenförmigen
Elemente 7 sind mit Heizleitungsschichten versehen (nicht in der Figur zu erkennen),
die über entsprechende Anschlusspads 12 mit Strom versorgt werden. Die balkenförmigen
Elemente haben hierbei Dimensionen von typischerweise etwa 1 mm Länge, 5-10 µm Breite
und 15-20 µm Höhe.
[0021] Der z-Aktor 4 setzt sich ebenfalls aus einem balkenförmigen Element 8 zusammen, das
an beiden Seiten am Substrat 1 eingespannt ist. Dieser z-Aktor 4 ist in Form eines
Brückenaktors ausgeführt. Das balkenförmige Element 8 ist auch in diesem Fall mit
einer entsprechenden, nicht dargestellten, Heizleitungsschicht versehen, die über
Anschlusspads 12 mit Strom versorgt wird. Auch am z-Aktor 4 ist ein plattenförmiger
Ausleger 10 vorgesehen, der sich in Richtung des lateralen Aktors 3 erstreckt. Beide
Ausleger 9 und 10 können sich durch eine entsprechende Ausgestaltung miteinander verhaken,
wie dies im vergrößerten Bereich der Figur 2 dargestellt ist.
[0022] Im Ruhezustand befinden sich die balkenförmigen Elemente 7 des lateralen Aktors 3
über der Vertiefung 11, das balkenförmige Element 8 des z-Aktors 4 liegt auf dem Substrat
1 auf. Für den Übergang in den ON-Zustand des Mikrorelais werden zunächst beide Aktoren
in Betrieb gesetzt. Dadurch schiebt der laterale Aktor 3 seinen plattenförmigen Ausleger
9 unter den z-Aktor 4. Daraufhin wird der z-Aktor als erster abgeschaltet und senkt
sich mit seinem Ausleger 10 auf den Ausleger 9. Eine geeignete hakenähnliche Struktur
verhindert nach dem Abschalten des lateralen Aktors 3 ein Lösen dieses Kontaktes.
Für den Übergang in den OFF-Zustand werden ebenfalls beide Aktoren zunächst eingeschaltet.
Der laterale Aktor 3 wird aber diesmal vor dem z-Aktor 4 abgeschaltet. Dadurch wird
der plattenförmige Ausleger 9, der in diesem Beispiel in Form eines Nickelplättchens
ausgeführt ist, unter dem z-Aktor 4 hervorgezogen, so dass die Kontakte gelöst werden.
Die Figur 1 zeigt die Mikroaktoranordnung im ON-Zustand. Die balkenförmigen Elemente
7, 8 sowie die Ausleger 9, 10 der beiden Aktoren 3, 4 sind in diesem Beispiel aus
Nickel gefertigt. Der unterhalb der balkenförmigen Elemente verlaufende Heizleiter
wird von dieser metallischen Struktur durch Isolationsschichten getrennt.
[0023] Figur 2 zeigt ein weiteres Beispiel für eine Mikroaktoranordnung gemäß der vorliegenden
Erfindung bei der Anwendung als Mikrorelais. Auch in dieser Figur sind wiederum das
Substrat 1 sowie die beiden Mikroaktoren 3, 4 mit den jeweiligen balkenförmigen Elementen
7, 8 und den Auslegern 9, 10 zu erkennen. Zusätzlich sind auf dem Substrat 1 vier
Leiterbahnen 13 angeordnet, von denen - in der vergrößerten Ansicht zu erkennen -
alle durch einen Spalt unterbrochen sind. An der Unterseite des Auslegers 9 des lateralen
Aktors 3 befinden sich Kontaktbrücken 14 zum Schließen der offenen Kontakte. Diese
Kontaktbrücken 14 können aus einem gut leitfähigen Material wie Gold gebildet sein,
das gegenüber dem Material des Aktors isoliert wird. Hierdurch können kleinere Zuleitungswiderstände
im Relais erreicht werden. Wie in der Figur gezeigt ist, können mit dem vorliegenden
Mikrorelais mehrere Kontakte bzw. Leitungen 13 auch gleichzeitig geschlossen werden.
Selbst die Realisierung von mehr als zwei Schaltzuständen kann mit diesem Relaisaufbau
erreicht werden. So wäre ein Umschalten von einer der Leitungen zu einer anderen damit
problemlos möglich.
In der Figur ist der ON-Schaltzustand des Mikrorelais dargestellt, bei der die Kontakte
der vier Leitungen in unterschiedlicher Weise geschlossen werden, wie dies in der
vergrößerten Ansicht zu erkennen ist. Durch die hohe Andruckkraft der Kontaktbrücken
14 auf die Leitungen 13 wird eine hohe Lebensdauer der Kontakte ermöglicht. Die hohe
Andruckkraft wird durch die Rückstellbewegung des z-Aktors 4 erzeugt, der auf den
lateralen Aktor 3 drückt. In der vergrößerten Darstellung ist ebenfalls eine geometrische
Anordnung einer möglichen Verhakung zwischen dem Ausleger 10 des z-Aktors 4 und dem
Ausleger 9 des lateralen Aktors 3 zu erkennen.
[0024] Für den Aufbau der Mikroaktoren empfiehlt sich die Verwendung eines geeigneten Metalls
wie zum Beispiel Nickel. Damit kann neben den notwendigen Festigkeiten auch eine gute
thermische Leitfähigkeit der balkenförmigen Elemente erreicht werden, so dass die
Schaltzeiten des Relais etwa zwischen 10 ms und 100 ms liegen. Aufgrund der sehr guten
elektrischen Leitfähigkeit der balkenförmigen Elemente verbietet sich aber in diesem
Fall die direkte Nutzung als Heizleiter. Hierzu wird vorzugsweise eine Heizleiterschicht
an dem eigentlichen Aktorelement angebracht, die selbstverständlich gegenüber dem
eigentlichen Thermoaktor isoliert sein muss.
Bezugszeichenliste
[0025]
- 1
- Substrat
- 2
- Oberfläche des Substrates
- 3
- lateraler Mikroaktor
- 4
- z-Mikroaktor
- 5
- erster Abschnitt (9)
- 6
- zweiter Abschnitt (10)
- 7
- balkenförmiges Element
- 8
- balkenförmiges Element
- 9
- plattenförmiger Ausleger
- 10
- plattenförmiger Ausleger
- 11
- Vertiefung
- 12
- Anschlusspads
- 13
- Leiterbahnen
- 14
- Kontaktbrücken
1. Mikroaktoranordnung, insbesondere Mikrorelais, mit einem Substrat (1), auf dem ein
erster thermomechanischer Mikroaktor (3) und ein zweiter thermomechanischer Mikroaktor
(4) angeordnet sind, wobei der erste thermomechanische Mikroaktor (3) bei einer thermischen
Anregung im Wesentlichen parallel zur Oberfläche (2) des Substrates (1) ausgelenkt
wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass der zweite thermomechanische Mikroaktor (4) derart ausgebildet und relativ zum ersten
thermomechanischen Mikroaktor (3) angeordnet ist, dass er bei einer thermischen Anregung
im Wesentlichen senkrecht zur Oberfläche (2) des Substrates (1) ausgelenkt wird und
ein erster Abschnitt (5) des ersten thermomechanischen Mikroaktors (3) in einem ausgelenkten
Zustand bis unter einen zweiten Abschnitt (6) des zweiten thermomechanischen Mikroaktors
(4) in einem ausgelenktem Zustand reicht.
2. Mikroaktoranordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich der erste und/oder der zweite thermomechanische Mikroaktor (3, 4) aus ein oder
mehreren balkenförmigen Elementen zusammensetzen, die beidseitig am Substrat (1) eingespannt
sind.
3. Mikroaktoranordnung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die ein oder mehreren balkenförmigen Elemente mit einer Heizleitungsschicht versehen
sind.
4. Mikroaktoranordnung nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die ein oder mehreren balkenförmigen Elemente aus einem elektrisch leitfähigen Material
bestehen.
5. Mikroaktoranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Abschnitt (5) des ersten thermomechanischen Mikroaktors (3) als plattenförmiger
Ausleger ausgestaltet ist, der sich in Auslenkungsrichtung des ersten thermomechanischen
Mikroaktors (3) erstreckt.
6. Mikroaktoranordnung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der plattenförmige Ausleger eine derartige Länge in Auslenkungsrichtung des ersten
thermomechanischen Mikroaktors (3) aufweist, dass er bei unterschiedlich starken Auslenkungen
des ersten thermomechanischen Mikroaktors (3) bis unter den zweiten Abschnitt (6)
des zweiten thermomechanischen Mikroaktors (4) reicht.
7. Mikroaktoranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
dass der zweite Abschnitt (6) des zweiten thermomechanischen Mikroaktors (4) als plattenförmiger
Ausleger ausgestaltet ist, der sich entgegen der Auslenkungsrichtung des ersten thermomechanischen
Mikroaktors (3) erstreckt.
8. Mikroaktoranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
dass der erste und der zweite Abschnitt (5, 6) derart ausgestaltet sind, dass sie ineinander
greifen, wenn die thermische Anregung des zweiten thermomechanischen Mikroaktors (4)
beendet wird, während sich der erste thermomechanische Mikroaktor (3) im ausgelenkten
Zustand befindet.
9. Mikroaktoranordnung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Abschnitt (5) eine Ausnehmung aufweist, in die eine Erhebung am zweiten
Abschnitt (6) eingreift oder umgekehrt.
10. Mikroaktoranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis
9, dadurch gekennzeichnet,
dass auf dem Substrat (1) ein oder mehrere Leiterbahnen (13) und/oder Kontaktflächen mit
einer oder mehreren Unterbrechung(en) vorgesehen sind, die durch Auslenkung des ersten
thermomechanischen Mikroaktors (3) überbrückt werden können.
11. Mikroaktoranordnung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste thermomechanische Mikroaktor (3) ein oder mehrere elektrisch leitfähige
Kontaktbrücken (14) zum Überbrücken der Unterbrechung(en) aufweist.
1. Micro actuator arrangement, particularly a micro relay, comprising a substrate (1)
on which a first thermomechanical micro actuator (3) and a second thermomechanical
micro actuator (4) are disposed, with said first thermomechanical micro actuator (3),
in response to thermal stimulation, being extended in a direction substantially parallel
with the surface (2) of said substrate (1),
characterised in
that said second thermomechanical micro actuator (4) is so configured and disposed relative
to said first thermomechanical micro actuator (3) that upon thermal stimulation it
is extended substantially in a direction orthogonal on the surface (2) of said substrate
(1) and that, in an extended state, a first section (5) of said first thermomechanical
micro actuator (3) reaches up to under a second section (6) of said second thermomechanical
micro actuator (4).
2. Micro actuator arrangement according to Claim 1,
characterised in
that said first and/or said second thermomechanical micro actuator (3, 4) is/are composed
of one or several bar-shaped elements that are clamped on both sides on said substrate
(1).
3. Micro actuator arrangement according to Claim 2,
characterised in
that said one or several bar-shaped elements are provided with a thermal conduction layer.
4. Micro actuator arrangement according to Claim 2 or 3,
characterised in
that said one or several bar-shaped elements consist of an electrically conductive material.
5. Micro actuator arrangement according to any of the Claims 1 to 4,
characterised in
that said first section (5) of said first thermomechanical micro actuator (3) is designed
as plate-shaped arm that extends along the direction of extension of said first thermomechanical
micro actuator (3).
6. Micro actuator arrangement according to Claim 5,
characterised in
that said plate-shaped arm has such a length in the direction of extension of said first
thermomechanical micro actuator (3) that, in response to different extensions of said
first thermomechanical micro actuator (3), it reaches up to under said second section
(6) of said second thermomechanical micro actuator (4).
7. Micro actuator arrangement according to any of the Claims 1 to 6,
characterised in
that said second section (6) of said second thermomechanical micro actuator (4) is designed
as plate-shaped arm that extends in a direction opposite to the direction of extension
of said first thermomechanical micro actuator (3).
8. Micro actuator arrangement according to any of the Claims 1 to 7,
characterised in
that said first and said second sections (5, 6) are so designed that they engage in each
other when the thermal stimulation of said second thermomechanical micro actuator
(4) is terminated while said first thermomechanical micro actuator (3) is in the extended
state.
9. Micro actuator arrangement according to Claim 8,
characterised in
that said first section (5) has a recess into which a projection on said second section
(6) engages or vice versa.
10. Micro actuator arrangement according to any of the Claims 1 to 9,
characterised in
that one or several conducting paths (13) and/or contact areas with one or more discontinuity
(discontinuities) are provided on said substrate (1), which can be bridged by extension
of said first thermomechanical micro actuator (3).
11. Micro actuator arrangement according to Claim 10,
characterised in
that said first thermomechanical micro actuator (3) presents one or several electrically
conductive contact bridges (14) for bridging said discontinuity (discontinuities).
1. Structure à micro-acteurs, en particulier micro relais, comprenant un substrat (1),
sur lequel un premier micro-acteur thermomécanique (3) et un deuxième micro-acteur
thermomécanique (4) sont disposés, audit premier micro-acteur thermomécanique (3),
en réponse à une stimulation thermique, étant dévié en une direction essentiellement
en parallèle à la surface (2) dudit substrat (1),
caractérisée en ce
que ledit deuxième micro-acteur thermomécanique (4) est configuré et disposé, relativement
audit premier micro-acteur thermomécanique (3), d'une telle manière, qu'il soit dévié,
après une stimulation thermique, essentiellement en une direction orthogonale sur
la surface (2) dudit substrat (1), et en ce qu'en un état de déviation, un premier
segment (5) dudit premier micro-acteur thermomécanique (3) s'étend jusqu'à un point
au-dessous d'un deuxième segment (6) dudit deuxième micro-acteur thermomécanique (4).
2. Structure à micro-acteurs selon la revendication 1,
caractérisée en ce
que ledit premier et/ou ledit deuxième micro-acteur thermomécanique (3, 4) est/sont composé(s)
d'un ou plusieurs éléments en barre, qui sont serrés des deux côtés sur ledit substrat
(1).
3. Structure à micro-acteurs selon la revendication 2,
caractérisée en ce
que ledit un ou lesdits plusieurs éléments en barre sont pourvus d'une couche à conduction
thermique.
4. Structure à micro-acteurs selon la revendication 2 ou 3,
caractérisée en ce
que ledit un ou lesdits plusieurs éléments en barre consistent en un matériau à conduction
électrique.
5. Structure à micro-acteurs selon une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisée en ce
que ledit premier segment (5) dudit premier micro-acteur thermomécanique (3) est conçu
sous forme d'une console en lame, qui s'étend le long de la direction d'extension
dudit premier micro-acteur thermomécanique (3).
6. Structure à micro-acteurs selon la revendication 5,
caractérisée en ce
que ladite console en lame présente une telle longueur en sens d'extension dudit premier
micro-acteur thermomécanique (3), qu'en réponse aux extensions différentes dudit premier
micro-acteur thermomécanique (3), il s'étend jusqu'à un point au-dessous dudit deuxième
segment (6) dudit deuxième micro-acteur thermomécanique (4).
7. Structure à micro-acteurs selon une quelconque des revendications 1 à 6,
caractérisée en ce
que ledit deuxième segment (6) dudit deuxième micro-acteur thermomécanique (4) est conçu
sous forme d'une console en lame, qui s'étend en un sens opposé à la direction d'extension
dudit premier micro-acteur thermomécanique (3).
8. Structure à micro-acteurs selon une quelconque des revendications 1 à 7,
caractérisée en ce
que ledit premier segment (5) et ledit deuxième segments (6) sont conçus d'une telle
manière, qu'ils se trouvent en prise l'un dans l'autre, quand la stimulation thermique
dudit deuxième micro-acteur thermomécanique (4) est terminée, pendant que ledit premier
micro-acteur thermomécanique (3) se trouve en l'état de déviation.
9. Structure à micro-acteurs selon la revendication 8,
caractérisée en ce
que ledit premier segment (5) présente un évidement, dans lequel une saillie sur le deuxième
segment (6) est prise ou vice versa.
10. Structure à micro-acteurs selon une quelconque des revendications 1 à 9,
caractérisée en ce
qu'un ou plusieurs pistes conductives (13) et/ou aires de contact à une ou plusieurs
discontinuité(s) sont formées sur ledit substrat (1), qu'on peut ponter par l'extension
dudit premier micro-acteur thermomécanique (3).
11. Structure à micro-acteurs selon la revendication 10,
caractérisée en ce
que ledit premier micro-acteur thermomécanique (3) présente un ou plusieurs ponts de
contact à conduction électrique (14) pour le pontage desdits discontinuités.
