[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Eindüsen von Brennmedien, wie Brennstoff
oder Oxidationsmittel, in einen metallurgischen Behandlungsraum, mit einem oder mehreren
Zuführungskanälen für ein erstes Brennmedium und mehreren Zuführungskanälen für ein
zweites Brennmedium, die in einem Mündungsbereich der Vorrichtung ausmünden.
[0002] Bekannt sind Brenner oder Lanzen zum Eindüsen von Brennstoff und/oder Oxidationsmittel
in einen metallurgischen Behandlungsraum.
[0003] Aus der
EP 1 204 769 B1 ist beispielsweise eine Lanze zum Eindüsen von Brennstoff und/oder Sauerstoff in
einen Schmelzofen bekannt, die eine zentrale Zuleitung für Brennstoff sowie eine koaxial
hierzu angeordnete Zuleitung für Sauerstoff aufweist. Im Bereich der Mündungsöffnung
der Lanze führt eine Vielzahl von schräg verlaufenden Zuführungskanälen von der Sauerstoffzuleitung
in die Brennstoffzuleitung. Durch diese Zuführungskanäle wird zumindest ein Teil des
Sauerstoffs in den Mündungsabschnitt der Brennstoffzuleitung eingeleitet und mit dem
Brennstoff durchmischt. Das Gemisch wird in den Schmelzofen eingetragen und bildet
dort eine Flamme aus.
[0004] Derartige Brenner bzw. Lanzen haben sich in der Praxis bewährt. Nachteilig ist jedoch,
dass der metallurgische Behandlungsraum nur sehr ungleichmäßig von der Flamme beaufschlagt
wird und es damit zu einer sehr ungleichmäßigen Wärmeverteilung kommt. Insbesondere
bei Behandlungsräumen mit ungewöhnlicher Geometrie führt dies zu einem ungünstigen
Ergebnis der Wärmebehandlung.
[0005] Um die Flammengeometrie zu beeinflussen wurde beispielsweise in der
DE 101 56 376 vorgeschlagen, die Oxidationsmittelzufuhr eines Brenners mit einer Dralldüse auszustatten.
Die Möglichkeiten, hierdurch den Behandlungsraum gleichmäßig mit der Flamme zu beaufschlagen,
sind jedoch begrenzt.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist daher, eine Vorrichtung zum Eindüsen von Brennstoff und
Oxidationsmittel in einen metallurgischen Behandlungsraum zu schaffen, bei der der
Behandlungsraum gleichmäßiger mit der Flamme beaufschlagt wird.
[0007] Gelöst ist diese Aufgabe bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art dadurch,
dass die Zuführungskanäle für das zweite Brennmedium jeweils mit strömungstechnisch
voneinander getrennten Versorgungsleitungen verbunden sind, in denen Einrichtungen
zur separaten Regelung des Strömungsdurchflusses vorgesehen sind.
[0008] Die Zuführungskanäle für das zweite Brennmedium werden über die voneinander strömungstechnisch
getrennten Versorgungsleitungen mit dem Brennmedium beschickt. Durch die Einrichtungen
zur Regelung des Strömungsdurchflusses kann der durch jede der Versorgungsleitungen
geführte Mengenstrom auch während des Betriebs der Vorrichtung individuell eingestellt
werden. Insbesondere gelingt es auf dieses Weise durch eine geeignete Einstellung
der Strömungsdurchflüsse durch die einzelnen Zuleitungen, die Geometrie und Richtung
der sich im Behandlungsraum ausbildenden Flamme in nahezu beliebiger Weise zu beeinflussen.
Die jeweils geeignete Einstellung der Strömungsdurchflüsse kann dabei beispielsweise
empirisch ermittelt werden.
[0009] Vorzugsweise stehen die Versorgungsleitungen dabei mit einer Versorgungseinheit für
das zweite Brennmedium in Strömungsverbindung. Bei der Versorgungseinheit kann es
sich beispielsweise um einen Tank oder eine Rohrleitung handeln, aus dem/der die Zuleitungskanäle
zentral mit dem zweiten Brennmedium versorgt werden.
[0010] Um eine besonders effiziente Beeinflussung der Flammengeometrie zu bewerkstelligen,
sind die Versorgungsleitungen bevorzugt mit Armaturen zur Begrenzung des Durchflusses
ausgerüstet, die mit einer Steuereinheit in Datenverbindung stehen, mittels der die
Strömungsdurchflüsse durch die einzelnen Versorgungsleitungen hindurch steuerbar sind.
Bevorzugte Armaturen sind dabei motorbetriebene Ventile oder Schieber, insbesondere
Kugelhähne, oder Magnetventile.
[0011] Zweckmäßigerweise sind die Armaturen jeweils mit einem Bypass versehen, um einen
minimalen Strömungsdurchfluss durch die Versorgungsleitung zu gewährleisten.
[0012] Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht eine Geometrie der
erfindungsgemäßen Vorrichtung in Form eines axialen Zuführungskanals für das erste
Brennmedium vor, die koaxial von einer Zuführung für das zweite Brennmedium umschlossen
ist, die zumindest auf ihrem vom Mündungsbereich gesehen hinteren Abschnitt in strömungstechnisch
voneinander separierten Zuführungskanäle unterteilt ist.
[0013] Bevorzugt ist die Zuführung für das zweite Brennmedium in zwei, durch gegenüberliegend
angeordnete Strömungstrenner voneinander getrennte Zuführungskanäle unterteilt. Dies
ermöglicht eine zweidimensionale Positionsänderung der Flamme längs einer Ebene im
Behandlungsraum. Durch eine alternierende Ansteuerung der Armaturen der den jeweiligen
Zuführungskanälen zugeordneten Versorgungsleitungen ermöglicht diese Ausgestaltung
insbesondere ein Verschwenken einer bei der Verbrennung der Brennmedien im Behandlungsraum
erzeugten Flamme.
[0014] Alternativ zur vorgenanten Ausführungsform, die ein Verschwenken der Flamme ermöglicht,
sieht eine weitere Ausgestaltung der Erfindung vor, dass die Zuführung für das zweite
Brennmedium in mindestens drei Zuführungskanäle unterteilt ist, die jeweils durch
in vorzugsweise gleichen Winkelabständen angeordnete Strömungstrenner voneinander
getrennt sind. Durch eine zyklische Ansteuerung der Armaturen der den jeweiligen Zuführungskanälen
zugeordneten Versorgungsleitungen ermöglicht diese Ausgestaltung eine dreidimensionale
Positionsänderung, insbesondere eine Rotation einer bei der Verbrennung der Brennmedium
in dem Behandlungsraum erzeugten Flamme. Werden mehr als drei Zuführungskanäle vorgesehen,
kann die Flammengeometrie durch eine Variation der verschiedenen Strömungsdurchflüsse
noch stärker gezielt beeinflusst werden.
[0015] Die Aufgabe der Erfindung wird auch durch ein Verfahren zum Betreiben der zuvor beschriebenen
Vorrichtung gelöst, bei dem ein erstes Brennmedium durch einen Zuführungskanal für
das erste Brennmedium und ein zweites Brennmedium durch Zuführungskanäle für das zweite
Brennmedium in den Behandlungsraum eingeleitet wird, in welchem das erste Brennmedium
mit dem zweiten Brennmedium unter Ausbildung einer Flamme reagiert, wobei die Geometrie
der Flamme während des Verbrennungsprozesses durch eine Variation des Strömungsdurchflusses
durch die Zuführungskanäle verändert wird.
[0016] Vorteilhafterweise wird die Flamme dabei durch eine periodische Abfolge von wechselnden
Strömungsdurchflussmengen in den Zuleitungen verschwenkt oder in Rotation gebracht.
Hierdurch gelingt eine gleichmäßige Beaufschlagung des Behandlungsraumes mit der Flamme
und damit die Herstellung einer gleichmäßigen Wärmeverteilung im Behandlungsraum.
[0017] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
[0018] In schematischen Ansichten zeigen:
Fig, 1a, die Vorderansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer ersten Ausführungsform,
Fig. 1b die Vorrichtung aus Fig. 1a in einem Längsschnitt,
Fig 2a, die Vorderansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer zweiten Ausführungsform,
Fig 2b die Vorrichtung nach Fig. 2a in einem Längsschnitt und
Fig 2c die Sauerstoffversorgung der Ausführungsform nach Fig. 2a,2b.
[0019] Bei der in den Figs. 1a,1b gezeigten Vorrichtung 1 handelt es sich um einen Brennstoff-Sauerstoffbrenner.
Die Vorrichtung 1 umfasst eine zentrale Durchführung 3 für ein Zündgas, die auch als
Beobachtungskanal für eine an die Durchführung 3 angeschlossene UV-Überwachungseinheit
4 dient. Koaxial zu der Durchführung 3 ist eine Brennstoffzuführung 5 angeordnet,
die der Einleitung eines Brennstoffs in einen metallurgischen Behandlungsraum 6 dient.
Koaxial um die Brennstoffzuführung 5 herum ist eine Sauerstoffzuführung 8 angeordnet.
Die Sauerstoffzuführung 8 ist mittels sich über nahezu die gesamte Längserstreckung
der Sauerstoffzuführung 8 angeordneter Trennwände 9,10 in zwei strömungstechnisch
voneinander getrennte Sauerstoffzuleitungskanäle 12,13 unterteilt, in die jeweils
separate Versorgungsleitungen 14,15 einmünden. Die Versorgungsleitungen 14,15 sind
über ein Drei-Wege-Ventil 17 mit einer Sauerstoff-Hauptleitung 18 verbunden, über
die Sauerstoff aus einem hier nicht gezeigten Vorratsbehälter, beispielsweise einem
Sauerstofftank, herangeführt wird. Die Vorrichtung 1 kann im Übrigen in bekannter
und daher hier nicht gezeigter Weise mit einer Kühlung ausgerüstet sein.
[0020] Beim Betrieb der Vorrichtung 1 wird flüssiger oder gasförmiger Brennstoff, im Ausführungsbeispiel
Erdgas, über einen Brennstoffanschluss 20 in die Brennstoffzuführung 5 und von dort
in einer Menge von 20 bis 80 m
3/h und mit einer Geschwindigkeit im Bereich von 15 - 50 m/s in den Behandlungsraum
6 eingebracht. Über zumindest eine der Sauerstoffzuleitungskanäle 12,13 wird Sauerstoff
gleichfalls in den Behandlungsraum 6 eingebracht, wobei durch eine entsprechende Einstellung
am Drei-Wege-Ventil 17 der Durchfluss durch die Versorgungsleitungen 14,15 und damit
durch die Sauerstoffzuführungen 12,13 jeweils genau eingestellt werden kann. Sauerstoff
und Brennstoff vermischen sich innerhalb des Behandlungsraumes 6 im Vorfeld der Brennermündung
21. Über einen Zündgasanschluss 22 wird ein Zündgas durch die Durchführung 3 in den
Behandlungsraum 6 eingeleitet, das für die Zündung des Brennstoff-Sauerstoff-Gemisches
und die anschließenden Ausbildung einer Flamme vor der Brennermündung 21 sorgt.
[0021] Die sich vor der Mündung 21 des Brenners ausbildende Flamme kann innerhalb des Behandlungsraumes
6 längs einer vertikalen Ebene verschwenkt werden. Hierzu wird das Strömungsverhältnis
für die durch die Leitungen 14,15 bzw. die Sauerstoffkanäle 12,13 geführten Sauerstoffmengen
verändert. Je mehr Sauerstoff anteilig durch den im Bild oben angeordneten Sauerstoffkanal
13 geführt wird, desto mehr verschwenkt die Flamme in Richtung nach oben, je mehr
Sauerstoff anteilig durch den unteren Sauerstoffkanal 12 geführt wird, desto mehr
senkt sich die Flamme im Behandlungsraum 6 nach unten. Durch die alternierende Versorgung
der Sauerstoffkanäle 12,13 mit einer großen bzw. geringen Menge an Sauerstoff kann
die Flamme auch periodisch auf und ab verfahren werden. Die Vorrichtung 1 bietet so
eine kostengünstige Möglichkeit, die Position der Flamme innerhalb des Behandlungsraumes
6 kontinuierlich durch Verschwenken zu verändern, ohne dass es hierzu einer aufwändigen
baulichen Veränderung in der Wand des Behandlungsraumes 6 oder einer schwenkbaren
Aufhängung des Brenners bedarf.
[0022] Bei der in den Figuren 2a-2c gezeigte Vorrichtung 30 sind solche Merkmale, die gleichartig
zu denen der Vorrichtung 1 sind, mit gleichen Bezugsziffern bezeichnet. Die Vorrichtung
30 unterscheidet sich von der Vorrichtung 1 lediglich im Aufbau der Sauerstoffzuführung
32. Während die Sauerstoffzuführung 8 bei der Vorrichtung 1 in zwei Strömungskanäle
13,14 unterteilt ist, ist die Sauerstoffzuführung 32 mit Hilfe von zwei Strömungstrennern
in Form von zumindest weitgehend gasdichten Zwischenwänden 33,34,35 in drei Sauerstoffzuleitungskanäle
36,37,38 unterteilt. Die Sauerstoffzuleitungskanäle 36,37,38 stehen jeweils mit Versorgungsleitungen
39,40,41 in Strömungsverbindung. Die Versorgungsleitungen 39,40,41 sind über einen
Verteiler 42 an eine Sauerstoff-Hauptleitung 43 angeschlossen. Zur Steuerung der Strömungsdurchflüsse
in den Versorgungsleitungen 39,40,41 sind in diesen jeweils strömungssteuernde Armaturen,
beispielsweise Magnetventile 45,46,47 vorgesehen, die von einer zentralen Steuereinheit
49 nach einem vorgegebenen Programm angesteuert werden können. Die Magnetventile 45,46,47
sind jeweils mit einem Bypass 51,52,53 versehen, um auch im Falle eines geschlossenen
Magnetventils einen minimalen Strömungsdurchfluss in jeder der Versorgungsleitungen
39,40,41 zu gewährleisten.
[0023] Beim Betrieb der Vorrichtung 30 wird Brennstoff, beispielsweise Erdgas, über die
Brennstoffzuführung 5 in den Behandlungsraum 6 eingeleitet. Gleichzeitig wird über
mindestens eine der Sauerstoffzuleitungskanäle 36,37,38 Sauerstoff aus der Sauerstoff-Hauptleitung
43 über die Versorgungsleitungen 39,40,41 in den Behandlungsraum 6 eingeleitet. Nach
Zündung bildet sich im Behandlungsraum 6 vor der Brennermündung 21 eine Flamme aus.
[0024] Um die Position der Flamme im Behandlungsraum 6 zu verändern, werden die durch die
Sauerstoffkanäle 36,37,38 geführten Sauerstoffströme mittels Ansteuerung der Magnetventile
45,46,47 durch die Steuereinheit 49 eingestellt. Eine Asymmetrie in den durch die
Sauerstoffzuleitungskanäle 36,37,38 geführten Sauerstoffströme führt zu einer entsprechenden
Asymmetrie der Flamme im Behandlungsraum 6. Durch eine zyklische Ansteuerung der Magnetventile
45,46,47 und des damit verbundenen zyklischen Verlaufs der Sauerstoffströme in den
Sauerstoffzuleitungskanälen 36,37,38 gelingt eine Rotation der Flamme im Behandlungsraum
6. Durch eine geeignete Wahl der jeweiligen Durchflussmengen und der zeitlichen Abfolge
der Ansteuerung kann die Flammenausbreitung und die Rotationsgeschwindigkeit in einem
weiten Bereich frei eingestellt und dem jeweiligen Behandlungsraum individuell angepasst
werden.
[0025] Es ist bei der Vorrichtung 30 durch eine geeignete Wahl der entsprechenden Strömungsdurchflüsse,
auch möglich, die Flamme längs einer Ebene, die nicht vertikal sein muss, im Behandlungsraum
6 zu verschwenken. Die hierzu erforderlichen Strömungsdurchflüsse werden beispielsweise
vor Beginn der Behandlung empirisch ermittelt.
[0026] Die Vorrichtungen 1,30 können ohne umfangreiche bauliche Maßnahmen auch in bestehende
Behandlungsräume eingebaut werden. Sie sind preiswert im Aufbau und leicht zu bedienen.
Bezugszeichenliste
[0027]
| 1. |
Vorrichtung |
30. |
Vorrichtung |
| 2. |
- |
31. |
- |
| 3. |
Durchführung |
32. |
Sauerstoffzuführung |
| 4. |
UV-Überwachungseinheit |
33. |
Zwischenwand |
| 5. |
Brennstoffzuführung |
34. |
Zwischenwand |
| 6. |
Behandlungsraum |
35. |
Zwischenwand |
| 7. |
- |
36. |
Sauerstoffzuleitungkanal |
| 8. |
Sauerstoffzuführung |
37. |
Sauerstoffzuleitungkanal |
| 9. |
Trennwand |
38. |
Sauerstoffzuleitungkanal |
| 10. |
Trennwand |
39. |
Versorgungsleitung |
| 11. |
- |
40. |
Versorgungsleitung |
| 12. |
Sauerstoffzuleitungskanal |
41. |
Versorgungsleitung |
| 13. |
Sauerstoffzuleitungskanal |
42. |
Verteiler |
| 14. |
Versorgungsleitung |
43. |
Sauerstoff-Hauptleitung |
| 15. |
Versorgungsleitung |
44. |
- |
| 16. |
- |
45. |
Magnetventil |
| 17. |
Drei-Wege-Ventil |
46. |
Magnetventil |
| 18. |
Sauerstoff-Hauptleitung |
47. |
Magnetventil |
| 19. |
- |
48. |
- |
| 20. |
Brennstoffanschluss |
49. |
zentrale Steuereinheit |
| 21. |
Brennermündung |
50. |
- |
| 22. |
Zündgasanschluss |
51. |
Bypass |
| 52. |
Bypass |
| 53. |
Bypass |
1. Vorrichtung zum Eindüsen von Brennmedien, wie Brennstoff oder Oxidationsmittel, in
einen metallurgischen Behandlungsraum (6), mit einem oder mehreren Zuführungskanälen
(5) für ein erstes Brennmedium und wenigstens zwei Zuführungskanälen (12,13,26,37,38)
für ein zweites Brennmedium, die in einem Mündungsbereich (21) der Vorrichtung ausmünden,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführungskanäle (12,13,26,37,38) für das zweite Brennmedium jeweils mit strömungstechnisch
voneinander getrennten Versorgungsleitungen (14,15,39,40,41) verbunden sind, in denen
Einrichtungen (17,45,46,47) zur separaten Regelung des Strömungsdurchflusses vorgesehen
sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Versorgungsleitungen (14,15,39,40,41) mit einer Versorgungseinheit für das zweite
Brennmedium, etwa ein Tank oder eine Rohrleitung, in Strömungsverbindung stehen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Versorgungsleitungen (14,15,39,40,41) jeweils mit Armaturen (17,45,46,47) zur
Begrenzung des Strömungsdurchflusses ausgerüstet sind, die mit einer Steuereinheit
(49) in Datenverbindung stehen, mittels der die Strömungsdurchflüsse durch die Versorgungsleitungen
(14,15,39,40,41) nach einem vorgegebenen Programm steuerbar sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass als Armaturen (17,45,46,47) motorgetriebene Ventile oder Magnetventile zum Einsatz
kommen.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Armaturen (17,45,46,47) jeweils mit einem Bypass (51,52,53) versehen sind, um
einen minimalen Strömungsdurchfluss durch die Versorgungsleitung (39,40,41) zu gewährleisten.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen axialen Zuführungskanal (5) für das erste Brennmedium, der koaxial von einer
Zuführung für das zweite Brennmedium umschlossen ist, die zumindest auf ihrem vom
Mündungsbereich (21) gesehen hinteren Abschnitt in strömungstechnisch voneinander
separierten Zuführungskanäle (12,13,26,37,38) unterteilt ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass, um eine zweidimensionale Positionsänderung einer bei der Verbrennung der Brennmedien
im Behandlungsraum (6) erzeugten Flamme zu ermöglichen, die Zuführung (8) für das
zweite Brennmedium in zwei, durch gegenüberliegend angeordnete Strömungstrenner (9,10)
voneinander getrennte Zuführungskanäle (12,13), unterteilt ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6,dadurch gekennzeichnet, dass, um eine dreidimensionale Positionsänderung einer durch die Verbrennung der Brennmedium
in dem Behandlungsraum zu ermöglichen, die Zuführung (32) für das zweite Brennmedium
in mindestens drei Zuführungskanäle (36,37,38) unterteilt ist, die durch in vorzugsweise
gleichen Winkelabständen angeordnete Strömungstrenner (33,34,35) voneinander getrennt
sind.
9. Verfahren zum Betreiben einer Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass ein erstes Brennmedium durch einen Zuführungskanal (5) für das erste Brennmedium
und ein zweites Brennmedium durch Zuführungskanäle (12,13,36,37,38) für das zweite
Brennmedium in den Behandlungsraum (6) eingeleitet wird, in welchem das erste Brennmedium
mit dem zweiten Brennmedium unter Ausbildung eine Flamme reagiert, wobei die Geometrie
der Flamme während des Verbrennungsprozesses durch eine Variation der Strömungsdurchflüsse
durch die Zuführungskanäle (12,13,36,37,38) verändert wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Flamme durch eine periodische Abfolge von wechselnden Strömungsdurchflüssen in
den Zuführungskanälen (12,13,36,37,38) verschwenkt oder in Rotation gebracht wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass als erstes Brennmedium ein Brennstoff, etwa Erdgas, und als zweites Brennmedium ein
Oxidationsmittel zum Einsatz kommt.