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EP 1 729 081 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.08.2007 Patentblatt 2007/34 |
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Anmeldetag: 03.06.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Handfeuerwaffe
Handgun
Arme à feu de poing
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU MC NL PL PT RO SE SI
SK TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.12.2006 Patentblatt 2006/49 |
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Patentinhaber: Glock, Gaston |
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9220 Velden am Wörthersee (AT) |
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Erfinder: |
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- Glock, Gaston
9220 Velden am Wörthersee (AT)
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Vertreter: Haft, von Puttkamer, Berngruber |
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Patentanwälte
Franziskanerstrasse 38 81669 München 81669 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 955 618 US-B1- 6 432 559
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DE-A1- 3 911 804
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Handfeuerwaffe mit einer visuell lesbaren Kennung und
einem elektronischen Datenträger mit einer elektronisch lesbaren Kennung.
[0002] Die visuell lesbare Kennung einer Waffe, die in den meisten Ländern vorgeschrieben
ist, wird häufig durch Nummern und Buchstaben gebildet, die in das Griffstück eingeschlagen
werden, wenn es aus Metall besteht. Bei einem Griffstück aus Kunststoff wird eine
Metallplatte mit eingeprägter Kennung verwendet, die in den Kunststoff eingelassen
wird. Diese Kennung soll sicherstellen, dass ein Berechtigter seine Waffe nicht rechtswidrig
weitergeben kann. Durch Überstempeln oder dergleichen Manipulation der visuell lesbaren
Kennung kann der Berechtigte, der die Waffe weitergegeben hat, jedoch nicht mehr festgestellt
werden. Es ist bekannt, die Waffe daher außerdem mit einem elektronischen Datenträger
zu versehen, in dem die Kennung zusätzlich in elektronisch lesbarer Form abgelegt
ist.
[0003] Wenn, wie z.B. aus
DE 39 11 804 A1 bekannt, dazu ein kontaktbehafteter Mikrochip verwendet wird, sind die Kontakte allerdings
sichtbar, so dass ein solcher Datenträger leicht ausgetauscht werden kann. Nach
EP 0 955 618 A2, welche eine Grundlage für den Anspruch 1 bildet, wird daher ein RFID-Transponder
verwendet, der in das Griffstück der Waffe visuell unauffindbar eingelassen ist. Auch
ein solcher Transponder ist jedoch anhand der Stärke der Kopplung mit einem handelsüblichen
RFID-Lesegerät leicht auffindbar und damit austauschbar, so dass der Aufwand des Einbettens
des Transponders an einer unauffindbaren Stelle letztlich umsonst ist.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, Manipulationen an der Kennung einer Handfeuerwaffe
mit möglichst geringem Aufwand leicht feststellen zu können.
[0005] Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, dass man einen Totalaustausch der Kennungen,
also sowohl der visuell lesbaren wie der elektronischen Kennung, ohnehin nicht völlig
verhindern kann. Zudem kann durch eine Änderung der visuell sichtbaren Kennung und
Löschen der elektronischen Kennung der Berechtigte, der die Waffe illegal weitergegeben
hat, nicht mehr festgestellt werden. Die elektronische Kennung lässt sich aber zerstören,
beispielsweise dadurch, dass die Waffe in einen Mikrowellenofen gegeben wird. Durch
eine Anordnung des elektronischen Datenträgers örtlich getrennt von der visuell lesbaren
Kennung wird die Sicherheit somit nicht spürbar erhöht.
[0006] Erfindungsgemäß wird daher der elektronische Datenträger mit dem Kennungsträger verbunden,
also an der Stelle der Waffe angebracht, an der sich der Kennungsträger mit der visuell
lesbaren Kennung befindet. Dadurch werden die Kosten wesentlich reduziert. Zudem lassen
sich Manipulationen an der visuell lesbaren Kennung leichter erfassen, wenn die visuell
lesbare und die elektronische Kennung an der gleichen Stelle der Waffe angebracht
und miteinander verbunden sind.
[0007] Der Kennungsträger kann durch ein Metallplättchen, z.B. aus rostfreiem Stahl, gebildet
sein, in dem die, z.B. aus Zahlen, Buchstaben oder dergleichen bestehende visuell
lesbare Kennung eingestanzt, eingeprägt, eingraviert oder in anderer Weise eingebracht
ist.
[0008] Bei einem Griffstück aus Kunststoff kann der Kennungsträger beispielsweise vor dem
Abzugsbügel z.B. an der Unterseite des Griffstücks vorgesehen sein. Der elektronische
Datenträger kann z.B. zwischen dem Kennungsträger und dem Griffstück in einer Ausnehmung
angeordnet sein. Da das Metallplättchen, das den Kennungsträger bildet, vorzugsweise
Verankerungsabschnitte aufweist, die in den Kunststoff eingegossen oder in anderer
Weise eingebettet sind, ist sie und damit der Datenträger am Griffstück sicher fixiert.
[0009] Wenn, wie erwähnt, der Kennungsträger Verankerungsabschnitte aufweist, die in den
Kunststoff eingebettet werden, ist es auch möglich, den elektronischen Datenträger
mit dem Kennungsträger dadurch zu verbinden, dass der elektronische Datenträger an
einem Verankerungsabschnitt angeordnet und zusammen mit demselben in den Kunststoff
eingebettet wird.
[0010] Ferner ist es möglich, den elektronischen Datenträger mit dem Kennungsträger z.B.
durch Verkleben, Vernieten oder in anderer Weise mechanisch fest zu verbinden. Auch
dadurch wird bei einer Manipulation der visuell lesbaren Kennung auf dem Kennungsträger
der elektronische Datenträger zerstört, jedenfalls erkennbar verändert.
[0011] Der elektronische Datenträger kann ein kontaktbehafteter Speicherchip oder ein RFID-Transponder
sein.
[0012] Speicherchips werden über eine galvanische Verbindung mit dem Lesegerät mit Energie
versorgt und gelesen. Dabei wird vorzugsweise ein Speicherchip mit Sicherheitslogik
verwendet, wie er beispielsweise von Chipkarten bekannt ist.
[0013] Demgegenüber erfolgt die Energieversorgung des RFID-Transponders sowie der Datenaustausch
zwischen Transponder und Lesegerät nicht durch galvanische Kontaktierung, sondern
berührungslos, insbesondere unter Verwendung magnetischer oder elektromagnetischer
Felder. Der RFID-Transponder weist dazu einen Chip auf, der an ein Koppelelement,
beispielsweise eine Antennenspule, angeschlossen ist.
[0014] Der RFID-Transponder kann mit dem Kennungsträger beispielsweise dadurch verbunden
werden, dass der Kennungsträger die Antennenspule des Transponders durchsetzt. Dazu
kann der Transponder innerhalb der Spule einen Schlitz aufweisen, durch den der z.B.
als Metallplättchen ausgebildete Kennungsträger gesteckt ist, so dass er die Antennespule
übergreift. Wird an dem Metallplättchen manipuliert, wird die Antenne unterbrochen
und damit die Manipulation erkennbar gemacht.
[0015] Statt eines Schlitzes können auch zwei Schlitze innerhalb der Antennenspule vorgesehen
sein, durch die das Metallplättchen gesteckt wird, wobei die Schlitze einen Abstand
voneinander aufweisen, der mindestens so groß ist wie die Länge der Kennung auf dem
Metallplättchen, so dass die Kennung zwischen den beiden Schlitzen visuell gelesen
werden kann.
[0016] Der Kennungsträger mit der visuell lesbaren Kennung kann mit dem elektronischen Datenträger
auch dadurch verbunden werden, dass er einen funktionellen Bestandteil des elektronischen
Datenträgers bildet. D.h., der Kennungsträger kann ein in den Datenträger elektronisch
integrierter Bestandteil sein.
[0017] Dazu kann der Kennungsträger unterschiedliche Bestandteile des Datenträgers bilden.
So kann bei einem Chip der eine Kontakt des Chips an den als Metallplättchen ausgebildeten
Kennungsträger angeschlossen sein, so dass das Metallplättchen z.B. einen Kontakt
zur galvanischen Verbindung mit dem Lesegerät bildet.
[0018] Wenn ein RFID-Transponder verwendet wird, kann der Kennungsträger z.B. einen Teil
des Koppelelements oder einen Teil der Leitung zwischen Chip und Koppelelement bilden.
[0019] Bei induktiver Kopplung zwischen Leseelement und Transponder kann damit der Kennungsträger
z.B. einen Teil der Antennenspule oder der Dipolantenne bilden.
[0020] Außer der galvanischen Kopplung und der induktiven Kopplung zwischen elektronischem
Datenträger und Lesegerät kann auch eine kapazitive Kopplung vorgesehen sein. So kann
bei kapazitiver Kopplung der Kennungsträger eine Koppelfläche des Transponders für
eine Koppelfläche des Lesegeräts bilden. Auch kann einerseits eine galvanische und
andererseits eine kapazitive Kopplung vorgesehen sein. So kann der Chip des Datenträgers
einerseits mit wenigstens einer Koppelfläche zur kapazitiven Kopplung mit der Koppelfläche
eines Lesegeräts verbunden sein und andererseits mit dem Kennungsträger, um einen
Kontakt zur galvanischen Verbindung mit dem Lesegerät zu bilden. Bei der kapazitiven
Kopplung werden die beiden Koppelflächen am Datenträger bzw. Lesegerät zur Bildung
eines Plattenkondensators parallel zueinander platziert.
[0021] Wenn der Kennungsträger einen funktionellen Bestandteil des elektronischen Datenträgers
darstellt, wird bei einer Manipulation an dem Kennungsträger der elektronische Datenträger
zerstört, jedenfalls so verändert, dass die elektronische Kennung nicht mehr gelesen
werden kann.
[0022] Um den Datenträger dennoch lesen zu können, kann, wenn der Kennungsträger einen Kontakt
für den Chip bildet, ein zusätzlich verborgener Kontakt an der Waffe vorgesehen sein,
der mit dem Chip verbunden ist, um das Lesegerät anschließen zu können.
[0023] Wenn der Chip des Datenträgers einerseits mit einer Koppelfläche zur kapazitiven
Datenübertragung und andererseits mit dem Kennungsträger zur galvanischen Kontaktierung
mit dem Lesegerät verbunden ist, kann eine zusätzliche Koppelfläche zur kapazitiven
Datenübertragung vorgesehen sein, die in den Kunststoff des Griffstücks eingebettet
ist, auch um sie zu verbergen.
[0024] Demgegenüber ist bei einer induktiven Kopplung, wenn der Kennungsträger z.B. einen
Teil der Zuleitung von dem Chip zur Antennenspule oder einen Teil der Antennenspule
bildet und durch Manipulation des Kennungsträgers der Transponder nicht mehr gelesen
werden kann, vorzugsweise eine weitere Antennenspule oder dergleichen Induktivität
an den Chip angeschlossen, um ihn dennoch lesen zu können.
[0025] Wenn das Griffstück aus Kunststoff besteht, kann der elektronische Datenträger als
sogenannter "Molded Interconnecting Device" (MID) hergestellt werden. Danach wird
in die Oberfläche eines Kunststoffs, der einen Laser-spaltbaren metallorganischen
Komplex enthält, mit dem Laserstrahl das Bild der Schaltung eingraviert. Die bei der
Laserbehandlung aus dem metallorganischen Komplex gebildeten Metallpartikel dienen
dann als Kristallisationskeime für die anschließende reduktive Metallabscheidung zum
Aufbau der Schaltung.
[0026] Nach dem MID-Verfahren können damit beispielsweise die Leitungen, die Antennenspule,
die Koppelflächen, Kontakte und dergleichen hergestellt und anschließend in den Kunststoff
eingegossen, eingespritzt oder in anderer Weise eingebettet werden. Jedoch ist es
stattdessen auch möglich, entsprechende Stanzbiegeteile für die Schaltung zum Einbetten
in den Kunststoff zu verwenden.
[0027] Nachstehend ist die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung beispielhaft näher
erläutert. Darin zeigen jeweils schematisch:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht eines Kennungsträgers mit einem elektronischen Datenträger;
- Figur 2
- eine perspektivische Ansicht einer Pistole mit einem Griffstück aus Kunststoff und
einen Schnitt durch das Griffstück mit dem Kennungsträger mit elektronischem Datenträger
nach Figur 1;
- Figur 3 bis 5
- eine Draufsicht auf einen Kennungsträger mit daran befestigtem Transponder nach jeweils
einer anderen Ausführungsform;
- Figur 6
- eine perspektivische Ansicht einer Pistole und eines Transponders mit darin funktionell
integriertem Kennungsträger;
- Figur 7
- eine Draufsicht auf den Kennungsträger mit Transponder nach Figur 6;
- Figur 8
- einen Längsschnitt durch den Kennungsträger mit Transponder entlang der Linie VIII-VIII
in Figur 7;
- Figur 9 bis 11
- eine Draufsicht auf verschiedene Varianten des Transponders mit funktionell integriertem
Kennungsträger;
- Figur 12
- eine perspektivisch dargestellte Pistole und einen Querschnitt durch deren Griffbereich;
- Figur 13
- einen kontaktbehafteten Speicherchip mit Lesegerät;
- Figur 14
- einen Transponder mit Lesegerät;
- Figur 15
- einen Chip mit Lesegerät mit kapazitiver und galvanischer Kopplung;
- Figur 16
- eine Draufsicht auf einen Datenträger mit zwei kapazitiven Koppelflächen; und
- Figur 17
- einen Querschnitt durch das Griffstück einer Pistole mit dem Datenträger nach Figur
16 und daran angeschlossenem Lesegerät.
[0028] Gemäß Figur 1 besteht ein Kennungsträger 1 aus einem Metallplättchen oder -streifen,
z.B. aus rostfreiem Stahl. An dem mittleren Abschnitt 2 ist an der Unterseite die
(in Figur 1 nicht sichtbare) visuell lesbare Kennung beispielsweise eingeprägt oder
in anderer Weise eingebracht. Die seitlichen Abschnitte 3, 4 bilden Verankerungsabschnitte,
die gemäß Figur 2 in den Kunststoff des Griffstücks 5 der Pistole 6 eingebettet sind,
und zwar an der Unterseite vor dem Abzugsbügel 7. An dem Verankerungsabschnitt 3 ist
ein elektronischer Datenträger 8 angeordnet, der damit gleichfalls in das Griffstück
5 eingebettet ist. Der mittlere Abschnitt 2 mit der visuell lesbaren Kennung ist hingegen
an der Oberfläche des Griffstücks 5 angeordnet.
[0029] Gemäß Figur 3 ist an dem Kennungsträger 1 ein RFID-Transponder 9 mit Antennenspule
10 als Datenträger 8 mechanisch befestigt, beispielsweise mit Nieten 12, Lötpunkten,
durch Laserschweißen oder dergleichen.
[0030] Eine weitere mechanische Befestigung ist in Figur 4 und 5 dargestellt, wonach der
Kennungsträger 1 mit der aus Buchstaben und Zahlen bestehenden Kennung 13 den Transponder
9 in der Mitte innerhalb der Spule 10 durchsetzt. Gemäß Figur 4 ist dabei innerhalb
der Spule 10 ein Schlitz 14 vorgesehen, durch den der Kennungsträger 1 gesteckt ist.
Demgegenüber sind nach Figur 5 zwei Schlitze 15, 16 innerhalb der Spule 10 vorgesehen,
durch die der Kennungsträger 1 gesteckt ist, wobei die Schlitze 15, 16 einen Abstand
aufweisen, der größer ist als die Länge der Kennung 13, um diese visuell lesen zu
können.
[0031] Gemäß Figur 6 bis 8 wird in das Griffstück 5 der Pistole 6 ein Transponder 9 eingebettet,
wobei der Kennungsträger 1 einen funktionellen Bestandteil, und zwar einen Teil der
Antennenspule 10 des Transponders 9 darstellt, an den der Chip 17 angeschlossen ist.
Während die Antennenspule 10 und der Chip 17 in das Griffstück 5 eingebettet sind,
ist der Kennungsträger 1 mit der Kennung 13 an der Oberfläche des Griffstücks 5 angeordnet
(Figur 8), und zwar am Verankerungsabschnitt 4 (siehe Figur 2).
[0032] Gemäß Figur 9 und 10 weist der Kennungsträger 1 zusätzlich Vorsprünge 22 zur Verankerung
im Griffstück 5 auf. Während der Kennungsträger 1 nach Figur 9 in der Mitte der Spule
10 angeordnet ist, ist er nach Figur 10 seitlich versetzt, wodurch die Feldlinien
weniger bedämpft werden.
[0033] Nach Figur 7 bis 10 ist der Chip 17 außen an der Spule 10 angeordnet, so dass er
gegebenenfalls in einer geschützten Position beispielsweise in einem Metallteil der
Pistole 6 angeordnet werden kann. Demgegenüber hat die Ausführungsform nach Figur
11, bei der der Chip 17 innerhalb der Spule 10 angeordnet ist, den Vorteil einer größeren
Kompaktheit und damit leichteren Einbaubarkeit.
[0034] In Figur 12 ist ein Schnitt durch die Antennenspule 10 des Transponders 9 nach Figur
7 dargestellt, welche durch das vorstehend beschriebene MID-Verfahren hergestellt
worden ist. Nach der Befestigung des Chips 17 und des Kennungsträgers 1 an der Antennenspule
10 wird die Antennenspule 10 mit dem Chip 17 eingegossen oder in anderer Weise in
dem Griffstück 5 eingebettet.
[0035] Gemäß Figur 13 ist ein Speicherchip 18 in das Griffstück 5 eingebettet und einerseits
mit dem Kennungsträger 1 mit der visuell lesbaren Kennung 13 und andererseits mit
dem Kontakt 19 verbunden. Der Chip 18 kann damit mit dem Lesegerät 21 ausgelesen werden,
wenn es einerseits mit dem metallischen Kennungsträger 1 und andererseits mit dem
Kontakt 19 kontaktiert wird.
[0036] Um den Chip auch dann lesen zu können, wenn der Kennungsträger 1 beschädigt worden
ist, ist ein zusätzlicher verborgener Kontakt 23 in dem Griffstück 5 vorgesehen.
[0037] Gemäß Figur 14 ist der Transponder 9 zur induktiven Datenübertragung mit einem Lesegerät
24 koppelbar. Um den Transponder 9 auch dann lesen zu können, wenn die Antennenspule
10 durch Manipulation an dem Kennungsträger 1 zerstört ist, ist an dem Chip 17 und
die Spule 10 eine weitere Induktivität L1 angeschlossen, die in das Griffstück 5 eingegossen
oder in anderer Weise eingebettet ist.
[0038] Bei der Ausführungsform nach Figur 15 ist der Speicherchip 18 in dem Griffstück 5
einerseits an dem Kennungsträger 1 und andererseits an einer Koppelfläche 25 angeschlossen.
Der Kennungsträger 1 besteht aus Metall und ist wie üblich zumindest im Bereich der
Kennung 13 an der Oberfläche des Griffstücks 5 angeordnet. Die Koppelfläche 25 ist
in der Nähe der Oberfläche des Griffstücks 5 in den Kunststoff eingebettet und verborgen.
[0039] Das Lesegerät 26 weist einerseits eine Koppelfläche 27 auf, die, wenn sie parallel
zur Koppelfläche 25 angeordnet wird, einen Plattenkondensator zur kapazitiven Datenübertragung
bildet. Andererseits ist das Lesegerät 26 über einen gemeinsamen Massekontakt 28 mit
dem Kennungsträger 1 galvanisch verbunden, um den Chip 18 auszulesen.
[0040] Um den Chip 18 auch dann lesen zu können, wenn an dem Kennungsträger 1 so manipuliert
worden ist, dass er keinen Kontakt 28 mehr bildet, ist eine zusätzliche Koppelfläche
29 an den Chip 18 angeschlossen, die ebenfalls im Kunststoff des Griffstücks 5 verborgen
ist.
[0041] Die kapazitive Kopplung gemäß Figur 15 hat den Vorteil, dass der Kennungsträger 1
aus nahezu jeder gewünschten Form bestehen kann, da keine Feldlinien beeinflusst werden.
[0042] Die Koppelfläche 25 kann dabei in der Halterung des Lesegeräts 26 vorgesehen sein.
Die mit dem Lesegerät ausgelesenen Daten können an ein anderes System, beispielsweise
einen PC, weitergeleitet werden.
[0043] Gemäß Figur 16 und 17 sind zwei Koppelflächen 31, 32 beiderseits des Kennungsträgers
1 an den Chip 18 angeschlossen, wobei sie z.B. durch das MID-Verfahren in das Griffstück
5 eingebracht sind.
1. Handfeuerwaffe mit einer visuell lesbaren Kennung (13) auf einem Kennungsträger (1)
und einem elektronischen Datenträger (8) mit elektronisch lesbarer Kennung, dadurch gekennzeichnet, dass der elektronische Datenträger (8) mit dem Kennungsträger (1) verbunden ist.
2. Handfeuerwaffe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der elektronische Datenträger (8) zumindest teilweise zwischen dem Kennungsträger
(1) und der Handfeuerwaffe oder an dem Kennungsträger (1) angeordnet ist.
3. Handfeuerwaffe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der mit dem Kennungsträger (1) verbundene elektronische Datenträger (8) in eine Ausnehmung
in der Waffe eingebettet ist.
4. Handfeuerwaffe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kennungsträger (1) einen funktionellen Bestandteil des elektronischen Datenträgers
(8) bildet.
5. Handfeuerwaffe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der elektronische Datenträger (8) durch einen kontaktbehafteten Speicherchip (18)
gebildet wird.
6. Handfeuerwaffe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der elektronische Datenträger (8) durch einen RFID-Transponder (9) gebildet wird.
7. Handfeuerwaffe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der RFID-Transponder (9) als Koppelelement eine Antennenspule (10) aufweist.
8. Handfeuerwaffe nach Anspruch 1 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Kennungsträger (1) die Antennenspule (10) durchsetzt.
9. Handfeuerwaffe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Kennungsträger (1) die Antennenspule (10) derart durchsetzt, dass die visuell
lesbare Kennung (13) innerhalb der Antennenspule (10) angeordnet ist.
10. Handfeuerwaffe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Kennungsträger (1) als funktioneller Bestandteil des Datenträgers (8) einen Kontakt
und/oder zumindest einen Teil eines Koppelelements und/oder zumindest einen Teil einer
Leitung des Datenträgers (8) bildet.
11. Handfeuerwaffe nach Anspruch 5 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Kennungsträger (1) einen Kontakt des Speicherchips (18) bildet.
12. Handfeuerwaffe nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass an den Speicherchip (18) ein zusätzlicher, verborgener Kontakt (23) angeschlossen
ist.
13. Handfeuerwaffe nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Chip (18) des Datenträgers (8) einerseits mit wenigstens einer Koppelfläche (25,
31, 32) zur kapazitiven Datenübertragung mit der Koppelfläche (27) des Lesegeräts
(26) und andererseits mit dem Kennungsträger (1) verbunden ist, um einen galvanischen
Kontakt mit dem Lesegerät (26) zu bilden.
14. Handfeuerwaffe nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass an den Chip (18) eine zusätzliche Koppelfläche (29) angeschlossen ist.
15. Handfeuerwaffe nach Anspruch 7 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Kennungsträger (1) zumindest einen Teil der Antennenspule (10) zur Datenübertragung
durch induktive Kopplung bildet.
16. Handfeuerwaffe nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass an den Chip (17) des Transponders (9) eine weitere Induktivität (L1) angeschlossen
ist.
17. Handfeuerwaffe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kennungsträger (1) mit dem damit verbundenen elektronischen Datenträger (8) an
dem Griffstück (5) der Waffe vorgesehen ist.
18. Handfeuerwaffe nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Griffstück (5) zumindest im Bereich des Kennungsträgers (1) aus Kunststoff besteht.
19. Handfeuerwaffe nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Kennungsträger (1) verankerungsabschnitte (3, 4) und/oder -vorsprünge (22) aufweist,
die in den Kunststoff eingebettet sind.
20. Handfeuerwaffe nach Anspruch 1 und 18, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil der Leitungen, Kontakte oder Koppelelemente des elektronischen
Datenträgers (8) als MID in den Kunststoff eingebracht ist.
1. A firearm having a visually readable identification (13) on an identification carrier
(1) and an electronic data carrier (8) with an electronically readable identification,
characterized in that the electronic data carrier (8) is connected to the identification carrier (1).
2. The firearm according to claim 1, characterized in that the electronic data carrier (8) is disposed at least partly between the identification
carrier (1) and the firearm or on the identification carrier (1).
3. The firearm according to claim 1 or 2, characterized in that the electronic data carrier (8) connected to the identification carrier (1) is embedded
into a recess in the firearm.
4. The firearm according to claim 1, characterized in that the identification carrier (1) forms a functional component of the electronic data
carrier (8).
5. The firearm according to claim 1, characterized in that the electronic data carrier (8) is formed by a contact-type memory chip (18).
6. The firearm according to claim 1, characterized in that the electronic data carrier (8) is formed by an RFID transponder (9).
7. The firearm according to claim 6, characterized in that the RFID transponder (9) has an antenna coil (10) as the coupling element.
8. The firearm according to claims 1 and 7, characterized in that the identification carrier (1) penetrates the antenna coil (10).
9. The firearm according to claim 8, characterized in that the identification carrier (1) penetrates the antenna coil (10) in such a way that
the visually readable identification (13) is disposed within the antenna coil (10).
10. The firearm according to claim 4, characterized in that the identification carrier (1) forms, as a functional component of the data carrier
(8), a contact and/or at least a part of a coupling element and/or at least a part
of a line of the data carrier (8).
11. The firearm according to claims 5 and 10, characterized in that the identification carrier (1) forms a contact of the memory chip (18).
12. The firearm according to claim 11, characterized in that an additional, hidden contact (23) is connected to the memory chip (18).
13. The firearm according to claim 10, characterized in that the chip (18) of the data carrier (8) is connected to at least one coupling surface
(25, 31, 32) for capacitive data transmission with the coupling surface (27) of the
reading device (26), on the one hand, and to the identification carrier (1) to form
a galvanic contact with the reading device (26), on the other hand.
14. The firearm according to claim 13, characterized in that an additional coupling surface (29) is connected to the chip (18) .
15. The firearm according to claims 7 and 10, characterized in that the identification carrier (1) forms at least a part of the antenna coil (10) for
data transmission by inductive coupling.
16. The firearm according to claim 15, characterized in that a further inductor (L1) is connected to the chip (17) of the transponder (9).
17. The firearm according to claim 1, characterized in that the identification carrier (1) with the electronic data carrier (8) connected thereto
is provided on the handle piece (5) of the gun.
18. The firearm according to claim 17, characterized in that the handle piece (5) is made of plastic at least in the area of the identification
carrier (1).
19. The firearm according to claim 18, characterized in that the identification carrier (1) has anchoring portions (3, 4) and/or anchoring projections
(22) which are embedded into the plastic.
20. The firearm according to claims 1 and 18, characterized in that at least some of the lines, contacts or coupling elements of the electronic data
carrier (8) are incorporated into the plastic as a MID.
1. Arme à feu de poing comportant une identification (13) visuellement lisible sur un
support d'identification (1), et un support de données électronique (8) avec une identification
électroniquement lisible, caractérisée en ce que le support de données électronique (8) est relié au support d'identification (1).
2. Arme à feu de poing selon la revendication 1, caractérisée en ce que le support de données électronique (8) est agencé au moins en partie entre le support
d'identification (1) et l'arme à feu de poing ou sur le support d'identification (1).
3. Arme à feu de poing selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le support de données électronique (8) relié au support d'identification (1) est
encastré dans un évidement dans l'arme.
4. Arme à feu de poing selon la revendication 1, caractérisée en ce que le support d'identification (1) forme un élément constitutif fonctionnel du support
de données électronique (8).
5. Arme à feu de poing selon la revendication 1, caractérisée en ce que le support de données électronique (8) est formé par une puce mémoire (18) avec contact.
6. Arme à feu de poing selon la revendication 1, caractérisée en ce que le support de données électronique (8) est formé par un transpondeur RFID (9).
7. Arme à feu de poing selon la revendication 6, caractérisée en ce que le transpondeur RFID (9) présente une bobine-antenne (10) à titre d'élément de couplage.
8. Arme à feu de poing selon les revendications 1 et 7, caractérisée en ce que le support d'identification (1) traverse la bobine-antenne (10).
9. Arme à feu de poing selon la revendication 8, caractérisée en ce que le support d'identification (1) traverse la bobine-antenne (10) de telle sorte que
l'identification (13) visuellement lisible est agencée à l'intérieur de la bobine-antenne
(10).
10. Arme à feu de poing selon la revendication 4, caractérisée en ce que l'identification (1), à titre d'élément constitutif fonctionnel du support de données
(8), forme un contact et/ou au moins une partie d'un élément de couplage et/ou au
moins une partie d'une ligne du support de données (8).
11. Arme à feu de poing selon les revendications 5 et 10, caractérisée en ce que le support d'identification (1) forme un contact de la puce mémoire (18).
12. Arme à feu de poing selon la revendication 11, caractérisée en ce qu'un contact (23) additionnel caché est raccordé à la puce mémoire (18).
13. Arme à feu de poing selon la revendication 10, caractérisée en ce que la puce (18) du support de données (8) est reliée d'une part avec au moins une surface
de couplage (25, 31, 32) pour la transmission capacitive de données avec la surface
de couplage (27) du lecteur (26) et d'autre part avec le support d'identification
(1) pour former un contact galvanique avec le lecteur (26).
14. Arme à feu de poing selon la revendication 13, caractérisée en ce qu'une surface de couplage (29) additionnelle est raccordée à la puce (18).
15. Arme à feu de poing selon les revendications 7 et 10, caractérisée en ce que le support d'identification (1) forme au moins une partie de la bobine-antenne (10)
pour la transmission de données par couplage inductif.
16. Arme à feu de poing selon la revendication 15, caractérisée en ce qu'une autre induction (L1) est raccordée à la puce (17) du transpondeur (9).
17. Arme à feu de poing selon la revendication 1, caractérisée en ce que le support d'identification (1), avec le support de données électronique (8) relié
à celui-ci, est prévu sur la partie de poignée (5) de l'arme.
18. Arme à feu de poing selon la revendication 17, caractérisée en ce que la partie de poignée (5) est en matière plastique au moins dans la région du support
d'identification (1).
19. Arme à feu de poing selon la revendication 18, caractérisée en ce que le support d'identification (1) présente des tronçons d'ancrage (3, 4) et/ou des
saillies d'ancrage (22) qui sont noyés dans la matière plastique.
20. Arme à feu de poing selon les revendications 1 et 18, caractérisée en ce qu'au moins une partie des lignes, des contacts ou des éléments de couplage du support
de données électronique (8) est insérée en tant que MID dans la matière plastique
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