[0001] Vorliegende Erfindung betrifft eine bieg- oder aufrollbare Stellwand aus einem Kern
und aussen an den Hauptflächen des Kerns anliegenden Deckmaterialien, wobei eines
oder beide der Deckmaterialien durch eine Mehrzahl von parallel, sich über die ganze
Höhe erstreckenden Schnitte oder Ausnehmungen durchsetzt ist.
[0002] Aus der
WO94/02926 sind Displays bekannt geworden aus zwei parallelen durch regelmässig angeordnete
Querstege von einander beabstandeten Deckplatten. Eine oder beide Deckplatten weisen
parallel zu den Querstegen laufende Schlitze oder Schnitte auf. Dadurch wird das Display
aufrollbar.
[0003] Die Auswahl an Ausführungsformen sind bei solchen Displays begrenzt. Zur Formung
des Grundkörpers bieten sich nur leicht verarbeitbare Kunststoffe an, die extrudiert
werden können. Das Anbringen der Schlitze oder Schnitte bedarf hoher Präzision, um
zu vermeiden, dass der Schnitt im Bereich eines Quersteges angelegt wird. Zudem bestimmen
die Querstege die Lage und Anzahl der Schlitze, so dass die Biegbarkeit eines Displays
bereits mit der Wahl des Grundkörpers vorgegeben ist.
[0004] Aufgabe vorliegender Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und eine neue
verbesserte Ausführungsform vorzuschlagen.
[0005] Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass das Kern ein kompaktes Material
oder ein Schaumstoff ist und die Schnitte oder Ausnehmungen durch das Deckmaterial
sich im Kern fortsetzen und sich die Stellwand in der Achse, gleichlaufend der Schnitte
oder Ausnehmungen, biegen oder aufrollen lässt.
[0006] An der erfindungsgemässen bieg- oder aufrollbare Stellwand können die Schnitte oder
Ausnehmungen an einem der Deckmaterialien angebracht sein und sich von der Seite des
mit den Schnitten oder Ausnehmungen versehenen Deckschicht in den Kern fortsetzen.
[0007] An der erfinderischen bieg- oder aufrollbaren Stellwand können die Schnitte oder
Ausnehmungen an beiden Deckenmaterialien angebracht sein, wobei die Schnitte oder
Ausnehmungen an beiden Deckmaterialien in der gleichen Achse und Richtung verlaufen
und die Schnitte oder Ausnehmungen in einem Deckmaterial gegenüber den Schnitten oder
Ausnehmungen im anderen Deckmaterial seitlich versetzt angeordnet sind und sich die
Schnitte oder Ausnehmungen der jeweiligen Deckschicht in den Kern hinein fortsetzen.
[0008] An der bieg- oder aufrollbaren Stellwand nach vorliegender Erfindung können sich
die Schnitte oder Ausnehmungen durch das eine Deckmaterial und vollständig durch den
Kern bis zu der dem Kern zugewandten Seite des anderen Deckmaterials erstrecken.
[0009] Stellwände, deren Begriff hiermit auch kleiner dimensionierte Ausführungsformen,
wie Stelltafeln einschliesst, nach vorliegender Erfindung, finden eine breite Anwendung
beispielsweise als Schautafeln, Reklametafeln, Aushängeschilder, Wegweiser oder so
genannte Displays für die Gestaltung und Aufbau von Ständen, in der Kundenwerbung,
an Ausstellungen, in Schaufenstern, bei Werbeveranstaltungen, Anpreisungen usw. Die
Stellwände können beispielsweise auch Trennwände oder ein Sichtschutz darstellen oder
in kleinerer Ausführungsform, als Stelltafeln mit Werbebotschaften versehen, z.B.
bedruckt, bemalt, besteckt oder beklebt, eingesetzt werden. Ein wichtiges Element
ist die Möglichkeit, auf die Stellwände beliebig Papiere, Folien, grafische Gestaltungselemente
oder Reproduktionen, wie Plakate, Drucke, Lithographien oder Fotografien anzubringen
oder aufzuziehen oder die Stellwände auch direkt zu bedrucken, zu bemalen oder einzufärben.
Die Stellwände können auch als Ansteckwände, "Pinboards" oder "Pinwände" eingesetzt
werden.
[0010] Die Stellwände sind in einer Richtung oder um eine Achse, insbesondere der Hochachse
biegbar oder aufrollbar. Dies ergibt gegenüber starren Stellwänden erweiterte Gestaltungs-
und Anwendungsmöglichkeiten. So ist die eine aufrollbare Stellwand Platz sparend zu
transportieren, eine darauf angebrachte Botschaft kann fallweise durch Verfremdung
beim Biegen der Stellwand die Aufmerksamkeit beim Publikum erhöhen und Stellwände
können in gebogenen oder teilweise gerolltem Zustand ohne weitere Befestigungsmittel
wie Füsse oder Streben aufrecht hingestellt werden. Gleiches gilt für Stelltafeln,
wie sie beispielsweise in kleineren Dimensionen als Stellwände und Dekorelemente zum
gleichen Zweck eingesetzt werden.
[0011] Die Stellwände enthalten einen Kern. An der vorliegenden bieg- oder aufrollbaren
Stellwand kann der Kern aus einem kompakten Material sein. Unter kompaktem Material
oder Werkstoff werden die jeweiligen Materialien in ihrer vollen Dichte, demnach nicht
geschäumt oder regelmässig mit Poren durchsetzt, verstanden. Zu den kompakten Materialien
gehören beispielsweise Kunststoffe, wie Polyolefine und dabei insbesondere Polyethylene
und Polypropylene, Polyamide, Polystyrole, Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymere,
Polycarbonate, Polyester usw. Typische Beispiele sind weiches Polyethylen oder Polyethylen
niedriger Dichte. Die Kunststoffe können mit Fasern, Stapelfasern, Geweben, Gewirken
oder Vliesen verstärkt sein. Die Kunststoffe können anorganische oder organische Füllstoff
enthalten. Beispiele von Füllstoffen sind Aluminiumoxid, Siliziumoxide, Oxide und
Carbonate des Calciums und Magnesiums, Gläser, Schlacke usw. Andere kompakte Materialien
für den Kern können Gele, Mischungen, insbesondere gepresste und ausreagierte Mischungen
aus Holzspänen oder Sägemehl mit Bindern, wie z.B. Phenolharzen, sein.
[0012] An der vorliegenden bieg- oder aufrollbaren Stellwand kann der Kern ein Schaumstoff
und dabei ein anorganischer und zweckmässig ein organischer Schaumstoff sein.
[0013] Beispiele solcher Schaumstoffe oder Schäume sind PVC-Schäume, Polyurethanschäume,
Polyetherschäume, geschäumte Polyolefine, wie Polyethylene oder Polypropylene, Polystyrolschäume
usw. Der Schaum des Kerns kann offenzellig, geschlossenzellig oder teilweise geschlossenzellig
sein. Bei teilweise offenen Zellen kann der Anteil an offenen Zellen von 10 bis 90%,
bezogen auf die Gesamtzellenzahl, betragen. Der Schaumstoff kann weich, halbhart oder
hart sein. Bevorzugt sind Dichten des Schaumstoffes von 35 bis 200 kg/m
3.
[0014] In der vorliegenden bieg- oder aufrollbaren Stellwand kann der schaumförmige Kern
eine gleichmässigen Porenverteilung und gleiche Porengrösse durch die Dicke des Materials
hindurch aufweisen.
[0015] In anderer Ausführungsform kann die bieg- oder aufrollbare Stellwand einen schaumförmigen
Kern aufweisen, der eine unterschiedliche Porenverteilung und Porengrösse durch die
Dicke des geschäumten Materials hindurch aufweist. Solche Schäume werden Integralschäume
genannt. Bevorzugt ist ein Integralschaum mit zelligem Formteilkern und mit einer
zur Randzone, d.h. gegen die Deckschichten hin, dichter werdenden Formteil-Aussenseite.
Die Dichteverteilung durch die Dicke oder Wandstärke des Kerns gleicht idealerweise
einer Parabel.
[0016] Weiters können Kerne aus beliebigen Hölzern, auch aus sehr porenreichen Hölzern,
wie z.B. Balsaholz, oder aus papierhaltigen Materialien, wie z.B. Pappmaché oder Papiermaché,
sein.
[0017] Der Kern kann auch mehrlagig ausgeführt sein, wobei die einzelnen Materiallagen aus
dem gleichen oder aus verschiedenen Materialien, wie oben erwähnt, sein können.
[0018] Der Kern wird in einer Dicke oder Wandstärke von beispielsweise 2 bis 100 mm angewendet.
Bevorzugt sind minimale Dicken des Kerns von 3 und insbesondere 5 mm. Bevorzugt sind
maximale Dicken des Kerns von 50 und insbesondere 20 mm.
[0019] Bei den Deckschichten, die beidseits des Kerns gleich oder unterschiedlich sein können,
kann es sich um beispielsweise Metall- oder Kunststofffolien oder Bänder, Bleche und
Platten aus Metall oder Bänder oder Platten aus Kunststoff handeln.
[0020] Beispiele von Deckschichten sind Metallfolien, wie Aluminium- oder Stahlfolien, in
einer Dichte von 15 wenigstens 15 µm, zweckmässig 30 µm und vorteilhaft 50 µm. Die
maximalen Dicken oder Wandstärken solcher Metalldeckschichten liegen bei 1500 µm,
zweckmässig bei 500 µm und insbesondere bei 100 µm.
[0021] Andere Deckschichten sind beispielsweise aus Kunststoffen, wie PVC, Polyamid, Polystyrol,
Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymere, Polyestern, Polyethern usw., wobei in den
Kunststoffen auch Struktur verstärkende Materialien wie Fasern, Stapelfasern. Gewebe,
Gewirke oder Vliese eingelegt sein können. Die Dicken oder Wandstärken der Deckschichten
aus Kunststoffen können wenigstens 23 µm betragen, wobei maximale Dicken von wenigstens
50 µm zweckmässig sind und von 100 µm bevorzugt werden. Die maximale Dicke der Deckschicht
beträgt in der Regel 3000 µm, zweckmässig 2000 µm und insbesondere 1000 µm.
[0022] Die Deckschichten können aus Papier, Kraftpapier, Halbkarton, Karton, Pappe, Wellpappe,
Holz oder Holzfurnieren sein. Deren minimale Dicke richtet sich nach der Festigkeit
und der Verarbeitbarkeit des jeweils gewählten Materials.
[0023] Die Deckschichten können auch mehrschichtig sein oder mehrere Materiallagen aufweisen
und durch ihre Dicke oder Wandstärke hindurch aus zwei oder mehreren Kunststoffen,
Metallfolien, Papieren etc. oder aus einer Kombination von Kunststoffen, Metallfolien,
Papieren etc. und/oder Holz aufgebaut sein.
[0024] Die Kunststoffe der Deckschichten können auch geschäumte Kunststoffe, besonders geschäumte
halbharte und harte Kunststoffe, sein, wobei hier insbesondere fein- bis feinstzellige
Schaumstoffe Anwendung finden.
[0025] In einer weiteren Ausführungsform kann die bieg- oder aufrollbare Stellwand einen
schaumförmigen Kern und Deckschichten ebenfalls aus geschäumten Kunststoffen aufweisen.
Der Kern und die Deckschichten sind insbesondere aus dem gleichen Material und stellen
ein Formteil dar. Das Formteil ist vorzugsweise ein Integralschaum mit zelligem Formteilkern
und mit einer zur Randzone, d.h. den Deckschichten, dichter werdenden Formteil-Aussenhaut.
Die Dichteverteilung durch die Dicke oder Wandstärke gleicht idealerweise einer Parabel.
[0026] Vorliegende bieg- und aufrollbare Stellwand kann wenigstens auf der mit den Schnitten
oder Ausnehmungen versehenen Seite, wie auch beidseitig, zusätzlich eine flexible,
dehnbare oder elastische Deckfolie aufweisen. Die Deckfolie kann z.B. auf die Deckschicht
haftend, wie aufgeklebt oder mit Klammern befestigt, angebracht werden. Beim Biegen
oder Rollen der mit einer elastischen Deckfolie überzogenen Stellwand dehnt sich die
Deckfolie und die sich öffnenden Schnitte oder Ausnehmungen bleiben überdeckt und
unsichtbar. Eine gedehnte elastische Deckfolie entwickelt eine Rückstellkraft. Zur
Rückformung muss lediglich die Fixierung gelöst werden und die Stellwand formt sich
in die Ursprungsform zurück. Beispielsweise durch unterschiedliche Elastizitäten von
beidseitig angebrachten Deckfolien kann sich eine solche Stellwand selbsttätig einrollen
oder in eine Gerade strecken. Die Deckfolie kann auch gefärbt, bedruckt oder bedruckbar
sein.
[0027] Die Stellwände sind beispielsweise herstellbar, dass der Kern und die Deckschichten
übereinander gelegt und trennfest teil- oder vollflächig miteinander verbunden werden.
Zwischen dem Kern und der jeweiligen Deckschicht kann eine dünne Klebefolie angeordnet
sein, die selbst haftend ist oder durch Energiezufuhr, wie Wärme oder Strahlung ihre
Klebekraft entfaltet. Es können auch Klebstoffe durch Aufstreuen, Sprühen, Pinseln,
Rakeln, Rollen etc. auf den Kern und/oder die Deckschicht aufgebracht, die Teile gefügt
und fallweise durch Druckbeaufschlagung und/oder Energieeinwirkung miteinander verbunden
werden. Es kann auch eine Deckschicht vorgelegt und das Material für den Kern, z.B.
die Zweikomponentenschaummaterialien über einen Mischkopf in ungeschäumter Form auf
die eine Seite der einen Deckschicht, z.B. auf einem Transportband liegend, aufgegossen,
fallweise mittels Rakeln kalibriert, oder durch Extrusion etc. aufgetragen, werden.
Durch eine chemische oder physikalische Reaktion ausgelöst, kann das Zweikomponentenschaummaterial
aufschäumen und somit den geschäumten Kern bilden. Die andere Deckschicht kann vor,
während oder nach dem Aufschäumen appliziert werden. Das Verfahren kann diskontinuierlich
oder kontinuierlich, z.B. durch Doppeltransportbandtechnik, in Pressvorrichtungen
oder in Heisspressvorrichtungen, durchgeführt werden. Kontinuierlich können geeignete
Verfahren z.B. auch in Doppelbandpressen oder auf Walzstühlen ablaufen. Entsprechend
den Ausgangsmaterialien können die Stellwände stückweise oder in diskontinuierlichen
oder kontinuierlichen Verfahren hergestellt werden. Viele der genannten Deckschichtmaterialien,
wie auch Kerne, können als Rollenware vorliegen. Zur Verarbeitung von Rollenware bieten
sich die kontinuierlichen Verfahren insbesondere an.
[0028] Beispiele weiterer Verfahren, sowohl für Kerne, Deckschichten oder Formteile aus
Schäumen sind Spritzgussverfahren oder Reaktionspritrgussverfahren
[0029] Das zur Herstellung der Stellwände vorbereitete mehrschichtige Vormaterial aus der
einen oder den zwei Deckschichten und dem Kern wird der weiteren Bearbeitung zugeführt.
Auf chemischem, physikalischem oder mechanischem Wege werden die Schnitte oder Ausnehmungen
angebracht. Die Schnitte können durch Schmelzwärme, durch energiereiche Strahlung,
wie Laserstrahlen oder Elektronenstrahlen, durch Schneiden mit Messern oder durch
Fräsen erzeugt werden. Ausnehmungen lassen sich auf gleichem Wege erzeugen. Ausnehmungen
lassen sich insbesondere durch Doppelschnitte, beispielsweise mit Messern, Klingen
oder Doppel- und Mehrfachklingen ausführen. Weitere Schneidetechniken umfassen die
Anwendungen von mehreren abgestuften Klingen unterschiedlicher Schnitttiefe. Es kann
auch ein chemisches Löseverfahren durch Ätzen oder mittels Lösemitteln durch auflösen
der Deckschichten und/oder des Kerns, eingesetzt werden. Die Verfahren sind auch kombinierbar
und es kann angezeigt sein, die Deckschichten auf anderem Wege zu durchtrennen oder
Ausnehmungen anzubringen als beim Kern.
[0030] Die vorbereiteten Stellwände lassen sich auf das gewünschte Mass, z.B. durch ablängen
oder zuschneiden, konfektionieren. Typische Breiten für solche Stellwände reichen
von 0,2 bis 5 m, die Höhe kann wenigstens in einem Bereich von 0,2 bis 2,5 m liegen.
[0031] Die bieg- oder aufrollbare Stellwand nach vorliegender Erfindung weist insbesondere
Schnitte oder Ausnehmungen auf, die senkrecht zur jeweiligen Oberfläche der Deckschicht,
d.h. in Richtung der Dicke der Stellwand, angeordnet sind.
[0032] An vorliegender bieg- oder aufrollbare Stellwand kann das Deckmaterial und der Kern
durch Schnitte, im Wesentlichen mit nicht messbarer Schnittdicke und/oder materialaustragsfrei,
durchsetzt sein. In anderen Worten, nach dem Anbringen des Schnittes berühren sich
die Trennflächen.
[0033] An der bieg- oder aufrollbaren Stellwand kann das Deckmaterial sowie der Kern durch
Ausnehmungen mit erfolgtem Materialaustrag durchsetzt sein.
[0034] Insbesondere betrifft dies bieg- oder aufrollbare Stellwände, deren Ausnehmungen
eine Keilform aufweisen, wobei die stumpfe Seite des Keils im Deckmaterial liegt und
an der dem Kern anliegenden Seite des anderen Deckmaterials der spitze Teil des Keils
endet.
[0035] Vorliegende Stellwände können fallweise auch an den Schmalseiten und/oder im Randbereich
besäumt werden. Die Besäumung muss das Biegen oder Aufrollen erlauben, d.h. die Besäumung
am unteren und oberen Rand muss ebenfalls entsprechend Schnitte oder Ausnehmungen
aufweisen. Es kann auch eine Besäumung, vorteilhaft am unteren Rand einer Stellwand,
aus einem spezifisch schweren Material vorgesehen sein, um die Standfestigkeit zu
erhöhen.
[0036] Vorliegende Erfindung umfasst auch ein Verfahren zur Herstellung einer bieg- oder
aufrollbaren Stellwand aus einem Kern und aussen an den Hauptflächen des Kerns anliegenden
Deckmaterialien, wobei eine oder beide der Deckmaterialien durch eine Mehrzahl von
parallelen, sich über die Höhe der Stellwand erstreckenden parallelen Schnitte oder
Ausnehmungen durchsetzt werden, wobei die Schnitte oder Ausnehmungen durch das Deckmaterial
hindurch reichend und sich im Kern fortsetzend, angebracht werden.
[0037] Zweckmässig ist ein Verfahren zur Herstellung einer bieg- oder aufrollbaren Stellwand
bei der die Schnitte oder Ausnehmungen senkrecht, bezogen auf die Oberfläche des Deckmaterials,
d.h. in Richtung der Dicke der Stellwand, hindurch reichend und sich im Kern fortsetzend,
angebracht werden.
[0038] In einem weiteren zweckmässigen Verfahren zur Herstellung einer bieg- oder aufrollbaren
Stellwand werden die Schnitte oder Ausnehmungen mit einer Klinge, wobei die Schnitte
oder Ausnehmungen durch das Deckmaterial hindurch reichend und sich im Kern fortsetzend,
angebracht.
[0039] In einem wieder anderen zweckmässigen Verfahren zur Herstellung einer bieg- oder
aufrollbaren Stellwand werden die Schnitte oder Ausnehmungen durch Doppelschnitte
durch die Deckschicht hindurch und in Keilform in den Kern reichend, angebracht werden.
[0040] Vorteilhaft ist ein Verfahren zur Herstellung einer bieg- oder aufrollbaren Stellwand,
bei dem die Schnitte oder Ausnehmungen durch die eine Deckschicht hindurch und in
den Kern reichend angebracht werden, wobei die Schnitte oder die Ausnehmungen, im
Bereich der dem Kern zugewandten Seite der anderen Deckschicht, enden.
[0041] Vorteilhaft ist ein Verfahren zur Herstellung einer bieg- oder aufrollbaren Stellwand,
bei dem die Schnitte oder Ausnehmungen durch Doppelschnitte durch die eine Deckschicht
hindurch und in Keilform in den Kern reichend, angebracht werden, wobei ein spitz
auslaufender Keil aus dem Kern ausgeschnitten wird und die Ausnehmung in Keilform,
im Bereich der dem Kern zugewandten Seite der anderen Deckschicht, spitz ausläuft.
[0042] Werden die Schnitte oder Ausnehmungen an beiden Deckschichten und in den Kern reichend
angebracht, so sollen die Schnitte oder Ausnehmungen in der einen Deckschicht gegen
die Schnitte oder Ausnehmungen in der anderen Deckschicht versetzt angeordnet werden.
Es besteht sonst die Gefahr, dass sich die Ausnehmungen im Kern treffen und die Stellwand
durch Teilung zerstört würde.
[0043] Die Schnitte oder Ausnehmungen können sich in gleichen oder unterschiedlichen Abständen
über die ganze Breite der Stellwand erstrecken. Der Abstand zwischen den Schnitten
oder Ausnehmungen kann beispielsweise von 3 mm bis 100 mm, bevorzugt von 10 bis 50
mm, betragen. Die Schnitte oder Ausnehmungen können sich in der Breite der Stellwand
gegebenenfalls auch nur über Zonen erstrecken. D.h. eine Stellwand kann auch unbiegbare
Zonen aufweisen, die sich mit biegbaren Zonen abwechseln. Die Schnitte oder Ausnehmungen
erstrecken sich insbesondere über die ganze Höhe der Stellwand, um ein leichtes Biegen
oder Aufrollen zu gewährleisten.
[0044] Vorliegende Erfindung ist beispielhaft in den Figuren 1 bis 5 näher erläutert.
[0045] Figur 1 zeigt eine Ansicht einer Stellwand, respektive einen Ausschnitt aus einer
Stellwand.
[0046] Figur 2 zeigt einen horizontalen Querschnitt durch eine Stellwand in einer weiteren
Ausführungsart.
[0047] Figur 3 zeigt einen horizontalen Querschnitt durch eine Stellwand in wieder einer
anderen Ausführungsart.
[0048] Figur 4 zeigt die Stellwand gemäss Figur 3, die zusätzlich mit einer dehnbaren oder
flexiblen Deckfolie versehen ist.
[0049] Figur 5 zeigt einen Querschnitt durch eine Stellwand in einer weiteren Ausführungsform.
[0050] In Figur 1 ist die Stellwand erkennbar, die sich bezüglich ihrer. Breite in der X-Achse
beliebig fortsetzen lässt. Die Stellwand enthält das Deckmaterial 10 auf der einen
Seite und das Deckmaterial 11 auf der anderen Seite und dazwischen angeordnet den
Kern, z.B. aus Schaumstoff, 12. Die Struktur des Deckmaterials 10 ist durch die Schnitte
oder Ausnehmungen 13 durchbrochen. Die Schnitte oder Ausnehmungen 13 erstrecken sich
über die ganze Höhe, als γ-Achse dargestellt, der Stellwand. Beispielhaft sind Ausnehmungen
13 in Keilform gezeigt, welche durch das Deckmaterial 10 durchdringen und auf der
dem Kern 12 zugewandten Seite des Deckmaterials 11 enden.
[0051] In Figur 2 wird eine Stellwand in anderer Ausführungsform gezeigt. Sowohl die eine
Deckschicht 10 wie die andere Deckschicht 11 ist durch über die ganze Höhe laufende
Schnitte oder hier insbesondere keilförmige Ausnehmungen 13, 13' unterbrochen. Zwischen
den beiden Deckschichten ist der Kern 12 angeordnet. Die Ausnehmungen 13, 13' setzen
sich durch den Kern 12 hindurch fort, bis jeweils annähernd dem Kern zugewandten Seiten
der Deckschichten 10, 11. Um die Deckschichten 10, 11 mit dem Kern 12 zu verbinden,
wird zwischen dem Deckmaterial 10 und dem Kern 12, resp. zwischen dem Deckmaterial
11 und dem Kern 12, jeweils eine Klebefolie 14, 14' angeordnet. Die Ausnehmungen 13
können im Bereich des Deckmaterials eine Breite von beispielsweise 1 bis 25 mm aufweisen,
wobei sich die Breite durch den Kern spitz zulaufend bis gegen 0 oder bis z.B. bis
auf 1 bis 3 mm verringert.
[0052] Figur 3 zeigt eine Stellwand mit dem einen Deckmaterial 10 und dem anderen Deckmaterial
11 sowie dem Kern, z.B. aus Schaumstoff, 12. Das Deckmaterial 11 und das Kern 12 sind
durch Schnitte oder Ausnehmungen 13, die sich über die ganze Höhe der Stellwand erstrecken,
durchtrennt. Die Durchtrennungen können Schnitte 13 sein, wobei nach dem Schneidevorgang
die Flächen des getrennten Materials sich wieder berühren, demnach sich kein Abstand
ausbildet. Es können aber auch Ausnehmungen 13 mit voneinander beabstandeten Trennflächen
erzeugt werden. Die Zwischenräume zwischen den parallel verlaufenden Trennflächen
können beispielsweise 0,1 bis 25 mm im Deckmaterial 11 und im Kern 12 betragen. Die
Stellwand gemäss Figur 3 ist an einem Ende umgerollt, wobei sich die Schnitte oder
Ausnehmungen 13 unter Ausbildung eines keilförmigen Zwischenraumes ausweiten.
[0053] Die Wände der Zwischenräume der Schnitte oder Ausnehmungen 13 können parallel, jedoch
auch gestuft keilförmig (nicht gezeigt) oder, wie in Figuren 1, 2 und 5 gezeigt, keilförmig
gestaltet sein.
[0054] Die Figur 4 stellt den gleichen Sachverhalt dar wie Figur 3 mit der einen durchtrennten
Deckschicht 10, der anderen durchtrennten Deckschicht 11, dem durchtrennten Kern 12,
wobei sich die Schnitte oder Ausnehmungen 13 bilden. Das mit den Schnitten oder Ausnehmungen
13 versehene Deckmaterial 11 wird von einer flexiblen oder elastischen Folie 15 überdeckt.
Beim Umbiegen der Stellwand oder beim Rollen, dehnt sich die Deckfolie 15. Dadurch
bleiben die sich keilförmig öffnenden Zwischenräume im Kern dem Betrachter verborgen.
[0055] Figur 5 zeigt eine Stellwand, ähnlich der Stellwand nach Figur 2. Die Deckschichten
10, 11 sind wechselseitig durch Ausnehmungen 13, 13' unterbrochen, wobei sich die
Ausnehmungen jeweils nur in die Hälfte des Kerns 12 erstrecken. Beispielsweise bei
verformbaren Schaumstoffen als Kern 12 genügen Schnitte oder Ausnehmungen 13, 13',
die den Kern 12 z.B. nur zu 10 bis 90% dessen Dicke, oder zu einem Viertel, zur Hälfte
oder zu Dreivierteln usw. durchdringen. Selbstverständlich können Schnitte oder Ausnehmungen,
die den Kern nur teilweise durchdringen, auf nur einer Seite der Stellwand oder beidseitig
der Stellwand, mit jeweils unterschiedlichen Eindringtiefen in den Kern, aufweisen.
1. Bieg- und aufrollbare Stellwand aus einem Kern und aussen an den Hauptflächen des
Kerns anliegenden Deckmaterialien, wobei eines oder beide der Deckmaterialien durch
eine Mehrzahl von parallelen, sich über die ganze Höhe erstreckenden Schnitte oder
Ausnehmungen durchsetzt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern (12) ein kompaktes Material oder ein Schaumstoff ist und die Schnitte oder
Ausnehmungen (13) durch das Deckmaterial (10,11) sich im Kern (12) fortsetzen und
sich die Stellwand in der Achse, gleichlaufend der Schnitte oder Ausnehmungen (13),
biegen oder aufrollen lässt.
2. Bieg- oder aufrollbare Stellwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnitte oder Ausnehmungen (13) an einem der Deckmaterialien (10) angebracht
sind und sich von der Seite des mit den Schnitten oder Ausnehmungen (13) versehenen
Deckschicht (10) in den Kern (13) fortsetzen.
3. Bieg- oder aufrollbare Stellwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnitte oder Ausnehmungen (13,13') an beiden Deckenmaterialien (10,11) angebracht
sind, wobei die Schnitte oder Ausnehmungen (13,13') an beiden Deckmaterialien (10,11)
in der gleichen Achse und Richtung verlaufen und die Schnitte oder Ausnehmungen (13,13')
in einem Deckmaterial (10) gegenüber den Schnitten oder Ausnehmungen im anderen Deckmaterial
(11) seitlich versetzt angeordnet sind und sich die Schnitte oder Ausnehmungen (13,13')
der jeweiligen Deckschicht (10,11) in den Kern (12) fortsetzen.
4. Bieg- oder aufrollbare Stellwand nach Ansprüchen 2 oder 3 dadurch gekennzeichnet, dass sich die Schnitte oder Ausnehmungen (13,13') durch das eine Deckmaterial (10,11)
und vollständig durch den Kern (12) bis zu der dem Kern zugewandten Seite des anderen
Deckmaterials (10,11) erstrecken.
5. Bieg- oder aufrollbare Stellwand nach Ansprüchen 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet, dass der Kern (12) ein organischer Schaumstoff mit offenen, geschlossenen oder teilweise
offenen Zellen ist.
6. Bieg- oder aufrollbare Stellwand nach Ansprüchen 1 bis 5 dadurch gekennzeichnet, dass der Kern (12) ein organischer Schaumstoff mit offenen, geschlossenen oder teilweise
offenen Zellen ist und der Schaumstoff eine gleichmässige Porenverteilung und Porengrösse
durch die Dicke hindurch aufweist.
7. Bieg- oder aufrollbare Stellwand nach Ansprüchen 1 bis 5 dadurch gekennzeichnet, dass das Kern (12) ein organischer Schaumstoff mit offenen, geschlossenen oder teilweise
offenen Zellen ist und der Schaumstoff eine unterschiedliche Porenverteilung und Porengrösse
durch die Dicke hindurch aufweist.
8. Bieg- oder aufrollbare Stellwand nach Ansprüchen 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet, dass der Kern (12) ein kompaktes Material ist.
9. Bieg- oder aufrollbare Stellwand nach Ansprüchen 1 bis 8 dadurch gekennzeichnet, dass die Schnitte oder Ausnehmungen (13,13') senkrecht zur jeweiligen Oberfläche der Deckschicht
(10,11), in Richtung der Dicke der Stellwand, angeordnet sind.
10. Bieg- oder aufrollbare Stellwand nach Ansprüchen 1 bis 9 dadurch gekennzeichnet, dass das Deckmaterial (10, 11) und das Kern (12) durch Schnitte (13,13'), im Wesentlichen
mit nicht messbarer Schnittdicke und/oder materialaustragsfrei, durchsetzt sind.
11. Bieg- oder aufrollbare Stellwand nach Ansprüchen 1 bis 9 dadurch gekennzeichnet, dass das Deckmaterial (10,11) und das Kern (13,13') durch Ausnehmungen mit erfolgtem Materialaustrag
durchsetzt sind.
12. Bieg- oder aufrollbare Stellwand nach Anspruch 11 dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (13,13') eine Keilform aufweisen, wobei die stumpfe Seite des Keils
im Deckmaterial (10,11) liegt und an der dem Kern (12) anliegenden Seite des anderen
Deckmaterials (10,11) der spitze Teil des Keils endet.
13. Bieg- oder aufrollbare Stellwand nach Ansprüchen 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Deckmaterial (10,11) und dem Kern (12) ein Haftmittel (14,14') angeordnet
ist.
14. Bieg- oder aufrollbare Stellwand nach Anspruch 13 dadurch gekennzeichnet, dass das Haftmittel (14,14') ein selbstklebendes Haftmittel ist und das Haftmittel an
der Deckfolie (10,11) und/oder am Kern (12) angeordnet ist.
15. Bieg- und aufrollbare Stellwand nach Ansprüchen 1 bis 14 dadurch gekennzeichnet, dass auf der mit den Schnitten oder Ausnehmungen (13,13') versehene Seite oder auf wenigstens
einer der mit den Schnitten oder Ausnehmungen (13,13') versehenen Seite eine flexible,
dehnbare oder elastische Deckfolie (15) angeordnet ist,
16. Verfahren zur Herstellung einer bieg- oder aufrollbaren Stellwand aus einem Kern und
aussen an den Hauptflächen des Kerns anliegenden Deckmaterialien, wobei eines oder
beide der Deckmaterialien durch eine Mehrzahl von parallelen, sich über Längsrichtung
erstreckenden Schnitte oder Ausnehmungen durchsetzt werden, dadurch gekennzeichnet, die Schnitte oder Ausnehmungen durch das Deckmaterial hindurch und sich im Kern
fortsetzend, angebracht werden.
17. Verfahren zur Herstellung einer bieg- oder aufrollbaren Stellwand nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet, die Schnitte oder Ausnehmungen senkrecht, bezogen auf die Oberfläche des Deckmaterials,
durch das Deckmaterial hindurch und sich im Kern fortsetzend, angebracht werden.
18. Verfahren zur Herstellung einer bieg- oder aufrollbaren Stellwand nach einem der Ansprüche
16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, die Schnitte oder Ausnehmungen mit einer Klinge, durch das Deckmaterial hindurch
und in den Kern reichend, angebracht werden.
19. Verfahren zur Herstellung einer bieg- oder aufrollbaren Stellwand nach einem der Ansprüche
16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, die Schnitte oder Ausnehmungen durch Doppel- oder Mehrfachschnitte durch die Deckschicht
hindurch und in Keilform in den Kern reichend, angebracht werden.
20. Verfahren zur Herstellung einer bieg- oder aufrollbaren Stellwand nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet, die Schnitte oder Ausnehmungen durch Doppel- oder Mehrfachschnitte durch die eine
Deckschicht hindurch und in Keilform im Kern angebracht werden, wobei ein spitz auslaufender
Keil ausgeschnitten wird und die Ausnehmung in Keilform im Bereich des Kerns an der
dem Kern zugewandten Seite der anderen Deckschicht spitz ausläuft.