[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Packungen, insbesondere Zigarettenpackungen,
die einen gesonderten, durch Faltung mehrere Lagen aufweisenden Zuschnitt aus dünnem
Material als Packungsbeigabe - Beigabezuschnitt -, insbesondere Coupon, aufweisen,
wobei der Beigabezuschnitt in der Packung angeordnet und von mindestens einem Packungszuschnitt
umgeben ist. Weiterhin betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Durchführung des
Verfahrens.
[0002] Zigarettenpackungen mit Beigabezuschnitten bzw. Coupons sind in vielfältiger Ausführung
bekannt. Aus
EP 1 058 663 ist eine Zigarettenpackung bekannt mit einem durch Faltung mehrlagig ausgebildeten,
nämlich zick-zack-förmigen Beigabezuschnitt. Der gefaltete Zuschnitt ist durch Leimpunkte
mit der Zigarettenpackung im Bereich einer Stirnwand verbunden. Des Weiteren sind
die Lagen des gefalteten Beigabezuschnitts bei der Fertigung bzw. Faltung durch einen
Leimstreifen miteinander verbunden. Diese Fixierung des gefalteten Druckträgers durch
ein gesondertes Verbindungselement erfordert einen zusätzlichen Arbeitsaufwand und
beeinträchtigt die Entfaltung des Beigabezuschnitts durch den Verbraucher.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Maßnahmen vorzuschlagen, die eine zuverlässige
Stabilisierung des gefalteten Beigabezuschnitts und eine für den Verpackungsprozess
ausreichende Fixierung des gefalteten Zuschnitts an der Packung bzw. an einer Teilpackung
gewährleisten.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe ist das erfindungsgemäße Verfahren dadurch gekennzeichnet,
dass durch elektrostatische Aufladung des Materials die Lagen des Beigabezuschnitts
mindestens zeitweilig aneinander gedrückt werden und der Beigabezuschnitt an der Packung
bzw. an einer Teilpackung oder am Packungsinhalt fixiert wird.
[0005] Durch die Erfindung werden zwei Probleme beseitigt, die bei gefalteten Beigabezuschnitten
auftreten. Die Handhabung derartiger Zuschnitte im maschinellen Verpackungsprozess
ist schwierig, weil das gefaltete Material Rückstellkräfte aufweist, die eine korrekte
Positionierung der Lagen verhindern und dadurch den Verpackungsprozess beträchtlich
erschweren. Durch die elektrostatische Aufladung des gefalteten Zuschnitts wird eine
äußerst enge, vollflächige Anlage der Lagen aneinander bewirkt. Darüber hinaus wird
durch den Verfahrensschritt der elektrostatischen Aufladung das gebildete, kompakte
Lagenpaket eng an die Packung bzw. an die Teilpackung angelegt. Dadurch kann der maschinelle
Verpackungsprozess in herkömmlicher Weise durchgeführt werden, ohne dass die Form
und/oder die Lage der gefalteten Packungsbeigabe eine Behinderung darstellt.
[0006] Erfindungsgemäß kann der gefaltete Beigabezuschnitt innerhalb der Packung angeordnet
sein, nämlich an einem Zigarettenblock als Packungsinhalt. Der gefaltete Beigabezuschnitt
wird auf die Oberseite des Zigarettenblocks aufgelegt und danach durch gezielte elektrostatische
Aufladung zu einem dünnwandigen Lagenpaket formiert und zugleich für einen ausreichenden
Zeitraum an dem Zigarettenblock fixiert. Danach werden die üblichen Faltschritte vollzogen.
[0007] Alternativ kann der gefaltete Beigabezuschnitt an der Außenseite einer fertigen Zigarettenpackung
angebracht und in erfindungsgemäßer Weise fixiert werden, so dass abschließend nur
noch eine Außenumhüllung aus Folie anzubringen ist.
[0008] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist eine im Wesentlichen
standardmäßige Verpackungsmaschine, die im Bereich von Transportstrecken der Packungen
bzw. Teilpackungen oberhalb der Bewegungsbahnen Aufladeelektroden aufweist zur elektrostatischen
Aufladung von Packungen mit gefalteten Beigabezuschnitten.
[0009] Weitere Besonderheiten der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher
erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine Verpackungsmaschine für die Herstellung von Zigarettenpackungen in schematischer
Seitenansicht,
- Fig. 2
- eine Einzelheit der Verpackungsmaschine gemäß Fig. 1 in Draufsicht entsprechend Sichtebene
II - II in Fig. 1, bei vergrößerten Maßstab,
- Fig. 3
- eine Einzelheit der Fig. 2 in Seitenansicht entsprechend Pfeil III der Fig. 2, bei
nochmals vergrößertem Maßstab,
- Fig. 4
- eine Zigarettenpackung, nämlich Klappschachtel, während der Herstellung derselben
in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 5
- eine (Zigaretten-)Packung in Seitenansicht mit aufgelegtem Beigabezuschnitt (Queransicht
V - V in Fig. 8),
- Fig. 6
- eine Einzelheit einer anderen Ausführungsform einer Verpackungsmaschine in schematischer
Seitenansicht,
- Fig. 7
- einen Ausschnitt der Vorrichtung gemäß Fig. 6 in Queransicht, bei vergrößertem Maßstab,
- Fig. 8
- eine weitere Einzelheit der Fig. 6, nämlich eine Ausschnitt XIII in Fig. 6 bei vergrößertem
Maßstab.
[0010] Es geht um die Fertigung von Packung 10, insbesondere von Zigarettenpackungen. Als
bevorzugtes Beispiel ist eine Packung 10 des Typs Klappschachtel gezeigt (Fig. 4).
Diese besteht aus einem Packungszuschnitt 11 aus dünnem Karton unter Bildung eines
Schachtelteils 12 und eines Deckels 13. Packungsinhalt ist eine Gruppe von Zigaretten,
die in einen Innenzuschnitt aus Papier, Folie oder Stanniol eingehüllt ist, unter
Bildung eines Zigarettenblocks 14. Des Weiteren gehört zu diesem Packungstyp ein aus
einem gesonderten Zuschnitt bestehender Kragen 15.
[0011] Bei der Herstellung und Befüllung einer Packung 10 des vorbenannten Typs in einer
Verpackungsmaschine gemäß Fig. 1 werden die Packungszuschnitte 11 aufeinanderfolgend
einem Faltrevolvers 16 zugeführt. Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der
Faltrevolver 16 tellerförmig ausgebildet und um eine vertikale Achse (taktweise) drehend
angetrieben. Die Verpackungsmaschine gemäß Fig. 1, Fig. 2 ist auf zweibahnigen Betrieb
ausgerichtet. Je zwei nebeneinander angeordnete Taschen 17, 18 des Faltrevolvers 16
werden gleichzeitig mit einem Packungszuschnitt 11 beschickt. Dieser wird dabei soweit
vorgefaltet, dass eine im Längsschnitt winkelförmige bzw. L-förmige Faltstellung gegeben
ist (Fig. 4) mit aufrechten Seitenlappen 19 und Ecklappen 20 innerhalb der Tasche
17, 18. Eine Bodenwand und anschließende Deckel-Bodenwand sowie Deckel-Stirnwand 21
und Deckel-Vorderwand 22 erstrecken sich in der Ebene der Rückwände bzw. in der Ebene
von Bodenwänden der Taschen 17, 18. Ein radial innenliegender aufrechter Schenkel
des Packungszuschnitts 11 besteht aus einer Bodenwand und einer daran anschließenden
Schachtel-Vorderwand 31.
[0012] In der Faltstellung gemäß Fig.4 werden die Packungszuschnitte 11 in den Taschen 17,
18 für die Aufnahme je eines Zigarettenblocks 14 bereit gehalten (Fig. 2). Die anderweitig
gefertigten Zigarettenblöcke werden auf einer radial zum Faltrevolver verlaufenden
Blockbahn 32 zum Faltrevolver 16 transportiert und in die teilgefalteten Packungszuschnitte
11 in den Taschen 17, 18 eingeschoben (Stellung gemäß Fig. 4).
[0013] Vor dem Einschub des Zigarettenblocks 14 in einen zugeordneten Packungszuschnitt
11 wird ein U-förmig gefalteter Kragen 15 auf die Oberseite des Zigarettenblocks 14
aufgelegt. Die ungefalteten Zuschnitte für den Kragen 15 werden auf einer Kragenbahn
23 quer zur Blockbahn 32 der Zigarettenblöcke 14 diesen zugeführt und unter U-förmiger
Faltung auf je einem Zigarettenblock 14 abgelegt, derart, dass eine Kragenforderwand
24 an der großflächigen Oberseite des Zigarettenblocks 14 anliegt.
[0014] Die Packungen 10 erhalten eine Beigabe, und zwar einen Druckträger in Gestalt eines
gesonderten Beigabezuschnitts 25 aus Papier oder anderem dünnem Material. Jede Packung
10 erhält einen derartigen Beigabezuschnitt 25. Dieser ist bei dem Ausführungsbeispiel
gemäß Fig.4 innerhalb der Packung 10, nämlich innerhalb der Klappschachtel positioniert,
und zwar am Zigarettenblock 14 anliegend, unterhalb der Kragen-Vorderwand 24. Der
Beigabezuschnitt 25 hat eine Abmessung, die sich über den überwiegenden Bereich einer
nach oben gerichteten großflächigen Seite des Zigarettenblocks 14 erstreckt (Fig.
4).
[0015] Die Zuführung des Beigabezuschnitts 25 und die Einführung in die Packung 10 ist in
den Fertigungsprozess integriert. Im vorliegenden Falle wird der Beigabezuschnitt
25 auf die Oberseite des Zigarettenblocks 14 während des Transports desselben entlang
der Blockbahn 32 aufgelegt. Zu diesem Zweck ist in der Verpackungsmaschine (Fig. 1)
oberhalb jeder Blockbahn 32 ein Zuführaggregat angeordnet, nämlich ein Coupongeber
26. Dieser führt die Beigabezuschnitte 25 nacheinander von oben her zu und legt sie
auf jede Packung 10 bzw. auf jeden Zigarettenblock 14 auf. Bei der Fertigung von Klappschachtel
wird anschließend der Kragen 15 auf den Zigarettenblock 14 bzw. auf den Beigabezuschnitt
25 aufgelegt. Die so gebildete Einheit wird im Bereich einer Einschubstation 33 durch
einen Einschieber 27 in die Taschen 17, 18 bzw. in die teilgefalteten Zuschnitte 11
eingeschoben.
[0016] Die lose auf den Packungen 10 bzw. den Zigarettenblöcken 14 aufliegenden Beigabezuschnitte
25 können durch beim Transport der Packungen 10 bzw. Zigarettenblöcke 14 auftretende
Kräfte verschoben werden, insbesondere wenn ein Faltrevolver 16 aus dem Stillstand
beschleunigt wird. Um die Beigabezuschnitte 25 an der Packung 10 bzw. am Zigarettenblock
14 zu fixieren, wird eine elektrostatische Aufladung erzeugt. Diese bewirkt eine vollflächige
Haftung des Beigabezuschnitts 25 an der Packung 10 bzw. am Zigarettenblock 14.
[0017] Die elektrostatische Aufladung kann bereits im Bereich der Förderstrecke erfolgen,
also im Bereich der Blockbahn 32. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel sind am Faltrevolver
16, nämlich oberhalb der Taschen 17, 18 in der Einschubstation 33, Organe zur elektrostatischen
Aufladung der Packung 10 bzw. des Zigarettenblocks 14 und des Beigabezuschnitts 25
positioniert. Es handelt sich dabei um Aufladeelektroden 28, 29 für jede Tasche 17,
18.
[0018] Die Aufladeelektroden 28, 29 sind (ortsfest) so oberhalb der Packungen 10 positioniert,
dass ein etwa kegelförmiges elektrisches Feld 30 auf die Packungen 10 bzw. den Zigarettenblock
14 übertragen wird. Das elektrische Feld 30 erfasst insbesondere einen freiliegenden
Bereich des Beigabezuschnitts 25 unterhalb bzw. neben dem Kragen 15. Allerdings kann
das elektrische Feld 30 so ausgebildet werden, dass auch der Kragen 15 in der packungsgerechten
Position durch die elektrostatische Aufladung mit erfasst wird. Des Weiteren können
die Aufladeelektroden 28, 29 so gesteuert sein, dass bereits während des Einschubs
des Zigarettenblocks 14 in den zugeordneten Packungszuschnitt 11 ein elektrostatisches
Feld 30 erzeugt wird. Die Wirkung der Aufladung ist derart, dass der Beigabezuschnitt
25 vollflächig an der nach oben gerichteten Seite bzw. Wand des Zigarettenblocks 14
anliegt. Die Haltewirkung erstreckt sich über eine begrenzte Zeit, mindestens bis
zur endgültigen Fixierung des Beigabezuschnitts 25 innerhalb der Packung, insbesondere
durch Umfalten von Zuschnittteilen, hier durch Umfalten der zunächst aufgerichteten
Schachtel-Vorderwand 31 gegen die Oberseite des Zigarettenblocks 14.
[0019] Die Aufladeelektroden 28, 29 bzw. eine einzelne Aufladeelektrode kann alternativ
oder zusätzlich außerhalb des Bereichs der Einschubstation 33 in der Bewegungsbahn
der Packungen 10 bzw. der Beigabezuschnitte 25 oberhalb des Faltrevolvers 16 positioniert
sein (gestrichelte Darstellung in Fig. 2). In diesem Falle werden die Taschen 17,
18 mit deren Inhalt, also Packungszuschnitt 11, Zigarettenblock 14, Kragen 15 und
Beigabezuschnitt 25, an der ortsfesten Aufladeelektrode vorbeibewegt und nacheinander
elektrostatisch aufgeladen. Die Leistung der Aufladeelektroden 28, 29 ist zweckmäßigerweise
einstellbar, und zwar bis zu einer Spannung von 30 KV (Dauerspannung). Die Maschine
ist geerdet.
[0020] Die Wirkung der elektrostatischen Aufladung ermöglicht überraschterweise die optimale
zeitweilige Fixierung von mehrlagigen Beigabezuschnitten 25. In Fig. 5 ist ein zick-zack-förmig
gefalteter, streifenförmiger Beigabezuschnitt 25, also ein mehrlagiger Zuschnitt gezeigt.
Die rechte Hälfte der Darstellung der Packung zeigt eine Bestellung des Beigabezuschnitts
25 ohne elektrostatische Einwirkung, wobei die Lagen aufgrund der nicht überwundenen
Materialspannung Abstände voneinander aufweisen. Die linke Hälfte der Abbildung zeigt,
dass durch die elektrostatische Aufladung die mehreren Lagen wie bei einem Saugeffekt
aneinander gedrückt werden, so dass der mehrfach gefaltete Beigabezuschnitt 25 eine
flache, für den Verpackungsprozess erwünschte Formation erhält.
[0021] Die Fixierung eines Beigabezuschnitts 25 kann während gradliniger Förderung erwünscht
bzw. vorteilhaft sein. Fig. 6 bis Fig. 8 zeigt eine beispielhafte Lösung, bei der
der Beigabezuschnitt 25 an der Außenseite einer fertigen Packung 10 positioniert wird.
Es handelt sich dabei um eine Zigarettenpackung des Typs Klappschachtel mit Schachtelteil
12 und Deckel 13. Der Beigabezuschnitt wird an einer nach oben gerichteten Rückseite
bzw. Rückwand 34 der Klappschachtel positioniert.
[0022] Zur Übertragung der Beigabezuschnitte 25 auf die nach oben gerichtete Seite der Packungen
10 dient ein in besonderer Weise ausgebildeter Coupongeber 26, der im Wesentlichen
aus einem mehrfach abgewinkelten Bandförderer 35 besteht. Die Beigabezuschnitte 25
werden in regelmäßigen Abständen voneinander durch einen Fördertrum 36 transportiert,
der Mitnehmer 37 für jeden Beigabezuschnitt 25 aufweist. Im Bereich eines unteren
Schenkels des Coupongebers 26 ist ein Übertragungsorgan angeordnet, und zwar ein Übertragungsrad
38. Dieses ist mittig zwischen Einzelgurten des Bandförderers 35 positioniert und
bewirkt eine Abrollbewegung an der Oberseite der Packung 10 bei gleichzeitiger Übertragung
des Beigabezuschnitts 25.
[0023] Zur elektrostatischen Aufladung ist im Bereich der Übergabe des Beigabezuschnitts
25 an die Packung 10 ein Organ zur Erzeugung eines elektrostatischen Feldes angeordnet.
Es handelt sich dabei um zwei Aufladeelektroden 28, 29, die zu beiden Seiten des Bandförderers
35 bzw. des Übertragungsrades 38 positioniert sind. Endstücke 39 der Aufladeelektroden
28, 29 sind in Richtung zueinander abgewinkelt, so dass im Bereich der Packungen 10
ein elektrisches Feld gezielt auf Rand- bzw. Endbereiche der Beigabezuschnitte 25
gerichtet werden kann. Es ist dadurch sichergestellt, dass mindestens (obere und untere)
Teilbereiche des Beigabezuschnitts 25 durch elektrostatische Aufladung fixiert werden.
[0024] Die mit dem elektrostatisch fixierten Beigabezuschnitt 25 versehende Packung 10 gelangt
im Anschluss an den Coupongeber 26 durch fortgesetzten Transport in den Bereich einer
Umhüllungsstation 40. Im Bereich derselben wird in bekannter Weise eine Außenumhüllung
aus Folie um die Packung 10 herumgefaltet, und zwar unter Einschluss des Beigabezuschnitts
25. In einem ersten Fallschritt wird die querliegend geförderte Packung 10 U-förmig
von einem Zuschnitt der Außenumhüllung umfasst. Durch den Einschub von Packung 10
und Zuschnitt der Außenumhüllung in eine Tasche eines Faltrevolvers wird zugleich
der Beigabezuschnitt 25 mechanisch fixiert. Die elektrostatische Aufladung erfolgt
bei diesem Beispiel während kontinuierlichen Transports der Packungen 10 entlang einer
Packungsbahn 41 durch Mitnehmer 42.
[0025] Verpackungsmaschinen oder Einrichtungen zum Transport von Packungen 10 mit aufgelegtem
Beigabezuschnitt (25) können auch mehrere an verschiedenen Positionen angebrachte
Aufladeelektroden aufweisen, um mehrfach während des Herstellungsprozesses einer Packung
Zuschnitte an dieser Packung zu fixieren oder eine nachlassende Wirkung der elektrostatischen
Aufladung zu erneuern.
Bezugszeichenliste:
[0026]
- 10
- Packung
- 11
- Packungszuschnitt
- 12
- Schachtelteil
- 13
- Deckel
- 14
- Zigarettenblock
- 15
- Kragen
- 16
- Faltrevolver
- 17
- Tasche
- 18
- Tasche
- 19
- Seitenlappen
- 20
- Ecklappen
- 21
- Deckel-Stirnwand
- 22
- Deckel-Vorderwand
- 23
- Kragenbahn
- 24
- Kragen-Vorderwand
- 25
- Beigabezuschnitt
- 26
- Coupongeber
- 27
- Einschieber
- 28
- Aufladeelektrode
- 29
- Aufladeelektrode
- 30
- Elektrisches Feld
- 31
- Schachtel-Vorderwand
- 32
- Blockbahn
- 33
- Einschubstation
- 34
- Rückwand
- 35
- Bandförderer
- 36
- Fördertrum
- 37
- Mitnehmer
- 38
- Übertragungsrad
- 39
- Endstück
- 40
- Umhüllungsstation
- 41
- Packungsbahn
- 42
- Mitnehmer
1. Verfahren zum Herstellen von Packungen (10), insbesondere Zigarettenpackungen, die
einen gesonderten, durch Faltung mehrere Lagen aufweisenden Zuschnitt aus dünnem Material
als Packungsbeigabe - Beigabezuschnitt (25) -, insbesondere Coupon, aufweisen, wobei
der Beigabezuschnitt (25) in der Packung (10) angeordnet und von mindestens einem
Packungszuschnitt (11) umgeben ist, dadurch gekennzeichnet, dass durch elektrostatische Aufladung des Materials die Lagen des Beigabezuschnitts (25)
mindestens zeitweilig aneinander gedrückt werden und der Beigabezuschnitt (25) an
der Packung (10) bzw. an einer Teilpackung oder am Packungsinhalt fixiert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Packung (10) oder Teilpackung bzw. der Packungsinhalt, insbesondere ein Zigarettenblock
(14) vor und/oder während und/oder nach Anbringen bzw. Auflegen des mehrlagigen Beigabezuschnitts
(25) elektrostatisch aufgeladen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Packung (10) im Bereich eines Packungsförderers oder eines Faltaggregats, insbesondere
im Bereich eines drehend angetriebenen Faltrevolvers (16) mit dem mehrlagigen Beigabezuschnitt
(25) versehen und elektrostatisch aufgeladen wird, derart, dass der mehrlagige Beigabezuschnitt
(25) während des (Weiter-)Transports der Packung (10) wenigstens zeitweilig an dieser
durch elektrostatische Aufladung fixiert ist.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mehrlagige Beigabezuschnitt (25) auf eine Oberseite der Packung (10) bzw. Teilpackung
bzw. des Packungsinhalts - Zigarettenblock (14) - aufgebracht und eine so gebildete
Einheit von oben elektrostatisch beaufschlagt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mehrlagige Beigabezuschnitt (25) auf den Zigarettenblock (14) als Packungsinhalt
aufgelegt und sodann mit dem Zigarettenblock (14) in eine teilweise fertiggestellte
Packung (10) im Bereich einer Einschubstation (33) des Faltrevolvers (16) eingeführt
und in diesem Bereich elektrostatisch aufgeladen wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Fertigung einer (Zigaretten-)Packung (10) des Typs Klappschachtel der Zigarettenblock
(14) als Packungsinhalt mit an der Oberseite aufgelegtem mehrlagigen Beigabezuschnitt
(25) und einem teilweise auf den mehrlagigen Beigabezuschnitt (25) aufliegendem Kragen
(15) eine elektrostatische Aufladung im Wesentlichen im Bereich des mehrlagigen Beigabezuschnitts
(25) außerhalb des Kragens (15) erfolgt.
7. Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mehrlagige Beigabezuschnitt (25) zick-zack-förmig gefaltet ist.
8. Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein (langgestreckter) mehrlagiger Beigabezuschnitt (25) an zwei endseitigen Bereichen
jeweils elektrostatisch aufgeladen wird.
9. Vorrichtung zum Herstellen von Packungen (10), insbesondere Zigarettenpackungen, die
einen gesonderten, mehrlagig ausgebildeten Zuschnitt aus dünnem Material als Packungsbeigabe
- Beigabezuschnitt (25) -, insbesondere Coupon aufweisen, wobei der Beigabezuschnitt
(25) von einem Coupongeber (26) zuführbar und an die Packung (10) oder an einen Packungsinhalt
anlegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Beigabezuschnitt (25) bzw. die Packung (10) bzw. der Packungsinhalt - Zigarettenblock
(14) - im Bereich der Anbringung des Beigabezuschnitts (25) an der Packung (10) bzw.
am Packungsinhalt durch Aufladeelektroden (28, 29) elektrostatisch aufladbar ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Aufladeelektrode (28, 29) oberhalb eines Förderers für Packungen
(10) oder Packungsinhalt - Zigarettenblock (14) - angeordnet ist, und zwar im Bereich
des Coupongebers (26) und/oder im Bereich eines anschließenden Packungsförderers bzw.
Faltrevolvers (16).
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Aufladeelektrode (28, 29) oberhalb eines nach oben offene Taschen
(17, 18) für Packungen (10) aufweisenden Faltrevolvers (16) im Bereich einer Einschubstation
(33) für Packungsinhalt - Zigarettenblock (14) - mit mehrlagigern Beigabezuschnitt
(25) und ggf. Kragen (15) positioniert ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Aufladeelektroden (28, 29) im Bereich eines Coupongebers (26) zur Übertragung
von mehrlagigen Beigabezuschnitten (25) auf Packungen (10) oder Packungsinhalt positioniert
sind, vorzugsweise derart, dass die beiden Aufladeelektroden (28, 29) zu beiden Seiten
eines Endteils des Coupongebers (26) positioniert und auf freiliegende Endbereiche
des mehrlagigen Beigabezuschnitts (25) gerichtet sind.