[0001] Die Erfindung betrifft eine flexible Verpackung, die ein Ventil zum Entlüften aufweist.
Insbesondere betrifft die Erfindung derartige flexible Verpackungen mit einer wiederverschließbaren
Öffnung.
[0002] Wiederverschließbare Beutel, insbesondere sogenannte Click and Close Beutel sind
dichte Beutel, dadurch kann die Luft die sich im Beutel befindet, nach der Befüllung
und Versiegelung nicht mehr entweichen. Die zwischen dem Füllgut vorhandene Luft bewirkt
beispielsweise, dass eine Stapelung der Beutel nur schwer möglich ist.
[0003] Insbesondere bei Füllgütern, die mit hoher Geschwindigkeit in eine Verpackung gefüllt
werden und eine körnige bis grob pulverförmige Konsistenz haben, ist es erforderlich,
dass eine ausreichende Entlüftung während des Befüllvorgangs erfolgt.
[0004] Um eine ausreichende Luftdurchlässigkeit bzw. Entlüftung beim Befüllen des Sacks
zu gewährleisten, wird dabei eine die Verpackung bildende oder in eine mehrlagige
Verpackung integrierte Kunststofffolie entweder mit Durchbrechungen versehen, bzw.
genadelt oder perforiert. Dabei kann die Perforierung bei Kunststoffverpackungen an
den Breitseiten oder über bestimmte Bereiche der Verpackung eingebracht werden.
[0005] Aus der
EP 0 867 379 A1 ist ein perforierter Sack bekannt, wobei eine Perforierung durch alle Lagen des Sacks
erfolgt. Dadurch wird zwar eine ausreichende Luftdurchlässigkeit gewährleistet, der
Schutz gegen Feuchtigkeit ist aber nicht mehr zuverlässig gegeben. Ferner ist ein
derartiger Sack nicht mehr zur Aufnahme von pulverförmigen Verpackungsgütern geeignet.
[0006] Aus der
WO 98/57861 ist ein mehrlagiger Papiersack bekannt, der zur Aufnahme von pulverförmigem Verpackungsmaterial
geeignet ist. Dabei weist der Papiersack an seinen Breitseiten jeweils Perforationen
in Band- oder Streifenform zumindest in der Kunststoffzwischenlage auf. Um eine ausreichende
Luftdurchlässigkeit zu gewährleisten müssen diese Perforationen bzw. Durchbrechungen
einen entsprechend großen Durchmesser aufweisen. Dabei wird die Festigkeit des Sacks
jedoch herabgesetzt. Bei der Aufnahme von Gütern mit hohem Gewicht ist dies besonders
nachteilig.
[0007] Ferner können durch die Perforationen von außen Feuchtigkeit, Insekten und dergleichen
nach Füllung und Verschluss der Verpackung ins Innere der Verpackung eindringen. Dies
ist insbesonders bei Füllgütern, die feuchtigkeitsempfindlich sind oder zur Ernährung
von Tieren dienen von großem Nachteil.
[0008] Aufgabe der Erfindung war es eine wiederverschließbare Verpackung bereitzustellen,
die eine Vorrichtung zur Entlüftung der Verpackung aufweist, die nach dem Füllvorgang
ausreichend dicht abschließt um das Eindringen von Feuchtigkeit und/oder Insekten
oder sonstigen Fremdkörpern, beispielsweise Staubkörnern, und dergleichen zu verhindern.
[0009] Gegenstand der Erfindung ist daher eine Verpackung in Form eines Seitenfaltensacks
mit einer wiederverschließbaren Öffnungsvorrichtung und einer Entlüftungsvorrichtung,
dadurch gekennzeichnet, dass die Entlüftungsvorrichtung in die Seitenfalte eingebracht
ist, wobei die Seitenfalte partiell in Form von länglichen kurzen Streifen mit der
Vorder- bzw. Rückseite des Sacks verbunden ist, sodass zwischen diesen Verbindungsstreifen
durchlässige Kanäle entstehen und unterhalb dieser Verbindungsstreifen in der Seitenfalte
und der Vorder- bzw. Rückseite des Sacks im Wesentlichen deckungsgleiche durchgängige
Ausnehmungen angeordnet sind.
[0010] Der Seitenfaltensack besteht vorzugsweise aus Kunststofffolien oder Verbundfolien
mit Kunststoff, beispielsweise aus Polyester, wie orientiertes PET amorphes PET, Polyolefine
wie Polypropylen, Cast-PP, geblasenen, gereckte, biaxial gereckte PP-Folien, oder
Polyethylen, Polystyrol, Polycarbonat, Zellglas, Polyamid, Polyvinylchlorid oder deren
Copolymere. Es können aber coextrudierte oder laminierte Kunststoffverbundfolien oder
Verbunde mit Papier verwendet werden. Ferner ist es möglich beschichtete Folien, biologisch
abbaubare Folien, Aluminiumfolien und dergleichen zu verwenden.
[0011] Die Seitenfalten des Sacks werden partiell mit der Vorder- bzw. Rückseite des Sacks
verbunden, vorzugsweise durch Verschweißen. Die partiellen Verbindungen weisen vorzugsweise
die Form von kurzen Streifen auf, und sind voneinander beabstandet, sodass zwischen
den verbundenen Streifen Kanäle entstehen, durch die Luft über die Ausnehmungen gesteuert
entweichen kann.
[0012] Vorzugsweise sind die partiellen streifenförmigen Verbindungen gegeneinander in Richtung
des Bodens bzw. der unteren Siegelnaht des Sacks versetzt und zwar in der Form, dass
die in der Nähe der Mitte der Seitenfalte situierten Verbindungsstreifen bis in die
Siegelnaht der Verbindung der Vorder- und Rückseite reichen und die weiteren Verbindungsstreifen
nach oben, zum unteren Verbindungsstreifen versetzt angeordnet sind. Vorzugsweise
ergibt eine Verbindungslinie zwischen den Siegelungen einen Winkel von etwa 45 °.
[0013] Diese Siegelungen helfen, dass sich der Boden des Beutels richtig ausformt.
[0014] Oberhalb der Siegelnaht sind im äußeren Drittel der Seitenfalte beidseitig in der
Seitenfalte und jeweils der Vorder- und Rückseite eine Ausnehmung angeordnet. Diese
Ausnehmungen können Stanzungen sein und weisen vorzugsweise die Form einer Spitze
auf.
[0015] Bei der Befüllung des Sacks unter Druck wird die Luft durch die zwischen den Verbindungsstreifen
gebildeten Kanäle über die schlitzförmigen Ausnehmungen, die sich durch den entstehenden
Druck öffnen, gezielt nach außen geleitet und damit der Befüllvorgang erleichtert,
bzw. beschleunigt.
[0016] Nach Abschluss des Befüllvorgangs besteht kein Druck innerhalb des Sacks, insbesondere
auch nicht auf diese schlitzförmigen Ausnehmungen mehr. Dadurch schließen sich diese
Schlitze und verhindern das Eindringen von Insekten und sonstigen Fremdkörpern von
außen.
[0017] Der erfindungsgemäße Sack kann vorzugsweise mit einer wiederverschließbaren Öffnungsvorrichtung
ausgestattet sein.
[0018] Vorzugsweise wird die wiederverschließbare Öffnungsvorrichtung in Form eines Gleitverschlusses
ausgeführt.
[0019] In den Fig. 1 bis 3 ist eine erfindungsgemäße Ausführungsform der Verpackung dargestellt.
[0020] In Fig. 1 ist die Vorderansicht des erfindungsgemäßen Beutels dargestellt.
[0021] In Fig. 2 ist der vergrößerte Ausschnitt A aus Fig. 1 dargestellt.
[0022] Fig. 3 zeigt den Boden- und Seitenfaltenbereich des erfindungsgemäßen Beutels im
befüllten Zustand.
[0023] Dabei bedeuten 1 die Vorderseite der Verpackung, 2 die Rückseite der Verpackung,
3 die Seitenfalte, 4, bzw. 4a die Verbindungen der Seitenfalte mit Vorder- bzw. Rückseite
des Beutels, 5 die Verbindungen, die den Beutelboden bilden, 6 die Stege, 7 die Ausnehmung.
1. Verpackung in Form eines Seitenfaltensacks mit einer wiederverschließbaren Öffnungsvorrichtung
und einer Entlüftungsvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass die Entlüftungsvorrichtung in die Seitenfalte eingebracht ist, wobei die Seitenfalte
partiell in Form von länglichen kurzen Streifen mit der Vorder- bzw. Rückseite des
Sacks verbunden ist, sodass zwischen diesen Verbindungsstreifen durchlässige Kanäle
entstehen und unterhalb dieser Verbindungsstreifen in der Seitenfalte und der Vorder-
bzw. Rückseite des Sacks im Wesentlichen deckungsgleiche durchgängige Ausnehmungen
angeordnet sind.
2. Verpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen schlitzförmig sind.
3. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine gedachte Verbindungslinie zwischen den kurzen Streifen einen Winkel von etwa
45° zu den Seitenkanten des Sacks ergibt.
4. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Seitenfaltenbeutel aus Kunststofffolien oder Verbundfolien mit Kunststoff, beispielsweise
aus Polyester, wie orientiertes PET, amorphes PET, Polyolefine wie Polypropylen, Cast-PP,
geblasenen, gereckte, biaxial gereckte PP-Folien, oder Polyethylen, Polystyrol, Polycarbonat,
Zellglas, Polyamid, Polyvinylchlorid oder deren Copolymere aus coextrudierten oder
laminierten Kunststoffverbundfolien oder Verbunden mit Papier, biologisch abbaubare
Folien, Aluminiumfolien und dergleichen besteht.