(19)
(11) EP 1 239 974 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
22.08.2007  Patentblatt  2007/34

(21) Anmeldenummer: 00985009.0

(22) Anmeldetag:  11.11.2000
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B05C 5/00(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2000/011170
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2001/047643 (05.07.2001 Gazette  2001/27)

(54)

VORRICHTUNG ZUM BESCHICHTEN EINER LAUFENDEN MATERIALBAHN

DEVICE FOR COATING A RUNNING MATERIAL WEB

DISPOSITIF DE REVETEMENT D'UNE BANDE DE MATERIAU CIRCULANTE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR

(30) Priorität: 23.12.1999 DE 19962844

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
18.09.2002  Patentblatt  2002/38

(73) Patentinhaber: Bachofen + Meier AG Maschinenfabrik
CH-8180 Bülach (CH)

(72) Erfinder:
  • HOLTMANN, Bruno
    CH-8157 Dielsdorf (CH)
  • MENA, José, Antonio
    CH-8180 Bülach (CH)
  • METZGER, Rolf
    CH-8304 Wallisellen (CH)
  • FREDIANI, Luca
    CH-8057 Zürich (CH)

(74) Vertreter: Thul, Hermann 
Thul Patentanwaltsgesellschaft mbH Rheinmetall Allee 1
40476 Düsseldorf
40476 Düsseldorf (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
GB-A- 1 099 127
US-A- 5 908 668
US-A- 5 395 660
   
  • PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 010, no. 185 (C-357), 27. Juni 1986 (1986-06-27) & JP 61 035880 A (FUJI PHOTO FILM CO LTD), 20. Februar 1986 (1986-02-20)
   
Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


Beschreibung

Technisches Gebiet



[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Beschichten einer laufenden Materialbahn, bei dem das Beschichtungsmaterial in einem freifallenden Vorhang auf die Bahn aufgetragen wird und mit Trennelementen zur Abtrennung der Ränder des Vorhanges bis auf die gewünschte Beschichtungsbreite, wobei an jeder Seite des Vorhanges mindestens ein Trennelement vorhanden ist und daß an der Außenseite des Trennelementes, das die Beschichtungsbreite der Materialbahn bestimmt, eine Rinne vorhanden ist, von der das aufgefangene Beschichtungsmaterial in oder gegen Bahnlaufrichtung abgeführt wird.

Stand der Technik



[0002] Zum Beschichten von laufenden Materialbahnen wie Papier- oder Kartonbahnen, Kunststoff- oder Metallfolien sind sogenannte Curtain-Coater bekannt, bei denen das Beschichtungsmaterial (Pigmentstreichfarbe, Kunststoffdispersionen etc.) aus einer Schlitzdüse in einem freifallenden Vorhang auf die Materialbahn aufgetragen wird. Um eine stabilen und über die Beschichtungsbreite gleichmäßigen Vorhang zu erzeugen, ist es aus der WO 98/47630 und der DE 19735588-A bekannt, die beiden Vorhangränder jeweils mit einem sich von der Schlitzdüse nach unten bis in die Nähe der Materialbahn erstreckenden Führungselement zu führen. Zur Einstellung der gewünschten Beschichtungsbreite werden die Vorhangränder vor dem Aufprall des Vorhangs auf die Materialbahn mittels Trennelementen abgetrennt, die quer zur Bahnlaufrichtung verstellbar unterhalb der Führungselemente angeordnet sind. Die beiden Trennelemente weisen jeweils eine nach oben ragende Trennkante und eine nach außen geneigte obere Auffangfläche auf, auf der das von der Trennkante abgetrennte Material des Vorhangrandes nach außen abgeleitet wird.

[0003] Um die Möglichkeit zu haben, die Breite eines Beschichtungsvorhanges in der Breite zu verändern, wird in der JP A-61035880 ein Verfahren beschrieben, bei dem mittels zweier seitlich neben dem Beschichtungsvorhang angeordneter Auffangbehälter die Breite des Vorhanges begrenzt wird. Um die Beschichtungsbreite individuell und stufenlos einstellen zu können, sind die Auffangbehälter über Führungen senkrecht zum Vorhang bzw. seitlich verschiebbar aufgenommen.

[0004] Wird der Curtain-Coater zum Auftragen von Dispersionshaftklebstoffen auf ein bahnförmiges Trennelement bei der Herstellung von selbstklebenden Etiketten, Haftfolienstreifen etc. oder zum Auftragen einer Barriereschicht bei der Herstellung eines feuchtigkeitsundurchlässigen Verpackungsmaterials benutzt, ist es erforderlich, die Beschichtungsbreite über einen großen Bereich unterschiedlich einstellen zu können, da die Bahnbreite der zu beschichtenden Materialbahnen erheblich variiert.

Darstellung der Erfindung



[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung der gattungsgemäßen Art so zu verbessern, daß stark unterschiedliche Beschichtungsbreiten ohne Beeinträchtigung der Beschichtungsqualität eingestellt werden können.

[0006] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß eine Innenfläche des Trennelementes, das die Beschichtungsbreite der Materialbahn bestimmt, mit einer Hilfsflüssigkeit bespült wird.

[0007] Die Anordnung von zwei Trennelementen an jeder Seite ermöglicht es, zur Einstellung einer sehr geringen Beschichtungsbreite große seitliche Bereiche des Vorhangs abzutrennen, ohne daß Beschichtungsfehler an den Längsrändern auftreten. Zur Vermeidung von Beschichtungsfehlern (Schwankungen des Auftragsgewichts oder der Beschichtungsbreite, Vorhangabriß etc.) können innere Trennelemente eingesetzt werden, deren Trennkante nur eine geringe Höhe aufweist. Der Hauptteil des abzutrennenden Stroms an Beschichtungsmaterial wird von den ersten äußeren Trennelementen abgetrennt, deren Trennkanten ausreichend hoch reichen, um ein Überlaufen des abgetrennten Beschichtungsmaterials zu vermeiden. Mittels der inneren Trennelemente wird nur der Rest des Vorhangrandes abgetrennt. Sie könnendaher eine geringe Höhe aufweisen, ohne daß abgetrenntes Beschichtungsmaterial unerwünschterweise nach innen über die Trennkante abfließt. Eine geringe Höhe der Trennkante der inneren Elemente ist vorteilhaft, da ihre parallel zur Fließrichtung des Vorhanges verlaufende Innenfläche zugleich als Führungselement für den Vorhangrand dient. Eine zu große Höhe führt dazu, daß sich der Vorhangrand zu weit oberhalb der zu beschichtenden Bahn von der Innenfläche löst. Dann schwankt seine Position, und es bildet sich ein Wulst am Beschichtungsmaterial, der auf die Materialbahn aufgetragen wird.

Kurze Beschreibung der Zeichnung



[0008] Die Zeichnungen dienen zur Erläuterung der Erfindung anhand vereinfacht dargestellter Ausführungsbeispiele.

[0009] Es zeigen:
Fig.1
einen Längsschnitt durch einen Curtain-Coater nach der Erfindung,
Fig. 2
den Randbereich als Querschnitt durch den Vorhang,
Fig. 3
eine Draufsicht auf den Randbereich,
Fig. 4
in einem Querschnitt die Verstellmöglichkeit der Randbegrenzung,
Fig. 5
einen Längsschnitt durch ein Trennelement,
Fig. 6
die zugehörige Draufsicht und
Fig. 7
den zugehörigen Querschnitt

Wege zur Ausführung der Erfindung



[0010] Die in den Figuren dargestellte Beschichtungsvorrichtung dient zum Auftragen eines Dispersionshaftklebstoffes (z. B. eines Acrylats) in wäßriger Lösung auf eine silikonisierte Papierbahn 1. Aufgrund ihrer vorteilhaften Eigenschaften läßt sich die Vorrichtung auch zum Auftragen anderer Dispersionen auf Papier, Kunststoffolien oder dünne Bänder oder zum Beschichten von Papier- oder Kartonbahnen mit Streichfarbe einsetzen.

[0011] Sie enthält eine Schlitzdüse 2, die oberhalb des Laufs der Bahn 1 im Gestell der Auftragsvorrichtung aufgehängt ist. Die Schlitzdüse 2 ist an eine nicht dargestellte Zufuhr für Beschichtungsmaterial angeschlossen und weist an ihrer Unterseite eine schlitzförmige Öffnung auf, aus der das Beschichtungsmaterial austritt und einen freifallenden Vorhang 3 bildet, der auf die Bahnoberfläche fällt. Die Breite des Schlitzes der Düse 2 ist größer als die maximale Breite der Bahn 1.

[0012] Unterhalb der Schlitzdüse 2 wird die Bahn 1 über ihre gesamte Breite von einer Stützwalze 4 abgestützt. Der Stützwalze 4 wird die unbeschichtete Bahn 1 von unten zugeführt. Nach dem Beschichten verläßt die Bahn 1 die Stützwalze 4 etwa in waagerechter Richtung.

[0013] Die Schlitzdüse 2 ist oberhalb der Scheitellinie der Stützwalze 4 höhenverstellbar aufgehängt, um den Abstand des Auslaßschlitzes von der Bahn 1 und somit die Fallhöhe des Beschichtungsmaterials einstellen zu können. Zusätzlich ist die Schlitzdüse 2 horizontal in und gegen Bahnlaufrichtung beweglich gelagert, so daß sie gegen Bahnlaufrichtung von dem Bereich oberhalb der Scheitellinie der Stützwalze 4 bis in einen Bereich vor der Stützwalze 4 bewegt werden kann. Die Schlitzdüse 2 steht dann oberhalb einer Auffangwanne 5, die unmittelbar vor der Stützwalze 4 oberhalb der Bahn 1 angeordnet ist. In dieser Position wird beim Start der Beschichtungsvorrichtung zunächst ein stabiler Vorhang 3 erzeugt, der in die Auffangwanne 5 fällt. Anschließend wird die Schlitzdüse 2 mit den an ihr befestigten Elementen in Bahnlaufrichtung - in Fig. 1 nach rechts - in ihrer Arbeitsposition oberhalb der Stützwalze 4 bewegt. Der Bereich zwischen dem auslaufseitigen Ende der Auffangwanne 5 und dem Scheitelbereich der Gegenwalze 4 wird von einem über die Arbeitsbreite reichenden Leitblech 6 abgedeckt. Am Ende des Leitblech 6 ist ein Schaber 7 angeordnet, der die auf der Bahn 1 anhaftende Luftgrenzschicht vor dem Aufprall des Vorhangs 3 verringert.

[0014] Da der freifallende Vorhang 3 dazu neigt, sich aufgrund der Oberflächenspannung an seinen Rändern einzuschnüren, sind an beiden Seiten der Schlitzdüse 2 sich nach unten bis die Nähe der Bahn 1 erstreckende leistenförmige Führungselemente 8 befestigt. Bevorzugt sind die beiden Führungselemente 8 jeweils unmittelbar neben dem Austrittsspalt der Schlitzdüse 2 befestigt, und ihre dem Vorhang 3 zugewandte Innenseite ist flächig ausgebildet. Wie in der DE 19735558-A beschrieben, kann die Innenseite jedes Führungselements 8 mit einer die Oberflächenspannung reduzierenden Hilfsflüssigkeit gespült werden, beispielsweise mit Wasser. Die von oben nach unten innen auf den Führungselementen 8 herabfließende Hilfsflüssigkeit bewirkt, daß der Vorhang 3 besser an den Führungselementen 8 haftet. Alternativ können die Führungselemente 8 nach innen geneigt gestaltet werden.

[0015] An beiden Längsseiten der Beschichtungsvorrichtung sind unterhalb der Führungselemente 8 Mittel zur Begrenzung des Vorhangs 3 auf die gewünschte Beschichtungsbreite angeordnet. Die Begrenzungsmittel sind jeweils am Gestell der Düse 2 befestigt, so daß sie bei einer Verschiebung der Düse 2 in oder gegen Bahnlaufrichtung mitbewegt werden. Zusätzlich sind sie quer zur Bahnlaufrichtung verschiebbar gelagert, um die Breite des auf die Bahn 1 fallenden Vorhangs 3 auf stark unterschiedliche Bahnbreiten einstellen zu können. Die Randbegrenzungsmittel beider Seiten sind spiegelbildlich zueinander aufgebaut und angeordnet. Sie können getrennt voneinander quer verstellt werden.

[0016] Die Randbegrenzungsmittel bestehen jeweils aus zwei klingenförmigen, im wesentlichen senkrecht und mit einem gewissen Abstand voneinander angeordneten Trennelementen 9, 10, die an den Längsseiten einer Bodenplatte 11 befestigt sind. Beide Trennelemente 9, 10 laufen in einer scharfen Trennkante aus, wobei die Höhe der Trennkante des inneren Trennelementes 9 so gering gewählt ist, daß der Vorhang 3 sich nicht von der Innenfläche 12 löst, bevor er auf die Bahn 1 auftrifft. Das innere Trennelement 9 bildet mit dem äußeren Trennelement 10 und der Bodenplatte 11 eine Randrinne 13, die das zwischen den beiden Trennelementen 9,10 aufgefangene Beschichtungsmaterial abführt. Wie aus Fig. 3 ersichtlich, sind die Trennelemente 9,10 gegen Bahnlaufrichtung zur Bildung der Rinne 13 soweit verlängert, daß ihr Ende bis in den Bereich des Leitblechs 6 reicht. Die Bodenplatte 11 verläuft geneigt nach unten, damit das aufgefangene Beschichtungsmaterial in Richtung zur Auffangwanne 5 abläuft.

[0017] An der Außenseite des äußeren Trennelementes 10 ist eine Querrinne 14 zum Auffangen des äußeren Vorhangrandes befestigt. Die quer zur Bahnlaufrichtung gemessene Länge jeder Querrinne 14 ist so gewählt, daß bei Einstellung einer minimalen Beschichtungsbreite ihr äußeres Ende bis unter das zugehörige Führungselement 8, also bis über das seitliche Ende des Auslaufschlitzes der Düse 2, reicht. Jede Querrinne 14 weist Seitenwände 15 auf, die in der Höhe bis an die Trennkante des zugehörigen Trennelementes 10 reichen. Das Trennelement 10 bildet die innere Begrenzungswand der Rinne 14. Seine Höhe ist ausreichend groß, so daß der abgetrennte Volumenstrom an Beschichtungsmaterial bei minimaler Beschichtungsbreite aufgefangen und abgeführt werden kann, ohne daß Beschichtungsmaterial überläuft. Bevorzugt verlaufen die Querrinnen 14 jeweils nach innen geneigt, und an ihrem inneren Ende ist im Bereich des Trennelementes 10 jeweils eine Ablaufrinne 16 befestigt. Über die Ablaufrinne 16, die gegen Bahnlaufrichtung ebenfalls bis in den Bereich oberhalb des Leitblechs 6 reicht, wird das aufgefangene Beschichtungsmaterial in die Auffangwanne 5 abgeleitet. Eine nach innen geneigte Querrinne 14 mit einer neben dem Trennelement 10 angeordneten Ablaufrinne 16 hat zwei Vorteile: Zum einen braucht die Auffangwanne 5 sich nur über die axiale Länge der Stützwalze 4 zu erstrecken, da auch bei maximaler Beschichtungsbreite sich die Ablaufrinne 16 noch im Bereich der Gegenwalze befindet. Zum anderen kollidiert das äußere Ende der Querrinne 14 nicht mit der Stützwalze 4, wenn die Trennmesser 9, 10 mit der Querinne 14 zur Einstellung einer minimalen Beschichtungsbreite sehr weit nach innen verschoben werden, wie in Fig. 4 gestrichelt dargestellt ist.

[0018] Im Betrieb werden die beiden Trennelemente 9, 10 mit der daran befestigten Querrinne 14 soweit nach innen verschoben eingestellt, daß das innere Trennmesser 9 im Bereich der gewünschten Beschichtungskante angeordnet ist. Das äußere Trennelement 10 mit größerer Höhe trennt den äußeren Teil des Vorhangrandes ab, der von der Querrinne 14 aufgefangen und über die Ablaufrinne 16 in die Auffangwanne 5 geleitet wird. Es entsteht so ein schmaler, innerer Vorhang 3, dessen Ränder danach von den inneren Trennelementen 9 abgetrennt und über die Randrinnen 13 abgeleitet werden. Die Innenfläche 12 jedes Trennelements 9 dient dabei als Führung für den Rand des Vorhangteils, der auf die Bahn 1 aufgetragen wird. Die geringe Höhe des Trennelements 9 gewährleistet, daß sich die Vorhangränder nicht vor dem Aufprall auf die Bahn 1 von ihm ablösen.

[0019] Um eine Wulstbildung an den Längsrändern der Beschichtung auf der Bahn 1 zu vermeiden, ist an der Unterseite jeder Randrinne 13 eine Absaugleitung 17 angeordnet, die über einen Absaugkanal 18 in der Bodenplatte 11 in einem Absaugschlitz 19 in der Innenseite 12 des inneren Trennelements 9 mündet. Der Absaugschlitz 19 verläuft mit einem Abstand von 0,1 mm - 1 mm von der Bahn 1 an der Unterseite des Trennelements 9 im Bereich Vorhangs 3. In Bahnlaufrichtung weist er eine Länge von 2 mm - 15 mm, bevorzugt 3 mm - 5mm, auf, damit die Absaugsaugfunktion bei entsprechenden Schwankungen des Vorhangs 3 gewährleistet bleibt. Die Absaugleitung 17 erstreckt sich unterhalb der Querrinne 14 nach außen und ist an eine Pumpe mit einem Abscheider für das Beschichtungsmaterial angeschlossen. Um Anbackungen im Absaugschlitz 19 zu verhindern, wird dieser mit Wasser gespült. Parallel zu der Absaugleitung 17 führen zu diesem Zweck zwei Wasserleitungen 20 unterhalb der Bodenplatte 11 zum Absaugschlitz 19, die in geringem Abstand vor diesem in den Absaugkanal 18 münden. Das Spülwasser wird gemeinsam mit dem abgesaugten Beschichtungsmaterial über die Absaugleitung 17 weggeführt.

[0020] Die Länge des Absaugkanals 18 in der Bodenplatte 11 wird von dem Abstand der beiden Trennelemente 9,10 voneinander bestimmt. Sie soll möglichst gering gehalten werden, damit keine zu großen Druckverluste auftreten und Anbackungen im Absaugkanal 18 vermieden werden. Ein kurzer Absaugkanal 18 wird durch eine schmal gestaltete Randrinne 13 ermöglicht, die nur einen geringen Strom an abgetrenntem Beschichtungsmaterial abführen muß.

[0021] Um die Vorhangränder an den Innenflächen 12 der Trennelemente 9 zu halten, werden diese mit einer Hilfsflüssigkeit bespült. Bevorzugt wird die Hilfsflüssigkeit so zugeführt, daß sie an der Trennkante des Trennelements 9 austritt und an beiden Seiten des Trennelements 9 herabfließt. Die austretende Hilfsflüssigkeit bildet so ein Flüssigkeitspolster unmittelbar oberhalb der Trennkante des Trennelements 9, das Anbackungen von Beschichtungsmaterial an der Trennkante verhindert.

[0022] Wie aus Fig. 7 ersichtlich, ist das Trennelement 9 zweiteilig aufgebaut: an der Bodenplatte 11 ist eine in einer scharfen Kante auslaufende Seitenwand 21 befestigt, in deren oberen Teil außen eine senkrechte Nut 22 eingearbeitet ist. Außen auf der Wand 21 ist ein dünnes, klingenförmiges Abdeckblech 23 befestigt, das die Nut 22 abdeckt und so einen an der Trennkante offenen schlitzförmigen Kanal bildet. In den Kanal mündet eine Wasserzufuhr 24. Das mittels der Wasserzufuhr 24 zugeführte Wasser tritt oben im Bereich der Trennkante aus und läuft sowohl an der Innenfläche 12 des Blechs 21 als den Vorhang 3 stabilisierende Hilfsflüssigkeit, als auch entlang der Wand 21 in die Randrinne 13 herunter. Das gesamte Trennelement 9 ist somit von Wasser umspült, so daß auch bei zum Ankleben neigenden Beschichtungsmaterialien das Anhaften von Material an dem 9 verhindert wird.


Ansprüche

1. Vorrichtung zum Beschichten einer laufenden Materialbahn (1), bei der das Beschichtungsmaterial in einem freifallenden Vorhang (3) auf die Bahn aufgetragen wird, und mit Trennelementen zur Abtrennung der Ränder des Vorhanges (3) bis auf die gewünschte Beschichtungsbreite, wobei an jeder Seite des Vorhanges (3) mindestens ein Trennelement vorhanden ist und daß an der Außenseite des Trennelementes, das die Beschichtungsbreite der Materialbahn (1) bestimmt, eine Rinne (13) vorhanden ist, von der das aufgefangene Beschichtungsmaterial in oder gegen Bahnlaufrichtung abgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß eine Innenfläche (12) des Trennelementes, das die Beschichtungsbreite der Materialbahn bestimmt, mit einer Hilfsflüssigkeit bespült wird.
 
2. Vorrichtung zum Beschichten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Beschichtungsmaterial aus einer Schlitzdüse austritt.
 
3. Vorrichtung zum Beschichten nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Trennelement (9) im Inneren einen senkrechten, an der Trennkante offenen Kanal enthält, in den eine Wasserzufuhr (24) mündet.
 
4. Vorrichtung zum Beschichten nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Trennelement (9) zweiteilig aus einer Seitenwand (21) und einem daran befestigten dünnen Abdeckblech (23) aufgebaut ist, wobei in die Seitenwand (21) eine Nut (22) eingearbeitet ist, in die eine Wasserzufuhr (24) mündet.
 
5. Vorrichtung zum Beschichten nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an jeder Seite zwei klingenförmige Trennelemente (9,10) mit Abstand voneinander angeordnet sind, wobei das jeweils äußere Trennelement (10) eine größere Höhe als das innere Trennelement (9) aufweist.
 
6. Vorrichtung zum Beschichten nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den beiden Trennelementen (9,10) eine Bodenplatte (11) angeordnet ist, die mit den Trennlementen (9, 10) eine Rinne (13) bildet, von der das aufgefangene Beschichtungsmaterial in oder gegen Bahnlaufrichtung abgeführt wird.
 
7. Vorrichtung zum Beschichten nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß außen an dem äußeren Trennelement (10) eine Querrinne (14) befestigt ist, die bei der Einstellung auf minimale Beschichtungsbreite bis über das seitliche Ende des Auslaßschlitzes der Düse (2) reicht.
 
8. Vorrichtung zum Beschichten nach Patentanspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Querrinne (14) nach innen geneigt verläuft, und daß an ihrem inneren Ende im Bereich des Trennelementes (10) eine Ablaufrinne (16) befestigt ist, die sich in oder gegen Bahnlaufrichtung erstreckt.
 
9. Vorrichtung zum Beschichten nach einem der Patentansprüche 1 bis 8, dadurch gekennezeichnet, daß an der Innenseite (12) eines inneren Trennelements (9) ein Absaugschlitz (19) angeordnet ist, der an eine Absaugleitung (17) angeschlossen ist.
 
10. Vorrichtung zum Beschichten nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Absaugschlitz an der Unterseite des Trennelements (9) mit einem Abstand von 0,1 mm - 1 mm von der Bahn (1) angeordnet ist und eine Länge in Bahnlaufrichtung von mm -15 mm, bevorzugt 3 mm - 5 mm, aufweist.
 
11. Vorrichtung zum Beschichten nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Absaugschlitz (19) über einen Absaugkanal (18) in der Bodenplatte (11) mit der Absaugleitung (17) verbunden ist, und daß in den Absaugkanal (18) zumindest eine Leitung (20) zur Zufuhr von Spülwasser mündet.
 
12. Vorrichtung zum Beschichten gemäß einem der Patentansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das innere Trennelement (9) eine Kühlung aufweist.
 


Claims

1. Device for coating a running material web (1), in which the coating material is applied to the web in a free-falling curtain (3), and having dividing elements for dividing off the edges of the curtain (3) to the desired coating width, there being at least one dividing element on each side of the curtain (3), and there being a channel (13), by means of which the caught coating material is led away in or counter to the web running direction, on the outer side of the dividing element that determines the coating width of the material web (1), characterized in that an inner surface (12) of the dividing element that determines the coating width of the material web is flushed with an auxiliary liquid.
 
2. Device for coating according to Claim 1, characterized in that the coating material emerges from a slot nozzle.
 
3. Device for coating according to either of Claims 1 and 2, characterized in that the dividing element (9) contains inside it a vertical channel which is open at the dividing edge and into which a water supply (24) opens out.
 
4. Device for coating according to one or more of Claims 1 to 3, characterized in that the dividing element (9) is constructed in two parts from a side wall (21) and a thin metal covering sheet (23) fastened to the latter, a groove (22) into which a water supply (24) opens out being made in the side wall (21).
 
5. Device for coating according to one of Claims 1 to 4, characterized in that two blade-shaped dividing elements (9, 10) are arranged at a distance from each other on each side, the respectively outer dividing element (10) having a greater height than the inner dividing element (9).
 
6. Device for coating according to one of Claims 1 to 5, characterized in that a base plate (11) is arranged between the two dividing elements (9, 10) and with the dividing elements (9, 10) forms a channel (13), from which the caught coating material is led away in or counter to the web running direction.
 
7. Device for coating according to one of Claims 1 to 6, characterized in that a transverse channel (14), which reaches beyond the lateral end of the outlet slot of the nozzle (2) when the minimum coating width is set, is fastened to the outer dividing element (10).
 
8. Device for coating according to Patent Claim 7, characterized in that the transverse channel (14) runs in an inwardly inclined manner, and in that a run-off channel (16), which extends in or counter to the web running direction, is fastened to the inner end of the said transverse channel, in the region of the dividing element (10).
 
9. Device for coating according to one of Patent Claims 1 to 8, characterized in that a suction extraction slot (19), which is connected to a suction extraction line (17), is arranged on the inner side (12) of an inner dividing element (9).
 
10. Device for coating according to Claim 9, characterized in that the suction extraction slot is arranged on the underside of the dividing element (9) at a distance of 0.1 mm - 1 mm from the web (1) and has a length in the web running direction of 2 mm - 15 mm, preferably 3 mm - 5 mm.
 
11. Device for coating according to Claim 9 or 10, characterized in that the suction extraction slot (19) is connected to the suction extraction line (17) via a suction extraction channel (18) in the base plate (11), and in that at least one line (20) for supplying flushing water opens out into the suction extraction channel (18).
 
12. Device for coating according to one of Patent Claims 1 to 11, characterized in that the inner dividing element (9) has a cooling system.
 


Revendications

1. Dispositif de revêtement d'une bande de matériau circulante (1), dans lequel le matériau de revêtement est appliqué en un rideau tombant en chute libre (3) sur la bande, et avec des éléments séparateurs en vue de séparer les bords du rideau (3) jusqu'à la largeur de revêtement souhaitée, au moins un élément séparateur étant présent sur chaque côté du rideau (3) et une rigole (13) par laquelle le matériau de revêtement capturé est évacué dans ou à l'encontre de la direction d'avance de la bande, étant présente sur le côté externe de l'élément séparateur qui détermine la largeur de revêtement de la bande de matériau (1), caractérisé en ce qu'une surface interne (12) de l'élément séparateur qui détermine la largeur de revêtement de la bande de matériau est arrosée d'un liquide auxiliaire.
 
2. Dispositif de revêtement selon la revendication 1, caractérisé en ce que le matériau de revêtement sort d'une buse fendue.
 
3. Dispositif de revêtement selon l'une quelconque des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que l'élément séparateur (9) contient à l'intérieur un canal vertical, ouvert sur l'arête de séparation dans lequel débouche une amenée d'eau (24).
 
4. Dispositif de revêtement selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'élément séparateur (9) est structuré en deux parties en une paroi latérale (21) et une tôle de recouvrement mince (23) fixée sur celle-ci, une rainure (22) dans laquelle débouche une amenée d'eau (24) étant incorporée dans la paroi latérale (21).
 
5. Dispositif de revêtement selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que deux éléments séparateurs (9, 10) en forme de lame sont disposés à distance l'un de l'autre sur chaque côté, l'élément séparateur externe (10) respectif présentant une hauteur supérieure à l'élément séparateur interne (9).
 
6. Dispositif de revêtement selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'une plaque de fond (11) qui forme une rigole (13) de laquelle le matériau de revêtement capturé est évacué dans ou à l'encontre de la direction d'avance de la bande, avec les éléments séparateurs (9, 10), est disposée entre les deux éléments séparateurs (9, 10).
 
7. Dispositif de revêtement selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'une rigole transversale (14) qui s'étend jusqu'au-dessus de l'extrémité latérale de la fente de sortie de la buse (2) lors du réglage à la largeur de revêtement minimale, est fixée à l'extérieur sur l'élément séparateur externe (10).
 
8. Dispositif de revêtement selon la revendication 7, caractérisé en ce que la rigole transversale (14) s'étend de manière inclinée vers l'intérieur et en ce qu'une rigole d'écoulement (16) qui s'étend dans ou à l'encontre de la direction d'avance de la bande, est fixée sur son extrémité interne dans la région de l'élément séparateur (10).
 
9. Dispositif de revêtement selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'une fente d'aspiration (19) qui est raccordée à une conduite d'aspiration (17), est disposée sur le côté interne (12) d'un élément séparateur interne (9).
 
10. Dispositif de revêtement selon la revendication 9, caractérisé en ce que la fente d'aspiration est disposée sur le côté inférieur de l'élément séparateur (9) avec un écart compris entre 0,1 mm et 1 mm de la bande (1) et présente une longueur dans la direction d'avance de la bande comprise entre 2 mm et 15 mm, de préférence entre 3 mm et 5 mm.
 
11. Dispositif de revêtement selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que la fente d'aspiration (19) est reliée par l'intermédiaire d'un canal d'aspiration (18) dans la plaque de fond (11) à la conduite d'aspiration (17) et en ce qu'au moins une conduite (20) en vue de l'amenée d'eau de rinçage débouche dans le canal d'aspiration (18).
 
12. Dispositif de revêtement selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que l'élément séparateur interne (9) présente un refroidissement.
 




Zeichnung




















Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente