[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Zeitanzeigevorrichtung mit zumindest
einer linearen Skala, die in zumindest zwei parallele, nebeneinanderliegende Skalenabschnitte,
deren Einteilung in gegenläufiger Richtung aufgetragen ist, unterteilt ist, mit zwischen
diesen Abschnitten verlaufenden Führungsmitteln, mit zumindest einem auf den Führungsmitteln
entlang den linearen Skalenabschnitten beweglich angebrachtem Organ, mit dieses Organ
bewegenden Antriebsmitteln sowie mit auf besagtem Organ angebrachten Anzeigemitteln
zur Zeitanzeige auf den Skalenabschnitten.
[0002] Derartige lineare Zeitanzeigen sind zum Beispiel aus den Patentschriften
EP 0 509 965 oder
US 2 221 413 bekannt. Die dort angegebenen Mechanismen weisen einen Zeiger auf, der entlang der
zwei nebeneinanderliegenden, geradlinigen Abschnitte der Skala geführt wird, wobei
der Zeiger jeweils am Ende der linearen Abschnitte durch eine nach außen weisende,
halbkreisförmige Wendung seine Bewegungsrichtung umkehrt und am anderen linearen Skalenabschnitt
zurückgeführt wird. Der Zeiger bewegt sich dadurch anstatt auf der gewohnten kreisförmigen
Bahn einer normalen Uhr auf einer Bahn aus zwei halbkreisförmigen Enden verbunden
durch zwei längliche, gerade Mittelabschnitte. Eine echte Linearanzeige kann durch
diese Gestaltung jedoch prinzipiell nicht erreicht werden, da die Anzeige im radialen
Bahnanteil naturgemäß nicht linear erfolgt. Zudem wird der lineare Bahnanteil im Vergleich
zum radialen Bahnanteil je nach Größe des Zeigers durch den zur Außenseite hin benötigten
Drehradius merklich verkürzt, was den ästhetisch erwünschten Effekt einer linearen
Anzeige zum Teil wieder aufhebt.
[0003] Eine auf denselben ästhetischen Effekt zielende Vorrichtung ist aus der Patentanmeldung
EP 1 416 339 bekannt, wobei die Anzeige in diesem Falle tatsächlich nur linear erfolgt. Allerdings
überdeckt hier der Zeiger gleichzeitig beide nebeneinanderliegenden Skalenabschnitte
und macht die Anzeige somit schwer lesbar, insofern nicht eindeutig angegeben wird,
welcher der beiden Abschnitte abzulesen ist. Eine in diesem Dokument vorgeschlagene,
zusätzliche Anzeige der Laufrichtung der Antriebsvorrichtung verbessert die Lesbarkeit
der Vorrichtung nur in Maßen.
[0004] Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Realisierung einer reinen Linearanzeige
für ein Zeitmeßinstrument unter Vermeidung der vorgenannten Nachteile der bekannten
Systeme, wobei diese Anzeige insbesondere den ästhetischen Effekt einer Linearanzeige
voll auszunutzen erlauben, nur lineare Anzeigeabschnitte aufweisen und durch die technische
Umsetzung der Bewegung der Anzeigeelemente an den Enden der linearen Skalenbereiche
keine Auflagen an die gestalterischen Möglichkeiten bedingen soll.
[0005] Die vorliegende Erfindung hat daher eine Zeitanzeigevorrichtung als Gegenstand, welche
die Kennzeichen des Anspruchs 1 oder des Anspruchs 20 aufweist.
[0006] Der Erfindungsgegenstand laut Anspruch 1 zeichnet sich hierfür insbesondere dadurch
aus, daß die Anzeigemittel derart auf dem an den Führungsmitteln beweglich angeordneten
Organ angebracht sind, um jeweils bei Erreichen eines Endes eines linearen Skalenabschnittes
von einem - auf den anderen Skalenabschnitt umzuschwenken, wobei die Umschwenkung
zumindest teilweise sprunghaft und instantan erfolgt. Dies hat den Vorteil, daß zum
einen zur Verstärkung der ästhetischen Wirkung nur lineare Skalenabschnitte verwendet
werden können und zum anderen dennoch jederzeit eindeutig aus der Anzeige hervorgeht,
welcher Abschnitt abzulesen ist. Dies ist insbesondere der Fall, falls die Anzeigemittel
derart auf besagtem Organ angebracht sind, daß diese bei Erreichen eines jeden Endes
eines linearen Skalenabschnittes gänzlich sprunghaft und instantan auf den parallel
dazu liegenden Skalenabschnitt umschwenken, die Umschwenkbewegung also im Moment des
Erreichens des Endes eines linearen Abschnitts sofort als einmaliges Umspringen erfolgt.
[0007] Weitere gestalterische Möglichkeiten bei einer derartigen Linearanzeige werden insbesondere
auch dadurch eröffnet, daß die Anzeigemittel derart auf besagtem Organ angebracht
sind, daß die Umschwenkbewegung in merklich zum Zentrum der Zeitanzeigevorrichtung
hin gerichteter Richtung erfolgt. Die linearen Skalenabschnitte sind dadurch in ihrer
Längsausdehnung nicht wie im Stand der Technik durch den Raumbedarf eines nach außen
weisenden Wendekreises der Anzeigemittel beschränkt.
[0008] Der Erfindungsgegenstand laut Anspruch 20 erzielt dieselben, obengenannten Vorteile
dadurch, daß alternativ zum Gegenstand des Anspruchs 1 die Anzeigemittel derart auf
besagtem Organ angebracht sind, um jeweils bei Erreichen eines Endes eines linearen
Skalenabschnittes von einem - auf den anderen Skalenabschnitt umzuschwenken, wobei
die Umschwenkung durch eine Linearbewegung der Anzeigemittel erfolgt.
[0009] Andere Weiterbildungen dieser beiden grundsätzlichen Ausgestaltungsmöglichkeiten
der Erfindung betreffen die Wahl der Führungs- und Anzeigemittel sowie vor allem der
Antriebsmittel und die zugehörige Ausgestaltung des mit diesen zusammenwirkenden,
auf den Führungsmitteln beweglich angebrachten Organs.
[0010] Deren Vorteile ergeben sich aus den in den abhängigen Ansprüchen genannten Merkmalen
sowie der im Folgenden die Erfindung mit Hilfe der Abbildungen im Detail darlegenden
Beschreibung.
[0011] Die beigefügten Abbildungen stellen schematisch und beispielhaft mehrere Ausführungsformen
einer Linearanzeige laut der vorliegenden Erfindung dar.
[0012] Die Abbildung 1 illustriert schematisch das Prinzip einer erfindungsgemäßen Linearanzeigevorrichtung.
[0013] Die Abbildung 2 ist eine schematische Ansicht eines Uhrwerks, in welche eine derartige
Linearanzeigevorrichtung integriert ist.
[0014] Die Abbildungen 3a und 3b stellen den Rahmen und das Räderwerk des Basismoduls der
Anzeigevorrichtung perspektivisch bzw. von vorne näher dar.
[0015] Die Abbildungen 4a, 4b und 4c zeigen im Detail das Zusammenspiel zwischen dem beweglichen
Organ, den Führungsmitteln und den Spindeln der Antriebsmittel.
[0016] Die Abbildung 5a zeigt eine erste Ausführungsform der Anzeigemittel und deren Anordnung
auf dem beweglichen Organ laut der vorliegenden Erfindung, wobei die Zeigerposition
sowohl in der ursprünglichen Lage als auch nach dem Umschwenken sowie dies für beide
Skalenenden eingezeichnet ist; die Abbildung 5b ist eine vergrößerte Ansicht der Anzeigemittel
der Abbildung 5a zur Erläuterung des Wechselgetriebes.
[0017] Die Abbildung 6a ist eine Ansicht einer zweiten Ausführungsform der Anzeigemittel
und deren Anordnung auf dem beweglichen Organ laut der vorliegenden Erfindung, wobei
die Zeigerposition an den beiden Skalenenden und skalenmittig eingezeichnet ist; die
Abbildung 6b zeigt vergrößerte Ansichten der Anzeigemittel der Abbildung 6a in den
dort dargestellten drei Positionen zur Erläuterung der Umschalt- und Umschwenkmittel;
die Abbildung 6c ist eine Detailansicht dieser Anzeigemittel in Abwärtsbewegung sowie
der zugehörigen Führungsmittel; die Abbildung 6d zeigt die Vorspannfeder der Umschaltmittel.
[0018] Die Abbildung 7a zeigt eine Draufsicht auf eine dritte Ausführungsform der Anzeigemittel
und deren Anordnung auf dem beweglichen Organ laut der vorliegenden Erfindung, wobei
die Zeigerposition sowohl in der ursprünglichen Lage als auch nach dem Umschwenken
sowie dies für beide Skalenenden eingezeichnet ist; die Abbildung 7b ist eine vergrößerte
Ansicht der Anzeigemittel der Abbildung 7a zur Erläuterung der linearen Umschwenkmittel;
die Abbildung 7c zeigt einen Schnitt entlang der Linie A-A in der Abbildung 7b, Abbildung
7d einen Schnitt entlang der Linie B-B in der Abbildung 7b.
[0019] Die Abbildung 8 illustriert ein bewegliches Organ laut der vorliegenden Erfindung
ohne separate, lineare Umschwenkmittel.
[0020] Die Abbildung 9 stellt schematisch und beispielhaft mehrere Querschnittsformen der
Führungsmittel dar.
[0021] Im Folgenden soll die Erfindung mit Hilfe der erwähnten Abbildungen im Detail beschrieben
werden.
[0022] Unter Verweis auf die Abbildung 1 sei zunächst das Prinzip einer Linearanzeigevorrichtung
laut der vorliegenden Erfindung erläutert. Eine solche Zeitanzeigevorrichtung 1 weist
zumindest eine lineare Skala 2 auf, die in eine gerade Anzahl von parallelen, nebeneinanderliegenden
und gleich langen Skalenabschnitten 2.1, 2.2 unterteilt ist, wobei zumindest zwei
Abschnitte je Skala 2 nötig sind, wie in der Abbildung 1 dargestellt. Deren Einteilung
ist in gegenläufiger Richtung aufgetragen, wobei es sich nicht nur, wie im skizzierten
Falle, um eine Stunden-, sondern gleichfalls etwa um eine Minuten- oder Sekundenanzeige
handeln könnte. Zwischen diesen Skalenabschnitten 2.1, 2.2 sind Führungsmittel 3 angeordnet,
die zumindest ein auf diesen beweglich angebrachtes Organ 4 tragen, das entlang den
linearen Skalenabschnitten 2.1, 2.2 geführt wird. Wäre eine weitere Skala in der Verlängerung
der in Abbildung 1 skizzierten Skalenabschnitte vorhanden, etwa für eine Minutenanzeige,
so könnten die Führungsmittel 3 zu diesem Zweck ein weiteres Organ tragen. Des weiteren
sind Antriebsmittel 5 vorgesehen, die das oder die Organe 4 bewegen. Auf jedem Organ
4 sind Anzeigemittel 6 zur Zeitanzeige auf den Skalenabschnitten 2.1, 2.2 angebracht.
Die Anzeigemittel 6 weisen zu einem gegebenen Zeitpunkt immer nur auf einen der linearen
Skalenabschnitte 2.1, 2.2 und sind derart auf besagtem Organ 4 angebracht, um jeweils
bei Erreichen eines Endes eines linearen Skalenabschnittes 2.1, 2.2 von einem - auf
den anderen, danebenliegenden Skalenabschnitt umzuschwenken. Hierbei sind bei der
im Folgenden näher zu schildernden ersten und zweiten Ausführungsform des Erfindungsgegenstands
entsprechende Umschwenkmittel vorgesehen, damit die Umschwenkung zumindest teilweise
sprunghaft und instantan erfolgt, um eine eindeutige Ablesbarkeit der Anzeige zu gewährleisten.
Bei der weiter unten zu beschreibenden, dritten Ausführungsform des Erfindungsgegenstands
sind hierzu Umschwenkmittel vorgesehen, welche eine lineare Umschwenkbewegung ermöglichen.
Die Funktionsweise einer derartigen Linearanzeige ist demzufolge derart, daß nach
Ablaufen eines linearen Skalenabschnitts durch die Anzeigemittel 6 in einer Richtung
diese umschwenken, um sodann den danebenliegenden Skalenabschnitt in umgekehrter Richtung
zurückzulaufen und wieder umzuschwenken, um danach denselben Vorgang wiederaufzunehmen.
Dies erlaubt es, eine klar ablesbare, reine Linearanzeige zu verwirklichen. Der Begriff
"Umschwenkung" ist in diesem Zusammenhang weit auszulegen und kann sowohl eine Umorientierung
durch eine Dreh- als auch durch eine lineare Bewegung bedeuten.
[0023] Eine Uhr, insbesondere eine Armbanduhr, welche eine erfindungsgemäße Zeitanzeigevorrichtung
1 aufweist, kann zum Zwecke der folgenden, näheren Beschreibung in strukturelle Bestandteile
aufgeteilt werden, nämlich zum einen ein gewöhnliches Uhrgehäuse samt entsprechendem
Uhrwerk, zum anderen ein die mechanische Struktur der Linearanzeige bildendes und
mit dem Uhrwerk zusammenarbeitendes Basismodul sowie schließlich ein auf diesem Modul
mobil angeordnetes, die Anzeigemittel beherbergendes Anzeigemodul. Letztere beiden
Module bilden in ihrer Gesamtheit in den verschiedenen Ausführungsformen dieser Module
eine Linearanzeige laut der vorliegenden Erfindung und sollen nun im Detail erläutert
werden.
[0024] Diese beiden Module können hierbei, wie in Abbildung 2 skizziert, unter geringen
oder keinerlei Anpassungen auf jedes beliebige mechanische oder elektronische Basisuhrwerk
in entsprechender Größe parallel zum Uhrwerk und in beliebiger Winkelausrichtung relativ
zur gewohnten 6-12-Uhr-Linie einer Zeigeruhr fest montiert werden. Bei der Uhr, in
der die Anzeige integriert wird, kann es sich, wie in Abbildung 2 dargestellt, um
eine Armbanduhr oder auch um jeglichen anderen Typ von Uhr, etwa eine Standuhr, handeln.
[0025] In dem in der Abbildung 2 skizzierten Ausführungsbeispiel weist das Basismodul einen
Rahmen 1.1 als mechanische Grundstruktur, ein Antriebsräderwerk 5.1 und zwei Spindeln
5.2, 5.3 als Antriebsmittel 5 und eine Führungsschiene 3.1 als Führungsmittel 3 auf.
Der Rahmen 1.1 und damit die Zeitanzeigevorrichtung 1 in ihrer Gesamtheit könnte auch
mit leichter Schrägstellung, also nicht parallel zum Uhrwerk, positioniert werden.
Ebenso könnte der Rahmen 1.1 zum Beispiel auf ein Drehlager montiert und damit die
Zeitanzeigevorrichtung 1.1 über ein Bedienungselement am Uhrgehäuse von Hand oder
über einen Steuerungsmechanismus im Uhrwerk gesteuert werden und sich damit manuell
oder automatisch in alle möglichen Winkelpositionen in deren Montageebene einstellen
lassen.
[0026] Auf dem Rahmen 1.1 ist zumindest eine lineare Skala 2 angebracht, die sozusagen das
Zifferblatt der Uhr bildet und den Rahmen 1.1 bzw. die Spindeln 5.2, 5.3 teilweise
oder vollständig überdecken kann. Jede Skala 2 ist wie erwähnt in zumindest zwei parallele,
nebeneinanderliegende Skalenabschnitte 2.1, 2.2 unterteilt, deren Einteilung in gegenläufiger
Richtung aufgetragen ist, siehe Abbildung 1.
[0027] Zwischen diesen Abschnitten verläuft parallel dazu die ein Organ 4 tragende Führungsschiene
3.1 bzw. eine sogenannte Längsführung. Die geometrische Form des Querschnitts der
Schiene kann, wie weiter unten näher erläutert, verschiedentlich gewählt werden und
letztere könnte alternativ dazu zum Beispiel durch die das Zifferblatt bildenden Skalenabschnitte
2.1, 2.2 gebildet werden, zwischen welchen das Organ 4 geführt werden könnte; auch
andere derartige Abwandlungen sind denkbar. Auch könnte die Schiene 3.1 im Rahmen
1.1 zwischen den beiden Spindeln 5.2, 5.3 mit Hilfe von nicht dargestellten Nuten
oder kleineren, seitlich am Rahmen 1.1 angebrachten oder eingearbeitete Führungen
hin- und her beweglich gemacht werden. Eine solche Verschiebungsmöglichkeit der Führungsschiene(n)
3.1 ließe etwa die Möglichkeiten offen, dadurch mittels Verschiebung der Schiene eine
Ein- und Auskopplung vorzunehmen, wie an späterer Stelle klarer werden wird. Im Falle
mehrerer Skalen etwa für Stunden- und Minutenanzeige können mehrere Führungsschienen
in Serie und/oder parallel angebracht sein, die jeweils zumindest ein Organ 4 tragen.
[0028] Die beiden Spindeln 5.2, 5.3 sind parallel zueinander und zur Führungsschiene 3.1
in der Ebene des Rahmens 1.1 drehbar um ihre Achse gelagert und weisen ein helixförmiges
Gewinde auf. Dieses Gewinde besitzt ähnlich einem klassischen Schraubgewinde ein entsprechendes
dreieck-, trapez- oder rechteckförmiges bzw. sonst speziell definiertes Profil und
eine auf die Rotationsgeschwindigkeit und -richtung der Spindel abgestimmte Steigung.
Wie in Abbildung 2 dargestellt, haben die helixförmigen Gewinde der Spindeln 5.2,
5.3 gegenläufigen Drehsinn. Alternativ zu dieser Ausführungsform wäre es auch vorstellbar,
nur eine Spindel mit einem Doppelhelixgewinde zu benutzen. Auch zwei Spindeln mit
demselben Gewinde, aber verschiedenem Drehsinn, sind dazu äquivalent, ebenso wie weitere
derartige Abänderungen. Jede Spindel kann auch einseitig oder beidseitig konische
Enden besitzen, so wie dies in den Abbildungen 2 und 4b angedeutet ist und deren Funktion
weiter unten klar werden wird.
[0029] Der Antrieb der beiden Spindeln 5.2, 5.3 erfolgt durch das Uhrwerk über das Antriebsräderwerk
5.1 und insbesondere über ein Verbindungsrad 5.1.1. Das Verbindungsrad 5.1.1 ist in
der in Abbildung 2 gezeigten Ausführungsform mit fester Montage der Vorrichtung 1
auf der Uhr uhrwerksseitig auf dem Rahmen 1.1 frei drehend montiert, wie in den Abbildungen
3a und 3b sichtbar. Es ist dabei parallel zum Uhrwerk positioniert und besitzt eine
erste Verzahnung, die direkt im Eingriff mit einem Zwischenrad 5.1.2, welches die
Kraftübertragung vom Räderwerk des Uhrwerks sicherstellt, steht, sowie eine zweite
Verzahnung, eine sogenannte 90°- bzw. Kegelradzahnung, die in ein zur Uhrwerksebene
senkrecht stehendes, frei drehendes Rad des Antriebsräderwerks 5.1 eingreift. Dieses
Rad leitet die Antriebskraft auf an den Enden der Spindeln 5.2, 5.3 befestigte Räder
weiter und gewährleistet so die Übertragung der Kräfte in Form von Drehmomenten vom
Grundwerk der Uhr zu den Antriebsmitteln 5 des Basismoduls der Zeitanzeigevorrichtung.
Sollte der Rahmen 1.1 mit dem Basismodul wie oben erwähnt drehbar gelagert sein, so
sind entsprechende, aus Tourbillon- oder Karussellvorrichtungen bekannte Konstruktionen
einsetzbar. Diese Möglichkeiten werden aus Gründen der Verständlichkeit im Folgenden
nicht näher berücksichtigt.
[0030] Ein solches Räderwerk 5.1 hat den Vorteil, daß es für den Antrieb einer oder mehrerer
Spindeln 5.2, 5.3 mit entsprechenden Umdrehungen und Drehrichtungen in diversen Mechanismen
auch als Basis für andere Anzeigefunktionen, die sich nicht nur auf die Stunden- oder
Minutenanzeige bzw. die Zeitanzeige im engeren Sinne beschränken, sondern zum Beispiel
auch andere Zeitanzeigen in Uhren wie etwa die Anzeige der Gangreserve, der Kalenderdaten,
der Mondphasen, der Sonnenscheindauer oder Chronographen sowie andere Anwendungsmöglichkeiten
umfassen, ohne weiteres einsetzbar ist. Im Prinzip können daher alle schon in Uhren
bekannten bzw. angewendeten Anzeigefunktionen unbeschränkt mittels eines solchen Räderwerks
5.1 und spindelartigen Teilen 5.2, 5.3 des oben beschriebenen Typs angetrieben werden.
[0031] Des weiteren ist die Steuerung der Anzahl der Umdrehungen der Spindeln 5.2, 5.3 in
allen beliebigen Drehpositionen synchron, unabhängig voneinander, kontinuierlich oder
intermittierend (aussetzend) bzw. in einer beliebigen Kombination dieser Möglichkeiten
durch ein mechanisches Rechenwerk Stand der Technik. Eine Alternative dazu wäre zum
Beispiel die Schrittmotortechnik mit elektronischer Ansteuerung.
[0032] Im Beispiel der Abbildung 2 ist das Räderwerk 5.1 und dessen Übersetzung derart gestaltet,
daß sich die beiden Spindeln 5.2, 5.3 zweimal pro Stunde synchron miteinander im selben
Drehsinn drehen. Die Übersetzung kann natürlich für jede erdenkliche Zeitanzeige oder
sonstige Anzeige entsprechend der gewählten Skala 2 berechnet und/oder das Räderwerk
5.1 konstruktiv angepaßt werden.
[0033] Um das Funktionieren der Zeitanzeigevorrichtung 1 zu gewährleisten, ist wie erwähnt
zudem ein Anzeigemodul notwendig, das durch die mittels des Basismoduls vom Uhrwerk
übertragene Kraft die Anzeigefunktion realisiert. Dieses Anzeigemodul besteht aus
zumindest einem auf den Führungsmitteln 3 entlang den linearen Skalenabschnitten 2.1,
2.2 beweglich angebrachten Organ 4 sowie darauf angeordneten Anzeigemitteln 6 zur
Zeitanzeige auf den Skalenabschnitten.
[0034] Das Organ 4 ist vorzugsweise als auf der Führungsschiene 3.1 verschiebbarer Gleitschlitten
4.1 ausgebildet. Letzterer ist im Bereich des klassischen Maschinenbaus als ähnliche
Komponente unter dem Namen Lineartisch für Linear- oder Kugelführungen bekannt. Der
Schlitten 4.1 ist Träger der Anzeigemittel 6, so wie dies aus Abbildung 2 hervorgeht,
und wird in den Abbildungen 4a bis 4c als Beispiel für ein Organ 4 eingehender dargestellt.
[0035] In diesem Beispiel wird der Gleitschlitten 4.1 mit Hilfe eines darauf angeordneten,
senkrecht zur Spindelachse verschiebbaren Führungsbalkens bzw. Riegels 4.2 von den
Spindeln 5.2, 5.3 angetrieben. Dazu greift der Riegel 4.2 in die Nut des helixförmigen
Gewindes einer Spindel 5.2, 5.3 ein. Bei Drehung einer Spindel 5.2, 5.3 in eine Richtung
wird der Schlitten 4.1 auf der Führungsschiene 3.1 durch das Eingreifen des Riegels
4.2 in das Gewinde dieser Spindel in die Richtung der Steigung des Spindelgewindes
gedrückt und damit entlang dem zugehörigen Skalenabschnitt 2.1, 2.2 in diese Richtung
geführt. Am Ende der Schiene 3.1 sowie der Spindel 5.2, 5.3 bzw. der Skalenabschnitte
2.1, 2.2 muß die Bewegungsrichtung des Gleitschlittens 4.1 gewechselt werden. Der
Richtungswechsel erfolgt durch die seitliche Verschiebung des Riegels 4.2 von der
einen - zur anderen, gegenüberliegenden Spindel 5.2, 5.3. Da, im dargestellten Beispiel,
die Windung des Spindelgewindes der zweiten Spindel bei gleicher Rotationsrichtung
entgegengesetzt ist, wird der Gleitschlitten 4.1 durch das Zusammenspiel des Riegels
4.2 mit dieser Spindel nun in die andere Richtung befördert. Diese Funktionsweise
erklärt des weiteren anschaulich die oben erwähnten Alternativen für die Gestaltung
und Anordnung der Antriebsmittel 5 bzw. Spindeln 5.2, 5.3.
[0036] Die seitliche Verschiebung des Riegels 4.2 realisiert die Umschaltung der linearen
Bewegung des Organs 4 und wird deshalb anschließend mittels der Abbildungen 4a bis
4c noch genauer erläutert.
[0037] Der Riegel 4.2 ist mit kleinem Spiel lose in einer länglichen Nut entsprechenden
Querschnitts an der Oberfläche des Gleitschlitten 4.1 eingesetzt und in der Höhe durch
einen sich um einen Befestigungspunkt 4.3.1 drehenden Umschalthebel 4.3 begrenzt.
Auf dem Riegel 4.2 ist mittig ein Steuerungsstift 4.2.1 angeordnet, der als Steuerung
für den Umschalthebel 4.3 fungiert, wie in Abbildung 4a dargestellt. Ist der Schlitten
4.1, wie in Abbildung 4b gezeigt, am Ende der Führungsschiene 3.1 bzw. der Spindeln
5.2, 5.3 angelangt, so wird der Riegel 4.2 durch das oben erwähnte konische Ende der
Spindel, mit dessen Gewinde er sich mit minimalem Spiel im Eingriff befindet, zur
anderen, zweiten Spindel hinübergedrückt. Durch diese durch die Konusform des Spindelendes
gesteuerte, laterale Verschiebung des Riegels 4.2 wird der Umschalthebel 4.3 über
eine in den Steuerungsstift 4.2.1 eingreifende, am Umschalthebel befestigte Zange
um einen bestimmten Winkel um seinen Befestigungspunkt 4.3.1 gedreht. Wie aus Abbildung
4c ersichtlich ist, schnappt der Umschalthebel 4.3 ab einem gewissen Drehwinkel weg
von seiner ersten Extremposition, nämlich sobald sein Arm über die Spitze einer Raste
4.4 gerutscht ist, in seine zweite Extremposition ein und reißt den Riegel 4.2 mittels
des Steuerungsstiftes 4.2.1 ganz auf die andere Seite des Gleitschlittens 4.1 hinüber.
Damit greift der Riegel 4.2 in das Gewinde der zweiten Spindel ein, womit der Umschaltvorgang
abgeschlossen ist.
[0038] Um das Umschalten des Umschalthebels 4.3 zu unterstützen, etwa weil die seitliche
Verschiebung des Riegels 4.2 zum Beispiel auf Grund von Spielen und Sicherheitsabständen
zwischen den Einzelteilen ungenügend sein könnte, können jeweils nahe der Spindelenden
Positionsstifte 1.2 seitlich im Inneren des Rahmens 1.1 angebracht sein, so wie dies
in den Abbildungen 2 und 4b schematisch dargestellt ist. Sie besitzen eine entsprechende
Länge, sind auf einer frei wählbaren Seite der Führungsschiene 3.1 angeordnet und
drücken durch den Fortgang der linearen Bewegung des Gleitschlittens 4.1 bis zum Spindelende
den Umschalthebel 4.3 bei einer eventuellen Störung endgültig in die richtige Position.
Die Länge der Positionsstifte 1.2 kann zum Beispiel mittels einer Befestigung am Rahmen
1.1 durch Schraubgewinde feinjustiert werden, um die zeitliche Auslösung der Funktion
genau abzustimmen. Auch andere Justierungsmöglichkeiten, wie etwa mittels sattanliegender
Federn, schlittenartigen Teilen und einer Skala wären möglich. Die Positionsstifte
1.2 können sogar, je nach eingestellter Länge, direkt als Auslösestifte fungieren
und als kostengünstige Alternative die schwierig herstellbaren, konischen Spindelenden
ersetzen.
[0039] Die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 zeichnet sich vor allem durch die besondere Ausgestaltung
des Anzeigemoduls und der Anzeigemittel 6 bzw. deren Anordnung auf dem Organ 4 aus.
Daher werden nachfolgend drei bevorzugte Ausführungsformen der Anzeigemittel 6 sowie
deren Anordnung auf dem soeben erläuterten Organ 4 und deren Zusammenwirken mit dem
Basismodul im Detail beschrieben.
[0040] Eine erste Variante besteht in einem Anzeigemodul mit gegen das Zentrum der Zeitanzeigevorrichtung
1 um 180° drehbaren Anzeigemitteln 6, die im Folgenden eingehend erläutert werden
wird.
[0041] Wie aus den Abbildungen 5a und 5b ersichtlich, weisen die Anzeigemittel 6 einen Zeiger
6.1 auf, der auf dem Organ 4 in einer zum Zifferblatt parallelen Ebene drehbar gelagert
ist. Die Abbildung 5a zeigt, in welcher Richtung der alleinige Zeiger 6.1 springt,
dies für beide Skalenenden gleichzeitig, was natürlich real nicht der Fall ist; die
ursprüngliche Position des Zeigers 6.1 ist dabei in gestrichelten Linien angegeben,
die Endposition nach der Umschwenkung in durchgezogenen Linien. Um verdeckte Teile
besser sichtbar zu machen, sind Transparentdarstellungen für die Abbildungen 5a und
5b gewählt worden, was die Schichtung der Teile im Schnitt nicht zeigt, die allerdings
aus dem Kontext klar werden wird. Pfeile in den Abbildungen 5a und 5b deuten jeweils
die Drehrichtung der Spindeln 5.2, 5.3, die lineare Bewegungsrichtung des Gleitschlittens
4.1, die Umschwenkrichtung des Zeigers 6.1 bzw. den Drehsinn der verschiedenen Räder
an.
[0042] Die Anzeigemittel 6 umfassen des weiteren Umschwenkmittel für den Zeiger 6.1, die
mit dem Organ 4 bzw. den darauf angebrachten Teilen zusammenarbeiten, was in der Abbildung
5b mit dem Gleitschlitten 4.1 am oberen Skalenende im Detail dargestellt ist. Die
Umschwenkmittel weisen in der hier gezeigten Variante insbesondere ein Wechselgetriebe
6.2, das mit dem unverändert wie oben beschrieben funktionierenden Riegel 4.2 samt
Steuerungsstift 4.2.1 und dem Umschalthebel 4.3 zusammenspielt, sowie ein Zeigerwerk
6.3, das mit dem Wechselgetriebe 6.2 kooperiert, auf.
[0043] Zwischen dem Umschalthebel 4.3 und dem Schlitten körper 4.1 ist eine verzahnte Steuerscheibe
6.2.1 angeordnet, die zur Steuerung des Zeigerwerks 6.3 dient. Die Scheibe 6.2.1 ist
über den Steuerungsstift 4.2.1 zusammen mit dem Umschalthebel 4.3 konzentrisch und
synchron drehbar am Befestigungspunkt 4.3.1 befestigt. Der obere Rand der Scheibe
6.2.1 weist zwei Einschnitte auf, die mit einer hier symbolisch dargestellten Raste
6.2.2 kooperieren, wobei jeder Einschnitt zu einer der beiden Extrempositionen des
Umschalthebels 4.3 korrespondiert. Die Raste 6.2.2 positioniert den Umschalthebel
4.3 zusätzlich oder anstelle der oben erwähnten Raste 4.4 des Gleitschlittens 4.1
mittels der Steuerscheibe 6.2.1 und des Stiftes 4.2.1 formschlüssig in die jeweilige
Position. Der untere Rand der Scheibe 6.2.1 weist auf einer bestimmten Sektorengröße
eine Verzahnung auf, die je nach der Position einer Kupplungsscheibe 6.3.1 in ein
darauf angeordnetes erstes Trieb 6.3.3 oder zweites Trieb 6.3.4 eingreift. Die Kupplungsscheibe
6.3.1 ist um einem Drehpunkt 6.3.2 frei drehbar auf dem Gleitschlitten 4.1 befestigt
und über die Zange des Umschalthebels 4.3 bzw. den Steuerungsstift 4.2.1 mit dem Riegel
4.2 formschlüssig verbunden und steuerbar.
[0044] Durch ein Verschieben des Riegels 4.2 dreht sie sich jeweils in zwei Phasen in eine
von zwei den Extrempositionen des Umschalthebels 4.3 bzw. der verzahnten Steuerscheibe
6.2.1 entsprechenden Positionen. In einer ersten Phase wird, in der gezeigten oberen
Stellung des Gleitschlittens 4.1, durch die Bewegung des Riegels 4.2 das zweite Trieb
6.3.4, das wie das erste Trieb 6.3.3 frei drehbar auf der Kupplungsscheibe 6.3.1 montiert
ist, langsam in deren Verzahnung hineingeschoben. In einer zweiten Phase dreht sich
die Steuerscheibe 6.2.1, immer noch vom Riegel 4.2 über den Steuerungsstift 4.2.1
angetrieben, vollständig in seine Endposition, wobei das zweite Trieb 6.3.4 sich im
Eingriff mit der Steuerscheibe 6.2.1 befindet und sich mitdreht. Dadurch nimmt es
einen Zeigertrieb 6.3.5, der ständig mit beiden Trieben 6.3.3, 6.3.4 im Eingriff steht
und den Zeiger 6.1 trägt, ebenfalls mit. Der Zeiger 6.1 führt somit in dieser Phase
synchron mit dem zweiten Trieb 6.3.4 bzw. dem Zeigertrieb 6.3.5 dessen Drehbewegung
zusätzlich zu derjenigen der Kupplungsscheibe mit aus, wobei alle Bewegungen dieser
Teile in Abbildung 5b symbolisch mit einem Pfeil angedeutet sind.
[0045] Bei dieser ersten Variante der Anzeigemittel 6 bzw. der Umschwenkmittel bewegt sich
der Zeiger 6.1 insgesamt betrachtet in der obengenannten ersten Phase für den Träger
gut sichtbar zuerst langsam in Richtung des Zentrums der Zeitanzeigevorrichtung 1,
der Drehung des Umschalthebels 4.3 bzw. der Steuerscheibe 6.2.1 und der zugehörigen
Drehung der Kupplungsscheibe 6.3.1 folgend. Ungefähr eine halbe Stunde vor 6 Uhr bzw.
bevor der Schlitten 4.1 das obere Ende der Spindel 5.3 erreicht hat, erfolgt dann
in der zweiten Phase eine sprunghafte, instantane Zeigerbewegung. Ab einem bestimmten
Winkel wird nämlich die Drehung des Zeigers 6.1 durch das Anstoßen des Umschalthebels
4.3 am oberen Positionsstift 1.2 beschleunigt und schließlich, kurz vor der Vollendung
einer halben Umdrehung des Zeigers 6.1, sein plötzliches Umschwenken vollzogen. Dies
ist zum einen durch das Zusammenspiel der Raste 6.2.2 und des Einschnitts an der Steuerscheibe
6.2.1 sowie einer Zeigerwerksraste 6.3.6 und des Zeigertriebs 6.3.5 im Zeigerwerk
6.3 und zum anderen durch die gleichzeitige Drehung sowohl der Kupplungsscheibe 6.3.1
als nunmehr auch der darauf frei drehend angeordneten Triebe des Zeigerwerks 6.3 infolge
deren nun erfolgtem Eingriff mit der Steuerscheibe 6.2.1 bedingt. Der Zeiger 6.1 wird
also durch diese kombinierte Zweiphasenbewegung, die als teilweise sprunghafte und
instantane Umschwenkung angesehen werden kann, auf dem gegenüberliegenden Skalenabschnitt
in Position gebracht. Die umgekehrte Konstellation mit dem Gleitschlitten 4.1 am unteren
Skalenende ist analog dazu, wobei zwischen dem ersten Trieb 6.3.3 und dem Zeigertrieb
6.3.5 noch ein Zwischentrieb 6.3.7 eingeschaltet ist.
[0046] Diese Ausführungsform besitzt also Anzeigemittel 6, deren Zeiger 6.1 bei Erreichen
eines Endes eines linearen Skalenabschnittes 2.1, 2.2 von einem - auf den anderen
Skalenabschnitt umschwenkt, und zwar nur teilweise sprunghaft und instantan. Dies
hat zur Folge, daß der Träger jeweils für ca. eine halbe Stunde vor 6 Uhr morgens
und abends bzw. allgemein kurz vor dem Umschwenken des Zeigers am Skalenende, die
Zeit nicht völlig richtig ablesen kann, weil sich der Zeiger in dieser Zeit bezüglich
der Skala gegenläufig, nämlich in Richtung des Zentrums der Zeitanzeigevorrichtung
1, bewegt. Selbst wenn innerhalb der ersten paar Minuten diese Bewegung für den Träger
kaum wahrnehmbar ist, kann eine Vermeidung dieses Effekts wünschenswert sein.
[0047] In der zweiten Variante des Anzeigemoduls wird dies dadurch erreicht, daß die Anzeigemittel
6 so auf dem Organ 4 angebracht sind, daß diese bei Erreichen eines jeden Endes eines
linearen Skalenabschnittes 2.1, 2.2 gänzlich sprunghaft und instantan auf den parallel
dazu liegenden Skalenabschnitt umschwenken. Selbst wenn auch hier, wie im vorigen
Ausführungsbeispiel, die Anzeigemittel 6 vorteilhafterweise derart auf dem Organ 4
angebracht sind, daß die Umschwenkung in merklich zum Zentrum der Zeitanzeigevorrichtung
1 hin gerichteter Richtung erfolgt, ist dies in keiner Weise störend, insofern die
Umschwenkung als einmaliges, plötzliches Umspringen erfolgt.
[0048] Bei dieser Ausführungsform weisen die Umschaltmittel des Organs 4 eine Vorspannfeder
4.3.2 auf, mit dessen Hilfe der Umschalthebel 4.3 durch die Positions- bzw. Auslösestifte
1.2 auf dem Rahmen 1.1 in Bruchteilen von Sekunden oder zumindest in wenigen Sekunden
automatisch in die neue Position an der gegenüberliegenden Spindel 5.2, 5.3 gebracht
wird, wodurch auch der Zeiger 6.1 mittels der Umschwenkmittel an den Anzeigemitteln
6 sofort zum anderen Skalenabschnitt 2.1, 2.2 gedreht wird. Die Struktur und Funktion
der Anzeigemittel 6 sind hier im Prinzip dieselben wie schon oben bezüglich der ersten
Variante beschrieben und unterliegen nur einer wichtigen Abwandlung, nämlich der unten
zu erläuternden, vom Umschalthebel 4.3 unabhängigen Führung der Kupplungsscheibe 6.3.1.
Diese beiden Hauptunterschiede, die unabhängige Führung der Kupplungsscheibe 6.3.1
und das Vorhandensein der Vorspannfeder 4.3.2 für den Umschalthebel 4.3, bewirken,
daß der Zeiger 6.1 innerhalb kürzester Zeit durch eine halbe Drehung von einem - zum
anderen Skalenabschnitt 2.1, 2.2 wechselt. Dies hat den Vorteil, daß der Träger der
zugehörigen Uhr die Zeit praktisch immer, auch bei einem bevorstehenden Zeigerumspringen,
genau ablesen kann. Für die Abbildungen 6a bis 6d, welche diese Ausführungsform näher
skizzieren sollen, gilt analog das hinsichtlich der Abbildungen 5a und 5b Gesagte.
[0049] Um die oben generell eingeführte, springende Funktion zu erhalten, ist zunächst eine
Führung, etwa in Form einer weiteren Schiene 3.2 am Rahmen 1.1, vorteilhafterweise
hinter der Führungsschiene 3.1, befestigt. Diese als Steuerschiene 3.2 bezeichnete
Führung weist eine Führungsnut 3.2.1 auf, die etwa an der zum Zifferblatt gerichteten
Oberfläche der Führungsschiene 3.1 diese Fläche diagonal durchquerend angeordnet ist,
so wie dies den Abbildungen 6a und 6c zu entnehmen ist. Zur Steuerung eines oder mehrerer
Gleitschlitten 4.1 mit darauf angeordneten Anzeigemitteln 6 sowie als technische Äquivalente
sind natürlich eine Reihe von Abwandlungen von dieser Form vorstellbar. Vorstellbar
ist zum Beispiel auch eine Steuerschiene, die einen einzigen Körper mit der Führungsschiene
bildet, um auf diese Weise ein robusteres Teil zu bilden, das gegen eventuelle äußere
Stöße sicher ist. Weiter ist es vorstellbar, eine oder mehrere Zahnstangen zu integrieren,
die für die oben erwähnten vielfältigen Steuerungs- und/oder Anzeigefunktionen einsetzbar
wären. Diese speziellen Ausführungen werden der Einfachheit halber hier nicht näher
erläutert werden.
[0050] In diesem Fall wird die Kupplungsscheibe 6.3.1 im Gegensatz zur ersten Variante nicht
mehr über den Steuerungsstift 4.2.1 gedreht, sondern deren Drehung wird mittels eines
sogenannten Kupplungsscheibenstiftes 6.3.8, der fest mit der Kupplungsscheibe 6.3.1
verbunden ist, über die soeben erwähnte Steuerschiene 3.2, in deren Führungsnut 3.2.1
der Kupplungsscheibenstift 6.3.8 eingreift, gesteuert. Während der linearen Vorwärtsbewegung
des Gleitschlittens 4.1 vom unteren Ende des Rahmens 1.1 zu dessen oberem Ende entlang
der Führungsschiene 3.1 wird der Kupplungsscheibenstift 6.3.8, wie in Abbildung 6c
dargestellt, durch den diagonalen Verlauf der Führungsnut 3.2.1 in der Steuerschiene
3.2 lateral verschoben und die Kupplungsscheibe 6.3.1 dadurch gedreht. Da die Kupplungsscheibe
6.3.1 das Zeigerwerk 6.3 trägt, wird dieses mitgedreht und somit je nach Richtung
der linearen Bewegung des Gleitschlittens das erste - 6.3.3 oder das zweite Trieb
6.3.4 vor dem Erreichen der unteren bzw. der oberen Endstellung in Eingriff mit der
Verzahnung der Steuerscheibe 6.2.1 des Wechselgetriebes 6.2 gebracht. Die Steuerung
der Kupplungsscheibe 6.3.1 erfolgt damit unabhängig von derjenigen des Umschalthebels
4.3 und die Drehrichtung des Zeigers 6.1 ist durch die Stellung des Zeigerwerks 6.3,
insbesondere der Kupplungsscheibe 6.3.1, relativ zum Wechselgetriebe 6.2 und zur Steuerscheibe
6.2.1 vorgegeben, bevor die Umschaltung des Umschalthebels 4.3 und dadurch die Umschwenkung
des Zeigers 6.1 durch die Vorspannfeder 4.3.2 über einen Positionsstift 1.2 ausgelöst
wird.
[0051] Die Feder 4.3.2, die etwa wie in Abbildung 6d dargestellt gewählt werden kann, ist
um den Befestigungspunkt 4.3.1 angeordnet und hakt mit einem ihrer Enden in ein Loch
des Umschalthebels 4.3 und mit dem anderen Ende in ein erstes Loch einer Federscheibe
4.3.3 ein. Diese ist frei drehbar um den Befestigungspunkt 4.3.1 auf dem Gleitschlitten
4.1 angebracht und wird durch den vorhin erwähnten Kupplungsscheibenstift 6.3.8, der
in ein zweites Loch der Federscheibe 4.3.3 eingreift, gesteuert. Wegen der oben erwähnten
lateralen Verschiebung des Kupplungsscheibenstiftes 6.3.8 während der linearen Bewegung
des Gleitschlittens 4.1 wird die Federscheibe 4.3.3 vor der Auslösung der Zeigerdrehung
am Ende der Skalenabschnittes 2.1, 2.2 um einen bestimmten Winkel gedreht. Dies bewirkt,
daß die Vorspannfeder 4.3.2 über einen längeren Zeitabschnitt, hier maximal zwölf
Stunden, gleichmäßig und langsam vorgespannt wird.
[0052] Die Gesamtheit aus den zusammenspielenden Teilen Riegel 4.2, Umschalthebel 4.3 und
Steuerscheibe 6.2.1 wird während der Längsbewegung des Gleitschlittens 4.1 durch die
Raste 6.2.2 so lange in Position gehalten, bis ein Positionsstift 1.2 auf einen Arm
des Umschalthebels 4.3 einwirkt. Sobald die Kraft der Raste 6.2.2 überwunden wird,
wird die Steuerscheibe 6.2.1 freigegeben und so mit der gespeicherten Kraft der Vorspannfeder
6.3.8 soweit gedreht, bis die Raste 6.2.2 in der anderen Vertiefung der Steuerscheibe
6.2.1 einrastet, welche der anderen Extremposition des Umschalthebels 4.3 entspricht.
Schließlich positioniert die Zeigerwerksraste 6.3.6, die in die Flügel des Zeigertriebs
6.3.5 eingreift, den Zeiger 6.1 in die richtige Lage, indem es die relativ großen
Verzahnungsspiele kompensiert. Ansonsten erfolgt die Bewegung der verschiedenen Teile
des Anzeigemoduls nach dem gleichen Muster wie in obiger Variante erklärt.
[0053] Der Zeiger 6.1 wird auch hier theoretisch zuerst eine leicht gegenläufige Bewegung
vornehmen, bevor der Sprung zum gegenüberliegenden Skalenabschnitt 2.1, 2.2 ausgelöst
wird. Diese Rückwärtsbewegung wird in der Praxis über die Spiele zwischen den Teilen,
insbesondere der Verzahnungen so aufgehoben, daß ein Träger nur das Springen des Zeigers
6.1 wahrnimmt.
[0054] Das Zeigerwerk 6.3 auf dem Gleitschlitten 4.1 läßt sich theoretisch beliebig weit
für andere Konstruktionen ausbauen. Es kann zum Beispiel ein Minutenzeiger hinzugefügt
werden oder eine Umgestaltung zum Zwecke der oben erwähnten, weiteren Anzeigefunktionen
einer erfindungsgemäßen Linearzeitanzeige vorgenommen werden.
[0055] In einer dritten Variante kann das Anzeigemodul schließlich anstatt drehbaren - auch
linear verschiebbare Anzeigemittel 6 aufweisen, um bei Erreichen eines Endes eines
linearen Skalenabschnittes 2.1, 2.2 besagte Umschwenkung von einem - auf den anderen
Skalenabschnitt vorzunehmen. Die Umschwenkung wird in diesem Falle nicht durch eine
Dreh-, sondern durch eine senkrecht zur Bewegungsrichtung des auf den Führungsmitteln
3 angebrachten Organs 4 erfolgende Linearbewegung der Anzeigemittel 6 realisiert.
[0056] Das Funktionsprinzip dieser Variante ist ausgehend vom Uhrwerk bis hin zum Organ
4 bzw. zum Gleitschlitten 4.1 samt dem dazugehörigen Riegel 4.2 identisch zu demjenigen
der beiden ersten Varianten. Im Folgenden wird daher nur die im Vergleich zu diesen
vorgehend geschilderten Ausführungsformen unterschiedliche Ausgestaltung der Anzeigemittel
6 sowie deren Zusammenspiel mit dem Organ 4 der Linearzeitanzeige beschrieben werden.
[0057] Bei dieser dritten Ausführungsform ist, wie aus den Abbildungen 7a bis 7d ersichtlich,
ein sogenannter Doppelzeiger 6.4 analog dem Verfahren bei einem klassischen Uhrzeiger
mittels eines Rohres 6.4.1 auf einen Zapfen 6.5.1 aufgepreßt, der wiederum auf einer
vorteilhafterweise T-förmigen Zeigerhalterung 6.5 in Form eines Querbalkens befestigt
ist. Dieser T-förmige Querbalken 6.5 dient als lineares Umschwenkmittel und ist in
einer entsprechenden, ebenfalls T-förmigen Nut etwas größeren Querschnitts, die quer
zur Ausdehnungsrichtung der Führungsmittel 3 an der Oberfläche des Gleitschlittens
4.1 ausgeführt ist, mit kleinem Spiel so gelagert, daß er in einer zur Zifferblattebene
parallelen Ebene senkrecht zur Bewegungsrichtung des auf den Führungsmitteln 3 angebrachten
Organs 4 hin und her bewegbar ist. Diese Bewegung erfolgt somit parallel zu derjenigen
des Riegels 4.2. Der Querbalken 6.5 und der Riegel 4.2 sind mittels des besagten Zapfens
6.5.1 bzw. des Steuerungsstifts 4.2.1 über zwei Öffnungen, die in dieser Variante
am Umschalthebel 4.3 vorgesehen sind, mit Letzterem formschlüssig verbunden.
[0058] Eine wie oben erläutert erfolgende, laterale Verschiebung des Führungsbalkens bzw.
Riegels 4.2, zunächst kontinuierlich auf Grund der konusförmigen Enden der Spindeln
5.2, 5.3 und/oder durch die Positionsstifte 1.2 und danach sprunghaft, d.h. zumindest
teilweise instantan, auf Grund der Einwirkung der in Abbildung 4c dargestellten Raste
4.4 am Gleitschlitten 4.1, bewirkt damit eine synchrone, laterale Verschiebung des
Querbalkens 6.5. Die lineare Verschiebung des Querbalkens 6.5 könnte allerdings auch
gänzlich kontinuierlich ausgestaltet werden. In jedem Falle bewegen sich aber der
Balken 6.5 sowie der darauf angebrachte Doppelzeiger 6.4 simultan und in die gleiche
Richtung wie der Führungsbalken 4.2, wobei das Ausmaß der linearen Bewegung des Querbalkens
6.5 bzw. des Doppelzeigers 6.4 relativ zu derjenigen der linearen Bewegung des Führungsbalkens
4.2 durch das Verhältnis der Entfernung zwischen dem Zapfen 6.5.1 und dem Befestigungspunkt
4.3.1 des Umschalthebels 4.3 relativ zur Entfernung zwischen dem Steuerungsstift 4.2.1
und dem Befestigungspunkt 4.3.1 wählbar ist.
[0059] Wie in der Draufsicht der Abbildung 7a an beiden Skalenenden mittels gestrichelter
Linien und Pfeilen symbolisch angedeutet, wird der Doppelzeiger 6.4 am Ende der linearen
Bewegung entlang eines Skalenabschnitts 2.1, 2.2 somit durch eine senkrecht zu dieser
Bewegung erfolgende lineare Umschwenkung auf den jeweils anderen Skalenabschnitt hinübergeschoben,
um danach in entgegengesetzter Richtung diesen Skalenabschnitt entlangbewegt zu werden,
und so weiter. Das Zentrum des Doppelzeigers 6.4 mit dem Rohr 6.4.1 vollführt damit
eine rechteckige Bahn oberhalb der Zifferblattebene, im Gegensatz zur gewohnten Konstellation
bei gängigen Armbanduhren.
[0060] Des weiteren kann ein Richtungszeiger 4.3.4 am Umschalthebel 4.3 angebracht sein,
welcher zwei Funktionen ausfüllen kann. Als erstes dient der Zeiger 4.3.4, wie der
Name schon sagt, um die jeweilige Position des Doppelzeigers 6.4 hervorzuheben, da
bei den beschriebenen Ausführungsformen in Armbanduhren wegen deren Größe die horizontale
Verschiebung des Doppelzeigers 6.4 nur wenige Millimeter beträgt. Zudem dient dieser
Richtungszeiger 4.3.4 als Feder, um den Querbalken 6.5 in seiner Führungsnut im Gleitschlitten
4.1 zu halten. Alternativ dazu könnte natürlich diese Führungsnut im Gleitschlitten
4.1 und/oder die Form des Querschnitts des Querbalkens 6.5 entsprechend verändert
werden, um die Halterung des Querbalken 6.5 zu gewährleisten. Dadurch wird durch Vermeiden
des Anhebens des Querbalkens 6.5 unnötige Reibung zwischen den Teilen verringert,
so daß sich der Umschalthebel 4.3 freier um seinen Drehpunkt 4.3.1 bewegen kann.
[0061] In Abbildung 8 ist eine Abwandlung eines zur Umschwenkung auf den jeweils anderen
Skalenabschnitt 2.1, 2.2 linear verschiebbaren Anzeigemoduls 6 mit Doppelzeiger 6.4
dargestellt, das vorteilhafterweise weniger Teile braucht als die Ausführungsform
laut den Abbildungen 7a bis 7d. In diesem Falle ist der Doppelzeiger 6.4 direkt auf
einem etwas umgestalteten Riegel 4.2, der hier eine Ausbuchtung zur Befestigung des
Doppelzeigers 6.4 besitzt, angebracht. Je nach der absoluten Größe der Linearzeitanzeige,
etwa bei einer Armbanduhr, würde die seitliche Verschiebung des Doppellzeigers 6.4
bei dieser Abwandlung allerdings gegebenenfalls nur unter 1 mm betragen, was von bloßem
Auge unter normalen Umständen fast nicht mehr wahrnehmbar wäre. In Abbildung 8 ist
zudem die Raste 4.4 dargestellt, die wie bei den ersten beiden Ausführungsformen eine
zumindest teilweise instantane Umschwenkung der Anzeigemittel 6 sicherstellt.
[0062] Auch diese dritte Variante einer Linearzeitanzeige kann als Minutenanzeige oder im
Rahmen einer der oben erwähnten, weiteren Anzeigefunktionen benutzt werden.
[0063] Weiterhin ist es möglich, das Funktionieren einer erfindungsgemäßen Linearzeitanzeige
bei allen geschilderten Varianten durch eine Reihe von Verbesserungen verschiedener
Einzelteile zu optimieren.
[0064] Zum einen kann der Riegel 4.2, wie in Abbildung 7c dargestellt, an seinen Enden eine
an den Querschnitt der Spindeln 5.2, 5.3 angepaßte, konkave Form aufweisen, um auch
bezüglich der Verbindungslinie zwischen den Spindelzentren parallelverschoben placiert
werden zu können. Damit wird ein unerwünschtes, gleichzeitiges Einrasten in beiden
Spindeln 5.2, 5.3 in einer Position des Riegels 4.2 verhindert. Je nach der Lage des
Riegels 4.2 im Raum relativ zur Verbindungslinie zwischen den Spindelzentren sind
somit dessen Enden konstruktiv durch eine radiale Ausformung anzupassen.
[0065] Zum anderen ist es bei einer derartigen Anzeigevorrichtung wichtig, deren Anzeigegenauigkeit
bestmöglichst auszugestalten. Sollten etwa sowohl Stundenals auch Minutenzeiger vorhanden
sein, was in den Figuren nicht dargestellt ist, so muß die Anzeige des Doppelstundenzeigers
mit derjenigen des Minutenzeigers übereinstimmen, zum Beispiel sehr anschaulich um
12 Uhr. Die Anzeigegenauigkeit wird auch als Anzeigespiel bezeichnet und hängt insbesondere
von der Größe der im Mechanismus auftretenden Spiele ab, vor allem von den Passungsspielen
sowie den Sicherheitsabständen zwischen den Teilen bzw. den Baugruppen, welche nötig
sind, um das Funktionieren des Anzeigemechanismus zu gewährleisten. Zur Veranschaulichung
kann etwa das Längsspiel der Spindeln 5.2, 5.3 im Rahmen 1.1, das Spiel in der Winkelposition
der Spindeln 5.2, 5.3 auf Grund des Zahnspiels im Antriebsräderwerk 5.1, das Kippspiel
zwischen der Führungsschiene 3.1 und dem Gleitschlitten 4.1, das Spiel zwischen dem
Riegel 4.2 und dem helixförmigen Gewinde der Spindeln 5.2, 5.3, usw. aufgeführt werden.
[0066] Mögliche Konstruktionslösungen hierfür müssen sicherstellen, daß die Anzeigeposition
des Stundenzeigers zumindest eine Genauigkeit von etwa ±12 Minuten aufweist, was dem
Abstand zwischen zwei Indizes auf einem gewöhnlichen Zifferblatt mit einer 60-Minuteneinteilung
entspricht.
[0067] Hierbei können schon auf der Ebene der Produktgestaltung verschiedene Maßnahmen ergriffen
werden, um etwaige vorhandene Ungenauigkeiten in der Anzeige abzufangen. Zum Beispiel
können anstelle länglicher Indexstriche auf den Skalen 2.1, 2.2 runde Punkte größeren
Durchmessers eingesetzt oder die Indices ganz weggelassen werden. Die entstehende
Ableseungenauigkeit kann durch eine separate Minutenanzeige ausgeglichen werden.
[0068] Des weiteren kann direkt auf konstruktiver Ebene versucht werden, die überall im
Mechanismus auftretenden Spiele so klein wie möglich zu halten, damit die Genauigkeit
der Anzeige nur in möglichst geringem Maße durch Verschiebungen zwischen den Einzelteilen
beeinträchtigt wird.
[0069] Die hierfür anwendbaren Konstruktionslösungen können sehr vielfältig sein und beinhalten
oft Federelemente. Diese haben jedoch den Nachteil, daß sie die Reibung zwischen den
Teilen erhöhen und somit im Widerspruch zur obigen Bedingung stehen, die Reibung zwischen
den Teilen zu vermindern. Solche Federteile werden daher im Folgenden nicht weiter
beschrieben.
[0070] Eine andere Lösungsmöglichkeit besteht darin, an der zum Zeiger 6.1 bzw. zum Doppelzeiger
6.4 weisenden Oberfläche der Zeitskalen 2.1, 2.2 und auf deren zur Führungsschiene
3.1 gewandten Seite jeweils eine kleine Erhebung 2.1.1, 2.2.1 vorzusehen, damit sich
das bzw. die Zeigerenden auf diesen Erhebungen abstützen kann bzw. können. Das bedeutet,
daß während der Hin- und Herbewegung des Gleitschlittens 4.1 entlang der Skalenabschnitte
2.1, 2.2 die Zeigerenden auf der Oberfläche einer der Erhebungen 2.1.1, 2.2.1 stützend
entlangschleifen. Dies ist in Abbildung 7c dargestellt und dient dazu, eine Drehung
des Gleitschlittens 4.1 auf einer Führungsschiene 3.1 mit beispielsweise kreisförmigen
Querschnitt einzugrenzen, was das obengenannte Kippspiel zwischen der Führungsschiene
3.1 und dem Gleitschlitten 4.1 vermindert. Da der Abstand zwischen Zeigerenden und
dieser Oberfläche der Erhebungen 2.1.1, 2.2.1 nur wenige 1/10 mm beträgt, ist ein
Abkippen des Gleitschlittens 4.1 von bloßem Auge damit kaum wahrnehmbar.
[0071] Alternativ kann, wie ebenfalls aus Abbildung 7c ersichtlich ist, die Linearzeitanzeige
eine unterhalb und entlang der gesamten Länge der Führungsschiene 3.1 angebrachte
Platte 3.3 aufweisen, so daß bei einem leichten Kippen des Gleitschlittens 4.1 während
dessen Hin- und Herbewegung zumindest eine seiner Unterkanten auf der Oberfläche der
Platte 3.3 entlangschleift. Der Gleitschlitten 4.1 ist damit mittels der Platte 3.3
verdrehsicher auf der Führungsschiene 3.1 angebracht.
[0072] Demselben Zwecke wie die oben beschriebenen Erhebungen 2.1.1, 2.2.1 oder die Platte
3.3 kann naturgemäß unter entsprechender Gestaltung des Gleitschlittens 4.1 auch eine
Führungsschiene 3.1 mit quadratischem oder polygonalem Querschnitt dienen, so wie
dies in den ersten beiden Skizzen der Abbildung 9 dargestellt ist. Eine solche Verdrehsicherung
ist in der Praxis wegen den vorliegenden Dimensionen jedoch schwierig herstellbar,
da die benötigten Seitenlängen etwa bei Armbanduhren unter 1 mm liegen. Eine Führungsschiene
3.1 mit rechteckigem Querschnitt und einer dementsprechend größeren Seitenlänge von
mehr als 2mm und geringerer Höhe, etwa unter 1 mm, ist allerdings auch in kleineren
Werkdimensionen herstellbar. In größeren Uhren, wie etwa Uhren für Armaturenbretter
in Fahrzeugen oder Tischuhren, wo die Dimensionen weniger problematisch sind, sind
auch quadratische Führungsschienen 3.1 durchaus vorstellbar.
[0073] Der Gleitschlitten 4.1 kann nebst den obengenannten Maßnahmen zur Vermeidung eines
Verkantens weiterhin zumindest zwei Gleitlager 4.1.1 aufweisen, wie sie üblicherweise
in der Uhrmacherei dort verwendet werden, wo eine Längsausrichtung eines Teils oder
einer Baugruppe höchste Präzision erfordert. Die Anordnung der Gleitlager 4.1.1 erfolgt
normalerweise aus produktionstechnischen - und Kostengründen an den beiden Enden des
Gleitschlittens 4.1 zwischen diesem und der Führungsschiene 3.1, so wie dies etwa
aus Abbildung 7d hervorgeht. Je nach Ausführungsgröße können beide Lager 4.1.1 zum
Beispiel als allgemein bekannte Rollager ausgestaltet werden. Eine seitliche Öffnung
4.1.2 im Gleitschlitten 4.1 dient im Nachverkaufservice zur Reinigung der Gleitlager
4.1.1.
[0074] Um zu vermeiden, daß durch die Gleitlager 4.1.1 bzw. den Gleitschlitten 4.1 Öl von
der Oberfläche der Führungsschiene 3.1 abgestreift wird, kann der Querschnitt der
Führungsschiene 3.1 auf einer oder mehreren Seiten Abflachungen 3.1.1 aufweisen, siehe
Abbildung 9. Hierbei ist zu beachten, daß zumindest zwei im Querschnitt der Führungsschiene
3.1 symmetrisch zueinander angeordnete Teile der beispielsweise kreisrunden Führungsoberfläche
verbleiben, damit das korrekte Gleiten des Gleitschlittens 4.1 gewährleistet bleibt.
Anstelle einer Abflachung in Form einer länglichen Fläche 3.1.1 wäre auch eine Nut
oder Vertiefung vorstellbar, die als Ölreservoir zur Schmierung der Führungsmittel
3 dient.
[0075] Im Zusammenhang mit den Gleitlagern 4.1.1 sowie der Querschnittsform der Führungsschiene
3.1 ist noch zu erwähnen, daß eine quadratische oder polygonale Form im Gegensatz
zu einer im Querschnitt kreisrunden Schiene generell den Nachteil besitzt, daß in
den Gleitlagern 4.1.1 jeweils eine Zweipunktauflage entsteht. Somit wird durch die
räumliche Dreipunktauflage zusammen mit dem zweiten Gleitlager 4.1.1 bei zu engen
Passungen die Verkantungsgefahr erhöht oder bei zu großem Spiel eine größere seitliche
Kippbewegung hervorgerufen. Zudem hat eine quadratische oder polygonale Führungsschiene
3.1 den Nachteil, daß im Querschnitt gesehen die Ausrichtung des Gleitschlittens 4.1
von ihr abhängig ist, was die Montage erschwert. Zusammenfassend kann diesbezüglich
gesagt werden, daß quadratische oder polygonale Führungen in vielerlei Hinsicht technisch
problembehaftet sind, während runde Führungsschienen 3.1 im Zusammenspiel mit Gleitschlitten
mit Gleitlagern 4.1.1 den Vorteil haben, daß in der Montage die Ausrichtung von abgeflachten
Seitenflächen 3.1.1 entfällt und somit keinen Einfluß auf den Schlitten 4.1 hat, da
dessen Lage wie oben beschrieben separat entweder von den Zeigerenden oder von den
Schlittenunterkanten ausgerichtet wird. Ein Verkanten des Gleitschlittens 4.1 ist
wegen der räumlichen Zweipunktauflage in den Gleitlagern 4.1.1 auf einer im Querschnitt
runden Schiene 3.1 daher praktisch ausgeschlossen.
[0076] Diese Ausführungen untermauern, daß bei einer Zeitanzeige laut der vorliegenden Erfindung
jederzeit eindeutig aus der Anzeige hervorgeht, welcher Skalenabschnitt abzulesen
ist. Zudem sind nur lineare Skalenteile sichtbar, was die ästhetische Wirkung verstärkt.
Dadurch, daß die Umschwenkbewegung entweder drehend zum Zentrum der Zeitanzeigevorrichtung
hin gerichtet oder linear senkrecht zur Bewegungsrichtung des auf den Führungsmitteln
angebrachten Organs erfolgt, unterliegen diese linearen Skalenabschnitte zudem einer
großen gestalterischen Freiheit.
1. Zeitanzeigevorrichtung (1) mit zumindest einer linearen Skala (2), die zumindest zwei
parallele, nebeneinanderliegende Skalenabschnitte (2.1, 2.2), deren Einteilung in
gegenläufiger Richtung aufgetragen ist, aufweist, mit zwischen diesen Abschnitten
verlaufenden Führungsmitteln (3), mit zumindest einem auf den Führungsmitteln entlang
den linearen Skalenabschnitten beweglich angebrachten Organ (4), mit dieses Organ
bewegenden Antriebsmitteln (5) sowie mit auf besagtem Organ angebrachten Anzeigemitteln
(6) zur Zeitanzeige auf den Skalenabschnitten, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigemittel (6) derart auf besagtem Organ (4) angebracht sind, um jeweils bei
Erreichen eines Endes eines linearen Skalenabschnittes (2.1, 2.2) von einem - auf
den anderen Skalenabschnitt umzuschwenken, wobei die Umschwenkung zumindest teilweise
sprunghaft und instantan erfolgt.
2. Zeitanzeigevorrichtung gemäß dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigemittel (6) derart auf besagtem Organ (4) angebracht sind, daß diese bei
Erreichen eines jeden Endes eines linearen Skalenabschnittes (2.1, 2.2) gänzlich sprunghaft
und instantan auf den parallel dazu liegenden Skalenabschnitt umschwenken.
3. Zeitanzeigevorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigemittel (6) derart auf besagtem Organ (4) angebracht sind, daß die Umschwenkung
als Drehbewegung in merklich zum Zentrum der Zeitanzeigevorrichtung (1) hin gerichteter
Richtung erfolgt.
4. Zeitanzeigevorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigemittel (6) einen Zeiger (6.1) umfassen.
5. Zeitanzeigevorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigemittel (6) Umschwenkmittel zur Umschwenkung des Zeigers (6.1) umfassen,
welche ein Wechselgetriebe (6.2) sowie ein Zeigerwerk (6.3) aufweisen.
6. Zeitanzeigevorrichtung gemäß dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß das Wechselgetriebe (6.2) eine verzahnte Steuerscheibe (6.2.1) und das Zeigerwerk
(6.3) eine Kupplungsscheibe (6.3.1), zumindest ein erstes Trieb (6.3.3), ein zweites
Trieb (6.3.4) und ein Zeigertrieb (6.3.5), welches den Zeiger (6.1) trägt, aufweisen,
wobei je nach Position der Kupplungsscheibe (6.3.1) das erste (6.3.3) - oder das zweite
Trieb (6.3.4) in die Steuerscheibe (6.2.1) eingreifen und den Zeigertrieb (6.3.5)
mit dem Zeiger (6.1) antreiben.
7. Zeitanzeigevorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsmittel (3) eine zwischen den Skalenabschnitten verlaufende Führungsschiene
(3.1) aufweisen.
8. Zeitanzeigevorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsmittel (3) eine zwischen den Skalenabschnitten verlaufende Steuerschiene
(3.2) mit einer diagonal verlaufenden Führungsnut (3.2.1) aufweisen.
9. Zeitanzeigevorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsmittel (5) zumindest eine parallel zu den Führungsmitteln angeordnete
Spindel (5.2, 5.3) mit einem helixförmigen Gewinde aufweisen.
10. Zeitanzeigevorrichtung gemäß dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsmittel (5) zwei Spindeln (5.2, 5.3) aufweisen, welche beidseitig der
Führungsmittel (3) angebracht sind.
11. Zeitanzeigevorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das auf den Führungsmitteln (3) beweglich angebrachte Organ (4) als Gleitschlitten
(4.1) ausgebildet ist.
12. Zeitanzeigevorrichtung gemäß dem Anspruch 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Gleitschlitten (4.1) Umschaltmittel besitzt, welche einen beweglichen Führungsbalken
(4.2) aufweisen, der abwechselnd in eines der gegenläufigen Gewinde der beiden Spindeln
(5.2, 5.3) eingreifen kann und dadurch die Bewegungsrichtung des Gleitschlittens (4.1) umdreht.
13. Zeitanzeigevorrichtung gemäß dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschaltmittel des Gleitschlittens (4.1) einen drehbar gelagerten Umschalthebel
(4.3) aufweisen, der über einen Steuerungsstift (4.2.1) auf dem beweglichen Führungsbalken
(4.2) mit diesem kooperiert.
14. Zeitanzeigevorrichtung gemäß dem Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschaltmittel des Gleitschlittens (4.1) Steuerungsmittel für den beweglichen
Führungsbalken (4.2) umfassen, welche konusförmige Enden der Spindeln (5.2, 5.3) und/oder
Positionsstifte (1.2) aufweisen.
15. Zeitanzeigevorrichtung gemäß dem Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschaltmittel des Gleitschlittens (4.1) ein am Organ (4) angebrachtes elastisches
Element (4.4) als Mittel zur zumindest teilweise sprunghaften und instantanen Umschaltung
des Umschalthebels (4.3) aufweisen.
16. Zeitanzeigevorrichtung gemäß den Ansprüchen 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß das am Organ (4) angebrachte elastische Element als Raste (4.4) ausgebildet ist,
welche mit dem Umschalthebel (4.3) derart kooperiert, daß nach vorheriger Einwirkung
der besagten Steuerungsmittel auf den beweglichen Führungsbalken (4.2) die Kraft der
Raste (4.4) eine Umschaltung des Umschalthebels (4.3) in dessen andere Extremposition
sowie ein Umspringen des Zeigers (6.1) von einem - auf den anderen Skalenabschnitt
(2.1, 2.2) bewirkt.
17. Zeitanzeigevorrichtung gemäß den Ansprüchen 8 und 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschaltmittel des Gleitschlittens (4.1) eine Vorspannfeder (4.3.2) aufweisen,
deren Enden mit dem Umschalthebel (4.3) und einer drehbar um den Befestigungspunkt
(4.3.1) des Umschalthebels gelagerten Federscheibe (4.3.3) verbunden sind, wobei die
Federscheibe mit der diagonal verlaufenden Führungsnut (3.2.1) der Steuerschiene (3.2)
derart kooperiert, daß eine lineare Bewegung des Gleitschlittens (4.1) durch Drehung
der Federscheibe (4.3.3) eine Spannung der Vorspannfeder (4.3.2) bewirkt.
18. Zeitanzeigevorrichtung gemäß den Ansprüchen 6 und 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungsscheibe (6.3.1) des Zeigerwerks (6.3) mit der diagonal verlaufenden
Führungsnut (3.2.1) der Steuerschiene (3.2) derart kooperiert, daß eine lineare Bewegung
des Gleitschlittens (4.1) durch Drehung der Kupplungsscheibe (6.3.1) eine Ein- bzw.
Auskupplung des ersten - (6.3.3) oder zweiten Triebs (6.3.4) des Zeigerwerks (6.3)
mit der verzahnten Steuerscheibe (6.2.1) des Wechselgetriebes (6.2) bewirkt.
19. Zeitanzeigevorrichtung gemäß den Ansprüchen 14 und 17 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Umschalthebel (4.3) durch eine in eine von zwei Vertiefungen der verzahnten Steuerscheibe
(6.2.1) des Wechselgetriebes (6.2) eingreifende Raste (6.2.2) in einer von zwei Extrempositionen
gehalten wird, bis die Kraft der Raste (6.2.2) von den durch die lineare Bewegung
des Gleitschlittens (4.1) auf die Arme des Umschalthebels (4.3) einwirkenden Positionsstiften
(1.2) überwunden wird und die Kraft der Vorspannfeder (4.3.2) eine Umschaltung des
Umschalthebels (4.3) in die andere Extremposition sowie ein Umspringen des Zeigers
(6.1) von einem - auf den anderen Skalenabschnitt (2.1, 2.2) bewirkt.
20. Zeitanzeigevorrichtung (1) mit zumindest einer linearen Skala (2), die zumindest zwei
parallele, nebeneinanderliegende Skalenabschnitte (2.1, 2.2), deren Einteilung in
gegenläufiger Richtung aufgetragen ist, aufweist, mit zwischen diesen Abschnitten
verlaufenden Führungsmitteln (3), mit zumindest einem auf den Führungsmitteln entlang
den linearen Skalenabschnitten beweglich angebrachten Organ (4), mit dieses Organ
bewegenden Antriebsmitteln (5) sowie mit auf besagtem Organ angebrachten Anzeigemitteln
(6) zur Zeitanzeige auf den Skalenabschnitten, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigemittel (6) derart auf besagtem Organ (4) angebracht sind, um jeweils bei
Erreichen eines Endes eines linearen Skalenabschnittes (2.1, 2.2) von einem - auf
den anderen Skalenabschnitt umzuschwenken, wobei die Umschwenkung durch eine Linearbewegung
der Anzeigemittel (6) erfolgt.
21. Zeitanzeigevorrichtung gemäß dem Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschwenkung durch eine senkrecht zur Bewegungsrichtung des auf den Führungsmitteln
(3) angebrachten Organs (4) erfolgende Linearbewegung der Anzeigemittel (6) erfolgt.
22. Zeitanzeigevorrichtung gemäß einem der Ansprüche 20 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigemittel (6) einen Doppelzeiger (6.4) umfassen.
23. Zeitanzeigevorrichtung gemäß dem Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigemittel (6) Umschwenkmittel zur Umschwenkung des Doppelzeigers (6.4) umfassen,
welche eine senkrecht zur Bewegungsrichtung des auf den Führungsmitteln (3) angebrachten
Organs (4) bewegliche Zeigerhalterung (6.5) aufweisen.
24. Zeitanzeigevorrichtung gemäß dem Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeigerhalterung (6.5) in einer Nut, die quer zur Ausdehnungsrichtung der Führungsmittel
(3) an der Oberfläche des Organs (4) ausgeführt ist, so gelagert ist, daß sie in einer
zur Zifferblattebene parallelen Ebene senkrecht zur Bewegungsrichtung des auf den
Führungsmitteln (3) angebrachten Organs (4) hin und her bewegbar ist.
25. Zeitanzeigevorrichtung gemäß einem der Ansprüche 20 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschwenkung zumindest teilweise sprunghaft und instantan erfolgt.
26. Zeitanzeigevorrichtung gemäß dem Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß die zumindest teilweise sprunghafte und instantane Umschwenkung durch ein am Organ
(4) angebrachtes elastisches Element (4.4) bewirkt wird.
27. Zeitanzeigevorrichtung gemäß einem der Ansprüche 20 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsmittel (3) eine zwischen den Skalenabschnitten verlaufende Führungsschiene
(3.1) aufweisen.
28. Zeitanzeigevorrichtung gemäß einem der Ansprüche 20 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsmittel (5) zumindest eine parallel zu den Führungsmitteln angeordnete
Spindel (5.2, 5.3) mit einem helixförmigen Gewinde aufweisen.
29. Zeitanzeigevorrichtung gemäß dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsmittel (5) zwei Spindeln (5.2, 5.3) aufweisen, welche beidseitig der
Führungsmittel (3) angebracht sind.
30. Zeitanzeigevorrichtung gemäß einem der Ansprüche 20 bis 29, dadurch gekennzeichnet, daß das auf den Führungsmitteln (3) beweglich angebrachte Organ (4) als Gleitschlitten
(4.1) ausgebildet ist.
31. Zeitanzeigevorrichtung gemäß dem Anspruch 29 und 30, dadurch gekennzeichnet, daß der Gleitschlitten (4.1) Umschaltmittel besitzt, welche einen beweglichen Führungsbalken
(4.2) aufweisen, der abwechselnd in eines der gegenläufigen Gewinde der beiden Spindeln
(5.2, 5.3) eingreifen kann und dadurch die Bewegungsrichtung des Gleitschlittens (4.1) umdreht.
32. Zeitanzeigevorrichtung gemäß dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschaltmittel des Gleitschlittens (4.1) einen drehbar gelagerten Umschalthebel
(4.3) aufweisen, der über einen Steuerungsstift (4.2.1) auf dem beweglichen Führungsbalken
(4.2) mit diesem kooperiert.
33. Zeitanzeigevorrichtung gemäß dem Anspruch 31 oder 32, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschaltmittel des Gleitschlittens (4.1) Steuerungsmittel für den beweglichen
Führungsbalken (4.2) umfassen, welche konusförmige Enden der Spindeln (5.2, 5.3) und/oder
Positionsstifte (1.2) aufweisen.
34. Zeitanzeigevorrichtung gemäß dem Anspruch 32 oder 33, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschaltmittel des Gleitschlittens (4.1) ein am Organ (4) angebrachtes elastisches
Element (4.4) als Mittel zur zumindest teilweise sprunghaften und instantanen Umschaltung
des Umschalthebels (4.3) aufweisen.
35. Zeitanzeigevorrichtung gemäß den Ansprüchen 32 bis 34, dadurch gekennzeichnet, daß das am Organ (4) angebrachte elastische Element als Raste (4.4) ausgebildet ist,
welche mit dem Umschalthebel (4.3) derart kooperiert, daß nach vorheriger Einwirkung
der besagten Steuerungsmittel auf den beweglichen Führungsbalken (4.2) die Kraft der
Raste (4.4) eine Umschaltung des Umschalthebels (4.3) in dessen andere Extremposition
sowie ein Umspringen des Doppelzeigers (6.4) von einem - auf den anderen Skalenabschnitt
(2.1, 2.2) bewirkt.
36. Zeitanzeigevorrichtung gemäß dem Anspruch 35, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeigerhalterung (6.5) und der Führungsbalken (4.2) mittels eines Zapfens (6.5.1)
bzw. des Steuerungsstifts (4.2.1) über zwei Öffnungen im Umschalthebel (4.3) mit diesem
formschlüssig verbunden sind, um durch eine Umschaltung des Umschalthebels (4.3) die
Umschaltung des Führungsbalkens und das Umschwenken des auf der Zeigerhalterung (6.5)
angebrachten Doppelzeigers (6.4) zu bewirken.
37. Zeitanzeigevorrichtung gemäß einem der Ansprüche 32 bis 36, dadurch gekennzeichnet, daß der Umschalthebel (4.3) einen Richtungszeiger (4.3.4) aufweist, welcher die Position
des Umschalthebels (4.3) sowie des Doppelzeigers (6.4) angibt.
38. Zeitanzeigevorrichtung gemäß den Ansprüchen 22 und 31, dadurch gekennzeichnet, daß der Doppelzeiger (6.4) auf dem beweglichen Führungsbalken (4.2) angebracht ist.
39. Zeitanzeigevorrichtung gemäß den Ansprüchen 10 und 12 oder 29 und 31, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche Führungsbalken (4.2) an seinen Enden eine an den Querschnitt der Spindeln
(5.2, 5.3) angepaßte, konkave Form aufweist.
40. Zeitanzeigevorrichtung gemäß dem Anspruch 6 oder 22, dadurch gekennzeichnet, daß an der zum Zeiger (6.1) bzw. zum Doppelzeiger (6.4) weisenden Oberfläche der Skalenabschnitte
(2.1, 2.2) jeweils eine Erhebung (2.1.1, 2.2.1) zur Abstützung der Zeigerenden angebracht
ist.
41. Zeitanzeigevorrichtung gemäß den Ansprüchen 7 und 11 oder 27 und 30, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine unterhalb und entlang der gesamten Länge der Führungsschiene (3.1) angebrachte
Platte (3.3) zur Stabilisierung des Gleitschlittens (4.1) aufweist.
42. Zeitanzeigevorrichtung gemäß dem Anspruch 7 oder 27, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschiene (3.1) als Verdrehsicherung einen quadratischen oder polygonalen
Querschnitt aufweist.
43. Zeitanzeigevorrichtung gemäß dem Anspruch 7 oder 27, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschiene (3.1) zumindest eine seitliche Abflachung (3.1.1) oder eine Nut
aufweist.
44. Zeitanzeigevorrichtung gemäß dem Anspruch 11 oder 30, dadurch gekennzeichnet, daß der Gleitschlitten (4.1) jeweils ein Gleitlager (4.1.1) an seinen Enden aufweist.
45. Uhr, insbesondere Armbanduhr, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Zeitanzeigevorrichtung (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche aufweist.
46. Uhr gemäß dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeitanzeigevorrichtung (1) mit leichter Schrägstellung relativ zur Ebene des
Uhrwerks der Uhr angebracht ist.
47. Uhr gemäß einem der Ansprüche 45 bis 46, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeitanzeigevorrichtung (1) in deren Montageebene drehbar gelagert und deren Winkelposition
einstellbar ist.