[0001] Die Erfindung betrifft ein Befestigungssystem für variabel an einem Kleidungsstück
anzuordnende Gegenstände, wie beispielsweise Taschen, nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Im Stand der Technik werden Befestigungssysteme für variabel an einem Kleidungsstück
anzuordnende Gegenstände mittels eines ineinandergreifenden Wirkmechanismus beispielsweise
in der
CA 64 22 44 vorgeschrieben.
[0003] Ein wesentlicher Nachteil dieser, durch die Anordnung von Schlaufen an den Rändern
der beiden miteinander zu verbinden Gegenstände gekennzeichneten Ausführungsform besteht
darin, daß zur Verbindung der Elementränder ein durch die Schlaufen hindurch geflochtener
biegeelastischer Verbindungsstab eingesetzt wird.
[0004] Der Einsatz eines solchen Verbindungsstabes verursacht in Verbindung mit seiner Anordnung
an Kleidungsstücken infolge des zwangsläufig auftretenden Körperkontaktes Druckstellen.
[0005] Aus der
US 842 498 ist zudem ein schnell lösbarer, ebenfalls geflochtener Verschluß bekannt, bei welchem
beispielsweise wiederum zwei mit einander zugeordneten Schlaufen versehene Bekleidungsteile
mittels eines elastischen Riemens, welcher abwechselnd nacheinander durch die einander
zugeordneten Schlaufen der beiden Teile hindurchgeführt wird, verbunden werden können.
[0006] Zur Sicherung der Verbindung wird sowohl das untere wie auch das obere Ende des Verbindungsbereiches
zusätzlich mittels jeweils einem Schnellverschluss, im vorliegenden Fall einerseits
mittels eines Hakens und andererseits mittels eines Druckknopfes gesichert.
[0007] Aus der
DE 1 803 109 U1 ist zudem ein knopf- und schnallenloser Verschluß für Schutzplanen, Zelte und Bekleidungsgegenstande
ebenfalls mit Schlaufen und diese verbindende Riemen bekannt, bei dem die zu verflechtenden
Riemen mit jeweils einem Ende fest an einem der beiden Bekleidungsteile angeordnet
sind. Da das freie andere Ende der Riemen lediglich von der Reibkraft zwischen dem
Riemen und den diesem benachbarten Baugruppen gehalten wird, führt eine solche Verbindung
bei zunehmender Belastung zwischen den miteinander verbundenen Bekleidungsteilen zu
einem erhöhten Spiel, so daß der in der
DE 1 803 109 U1 vorgestellte Verschluß bei Belastung ständig nachgespannt werden muß.
[0008] Auch aus der
DE 38 25 195 A1 ist darüber hinaus eine Vorrichtung zur Befestigung einer Tasche an einem Gürtel
mittels eines an der Tasche angeordneten, die Gürtelschlaufe bildenden Befestigungsgurtes
bekannt, wobei unmittelbar oberhalb der Gürtelschlaufe an der Tasche ein zusätzlicher,
sich über die gesamte Taschenbreite erstreckender, beidseitig flächig an der Tasche
angenähter Textilgurt angeordnet ist, welcher im Mittenbereich mit der Taschenrückseite
eine Schlaufe ausbildet durch die ein mit einem Klettverschluß versehenes freies Ende
des die Gürtelschlaufe bildenden Befestigungsgurtes hindurchgeführt, und nachfolgend
mit einem auf der Gürtelschlaufe der Tasche angeordneten Klettverschluß verbunden
wird, so daß der Befestigungsgurt in seiner Endlage positioniert ist.
[0009] Diese Befestigungsvariante versucht zwar das ständige Nachspannen der lösbaren Verbindung
unter Belastung zu verhindern, hat jedoch den Nachteil, daß die die Endlage fixierenden
Klettverschlusselemente, insbesondere bei Verwendung dieser Befestigungsvariante im
feien Gelände, leicht durch Schlamm, Schmutz, Fusseln O. ä. verkleben und dadurch
unbrauchbar werden.
[0010] Aus der
US 5 259 093 A ist eine weitere Befestigungsvariante einer Tasche oder etwas ähnlichem an einen
Gürtel oder an einem Bekleidungsgegenstand bekannt geworden.
[0011] Hierbei werden an der Rückseite der beispielsweise an einer Weste austauschbar zu
befestigen Tasche senkrecht mehrere Gurtbänder so angenäht, daß die beiden freien
Enden jedes der Gurtbänder die Tasche überragen. An den beiden freien Enden eines
jeden Gurtbandes sind Versteifungselemente angeordnet. Gleichzeitig befinden sich
im Bereich der Taschenrückseite oben und unten Einsteckschlitze in die diese an den
freien
[0012] Enden der Gurtbänder angeordneten Versteifungselemente dann von oben bzw. von unten
eingesteckt und so verklemmt werden.
[0013] An dem zugehörigen Bekleidungsgegenstand, beispielsweise der Weste sind in Querrichtung
mehrere jeweils gleichmäßig voneinander beabstandete Gurtbandstreifen übereinander
angeordnet, welche mit der Weste mehrfach mittels gleichmäßig voneinander beabstandeten
senkrechten Befestigungsnähten so verbunden sind, daß diese Gurtbandstreifen mit dem
Bekleidungsgegenstand, beispielsweise der Weste, übereinander und nebeneinander angeordnete
Schlaufen bilden.
[0014] Die so an der Weste angenähten, jeweils gleichmäßig voneinander beabstandeten Gurtbandstreifen
bilden exakt (in Reihen und Spalten) neben- und übereinanderliegende Schlaufen von
gleichmäßiger Geometrie und ermöglichen somit eine frei wählbare, exakte Positionierung
einer Tasche mittels der an dieser Tasche angeordneten, zuvor beschriebenen Gurtbänder.
[0015] Dabei werden die freien Enden der beispielsweise an der Tasche angeordneten, mit
jeweils zwei Versteifungselementen versehenen beiden Gurtbänder durch zwei übereinanderliegende
Schlaufen der Weste hindurchgeführt.
[0016] Anschließend werden die Versteifungselemente dann sowohl oben wie auch unten in die
zugeordneten Einsteckschlitze der Tasche eingesteckt.
[0017] Neben einem sehr umständlichen Handling hat diese Ausführungsform insbesondere auch
den Nachteil, daß diese so an den Gurtbändern der Weste angeordneten Taschen stets
etwas locker an der Weste sitzen, da sich nach dem Einschieben der Versteifungselemente
in die zugeordneten Einsteckschlitze zwangsläufig stets eine Schlaufe ausbildet.
[0018] Beim Einsatz derartiger Tasche-Weste-Kombinationen insbesondere in Verbindung mit
Armee- und/oder Polizeiwesten führt diese Befestigungsvariante beispielsweise beim
"Gleiten" am Boden oder bei sonstiger Auflage der Tasche auf dem Erdboden, sowie auch
beim "Hängenbleiben" der lösbar an der Weste angeordneten Tasche an Ästen o.ä. zwangsläufig
zu einer kontinuierlichen Lockerung der Steckverbindung die unter Einsatzbedingungen
zum Verlust der Tasche führen kann.
[0019] Darüber hinaus ist durch das Einstecken und das Herausziehen der Versteifungselemente
in die an der Tasche angeordneten Einsteckschlitze die Gefahr des Langzeitbruches
der Versteifungselemente gegeben, so daß auch infolge des zwangsläufig eintretenden
Verschleißes optimale Befestigung der Tasche an der Weste unmöglich ist.
[0020] Die
US 5 724 707 A beschreibt nun eine andere etwas modifizierte Bauform dieses vg. Befestigungssystems
unter analoger Verwendung der aus der
US 5 259 093 A bekannten Weste mit schlaufenbildenden Gurtbändern.
[0021] Bei dieser Ausführungsform nach der
US 5 724 707 A sind an der Rückseite der Tasche, mehrere Gurtbänder in Querrichtung übereinander
beabstandet angeordnet.
[0022] Die Tasche wird analog zur
US 5 259 093 A derart an der Weste angelegt, daß die Quergurte der Tasche jeweils in den "Freiräumen"
zwischen den Gurtbändern der Weste zu liegen kommen.
[0023] Wie bei einem Rucksack sind oben an der Rückseite der an der Weste anzuordnenden
Tasche zudem zwei Befestigungsgurte angeordnet.
[0024] Diese werden zur Verbindung der Tasche mit der Weste mit einer Schlaufe (Aufnahmemittel)
an der Weste beginnend und zwingend mit einer Schlaufe an der Weste endend, zwischen
den analog zur
CA 64 22 44 ineinandergreifenden benachbarten Gurtschlaufen von Tasche und Weste verflochten
hindurchgeführt und mit dem freien Ende an der Tasche mittels eines Befestigungselementes
befestigt.
[0025] Einer der Nachteile dieser aus der
US 5 724 707 A bekannten Ausführungsform besteht in dem sehr zeitaufwendigen und unhandlichen Flechtvorgang
um den an der Tasche angeordneten Befestigungsgurt zwischen den eng aneinanderliegenden
Schlaufen von Weste und Tasche hindurchzuführen.
[0026] Zur Befestigung des unteren Ende des Befestigungsgurtes wird als Befestigungselement
ein Druckknopf angeordnet, mit welchem das freie Ende des Befestigungsgurtes nach
dem abschließenden Durchflechten durch die untere Schlaufe der Weste direkt an der
Tasche befestigt wird.
[0027] Auch auf Grund dieser Endbefestigung des Befestigungsgurtes an der Tasche ist die
aus der
US 5 724 707 A bekannte Ausführungsform nur bedingt zur Befestigung von austauschbaren Gegenständen,
wie beispielsweise Taschen, an Polizei und Armeewesten geeignet, da stets dann wenn
diese Taschenbefestigung extremen Belastungen unter Einsatzbedingungen ausgesetzt
ist, wie beispielsweise beim Gleiten über den Erdboden, aber auch bereits beim Sitzen
oder beim Verharren in der Hocke, diese Druckknopfverbindungen in Folge der eintretenden
Hebelwirkung zwischen dem Druckknopf und der "letzten Schlaufe" am Bekleidungsgegenstand
einer sehr hohen Belastung unterliegen. Infolge dieser Belastung entkoppelt der Druckknopf
bereits bei leichtem Verschleiß und/oder leichter Verschmutzung.
[0028] Ein weiterer Nachteil dieser Ausführungsform besteht auch darin, daß diese aus der
US 5 724 707 A bekannte Befestigungsvariante der Tasche an der Weste die Weste deutlich versteift
und dadurch insbesondere bei Befestigung von "hohen" Taschen den Tragekomfort stark
beeinträchtigt, da beispielsweise beim Transport von der Taschenhöhe zugeordneten,
längeren Gegenständen in den Taschen auch die Taschenrückseiten und damit zwangsläufig
die Westenanlagefläche so eben ausgerichtet (versteift) wird, daß diese beispielsweise
beim Bücken die Verformung des Oberkörpers beeinträchtigt.
[0029] Zudem ist beiden vorgenannten Lösungen folgender weiterer Nachteil gemeinsam. Für
beide Lösungen ist zwingend erforderlich, daß am jeweiligen Bekleidungsgegenstand,
beispielsweise der Weste, in Querrichtung übereinander mehrere jeweils gleichmäßig
voneinander beabstandete Gurtbandgewebestreifen mit der Weste mehrfach mittels exakt
gleichmäßig voneinander beabstandeter senkrechter Befestigungsnähte verbunden sind,
so daß diese mit dem Bekleidungsgegenstand, beispielsweise der Weste, exakte übereinander
und nebeneinander angeordnete, exakt gleich große Schlaufen bilden.
[0030] Um nun eine exakte und zuverlässige Befestigung mit hoher Funktionssicherheit bei
gleichzeitig einfacher, sicherer und schneller Handhabbarkeit selbst unter sehr extremen
Einsatzbedingungen bei hohem Tragekomfort zu gewährleisten ist neben der bereits erwähnten
sehr exakten Anordnung von gleichmäßig über- und nebeneinander liegenden, stets exakt
gleich großer Schlaufen zudem zwingend erforderlich, daß die Schlaufen stets nur minimal
breiter als die Gurte sein dürfen, so daß die Endstücke der an den Gepäckstücken angeordneten
Befestigungsgurte gerade noch "straff-gleitend" durch die Schlaufen geführt werden
können. Die Befestigungsgurte dürfen sich nach der Montage keinesfalls in den Schlaufen
quer so weit verschieben können, daß dem Träger der Weste beispielsweise beim schnellen
Laufen das Gefühl eines ständigen Positionswechsels des Gepäckstückes an der Weste
vermittelt wird.
[0031] Unter diesen Anforderungen führt beispielsweise ein beim Nähen im üblichen Toleranzfeld
kaum zu vermeidender Versatz der Schlaufen zwangsläufig einem "Verziehen" des Bekleidungsgegenstandes
und/oder zu einem Verdrehen des Befestigungsgurtes. Dies bedeutet jedoch eine deutlichen
Beeinträchtigung des Tragekomforts.
[0032] Darüber hinaus haben Praxistests gezeigt, daß mit zunehmender Schlaufengröße und/oder
zunehmendem Transportgewicht nicht nur der Tragekomfort bei schlaufenbildend am Bekleidungsgegenstand
angenähten Bekleidungsgurten stark beeinträchtigt wird, sondern daß auch die selbst
mehrfach vernähten Verbindungsnähte der Bekleidungsgurte mit dem
[0033] Bekleidungsgegenstand aufreißen.
[0034] Dabei bewirkt die durch den Nähprozess bewirkte Perforation der verbundenen Gewebe
eine deutliche Verringerung der Festigkeitseigenschaften dieser durch das Nähen verbundenen
Gewebe. Selbst mittels eines sehr hohen Fertigungsaufwandes im Nähprozess welcher
insbesondere durch die zwingend erforderliche Einhaltung eines sehr geringen Toleranzfeldes
beim Nähen bedingt ist, kann mittels der an der Weste schlaufenbildend mehrfach angenähten
Gurtbandstreifen eine einfache, sichere, schnelle und frei wählbare, exakte Positionierung
von Gepäckstücken, mittels der an den Gepäckstücken angeordneten Befestigungsgurten
insbesondere unter sehr extremen Einsatzbedingungen bei hohem Tragekomfort nur bedingt
gewährleistet werden.
[0035] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde die vorgenannten Nachteile des Standes
der Technik zu beseitigen und ein Befestigungssystem mit einem ineinandergreifenden
Wirkmechanismus für variabel an einem Kleidungsstück anzuordnende Gegenstände, beispielsweise
Taschen, zu entwickeln, welches selbst unter extremen Einsatzbedingungen stets eine
hohe Funktionssicherheit und Zuverlässigkeit besitzt, sich durch eine einfache, schnelle
Handhabbarkeit sowie durch eine sichere und zuverlässige Befestigung des variabel
am Bekleidungsgegenstand anzuordnenden Gegenstandes selbst unter sehr extremen Einsatzbedingungen
bei hohem Tragekomfort und hoher Lebensdauer auszeichnet, zusätzlich die Variantenvielfalt
der Transportmöglichkeiten erhöht und dabei fertigungstechnisch einfach und auch kostengünstig
herstellbar ist.
[0036] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Befestigungssystem für variabel an einem
Bekleidungsgegenstand (1) anzuordnende Gegenstände, beispielsweise Taschen (4), mittels
eines ineinandergreifenden Wirkmechanismus, mit einem oder mehreren an dem zu befestigenden
Gegenstand angeordneten Befestigungsgurt/en (7) sowie einer Vielzahl in Form von "Reihen
und Spalten" neben- und untereinander an dem zugeordneten Bekleidungsgegenstand (1)
angeordneten Bekleidungsschlaufen (3), die beispielsweise von in gleichmäßigen Abständen
mehrfach, untereinander am Bekleidungsgegenstand (1) angenähten Bekleidungsgurten
(2) gebildet werden gelöst, welches sich dadurch auszeichnet, daß an dem zu befestigenden
Gegenstand unterhalb des oberen Befestigungsbereiches jedes Befestigungsgurtes (7)
eine Schnalle (12) angeordnet ist, und daß im unteren Bereich der Anlagefläche des
zu befestigenden Gegenstandes am Bekleidungsgegenstand (1) nebeneinander entsprechend
der Anzahl der am zu befestigenden Gegenstand angeordneten Befestigungsgurte (7) eine
oder mehrere Taschenschlaufen (6) angeordnet sind, wobei am freien Ende des/der am
zu befestigenden Gegenstand angeordneten Befestigungsgurtes (7) jeweils ein mit einem
Haken (9) versehenes Griffelement (8) angeordnet ist.
[0037] Erfindungsgemäß wird der zu befestigenden Gegenstand am Bekleidungsgegenstand (1)
angelegt und der an dem zu befestigenden Gegenstand angeordnete Befestigungsgurt (7)
zunächst durch eine der am Bekleidungsgegenstand (1) angeordnete Bekleidungsschlaufen
(3) und anschließend durch die zugehörige an dem zu befestigenden Gegenstand, beispielsweise
der Tasche (4), angeordnete Schnalle (12) geführt.
[0038] Der Befestigungsgurt (7) wird danach nur noch durch die oberhalb der an dem zu befestigenden
Gegenstand angeordneten Taschenschlaufe (6) befindliche Bekleidungsschlaufe (3), und
durch die dieser benachbarten Taschenschlaufe (6) sowie durch die unter der Taschenschlaufe
(6) befindliche Bekleidungsschlaufe (3) hindurch geführt und in der letztgenannten
mittels des am Griffelement (8) des Befestigungsgurtes (7) angeordneten Hakens (9)
arretiert.
[0039] Infolge dieser erfindungsgemäßen, über die Taschenhöhe "freien" Befestigung wird
auch bei "hohen" Taschen der Tragekomfort wesentlich verbessert.
[0040] Durch die erfindungsgemäße "Zweipunktbefestigung" der Taschen an dem Bekleidungsgegenstand,
der Weste wird darüberhinaus gleichzeitig die Variantenvielfalt der Transportmöglichkeiten
erhöht, da der Träger des erfindungsgemäßen Bekleidungsgegenstandes bei angelegter
Tasche die Möglichkeit hat den durch die erfindungsgemäße Lösung gebotenen zusätzlichen
Stauraum zwischen beispielsweise der Tasche und der Weste für den kurzzeitigen Transport
oder die Zwischenablage beispielsweise von Handschuhen oder Magazinen zu nutzen.
[0041] Darüber hinaus wird durch die erfindungsgemäße Lösung in Verbindung mit dem das freie
Ende des Befestigungsgurtes (7) versteifenden Griffelement (8) zudem eine sehr einfache,
schnelle Handhabbarkeit sowie in Verbindung mit dem Haken (9) eine sichere und zuverlässige
Befestigung des variabel anzuordnenden Gegenstandes selbst unter sehr extremen Bedingungen
am Bekleidungsgegenstand (1) gewährleistet.
[0042] Die erfindungsgemäße Lösung bewirkt gleichzeitig selbst unter extremen Einsatzbedingungen
in Verbindung mit der zuverlässigen und robusten, einfachen und schnellen, optimal
handhabbaren Befestigung des Befestigungsgurtes mittels dem am Griffelement (8) angeordneten
Haken (9) direkt an einer Bekleidungsschlaufe (3) stets eine hohe Funktionssicherheit
und Zuverlässigkeit, und zeichnet sich neben einer einfachen und schnellen Handhabbarkeit
bei sicherer und zuverlässiger Befestigung selbst unter extremen Bedingungen durch
eine hohe Lebensdauer aus.
[0043] Daher ist diese erfindungsgemäße Lösung auch insbesondere für bei Armee- und Polizeiwesten
geeignet.
[0044] Zudem ist die erfindungsgemäße Lösung fertigungstechnisch einfach und auch sehr kostengünstig
herstellbar.
[0045] In den Unteransprüchen 2 bis 5 sind besonders vorteilhafte Ausführungsformen angegeben.
[0046] Bevorzugt ist, daß am Ende des Hakens (9) eine Rastnase (10) angeordnet ist, wobei
die Hakenlänge in etwa der Breite der Bekleidungsgurte (7) entspricht, so daß die
erfindungsgemäße hohe Zuverlässigkeit selbst unter sehr extremen Einsatzbedingungen
sehr vorteilhaft gewährleistet ist.
[0047] Vorteilhaft ist weiterhin, daß am Griffelement (8) Griffmulden (11) angeordnet sind
[0048] Die erfindungsgemäße Anordnung von Griffmulden ermöglicht eine zusätzliche Verbesserung
der Handhabbarkeit des erfindungsgemäßen Systems insbesondere beim Hindurchführen
des Befestigungsgurtes (7) durch die einander benachbarten Schlaufen / Schnallen vom
Bekleidungsgegenstand (1) und beispielsweise der Tasche (4).
[0049] Vorteilhaft ist auch, daß im Montagezustand zumindest ein Teil des am freien Ende
des Befestigungsgurtes (7) angeordneten Griffelementes (8) den zu befestigenden Gegenstand,
beispielsweise die Tasche (4), überragt.
[0050] Dadurch wird eine optimale Handhabbarkeit des erfindungsgemäßen Systems erzielt.
[0051] Vorteilhaft ist weiterhin, daß die im unteren Bereich der Anlagefläche des am Kleidungsstück
zu befestigenden Gegenstandes, beispielsweise der Tasche (4), angeordnete/n Taschenschlaufe/n
(6) von einem oder mehreren in Querrichtung am jeweiligen Gegenstand angenähten Gurtband/
Gurtbändern, dem/den Taschengurtlen (5), gebildet wird/werden.
[0052] Dies ermöglicht eine einfache Fertigung der an der Tasche angeordneten Taschenschlaufen
(6).
[0053] Kennzeichnend ist auch, daß die Bekleidungsschlaufen (3) von am/im Bekleidungsstück
(1) einfach oder in gleichmäßigen Abständen mehrfach untereinander angeordneten Bekleidungsrapportbänder
(15) gebildet werden, die aus einem Bekleidungsband (16) bestehen, welches mit mehreren
exakt untereinander angeordneten Bekleidungsgurten (2), in gleichmäßig wiederkehrenden
Höhen- und Breiten-Rapporten mit dem Gewebe des Bekleidungsbandes (16) verwebt sind.
[0054] Derartige Bekleidungsrapportbänder (15) können im Rahmen der Band- bzw. Gurtweberei
sehr kostengünstig hergestellt werden und zeichnen sich gegenüber einem, schlaufenbildend
mehrfach auf die Bekleidung aufgenähten Bekleidungsgurt (2) sowohl durch eine wesentlich
höhere Maßhaltigkeit in der Schlaufengeometrie wie aber auch durch eine wesentlich
höhere Haltbarkeit der Webverbindung gegenüber der Nähverbindung aus.
[0055] Zudem wird gleichzeitig selbst die Festigkeitsbeeinträchtigung durch die beim Nähen
zwangsläufig auftretende Perforation der Gewebe vermieden, so daß selbst mit zunehmendem
Transportgewicht ein Aufreißen der Verbindungen zwischen den Bekleidungsgurten und
dem Bekleidungsband vermieden wird.
[0056] Durch die erfindungsgemäße Lösung kann zudem insbesondere auch in Verbindung mit
der sehr exakten Anordnung von gleichmäßig über- und nebeneinander liegenden, stets
exakt gleich großen Schlaufen eine sehr exakte und zuverlässige Befestigung mit hoher
Funktionssicherheit bei gleichzeitig einfacher, sicherer und schneller Handhabbarkeit
selbst unter sehr extremen Einsatzbedingungen bei hohem Tragekomfort gewährleistet
werden.
[0057] Darüber hinaus kann mit minimalem Aufwand zudem sichergestellt werden, daß alle Schlaufen
stets nur minimal breiter als die Gurte sind, so daß die Endstücke der an den Gepäckstücken
angeordneten Befestigungsgurte stets "straff-gleitend" durch die Schlaufen geführt
werden können und dem Träger der Weste dadurch selbst beim schnellen Laufen das Gefühl
einer festen Positionierung des jeweiligen Gepäckstückes an der Weste vermittelt wird.
[0058] Darüber hinaus ermöglicht die Verwendung der erfindungsgemäßen, gewebten Bekleidungsrapportbänder
(15) ein optimales, mehrfaches, exaktes Untereinanderanordnen von stets exakt gleich
großen Schlaufen bei minimierter Fertigungstoleranz.
[0059] Durch den Einsatz der erfindungsgemäßen Bekleidungsrapportbänder (15) kann zudem
eine sehr exakte spaltenweise Schlaufenanordnung selbst bei mehreren untereinander
anzuordnenden Bekleidungsrapportbändern sehr einfach und kostengünstig bereits beim
Zuschnitt festgelegt werden, so daß durch den Einsatz der erfindungsgemäßen Lösung
mit minimalem technologischen Aufwand ein Versatz der Schlaufen untereinander vermieden
werden kann.
[0060] Bei Anwendung der erfindungsgemäßen Lösung wird somit auch gewährleistet, daß selbst
unter extremen Transportbedingungen keinesfalls eine Beeinträchtigung des Tragekomforts
durch ein "Verziehen" des Bekleidungsgegenstandes und/oder ein "Verdrehen" des Befestigungsgurtes
eintreten kann.
[0061] Zudem ist bei Anwendung der erfindungsgemäßen Lösung stets eine einfache, zuverlässige,
sichere, schnelle Handhabbarkeit und frei wählbare, exakte Positionierung und Befestigung
von Gepäckstücken mittels der an den Gepäckstücken angeordneten Befestigungsgurten
selbst unter sehr extremen Einsatzbedingungen bei hohem Tragekomfort und hoher Lebensdauer
mit hoher Variantenvielfalt der Transportmöglichkeiten gewährleistet.
[0062] Erfindungswesentlich ist dabei auch, daß die Bekleidungsrapportbänder (15) auf dem
Gewebe der Bekleidungsgegenstände (1) aufgenäht werden.
[0063] Dadurch kann selbst unter sehr extremen Einsatzbedingungen eine hohe Lebensdauer
gewährleistet werden.
[0064] Kennzeichnend ist weiterhin, daß die Bekleidungsrapportbänder (15) in Verbindung
mit anderen Materialien, beispielsweise Netzmaterialien die Bekleidungsgegenstände
(1) bilden.
[0065] Derartige Ausführungsformen ermöglichen eine einfache und kostengünstige Fertigung
von hoch atmungsaktiven Bekleidungsgegenständen (1) für extreme Einsatzbedingungen
mit hohem Tragekomfort.
[0066] Die Erfindung soll nun an mehreren Ausführungsbeispielen in Verbindung mit acht Darstellungen
näher erläutert werden.
[0067] Dabei zeigen die
- Figur 1 :
- die räumliche Darstellung eines bei der erfindungsgemäßen Lösung Anwendung findenden
Bekleidungsgegenstandes 1 in der Form einer Weste;
- Figur 2 :
- die schematische räumliche Darstellung eines erfindungsgemäßen Bekleidungsrapportbandes
15;
- Figur 3 :
- den Schnitt bei A-A, gemäß Figur 1, durch das erfindungsgemäße Bekleidungsrapportband
15;
- Figur 4 :
- eine mögliche Ausführungsform der Anordnung der erfindungsgemäßen Bekleidungsrapportbänder
15 an einem in Verbindung mit der erfindungsgemäßen Lösung Anwendung findenden Bekleidungsgegenstand
1 in der Form einer Weste;
- Figur 5 :
- die Seitenansicht der erfindungsgemäßen Anordnung einer Tasche 4 an einem Bekleidungsgegenstand
1 im Teilschnitt;
- Figur 6 :
- die Seitenansicht der erfindungsgemäßen Anordnung einer Tasche 4 an einem mit den
erfindungsgemäßen Bekleidungsrapportbänder 15 versehenen Bekleidungsgegenstand 1 im
Teilschnitt;
- Figur 7 :
- eine mögliche Ausführungsform eines erfindungsgemäßen am Befestigungsgurt 7 angeordneten
Griffelementes 8 in einer räumlichen Darstellung;
- Figur 8 :
- die Rückansicht einer erfindungsgemäß ausgebildeten Tasche in einer räumlichen Darstellung.
[0068] Die Figur 1 zeigt die räumliche Darstellung eines bei der erfindungsgemäßen Lösung
Anwendung findenden Bekleidungsgegenstandes 1 in der Form einer Weste mit an dieser
angeordneten, von Bekleidungsgurten 2 gebildeten Bekleidungsschlaufen 3.
[0069] Die am Bekleidungsgegenstand voneinander beabstandet angeordneten Bekleidungsgurte
2 sind in vorzugsweise gleichmäßigen Abständen senkrecht mit dem Bekleidungsgegenstand
mittels Z-Riegeln 14 vernäht und bilden so eine Vielzahl in Form von Reihen und Spalten"
neben- und untereinander am Bekleidungsgegenstand 1 angeordneten Bekleidungsschlaufen
3.
[0070] Die Figur 2 zeigt die schematische räumliche Darstellung eines erfindungsgemäßen
Bekleidungsrapportbandes 15.
[0071] Das Bekleidungsrapportband 15 besteht aus einem Bekleidungsband 16 welches mit mehreren
exakt untereinander angeordneten Bekleidungsgurten 2, in gleichmäßig wiederkehrenden
Höhen- und Breiten-Rapporten mit dem Gewebe des Bekleidungsbandes 16 durch Webverbindungen
17 derart verwebt ist, daß sich zwischen dem Bekleidungsband 16 und dem Bekleidungsgurt
2 exakt gleichförmige, und exakt neben und untereinander angeordnete Bekleidungsschlaufen
3 ausbilden.
[0072] In der Figur 3 ist der Schnitt bei A-A, gemäß Figur 1, durch das erfindungsgemäße
Bekleidungsrapportband 15 dargestellt. Aus dieser Darstellung wird ersichtlich, wie
das Bekleidungsband 16 mit dem Bekleidungsgurt 2, in gleichmäßig wiederkehrenden Rapporten
mit dem Gewebe des Bekleidungsbandes 16 verwebt ist.
[0073] Derartige Bekleidungsrapportbänder 15 können im Rahmen der Band- bzw. Gurtweberei
sehr kostengünstig hergestellt werden und zeichnen sich gegenüber einem, schlaufenbildend
mehrfach auf die Bekleidung aufgenähten Bekleidungsgurt 2 einerseits durch eine wesentlich
höhere Maßhaltigkeit in der Schlaufengeometrie wie auch eine wesentlich höhere Haltbarkeit
der Webverbindung gegenüber der Nähverbindung aus, da selbst die beim Nähen zwangsläufig
auftretende Perforation des Gewebes vermieden wird.
[0074] Die Figur 4 zeigt eine mögliche Ausführungsform der Anordnung der erfindungsgemäßen
Bekleidungsrapportbänder 15 an einem in Verbindung mit der erfindungsgemäßen Lösung
Anwendung findenden Bekleidungsgegenstand 1 in der Form einer Weste.
[0075] Die erfindungsgemäßen Bekleidungsrapportbänder 15 bilden in diesem Ausführungsbeispiel
in Verbindung mit Netzmaterial 18 den Bekleidungsgegenstand 1, die Weste.
[0076] Durch den Einsatz der erfindungsgemäßen Bekleidungsrapportbänder 15 kann eine sehr
exakte Schlaufenanordnung selbst bei mehreren untereinander anzuordnenden Bekleidungsrapportbändern
15 allein durch den exakte Zuschnitt festgelegt werden, so daß ein Versatz der Schlaufen
untereinander mit minimalem technologischen Aufwand vermieden wird.
[0077] Die Verwendung der erfindungsgemäßen gewebten Bekleidungsrapportbänder 15 ermöglicht
somit allein durch den exakten Zuschnitt ein schnelles, kostengünstiges, optimales,
mehrfaches exaktes Untereinanderanordnen von stets exakt gleich großen Schlaufen 3
bei minimierter Fertigungstoleranz.
[0078] Zudem wird durch die Verwendung der Bekleidungsrapportbänder 15 gewährleistet, daß
bei Anwendung der erfindungsgemäßen Lösung selbst unter extremen Transportbedingungen
keinesfalls eine Beeinträchtigung des Tragekomforts durch ein "Verziehen" des Bekleidungsgegenstandes
und/oder ein "Verdrehen" des Befestigungsgurtes eintreten kann, wobei gleichzeitig
stets eine einfache, zuverlässige, sichere, schnelle Handhabbarkeit und frei wählbare,
exakte Positionierung und Befestigung von Gepäckstücken, mittels der an den Gepäckstücken
angeordneten Befestigungsgurte auch unter sehr extremen Einsatzbedingungen bei hohem
Tragekomfort und hoher Lebensdauer bei hoher Variantenvielfalt der Transportmöglichkeiten
gewährleistet ist.
[0079] Die Figur 5 zeigt im Teilschnitt die Seitenansicht der erfindungsgemäßen Anordnung
einer Tasche 4 an einem Bekleidungsgegenstand 1.
[0080] Im unteren Bereich der Anlagefläche der am Bekleidungsgegenstand 1 zu befestigenden
Tasche 4 sind nebeneinander mehrere Taschenschlaufen 6 angeordnet. An dem unteren
Enden der an der Tasche 4 angeordneten Befestigungsgurte 7 ist jeweils ein Griffelement
8 angeordnet. Diese Griffelemente 8 sind mit einem Haken 9 versehen.
[0081] Die Tasche 4 wird erfindungsgemäß mit dem Bekleidungsgegenstand wie in der Figur
5 dargestellt verbunden.
[0082] Dabei wird zunächst die Tasche 4 am Bekleidungsgegenstand 1 angelegt und der an der
Tasche 4 angeordnete Befestigungsgurt 7 zunächst durch eine der am, Bekleidungsgegenstand
1 angeordnete Bekleidungsschlaufen 3 und anschließend durch die zugehörige an der
Tasche 4 angeordneten Schnalle 12 geführt.
[0083] Der Befestigungsgurt 7 wird anschließend nur noch durch die oberhalb der an dem zu
befestigenden Gegenstand angeordneten Taschenschlaufe 6 befindliche Bekleidungsschlaufe
3, anschließend durch die dieser benachbarten Taschenschlaufe 6 und zuletzt durch
die unterhalb der Taschenschlaufe befindliche Bekleidungsschlaufe 3 hindurch geführt
und in der letztgenannten mittels des am Griffelement 8 des Befestigungsgurtes 7 angeordneten
Hakens 9 arretiert.
[0084] Durch diese erfindungsgemäße "Zweipunktbefestigung" der Taschen an dem Bekleidungsgegenstand,
der Weste, wird neben dem Tragekomfort gleichzeitig auch die Variantenvielfalt der
Transportmöglichkeiten erhöht, da der Träger des erfindungsgemäßen Bekleidungsgegenstandes
bei angelegter Tasche die Möglichkeit hat den durch die erfindungsgemäße Lösung gebotenen
zusätzlichen Stauraum zwischen beispielsweise der Tasche und der Weste für den kurzzeitigen
Transport oder die Zwischenablage beispielsweise von Handschuhen oder Magazinen zu
nutzen.
[0085] Infolge der erfindungsgemäßen, über die Taschenhöhe "freien" Befestigung wird insbesondere
bei "hohen" Taschen auch die Bewegungsfreiheit des Trägers gegenüber herkömmlichen
Befestigungssystemen wesentlich verbessert, da die zugehörigen Bekleidungsgegenstände
nicht wie bei herkömmlichen Befestigungssystemen durch die Taschen und deren Inhalte
brettartig versteift werden. Für den Benutzer des erfindungsgemäßen System resultiert
daraus eine deutliche Verbesserung der Bewegungsfreiheit und des Tragekomforts.
[0086] Die erfindungsgemäße Lösung bewirkt in Verbindung mit dem das freie Ende des Befestigungsgurtes
7 versteifenden Griffelement 8 selbst unter extremen Einsatzbedingungen eine zuverlässige
und robuste, einfache und schnelle, optimal handhabbare Befestigung des Befestigungsgurtes
7 mit seinem Griffelement 8 und mittels des Hakens 9 direkt an einer Bekleidungsschlaufe
3, so daß selbst unter sehr extremen Bedingungen stets eine hohe Funktionssicherheit
und Zuverlässigkeit bei sicherer und zuverlässiger Befestigung selbst unter extremen
Bedingungen bei hoher Lebensdauer gegeben ist.
[0087] Am Haken 9 ist, wie in der Figur 5 dargestellt, etwa in der Höhe der Breite der Bekleidungsgurte
2 eine Rastnase 10 angeordnet.
[0088] Dadurch wird die geforderte hohe Zuverlässigkeit selbst unter sehr extremen Einsatzbedingungen
besonders vorteilhaft gewährleistet, so daß diese erfindungsgemäße Lösung insbesondere
auch für Armee- und Polizeiwesten geeignet ist.
[0089] Am Griffelement 8 ist eine Griffmulde 11 angeordnet. Diese ermöglicht eine Verbesserung
der Handhabbarkeit des erfindungsgemäßen Systems insbesondere beim Hindurchführen
des Befestigungsgurtes 7 durch die einander benachbarten Schlaufen / Schnalle vom
Bekleidungsgegenstand 1 und der Tasche 4.
[0090] Der größte Teil des am freien Ende des Befestigungsgurtes 7 angeordneten Griffelementes
8 überragt in Endmontagezustand die zu befestigende Tasche 4 wodurch eine optimale
Handhabbarkeit des erfindungsgemäßen Systems erzielt wird.
[0091] Die Figur 6 zeigt nun im Teilschnitt die Seitenansicht der erfindungsgemäßen Anordnung
einer Tasche 4 an einem mit Bekleidungsrapportbändern 15 versehenen Bekleidungsgegenstand
1.
[0092] Erfindungswesentlich ist dabei auch, daß die mit den Schlaufen 3 versehenen Bekleidungsrapportbänder
15 auf dem Gewebe des Bekleidungsgegenstandes 1 aufgenäht sind, so daß selbst unter
sehr extremen Einsatzbedingungen stets eine hohe Lebensdauer und Zuverlässigkeit gewährleistet
werden kann.
[0093] Im unteren Bereich der Anlagefläche der am Bekleidungsgegenstand 1 zu befestigenden
Tasche 4 sind wiederum nebeneinander mehrere Taschenschlaufen 6 angeordnet. An dem
unteren Enden der an der Tasche 4 angeordneten Befestigungsgurte 7 ist wiederum jeweils
ein Griffelement 8 angeordnet. Diese Griffelemente 8 sind erfindungsgemäß mit einem
Haken 9 versehen.
[0094] Die Tasche 4 wird erfindungsgemäß, analog zu den vg. Erläuterungen zu Figur 5, mit
dem hier mit Bekleidungsrapportbändern 15 versehenen Bekleidungsgegenstand 1, wie
in der Figur 6 dargestellt, verbunden.
[0095] Durch den erfindungsgemäßen Einsatz von Bekleidungsrapportbändern 15 wird zusätzlich
zu den bereits in Verbindung mit der Figur 5 erläuterten Vorteilen der erfindungsgemäßen
Lösung eine noch exaktere und hoch zuverlässige Befestigung von beispielsweise Taschen
mit hoher Funktionssicherheit bei gleichzeitig einfacher, sicherer und schneller Handhabbarkeit
selbst unter sehr extremen Einsatzbedingungen bei sehr hohem Tragekomfort durch die
sehr exakte, hochfeste Anordnung von gleichmäßig über- und nebeneinander liegenden,
stets exakt gleich großer Schlaufen gewährleistet.
[0096] Zudem kann gleichzeitig mit minimalem Aufwand sichergestellt werden, daß die Schlaufen
nur minimal breiter als die Gurte sind, so daß die Endstücke der an den Gepäckstücken
angeordneten Befestigungsgurte stets "straff-gleitend" durch die Schlaufen geführt
werden können, so daß dadurch dem Träger der Weste beim schnellen Laufen das Gefühl
einer festen Positionierung des Gepäckstückes an der Weste vermittelt wird. Selbst
mit zunehmender Schtaufengröße und/oder zunehmendem Transportgewicht wird durch die
erfindungsgemäße Webverbindungen 17 zwischen den Bekleidungsgurten und dem Bekleidungsband
16 gleichzeitig vermieden, daß diese Verbindungen aufreißen.
[0097] Durch die "Zweipunktbefestigung" der Tasche 4 an den Bekleidungsrapportbändern 15
des Bekleidungsgegenstands 1 wird auch bei dieser Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Lösung neben dem Tragekomfort gleichzeitig auch die Variantenvielfalt der Transportmöglichkeiten
erhöht, da der Träger des erfindungsgemäßen Bekleidungsgegenstandes bei angelegter
Tasche die Möglichkeit hat den durch die erfindungsgemäße Lösung gebotenen zusätzlichen
Stauraum zwischen der Tasche und dem Bekleidungsgegenstand 1 für den kurzzeitigen
Transport oder die Zwischenablage beispielsweise von Handschuhen oder Magazinen zu
nutzen.
[0098] Die Figur 7 zeigt nun eine mögliche Ausführungsform eines erfindungsgemäßen am Befestigungsgurt
7 angeordneten Griffelementes 8 mit einem Haken 9, einer Rastnase 10 und Griffmulden
11 in einer räumlichen Darstellung.
[0099] Diese am Befestigungsgurt 7 "angespritzte" Bauform des Griffelementes 8 gewährleistet
neben einer hohen Zuverlässigkeit gleichzeitig eine lange Lebensdauer sowie eine fertigungstechnisch
einfache und kostengünstige Herstellbarkeit.
[0100] In der Figur 8 ist die Rückansicht einer erfindungsgemäß ausgebildeten Tasche 4 räumlich
dargestellt.
[0101] Die an ihren freien Enden mit Griffelementen 8 versehenen beiden Befestigungsgurte
7 sind zwei Mal mittels jeweils eines Vernähungskreuzes 13 mit der Rückseite der Tasche
4 derart befestigt, daß zwischen den beiden Vernähungskreuzen eine vor dem Vernähen
des unteren Vernähungskreuzes 13 auf dem Taschengurt aufgeschobene Schnalle 12 exakt
an der Tasche 4 positioniert ist.
[0102] Im unteren Bereich der Tasche 4 befindet sich ein in Querrichtung an der Tasche 4
angenähtes Gurtband der Taschengurt 5.
[0103] Dieser ist beidseitig jeweils mit einem Vernähungskreuz 13 an der Rückseite der Tasche
4 befestigt.
[0104] Die senkrecht unter den Befestigungen des Befestigungsgurtes 7 an der Tasche 4 liegenden
Taschenschlaufen 6 werden durch weitere Verbindungen des Taschengurtes 5 mit der Tasche
4 mittels über die gesamte Taschengurtbreite verlaufende, beidseitig jeder Taschenschlaufe
6 angeordneten Z-Riegel 14 gebildet.
[0105] Dadurch kann eine einfache, exakte, kostengünstig herstellbare und funktionssichere
Anordnung der Befestigungsgurte 7, der Schnallen 12 und Taschenschlaufen 6 an der
Tasche 4 gewährleistet werden.
[0106] Mit der erfindungsgemäßen Lösung ist es somit gelungen ein Befestigungssystem mit
einem ineinandergreifenden Wirkmechanismus für variabel an einem Kleidungsstück anzuordnende
Gegenstände, beispielsweise Taschen, zu entwickeln, welches selbst unter extremen
Einsatzbedingungen stets eine hohe Funktionssicherheit und Zuverlässigkeit besitzt,
sich durch eine einfache, schnelle Handhabbarkeit sowie durch eine sichere und zuverlässige
Befestigung des variabel am Bekleidungsgegenstand anzuordnenden Gegenstandes selbst
unter sehr extremen Einsatzbedingungen bei hohem Tragekomfort und hoher Lebensdauer
auszeichnet, zusätzlich die Variantenvielfalt der Transportmöglichkeiten erhöht und
dabei fertigungstechnisch einfach und auch kostengünstig herstellbar ist.
Bezugszeichenzusammenstellung
[0107]
- 1
- Bekleidungsgegenstand
- 2
- Bekleidungsgurt
- 3
- Bekleidungsschlaufe
- 4
- Tasche
- 5
- Taschengurt
- 6
- Taschenschlaufe
- 7
- Befestigungsgurt
- 8
- Griffelement
- 9
- Haken
- 10
- Rastnase
- 11
- Griffmulde
- 12
- Schnalle
- 13
- Vernähungskreuz
- 14
- Z-Riegel
- 15
- Bekleidungsrapportband
- 16
- Bekleidungsband
- 17
- Verwebung
- 18
- Netzmaterial
1. Befestigungssystem für variabel an einem Bekleidungsstück (1) anzuordnende Gegenstände,
beispielsweise Taschen (4), mittels eines ineinandergreifenden Wirkmechanismus, mit
einem oder mehreren an dem zu befestigenden Gegenstand angeordneten Befestigungsgurt/en
(7) sowie einer Vielzahl in Form von "Reihen und Spalten" neben- und untereinander
an dem zugeordneten Bekleidungsstück (1) angeordneten Bekleidungsschlaufen (3), die
beispielsweise von in gleichmäßigen Abständen mehrfach, untereinander am Bekleidungsstück
(1) angenähten Bekleidungsgurten (2) gebildet werden, dadurch gekennzeichnet, daß an dem zu befestigenden Gegenstand unterhalb des oberen Befestigungsbereiches jedes
Befestigungsgurtes (7) eine Schnalle (12) angeordnet ist, und daß im unteren Bereich
der Anlagefläche des zu befestigenden Gegenstandes am Bekleidungsstück (1) nebeneinander
entsprechend der Anzahl der am zu befestigenden Gegenstand angeordneten Befestigungsgurte
(7) eine oder mehrere Taschenschlaufen (6) angeordnet sind, wobei am freien Ende des
am zu befestigenden Gegenstand angeordneten Befestigungsgurtes (7) jeweils ein mit
einem Haken (9) versehenes Griffelement (8) angeordnet ist, mit dessen Hilfe der Befestigungsgurt
(7) an einer Bekleidungsschlaufe (3) unterhalb der Taschenschlaufe (6) arretiert wird.
2. Befestigungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bekleidungsschlaufen (3) mittels am/im Bekleidungsstück (1) einfach, oder in
gleichmäßigen Abständen mehrfach, untereinander angeordneten Bekleidungsrapportbänder
(15) gebildet werden, die aus einem Bekleidungsband (16) bestehen, welches mit mehreren
exakt untereinander angeordneten Bekleidungsgurten (2), in gleichmäßig wiederkehrenden
Höhen- und Breiten-Rapporten mit dem Gewebe des Bekleidungsbandes (16) verwebt sind.
3. Befestigungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Ende des Hakens (9) eine Rastnase (10) angeordnet ist, wobei die Hakenlänge in
etwa der Breite der Bekleidungsgurte (7) entspricht.
4. Befestigungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Griffelement (8) Griffmulden (11) angeordnet sind.
5. Befestigungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Montagezustand zumindest ein Teil des am freien Ende des Befestigungsgurtes (7)
angeordneten Griffelementes (8) den zu befestigenden Gegenstand, beispielsweise die
Tasche (4), überragt.
6. Befestigungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die im unteren Bereich der Anlagefläche des am Kleidungsstück zu befestigenden Gegenstandes,
beispielsweise der Tasche (4), angeordnete/n Taschenschlaufe/n (6) von einem oder
mehreren in Querrichtung mehrfach mit dem zu befestigenden Gegenstand verbundenen
Gurtband/Gurtbändem, dem/den Taschengurt/en (5), gebildet wird/werden.
7. Befestigungssystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bekleidungsrapportbänder (15) auf dem Gewebe der Bekleidungsstücke aufgenäht
sind.
8. Befestigungssystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bekleidungsrapportbänder (15) in Verbindung mit anderen Materialien die Bekleidungsstücke
bilden.