[0001] Die Erfindung bezieht sich auf die integrale Steuerung eines Heim- und Gebäudeautomationssystems,
eingeschlossen Alarm-, Sicherheits- und Überwachungseinrichtungen, mit Hilfe einer
Raum- und/oder Personenüberwachung, welches Automationssystem Sensoren zur Erzeugung
eines Ausgangssignals für Aktoren, von einem Aktor angesteuerte Installationen oder
Installationsgruppen und Rechner mit Software umfasst.
[0002] Bewegungsmelder, welche in der Regel nach dem Prinzip der Passiv-Infrarot-Technik
arbeiten, sind in zahlreichen Ausführungsformen auf dem Markt. Diese messen und vergleichen
in ihrem Erfassungsbereich die Infrarotstrahlung, senden jedoch selbst keine Strahlen
aus, weshalb sie als passiv bezeichnet werden. Ein Bewegungsmelder ist im Prinzip
ein elektronischer Schalter, welcher mit seiner Optik die unsichtbare Infrarot-Wärmestrahlung
wahrnimmt und bei einer in seinem Erfassungsbereich bewegten Wärmequelle automatisch
Schaltsignale an Aktoren abgibt.
[0003] Modernere Bewegungs- und/oder Präsenzmelder sind Geräte, die zunehmend auch in der
Heim- und Gebäudeautomation Verwendung finden. Ihre Einsatzmöglichkeiten gehen weit
über diejenigen eines konventionellen Lichtschalters hinaus. Bewegungs- und/oder Präsenzmelder
müssen in der Lage sein, eine grosse Bandbreite möglicher Einsatzbedingungen abzudecken.
Sie sind daher mit entsprechenden Einstellmöglichkeiten für Betriebsparameter, wie
Helligkeitsschwelle, Nachlaufzeiten, Einschaltverzögerungen, ausgerüstet, um einige
typische Beispiele zu nennen.
[0004] Die Verfahren zum optimierten Steuern eines Heim- und/oder Gebäudeautomationssystems
über Software und Sensoren in Abhängigkeit der Anwesenheit von Personen sind bereits
weitgehend optimiert worden, beispielsweise gemäss der
EP 0900417 B1.
[0005] Ein weiterer wesentlicher Fortschritt stellt die Fernbedienung von Bewegungs- und/oder
Präsenzmeldern gemäss der
EP,A1 1158840 dar. Die Parameter müssen nicht mehr manuell nacheinander, bei an der Decke angeordneten
Sensoren meist mit zu besteigenden Leitern, eingestellt werden, gespeicherte Parametersätze
können gleichzeitig auf einen oder mehrere Sensoren übertragen werden.
[0006] Die
DE 29922778 U1 bezieht sich auf eine Anlage, die mit Schwachstrom auf beispielsweise 12V-Basis Fenster
und Türen mit Kippfunktion automatisch öffnen und schliessen kann. Die Steuerung und
der Antrieb erfolgt vorwiegend mittels Solarenergie. Im Bedarfsfall kann ein netzabhängiges
Ladegerät eingebaut oder angeschlossen werden. Weiter kann die notwendige elektrische
Energie einem auswechselbaren Akku entnommen werden. Das wesentliche Ziel besteht
darin, die Verbraucher netzunabhängig zu betreiben.
[0007] Gemäss der
DE 29907657 U1 wird eine Fernsteuerung geschaffen, bei der der Energiebedarf im Standby-Modus erheblich
reduziert werden kann. Ein einen Sender und einen Empfänger aufweisendes Steuergerät
eines Verbrauchers soll in Abhängigkeit von zu empfangenden Signalen ein- und ausgeschaltet
werden. Der Ruhestrombedarf eines Melders soll um mindestens einen Faktor 1000 kleiner
sein als derjenige des zu schaltenden Empfängers. Für ein Garagentor als Verbraucher
wird eine Batterie durch Solarzellen aufgeladen, wodurch eine autonome Betriebseinheit
geschaffen wird.
[0008] Trotz hoher Anstrengungen und punktueller Fortschritte in der Heim- und Gebäudeautomation
ist ein breiter Durchbruch noch nicht gelungen. Komplizierte Elektroinstallationen,
insbesondere für die Sensoren, damit verbunden hohe Kosten sowie verhältnismässig
niedriger Bedienungs- und Benutzungskomfort stehen einem Einsatz auf breiter Basis
entgegen.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Anschaffungs- und Installationskosten
von Heim- und Gebäudeautomationssystemen zu senken und deren Bedienung zu vereinfachen.
[0010] Die Aufgabe wird erfindungsgemäss nach dem Kennzeichen von Patentanspruch 1 gelöst.
Spezielle und weiterbildende Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand von abhängigen
Patentansprüchen.
[0011] Dank der erfindungsgemässen Lösung entfallen spezielle, bisher notwendige elektrische
Installationen für in einem Raum oder an einer Gebäudeaussenwand angebrachte Sensoren-
und Kontrolleinheiten und damit auch erhebliche Kosten. Die Sensor- und Kontrolleinheiten
können an fast jedem beliebigen Ort montiert werden, wo eine hinreichende Kollektorfläche
angebracht werden kann. Deren Fotozellen speisen einen Stromspeicher, welcher nach
Bedarf geladen wird und als Puffer für eine jederzeitige genügende Abgabe von elektrischem
Strom an die Sensor- und Kontrolleinheit ausgelegt ist. Mit dieser erfindungsgemässen
Anordnung mit autonomer Stromversorgung entfällt der Austausch von nicht automatisch
wiederaufladbaren Batterien, welcher als Alternative bekannt ist.
[0012] Nach einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird
die Sensor- und Kontrolleinheit (Sensoren, Mikrophon, Lautsprecher, Anzeigeeinheit,
Tasten, Elektronik, Kommunikationseinheit (Sende/Empfangseinheit) usw.) auf einem
Einrichtungs-, Dekorations- oder Ausstattungsgegenstand des Gebäudes angeordnet. Als
Träger für die Sensor- und Kontrolleinheit sind alle derartigen Gegenstände geeignet,
welche die erforderlichen Komponenten aufnehmen können, eine möglichst flächendeckende
Raumüberwachung mit IR, Ultraschall, sichtbarem Licht usw. ermöglichen und stationär
sind. Vorzugsweise sind Gegenstände, insbesondere auf Sichthöhe an der Wand, zu nutzen.
[0013] Beispiele für Einrichtungs-, Dekorations- oder Ausstattungsgegenstände sind Bilder
oder Spiegel mit Rahmen, Schränke, Büchergestelle und Plastiken.
[0014] Die Betriebsparameter der Sensor- und Kontrolleinheit sowie anderer Systemkomponenten
können, sofern eine Abweichung gewünscht wird, in gewohnter Weise manuell eingestellt
werden. Vorzugsweise verfügt die Kontrolleinheit jedoch über einen drahtlos arbeitenden
Empfänger für Steuersignale einer Fernbedienung, mit welcher einzeln, gruppenweise
oder gesamthaft Betriebsparameter eingestellt werden können. Der Empfänger für Steuersignale
arbeitet in erster Linie mit elektromagnetischen Wellen, insbesondere mit Infrarotstrahlen,
sichtbarem Licht, auch in Form von Laser, oder Funk, aber ebenso mit Schallwellen,
insbesondere Ultraschallwellen.
[0015] Mit einer mobilen Fernbedienung können auch mehrere Sensor- und Kontrolleinheiten,
welche mit drahtloser Parallelschaltung verbunden sind, angesteuert und die erforderlichen
Parametersätze übertragen werden. Eine Parallelschaltung umfasst mehrere Slaves, einen
Slave und einen Master oder mehrere Slaves und einen Master.
[0016] Definitionsgemäss unterscheiden sich ein Slave und ein Master dadurch, dass der Master
zusätzlich zu den Funktionen des Slaves eine Server/Köntrolleinheit beinhaltet für
die Aufbereitung der raumbezogenen Selbstlern-Algorithmen und Koordinationsaufgaben
im Zusammenhang mit der Verwendung mehrerer Sensor- und Kontrolleinheiten, welche
für Einbruchsicherung-, Social Care- und Energiemanagement- Anwendungen notwendig
sind.
[0017] Erfindungsgemäss eingesetzte Sensoren, einer oder mehrere auf der Sensor- und Kontrolleinheit,
sind Präsenz-, Temperatur-, Feuchte-, Schall-, Luftqualität-, oder Strahlungssensoren,
können aber auch ein Bild-Suchkopf (im sichtbaren Bereich oder thermisch arbeitende
Kamera) oder ein Personenidentifikationsgerät sein, um nur einige Beispiele zu erwähnen.
[0018] Um den Stromverbrauch tief zu halten, können Teile der Sensor- und Kontrolleinheit
immer dann vom Aktivzustand in den Inaktivzustand (sleep mode) umgeschaltet werden,
wenn keine unmittelbare Funktion der entsprechenden Teile zu erwarten ist.
[0019] Die zum Einsatz kommenden passiv IR-Sensoren unterscheiden sich von den bekannten
IR-Sensoren dadurch, dass sie vom Präsenz-Modus (Anwesenheit/Abwesenheit) auf Bewegungs-Modus
(Einbruch/Überwachung) über SW automatisch oder manuell umgeschaltet werden können.
[0020] Damit die in eine Sensor- und Kontrolleinheit integrierten Fotozellen auch bei schwachem
Lichteinfall eine hinreichende Leistung erbringen können, weisen sie eine genügend
grosse Oberfläche von zweckmässig 10 - 500 cm
2, insbesondere 20 - 200 cm
2, auf. Aus ästhetischen Gründen werden jedoch die Kollektorflächen mit Fotozellen
nicht grösser als notwendig ausgebildet, damit sie harmonisch in einen Einrichtungs-,
Dekorations- oder Ausstattungsgegenstand integriert bleiben.
[0021] Auf dem Einrichtungs-, Dekorations- oder Ausstattungsgegenstand für die Sensor- und
Kontrolleinheit sind je nach den gebotenen Möglichkeiten und dem zu befriedigenden
Komfortbedürfnis weitere Komponenten des Heim- und Gebäudeautomationssystems eingebaut
oder aufgebracht, welche ebenfalls vom Stromspeicher der Sensor- und Kontrolleinheit
gespeist werden:
- Ein Informationsdisplay für Nachrichten, insbesondere Wetter, Energieverbrauch, usw.
Zweckmässig wird ein LCD-Display eingesetzt.
- Ein Helligkeitsmesser zu Erfassung und Messung von Tageslicht und verschiedensten
Quellen von künstlichem Licht. Die Energieversorgung der künstlichen Beleuchtung erfolgt
in Funktion des Gesamthelligkeitswertes, bei über einem Schwellenwert liegendem Tageslicht
wird die künstliche Beleuchtung teilweise oder vollständig ausgeschaltet.
- Ein Temperatursensor für die Raumluft zur Heizungssteuerung.
- Ein Feuchtigkeitssensor der Raumluft für die Steuerung der Klimaanlagen und/oder Luftbefeuchter.
- Ein Luftqualitätssensor für die Steuerung der Lüftungsanlage.
- Ein Mikrophon, zweckmässig mit Breitbandfrequenz, für den Empfang von Befehlen, Gesprächen,
Geräuschen und Tönen.
- Ein Lautsprecher für die Wiedergabe von Gesprächen, Geräuschen und Tönen.
- Eine Raumüberwachungskamera für die Sicherheit von Menschen und Wertgegenständen.
[0022] Alle diese individuell möglichen, an sich bekannten Bauelemente sind mit entsprechender,
ebenfalls an sich bekannter Elektronik ausgerüstet. Die Sensor- und Kontrolleinheit
hat ein MMI (Men Machine Interface), wobei optische, akustische und mechanische Elemente
benutzt werden, beispielsweise lichtemittierende Dioden (LED), Mikrophone und Bedienungsknöpfe.
[0023] Für die industrielle Realisierung ist die gegenwärtig in rasanter Entwicklung befindliche
Nanotechnologie dienlich, welche die Miniaturisierung aller Bauelemente erlaubt. Eine
verhältnismässig grosse Fläche benötigen lediglich die Fotozellen. Bei der Auswahl
der Bauelemente stehen Überlegungen bezüglich des Bedienungs- und Benutzerkomforts,
des Energieverbrauchs, der ästhetischen Wirkung und der Wirtschaftlichkeit im Vordergrund,
mit individueller Gewichtung der einzelnen Faktoren.
[0024] Für das optimale Steuern eines Heim- und Gebäudeautomationssystems gemäss der vorliegenden
Erfindung mit selbstlernenden und veränderbaren Algorithmen unter Einbezug externer
Parameter wird ausdrücklich auf die
EP, B1 0900417 des Erfinders verwiesen, welche auch für ein Automationssystem mit autonomen Sensor-
und Kontrolleinheiten volle Gültigkeit haben.
[0025] In der nachfolgenden Tabelle 1 ist eine Auswahl von Anwendungen eines Haus- und Gebäudeautomationssystems
zusammengefasst. Mit der vorliegenden Erfindung rücken eine Heim- und Gebäudeautomation
für breite Anwenderkreise in den Bereich der wirtschaftlichen Möglichkeiten. Das Komfort-
und Sicherheitsbedürfnis kann zu tragbaren Kosten und mit einfachen Kenntnissen realisiert
werden, ohne dass umfassendere Installationen und/oder störende ästhetische Auswirkungen
im Wohn- und Arbeitsbereich in Kauf genommen werden müssen.
Tabelle 1 Beispiele von Applikationen
| Anwendungsbereich |
Funktion |
Eingangssignal von Systemkomponenten |
Manuelle Übersteuerung |
| Energie |
Licht ein/aus |
Präsenz |
x |
| |
Lichtlevel |
|
| Temperaturregelung |
Präsenz |
(x) |
| |
Raumtemperatur |
|
| Ventilation |
Präsenz |
(x) |
| |
Luftqualität |
|
| Komfort |
Licht dimmen/Szenenlicht |
Schalten auf vorbestimmte Lichtlevels |
x |
| Storenregelung |
Räumlichtlevel |
x |
| |
Tageslichtlevel |
|
| |
Präsenz |
|
| Informations-Anzeige |
Raumtemperatur, Raumluftfeuchte |
|
|
| Wetterbedingungen |
Aussentemperatur, Aussenfeuchte, Wind |
|
| Schliesszustand von Türen & Fenstern |
|
x |
| Kommunikation |
Raum zu Raum Gegensprechanlage |
|
|
| Mitteilungen |
|
|
| Sicherheit |
Einbruchalarm |
Präsenz |
x |
| Präsenzsimulation |
|
|
| Zutritt |
Personenidentifikation |
x |
| Baby Überwachung |
|
x |
| Alters- und Behinderten-Funktionen |
Überwachung |
Präsenz |
|
| Alarmierung |
Panikknopf |
x |
[0026] Die erfindungsgemässe Sensor- und Kontrolleinheit für Heim- und Gebäudeautomation
liefert
- Informationen, z.B. über die Präsenz und Aktivitäten von Personen
- die Feststellung von Zuständen, z.B. Fenster offen
- die Erfassung von Messwerten, z.B. Tageslicht/künstliches Licht, Aussen/Innentemperatur,
und
- die Erfassung von Aktualitäten, z. B. Wetterprognose oder Nachrichten,
zwecks Weiterverarbeitung in speziellen Verwendungen oder zur Kenntnisnahme, und dient
auch als Benutzeroberfläche, z.B. als Display oder als Bedienpanel.
[0027] Die Erfindung wird anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen,
welche auch Gegenstand von abhängigen Patenansprüchen sind, näher erläutert. Es zeigen
schematisch:
- - Fig. 1
- eine Ansicht eines Spiegels mit integrierter Sensor- und Kontrolleinheit,
- - Fig. 2
- ein Fig. 1 entsprechendes Bild, mit zusätzlichen Komponenten,
- - Fig. 3
- eine Prinzipskizze eines Heim- und Gebäudeautomationssystems,
- - Fig. 4
- einen Sensor mit Fernbedienung zur Einstellung von Parametern, und
- - Fig. 5
- einen Raum mit einem Heimüberwachungssystem.
[0028] Ein Einrichtungsgegenstand 10 in einem Wohnraum, vorliegend ein auf mittlerer Augenhöhe
angebrachter Spiegel mit einem Rahmen 12 ist mit einer Sensor- und Kontrolleinheit
SU (siehe auch Fig. 3) für ein Heim- und Gebäudeautomationssystem ausgerüstet. Der
Sensor 14 ist im Spiegelrahmen 12 angeordnet, er umfasst in an sich bekannter Weise
eine Regeleinrichtung (Controller) und Schaltausgänge für die gleichzeitige und bedarfsgerechte
Schaltung von Aktoren für Installationen oder Installationsgruppen, wie Beleuchtung,
HLK usw. In einer entsprechenden Aussparung des Rahmens 12 sind Fotozellen 16 eingelegt,
welche einen nicht sichtbaren, gestrichelt dargestellten Stromspeicher 18 elektrisch
aufladen. Die Fotozellen 16, auch Solarkollektor genannt, bilden mit einer leistungsfähigen
Batterie 18 ein wirkungsvolles, energiegesteuertes Kraftpaket (Power pack). Wenn die
Ladungs-/Entladungszyklen energiegesteuert geregelt werden, kann die Lebensdauer weit
über 10 Jahre erhöht werden.
[0029] Die Sensor- und Kontrolleinheit SU wird durch einen Sender 20 für Ausgangssignale
vervollständigt, welcher auch Empfänger für Steuersignale einer Fernbedienung sein
kann. Die Bauelemente 14, 16, 18 und 20 bilden die Grundausrüstung einer Sensor- und
Kontrolleinheit SU. Alle diese, wie auch die weiteren Bauelemente haben wenn notwendig
eine eigene, an sich bekannte Elektronik und sind durch geeignete Leiter miteinander
verbunden.
[0030] Zur weiteren Ausrüstung gehören ein Display 22 und Schnittstellen 24 (Man Machine
Interface, MMI), welche optische, akustische und mechanische Elemente umfassen, z.B.
LED, Mikrophone, Tasten.
[0031] In Fig. 2 ist ein Dekorationsgegenstand 28, im vorliegenden Fall ein Bild mit einem
Rahmen 12, dargestellt. Die Sensor- und Kontrolleinheit SU ist wie in Fig. 1 im Rahmen
12 angeordnet. Selbstverständlich kann der in der Regel aus Holz bestehende Rahmen
auch als vorfabriziertes Hohlprofil aus anderen Werkstoffen mit wenigstens einem entsprechend
ausgebildeten Innenraum ausgebildet sein.
[0032] Der Sensor 14 für die Präsenz- und/oder Aktivitätsüberwachung umfasst eine Elektronik
und einstellbare Fresnel- und/oder Multilinsen. Der Sensor 14 ist auf einem verdeckten
mechanischen System 15 zur Positionierung und Einstellung des Erfassungsbereichs gehaltert.
Die auf dem Rahmen 12 aufgebrachten Fotozellen 16 haben eine transparente Deckfolie
und sind mit drei leistungsfähigen Stromspeichern 18 in Form von aufladbaren Batterien
in einem Gehäuse 30 verbunden, welche Sensoren 14, Sender/Empfänger 20 und alle Elektroniken
speisen.
[0033] Der Sender/Empfänger 20 für Ausgangs- und Steuersignale mit eigener Elektronik hat
eine Antenne, welche physikalisch auf die zur Anwendung kommende Trägerfrequenz angepasst
ist. Das LCD-Display 22 befriedigt einerseits Komfortansprüche bezüglich Mitteilungen
(Wetter, Energieverbrauch), graphischer Darstellungen und allgemeiner Informationen,
kann jedoch andererseits auch anderweitig eingesetzt werden, beispielsweise zur Blutdruck-
oder Pulsfrequenzanzeige. Ein Lautsprecher 36 ist im Rahmen links eingebaut.
[0034] Weitere Elemente sind auf dem Bild angeordnet:
- Mikrophon 38, Breitbandfrequenz
- Helligkeitsmesser 40
- Luftqualitätssensor 41
- Lufttemperatursensor 42
- Kontrolleinheit 34 für die Signal- und Informationsverarbeitung (CPU), verbunden mit
den andern Elementen im Bilderrahmen 12
- Raumüberwachungskamera 44
- Luftfeuchtigkeitsmesser 46
- IR-Strahlungsmesser 48
- LED-Rotalarm 50 zur Anzeige von Fehlfunktionen
[0035] Ein Spiegel oder ein Bild mit einer Sensor- und Kontrolleinheit SU ist zweckmässig
nicht nur aufgehängt, sondern zusätzlich mit einfachen Mitteln 51 gegen unbedachtes
Wegnehmen gesichert, z.B. eine Verdreharretierung.
[0036] Die Bauelemente können grundsätzlich in beliebiger Weise im Rahmen 12 angeordnet
sein, wobei auch ästhetische Belange berücksichtigt werden können. Flache, transparente
Fotozellen 16 können auch auf dem Spiegelglas oder auf der Bildfläche 26 angeordnet
sein.
[0037] In Fig. 3 ist ein Heim- und Gebäudeautomationssystem 58 mit einer erfindungsgemässen
Sensor- und Kontrolleinheit SU mit den Bauteilen 14, 16, 18, 20 (Fig. 1, 2) aufgezeichnet,
wobei dessen Automationssystem einen anwesenheits- und aktivitätsgesteuerten Regelkreis
60 aufweist. Die Sensor- und Kontrolleinheit SU ist in einen hier nicht gezeigten
Einrichtungs-, Dekorations- oder Ausstattungsgegenstand integriert. Für den Gegenstand,
insbesondere ein Bild oder ein Spiegel, wird empirisch der vorteilhafteste Ort ausgewählt,
welcher auch ästhetisch anspricht.
[0038] Ein Prozessor 56 mit der Software umfasst eine adaptive Heimautomation und eine veränderbare
Verhaltensmuster-Datenbank 62. Mit einem Pfeil 64 ist ein Anschluss an weitere Kommunikationsnetze,
wie z.B. das Internet, ein stationäres oder mobiles Telefon, angedeutet.
[0039] Die Anwesenheit und Aktivitäten eines Benutzers 66 werden von einer energieautonomen
Sensor- und Kontrolleinheit SU überwacht. Die vom Sensor 14 erzeugten elektrischen
Signale werden über einen gestrichelt dargestellten Funk-Datenbus 68 mit Hilfe von
Sendem/Empfängern 20 auf einen konventionellen Datenbus 70 übertragen. Dieser verbindet
den Prozessor 56 mit einem Bus-Interface 72.
[0040] Das Bus-Interface 72 bildet mit dem anwesenheits- und aktivitätsgesteuerten Regelkreis
60 eine funktionelle Einheit, was mit einem gestrichelten Rechteck 74 angedeutet ist.
Vom Bus-Interface 72 abzweigende elektrische Leiter 76 münden über adaptiv verstellbare
Parameter P (proportional), I (integral) und D (differential) in einen PID-Regler
78, über welchen der anwesenheits- und aktivitätsgesteuerte Regelkreis 60 führt.
[0041] Weiter gibt das Bus-Interface 72 mit einem "+" bezeichnete elektrische Impulse, die
Sollwerte, an die Summierstelle 80 ab. Die mit einem "-" bezeichneten elektrischen
Impulse für die Istwerte werden über den Regelkreis 60 zur Bildung der Regeldifferenz
Soll-Ist eingespeist. P, I und D werden wie erwähnt adaptiv verstellt.
[0042] Je nach dem laufend angepassten Verhaltensmuster des Benutzers 66 löst die Datenbank
62 des Prozessors 56 und/oder dieser selbst bzw. die betreffenden Algorithmen über
den Datenbus 70, das Bus-Interface 72 und den Regelkreis 60 einen Aktor 82 aus, welcher
eine Installation 86 oder eine Installationsgruppe betätigt, im vorliegenden Fall
ein Ventil 84 einer Heizungsanlage öffnet.
[0043] Mit einem Pfeil 88 wird das Behaglichkeitsempfinden des Benutzers 66 angedeutet,
welches durch die Betätigung der Installation 86 beeinflusst wird.
[0044] Fig. 4 zeigt den Sensor 14 einer in einem nicht dargestellten Büchergestell montierten
Sensor- und Kontrolleinheit mit durch eine Fernbedienung 94 einstellbaren Parametern.
Ausser dem Sensor 14 mit einem Empfänger/Sender 92, welcher auf einen Sender/Empfänger
90 der Fernbedienung 94 anspricht, sind alle Komponenten der Sensor- und Kontrolleinheit
einfachheitshalber weggelassen. Die Fernbedienung 94 hat ein Display 96 und mehrere
Funktionstasten 98, welche eine ausserordentlich einfache Einstellung von Parametersätzen
auf einem, mehreren oder allen Sensoren 14 in einem oder mehreren Räumen erlaubt.
Die Fernbedienung 94 sendet einen Infrarotstrahl, als Pfeil für ein Sendekommando
S dargestellt, in Richtung des Sensors 14. Ebenfalls mit einem Infrarotstrahl kann
die Fernbedienung 94 ein vom Sensor 14 gesendetes, gestrichelt dargestelltes Rufkommando
R auslösen. Sowohl ein einziges Sendekommando S als auch ein einziges Rufkommando
R übermitteln den vollständigen Inhalt eines Parametersatzes, in bestimmten Fällen
auch von mehreren Parametersätzen.
[0045] In Fig. 5 ist ein Raum mit einer Sitzgruppe 102 und einer Ständerlampe 104 skizziert.
Diese ist, wie die in ein Bild 28 integrierte Sensor- und Kontrolleinheit SU, der
Antrieb 106 für die Fensterstoren 108, der Fernsehapparat 110 und das Ventil 84 der
Radiatoren 112 an die Heimautomatik angeschlossen. Ein sitzender Leser 114 ist kurz
davor, sich eine Fernsehsendung anzusehen. Dazu gibt er mit der Fernbedienung 94 ein
Sendekommando an die Sensor- und Kontrolleinheit SU im Bild 28. Ein gespeicherter
Parametersatz schaltet nun über Aktoren 82 (Fig. 3) den Fernsehapparat 110 ein, nimmt
das Licht der Ständerlampe 104 zurück, schaltet dafür eine lichtschwache Fernsehlampe
116 ein und betätigt den Antrieb 106 zum Senken der Storen 108. Das Ventil 84 der
Radiatoren bleibt unverändert.
[0046] Bei unbenutztem Raum 100 kann dieser oder alle Räume der Wohnung "scharfgestellt"
werden: Betritt eine unbefugte Person 118 den Raum, wird in vorausbestimmter Weise
Alarm ausgelöst, die Sensor- und Kontrolleinheit hat über SW automatisch von einem
Präsenzmodus auf einen Bewegungsmodus umgeschaltet.
1. Integrale Steuerung eines Heim- und Gebäudeautomationssystems (58), eingeschlossen
Alarm-, Sicherheits- und Überwachungseinrichtungen, mit Hilfe einer Raum- und/oder
Personenüberwachung, welches Automationssystem Sensoren (14) zur Erzeugung eines Ausgangssignals
für Aktoren (82), von einem Aktor (82) angesteuerte Installationen (86) oder Installationsgruppen
und Rechner (56) mit Software umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass
in der Steuerung wenigstens ein Sensor (14) mit Elektronik über eine elektrische Energieversorgung
in Form von Fotozellen (16) mit einem Stromspeicher (18) und ein drahtlos arbeitendes
Kommunikationsmodul (20) für die Signalübertragung verfügt und so eine autonome Sensor-
und Kontrolleinheit (SU) bildet.
2. Steuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensor- und Kontrolleinheit (SU) auf einem vorzugsweise lösbar befestigten oder
verschiebbaren Einrichtungs- (10), Dekorations- (28) oder Ausstattungsgegenstand angeordnet
ist.
3. Steuerung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensor- und Kontrolleinheit (SU) in und/oder auf einem Bilder- oder Spiegelrahmen
(12), einem Schrank, einem Büchergestell oder einer Plastik angeordnet ist.
4. Steuerung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die mit einem Präsenzsensor (14) ausgerüstete Sensor- und Kontrolleinheit (SU) über
SW automatisch oder manuell von einem Präsenzmodus (Anwesenheit/ Abwesenheit) auf
einen Bewegungs-Modus (Einbruch/Überwachung) umschaltbar ist.
5. Steuerung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Signale von mehreren Sensoren (14) mit drahtloser Parallelschaltung, welche mehrere
Masters oder einen Master mit wenigstens einem Slave umfasst, übertragbar ist.
6. Steuerung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Sensor- und Kontrolleinheit (SU) eine Kontrolleinheit (34), ein Display
(22), ein Lautsprecher (36), ein Mikrophon (38) und/oder einen LED-Rotalarm (50) integriert
sind.
7. Steuerung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensor- und Kontrolleinheit SU einen Präsenzsensor (14), eine im sichtbaren Bereich
oder thermisch arbeitende Kamera (44), einen akustischen Sensor, einen Ultraschallsensor,
einen Rauchsensor, einen Temperatursensor (42), einen Strahlungssensor (48), einen
Luftqualitätssensor (41), einen Feuchtesensor (46) und/oder einen Helligkeitssensor
(40) umfasst.
8. Steuerung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass Teile der Sensor- und Kontrolleinheit (SU) eine intelligente und adaptive Umschaltung
von der Aktiv- in die Inaktivphase und umgekehrt haben.
9. Steuerung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die in die Sensor- und Kontrolleinheit (SU) integrierten Fotozellen (16) eine Oberfläche
von 10 - 500 cm2, vorzugsweise 20 - 200 cm2, haben.
10. Steuerung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Fotozellen (16) mit dem Stromspeicher (18) und Steuerelektronik ein energiegesteuertes
Kraftpaket (Power pack) bilden.
1. Integral control of a home and building automation system (58), including alarm, security
and monitoring devices, with the aid of room and/or people monitoring, which automation
system comprises sensors (14) for generating an output signal for actuators (82),
installations (86) triggered by an actuator (82) or installation groups and computers
(56) with software, characterised in that at least one sensor (14) with electronics has available an electrical energy supply
in the form of photoelectric cells (16) with a power store (18) and a wirelessly operating
communication module (20) for signal transmission, in the control, and thus forms
an autonomous sensor and control unit (SU).
2. Control according to claim 1, characterised in that the sensor and control unit (SU) is arranged on a preferably detachably fastened
or displaceable item of furnishing (10), decoration (28) or equipment.
3. Control according to claim 2, characterised in that the sensor and control unit (SU) is arranged in and/or on a picture or mirror frame
(12), a cupboard, a bookcase or a sculpture.
4. Control according to any one of claims 1 to 3, characterised in that a sensor and control unit (SU) equipped with the presence sensor (14) can be switched
over by way of SW automatically or manually from a presence mode (presence/absence)
to a movement mode (break-in/monitoring).
5. Control according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the signals can be transmitted by a plurality of sensors (14) with wireless parallel
connection comprising a plurality of masters or one master with at least one slave.
6. Control according to any one of claims 1 to 5, characterised in that a control unit (34), a display (22), a loud speaker (36), a microphone (38) and/or
an LED red alarm (50) are integrated in the region of the sensor and control unit
(SU).
7. Control according to any one of claims 1 to 6, characterised in that the sensor and control unit SU comprises a presence sensor (14), a camera (44) operating
in the visible range or thermally, an acoustic sensor, an ultrasound sensor, a smoke
sensor, a temperature sensor (42), a radiation sensor (48), an air quality sensor
(41), a moisture sensor (46), and/or a brightness sensor (40).
8. Control according to any one of claims 1 to 7, characterised in that parts of the sensor and control unit (SU) have an intelligent and adaptive transfer
from the active into the inactive phase and vice versa.
9. Control according to any one of claims 1 to 8, characterised in that the photoelectric cells (16) integrated into the sensor and control unit (SU) have
a surface area of 10 to 500 cm2, preferably 20 to 200 cm2.
10. Control according to any one of claims 1 to 9, characterised in that the photoelectric cells (16) with the power store (18) and control electronics form
an energy-controlled power pack.
1. Commande intégrée d'un système d'automatisation (58) d'un foyer ou d'un immeuble,
incluant des dispositifs d'alarme, de sécurité et de surveillance, à l'aide d'une
surveillance de locaux et/ou de personnes, système d'automatisation qui comprend des
capteurs (14) pour générer un signal émis pour des acteurs (82), des installations
(86) ou des groupes d'installations commandés par un acteur (82) et des ordinateurs
(56) équipés de logiciels,
caractérisée en ce que
dans la commande, au moins un capteur (14) équipé d'une électronique dispose d'une
alimentation en énergie, sous forme de cellules photoélectriques (16) avec accumulateur
(18) d'électricité, et d'un module de communications (20) fonctionnant sans fil, et
forme donc une unité de capteur et de contrôle (SU).
2. Commande intégrée selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'unité de capteur et de contrôle (SU) est disposée sur un objet, fixé de préférence
de façon détachable ou coulissant, d'ameublement (10), de décoration (28) ou de présentoir.
3. Commande intégrée selon la revendication 2, caractérisée en ce que l'unité de capteur et de contrôle (SU) est disposée dans et/ou sur un cadre (12)
d'image ou de miroir, une armoire, une étagère de livres, ou un objet d'art plastique.
4. Commande intégrée selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que l'unité de capteur et de contrôle (SU) équipée d'un capteur de présence (14) peut
être commutée, soit automatiquement par logiciel, ou SW abrégé de software, soit manuellement,
d'un module de présence (présence/absence) à un module de déplacement (effraction/surveillance).
5. Commande intégrée selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que les signaux peuvent être transmis par plusieurs capteurs (14) dans un circuit parallèle
sans fil qui comprend plusieurs maîtres ou un maître avec au moins un asservi.
6. Commande intégrée selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisée en ce qu'une unité de contrôle (34), un affichage (22), un haut-parleur (36), un microphone
(38) et/ou une alarme (50) de couleur rouge, à diode électroluminescente ou DEL, sont
intégrés dans le voisinage de l'unité de capteur et de contrôle (SU).
7. Commande intégrée selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que l'unité de capteur et de contrôle (SU) comprend un capteur de présence (14), une
caméra (44) fonctionnant dans le domaine visible ou thermique, un capteur acoustique,
un capteur ultrasonique, un capteur de fumée, un capteur de température (42), un capteur
de rayonnement (48), un capteur (41) de qualité de l'air, un capteur d'humidité (46)
et/ou un capteur de clarté (40).
8. Commande intégrée selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que des parties de l'unité de capteur et de contrôle (SU) sont pourvues d'une commutation
intelligente et adaptative, de phase active à phase inactive, et vice versa.
9. Commande intégrée selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que la surface de cellules photoélectriques (16) intégrées dans l'unité de capteur et
de contrôle (SU) est de 10 à 500 cm2, de préférence 20 à 200 cm2.
10. Commande intégrée selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que les cellules photoélectriques (16) constituent, avec l'accumulateur d'électricité
(18) et l'électronique de commande, un bloc d'alimentation (Powerpack) à énergie optimisée.