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EP 1 637 632 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.08.2007 Patentblatt 2007/31 |
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Anmeldetag: 17.09.2004 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Vorrichtung zur Herstellung von Filamenten aus thermoplastischem Kunststoff
Device for producing filaments from thermoplastic material
Dispositif pour la production de filaments en matériau thermoplastique
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.03.2006 Patentblatt 2006/12 |
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Patentinhaber: Reifenhäuser GmbH & Co. KG Maschinenfabrik |
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53839 Troisdorf (DE) |
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Erfinder: |
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- Frey, Detlef
53859 Niederkassel (DE)
- Geus, Hans Georg
53859 Niederkassel (DE)
- Latinski, Michael
47169 Duisburg (DE)
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Vertreter: Rohmann, Michael et al |
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Patentanwälte
Andrejewski, Honke & Sozien
Theaterplatz 3 45127 Essen 45127 Essen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 474 421 WO-A-92/18677 WO-A-97/05306 WO-A-20/04001104 US-A- 4 753 843 US-A- 5 523 033
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EP-A- 0 564 784 WO-A-94/09200 WO-A-99/32692 US-A- 4 622 259 US-A- 5 075 068 US-B1- 6 488 801
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung von Filamenten aus thermoplastischem
Kunststoff, mit einem Meltblown-Blaskopf, der einen Kunststoffführungskern mit zumindest
einer Reihe von Düsenbohrungen für den Austritt der Kunststoffschmelze aufweist und
der fernerhin beidseitig des Kunststoffführungskernes angeordnete Zuführungseinrichtungen
für Primärblasluft aufweist, mit denen die Filamente im Bereich der Mündungen der
Düsenbohrungen beidseitig mit der Primärblasluft beaufschlagbar sind. - Es liegt im
Rahmen der Erfindung, dass mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung endlose Filamente
hergestellt werden. Es liegt fernerhin im Rahmen der Erfindung, dass die Filamente
auf einer Ablegeeinrichtung zu einem Wirrvlies bzw. Meltblown-Vlies abgelegt werden.
Vorzugsweise werden die auf diese Weise erzeugten Meltblown-Vliese als Filter bzw.
in Filtern verwendet.
[0002] Vorrichtungen der eingangs genannten Art sind aus der Praxis in verschiedenen Varianten
bekannt. Viele dieser Vorrichtungen haben sich grundsätzlich bewährt. Die Durchmesser
der Filamente, die mit diesen Vorrichtungen erzeugt werden können, liegen in der Regel
im Bereich von 1 µm bzw. sind größer als 1 µm. Eine signifikante Reduzierung dieser
Filamentdurchmesser bereitete bislang Schwierigkeiten. Man hat versucht die Luftmenge,
die Geschwindigkeit und die Temperatur der Primärblasluft so zu verändern bzw. zu
steuern, dass der Filamentdurchmesser verringert wird. In
US 5,075,068 und
WO 94/09200 ist die Herstellung von Filamenten beschrieben, die durch die Extrusion eines thermoplastischen
Kunststoffes und Verstreckung mit Primärblasluft und Sekundärblasluft erfolgt. In
WO 92/18677 ist darüber hinaus ein Verfahren beschrieben, in dem neben Primärblasluft auch Sekundärblasluft
eingesetzt wird, wobei die Sekundärblasluft die Orientierung der Filamente beeinflussen
soll und auch als Kühlmedium fungiert. In
US 4,622,259 ist ein Verfahren dargestellt, das ebenfalls die Herstellung von Filamenten betrifft.
Dabei werden die aus dem Blaskopf austretenden Filamente zur Verstreckung und Verfestigung
zuerst durch heiße Primärblasluft und anschließend durch kühlende Sekundärblasluft,
deren Temperatur maximal der Raumtemperatur entspricht, geführt. In
US 5,523,033 ist zudem ein Verfahren zur Herstellung von polymeren Filamenten beschrieben, bei
dem die extrudierten Filamente mit Primärblasluft und Sekundärblasluft behandelt werden,
wobei sowohl die Primärblasluft als auch die Sekundärblasluft gepulst auf die Filamente
einwirken. Auf diese Weise soll die Filamentdicke reduziert werden.
[0003] Diese Maßnahmen haben jedoch nicht zu zufriedenstellenden Ergebnissen geführt. Sehr
geringe Filamentdurchmesser bzw. Filamentdurchmesser, die deutlich kleiner sind als
1 µm wären sehr vorteilhaft für die Erzeugung von Meltblown-Vliesen zur Verwendung
in Filtern bzw. Feinfiltern.
[0004] Dementsprechend liegt der Erfindung das technische Problem zugrunde, eine Vorrichtung
der eingangs genannten Art anzugeben, mit der auf einfache und funktionssichere Weise
der Filamentdurchmesser effektiv reduziert werden kann, so dass Durchmesser kleiner
als 1 µm und insbesondere auch deutlich kleiner als 1 µm erzielt werden können.
[0005] Zur Lösung dieses technischen Problems lehrt die Erfindung eine Vorrichtung zur Herstellung
von Filamenten aus thermoplastischem Kunststoff, - mit einem Meltblown-Blaskopf, der
einen Kunststoffführungskern mit zumindest einer Reihe von Düsenbohrungen für den
Austritt der Kunststoffschmelze aufweist
und der fernerhin beidseits des Kunststoffführungskernes angeordnete Zuführungseinrichtungen
für Primärblasluft aufweist, mit denen die Filamente im Bereich der Mündungen der
Düsenbohrungen beidseitig mit der Primärblasluft beaufschlagbar sind
und wobei zumindest eine Zuführungseinrichtung für Sekundärblasluft vorgesehen ist,
mit der die Filamente unterhalb des Meltblown-Blaskopfes seitlich mit Sekundärblasluft
mit einer Temperatur höher 50 °C beaufschlagbar sind.
[0006] Der Austritt der Kunststoffschmelze bzw. Polymerschmelze aus den Düsenbohrungen des
Kunststoffführungskernes findet in Form von Kunststoffströmen statt, die gleichsam
die Filamente bilden. Die Primärblasluft bzw. die Primärblasluftstrahlen sind unterhalb
der Düsenbohrungen zweckmäßigerweise spitzwinklig gegeneinander geführt. Es liegt
im Rahmen der Erfindung, dass die Primärblasluft durch entsprechende Spalte am Kunststoffführungskern
in Form von Blasluftflächenstrahlen zugeführt wird.
[0007] Zweckmäßigerweise wird die Primärblasluft beidseitig durch Spalte bzw. Kanäle zwischen
Kunststoffführungskern und Düsenlippen zugeführt und vorzugsweise ist dabei die Spaltweite
der Spalte einstellbar. Unterhalb des Kunststoffführungskerns sind also zweckmäßigerweise
zwei gegenüberliegende Düsenlippen angeordnet, die vorzugsweise verstellbar sind,
so dass die Spaltweite der Spalte zwischen Kunststoffführungskern und Düsenlippen
einstellbar ist. Außerdem ist zweckmäßigerweise der Abstand x zwischen der Kunststoffführungskernspitze
und der (gedachten) horizontalen Verlängerung der Düsenlippenspitze einstellbar.
[0008] Erfindungsgemäß wird zusätzlich Sekundärblasluft unterhalb des Meltblown-Blaskopfes
von der Seite an die Filamente bzw. an den Filamentvorhang angeblasen. Es liegt dabei
im Rahmen der Erfindung, dass die Sekundärblasluft mit einem Winkel α von 50° bis
90°, vorzugsweise von 65° bis 90° und bevorzugt von 75° bis 90° zu einer durch eine
Düsenbohrung verlaufenden gedachten Geraden bzw. Vertikalen seitlich bzw. von der
Seite her anblasbar ist. Bei dem Winkel α handelt es sich also gleichsam um den Winkel
zwischen einem Sekundärblasluftstrahl und der genannten gedachten Geraden bzw. Vertikalen.
Die Sekundärblasluftstrahlen sind also mit einem Winkel α zu durch die Düsenbohrungen
verlaufenden gedachten Geraden bzw. Vertikalen an die aus diesen Düsenbohrungen austretenden
Filamente anblasbar. Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Richtung der gedachten
Geraden der primären (unabgelenkten) Austrittsrichtung der Filamente aus den Düsenbohrungen
entspricht.
[0009] Nach besonders bevorzugter Ausführungsform der Erfindung ist die Sekundärblasluft
orthogonal bzw. im Wesentlichen orthogonal zu einer durch eine Düsenbohrung verlaufenden
gedachten Geraden bzw. Vertikalen anblasbar. Im Wesentlichen orthogonal meint dabei,
dass der Winkel α 80° bis 90° und bevorzugt 85° bis 90° beträgt. - Es liegt im Rahmen
der Erfindung, dass die Sekundärblasluft mit hoher Geschwindigkeit an die Filamente
bzw. an den Filamentvorhang angeblasen wird. Dadurch werden erfindungsgemäß die Schwingungen
der Filamente bzw. der Fäden sowohl in ihrer Frequenz als auch in ihrer Amplitude
verstärkt. Der Erfindung liegt insoweit die Erkenntnis zugrunde, dass auf diese Weise
zusätzliche Verstreckpunkte bzw. zusätzliche Punkte der Fadenunterziehung erzeugt
werden, so dass eine sehr effektive und weitgehende Verstreckung der Filamente möglich
ist.
[0010] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die zumindest eine Zuführungseinrichtung für
die Sekundärblasluft mit der Maßgabe eingerichtet ist, dass Sekundärblasluft mit im
Vergleich zur Raumtemperatur (20 °C) erhöhter Temperatur anblasbar ist. Es liegt im
Rahmen der Erfindung, dass dabei Sekundärblasluft mit einer Temperatur höher 50 °C,
vorzugsweise mit einer Temperatur höher 60 °C anblasbar ist. Besonders bevorzugt ist
eine Sekundärblaslufttemperatur zwischen 65 °C und 90 °C und sehr bevorzugt zwischen
70 °C und 80 °C. Vorzugsweise weist die erwärmte Sekundärblasluft eine relative Luftfeuchtigkeit
kleiner 70 %, bevorzugt kleiner 50 % und sehr bevorzugt kleiner 20 % auf. Der Erfindung
liegt die Erkenntnis zugrunde, dass durch Anblasung der warmen bzw. heißen Sekundärblasluft
die thermoplastische Phase der Filamente gleichsam verlängert wird, so dass die Filamente
auf ihrem Weg lange verstreckbar bleiben. Auf diese Weise wird somit eine sehr effektive
Verstreckung erzielt.
[0011] Nach besonders bevorzugter Ausführungsform der Erfindung sind Zuführungseinrichtungen
für die Sekundärblasluft mit der Maßgabe angeordnet, dass die Filamente bzw. der Filamentvorhang
von beiden Seiten mit Sekundärblasluft beaufschlagbar sind bzw. ist. Zweckmäßigerweise
sind also Zuführungseinrichtungen an beiden Seiten des Filamentvorhangs vorgesehen,
so dass die beidseitige Beaufschlagung des Filamentvorhangs mit Sekundärblasluft möglich
ist.
[0012] Nach einer Ausführungsform der Erfindung erfolgt die Anblasung mit der Sekundärblasluft
von zumindest einer Seite der Filamente bzw. des Filamentvorhangs zeitlich konstant.
Zeitlich konstante Anblasung meint dabei insbesondere, dass die Anblasgeschwindigkeit
der Sekundärblasluft zeitlich konstant bleibt. Nach dieser Ausführungsform erfolgt
die Anblasung mit der Sekundärblasluft vorzugsweise von beiden Seiten der Filamente
bzw. des Filamentvorhangs zeitlich konstant.
[0013] Nach einer anderen Ausführungsform der Erfindung erfolgt die Anblasung mit der Sekundärblasluft
von zumindest einer Seite der Filamente bzw. des Filamentvorhangs pulsierend (d. h.
zeitlich nicht konstant). Pulsierende Anblasung meint dabei insbesondere, dass die
Anblasgeschwindigkeit der Sekundärblasluft sich im Laufe der Zeit ändert. Dabei kann
die Geschwindigkeit der Sekundärblasluft beispielsweise pulsierend bzw. alternierend
zwischen 0 und einem Geschwindigkeitswert v1 wechseln.
[0014] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die erfindungsgemäße Vorrichtung eine Ablegeeinrichtung
aufweist, auf der die Filamente als Wirrvlies bzw. Meltblown-Vlies ablegbar sind.
Das auf diese Weise erzeugte Meltblown-Vlies wird nach sehr bevorzugter Ausführungsform
der Erfindung als Filter bzw. in Filtern und insbesondere in Feinfiltern verwendet.
[0015] Gegenstand der Erfindung ist im Übrigen auch ein Verfahren zur Herstellung der Filamente
aus thermoplastischem Kunststoff, wobei - wie beschrieben - sowohl mit der Primärblasluftanblasung
als auch mit der Sekundärblasluftanblasung gearbeitet wird. Gegenstand der Erfindung
ist fernerhin die Verwendung der Filamente bzw. eines mit den Filamenten hergestellten
Meltblown-Vlieses als Filtermaterial.
[0016] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
bzw. mit dem entsprechenden erfindungsgemäßen Verfahren Filamente hergestellt werden
können, die sich durch einen überraschend geringen Durchmesser auszeichnen. Es können
problemlos Filamente mit einem Filamentdurchmesser kleiner als 1 µm und auch mit einem
Filamentdurchmesser deutlich kleiner als 1 µm erzeugt werden. Der Erfindung liegt
weiterhin die Erkenntnis zugrunde, dass mit Hilfe der erfindungsgemäßen Sekundärblaslufteinblasung
die Filamente effektiv zu zusätzlichen Schwingungen angeregt werden und dass dadurch
die Anzahl der Verstreckpunkte bzw. Verstreckbereiche effektiv erhöht wird. In Kombination
damit kommt besondere Bedeutung der Anblasung von Sekundärblasluft mit höherer Temperatur
zu, da hierdurch die thermoplastische Phase der Filamente wirksam verlängert werden
kann. Im Ergebnis wird gleichsam durch die effektiven Zusatzverstreckungen eine überraschend
weitgehende Reduzierung des Filamentdurchmessers gegenüber bislang bekannten Maßnahmen
erreicht. Diese Filamente mit sehr geringem Durchmesser können zu Meltblown-Vliesen
abgelegt werden, die als leistungsstarke Filter bzw. Feinfilter mit hoher Abscheideleistung
bei geringem Druckverlust eingesetzt werden können. Insbesondere können bislang bekannte
Glasfaserfilter durch erfindungsgemäß erzeugte Meltblown-Vliese ersetzt werden.
[0017] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Die einzige Figur zeigt in schematischer Darstellung einen
Schnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung.
[0018] Dargestellt ist eine Vorrichtung zur Herstellung von Filamenten 1 aus thermoplastischem
Kunststoff, wobei die Vorrichtung einen Meltblown-Blaskopf 2 aufweist. Der Meltblown-Blaskopf
2 ist mit einem Kunststoffführungskern 3 ausgestattet, der im Ausführungsbeispiel
eine Reihe von Düsenbohrungen 4 für den Austritt der Kunststoffschmelze aufweist.
Die Reihe der Düsenbohrungen 4 erstreckt sich senkrecht zur Papierebene.
[0019] Beidseits des Kunststoffführungskernes 3 sind nicht näher dargestellte Zuführungseinrichtungen
angeordnet, mit denen die Filamente 1 im Bereich der Mündungen der Düsenbohrungen
4 beidseitig mit der Primärblasluft beaufschlagbar sind. Die beidseitige Primärblasluftbeaufschlagung
ist im Ausführungsbeispiel durch die beiden Pfeile A angedeutet. In der Figur ist
erkennbar, dass die Primärblasluft bzw. die Primärblasluftflächenstrahlen unterhalb
der Düsenbohrung 4 spitzwinklig gegeneinander geführt sind. Die Primärblasluft wird
beidseitig durch Spalte 5 zwischen Kunststoffführungskern 3 und den Düsenlippen 6
zugeführt. Dabei sind zweckmäßigerweise die Düsenlippen 6 verstellbar, so dass die
Spaltweite w einstellbar ist. Vorzugsweise und im Ausführungsbeispiel ist auch der
Abstand x zwischen der Spitze des Kunststoffführungskernes 3 und der horizontalen
Verlängerung der Düsenlippenspitzen einstellbar.
[0020] Erfindungsgemäß sind beidseitig des Filamentvorhangs aus den Filamenten 1 nicht näher
dargestellte Zuführungseinrichtungen für Sekundärblasluft vorhanden, mit der die Filamente
unterhalb des Meltblown-Blaskopfes 2 seitlich mit Sekundärblasluft beaufschlagt werden.
Diese Sekundärblasluftbeaufschlagung ist in der Figur durch die Pfeile B angedeutet
worden. In der Figur ist weiterhin erkennbar, dass die Sekundärblasluft nach bevorzugter
Ausführungsform der Erfindung orthogonal bzw. im Wesentlichen orthogonal zu den durch
die Düsenbohrungen 4 verlaufenden gedachten Geraden 7 anblasbar ist. Der Winkel α
zwischen der Sekundärblasluftanblasung bzw. zwischen einem Sekundärblasluftstrahl
und einer Geraden 7 beträgt also 90° oder in etwa 90°. In der Figur ist angedeutet
worden, dass aufgrund der Anblasung mit Sekundärluft hoher Geschwindigkeit eine Schwingung
der Filamente 1 effektiv verstärkt wird. Auf diese Weise ergeben sich zusätzliche
Verstreckpunkte bzw. Punkte der Fadenunterziehung an den Filamenten.
[0021] Vorzugsweise und im Ausführungsbeispiel wird Sekundärblasluft mit einer Temperatur
höher 50 °C angeblasen. Im Ausführungsbeispiel und nach sehr bevorzugter Ausführungsform
beträgt die Temperatur der Sekundärblasluft 65 °C bis 85 °C, bevorzugt 70 °C bis 80
°C.
[0022] Unterhalb des Meltblown-Blaskopfes 2 und unterhalb der Sekundärblasluftanblasung
befindet sich im Ausführungsbeispiel eine Ablegeeinrichtung 8, die vorzugsweise und
im Ausführungsbeispiel als Siebband ausgebildet ist. Auf diese Ablegeeinrichtung 8
werden die Filamente zweckmäßigerweise als nicht dargestelltes Meltblown-Vlies abgelegt.
Das Meltblown-Vlies eignet sich insbesondere für Filteranwendungen.
1. Vorrichtung zur Herstellung von Filamenten (1) aus thermoplastischem Kunststoff -
mit einem Meltblown-Blaskopf (2), der einen Kunststoffführungskern (3) mit zumindest
einer Reihe von Düsenbohrungen (4) für den Austritt der Kunststoffschmelze aufweist
und der fernerhin beidseits des Kunststoffführungskernes (3) angeordnete Zuführungseinrichtungen
für Primärblasluft aufweist, mit denen die Filamente (1) im Bereich der Mündungen
der Düsenbohrungen (4) beidseitig mit der Primärblasluft beaufschlagbar sind
und wobei zumindest eine Zuführungseinrichtung für Sekundärblasluft vorgesehen ist,
mit der die Filamente (1) unterhalb des Meltblown-Blaskopfes (2) seitlich mit Sekundärblasluft
mit einer Temperatur höher 50 °C beaufschlagbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Primärblasluft beidseitig durch Spalte (5)
zwischen Kunststoffführungskern (3) und Düsenlippen (6) zuführbar ist und wobei die
Spaltweite w der Spalte und der Abstand x zwischen Kunststoffführungskernspitze und
(gedachter) horizontaler Verlängerung der Düsenlippenspitze einstellbar ist.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei die Sekundärblasluft mit einem
Winkel α von 50° bis 90° vorzugsweise von 65° bis 90° und bevorzugt von 75° bis 90°
zu einer durch eine Düsenbohrung (4) verlaufenden gedachten Geraden (7) anblasbar
ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, wobei die Sekundärblasluft orthogonal bzw. im Wesentlichen
orthogonal zu einer durch eine Düsenbohrung verlaufenden gedachten Geraden (7) ablasbar
ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei Sekundärblasluft mit einer Temperatur,
vorzugsweise höher 60 °C anblasbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die relative Luftfeuchtigkeit
der Sekundärblasluft kleiner als 70 %, vorzugsweise kleiner als 50 % und bevorzugt
kleiner als 20 % ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei Zuführungseinrichtungen für die
Sekundärblasluft mit der Maßgabe angeordnet sind, dass die Filamente (1) bzw. der
Filamentvorhang von beiden Seiten mit Sekundärblasluft beaufschlagbar sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Anblasung mit der Sekundärblasluft
von zumindest einer Seite zeitlich konstant erfolgt.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Anblasung mit der Sekundärblasluft
von zumindest einer Seite pulsierend erfolgt.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei eine Ablegeeinrichtung (8) vorgesehen
ist, auf der die Filamente als Spinnvlies ablegbar sind.
1. Device for producing filaments (1) from thermoplastic plastic, comprising a meltblown
die head (2) which has a plastic-guiding core (3) with at least one row of nozzle
bores (4) for the discharge of the plastic melt,
and which furthermore has supply devices for primary blown air which are arranged
on both sides of the plastic-guiding core (3) and by means of which the filaments
(1) can be acted upon by the primary blown air on both sides in the region of the
openings of the nozzle bores (4),
and wherein at least one supply device for secondary blown air is provided, by means
of which the filaments (1) can be acted upon laterally by secondary blown air at a
temperature greater than 50°C below the meltblown die head (2).
2. Device according to claim 1, wherein the primary blown air can be supplied on both
sides through a gap (5) between the plastic-guiding core (3) and the nozzle lips (6),
and wherein the gap width w of the gap and the distance x between the plastic-guiding
core tip and an (imaginary) horizontal extension of the nozzle lip tip can be adjusted.
3. Device according to one of claims 1 or 2, wherein the secondary blown air can be blown
in at an angle α of 50° to 90°, preferably 65° to 90° and particularly preferably
75° to 90° with respect to an imaginary straight line (7) running through a nozzle
bore (4).
4. Device according to claim 3, wherein the secondary blown air can be blown in orthogonally
or essentially orthogonally with respect to an imaginary straight line (7) running
through a nozzle bore.
5. Device according to one of claims 1 to 4, wherein secondary blown air can be blown
in at a temperature of preferably greater than 60°C.
6. Device according to one of claims 1 to 5, wherein the relative humidity of the secondary
blown air is less than 70%, preferably less than 50% and particularly preferably less
than 20%.
7. Device according to one of claims 1 to 6, wherein supply devices for the secondary
blown air are arranged with the proviso that the filaments (1) or the filament curtain
can be acted upon by secondary blown air from both sides.
8. Device according to one of claims 1 to 7, wherein the blowing with the secondary blown
air takes place in a temporally constant manner from at least one side.
9. Device according to one of claims 1 to 8, wherein the blowing with the secondary blown
air takes place in a pulsed manner from at least one side.
10. Device according to one of claims 1 to 9, wherein a depositing device (8) is provided,
on which the filaments can be deposited as a spunbonded nonwoven.
1. Dispositif de production de filaments (1) en matière thermoplastique, comprenant une
tête de fusion - soufflage (2), qui présente un coeur de guidage de la matière plastique
(3) avec au moins une rangée de trous de filière (4) pour la sortie de la fusion de
matière plastique
et qui présente en outre des dispositifs d'alimentation en air de soufflage primaire,
disposés de part et d'autre du coeur de guidage de la matière plastique (3), dispositifs
par lesquels les filaments (1) peuvent être sollicités des deux côtés par l'air de
soufflage primaire dans la zone des débouchés des trous de filière (4),
et dans lequel au moins un dispositif d'alimentation en air de soufflage secondaire
est prévu, dispositif par lequel les filaments (1) peuvent être sollicités latéralement
par l'air de soufflage secondaire, à une température de plus de 50°C, au-dessous de
la tête de fusion - soufflage (2).
2. Dispositif suivant la revendication 1, dans lequel l'air de soufflage primaire peut
être envoyé de part et d'autre au travers d'une fente (5) comprise entre le coeur
de guidage de la matière plastique (3) et des lèvres de filière (6), et dans lequel
la largeur w de la fente et la distance x entre la pointe du coeur de guidage de la
matière plastique et le prolongement horizontal (imaginaire) de la pointe des lèvres
de filière sont réglables.
3. Dispositif suivant l'une des revendications 1 et 2, dans lequel l'air de soufflage
secondaire peut être insufflé sous un angle α de 50° à 90°, de préférence de 65° à
90°, et préférentiellement de 75° à 90°, par rapport à une droite (7) imaginaire passant
par un trou de filière (4).
4. Dispositif suivant la revendication 3, dans lequel l'air de soufflage secondaire peut
être insufflé perpen-diculairement et/ou de façon essentiellement perpen-diculaire
à une droite (7) imaginaire passant par un trou de filière.
5. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 4, dans lequel l'air de soufflage
secondaire peut être insufflé à une température de préférence de plus de 60°C.
6. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 5, dans lequel l'humidité relative
de l'air de soufflage secondaire est inférieure à 70%, de préférence inférieure à
50% et préférentiellement inférieure à 20%.
7. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 6, dans lequel les dispositifs d'alimentation
en air de soufflage secondaire sont disposés de telle sorte que les filaments (1)
et/ou le rideau de filaments peuvent être sollicités des deux côtés par l'air de soufflage
secondaire.
8. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 7, dans lequel l'insufflation de l'air
de soufflage secondaire s'effectue de façon constante dans le temps, d'au moins un
côté.
9. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 8, dans lequel l'insufflation de l'air
de soufflage secondaire s'effectue de façon pulsatoire, d'au moins un côté.
10. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 9, dans lequel est prévu un dispositif
de dépôt (8) sur lequel les filaments peuvent être déposés sous forme de non-tissé.

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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