(19)
(11) EP 1 820 977 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
22.08.2007  Patentblatt  2007/34

(21) Anmeldenummer: 07002458.3

(22) Anmeldetag:  05.02.2007
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
F16B 12/20(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA HR MK YU

(30) Priorität: 18.02.2006 DE 202006002649 U

(71) Anmelder: Häfele GmbH & Co. KG
72202 Nagold (DE)

(72) Erfinder:
  • Walz, Rüdiger
    72401 Haigerloch (DE)

(74) Vertreter: Kohler Schmid Möbus 
Patentanwälte Ruppmannstrasse 27
70565 Stuttgart
70565 Stuttgart (DE)

   


(54) Verbindungsbeschlag für Hohlplatten


(57) Um bei einem Verbindungsbeschlag für Hohlplatten mit einem in einem Gehäuse 1 drehbar gelagerten Spannteil 2, welches den Kopf 3 eines zugehörigen Anzugsbolzens 4 aufnimmt, Schwierigkeiten beim Einsetzen des Spannteils 2 in das Gehäuse 1 zu vermeiden, ist das Gehäuse 1 zweiteilig ausgebildet, sind beide Gehäuseteile 5,6 durch ein Scharnier 7 mit einer etwa parallel zur Spannteilachse verlaufenden Achse verbunden und in der geschlossenen Lage miteinander verrastbar.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Verbindungsbeschlag für Hohlplatten, insbesondere Wabenplatten, Sandwichplatten oder dergleichen. Derartige Platten bestehen aus zwei relativ dünnen, jedoch festen Deckplatten, wobei der Hohlraum zwischen diesen mit Wellpappe oder ähnlichem Material ausgefüllt ist. Während Beschläge bei massiven Platten in Bohrungen derselben eingelassen oder in einfacher Weise angeschraubt werden können, finden die Beschläge oder Schrauben bei Hohlplatten keinen Halt innerhalb der Hohlräume, so dass man sich bei der Befestigung auf die Deckplatten beschränken muss.

[0002] Bei einem Verbindungsbeschlag mit einem in einem Gehäuse drehbar gelagerten Spannteil, welches den Kopf eines zugehörigen Anzugsbolzens aufnimmt, entstehen Schwierigkeiten beim Einsetzen des Spannteils in das Gehäuse. Die zur Oberseite gerichtete Öffnung des Gehäuses soll möglichst unaufällig sein und nur zum Einsetzen eines Werkzeuges zum Drehen des Spannteiles dienen. Bei einem Einsetzen von unten und Verrasten besteht die Gefahr, das bei zu starkem Druck auf das Werkzeug das Spannteil herausfällt, da der bei Massivplatten vorhandene Boden der Bohrung fehlt.

[0003] Um diese Nachteile zu vermeiden, ist erfindungsgemäß das Gehäuse zweiteilig ausgebildet, sind beide Teile durch ein Scharnier mit einer etwa parallel zur Spannteilachse verlaufenden Achse verbunden und in der geschlossenen Lage miteinander verrastbar. Nunmehr kann das Spannteil, nachdem die beiden Gehäuseteile auseinander geschwenkt sind, seitlich eingesetzt werden. Anschließend werden dann die Gehäuseteile zusammen geschwenkt und in beliebiger Weise verbunden. Dadurch ist es möglich, den Boden des Gehäuses aus relativ festem Material zu gestalten.

[0004] Vorzugsweise ist das Scharnier als Filmscharnier ausgebildet. Zur Verbindung der Gehäuseteile im geschlossenen Zustand des Gehäuses ist zweckmäßigerweise eine Rastvorrichtung angeordnet. Diese kann aus einem unterhalb des Gehäuses an einem der beiden Teile desselben angeordneten elastischen Rasthaken und einer am anderen Teil vorgesehenen Rastvertiefung bestehen.

[0005] Zur Befestigung des Gehäuses in der Hohlplatte ist eines der beiden Gehäuseteile mit einer oberhalb der Hohlplatte anzuordnenden Befestigungsplatte verbunden ist. Diese steht insbesondere am Gehäusescharnier über das Gehäuse vor, wobei am vorstehenden Teil ein nach unten gerichteter Zapfen als Verstärkung und Verdrehsicherung vorgesehen ist.

[0006] Das Gehäuse weist zweckmäßig teilweise umlaufende Rippen und die Deckschicht der Hohlplatte untergreifende Flügel auf. Vorzugsweise ist das Gehäuse an seiner dem Scharnier abgewandten Seite im unteren Teil mit einen Stützsteg versehen. Dieser dient zur Anlage an einer Unterkante der Hohlplatte. Dadurch ergibt sich eine bessere Abstützung des Beschlages in der Hohlplatte.

[0007] Die Zeichnung zeigt Ausführungsbeispiele der Erfindung. Es stellen dar:
Figur 1
eine perspektivische Ansicht eines Verbindungsbeschlages mit einem Anzugsbolzen,
Figur 2
eine Darstellung nach Fig. 1 im ausgeschwenktem Zustand der Gehäuseteile,
Figur 3
zwei verbundene Wabenplatten mit einem Verbindungsbeschlag nach Fig.1.


[0008] Der Verbindungsbeschlag weist ein Gehäuse 1 mit einem darin drehbar gelagerten Spannteil 2 für den Kopf 3 eines Anzugsbolzens 4 auf.

[0009] Das Gehäuse 1 setzt sich aus zwei Gehäuseteilen 5 und 6 zusammen, welche durch ein etwa parallel zur Achse des Spannteils 2 verlaufendes Filmscharnier 7 schwenkbar miteinander verbunden sind. Das Gehäuseteil 5 besteht aus einem Stück mit einer Befestigungsplatte 8, welche, wie Fig. 3 zeigt oberhalb einer Hohlplatte 9 zu liegen kommt. Die Befestigungsplatte 8 steht über das Gehäuse 1 hinaus und am vorstehenden Teil 9 ist ein nach unten gerichteter Zapfen 10 vorgesehen, welcher ebenfalls in die Hohlplatte 22 eingreift und insbesondere zur Verdrehsicherung des Beschlages dient. Das Spannteil 2 wird in das nach Fig. 2 geöffnete Gehäuse 1 seitlich eingesetzt, worauf dann das Gehäuseteil 6 vom Gehäuseteil 5 in die geschlossene Stellung nach Fig. 1 geschwenkt wird. Zur Befestigung der Teile 5 und 6 in dieser Lage ist am Gehäuseteil 5 ein elastischer Rasthaken 11 vorgesehen und am Gehäuseteil 6 eine Rastvertiefung 12.

[0010] Wie vor allem aus Fig. 2 ersichtlich ist, besitzt das Gehäuse 1 ein sehr festes Bodenteil 13, so dass bei einem Einführen eines nicht dargestellten Werkzeuges durch die Öffnung 14 der Befestigungsplatte 8 in die Werkzeugaufnahme 15 des Spannteiles 2 auch bei festem Druck auf das Werkzeug kein Durchbrechen des Spannteiles 2 nach unten zu befürchten ist.

[0011] Fig. 3 zeigt die Verbindung zwischen einer Hohlplatte 22 und einer senkrecht hierzu stehenden weiteren Hohlplatte 16. Dabei ist der Bolzen 4 mittels eines Dübels 17 in der Hohlplatte 16 festgelegt und greift mit seinem Kopf 3 in das Spannteil 2 ein. Dieses ist im Gehäuse 1 drehbar gelagert und zusammen mit der Befestigungsplatte 8 in der Hohlplatte 22 angeordnet. Beim Drehen des Spannteiles 2 werden der Bolzen 4 über seinen Kopf 3 und damit die Hohlplatte 16 an die Hohlplatte 22 herangezogen und die Platten 22,16 damit fest miteinander verbunden.

[0012] Um die Abstützung des Beschlages in der Hohlplatte 22 zu verbessern, ist das Gehäuse 1 mit über einen Teil desselben umlaufenden Rippen 18 und mehreren schräg nach oben außen stehenden elastischen Flügeln 19 versehen. Das Gehäuse ist weiterhin an seiner dem Scharnier 7 abgewandten Seite im unteren Teil mit einen Stützsteg 20 versehen. Dieser dient zur Anlage an einer Unterkante 21 der Hohlplatte 22.


Ansprüche

1. Verbindungsbeschlag für Hohlplatten, insbesondere Wabenplatten, Sandwichplatten odgl. mit einem in einem Gehäuse (1) drehbar gelagerten Spannteil (2), welches den Kopf (3) eines zugehörigen Anzugsbolzens (4) aufnimmt, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (1) zweiteilig ausgebildet ist, beide Gehäuseteile (5,6) durch ein Scharnier (7) mit einer etwa parallel zur Spannteilachse verlaufenden Achse verbunden und in der geschlossenen Lage miteinander verrastbar sind.
 
2. Verbindungsbeschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Scharnier als Filmscharnier (7) ausgebildet ist.
 
3. Verbindungsbeschlag nach einem oder beiden der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verbindung der beiden Gehäuseteile (5,6) im geschlossenen Zustand des Gehäuses (1) eine Rastvorrichtung (11,12) angeordnet ist.
 
4. Verbindungsbeschlag nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastvorrichtung aus einem unterhalb des Gehäuses (1) an einem der beiden Teile desselben angeordneten elastischen Rasthaken (11) und einer am anderen Teil vorgesehenen Rastvertiefung (12) besteht.
 
5. Verbindungsbeschlag nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eines der beiden Gehäuseteile (5,6) mit einer oberhalb einer Hohlplatte (22) anzuordnenden Befestigungsplatte (8) verbunden ist.
 
6. Verbindungsbeschlag nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsplatte (8) insbesondere am Gehäusescharnier (7) über das Gehäuse (1) vorsteht, wobei am vorstehenden Teil (9) ein nach unten gerichteter Zapfen (10) vorgesehen ist.
 
7. Verbindungsbeschlag nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Gehäuse (1) teilweise umlaufende Rippen (18) und die Deckschicht der Hohlplatte (9) untergreifende Flügel (19) aufweist.
 
8. Verbindungsbeschlag nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Gehäuse (1) an seiner dem Scharnier (7) abgewandten Seite im unteren Teil einen Stützsteg (20) aufweist.
 




Zeichnung













Recherchenbericht