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EP 1 342 978 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.08.2007 Patentblatt 2007/35 |
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Anmeldetag: 12.12.2002 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Fluggerät zur Flugzieldarstellung
Aircraft representing an airborne target
Aéronef représentant une cible aérienne
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE SI SK TR |
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Priorität: |
09.03.2002 DE 10210433
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.09.2003 Patentblatt 2003/37 |
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Patentinhaber: EADS Deutschland GmbH |
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85521 Ottobrunn (DE) |
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Erfinder: |
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- Obkircher, Bernt, Dr.
88263 Horgenzell (DE)
- Steinwandel, Jürgen, Dr.
88690 Uhldingen (DE)
- Heller, Markus
88690 Uhldingen (DE)
- Willneff, Rainer
88677 Markdorf (DE)
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Vertreter: Meel, Thomas |
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Patentassessor
c/o EADS Deutschland GmbH
Patentabteilung FCL6 88039 Friedrichshafen 88039 Friedrichshafen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 568 436 GB-A- 1 157 999 US-A- 2 933 317 US-A- 4 044 683
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DE-C- 4 024 263 GB-A- 2 309 290 US-A- 3 774 871 US-A- 5 317 163
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Fluggerät zur IR-Flugzieldarstellung mit mindestens einem
Infrarotstrahler.
[0002] Zum Zwecke der Übung für Boden/Luft- oder Luft/Luft-Waffensysteme mit Infrarot(IR)-Lenkung
werden unbemannte Fluggeräte als Flugziele verwendet. Diese Fluggeräte können Schleppflugkörper
oder Drohnen sein. Sie sollen möglichst nicht nur die kinetischen Eigenschaften der
echten Ziele (z. B. Kampfflugzeuge) simulieren, sondern auch die gleiche Infrarot-(IR)-Abstrahlung
aufweisen.
[0003] Bekannt sind Schleppflugkörper und Zieldrohnen, die die gewünschte IR-Abstrahlung
mit sogenannten Tracking-Flares erzeugen. Diese haben den Nachteil, dass sie im Visuellen
sichtbar sind und eine Rauchfahne hinter sich her ziehen. Darüber hinaus ist die spektrale
Charakteristik dieser Flares nicht an die Strahlung der echten Ziele angepaßt. Außerdem
sorgen Ungleichmäßigkeiten im Abbrand der Flares für unerwünschte Track-Probleme im
IR-Suchkopf.
[0004] Aus
EP 0 876 579 B1 ist eine Zieldrohne bekannt, die eine IR-Abstrahlung dadurch erzeugt, dass ein in
der Nase der Drohne eingebauter Brenner die Nase von innen aufheizt. Die aufgeheizte
Nase dient dabei als Infrarotstrahler. Nachteilig ist hier neben dem aufwendigen Brenneraufbau
und der komplizierten Zuluft- und Abgasführung zur Sicherstellung einer stabilen Verbrennung,
dass die Nase vom Fahrtwind von außen stark gekühlt wird, so dass zur Erzielung einer
ausreichenden IR-Abstrahlung sehr hohe Heizleistungen notwendig sind.
[0005] Weiterhin ist aus
WO 00/29804 ein IR-Zielflugkörper bekannt, bei dem die IR-Abstrahlung dadurch erzeugt wird, dass
heißes Gas aus der Antriebseinheit mit einer Leitung in die Nase des Fluggerätes und/oder
die Flügelvorderkante und/oder in Außenpods des Fluggerätes geführt wird, wodurch
diese Teile von innen erhitzt und dadurch zum Infrarotstrahler werden. Neben dem komplexen
Aufbau ist auch hier nachteilig, dass die von innen beheizten Teile vom Fahrtwind
von außen gekühlt werden, so dass insgesamt nur geringe IR-Abstrahlungen erzielbar
sind.
[0006] Aus
US 5,317,163 ist ein IR-Zielflugkörper bekannt, bei dem die IR-Strahlung dadurch erzeugt, wird,
dass in den heißen Abgasstrahl der Antriebseinheit des Zielflugkörpers Metallpulver
eingebracht wird. Aus
GB 1,157,999 ist ein IR-Zielflugkörper bekannt, bei dem die IR-Strahlung mittels Aufheizen der
Abgasstrahldüse erzeugt wird. Bei der Vorrichtung gemäß
US 4,044,683 werden Teile eines Verbrennungsraums aufgeheizt, wodurch IR-Strahlung erzeugt wird.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Fluggerät zur IR-Flugzieldar-stellung zu schaffen,
mit welchem eine IR-Abstrahlung in Flugrichtung und seitlich dazu möglich ist und
das im Aufbau einfach und kostengünstig ist und das hinsichtlich der aufzuwendenden
Heizleistung einen hohen Wirkungsgrad für die IR-Abstrahlung aufweist.
[0008] Diese Aufgabe wird mit dem Fluggerät gemäß Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungen
der Erfindung sind Gegenstand von Unteransprüchen.
[0009] Das erfindungsgemäße Fluggerät zeichnet sich dadurch aus, dass das Fluggerät eine
erste Komponente umfassend einem am Bug der ersten Komponente angebrachten kegelförmigen
Infrarotstrahler und eine zweite Komponente umfassend eine axial in einem vorgebbaren
Abstand vor der ersten Komponente und mit der ersten Komponente verbundene wärmeerzeugende
Einheit aufweist.
[0010] Ein Vorteil des erfindungsgemäßen Fluggeräts ist, dass durch den Abgasstrom eine
Abkühlung des Infrarotstrahlers durch den kühlenden Fahrtwind verhindert wird. Dies
wird insbesondere dadurch erreicht, dass gerade die Oberfläche des Infrarotstrahlers,
die im Flugbetrieb sonst von dem Fahrtwind (Luftströmung) angeströmt wird und somit
ausgekühlt werden würde, erfindungsgemäß von dem Abgasstrom umgeben wird. Der Abgasstrom
erfüllt somit nicht nur die Aufgabe den Infrarotstrahler also die Bauteile, die als
Infrarotstrahler dienen sollen, aufzuheizen, sondern der Abgasstrom wirkt auch als
eine Art abschirmende Schutzhülle um den heißen Infrarotstrahler.
[0011] Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Fluggeräts ist, dass mittels der erfindungsgemäß
angeordneten Infrarotstrahler eine IR-Abstrahlung in nahezu beliebiger Richtung möglich
ist. So ist es z.B. möglich, jeweils in Flugrichtung gesehen, eine IR-Abstrahlung
nach vorne, nach hinten und zur Seite zu realisieren.
[0012] Die wärmeerzeugende Einheit kann vorteilhaft eine Antriebseinheit des Fluggeräts
oder ein zusätzlicher Brenner, insbesondere ein Gasbrenner sein. Bei der Antriebseinheit
handelt es sich zweckmäßig um eine Fluggasturbine oder um einen Antriebsverbrennungsmotor.
[0013] In einer vorteilhaften Ausführung des erfindungsgemäßen Fluggeräts ist ein IR-Strahler
ein Bauteil, das sich entlang der Ausbreitungsrichtung des Abgasstroms einer weiteren
wärmeerzeugenden Einheit erstreckt und einen kreuz- oder sternförmigen Querschnitt
aufweist. Es ist aber auch möglich, dass in einer weiteren vorteilhaften Ausführung
des erfindungsgemäßen Fluggeräts der Infrarotstrahler ein kegelförmiges Bauteil ist,
dessen Achse sich entlang der Ausbreitungsrichtung des Abgasstroms erstreckt. Selbstverständlich
ist es möglich, dass der Infrarotstrahler auch aus mehreren Bauteilen besteht, z.B.
mehrere Platten, insbesondere dünne Bleche, die geeignet miteinander verbunden sind.
[0014] Der Infrarotstrahler besteht vorteilhaft aus einem temperaturbeständigen Material,
z.B. Edelstahl oder Keramik. Diese Materialien können auf Temperaturen aufgeheizt
werden, die weit oberhalb der üblich zu erwartenden Abgastemperaturen der wärmeerzeugenden
Einheiten liegen. Bei der Verwendung von z.B. Fluggasturbinen als Antriebseinheit
und somit als wärmeerzeugende Einheit zur Aufheizung eines Infrarotstrahlers liegen
die Abgastemperaturen je nach Leistungsklasse (einige 10 N bis 100 N Schub) bei 400
- 800 °C. Es sei hier erwähnt, dass das Abgas einer Fluggasturbine oder eines Verbrennungsmotors
zwar mit den angegebenen Temperaturen heiß ist, allerdings als Infrarotstrahler im
mittleren IR-Bereich von 3 - 5 um ungeeignet ist. In diesem Wellenlängenbereich ist
das Abgas zumindest quer zur Strahlrichtung gesehen fast transparent und emittiert
somit kaum. Die Wärme des Abgases kann also nur indirekt verwendet werden, indem ein
Festkörper aufgeheizt wird, der dann entsprechend seiner Temperatur die gewünschte
IR-Abstrahlung liefert.
[0015] Die als IR-Strahler verwendeten Bauteile weisen vorteilhaft eine Oberfläche mit einem
hohen Emissionsvermögen im infraroten Spektralbereich auf. Dadurch kann das Abstrahlverhalten
der Bauteile hinsichtlich des abgestrahlten infraroten Wellenlängenbereichs eingestellt
werden. Dies wird vorteilhaft dadurch erreicht, dass die Oberfläche der Bauteile mit
einem elektrisch isolierenden Material beschichtet wird.
[0016] Durch Änderung der Materialstärke der als IR-Strahler verwendeten Bauteile kann der
Wärmetransport innerhalb des Materials und damit die Temperaturverteilung an der Oberfläche
im Sinne einer höheren IR-Abstrahlung beeinflußt werden, so können von einem Material
mit geringer Wärmeleitfähigkeit insgesamt höhere IR-Gesamtabstrahlungen erwartet werden.
[0017] Außerdem kann durch Veränderung der Abgastemperatur die Temperatur der Infrarotstrahler
und somit IR-Abstrahlung beeinflußt werden. Dies kann z.B. bei Verwendung einer Fluggasturbine
als wärmeerzeugende Einheit mittels einer internen Steuerung erreicht werden, welche
durch Änderung der Querschnittsfläche der Austrittsdüse der Turbine eine Erhöhung
der Abgastemperatur bewirkt.
[0018] Die IR-Abstrahlung der Infrarotstrahler kann selbstverständlich auch durch die geometrische
Größe der in dem Abgasstrom plazierten Bauteile beeinflußt werden. Darüber hinaus
kann bei Verwendung von Antriebseinheiten als wärmeerzeugende Einheiten die IR-Abstrahlung
der Bauteile auch durch eine auf die Bauteile abgestimmte Abgasführung der Antriebseinheiten
beeinflußt werden.
[0019] Ist die wärmeerzeugende Einheit mit dem IR-Strahler vor dem Bug auf der Längsachse
des Fluggeräts befestigt, so ist der IR-Strahler erfindungsgemäß kegelförmig oder
nahezu kegelförmig ausgebildet, so dass sich ein relativ geringer Strömungswiderstand
ergibt. In einer vorteilhaften Ausführung des Fluggeräts ist der Bug selbst kegelförmig
oder annähernd kegelförmig und als IR-Strahler ausgebildet. Mit dieser Anordnung ist
eine IR-Abstrahlung in Flugrichtung des Fluggeräts und je nach Öffnungswinkel des
kegelförmigen IR-Strahlers auch in seitliche Richtung möglich.
[0020] Ist eine weitere wärmeerzeugende Einheit mit dem IR-Strahler am Heck und/oder an
den Tragflächen und/oder am Rumpf des Fluggeräts befestigt, so ist der IR-Strahler
zweckmäßig ein geeignetes Bauteil, welches sich entlang der Ausbreitungsrichtung des
Abgasstroms erstreckt und einen kreuz- oder sternförmigen Querschnitt aufweist. Das
Bauteil weist so einen geringen Strömungswiderstand auf, was bei der Verwendung einer
Antriebseinheit als wärmeerzeugende Einheit den Schub nur geringfügig verringert.
Mit dieser Anordnung ist eine IR-Abstrahlung seitlich zur Flugrichtung des Fluggeräts
möglich.
[0021] Bei Verwendung von mindestens zwei Antriebseinheiten als wärmeerzeugende Einheiten,
können die Antriebseinheiten vorteilhaft unter einem vorgebbaren Winkel zur Längsachse
des Fluggeräts ausgerichtet sein, allerdings derart dass, der Gesamtimpuls dieser
Antriebseinheiten entlang der Längsachse des Fluggeräts gerichtet ist. Dadurch ergibt
sich neben einem IR-Strahlungsanteil zur Seite auch ein IR-Strahlungsanteil nach vorne
und hinten (jeweils in Flugrichtung des Fluggeräts gesehen).
[0022] Selbstverständlich ist es auch möglich, eine Antriebseinheit mit IR-Strahler vor
den Bug des Fluggeräts und weitere Antriebseinheiten am oder im Rumpf des Fluggeräts
vorzusehen.
[0023] Die Erfindung sowie vorteilhafte Ausführungen der Erfindung werden anhand von Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- in perspektivischer Seitenansicht in einer nicht beanspruchten Anordnung eines IR-Strahlers
im Abgasstrom einer wärmeerzeugenden Einheit,
- Fig. 2
- den IR-Strahler aus Fig. 1 mit einem zusätzlichen Flammhalter,
- Fig. 3
- in perspektivischer Seitenansicht in einer erfindungsgemäßen Form die Anordnung eines
IR-Strahlers im Abgasstrom einer wärmeerzeugenden Einheit,
- Fig. 4
- in Seitenansicht ein erfindungsgemäßes Fluggerät mit einem vor dem Bug und am Heck
befindlichen IR-Strahler.
[0024] In Fig. 1 ist in der linken Darstellung schematisch in perspektivischer Seitenansicht
eine wärmeerzeugende Einheit, beispielhaft eine Fluggasturbine 1, mit einem sich im
Abgasstrom (nicht dargestellt) befindlichen IR-Strahler 2 gezeigt. Der IR-Strahler
2 ist mit der Düse 3 der Turbine 1 verbunden. Selbstverständlich ist es auch möglich,
unter Berücksichtigung von aerodynamischen Aspekten, den IR-Strahler 2 auf andere
Art und Weise im Abgasstrahl der Turbine 1 zu positionieren, z.B. mittels Haltestangen.
[0025] Der IR-Strahler 2 ist als sogenanntes Kreuzblech ausgeführt, d.h. dünne Bleche mit
geringer Wandstärke, z.B. 0,2 - 1 mm, sind auf geeignete Weise derart miteinander
verbunden, z.B. verschweißt oder auch ineinander gesteckt, dass der Querschnitt des
IR-Strahlers, wie in der rechten Darstellung in Fig. 1 dargestellt, kreuzförmig ist.
Die rechte Darstellung in Fig. 1 zeigt zudem, dass der IR-Strahler 2 sich aerodynamisch
in den Abgasstrom der Turbine 1 einfügt und so den Schub der Turbine unwesentlich
verringert. Darüber hinaus ist in beiden Darstellungen der Fig. 1 zu erkennen, dass
sich der IR-Strahler 2 innerhalb des Abgasstroms befindet. Somit wird der IR-Strahler
2 vollständig von dem heißen Abgasstrom umströmt und aufgeheizt. Mit diesem IR-Strahler
2 wird in Flugrichtung des Fluggeräts gesehen eine IR-Abstrahlung in seitliche Richtung
als auch nach oben und unten gewährleistet.
[0026] Fig. 2 zeigt schematisch die Anordnung der Fig. 1 mit einer weiteren nicht beanspruchten
Anordnung Hierbei ist an dem IR-Strahler 2 ein Flammhalter 4 befestigt. Mittels des
Flammhalters 4 ist es möglich, eine Flamme (nicht dargestellt) zu erzeugen, welche
den IR-Strahler 2 lokal erwärmt. Dadurch kann die Temperatur des IR-Strahlers 2 und
somit die IR-Abstrahlung individuell beeinflußt werden. Der Flammhalter 4 kann dabei
am IR-Strahler 2 in einem vorgebbaren Abstand von der Turbine 1 angeordnet werden.
Die Versorgung des Flammhalters 4 kann z.B. mittels temperaturbeständiger Versorgungsleitungen
5 erfolgen, die in das Innere des Fluggeräts führen. Zur Erzeugung der Flamme im Flammhalter
4 kann z.B. flüssiger Kraftstoff oder ein Brenngas verwendet werden.
[0027] Fig. 3 zeigt in der linken Darstellung schematisch in perspektivischer Seitenansicht
eine erfindungsgemäße Form der Anordnung eines IR-Strahlers 2 im Abgasstrom einer
wärmeerzeugenden Einheit 1, beispielhaft eine Fluggasturbine. Die Turbine 1 und der
IR-Strahler 2 sind axial in einem vorgebbaren Abstand vor dem Bug des Fluggeräts 6
positioniert. Die Turbine 1 ist mittels Haltestangen 7 mit dem Rumpf des Fluggeräts
6 verbunden. Die Haltestangen 7 können insbesondere aerodynamisch ausgestaltet sein,
so dass sie während des Fluges des Fluggeräts nur einen geringen Strömungswiderstand
bilden.
[0028] Am Auslass der Turbine 1 ist üblicherweise eine Düse 3, z.B. ein Ringdüse angeordnet.
Der kegelförmige IR-Strahler 2 ist zweckmäßig an der Düse 3 befestigt. Das Abgas der
Turbine 1 strömt somit aus der Ringdüse 3 heraus und wird von dem kegelförmigen IR-Strahler
2 je nach Öffnungswinkel des Kegels seitlich derart abgelenkt, dass für das Fluggerät
6 noch ein resultierender Schub verbleibt. Gleichzeitig wird der kegelförmige IR-Strahler
2 durch das Abgas erhitzt. Das Abgas überströmt so den gesamten Kegel des IR-Strahlers
2 und verhindert so während des Flugbetriebs eine Auskühlung des IR-Strahlers durch
den Fahrtwind.
[0029] Der IR-Strahler 2 ist in dieser Darstellung ein kegelförmiges Bauteil, das auf den
Bug des Fluggeräts 6 befestigt ist. Es ist aber auch möglich, dass der Bug des Fluggeräts
6 kegelförmig ausgebildet ist und den IR-Strahler 2 bildet. In beiden Fällen hat der
IR-Strahler 2 nur einen geringen Strömungswiderstand.
[0030] Die rechte Darstellung in Fig. 3 zeigt eine schematische Frontansicht der linken
Darstellung. Hieraus ist zu erkennen, dass mit dieser Anordnung eine IR-Abstrahlung
nach vorne, also in Flugrichtung des Fluggeräts 6 möglich ist. Die IR-Abstrahlung
wird durch die Turbine 1 und die Haltestangen 7 nur unwesentlich vermindert. Darüber
hinaus ist je nach Öffnungswinkel des Kegels auch eine IR-Abstrahlung zur Seite hin
möglich.
[0031] Fig. 4 zeigt in Seitenansicht ein erfindungsgemäßes Fluggerät, welches beispielhaft
einen IR-Strahler 2a am Bug und einen IR-Strahler 2b am Heck aufweist.
1. Fluggerät zur IR-Flugzieldarstellung mit mindestens einem Infrarotstrahler (2) und
mindestens einer wärmeerzeugenden Einheit (1), wobei der Infrarotstrahler (2a, 2b)
innerhalb des Abgasstroms der wärmeerzeugenden Einheit (1) angeordnet ist, derart,
dass der Abgasstrom die dem Fahrtwind ausgesetzte Oberfläche des Infrarotstrahlers
(2a, 2b) vollständig umgibt, dadurch gekennzeichnet, dass das Fluggerät eine erste Komponente umfassend einem am Bug der ersten Komponente
angebrachten kegelförmigen Infrarotstrahler (2a) und eine zweite Komponente umfassend
eine axial in einem vorgebbaren Abstand vor der ersten Komponente und mit der ersten
Komponente verbundene wärmeerzeugende Einheit (1) aufweist.
2. Fluggerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein weiterer Infrarotstrahler (2b) ein Bauteil ist, das sich entlang der Ausbreitungsrichtung
des Abgasstroms einer weiteren wärmeerzeugenden Einheit (1) erstreckt und einen kreuz-
oder sternförmigen Querschnitt aufweist.
3. Fluggerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass an dem weiteren Infrarotstrahler (2b) ein Flammhalter (4) zur lokalen Aufheizung
des Infrarotstrahlers (2b) vorhanden ist.
4. Fluggerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Infrarotstrahler (2a) ein kegelförmiges Bauteil ist, das sich entlang der Ausbreitungsrichtung
des Abgasstroms erstreckt.
5. Fluggerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Infrarotstrahler (2a, 2b) aus einem oder mehreren für Temperaturen von 400-800°C
beständigen Materialien besteht.
6. Fluggerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche des Infrarotstrahlers (2a, 2b) ein Emissionsvermögen im infraroten
Spektralbereich aufweist.
7. Fluggerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche des Infrarotstrahlers (2a, 2b) mit elektrisch isolierenden Materialien
beschichtet ist.
8. Fluggerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bug des Fluggeräts (6) kegelförmig ausgebildet ist und somit als Infrarotstrahler
(2a) dient.
9. Fluggerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wärmeerzeugende Einheit (1) der zweiten Komponente mittels Haltestangen (7) an
der ersten Komponente (6) befestigt ist.
10. Fluggerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wärmeerzeugende Einheit (1) eine Antriebseinheit, insbesondere eine Fluggasturbine
oder ein Verbrennungsmotor ist oder ein Gasbrenner ist.
1. Airborne vehicle for IR airborne target representation having at least one infrared
emitter (2) and at least one heat-generating unit (1), with the infrared emitter (2a,
2b) being arranged within the exhaust gas flow from the heat generating unit (1) such
that the exhaust gas flow completely surrounds that surface of the infrared emitter
(2a, 2b) which is subject to the wind of motion, characterized in that the airborne vehicle has a first component comprising a conical infrared emitter
(2a), which is fitted to the nose of the first component, and a second component comprising
a heat-generating unit (1) axially at a predeterminable distance in front of the first
component and connected to the first component.
2. Airborne vehicle according to Claim 1. characterized in that a further infrared emitter (2b) is a component which extends along the propagation
direction of the exhaust gas flow of a further heat-generating unit (1) and has a
cruciform or star-shaped cross section.
3. Airborne vehicle according to Claim 2, characterized in that a flame holder (4) is provided adjacent to the further infrared emitter (2b), for
local heating of the infrared emitter (2b).
4. Airborne vehicle according to Claim 1, characterized in that the infrared emitter (2a) is a conical component which extends along the propagation
direction of the exhaust gas flow.
5. Airborne vehicle according to one of the preceding claims, characterized in that the infrared emitter (2a, 2b) is composed of one or more materials which are resistant
to temperatures of 400-800°C.
6. Airborne vehicle according to one of the preceding claims, characterized in that the surface of the infrared emitter (2a, 2b) can emit radiation in the infrared spectral
range.
7. Airborne vehicle according to Claim 6, characterized in that the surface of the infrared emitter (2a, 2b) is coated with electrically insulating
materials.
8. Airborne vehicle according to one of the preceding claims, characterized in that the nose of the airborne vehicle (6) is conical, and therefore acts as an infrared
emitter (2a).
9. Airborne vehicle according to one of the preceding claims, characterized in that the heat-generating unit (1) of the second component is attached to the first component
(6) by means of holding rods (7).
10. Airborne vehicle according to one of the preceding claims, characterized in that the heat-generating unit (1) is a propulsion unit, in particular an airborne gas
turbine, an internal combustion engine, or a gas burner.
1. Aéronef pour la représentation par infrarouge d'une cible volante, comportant au moins
un émetteur infrarouge (2) et au moins une unité produisant de la chaleur (1), dans
lequel l'émetteur infrarouge (2a, 2b) est disposé à l'intérieur du courant de gaz
d'échappement de l'unité produisant de la chaleur (1), de telle manière que le courant
de gaz d'échappement enveloppe entièrement la surface de l'émetteur infrarouge (2a,
2b) exposée au vent relatif, caractérisé en ce que l'aéronef comporte un premier composant comprenant un émetteur infrarouge (2a) de
forme conique disposé sur le nez du premier composant et un deuxième composant comprenant
une unité produisant de la chaleur (1) disposée axialement à une distance prédéterminable
en avant du premier composant et reliée au premier composant.
2. Aéronef selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un autre émetteur infrarouge (2b) est un composant qui s'étend le long de la direction
de propagation du courant de gaz d'échappement d'une autre unité produisant de la
chaleur (1) et présente une section transversale en forme de croix ou d'étoile.
3. Aéronef selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'un accroche-flamme (4) est présent sur l'autre émetteur infrarouge (2b) pour chauffer
localement l'émetteur infrarouge (2b).
4. Aéronef selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'émetteur infrarouge (2a) est un composant de forme conique, qui s'étend le long
de la direction de propagation du courant de gaz d'échappement.
5. Aéronef selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'émetteur infrarouge (2a, 2b) se compose d'un ou de plusieurs matériaux résistant
à des températures de 400 - 800°C.
6. Aéronef selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la surface de l'émetteur infrarouge (2a, 2b) présente un pouvoir d'émission dans
le domaine spectral infrarouge.
7. Aéronef selon la revendication 6, caractérisé en ce que la surface de l'émetteur infrarouge (2a, 2b) est revêtue de matériaux électriquement
isolants.
8. Aéronef selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le nez de l'aéronef (6) est de forme conique et sert de ce fait d'émetteur infrarouge
(2a).
9. Aéronef selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité produisant de la chaleur (1) du deuxième composant est fixée sur le premier
composant (6) au moyen de barres de retenue (7).
10. Aéronef selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité produisant de la chaleur (1) est une unité d'entraînement, en particulier
une turbine à gaz d'avion ou un moteur à combustion interne ou un brûleur à gaz.
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