| (19) |
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(11) |
EP 1 723 377 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.08.2007 Patentblatt 2007/34 |
| (22) |
Anmeldetag: 14.03.2005 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2005/002714 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2005/088226 (22.09.2005 Gazette 2005/38) |
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| (54) |
FLÜSSIGKEITSVERTEILER
LIQUID DISTRIBUTOR
DISTRIBUTEUR DE LIQUIDE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU MC NL PL PT RO SE SI
SK TR |
| (30) |
Priorität: |
12.03.2004 DE 102004012276
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.11.2006 Patentblatt 2006/47 |
| (73) |
Patentinhaber: ZAE Bayern Bay. Zentrum für Angewandte
Energieforschung E.V. |
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85748 Garching (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- HARM, Mario
80469 München (DE)
- SCHWEIGLER, Christian
82178 Puchheim (DE)
- STORKENMAIER, Franz
85643 Steinhöring (DE)
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| (74) |
Vertreter: Winter, Brandl, Fürniss, Hübner Röss, Kaiser,
Polte Partnerschaft Patent- und
Rechtsanwaltskanzlei |
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Alois-Steinecker-Strasse 22 85354 Freising 85354 Freising (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
US-A- 4 557 877 US-A- 5 622 060
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US-A- 4 567 942 US-B1- 6 253 571
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Flüssigkeitsverteiler nach Anspruch 1.
[0002] Die gleichmäßige Verteilung von Flüssigkeit auf eine Fläche ist in einer Vielzahl
von technischen Anwendungen, z. B. Absorber, Verdampfer, Rohrbündelwärmetauscher usw.
notwendig.
[0003] Aus der
US-A-4,567,942 ist ein Fallfilmwärmetauscher bekannt, der eine Verteilerwanne mit einem Wannenboden
aufweist, in dem eine Vielzahl von regelmäßig über den Wannenboden verteilten Aufgaberöhrchen
vorgesehen sind. Die Aufgaberöhrchen erstrecken sich nach unten von der Unterseite
des Wannenbodens und tauchen in einen Flüssigkeitssumpf ein, dessen Überlauf in Verdampferrohre
einmündet. Die aus der unteren Öffnung der Aufgaberöhrchen austretende Flüssigkeit
vermischt sich damit zwangsweise mit Flüssigkeit aus anderen Aufgaberöhrchen.
[0004] Aus
US-A-5, 622, 060 ist eine Vorrichtung zum gleichmäßigen Aufbringen von wäßriger LiBr-Lösung auf ein
Rohrbündel bekannt. Hierzu ist über dem Rohrbündel ein Verteilerrohr angeordnet, das
Verteilerschlitze aufweist aus denen die zu verteilende wäßrige LiBr-Lösung austritt
und auf das Rohrbündel tropft. Die Verteilerschlitze weisen nach Innen in das Verteilerrohr
weisende Seitenwände auf, so daß in dem Verteilerrohr erst ein gewisser Flüssigkeitspegel
überschritten werden muß, bevor Flüssigkeit über die Verteilerschlitze austritt. Die
Verteilerschlitze weisen zwar eine regelmäßige Verteilung auf, jedoch können Tropfen
von benachbarten Verteilerschlitzen ineinanderlaufen und dann gemeinsam abtropfen.
Damit ist die gleichmäßige Verteilung der Flüssigkeit nicht mehr gewährleistet.
[0005] Aus der
US-A-6,253,571 ist ebenfalls ein Flüssigkeitsverteiler zum gleichmäßigen Aufbringen von zu verteilender
Flüssigkeit auf ein Rohrbündel bekannt. Hierzu ist eine Verteilerwanne über dem Rohrbündel
angeordnet. In dem Wannenboden sind eine Vielzahl von gleichmäßig verteilten Auslaßöffnungen
vorgesehen, durch die die zu verteilende Flüssigkeit austritt und auf das Rohrbündel
tropft. Diese in einer ebenen Fläche angeordneten Auslaßöffnungen definieren einen
Flüssigkeitsverteilbereich. Wiederum wird die regelmäßige Verteilung der Flüssigkeit
dadurch gestört, daß aus den einzelnen Auslaßöffnungen austretende Tropfen ineinanderlaufen
und dann gemeinsam abtropfen können. Ein gezielt einstellbares, insbesondere ein gleichmäßiges
Verteilungsprofil über den Flüssigkeitsverteilbereich ist daher nicht möglich.
[0006] Ausgehend von der
US-A-4,567,942 ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Flüssigkeitsverteiler anzugeben,
mittels dem gezielt ein bestimmtes Flüssigkeitsverteilungsprofil über den Flüssigkeitsverteilbereich
ermöglicht wird.
[0007] Durch das Vorsehen von Aufgaberöhrchen, die den Wannenboden durchsetzen, werden definierte
Abtropfstellen an der unteren Öffnung der Aufgaberöhrchen bereitgestellt. Tropfen
aus unterschiedlichen Aufgaberöhrchen können sich daher nicht vermischen, so daß das
gewünschte Flüssigkeitsverteilungsprofil, z. B. ein gleichmäßiges Verteilungsprofils,
durch die Gleichmäßigkeit der Verteilung der Aufgaberöhrchen in dem Wannenboden gegeben
ist.
[0008] Dadurch, daß die Aufgaberöhrchen auch nach Innen in die Verteilerwanne hineinragen,
wird verhindert, daß die Verteilerwanne leer läuft und folglich Flüssigkeit nur noch
aus den Aufgaberöhrchen unmittelbar im Bereich des Zuflusses austreten würde. Die
nach Innen ragenden Aufgaberöhrchen haben auch eine Schmutz-Rückhal tefunktion, da
sich am Boden der Verteilerwanne absetzender Schmutz nicht in die Aufgaberöhrchen
eindringen kann.
[0009] Ein besonderer Vorteil besteht darin, daß der erf indungsgemäße Flüssigkeitsverteiler
drucklos arbeiten kann, d.h. das gewünschte Flüssigkeitsprofil, z.B. eine gleichmäßige
Flüssigkeitsverteilung wird allein durch die Schwerkraft erreicht.
[0010] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird die zu verteilende Flüssigkeit
nicht unmittelbar in die Verteilerwanne eingeführt, sondern die Flüssigkeitszuführung
umfaßt eine Vorabsetzwanne, in die der Flüssigkeitszulauf mündet. Die Vorabsetzwanne
dient zur Beruhigung der Flüssigkeit. Die beruhigte Flüssigkeit gelangt dann über
einen Überlauf in die Verteilerwanne. Durch die Beruhigung kann sich Schmutz absetzen
und gelangt nicht in die Verteilerwanne. Die beruhigte Flüssigkeitsströmung ermöglicht
ein Ausgasen bzw. ein kontrolliertes Abführen von Dampf bei Eintritt von überhitzten
Flüssigkeiten in den Flüssigkeitsverteiler. (Anspruch 2)
[0011] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist in der Vorabsetzwanne
vor dem Überlauf ein Schmutzabscheider vorgesehen. Hierdurch wird verhindert, daß
Schmutzpartikel in die Verteilerwanne gelangen und einzelne Aufgaberöhrchen zusetzen.
(Anspruch 3 und 4)
[0012] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist über dem Flüssigkeitspegel
in der Verteilerwanne und unter dem Überlauf aus der Vorabsetzwanne eine Siebvorrichtung
vorgesehen, die ebenfalls verhindert, daß Schmutzpartikel die Aufgaberöhrchen zusetzen.
(Anspruch 5)
[0013] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der Flüssigkeitsverteilbereich
so dimensioniert, daß der Flüssigkeitspegel in der Verteilerwanne höher ist als das
Niveau der oberen Öffnung der Aufgaberöhrchen. Dies wird durch die Anzahl der Aufgaberöhrchen
pro Flächeneinheit und durch die Abmessungen der Aufgaberöhrchen selbst erreicht.
Damit ist immer gewährleistet, daß in alle oberen Öffnungen der Aufgaberöhrchen Flüssigkeit
eintreten und damit auch von der unteren Öffnung der Aufgaberöhrchen abtropfen kann.
Leichte Schrägstellungen, die unter Umständen vorübergehend sind, beeinflussen daher
das gewünschte Flüssigkeitsverteilungsprofil nicht negativ. (Anspruch 6)
[0014] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die Aufgaberöhrchen
mit unterschiedlichen Durchmessern versehen und/oder weisen unterschiedliche Längen
auf, so daß sich ein bestimmtes Flüssigkeitsverteilerprofil einstellen läßt. (Anspruch
7)
[0015] Zusätzlich oder alternativ kann das Flüssigkeitsverteilungsprofil auch dadurch beeinflußt
werden, daß das Niveau der oberen Öffnung der Aufgaberöhrchen unterschiedlich gewählt
ist. Hierdurch kann beispielsweise die gewünschte oder notwendige Schräglage der Verteilerwanne
ausgeglichen werden. Darüberhinaus läßt sich dadurch die Menge der verteilten Flüssigkeit
gezielt beeinflußen, indem bei unterschiedlich hohen Aufgaberöhrchen einmal soviel
Flüssigkeit in die Verteilerwanne gegeben wird, so dass alle oberen Öffnungen geflutet
sind oder nur so viel Flüssigkeit zugeführt wird, dass nur ein Teil der oberen Öffnungen
der Aufgaberöhrchen geflutet wird. (Anspruch 8)
[0016] Auch durch die Anzahl der Aufgaberöhrchen pro Flächeneinheit läßt sich das Flüssigkeitsverteilungsprofil
beeinflussen. (Anspruch 9)
[0017] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist auch im Bereich
der oberen Öffnung der Aufgaberöhrchen eine Schmutzabscheidevorrichtung vorgesehen.
Auch hierdurch wird verhindert, daß Schmutz die Aufgaberöhrchen zusetzt. (Anspruch
10)
[0018] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Aufgaberöhrchen
als Spiralspannstifte ausgebildet, die in Bohrungen im Wannenboden der Verteilerwanne
eingepaßt sind. Durch die Verwendung von Spiralspannstiften ergibt sich eine sehr
einfache Montage durch Klemmsitz in den Bohrungen im Wannenboden. (Anspruch 11)
[0019] Die übrigen Unteransprüche beziehen sich auf weitere vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung.
[0020] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung.
[0021] Es zeigt:
Fig. 1 eine Schnittdarstellung einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 2 eine Schnittdarstellung eines Details aus Fig. 1, und
Fig. 3 eine perspektivische Darstellung einer zweiten beispielhaften Ausführungsform
mit einer modifizierten Vorabsetzwanne,
[0022] Fig. 1 und 2 zeigen eine erste beispielhafte Ausgestaltung der Erfindung. Der erfindungsgemäße
Flüssigeitsverteiler ist als ganzes quaderförmig. Er umfaßt eine Verteilerwanne 2
mit einem ebenen Wannenboden 4. Über eine Flüssigkeitszuführung 6 mit einem Flüssigkeitszulauf
8 gelangt die zu verteilende Flüssigkeit in die Verteilerwanne 4. Im Wannenboden 4
sind eine Mehrzahl von Flüssigkeitsabläufen 10 vorgesehen, die einen Flüssigkeitsverteilbereich
12 definieren. Die Flüssigkeitsabläufe 10 sind regelmäßig über den rechteckigen Wannenboden
4 verteilt. Die Flüssigkeitsabläufe 10 umfassen Bohrungen 14 im Wannenboden 4 in die
jeweils ein Aufgaberöhrchen 16 mit einer oberen Öffnung 18 und einer unteren Öffnung
20 flüssigkeitsdicht eingepaßt ist. Die Aufgaberöhrchen 16 durchsetzen den Wannenboden
4 und ragen ein Stück in das Innere der Verteilerwanne 2 hinein und erstrecken sich
nach unten über die Unterseite des Wannenbodens 4 hinaus. Die untere Öffnung 20 der
Aufgaberöhrchen 16 bildet einen Flüssigkeitsabtropfbereich 22.
[0023] In Strömungsrichtung vor der Verteilerwanne 2 ist eine Vorabsetzwanne 24 vorgeschaltet.
Die Vorabsetzwanne 24 ist ebenfalls quaderförmig. An einer Seite mündet der Flüssigkeitszulauf
8 in die Vorabsetzwanne 24. An der gegenüberliegenden Seite der Absetzwanne 24 ist
ein Überlauf 26 vorgesehen, der in die Verteilerwanne mündet. Damit die zu verteilende
Flüssigkeit über den Überlauf 24 in die Verteilerwanne 2 ablaufen kann, liegt das
Flüssigkeitsniveau 28 in der Vorabsetzwanne 24 über dem Flüssigkeitsniveau 30 der
Verteilerwanne 2. Der Überlauf 26 umfaßt einen waagerechten Rinnenabschnitt 32 und
daran anschließend einen sich schräg nach unten neigenden Rinnenabschnitt 33.
[0024] Die beiden Rinnenabschnitte 32 und 33 erstrecken sich in die Verteilerwanne 2 hinein.
Unmittelbar unter dem schräg nach unten laufenden Rinnenabschnitt 33 ist eine Siebvorrichtung
34 vorgesehen, die sich über die gesamte Breite der Verteilerwanne 2 und über etwa
2/3 der Länge der Verteilerwanne 2 erstreckt. Durch die Siebvorrichtung 34 werden
eventuell in der zu verteilenden Flüssigkeit enthaltene Schmutzpartikel zurückgehalten.
Die zu verteilende Flüssigkeit tropft aus der Siebvorrichtung 34 in die Verteilerwanne
2 ab. Das Flüssigkeitsniveau 30 in der Verteilerwanne 2 ist dabei höher als das Niveau
36 der oberen Öffnung 18 der einzelnen Aufgaberöhrchen 16, so daß die Aufgaberöhrchen
16 immer geflutet sind.
[0025] Verteilerwanne 2 und Vorabsetzwanne 24 sind in einer einstückig ausgebildeten quaderförmigen
Wanne 38 nebeneinander angeordnet. Die gemeinsame Wanne 38 ist durch einen Deckel
40 verschlossen. Durch den Deckel 40 wird verhindert, dass bei Eintritt von überhitzter
und damit kochender Flüssigkeit in die Verteilerwanne 2 Flüssigkeit aus der Verteilerwanne
2 herausspritzt und damit verlorengeht.
[0026] Als Aufgaberöhrchen 16 werden vorzugsweise Spiralspannhülsen aus Edelstahl verwendet.
[0027] Fig. 3 zeigt eine perspektivische Darstellung einer zweiten Ausführungsform, die
sich hinsichtlich der Ausgestaltung der Vorabsetzwanne 24 von der ersten Ausführungsform
unterscheidet. Es sind zwar in Fig. 3 keine Aufgaberöhrchen eingezeichnet, dennoch
sind auch bei der zweiten Ausführungsform Aufgaberöhrchen vorgesehen. In Fig. 3 sind
lediglich die Bohrungen 14 dargestellt, in die Aufgaberöhrchen 16 eingesetzt werden.
Die Vorabsetzwanne 24 unterscheidet sich von der Vorabsetzwanne der Ausführungsform
gemäß Fig. 1 lediglich dadurch, daß der Flüssigkeitszulauf 8 von oben in die Vorabsetzwanne
24 mündet und dadurch, daß der Überlauf 26 anders ausgestaltet ist. Der Überlauf 26
umfaßt eine schräg nach innen und unten in die Vorabsetzwanne 24 hineinragende Abscheiderplatte
42, die zusätzlich oder an Stelle der Siebvorrichtung 34 der ersten Ausführungsform
verhindert, dass Schmutzpartikel in die Verteilerwanne gelangen und einzelne Ausgaberöhrchen
16 verstopfen.
Bezugszeichenliste:
[0028]
- 2
- Verteilerwanne
- 4
- Wannenboden
- 6
- Flüssigkeitszuführung
- 8
- Flüssigkeitszulauf
- 10
- Flüssigkeitsabläufe
- 12
- Flüssigkeitsverteilbereich
- 14
- Bohrungen im Wannenboden
- 16
- Aufgaberöhrchen
- 18
- obere Öffnung in 16
- 20
- untere Öffnung in 16
- 22
- Flüssigkeitsabtropfbereich
- 24
- Vorabsetzwanne
- 26
- Überlauf
- 28
- Flüssigkeitsniveau in der Vorabsetzwanne 24
- 30
- Flüssigkeitsniveau in der Verteilerwanne 2
- 32
- waagerechter Rinnenabschnitt
- 33
- schräger Rinnenabschnitt
- 34
- Siebvorrichtung
- 36
- Niveau der oberen Öffnung 18 der Aufgaberöhrchen 16
- 38
- gemeinsame Wanne
- 40
- Deckel
- 42
- Abscheiderplatte
1. Flüssigkeitsverteiler, insbesondere zum gleichmäßigen Aufbringen von Flüssigkeit auf
Stoff- und Wärmeaustauschflächen, mit
einer Verteilerwanne (2) mit einem Wannenboden (4),
einer Flüssikeitszuführung (6), in die ein Flüssigkeitszulauf (8) mündet und mittels
der die zu verteilende Flüssigkeit in die Verteilerwanne (2) einbringbar ist,
einer Mehrzahl von im Wannenboden (4) der Verteilerwanne (2) vorgesehenen Flüssigkeitsabläufen
(10), die einen Flüssigkeitsverteilbereich (12) definieren,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Flüssigkeitsabläufe (10) Aufgaberöhrchen (16) umfassen, die jeweils eine obere
(18) und eine untere Öffnung (20) aufweisen,
dass die Aufgaberöhrchen (16) den Wannenboden (4) der Verteilerwanne (2) durchsetzen,
dass die Aufgaberöhrchen (16) eine bestimmte Länge in die Verteilerwanne (4) hineinragen
und sich nach unten von dem Wannenboden (4) wegerstrecken,
dass die untere Öffnung (18) der Aufgaberöhrchen (16) einen Flüssigkeitsabtropfbereich
(22) bildet.
2. Flüssigkeitsverteiler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeitszuführung (6) eine Vorabsetzwanne (24) aufweist, an deren einem Ende
der Flüssigkeitszulauf (8) mündet und an deren anderem Ende ein Überlauf (26) vorgesehen
ist, der in die Verteilerwanne (2) mündet.
3. Flüssigkeitsverteiler nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die Vorabsetzwanne (24) so ausgebildet ist, dass der Flüssigkeitspegel (28) in der
Vorabsetzwanne (24) höher ist als der Flüssigkeitspegel (30) in der Verteilerwanne
(2), und
dass im Bereich des Überlaufs (26) ein Schmutzabscheider (34, 42) vorgesehen ist.
4. Flüssigkeitsverteiler nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schmutzabscheider als sich vom Überlauf (26) schräg nach unten in die Flüssigkeit
der Vorabsetzwanne (24) erstreckende Abscheiderplatte (42) ausgebildet ist.
5. Flüssigkeitsverteiler nach einem der vorhergehenden Ansprüche 3 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass über dem Flüssigkeitspegel (30) in der Verteilerwanne (2) und unter dem Überlauf
(26) der Vorabsetzwanne (24) eine Siebvorrichtung (34) vorgesehen ist.
6. Flüssigkeitsverteiler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufgaberöhrchen (16) so dimensioniert sind, dass der Flüssigkeitspegel (30) in
der Verteilerwanne (2) höher ist als das Niveau (36) der oberen Öffnung (18) der Aufgaberöhrchen
(16).
7. Flüssigkeitsverteiler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufgaberöhrchen (16) unterschiedliche Durchmesser und/oder unterschiedliche Länge
aufweisen.
8. Flüssigkeitsverteiler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Niveau (36) der oberen Öffnung (18) der Aufgaberöhrchen (16) unterschiedlich
ist.
9. Flüssigkeitsverteiler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der Aufgaberöhrchen pro Flächeneinheit entsprechend dem gewünschten Flüssigkeitsverteilungsprofil
gewählt ist.
10. Flüssigkeitsverteiler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der oberen Öffnung (18) der Aufgaberöhrchen (16) eine Schmutzabscheidevorrichtung
vorgesehen ist.
11. Flüssigkeitsverteiler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufgaberöhrchen (16) Spiralspannstifte sind, die in Bohrungen (14) in dem Wannenboden
(4) der Verteilerwanne (2) eingepaßt sind.
1. Liquid distributor, in particular for evenly applying liquid to mass transfer and
heat exchange surfaces, with
a distributor tank (2) with a tank bottom (4),
a liquid feed (6), into which a liquid inlet (8) leads and by means of which the liquid
which is to be distributed can be introduced into the distributor tank (2),
a plurality of liquid outlets (10) which are provided in the tank bottom (4) of the
distributor tank (2) and which define a liquid distribution area (12),
characterised in
that the liquid outlets (10) comprise charging tubes (16) which in each case have an upper
opening (18) and a lower opening (20),
that the charging tubes (16) penetrate the tank bottom (4) of the distributor tank (2),
that the charging tubes (16) project with a certain length into the distributor tank (4)
and extend downwards away from the tank bottom (4),
that the lower opening (18) of the charging tubes (16) forms a liquid drip area (22).
2. Liquid distributor according to Claim 1, characterised in that the liquid feed (6) has a presettling tank (24), at one end of which the liquid inlet
(8) opens out and at the other end of which an overflow (26) is provided which leads
into the distributor tank (2).
3. Liquid distributor according to Claim 2, characterised in that the presettling tank (24) is formed such that the liquid level (28) in the presettling
tank (24) is higher than the liquid level (30) in the distributor tank (2), and
that a dirt separator (34, 42) is provided in the area of the overflow (26).
4. Liquid distributor according to Claim 3, characterised in that the dirt separator is formed as a separator plate (42) which extends obliquely downwards
from the overflow (26) into the liquid of the presettling tank (24).
5. Liquid distributor according to any one of the preceding Claims 3 to 4, characterised in that a screening device (34) is provided above the liquid level (30) in the distributor
tank (2) and below the overflow (26) of the presettling tank (24).
6. Liquid distributor according to any one of the preceding Claims, characterised in that the charging tubes (16) are dimensioned such that the liquid level (30) in the distributor
tank (2) is higher than the level (36) of the upper opening (18) of the charging tubes
(16).
7. Liquid distributor according to any one of the preceding Claims, characterised in that the charging tubes (16) have different diameters and/or different lengths.
8. Liquid distributor according to any one of the preceding Claims, characterised in that the level (36) of the upper opening (18) of the charging tubes (16) differs.
9. Liquid distributor according to any one of the preceding Claims, characterised in that the number of charging tubes per unit area is selected according to the desired liquid
distribution profile.
10. Liquid distributor according to any one of the preceding Claims, characterised in that a dirt separating device is provided at the upper opening (18) of the charging tubes
(16).
11. Liquid distributor according to any one of the preceding Claims, characterised in that the charging tubes (16) are spiral pins which are fitted into bores (14) in the tank
bottom (4) of the distributor tank (2).
1. Distributeur de liquide, en particulier pour l'application uniforme de liquide sur
des surfaces d'échange de matière et de chaleur, avec
un bac de distribution (2) doté d'un fond de bac (4),
une alimentation de liquide (6), dans laquelle aboutit une arrivée de liquide (8)
et au moyen de laquelle le liquide à distribuer peut être introduit dans le bac de
distribution (2),
une pluralité d'évacuations de liquide (10) prévues dans le fond de bac (4) du bac
de distribution (2), qui définissent une zone de distribution de liquide (12),
caractérisé
en ce que les évacuations de liquide (10) comportent des tubes d'alimentation (16), qui présentent
chacun un orifice supérieur (18) et un orifice inférieur (20),
en ce que les tubes d'alimentation (16) traversent le fond de bac (4) du bac de distribution
(2),
en ce que les tubes d'alimentation (16) pénètrent dans le bac de distribution (4) sur une certaine
longueur et en ce qu'ils s'étendent vers le bas en s'éloignant du fond de bac (4),
en ce que l'orifice inférieur (18) des tubes d'alimentation (16) forme une zone d'égouttement
de liquide (22).
2. Distributeur de liquide selon la revendication 1, caractérisé en ce que le mécanisme d'alimentation de liquide (6) présente un bac de décantation préalable
(24) à la première extrémité duquel débouche l'arrivée de liquide (8) et à l'autre
extrémité duquel est prévu un déversoir (26), qui aboutit dans le bac de distribution
(2).
3. Distributeur de liquide selon la revendication 2, caractérisé en ce que le bac de décantation préalable (24) est conçu de façon à ce que le niveau de liquide
(28) dans le bac de décantation préalable (24) soit supérieur au niveau de liquide
(30) dans le bac de distribution (2),
et en ce qu'un séparateur d'impuretés (34, 42) est prévu dans la zone du déversoir (26).
4. Distributeur de liquide selon la revendication 3, caractérisé en ce que le séparateur d'impuretés est conçu comme une plaque de séparation (42) s'étendant
en biais vers le bas depuis le déversoir (26) dans le liquide du bac de décantation
préalable (24).
5. Distributeur de liquide selon l'une quelconque des revendications 3 à 4, caractérisé en ce qu'un dispositif de tamisage (34) est prévu au-dessus du niveau de liquide (30) dans
le bac de distribution (2) et au-dessous du déversoir (26) dans le bac de décantation
préalable (34).
6. Distributeur de liquide selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les tubes d'alimentation (16) sont dimensionnés de telle façon que le niveau de liquide
(30) dans le bac de distribution (2) est supérieur au niveau (36) de l'orifice supérieur
(18) des tubes d'alimentation (16).
7. Distributeur de liquide selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les tubes d'alimentation (16) présentent des diamètres différents et/ou des longueurs
différentes.
8. Distributeur de liquide selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le niveau (36) de l'orifice supérieur (18) des tubes d'alimentation (16) est différent.
9. Distributeur de liquide selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le nombre de tubes d'alimentation par unité de surface est choisi conformément au
profil de distribution de liquide souhaité.
10. Distributeur de liquide selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un dispositif de séparation d'impuretés est prévu au niveau de l'orifice supérieur
(18) des tubes d'alimentation (16).
11. Distributeur de liquide selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les tubes d'alimentation (16) sont des goupilles spiralées qui sont emboîtées dans
des trous (14) dans le fond de bac (4) du bac de distribution (2).
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