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(11) |
EP 1 428 914 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.08.2007 Patentblatt 2007/35 |
| (22) |
Anmeldetag: 27.11.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Druckmittelzylinder, insbesondere für ein Streckwerk einer Textilmaschine
Pressure fluid cylinder particularly for a drafting arrangement in a textile machines
Vérin à pression fluidique, particulierement pour un arrangement d'etirage dans une
machine textile
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI |
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Priorität: |
28.11.2002 DE 10255640
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.06.2004 Patentblatt 2004/25 |
| (73) |
Patentinhaber: Rexroth Mecman GmbH |
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30880 Laatzen (DE) |
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Erfinder: |
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- Möller, Rudolf
30989, Gehrden (DE)
- Kröger, Dirk
30880, Laatzen (DE)
- Agca, Salih
30179, Hannover (DE)
- Leinders, Christoph
41352 Korschenbroich (DE)
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| (74) |
Vertreter: Kietzmann, Lutz et al |
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Maiwald Patentanwalts GmbH
Neuer Zollhof 2 40221 Düsseldorf 40221 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 324 172
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EP-A- 0 939 151
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Druckmittelzylinder mit einem innerhalb
eines Zylindergehäuses axial bewegbar angeordneten druckmittel-beaufschlagbaren Kolben,
von dem eine Kolbenstange ausgeht, die zumindest einen, das Zylindergehäuse endseitig
verschließenden Zylinderdeckel durchdringt, wobei verschiebbar auf der Kolbenstange
und koaxial zum Kolben reibungsbehaftet eine Schaltscheibe angebracht ist, die mit
einem Schalter zur Feststellung der Position des innenliegenden Kolbens zusammenwirkt.
[0002] Ein derartiger Druckmittelzylinder wird vorzugsweise in der Textilmaschinentechnik
eingesetzt. Bei einem Streckwerk für Fasermaterial kommt der Druckmittelzylinder als
Belastungseinrichtung zu Anwendung. Ein Streckwerk besteht im Wesentlichen aus einer
Anordnung von Ober- und Unterwalzen, sowie mehrere die Oberwalzen über Druckstangen
belastende Druckmittelzylinder. Dementsprechend ist die Oberwalze in der Regel schwimmend
gelagert. Zwischen den Walzen wird Fasermaterial endlos geführt, welches durch ein
Hintereinanderschalten mehrerer solcher Streckwerke gestreckt, das heißt, gedehnt
wird. Hierfür haben die einzelnen Streckwerke unterschiedliche Drehzahlen.
[0003] Aus der
EP 0 939 151 A2 geht ein solches Streckwerk hervor, dessen Belastungseinrichtung mit Druckmittelzylindern
der hier interessierenden Art ausgerüstet ist. Die Belastungseinrichtung besteht im
Wesentlichen aus einem Belastungsarm für die Oberwalzen des Streckwerkes. Die hier
insgesamt drei Oberwalzen liegen auf dazugehörigen Unterwalzen auf. Die Oberwalzen
sind an beiden Enden über entsprechende Lager drehbar gelagert und werden von der
Belastungseinrichtung gegen die Unterwalze gedrückt, um einen permanenten Reibfluss
mit dem durchlaufenden Fasermaterial herzustellen, so dass dieses beim Durchlaufen
der Strecke gedehnt werden kann. Die Abstände der Oberwalzen zueinander sind dementsprechend
verstellbar ausgebildet, weil je nach dem zu streckenden Fasermaterial verschiedene
Abstände erforderlich sind. Die von der Belastungseinrichtung erzeugte Andrückkraft
auf die Oberwalzen wird über einen Druck gesteuert, welcher in Form von Druckluft
der Belastungseinrichtung über entsprechende Druckleitungen zugeführt wird. Der Belastungsarm
ist ferner in einem Drehpunkt schwenkbar gelagert, so dass der Belastungsarm geöffnet
werden kann, wodurch das Streckwerk zugänglich wird, um neues Fasermaterial einzulegen
oder Störungen zu beseitigen.
[0004] Die hierbei zum Einsatz kommende Belastungseinrichtung besteht im Wesentlichen aus
Druckmittelzylindern, in denen je ein Kolben einseitig beaufschlagbar angeordnet ist.
Die der Kolbenstange abgewandte Seite des Kolbens wird mit Druckluft beaufschlagt,
so dass die hierbei erzeugte Druckkraft über die Kolbenstange auf die Oberwalze übertragbar
ist. In die Belastungseinrichtung ist weiterhin eine Abschaltvorrichtung integriert.
Die Abschaltvorrichtung dient zur Steuerung der Textilmaschine und liefert insofern
elektrische Signale für deren Steuereinheit. Mit der Abschaltvorrichtung wird die
Position der Kolbenstange detektiert, um die Belastung der Oberwalzen des Streckwerkes
zu erkennen, so dass beispielsweise das Streckwerk abgeschaltet werden kann, falls
eine Störung auftritt.
[0005] Beim Betrieb von solchen Streckwerken kann es vorkommen, dass sich an den Oberwalzen
sogenannte Wickel bilden, d.h., dass sich Fasermaterial um die Oberwalze herumwickelt.
Dies führt zu einem kritischen Betriebszustand, weil hierdurch beispielsweise die
Lager von Ober- und Unterwalzen enorm belastet werden und auch die einen Reibschluss
herstellenden Bezüge der Oberwalzen Schaden nehmen können. Solche Wickel haften extrem
fest um die Oberwalzen und sind in der Regel nur sehr schwer wieder lösbar. Die Abschaltvorrichtung
generiert also ein Signal, das von der Steuereinheit ausgewertet wird und gegebenenfalls
das Streckwerk stillsetzt. Die Abschaltvorrichtung besteht im Wesentlichen aus einem
Schalter, der zwei Schaltpositionen einnehmen kann. In der einen Schaltposition liegt
der Schalter an einer Kontaktscheibe an; in der anderen Schaltstellung liegt der Schalter
am Druckmittelzylinder an oder befindet sich zwischen der Schaltscheibe und dem Druckmittelzylinder.
Der Schalter ist hier konkret als elektrisch leitende Metallscheibe ausgebildet, die
mittels eines Schiebesitzes auf der Kolbenstange verschieblich geklemmt ist, wodurch
eine reibungsbehaftete Anbringung an der Kolbenstange realisiert ist. Bei den Bewegungen
der Kolbenstange verschiebt sich die Schaltscheibe also entlang der Kolbenstange mit.
Die Abschaltvorrichtung befindet sich hier im Zylinderdeckel.
[0006] Wenn sich nun ein Wickel bildet, so wird die schwimmend gelagerte Oberwalze in Richtung
Druckmittelzylinder gedrückt. Die die Oberwalze kontaktierende Druckstange des Druckmittelzylinders
bewegt sich infolge dessen in Richtung der eingefahrenen Endlage. Bei Einfahren der
Druckstange schaltet die hieran reibungsbehaftet angebrachte Schaltscheibe den Schalter
durch und das Streckwerk wird abgeschaltet. Nun ist das Streckwerk manuell zu öffnen
und der Wickel zu entfernen. Anschließend ist das Streckwerk durch Schließen des Belastungsarmes
wieder in die Betriebsposition zu bringen.
[0007] In der Praxis hat sich herausgestellt, dass sich die Druckstange des Druckmittelzylinders
bei diesen Arbeiten verstellen kann. Wenn die Druckstange hierbei eingeschoben wird,
ist das zwar problemlos, da beim erstmaligen Belüften des Druckmittelzylinders die
Schaltscheibe von der Kolbenstange in ihre untere Endlage mitgenommen wird; ist die
Druckstange allerdings ausgezogen, so wird beim Schließen des Belastungsarmes die
Druckstange wieder eingeschoben. Dabei wird - bedingt durch die Reibung an der Druckstange
- die Schaltscheibe allerdings in ihre obere Endlage verschoben. Diese Endlage wird
dann natürlich unrichtigerweise durch die Abschaltvorrichtung als vorhandener Wickel
erkannt, was die Steuereinheit entsprechend interpretiert und ein Wiederinbetriebsetzen
des Streckwerkes nicht ermöglicht.
[0008] Das Problem beim vorstehend beschriebenen Stand der Technik besteht also darin, dass
die bekannte Abschaltvorrichtung undefinierte Betriebszustände melden kann.
[0009] Es ist demnach die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Druckmittelzylinder,
insbesondere für ein Streckwerk einer Textilmaschine bereitzustellen, dessen zugeordneter
Schalter mit einfachen Mitteln eindeutige Signale zur Feststellung des aktuellen Betriebszustandes
liefert.
[0010] Die Aufgabe wird ausgehend von einem Druckmittelzylinder gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 in Verbindung mit dessen kennzeichnenden Merkmalen gelöst. Die nachfolgenden
abhängigen Ansprüche geben vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung wieder.
[0011] Die Erfindung schließt die technische Lehre ein, dass eine in dem Druckmittelzylinder
integrierte und reibungsbehaftet an der Kolbenstange angebrachte Schaltscheibe seitens
einer Druckkammer derart zwischen Kolben und Zylinderboden angeordnet ist, dass die
Schaltscheibe infolge eines die Reibungshaftung überwindenden Druckimpulses beim ersten
Befüllen der Druckkammer in die kolbennahe Ausgangsposition gelangt.
[0012] Der Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung liegt insbesondere darin, dass eine definierte
Ausgangsposition nach Wiederinbetriebnahme unter allen Umstände sichergestellt wird.
Bei Einsatz des erfindungsgemäßen Druckmittelzylinders an einem Streckwerk wird die
Schaltscheibe nach der Beseitigung eines Wickels und Wiederinbetriebnahme stets in
die untere, kolbennahe Ausgangsposition überführt. Dieses Rücksetzen wird allein durch
den ersten Druckimpuls auf den Druckmittelzylinder bei dessen Wiederinbetriebnahme
erreicht.
[0013] Zwar wäre es auch denkbar, die selbe Funktion mit einem federrückgestellten Kolben
zu erreichen, da mit diesen mechanischen Mitteln ebenfalls der Kolben im nicht belüfteten
Zustand stets in die gewünschte Endlage zurückfährt. Dann müsste jedoch die Haftreibung
an der Schaltscheibe auf der Stange sehr hoch sein. Es muss sichergestellt sein, dass
beim Entstehen eines Wickels die Schaltscheibe gegen die Federkraft an der Kolbenstange
haften bleibt. Diese naheliegende Lösung hatte jedoch den Nachteil, dass zusätzlich
eine erhebliche Baulänge für die Druckfeder erforderlich wäre, und dass ein beträchtlicher
Teil der mit einem bestimmten Druck zu erzeugenden Kraft durch die entgegenwirkende
Federkraft verloren ginge.
[0014] Vorzugsweise sollte der Außendurchmesser der Schaltscheibe so viel kleiner als der
Innendurchmesser des Zylindergehäuses bemessen sein, dass die Schaltscheibe eine maximale
Wirkfläche für den Druckimpuls erhält. Andererseits darf der Außendurchmesser der
Schaltscheibe nicht so groß sein, dass eine Verklemmungsgefahr innerhalb des Zylindergehäuses
besteht.
[0015] Gemäß einer weiteren, die Erfindung verbessernden Maßnahme ist die Schaltscheibe
in einem in Richtung des Druckraums ragenden koaxialen Fortsatz der Kolbenstange angebracht.
Korrespondierend hierzu sollte die Schaltscheibe mit einem innenradialen hülsenartigen
Ansatz zur Führung entlang der Kolbenstange ausgestattet sein. Dieser hülsenartige
Ansatz verhindert ein Verkanten und Verklemmen der Schaltscheibe an der Kolbenstange.
In einfacher Weise kann die Haftreibung der Schaltscheibe an der Kolbenstange über
einen Elastormerring realisiert werden, der in einer korrespondierenden Nut seitens
der Schaltscheibe - vorzugsweise im Bereich des hülsenförmigen Ansatzes - gehalten
ist. Mit diesen einfachen technischen Mitteln kann die erforderliche Reibungshaftung
zwischen der Schaltscheibe und der Kolbenstange auf einfache Weise erzeugt werden.
[0016] Weiterhin kann innenradial am Zylindergehäuse ein Absatzring vorgesehen werden, der
einerseits als Endanschlag für den Kolben dient und der andererseits auch als kolbennaher
Endanschlag der Schaltscheibe dient. Somit lässt sich der axiale verstellbare Bereich
des Kolbens sowie auch der Schaltscheibe genau festlegen und in eigene Bereiche unterteilen.
Im Bereich des Axialverstellweges der Schaltscheibe ist mindestens ein Sensor zur
Detektion der aktuellen Stellung der Schaltscheibe vorgesehen. Vorzugsweise ist der
Sensor als Induktivsensor ausgebildet, um den Schalter zur Verstellung der Position
des Kolbens zu bilden. Der Induktivsensor wirkt mit der Schaltscheibe zusammen, welche
dementsprechend zumindest teilweise permanentmagnetisch ist. Der Induktivsensor kann
außen am Zylindergehäuse des Druckmittelzylinders angebracht werden oder auch in dessen
Rohrprofil verdeckt integriert werden.
[0017] Weitere, die Erfindung verbessernde Maßnahmen werden nachstehend gemeinsam mit der
Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der einzigen
Figur dargestellt.
[0018] Die Figur zeigt einen Längsschnitt durch einen Druckmittelzylinder mit integriertem
Schalter zur Feststellung der Position des Kolbens.
[0019] Gemäß der Figur besteht der druckluftbetriebene Druckmittelzylinder aus einem Zylindergehäuse
1, in welchem ein Kolben 2 axial bewegbar angeordnet ist. Vom Kolben 2 aus verläuft
eine Kolbenstange 3. Die Kolbenstange 3 tritt aus einer bodenseitigen Öffnung 4 des
topfförmig geformten Zylindergehäuses 1 aus. Die Öffnung 4 als auch die Innenwandung
des Zylindergehäuses 1 dienen der Führung des Kolbens 2 mit Kolbenstange 3. Die Kolbenstange
3 wirkt - in eingangs beschriebener Weise - mit einer Oberrolle 5 eines Streckwerkes
für Fasermaterial zusammen (Zu weiteren technischen Einzelheiten des Streckwerkes
wird auf den Inhalt des eingangs diskutierten Standes der Technik verwiesen). Das
topfförmige Zylindergehäuse 1 ist zu der der Öffnung 4 abgewandten Stirnseite mit
einem Zylinderboden 6 verschlossen. Die Verbindung zwischen dem Zylindergehäuse 1
und dem Zylinderboden 6 ist in diesem Ausführungsbeispiel als Klippverbindung ausgeführt.
Der Zylinderboden 6 weist einen Druckmittelanschluss 7 zur Beaufschlagung einer Druckkammer
8 des Druckmittelzylinders auf. Weiterhin ist im Bereich der Druckkammer 8 im Zylinderboden
6 eine Führungsausnehmung 9 vorgesehen. Die Führungsausnehmung 9 korrespondiert mit
einem zylindrischen Fortsatz 10, welcher koaxial die Kolbenstange 3 verlängernd in
diese eingeschraubt ist. Die entsprechende Schraubverbindung 11 dient gleichzeitig
auch der Befestigung des Kolbens 2 an der Kolbenstange 3.
[0020] Der Fortsatz 10 ist zur Aufnahme einer Schaltscheibe 12 vorgesehen. Die Schaltscheibe
12 besteht in diesem Ausführungsbeispiel vollständig aus einem permanent magnetischen
Material und wirkt mit einem als Induktivsensor ausgebildeten Schalter 13 zusammen,
um die Position des Kolbens 2 zu detektieren. Die Schaltscheibe 12 ist in der Druckkammer
8 platziert, welche auf der der Öffnung 4 für die Kolbenstange 3 abgewandten Seite
des Kolbens 2 liegt. Die Schaltscheibe 12 ist ferner mit einem innenradialen hülsenförmigen
Ansatz 14 zur Führung entlang des Fortsatzes 10 der Kolbenstange 3 ausgestattet. Über
einen in diesem Bereich seitens der Schaltscheibe 12 angeordneten Elastomerring 15
wird eine Reibungshaftung der Schaltscheibe 12 an dem Fortsatz 10 der Kolbenstange
3 erreicht. Hierdurch ist die Schaltscheibe 12 verschiebbar relativ zu Kolbenstange
3 und koaxial zum Kolben 2 reibungsbehaftet gehalten. Am Zylindergehäuse 1 ist weiterhin
ein radial nach innen gerichteter Absatzring 16 angeformt, welcher einerseits als
oberer Endanschlag für den Kolben 2 dient und andererseits als kolbennaher Endanschlag
der Schaltscheibe 12 vorgesehen ist.
[0021] Die Schaltscheibe 12 ist seitens der Druckkammer 8 derart zwischen dem Kolben 2 und
dem Zylinderboden 6 angeordnet, dass diese in Folge eines die Reibhaftung auf dem
Fortsatz 10 der Kolbenstange 3 zu überwindenden Druckimpulses beim ersten Befüllen
der Druckkammer 8 in die kolbennahe Ausgangsposition - wie gezeigt - gedrückt wird.
Hiermit wird die definierte Ausgangsposition der Schaltscheibe 12 sichergestellt,
um Fehlfunktionen in der steuerungstechnischen Signalverarbeitung zu vermeiden.
Bezugszeichenliste
[0022]
- 1
- Zylindergehäuse
- 2
- Kolben
- 3
- Kolbenstange
- 4
- Öffung
- 5
- Oberrolle
- 6
- Zylinderboden
- 7
- Druckmittelanschluss
- 8
- Druckkammer
- 9
- Führungsausnehmung
- 10
- Fortsatz
- 11
- Schraubverbindung
- 12
- Schaltscheibe
- 13
- Schalter
- 14
- Ansatz
- 15
- Elastormerring
- 16
- Absatzring
1. Druckmittelzylinder, insbesondere für ein Streckwerk einer Textilmaschine, mit einem
innerhalb eines Zylindergehäuses (1) axial bewegbar angeordneten druckmittelbeaufschlagbaren
Kolben (2), von dem eine Kolbenstange (3) ausgeht, die zumindest einen, das Zylindergehäuse
(1) endseitig begrenzenden Zylinderdeckel durchdringt, wobei verschiebbar auf der
Kolbenstange (3, 10) und koaxial zum Kolben (2) reibungsbehaftet eine Schaltscheibe
(12) angebracht ist, die mit einem Schalter (13) zur Feststellung der Position des
Kolbens (2) zusammenwirkt,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltscheibe (12) seitens einer Druckkammer (8) derart zwischen Kolben (2) und
Zylinderboden (6) angeordnet ist, dass die Schaltscheibe (12) infolge eines die Reibungshaftung
überwindenden Druckimpulses beim ersten Belüften der Druckkammer (8) in die kolbennahe
Ausgangsposition gelangt.
2. Druckmittelzylinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Außendurchmesser der Schaltscheibe (12) soviel kleiner als der Innendurchmesser
des Zylindergehäuses (1) bemessen ist, dass die Schaltscheibe (12) eine maximale Wirkfläche
für den Druckimpuls darstellt.
3. Druckmittelzylinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltscheibe (12) an einem in Richtung der Druckkammer (8) ragenden koaxialen
Fortsatz (10) der Kolbenstange (3) angebracht ist.
4. Druckmittelzylinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltscheibe (12) mit einem innenradialen hülsenförmigen Ansatz (14) zur Führung
entlang der Kolbenstange (3) ausgestattet ist.
5. Druckmittelzylinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Reibungshaftung der Schaltscheibe (12) an der Kolbenstange (3) über einen Elastomerring
(15) erfolgt, der in einer korrespondierende Nut seitens der Schaltscheibe (12) gehalten
ist.
6. Druckmittelzylinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass am Zylindergehäuse (1) ein nach radialinnen gerichteter Absatzring (16) angeformt
ist, der einerseits als Endanschlag für den Kolben (2) und andererseits als kolbennaher
Endanschlag der Schaltscheibe (12) dient.
7. Druckmittelzylinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltscheibe (12) zumindest teilweise permanentmagnetisch ist, um mit einem
Induktivsensor als Schalter (13) zur Feststellung der Position des Kolbens (2) zusammenzuwirken.
8. Druckmittelzylinder nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass dieser nach Art eines einfachwirkenden Pneumatikzylinders ausgebildet ist, wobei
sich die Schaltscheibe (12) in der einzigen Druckkammer (8) befindet, die auf der
der Öffnung der Kolbenstange (3) aus dem Zylindergehäuse (1) abgewandten Seite des
Kolbens (2) liegt.
9. Druckmittelzylinder nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kolbenstange (3) aus einer bodenseitigen Öffnung (4) des topfförmig geformten
Zylindergehäuses (1) austritt, wobei das topfförmige Zylindergehäuse (1) zur anderen
Seite mit einem separaten Zylinderboden (6) verschlossen ist.
10. Druckmittelzylinder nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass in dem Zylinderboden (6) sowohl ein Druckmittelanschluss (7) zur Beaufschlagung der
Druckkammer (8) als auch eine zum Fortsatz (10) der Kolbenstange (3) korrespondierende
Führungsausnehmung (9) vorgesehen ist.
1. A pressurized-medium cylinder, in particular for a stretching mechanism of a textile
machine, having a piston (2), which is axially moveable within a cylinder housing
(1), to which a pressurized medium can be applied and from which a piston rod (3)
extends and passes through a cylinder cap closing the cylinder housing (1) at its
end, wherein a switching disk (12) is slidably mounted on the piston rod (3, 10) and
coaxial with the piston (2) in frictional engagement therewith and interacting with
a switch (13) for determining the position of the piston (2),
characterised in that said switching disk (12) is arranged on the side of a pressure chamber (8) between
said piston (2) and a cylinder bottom (6) in such a way that the switching disk (12)
is brought to the initial position near the piston due to a pressure pulse overcoming
the frictional engagement when the pressure chamber (8) is first pressurized.
2. The pressurized-medium cylinder according to claim 1,
characterised in that the outer diameter of the switching disk (12) is sufficiently smaller than the inner
diameter of the cylinder housing (1) so that the switching disk (12) presents a maximum
effective surface for the pressure pulse.
3. The pressurized-medium cylinder according to claim 1,
characterised in that the switching disk (12) is mounted on a coaxial stud (10) of the piston rod (3) extending
in the direction of the pressure chamber (8).
4. The pressurized-medium cylinder according to claim 1,
characterised in that the switching disk (12) is equipped with an inner radial sleeve-shaped collar (14)
for guiding along the piston rod (3).
5. The pressurized-medium cylinder according to claim 1,
characterised in that the frictional engagement of the switching disk (12) on the piston rod (3) is effected
by an elastomeric ring (15) held in a corresponding groove on the side of the switching
disk (12).
6. The pressurized-medium cylinder according to claim 1,
characterised in that an abutment ring (16) is formed on the radial inside of the cylinder housing (1),
which serves on the one hand as an end-of-travel abutment for the piston (2) and on
the other hand as an end-of-travel abutment for the switching disk (12) in a position
near the piston.
7. The pressurized-medium cylinder according to claim 1,
characterised in that the switching disk (12) is at least partially permanently magnetic to interact with
an inductive sensor as a switch (13) for determining the position of the piston (2).
8. The pressurized-medium cylinder according to any one of the preceding claims,
characterised in that it is formed in the manner of a single-action pneumatic cylinder, wherein the switching
disk (12) is in a single pressure chamber (8) positioned on the side of the piston
(2) facing away from the opening for the piston rod (3) in the cylinder housing (1).
9. The pressurized-medium cylinder according to claim 8,
characterised in that the piston rod (3) passes through an opening (4) in the bottom of the cup-shaped
cylinder housing (1), wherein the cup-shaped cylinder housing (1) is closed by means
of a separate cylinder bottom (6) at the opposite end.
10. The pressurized-medium cylinder according to claim 9,
characterised in that both a pressurized-medium port (7) for applying pressure to the pressure chamber
(8) and a guiding recess (9) corresponding to the stud (10) of the piston rod (3)
are provided in the cylinder bottom (6).
1. Vérin à fluide sous pression, en particulier pour un banc d'étirage dans une machine
textile, comprenant un piston (2) agencé axialement mobile à l'intérieur d'un carter
cylindrique (1) et susceptible d'être attaqué par un fluide sous pression et duquel
part une tige de piston (3) qui traverse au moins un couvercle de cylindre qui délimite
le carter de cylindre (1) du côté terminal, un disque de commutation (12), qui coopère
avec un commutateur (13) pour déterminer la position du piston (2) étant agencé avec
faculté de translation sur la tige de piston (3, 10) et coaxialement au piston (2),
en étant affecté d'une friction,
caractérisé en ce que le disque de commutation (12) est agencé, du côté d'une chambre à pression (8), entre
le piston (2) et le fond (6) du cylindre de telle façon que le disque de commutation
(12), à la suite d'une impulsion de pression qui, lors de la première mise à l'air
de la chambre à pression (8), surmonte l'adhérence par friction, parvient dans la
position de départ proche du piston.
2. Vérin à fluide sous pression selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le diamètre extérieur du disque de commutation (12) est dimensionné plus petit que
le diamètre intérieur du carter cylindrique (1), de telle sorte que le disque de commutation
(12) représente une surface active maximale pour l'impulsion de pression.
3. Vérin à fluide sous pression selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le disque de commutation (12) est agencé sur un prolongement coaxial (10), dirigé
en direction de la chambre à pression (8), de la tige de piston (3).
4. Vérin à fluide sous pression selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le disque de commutation (12) est équipé d'un talon radial intérieur en forme de
douille (14) pour le guidage le long de la tige de piston (3).
5. Vérin à fluide sous pression selon la revendication 1,
caractérisé en ce que l'adhérence par friction du disque de commutation (12) sur la tige de piston (3)
est obtenue par une bague élastomère (15), qui est maintenue dans une gorge correspondante
du côté du disque de commutation (12).
6. Vérin à fluide sous pression selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'une bague saillante (16) dirigée radialement vers l'intérieur est conformée sur le
carter de cylindre (1), ladite bague servant d'une part de butée finale pour le piston
(2) et d'autre part de butée finale, proche du piston, du disque de commutation (12).
7. Vérin à fluide sous pression selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le disque de commutation (12) est au moins partiellement magnétique permanent, pour
coopérer avec un capteur inductif à titre de commutateur (13) pour déterminer la position
du piston (2).
8. Vérin à fluide sous pression selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que celui-ci est réalisé à la manière d'un vérin pneumatique à simple effet, le disque
de commutation (12) se trouvant dans l'unique chambre à pression (8), laquelle est
disposée du côté du piston (2) détourné de l'ouverture de la tige de piston (3) hors
du carter de cylindre (1).
9. Vérin à fluide sous pression selon la revendication 8,
caractérisé en ce que la tige de piston (3) sort hors d'une ouverture (4) du côté du fond du carter de
cylindre (1) formé à la manière d'un godet, et le carter de cylindre (1) formé à la
manière d'un godet est obturé de l'autre côté par un fond de cylindre séparé (6).
10. Vérin à fluide sous pression selon la revendication 9,
caractérisé en ce que dans le fond de cylindre (6) il est prévu aussi bien un raccord à fluide sous pression
(7) pour l'alimentation de la chambre à pression (8) qu'un évidement de guidage (9)
qui correspond au prolongement (10) de la tige de piston (3).

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