[0001] Die Erfindung betrifft einen Zylinderdeckel mit einem Kühlkanalsystem für eine Hubkolbenbrennkraftmaschine
gemäss dem Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs 1, sowie eine Hubkolbenbrennkraftmaschine
mit einem solchen Zylinderdeckel.
[0002] Bekannte Zweitakt-Dieselbrennkraftmaschinen mit Längsspülung sind insbesondere in
Ausführungen als Grossdieselmotoren bekannt. Solche Motoren kommen ohne Einlassventile
im Zylinderdeckel aus, da die Luft durch sogenannte Spülschlitze, die im unteren Bereich
des Zylinders angeordnet sind, in den Zylinder eintritt. In einer Deckenfläche im
zentralen Bereich des Zylinderdeckels ist ein Auslassventil in der Zylinderachse angeordnet,
durch das die Verbrennungsgase austreten können. Die Einspritzdüsen für die Brennstoffeinspritzung
sind dagegen in einer Seitenfläche des Zylinderdeckels, die schräg bezüglich der Längsachse
des Zylinders verläuft, in dafür geeigneten Einbauöffnungen angeordnet. Dadurch erfolgt
die Brennstoffeinspritzung nicht zentral, sondern von der Seite. Um dennoch eine möglichst
gleichmässige Verteilung des eingespritzten Brennstoffs im Brennraum zu erreichen,
sind pro Zylinder mehrere Einspritzdüsen, typischerweise drei pro Zylinder, vorgesehen.
Der Vorteil eines Zylinderdeckels mit zentral angeordnetem Auslassventil liegt unter
anderem darin, dass die Ausführung und Anordnung des Kühlsystems im Zylinderdeckel
besonders einfach ist. Durch die hohe Symmetrie der Anordnung von Auslassventil und
Einspritzdüsen ergibt sich eine ebenfalls bezüglich der zentralen Auslassöffnung des
Zylinderdeckels hohe Symmetrie der thermischen Belastungen des Zylinderdeckels im
Betrieb. Entsprechend einfach ist daher auch die Geometrie bekannter Kühlkanalsysteme
für solche Zylinderdeckel.
[0003] Der bekannte Zylinderdeckel mit zentralem Auslassventil weist eine Vielzahl von geraden
Boden-Kühlkanälen auf, die sich in der Seitenfläche des Zylinderdeckels, die im wesentlichen
eine Kegelmantelfläche definiert, von einem ersten (äusseren) Ringraum ausgehend zur
Auslassöffnung hin erstrecken, wobei der Abstand zweier benachbarter Boden-Kühlkanäle
zur Auslassöffnung hin abnimmt. Der Boden-Kühlkanal weist dabei einen Eingang und
einen Ausgang für ein Kühlmittel auf, wobei der Eingang des Boden-Kühlkanals weiter
von der Auslassöffnung entfernt ist als der Ausgang. Jeder Ausgang eines Boden-Kühlkanals
mündet in einen Ventil-Kühlkanal, so dass Kühlmittel nacheinander durch den Boden-Kühlkanal
und den Ventil-Kühlkanal beförderbar ist. Die Ventil-Kühlkanäle erstrecken sich dabei
im wesentlichen auf einer Zylinderoberfläche oder auf einer leicht geneigten Kegeloberfläche
geradlinig entlang der Auslassöffnung und münden in einen gemeinsamen zweiten (oberen)
Ringraum, von welchem aus das Kühlmittel wieder zum Kühler der Brennkraftmaschine
zurückbeförderbar ist. Die Einbauöffnungen für die Einspritzdüsen sind konzentrisch
auf einer Kreislinie um die Auslassöffnung zwischen je zwei Boden-Kühlkanälen angeordnet.
Dabei wird der Radius der Kreislinie so gewählt, dass für die Einbauöffnungen genügend
Zwischenraum zwischen den entsprechenden Boden-Kühlkanälen zur Verfügung steht.
[0004] Der bekannte Zylinderdeckel mit zentralem Auslassventil zeichnet sich insbesondere
dadurch aus, dass aufgrund seines hoch symmetrischen Aufbaus auch die thermischen
Belastungen im Betrieb mit dem zuvor kurz beschriebenen Kühlkanalsystem besonders
einfach zu kontrollieren sind, da die einfache Geometrie des Zylinderdeckels selbstverständlich
ihren Niederschlag auch in der Charakteristik des Temperaturprofils findet, das sich
im Betrieb des Grossdieselmotors im Zylinderdeckel einstellt. Das heisst, dass beispielsweise
unsymmetrische mechanische Verspannungen des Zylinderdeckels aufgrund von komplex
strukturierten Temperaturgradienten allein aufgrund der Geometrie bereits stark minimierbar
sind. Ein gravierender Nachteil ergibt sich jedoch aus der Tatsache, dass das Konzept
des bekannten Zylinderdeckels mit zentralem Auslassventil den Einsatz mehrerer Einspritzdüsen
fordert, wodurch diese Anordnung relativ aufwendig mit Zusatzaggregaten ausgestattet
werden muss und daher insgesamt recht kostenintensiv ist.
[0005] Zur Beseitigung dieser Nachteile wurde mit der
EP 0 959 240 ein Zylinderdeckel vorgeschlagen, bei welchem sich die Einbauöffnung für die Einspritzdüse
zentral in der Deckenfläche des Zylinderdeckels befindet, so dass für die Brennstoffeinspritzung
nur noch eine Einspritzdüse notwendig ist. Das Auslassventil ist hier in der Seitenfläche
des Zylinders angeordnet. Die Vorteile eines solchen Zylinderdeckels liegen auf der
Hand und sind in der
EP 0 959 240 ausführlich diskutiert. Allerdings lässt sich das oben beschriebene bekannte Konzept
der Kühlung des Zylinderdeckels nicht ohne weiteres auf einen Zylinderdeckel mit zentral
angeordneter Einspritzdüse übertragen, was sich alleine schon aufgrund der geänderten
Geometrie verbietet. Durch das in der Seitenfläche angeordnete Auslassventil entsteht
eine erhebliche Asymmetrie in der thermischen Belastung des Zylinderdeckels. So treten
in der Nähe des Auslassventils im Betrieb deutlich höhere Temperaturen auf, als beispielsweise
in der Nähe der Einspritzdüse. Damit stellen sich an die Art der Wärmeabführung vollkommen
andere Anforderungen, als bei einem Zylinderdeckel mit zentralem Auslassventil. Das
Kühlkanalsystems für einen Zylinderdeckel mit zentraler Einspritzdüse muss daher völlig
neu konzipiert werden.
[0006] Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, einen Zylinderdeckel mit einem Kühlkanalsystem
für eine Hubkolbenbrennkraftmaschine mit Längsspülung, insbesondere für einen als
Zweitakt-Dieselbrennkraftmaschine ausgelegten Grossdieselmotor vorzuschlagen, wobei
das Kühlkanalsystem die besonderen Erfordemisse an die Kühlung eines Zylinderdeckels
mit zentral angeordneter Einspritzdüse und einem asymmetrisch in einer Seitenfläche
des Zylinderdeckels angeordneten Auslassventil berücksichtigt.
[0007] Die diese Aufgabe lösenden Gegenstände der Erfindung sind durch die Merkmale des
unabhängigen Anspruchs 1 gekennzeichnet.
[0008] Die abhängigen Ansprüche beziehen sich auf besonders vorteilhafte Ausführungen der
Erfindung.
[0009] Erfindungsgemäss wird somit ein Zylinderdeckel mit einem Kühlkanalsystem für eine
Hubkolbenbrennkraftmaschine vorgeschlagen, die mindestens einen Zylinder aufweist,
in welchem ein Kolben entlang einer Achse des Zylinderdeckels hin- und herbewegbar
angeordnet ist, wobei der Zylinderdeckel eine Deckenfläche und eine Seitenfläche umfasst,
die im montierten Zustand den Brennraum des Zylinders begrenzen. In der Deckenfläche
des Zylinderdeckels ist eine Einbauöffnung zur Aufnahme einer Einspritzdüse, durch
die Brennstoff in den Brennraum einbringbar ist, und eine in Bezug zur Achse des Zylinderdeckels
in der Seitenfläche angeordnete Auslassöffnung zur Aufnahme eines Auslassventils zum
Abführen von Verbrennungsgasen aus dem Brennraum vorgesehen. Desweiteren eine Mehrzahl
von Boden-Kühlkanälen, die sich in Richtung zur Auslassöffnung erstrecken, wobei mindestens
zwei der Boden-Kühlkanäle jeweils einen Eingang und einen Ausgang für ein Kühlmittel
aufweisen, sowie einen Ventil-Kühlkanal, der sich längs der Auslassöffnung erstreckt.
Dabei ist jeder Boden-Kühlkanal so angeordnet, dass der Eingang jedes Boden-Kühlkanals
weiter von der Auslassöffnung entfernt ist als der Ausgang, und der Ausgang mindestens
eines Boden-Kühlkanals mit dem Ventil-Kühlkanal verbunden ist, so dass Kühlmittel
nacheinander durch den Boden-Kühlkanal und den Ventil-Kühlkanal beförderbar ist. Zusätzlich
erstreckt sich mindestens ein Düsen-Kühlkanal entlang der Einbauöffnung, wobei der
Ausgang mindestens eines Boden-Kühlkanals mit dem Düsen-Kühlkanal verbunden ist, so
dass Kühlmittel nacheinander durch den Boden-Kühlkanal und den Düsen-Kühlkanal beförderbar
ist.
[0010] Der erfindungsgemässe Zylinderdeckel umfasst eine Deckenfläche und eine Seitenfläche,
die im montierten Zustand, den Brennraum des Zylinders begrenzen. Dabei bildet die
Deckenfläche des Zylinderdeckels die der Kolbenstirnfläche gegenüberliegende Begrenzungsfläche
des Brennraums. Die Deckenfläche weist eine Einbauöffnung für eine Einspritzdüse auf,
die im wesentlichen zentral in der Deckenfläche angeordnet ist. An die Deckenfläche
schliesst sich die Seitenfläche an, welche schrägt in Bezug zur Mittelachse der Einbauöffnung
für die Einspritzdüse angeordnet ist, so dass die Seitenfläche stumpfwinklig in die
Deckenfläche einmündet. Die Seitenfläche weist eine Auslassöffnung zur Aufnahme eines
Auslassventils auf. In der Peripherie der Seitenfläche ist im Zylinderdeckel ein erster
Ringraum angeordnet, der dazu geeignet ist, dem Kühlkanalsystem des Zylinderdeckels
Kühlmittel zuzuführen.
[0011] Der erfindungsgemässe Zylinderdeckel zeichnet sich durch ein im wesentlichen dreiteilig
ausgestaltetes Kühlkanalsystem aus, das, im Gegensatz zu dem bekannten Kühlkanalsystem,
neben einer Vielzahl von Boden-Kühlkanälen und einer entsprechenden Anzahl von Ventil-Kühlkanälen,
zusätzlich noch eine bestimmte Zahl von Düsen-Kühlkanälen aufweist, die sich entlang
der zentral angeordneten Einspritzdüse erstrecken. Dabei sind die Boden-Kühlkanäle,
die eingangsseitig mit dem ersten Ringraum verbunden sind, im wesentlichen für die
Kühlung der Seitenfläche geeignet, während die Ventil-Kühlkanäle, die sich entlang
der Auslassöffnung erstrecken, im wesentlichen für die Kühlung des Zylinderdeckels
im Bereich des Auslassventils und des Auslassventils selbst vorgesehen sind. Die Düsen-Kühlkanäle
erstrecken sich entlang der Einbauöffnung und sind damit insbesondere zur Kühlung
der Einspritzdüse und des an die Einbauöffnung angrenzenden Bereichs des Zylinderdeckels
geeignet. Dabei ist ein Teil der zuvor erwähnten Boden-Kühlkanäle ausgangsseitig mit
den Ventil-Kühlkanälen verbunden, während die übrigen verbleibenden Boden-Kühlkanäle
ausgangsseitig mit den Düsen-Kühlkanälen verbunden sind. Die Düsen-Kühlkanäle münden
ausgangsseitig in eine gemeinsame Sammelleitung und die Ventil-Kühlkanäle in einen
gemeinsamen zweiten Ringraum, wobei der zweite Ringraum mittels einer Verbindungsleitung
mit der Sammelleitung verbunden ist.
[0012] Im Betrieb kann somit das Kühlmittel ausgehend vom ersten Ringraum zunächst die Boden-Kühlkanäle
zur Kühlung der Seitenfläche durchströmen, und anschliessend in einem ersten Teilkreislauf
nacheinander durch die Ventil-Kühlkanäle, den zweiten Ringraum und die Verbindungsleitung
der Sammelleitung zugeführt werden und parallel dazu in einem zweiten Teilkreislauf
durch die Düsen-Kühlkanäle der Sammelleitung zugeführt werden, welche Sammelleitung
dann das Kühlmittel wieder zu einem Kühler der Hubkolbenbrennkraftmaschine zurückführt.
[0013] Die Erfindung wird im Folgenden an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen
in schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- einen Zylinder eines Grossdieselmotors mit Zylinderdeckel und weiteren wesentlichen
Teilen;
- Fig. 2
- ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen Zylinderdeckels mit Kühlkanalsystem
im Schnitt;
- Fig. 3
- eine nicht massstabsgerechte Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels eines Kühlkanalsystems
mit Auslassventil und Einspritzdüse;
- Fig. 4
- ein zweites Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 3.
[0014] Fig. 1 zeigt in einer schematischen Darstellung einen Zylinder 3 eines Grossdieselmotors
G mit einem erfindungsgemässen Zylinderdeckel mit Kühlkanalsystem 2, welcher Zylinderdeckel
im folgenden gesamthaft mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnet ist. Der erfindungsgemässe
Zylinderdeckel 1 ist insbesondere für Grossdieselmotoren G geeignet, die als Zweitakt-Dieselbrennkraftmaschinen
mit Längsspülung ausgelegt sind. Die wesentlichen Komponenten von Grossdieselmotoren
G, die in der Regel mehrere Zylinder 3 aufweisen, sind an sich bekannt.
[0015] Der Zylinder 3 eines solchen Grossdieselmotors G weist einen Zylinderdeckel 1 auf,
der eine Deckenfläche 5 und eine Seitenfläche 6 umfasst, die im montierten Zustand,
wie in Fig. 1 gezeigt, den Brennraum 7 des Zylinders 3 begrenzen. Dabei bildet die
Deckenfläche 5 des Zylinderdeckels 1 im montierten Zustand die der Kolbenstirnfläche
41 gegenüberliegende Begrenzungsfläche des Brennraums 7, die senkrecht zu einer Achse
A -A des Zylinderdeckels 1 liegt. An die Deckenfläche 5 schliesst sich die Seitenfläche
6 an, deren darstellungsgemäss oberer Teil, welcher in die Deckenfläche 5 einmündet,
schrägt zur Achse A - A des Zylinderdeckels 1 verläuft, so dass die Seitenfläche 6
stumpfwinklig in die Deckenfläche 5 einmündet. Im Zylinder 3 ist ein Kolben 4 entlang
der Achse A - A hin- und herbewegbar angeordnet. Der Kolben 4 ist mittels einer Kolbenstange
in an sich bekannter Weise mit einer Kurbelwelle (nicht dargestellt) verbunden.
[0016] Der Zylinderdeckel 1 weist eine in der Deckenfläche 5, im wesentlichen zentral, angeordnete
Einbauöffnung 8 zur Aufnahme einer Einspritzdüse 9 auf. Die Einspritzdüse 9 ist über
eine Brennstoffleitung 91 mit einer nicht dargestellten Einspritzvorrichtung verbunden,
die den Brennstoff durch die Einspritzdüse 9 in den Brennraum 7 des Zylinders 3 einbringt,
wie dies die strichpunktierten Keulen in Fig. 1 andeuten. In der Seitenfläche 6 des
Zylinderdeckels 1 ist eine Auslassöffnung 10 zur Aufnahme eines Auslassventils 11
angeordnet.
[0017] Der Zylinderdeckel 1 ist zur Kühlung mit einem im wesentlichen dreiteiligen Kühlkanalsystem
2 ausgestattet, das eine Mehrzahl von Boden-Kühlkanälen 12 umfasst, von denen mindestens
zwei jeweils einen Eingang 13 und einen Ausgang 14 für ein Kühlmittel aufweisen. Dabei
ist jeder Boden-Kühlkanal 12 im Zylinderdeckel 1 so angeordnet, dass der Eingang 13
eines jeden Boden-Kühlkanals 12 weiter von der Auslassöffnung 10 entfernt ist, als
sein entsprechender Ausgang 14. Darüber hinaus umfasst der Zylinderdeckel 1 mindestens
einen Ventil-Kühlkanal 15, sowie mindestens einen Düsen-Kühlkanal 16 mit Austrittsöffnung
20, welcher mit einer Sammelleitung 21 verbunden ist.
[0018] In Fig.2 ist schematisch ein Schnitt durch den erfindungsgemässen Zylinderdeckel
1 mit Einspritzdüse 9 und Auslassöffnung 10 entlang einer Ebene E dargestellt, die
durch die Achsen A - A und B - B definiert ist. Zu erkennen ist ein Boden-Kühlkanal
12, welcher mit seinem Ausgang 14 in einen Düsen-Kühlkanal 16 mündet. Die Austrittsöffnung
20 des Düsen-Kühlkanals 16 mündet in die im Querschnitt dargestellte Sammelleitung
21, welche mit einer Verbindungsleitung 22 verbunden ist, deren Funktion später noch
ausführlich beschrieben wird.
[0019] In den Fig. 3 und 4 ist schematisch je ein Ausführungsbeispiel eines Kühlkanalsystems
2 eines erfindungsgemässen Zylinderdeckels 1 mit Auslassventil 11 und Einspritzdüse
9 in nicht masstabsgerechter Darstellung skizziert. Der Übersicht halber ist die Einspritzdüse
9 im nicht eingebauten Zustand dargestellt. Wie aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich ist,
erstrecken sich die in ihrer Länge im allgemeinen unterschiedlichen Boden-Kühlkanäle
12 sämtlich, im wesentlichen geradlinig, in Richtung zur Auslassöffnung 10 des Zylinderdeckels
1. Bevorzugt sind die Boden-Kühlkanäle 12 im Zylinderdeckel 1 so angeordnet, dass
sich deren Längsachsen L - L in einer Kegelmantelfläche, ausgehend von einem ersten
Ringraum 17 zur Achse A - A zum Zentrum des Zylinderdeckels 1 erstrecken, wobei der
Winkel α zwischen den Längsachsen L - L zweier beliebiger benachbarter Boden-Kühlkanäle
12 im wesentlichen immer gleich ist. Denkbar ist natürlich auch, dass der Winkel α
zwischen verschiedenen Paaren von Längsachsen L - L unterschiedlich ist.
[0020] Der erste Ringraum 17 ist innerhalb des Zylinderdeckels 1 an dessen Peripherie angeordnet
und ist über eine Zuleitungseinrichtung 171 mit einer nicht gezeigten Kühleinrichtung
des Zylinders 3 verbunden, durch welche Zuleitungseinrichtung 171 dem ersten Ringraum
17 Kühlmittel aus der (nicht gezeigten) Kühleinrichtung des Zylinders 3 zuführbar
ist. Dabei kann der erste Ringraum 17 durchaus mehrere Zuleitungseinrichtungen 171
aufweisen oder die Zuleitungseinrichtung 171 kann sich als ringförmige Öffnung teilweise
oder ganz entlang des ersten Ringraumes 17 erstrecken.
[0021] Diejenigen Boden-Kühlkanäle 12, deren Ausgänge 14 näher an der Auslassöffnung 10
als an der Einbauöffnung 8 liegen, sind über den Ausgang 14 mit einem Ventil-Kühlkanal
15 verbunden. Bevorzugt steht jeder dieser Boden-Kühlkanäle 12 jeweils mit genau einem
Ventil-Kühlkanal 15 in Verbindung. Allerdings ist es durchaus denkbar, dass zwei oder
mehrere solcher Boden-Kühlkanäle 12 gleichzeitig mit ein und demselben Ventil-Kühlkanal
15 verbunden ist. Jeder Ventil-Kühlkanal 15 erstreckt sich bevorzugt geradlinig unter
einem bestimmten Neigungswinkel bezüglich der Achse V - V der Auslassöffnung 10 entlang
der Achse V - V. Dabei kann der Neigungswinkel bezüglich der Achse V - V für alle
Ventil-Kühlkanäle 15 gleich sein. Zum Beispiel kann der Neigungswinkel bezüglich der
Achse V - V null Grad betragen, so dass alle Ventil-Kühlkanäle 15 auf einer gemeinsamen
(gedachten) Zylinderfläche liegen; bei einem anderen Wert des Neigungswinkels liegen
alle Ventil-Kühlkanäle 15 auf einer (gedachten) Kegelfläche. Selbstverständlich ist
es auch denkbar, dass zwei oder mehrere der Ventil-Kühlkanäle bezüglich der Achse
V - V verschiedene Neigungswinkel aufweisen, um z.B. eine bezüglich der Achse V -
V im Betrieb auftretende Asymmetrie der Temperaturverteilung im Zylinderdeckel zu
kompensieren. In besonderen Fällen ist es auch denkbar, dass sich ein oder mehrere
Ventil-Kühlkanäle 15 nicht geradlinig entlang der Auslassöffnung 10 erstrecken, sondern
sich bezüglich der Achse V - V spiralförmig oder in einer anderen Form erstrecken.
[0022] Der sich entlang der Auslassöffnung 10 erstreckende Ventil-Kühlkanal 15 mündet ausgehend
vom Ausgang 14 eines Boden-Kühlkanals 12 in einen zweiten Ringraum 18, der zur Aufnahme
des nacheinander den Boden-Kühlkanal 12 und den Ventil-Kühlkanal 15 durchströmende
Kühlmittel geeignet ist, und aus welchem das Kühlmittel wieder über eine Verbindungsleitung
22 einer Sammelleitung 21 zuführbar ist, welche Sammelleitung 21 dazu geeignet ist,
das Kühlmittel einem nicht gezeigten Kühler des Grossdieselmotors G zurückzuführen.
[0023] Diejenigen Boden-Kühlkanäle 12, deren Ausgänge 14 näher an der Einbauöffnung 8, als
an der Auslassöffnung 10 liegen, sind über den Ausgang 14 mit einem Düsen-Kühlkanal
16 verbunden. Bevorzugt steht jeder dieser Boden-Kühlkanäle 12, wie in Fig. 3 dargestellt,
jeweils mit genau einem Düsen-Kühlkanal 16 in Verbindung. Allerdings ist es durchaus
denkbar, dass zwei oder mehrere solcher Boden-Kühlkanäle 12 an ihrem Ausgang 14 gleichzeitig
mit ein und demselben Düsen-Kühlkanal 15 verbunden sind. Ein solches Ausführungsbeispiel
zeigt Fig. 4. Jeder Düsen-Kühlkanal 16 erstreckt sich bevorzugt geradlinig unter einem
bestimmten Winkel bezüglich der Achse A - A des Zylinderdeckels 1 entlang der Achse
A - A. Dabei kann der Winkel bezüglich der Achse A - A für alle Düsen-Kühlkanäle 16
gleich oder verschieden sein. In besonderen Fällen ist es auch denkbar, dass sich
ein oder mehrere Düsen-Kühlkanäle 16 nicht geradlinig entlang der Einbauöffnung 8
erstrecken, sondern sich bezüglich der Achse A - A spiralförmig oder in einer anderen
Form erstrecken.
[0024] Der sich entlang der Einbauöffnung 8 erstreckende Düsen-Kühlkanal 16 mündet ausgehend
vom Ausgang 14 eines Boden-Kühlkanals 12 in die Sammelleitung 21, die zur Aufnahme
des nacheinander den Boden-Kühlkanal 12 und den Düsen-Kühlkanal 16 durchströmende
Kühlmittel geeignet ist, und über welche Sammelleitung 21 das Kühlmittel wieder zu
dem nicht gezeigten Kühler des Grossdieselmotors G abführbar ist.
[0025] Unter Umständen kann es von Vorteil sein, dass sowohl ein Teil der Boden-Kühlkanäle,
als auch der Ventil-Kühlkanäle und / oder der Düsen-Kühlkanäle als Blindbohrungen
ausgeführt sind, das heisst, dass die entsprechenden Kanäle nur eine Eingangsöffnung
für ein Kühlmittel, jedoch keine Ausgangsöffnung aufweisen. Ebenso ist es denkbar,
dass der Durchmesser der verschiedenen Kühlkanäle unterschiedlich ausgelegt ist, so
dass durch verschiedene Bereiche innerhalb des Zylinderdeckels pro Zeiteinheit unterschiedliche
Mengen an Kühlmittel fliessen, wodurch asymmetrische thermische Belastungen des Zylinderdeckels
besser ausgeglichen werden können.
[0026] Der erfindungsgemässe Zylinderdeckel umfasst somit ein Kühlkanalsystem, welches aufgrund
seines im wesentlichen dreiteiligen Aufbaus den Anforderungen an die Kühlung eines
Zylinderdeckels mit zentraler Kraftstoffeinspritzung und seitlich angeordnetem Auslassventil
besonders gut angepasst ist. Durch den zusätzlichen Einsatz von Düsen-Kühlkanälen
und die spezielle Geometrie und Anordnung der verschiedenen Kühlkanäle wird die stark
asymmetrische thermische Belastung des Zylinderdeckels optimal berücksichtigt, wodurch
die im Betrieb entstehenden lokal unterschiedlichen Wärmemengen durch das Kühlkanalsystem
so abführbar sind, dass Temperaturgradienten wirksam abgebaut und damit mechanische
Verspannungen im Zylinderdeckel wirksam vermieden werden können.
1. Zylinderdeckel mit einem Kühlkanalsystem (2) für eine Hubkolbenbrennkraftmaschine,
die mindestens einen Zylinder (3) aufweist, in welchem ein Kolben (4) entlang einer
Achse (A - A) des Zylinderdeckels hin- und herbewegbar angeordnet ist, welcher Zylinderdeckel
umfasst:
- eine Deckenfläche (5) und eine Seitenfläche (6), die im montierten Zustand den Brennraum
(7) des Zylinders (3) begrenzen,
- eine in der Deckenfläche (5) angeordnete Einbauöffnung (8) zur Aufnahme einer Einspritzdüse
(9), durch die Brennstoff in den Brennraum (7) einbringbar ist,
- eine in Bezug zur Achse (A - A) in der Seitenfläche (6) angeordnete Auslassöffnung
(10) zur Aufnahme eines Auslassventils (11) zum Abführen von Verbrennungsgasen aus
dem Brennraum (7),
- eine Mehrzahl von Boden-Kühlkanälen (12), die sich in Richtung zur Auslassöffnung
(10) erstrecken, wobei mindestens zwei der Boden-Kühlkanäle (12) jeweils einen Eingang
(13) und einen Ausgang (14) für ein Kühlmittel aufweisen,
- einen Ventil-Kühlkanal (15), der sich längs der Auslassöffnung (10) erstreckt,
wobei jeder Boden-Kühlkanal (12) so angeordnet ist, dass der Eingang (13) des Boden-Kühlkanals
(12) weiter von der Auslassöffnung (10) entfernt ist als der Ausgang (14), und der
Ausgang (14) mindestens eines Boden-Kühlkanals (12) mit dem Ventilkühl-Kanal (15)
verbunden ist, so dass Kühlmittel nacheinander durch den Boden-Kühlkanal (12) und
den Ventil-Kühlkanal (15) beförderbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass sich mindestens ein Düsen-Kühlkanal (16) entlang der Einbauöffnung (8) erstreckt,
wobei der Ausgang (14) mindestens eines Boden-Kühlkanals (12) mit dem Düsen-Kühlkanal
(16) verbunden ist, so dass Kühlmittel nacheinander durch den Boden-Kühlkanal (12)
und den Düsen-Kühlkanal (16) beförderbar ist.
2. Zylinderdeckel nach Anspruch 1, bei welchem der Eingang (13) des Boden-Kühlkanals
(12) mit einem ersten Ringraum (17), aus welchem Kühlmittel dem Eingang (13) des Boden-Kühlkanals
(12) zuführbar ist, in Verbindung steht.
3. Zylinderdeckel nach Anspruch 1 oder 2, bei welchem der Ventil-Kühlkanal (15) in einen
zweiten Ringraum (18) mündet, der zur Aufnahme von Kühlmittel geeignet ist.
4. Zylinderdeckel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei welchem sich mindestens zwei
Boden-Kühlkanäle (12) und / oder zwei Ventil-Kühlkanäle (15) in ihrem Durchmesser
unterscheiden.
5. Zylinderdeckel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei welchem sich mindestens zwei
Ventil-Kühlkanäle (15) und / oder zwei Düsen-Kühlkanäle (16) in ihrem Durchmesser
unterscheiden.
6. Zylinderdeckel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei welchem eine Längsachse (L -
L) des Boden-Kühlkanals (12) in einer Kegelmantelfläche liegt und sich ausgehend vom
ersten Ringraum (17) zur Achse (A - A) des Zylinderdeckels erstreckt.
7. Zylinderdeckel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei welchem die Ausgänge (14) von
mindestens zwei Boden-Kühlkanälen (12) über einen Verbindungskanal (19) verbunden
sind.
8. Zylinderdeckel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei welchem eine Austrittsöffnung
(20) des Düsen-Kühlkanals (16) mit einer Sammelleitung (21) verbunden ist.
9. Zylinderdeckel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei welchem die Sammelleitung (21)
über eine Verbindungsleitung (22) zur Weiterleitung von Kühlmittel mit dem zweiten
Ringraum (18) in Verbindung steht.
10. Hubkolbenbrennkraftmaschine, insbesondere Grossdieselmotor, mit einem Zylinderdeckel
gemäss einem der Ansprüche 1 bis 9.
1. A cylinder head having a cooling passage system (2) for a reciprocating internal combustion
engine which has at least one cylinder (3) in which a piston (4) is arranged movable
to and fro along an axis (A - A) of the cylinder head, the cylinder head including:
- a roof area (5) and a side area (6) which bound the combustion chamber (7) of the
cylinder (3) in the mounted state;
- a mounting opening (8) arranged in the roof area (5) for receiving an injection
nozzle (9) through which fuel can be introduced into the combustion chamber (7);
- an outlet opening (10) arranged with respect to the axis (A - A) in the side area
(6) for receiving an outlet valve (11) for discharging combustion gases from the combustion
chamber (7);
- a plurality of roof cooling passages (12) which extend in the direction of the outlet
opening (10), with at least two of the roof cooling passages (12) each having an inlet
(13) and an outlet (14) for a coolant;
- a valve cooling passage (15) which extends along the outlet opening (10);
with each roof cooling passage (12) being arranged such that the inlet (13) of the
roof cooling passage (12) is further removed from the outlet opening (10) than the
outlet (14) and that the outlet (14) of at least one roof cooling passage (12) is
connected to the valve cooling passage (15) so that coolant can be successively transported
through the roof cooling passage (12) and the valve cooling passage (15),
characterised in that at least one nozzle cooling passage (16) extends along the mounting opening (8),
with the outlet (14) of at least one roof cooling passage (12) being connected to
the nozzle cooling passage (16) such that coolant can be successively transported
through the roof cooling passage (12) and the nozzle cooling passage (16).
2. A cylinder head in accordance with claim 1, wherein the inlet (13) of the roof cooling
passage (12) is in communication with a first annular space (17) from which coolant
can be supplied to the inlet (13) of the roof cooling passage (12).
3. A cylinder head in accordance with claim 1 or claim 2, wherein the valve cooling passage
(15) opens into a second annular space (18) which is suitable for receiving coolant.
4. A cylinder head in accordance with any one of claims 1 to 3, wherein at least two
roof cooling passages (12) and/or two valve cooling passages (15) differ in their
diameters.
5. A cylinder head in accordance with any one of claims 1 to 4, wherein at least two
valve cooling passages (15) and/or two nozzle cooling passages (16) differ in their
diameters.
6. A cylinder head in accordance with any one of claims 1 to 5, wherein a longitudinal
axis (L - L) of the roof cooling passage (12) is disposed on a conical surface and
extends, starting from the first annular space, to the axis (A - A) of the cylinder
head.
7. A cylinder head in accordance with any one of claims 1 to 6, wherein the outlets (14)
of at least two roof cooling passages (12) are connected via a connection passage
(19).
8. A cylinder head in accordance with any one of claims 1 to 7, wherein an outlet opening
(20) of the nozzle cooling passage (16) is connected to a manifold (21).
9. A cylinder head in accordance with any one of claims 1 to 8, wherein the manifold
(21) is in communication with the second annular space (18) via a connection line
(22) for the passing on of coolant.
10. A reciprocating internal combustion engine, in particular a large diesel engine, having
a cylinder head in accordance with any one of claims 1 to 9.
1. Culasse comprenant un système de canaux de refroidissement(2) pour un moteur à combustion
interne à piston alternatif, qui présente au moins un cylindre (3), dans lequel un
piston (4) est disposé de façon à pouvoir se déplacer d'un côté et de l'autre le long
d'un axe (A-A) de la culasse, laquelle culasse comprend :
- une surface de plafond (5) et une surface latérale (6), qui délimitent dans l'état
monté l'espace de combustion (7) du cylindre (3),
- une ouverture de montage (8) disposée dans la surface de plafond (5) pour le logement
d'un injecteur (9), par lequel du combustible peut être introduit dans l'espace de
combustion (7),
- une ouverture de sortie (10) disposée par rapport à l'axe (A-A) dans la surface
latérale (6) pour le logement d'une soupape de sortie (11) pour l'évacuation de gaz
de combustion de l'espace de combustion (7),
- une pluralité de canaux de refroidissement de fond (12), qui s'étendent en direction
de l'ouverture de sortie (10), au moins deux des canaux de refroidissement de fond
(12) présentant chacun une entrée (13) et une sortie (14) pour un réfrigérant,
- un canal de refroidissement de soupape (15), qui s'étend le long de l'ouverture
de sortie (10),
chaque canal de refroidissement de fond (12) étant disposé de telle sorte que l'entrée
(13) du canal de refroidissement de fond est davantage éloigné de l'ouverture de sortie
(10) que la sortie (14), et la sortie (14) d'au moins un canal de refroidissement
de fond (12) est reliée au canal de refroidissement de soupape (15), de sorte que
du réfrigérant peut être transporté de façon successive par le canal de refroidissement
de fond (12) et le canal de refroidissement de soupape (15),
caractérisé en ce qu'au moins un canal de refroidissement d'injecteur (16) s'étend le long de l'ouverture
de montage (8), la sortie (14) d'au moins un canal de refroidissement de fond (12)
étant reliée au canal de refroidissement d'injecteur (16), de sorte que du réfrigérant
peut être transporté de façon successive à travers le canal de refroidissement de
fond (12) et le canal de refroidissement d'injecteur (16).
2. Culasse selon la revendication 1, sur laquelle l'entrée (13) du canal de refroidissement
de fond (12) est en liaison avec un premier espace annulaire (17), à partir duquel
du réfrigérant peut être amené à l'entrée (13) du canal de refroidissement de fond
(12).
3. Culasse selon la revendication 1 ou 2, sur lequel le canal de refroidissement de soupape
(15) débouche dans un second espace annulaire (18), qui est approprié pour le logement
de réfrigérant.
4. Culasse selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, sur laquelle au moins deux
canaux de refroidissement de fond (12) et/ou deux canaux de refroidissement de soupape
(15) se différencient dans leur diamètre.
5. Culasse selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, sur laquelle au moins deux
canaux de refroidissement de soupape (15) et/ou deux canaux de refroidissement d'injecteur
(16) se différencient dans leur diamètre.
6. Culasse selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, sur laquelle un axe longitudinal
(L-L) du canal de refroidissement de fond (12) est disposé dans une surface d'enveloppe
conique et s'étend à partir du premier espace annulaire (17) vers l'axe (A-A) de la
culasse.
7. Culasse selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, sur laquelle les sorties
(14) d'au moins deux canaux de refroidissement de fond (12) sont reliées par un canal
de liaison (19).
8. Culasse selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, sur laquelle une ouverture
de sortie (20) du canal de refroidissement d'injecteur (16) est reliée à une conduite
collective (21).
9. Culasse selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, sur laquelle la conduite
collective (21) est en liaison par une conduite de liaison (22) pour l'acheminement
de réfrigérant avec le second espace annulaire (18).
10. Moteur à combustion interne à piston alternatif, en particulier gros moteur diesel,
comprenant une culasse selon l'une quelconque des revendications 1 à 9.