| (19) |
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(11) |
EP 1 460 648 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.08.2007 Patentblatt 2007/35 |
| (22) |
Anmeldetag: 04.03.2004 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Anlage zur Herstellung von Kabeln
Installation for cable production
Installation pour la fabrication des cables
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
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| (30) |
Priorität: |
17.03.2003 DE 10311512
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.09.2004 Patentblatt 2004/39 |
| (73) |
Patentinhaber: Troester GmbH & Co.KG |
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D-30519 Hannover (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Jung, Joachim
30519 Hannover (DE)
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| (74) |
Vertreter: Junius, Walther |
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Wolfstrasse 24 30519 Hannover 30519 Hannover (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 2 906 173
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US-A- 4 222 980
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN Bd. 1997, Nr. 07, 31. Juli 1997 (1997-07-31) & JP 09 082155
A (FURUKAWA ELECTRIC CO LTD:THE), 28. März 1997 (1997-03-28)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Anlage zur Herstellung von Kabeln. bestehend aus einer
Extrusionsvorrichtung mit einem oder mehreren Extrudern und einem von dem oder den
Leitern des Kabels durchlaufenen Querspritzkopf, hinter dem eine Induktionserhitzungsvorrichtung
angeordnet ist, wobei dem Querspritzkopf und der ihm nachgeschalteten Induktionserhitzungsvorrichtung
ein Rohr für die Vernetzung bzw. Vulkanisation der extrudierten Mantelschicht nachgeschaltet
ist, das aus mehrern Rohrstücken zusammengebaut ist, von denen das dem Querspritzkopf
nächste Rohrstück ein Zugang zum Querspritzkopf ermöglichendes Teleskoprohr ist,
[0002] Hierbei besteht die Seele des Kabels aus einem oder mehreren Kupferdrähten, die von
lsolier- und/oder Halbleiterschichten umgeben sind, die von dem oder den Extrudern
dem Spritzkopf zugeführt sind und im Spritzkopf zu der oder den die Leiter ummantelnden
Isolierschichten ausgeformt sind.
[0003] Eine derartige Anlage ist durch verschiedene Vorbenutzungen bekannt geworden. In
dem dem Spritzkopf nachgeschalteten Vulkanisationsrohr muß das den Spritzkopf verlassende,
frisch hergestellte Kabel über eine bestimmte Zeit auf einer über der Vulkanisationstemperatur
der extrudierten Schichten liegenden Temperatur gehalten werden. Das erfolgt von außen
her durch Strahlung und durch das im Vulkanisationsrohr befindliche heisse, meist
gasförmige Medium. Das Vulkanisationsrohr kann ein nach Art einer in horizontaler
Richtung sich erstreckenden Kettenlinie durchhängendes Rohr sein, es kann auch ein
vertikal aufgestelltes Rohr, eventuell mit einer Umlenkstelle um 180°, sein.
[0004] Mit der Induktionserhitzung wird die Seele des Kabels auf eine Temperatur über der
Vulkanisationstemperatur erhitzt, so daß die für die Vulkanisation benötigte Wärme
auch von innen her in die Isolierschichten eingetragen wird. Diese durch Induktion
eingetragene Wärme verkürzt somit die Zeit, welche für das Durchwärmen des gesamten
Querschnitts des Kabels auf die Vulkanisationstemperatur benötigt wird und verkürzt
damit auch die Baulänge des Vulkanisationsrohres. Jede mögliche Verkürzung des Vulkanisationsrohres
erhöht die Wirtschaftlichkeit der Kabelherstellungsanlage, erniedrigt die Investitionskosten
nicht nur der Anlage, sondern auch der Maschinenhalle und vereinfacht deren Betrieb.
[0005] Die Erfindung vermeidet die Nachteile des Standes der Technik. Es ist die Aufgabe
der vorliegenden Erfindung, die Wirtschaftlichkeit einer Kabelherstellungsanlage durch
Maßnahmen zu erhöhen, die eine kürzere Baulänge erbringen, eine schnellere Durchwärmung
der Isolierschichten zum Zwecke der Vulkanisation oder der Vernetzung und einen einfacheren
Betrieb der Anlage ermöglichen und darüber hinaus den Zutritt des Maschinenführers
zum Spritzkopf bei einem Werkzeugwechsel und bei Reinigungsarbeiten erleichtern.
[0006] Die Erfindung besteht darin, daß die dem Querspritzkopf nachgeschaltete Induktionserhitzungsvorrichtung
in oder an das bewegliche Rohr des Teleskoprohres fest ein- oder angebaut ist und
zusammen mit diesem Rohr bewegbar ist, wobei das bewegliche Rohr des Teleskoprohres
mitsamt der eingebauten Induktionserhitzungsanlage in das unbewegliche Rohr des Teleskoprohres
hinein oder überschiebbar ist.
[0007] Diese Anordnung erbringt den Vorteil einer kürzeren Baumöglichkeit für das Vulkanisationsrohr
und eines verbesserten Zuganges zum Spritzkopf für Reinigungs-, Wartungs- und Werkzeugtauscharbeiten.
Denn die Induktionserhitzung der Kabelseele beginnt unmittelbar hinter dem Spritzkopf
des Extruders. Darüber hinaus wird bei einem in das feststehende Rohr einschiebbaren
Rohr der Vorteil erzielt, daß die spritzkopfseitige Lagerung des Vulkanisationsrohres
bereits an einem Ort erfolgen kann, an dem sich das bewegliche Rohr im feststehenden
Rohr des Teleskoprohres befindet. Der Ort der Lagerung rückt damit näher an den Spritzkopf
heran, ohne den für die Wartung benötigten Raum am Spritzkopf zu verkleinern.
[0008] Dabei ist es vorteilhaft, daß die Induktionserhitzungsvorrichtung die gesamte Länge
des beweglichen Rohres einnimmt, weil dadurch die Leitererhitzung gleichmäßiger und
wirkungsvoller durchgeführt werden kann.
[0009] Die Induktionserhitzungsvorrichtung dient der Erwärmung der metallischen Leiter im
Kabel, so daß das Kabel nicht nur durch von außen auf das Kabel einwirkende Wärmequellen,
sondern auch von innen durch die Erwärmung der Leiter, die dann ihre Wärme nach außen
in die Kabelummantelung abgeben, erwärmt und erhitzt wird.
[0010] Um die energetischen Verluste der Induktionsheizung möglichst gering zu halten, ist
es vorteilhaft, wenn das bewegliche Rohr des Teleskoprohres aus einem elektrisch nicht
oder möglichst schlecht leitendem Material gefertgt ist, das aber hitzebeständig und
druckfest ist.
[0011] Dabei ist es praktisch, wenn das bewegliche Rohr des Teleskoprohres aus einem Kohlefaserverbundstoff
gefertigt ist.
[0012] Bei einer erfindungsgemäßen Anlage, bei der das bewegliche Rohr des Teleskoprohres,
in das oder auf das die Induktionserhitzungsvorrichtung eingebaut ist, hat dieses
einen Außendurchmesser aufzuweisen, welcher kleiner als der Innendurchmesser des feststehenden
Rohres ist.
[0013] Hingegen hat bei einer Anlage, bei der das bewegliche Rohr des Teleskoprohres, auf
dessen Außenfläche oder in das die Induktionserhitzungsvorrichtung auf- oder eingebaut
ist, einen Innendurchmesser aufzuweisen, welcher größerer als der Außendurchmesser
des feststehenden Rohres ist.
[0014] Diese erfindungsgemäße Anlage kann weiter dadurch optimiert werden, daß mindestens
ein Rohrstück an beliebiger Stelle des feststehenden Rohres aus einem elektrisch nicht
oder möglichst schlecht leitendem Material gefertgt ist, das aber hitzebeständig ist,
und von einer Induktionserhitzungsanlage umgeben ist.
[0015] Auch hier dient die Induktionserhitzungsvorrichtung der Erwärmung der metallischen
Leiter im Kabel, so daß das Kabel nicht nur durch von außen auf das Kabel einwirkende
Wärmequellen, sondern auch von innen durch die Erwärmung der Leiter, die dann ihre
Wärme nach außen in die Kabelummantelung abgeben, erwärmt und erhitzt wird.
[0016] Diese zusätzliche Induktionserhitzungsvorrichtung kann an beliebiger Stelle des langen
feststehenden Rohres eingebaut sein, wo eben eine erneute Erhitzung der Kabelseele
notwendig oder vorteilhaft ist. So kann sie auch an einer Stelle eingebaut sein, wo
der extrudierte Kabelmantel bereits von außen gekühlt wird.
[0017] Dann erzielt man eine Wärmebewegung von der innen im Kabel liegenden Kabelseele nach
außen. Diese Wärmebewegung kann für eine vollständige Vernetzung bzw. Vulkanisation
des Kabelmantels von Bedeutung sein, ebenso für eine schnellere Vernetzung bzw. Vulkanisation
des Kabelmantels und somit auch für eine Verkürzung der gesamten Anlage.
[0018] Dadurch läßt sich der Leiter im Inneren des Kabelstranges, der auf seinem Weg bis
zu dieser Stelle Wärme verloren hat, während das ihn umgebende isolierende Extrudat
an Festigkeit durch Vulkanisation bzw. Vernetzung gewonnen hat, noch einmal nacherhitzen,
wobei die Nacherhitzungstemperatur höher als die vorher eingeleiteten Temperaturen
sein kann, da schon eine Teilvulkanisationn bzw. Teilvernetzung stattgefunden, so
daß das Extrudat an dieser Stelle schon nicht mehr so empfindlich gegen durch die
Schwerkraft verursachten Verformungen ist. Diese hier an dieser Stelle vorgenommene
Nacherhitzung fördert und beschleunigt die Vulkanisation bzw. Vernetzung beträchtlich.
[0019] Für den Verfahrensablauf kann es sehr förderlich sein, wenn dem Querspritzkopf eine
Induktionserhitzungsvorrichtung vorgeschaltet ist, die vorzugsweise auf einen Temperaturwert
eingestellt ist, der unter der Vulkanisationstemperatur liegt, während die dem Querspritzkopf
nachgeschaltete Induktionserhitzungsvorrichtung für die Erhitzung auf einen Temperaturwert
eingestellt ist, der über der Vulkanisationstemperatur liegt.
[0020] Auch diese Induktionserhitzungsanlage dient der Erwärmung der metallischen Leiter
im Kabel, so daß das Kabel nicht nur durch von außen auf das Kabel einwirkende Wärmequellen,
sondern auch von innen durch die Erwärmung der Leiter, die dann ihre Wärme nach außen
in die aufextrudierte Kabelummantelung abgeben, erwärmt und erhitzt wird.
[0021] So wirken die Induktionsvorrichtungen vor und unmittelbar hinter dem Spritzkopf,
und diese mit dem verschiebbaren Teil des Teleskoprohres integriert, zu dem technischen
Erfog einer Verkürzung des Vulkanisationsrohres zusammen.
[0022] Die dem Spritzkopf vorgeschaltete Induktionserhitzungsvorrichtung bringt bereits
Wärme in die Kabelseele, bevor diese den Spritzkopf und das Vulkanisationsrohr überhaupt
erreicht. Das im Spritzkopf die Kabelseele ummantelnde extrudierte Isoliermaterial,
das sich zum Zeitpunkt der Extrusion auf einer Temperatur kurz unterhalb der Vulkanisationstemperatur
befindet, wird somit durch eine niedrigere Temperatur der Kabelseele nicht abgekühlt,
sondern verbleibt auf seiner Temperatur. Unmittelbar hinter dem Spritzkopf wird aber
durch die zweite Induktionserhitzungsvorrichtung,das das die Kabelseele ummantelnde
Extrudat von innen her durch die in die Kabelseele eingetragene Induktionswärme stark
erhitzt, so daß eine sich über den Kabelquerschnitt gleichmäßig erstreckende Vulkanisation
sehr frühzeitig einsetzt, weil sich die zweite Induktionserhitzungsvorrrichtung unmittelbar
hinter dem Spritzkopf befindet. Diese örtliche Lage der zweiten Induktionserhitzungsanlage
ist für eine kurze Bauform des Vulkanisationsrohres wichtig.
[0023] Bei einer Anlage, bei der das beweglichem Rohrstück in das unverschiebbare Rohrstück
einschiebbar ist, kann das das unverschiebbare Rohrstück des Teleskoprohres halternde
Lager am oberen Ende des unverschiebaren Rohrstückes angeordnet sein.
[0024] Hingegen ist bei einer Anlage, bei der das bewegliche Rohrstück auf das unverschiebbare
Rohrstück aufschiebbar ist, das unverschiebbare Rohrstück des Teleskoprohres an einem
Ort, zu lagern, der von dem aufschiebbarem beweglichen Rohrstück in aufgeschobenem
Zustand nicht überdeckt ist.
[0025] Weiterhin ist es aus baulichen Gründen vortelhaft, daß an dem beweglichen Rohrteil
ein Stecker angebracht ist, welcher in am Spritzkopf befestigte Kontakte greift, wenn
der bewegliche Rohrteil an den Spritzkopf herangeschoben ist.
[0026] Das Wesen der Erfindung ist anhand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten
Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen:
- Fig.1
- die Gesamtanlage
- Fig 2
- den Kopf einer Anlage mit in das feststehende Rohr einschiebbarem Teleskoprohr und
einer im Inneren des Teleskoprohres angeordneten Induktionsvorrichtung im Betriebszustand.
- Fig 3
- den Kopf der Anlage der Fig.2 im Wartungszustand.
- Fig 4
- den Kopf einer Anlage mit in das feststehende Rohr einschiebbarem Teleskoprohr und
einer außen an dem Teleskoprohr angeordneten Induktionsvorrichtung im Betriebszustand.
- Fig 5
- den Kopf der Anlage der Fig.4 im Wartungszustand.
- Fig 6
- den Kopf einer Anlage mit auf das feststehende Rohr aufschiebbarem Teleskoprohr und
einer außen an dem Teleskoprohr angeordneten Induktionsvorrichtung im Betriebszustand.
- Fig 7
- den Kopf der Anlage der Fig.4 im Wartungszustand.
[0027] Die Anlage zur Herstellung von Kabeln weist eine Abwickeltrommel 11 auf, von der
die Kabelseele 1 abgewickelt wird, über eine Kabelvorschubeinheit 12 und diverse andere
andere Bearbeitungsvorrichtungen dann nach Passieren einer vorgeschalteten Induktionserhitzungsvorrichtung
4 zur Vorerwärmung der Kabelseele einem Querspritzkopf 2 zugeführt wird, in den nicht
dargestellte Extruder Isolations- und Halbleitermaterial hineinextrudieren, welches
in dem Querspritzkopf 2 zu einer Ummantelung der Kabelseele 1 ausgeformt wird. Das
auf diese Weise im Querspritzkopf 2 geformte Kabel muß nun einer Vulkanisation seiner
im Querspritzkopf 2 aufgebrachten Isolier- und Halbleiterschichten unterzogen werden.
Diese Vulkanisation erfolgt in dem an den Querspritzkopf 2 anschliessenden Vulkanisationsrohr
3,6,7, welches mit einem heißen gas- oder dampfförmigen Medium gefüllt ist. Der dem
Querspritzkopf nächstgelegene Teil des Vulkanisationsrohres ist das verschiebbare
Rohrteil 6, das in den unverschiebbaren Rohrteil 3 des Teleskoprohres 3,6 einschiebbar
(Fig. 2-5) oder auf den unverschiebbaren Rohrteil 3 des Teleskoprohres 3,6 einschiebbar
(Fig. 6,7) aufschiebbar ist. Das gasoder dampfförmige Medium im Vulkanisationsrohr
trägt von außen her Wärme in das die Kabelseele 1 umgebende Extrudat. Die Vulkanisation
wird jedoch dadurch wesentlich beschleunigt, daß auch die Kabelseele 1 durch Induktion
so erwärmt wird, daß Wärme von der innen im Kabel liegenden Kabelseele 1 nach außen
in das die Kabelseele 1 umgebende Extrudat eingeführt wird. So gelangt Wärme von innen
und von außen in das Extrudat, so daß sich die Temperatur im Querschnitt der Isolationsund
Halbleiterschichten rasch vergleichmäßigt und über die Vulkanisationstemperatur steigt
und auf dieser Temperatur gehalten wird. Die Einführung dieser Induktionswärme in
die Kabelseele erfofgt durch zwei Induktionserhitzungsvorrichtungen: Die eine Induktionserhitzungsvorrichtung
4, die vom Generator 5 gespeist ist, ist dem Quersprizkopf 2 vorgeschaltet und erhitzt
die Kabelseele 1 bereits vor der Ummantelung auf eine Temperatur kurz unter der Vulkanisationstemperatur,
die andere Induktionserhitzungsvorrichtung 7, gespeist vom Generator 8, ist dem Querspritzkopf
2 nachgeschaltet und erhitzt die Kabelseele 1 auf eine Temperatur über die Vulkanisationstemperatur,
so daß von der Kabelseele 2 Wärme in das Extrudat 6 wandert. Die nachgeschaltete Induktionserhitzungsvorrichtung
7 ist in dem verschiebbaren Rohrstück 6 des Teleskoprohres 3,6 untergebracht.
[0028] Das verschiebbare Teleskoprohrstück 6 ist in der Ausführung der Fig. 2 und 3 in das
unbewegliche Teleskoprohrstück 3 bei der Durchführung von Wartungsarbeiten am Querspritzkopf
2 einschiebbar. Die Induktionserhitzungsvorrichtung 7 ist hier in das Innere des beweglichen
Teleskoprohrstückes 6 eingebaut.
[0029] Dem verschiebbaren Teleskoprohrstück 6 ist eine Kontrollvorrichtung 9 vorgeschaltet
und mit dem verschiebbaren Teleskoprohrstück 6 zusammen verschiebbar. Diese Kontrollvorrichtung
9 dient der Prüfung der Lage der Kabelseele 1 im ummantelnden Extrudat.
[0030] In der Ausführungsform der Figuren 4 und 5 ist außen auf das verschiebbare Teleskoprohrstück
6 die Induktionserhitzungsvorrichtung 16 fest aufgebracht und die Einheit Teleskoprohrstück
6 / Induktionserhitzungsvorrichtung 16 ist in das unverschiebbare Teleskoprohrstück
3 einschiebbar. Das verschiebbare Teleskoprohrstück 6 ist in dieser Ausführungsform
aus einem nichtleitenden Material wie Kohlefasern, Keramik, Kunststoff odgl. gefertigt.
[0031] In der Ausführungsform der Figuren 6 und 7 ist außen auf das verschiebbare Teleskoprohrstück
15 die Induktionserhitzungsvorrichtung 16 fest angebaut und die Einheit Teleskoprohrstück
15 / Induktionserhitzungsvorrichtung 16 ist über das unverschiebbare Teleskoprohrstück
3 überschiebbar. Das verschiebbare Teleskoprohrstück 15 ist auch in dieser Ausführungsform
aus einem nichtleitenden Material wie Kohlefasern, Keramik, Kunststoff odgl. gefertigt.
[0032] Das in der Praxis sehr lange Vulkanisationsrohr 3, das in der Zeichnung Fig.1 gezeigt
ist und von dem in den folgenden Fig. in der Zeichnung nur der vorderste Teil gezeigt
ist, muß gelagert sein. Hierzu dient das Lager 10, welches den unbeweglichen Teil
3 des Teleskoprohres 3,6 abstützt. Durch den Einbau der Induktionserhitzungsanlage
7 in den beweglichen Teil 6 des Teleskoprohres 3,6 kann das Lager 10 erheblich dichter
an den Querspritzkopf 2 herangerückt werden als dieses beim Stand der Technik möglich
war.
[0033] In diesem in der Praxis sehr langen Vulkanisationsrohr 3 ist zusätzlich noch eine
weitere Induktionserhitzungsanlage 13 eingebaut, die die Vulkanisationstemperatur
aufrechterhalten und noch zu erhöhen vermag. Diese Induktionserhitzungsvorrichtung
13 kann an beliebiger Stelle des langen feststehenden Rohres eingebaut sein, wo eben
eine erneute Erhitzung der Kabelseele notwendig oder vorteilhaft ist. So kann sie
auch an einer Stelle eingebaut sein, wo der extrudierte Kabelmantel bereits von außen
gekühlt wird. Dann erzielt man eine Wärmebewegung von der innen im Kabel liegenden
Kabelseele nach außen. Diese Wärmebewegung kann für eine vollständige Vernetzung bzw.
Vulkanisation des Kabelmantels von Bedeutung sein, ebenso für eine schnellere Vernetzung
bzw. Vulkanisation des Kabelmantels und somit auch für eine Verkürzung der gesamten
Anlage.
[0034] Während die Zeichnung nur Beispiele eines nach Art eines im Wesentlichen horizontalen
Kettenlinie verlaufenden Vernetzungs- bzw. Vulkanisationsrohres zeigt, ist die Erfindung
aber auch für vertikal stehende Vernetzungs- bzw. Vulkanisationsrohre anwendbar.
Liste der Bezugszeichen
[0035]
- 1
- Kabelseele
- 2
- Querspritzkopf
- 3
- fester Teil des Teleskoprohres
- 4
- vorgeschaltete Induktionserhitzungsvorrichtung
- 5
- Generator
- 6
- verschiebbarer Teil des Teleskoprohres
- 7
- nachgeschaltete, in das verschiebbare Teleskoprohr eingebaute Induktionserhitzungsanlage
- 8
- Generator
- 9
- Kontrollvorrichtung
- 10
- Lager
- 11
- Abwickeltrommel
- 12
- Kabel-Vorschubeinheit
- 13
- Induktionserhitzungsvorrichtung
- 14
- bewegliches über das feststehende Rohr überschiebbares Teleskoprohrstück
- 15
- Induktionserhitzungsvorrichtung, angebaut an das bewegliche überschiebbare Teleskoprohrstück
- 16
- Induktionserhitzungsvorrichtung, angebaut an das bewegliche einschiebbare Teleskoprohrstück.
1. Anlage zur Herstellung von Kabeln,
bestehend aus einer Extrusionsvorrichtung mit einem oder mehreren Extrudern und einem
von dem oder den Leitern des Kabels durchlaufenen Querspritzkopf,
hinter dem eine Induktionserhitzungsanlage angeordnet ist
wobei dem Querspritzkopf und der ihm nachgeschalteten Induktionserhitzungsanlage ein
Rohr für die Vernetzung bzw. Vulkanisation der extrudierten Mantelschicht nachgeschaltet
ist, das aus mehreren Rohrstücken zusammengebaut ist,
von denen das dem Querspritzkopf nächste Rohrstück ein Zugang zum Querspritzkopf ermöglichendes
Teleskoprohr ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die dem Querspritzkopf (2) nachgeschaltete Induktionserhitzungsanlage (7) in oder
an das bewegliche Rohr (6) des Teleskoprohres (3,6) fest ein- oder angebaut ist und
zusammen mit diesem Rohr(6) bewegbar ist
wobei das bewegliche Rohr (6) des Teleskoprohres (3,6) mitsamt der eingebauten Induktionserhitzungsanlage
(7) in oder über das unbewegliche Rohr (3) des Teleskoprohres (3,5) hineinoder überschiebbar
ist.
2. Anlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der feststehende Teil (6) des Teleskoprohres (3,6) ein nach Art einer Kettenlinie
durchhängendes, im Wesentlichen horizontal verlaufendes Rohr ist.
3. Anlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Induktionserhitzungsanlage sich über die gesamte Länge des beweglichen Rohres
erstreckt.
4. Anlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das bewegliche Rohr (6) des Teleskoprohres (3,6) aus einem elektrisch nicht oder
möglichst schlecht leitendem Material gefertgt ist, das druckfest und hitzebeständig
ist.
5. Anlage nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das bewegliche Rohr (6) des Teleskoprohres (3,6) aus einem Kohlefaserverbundstoff
gefertigt ist.
6. Anlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das bewegliche Rohr (6) des Teleskoprohres (3,6), in das die Induktionserhitzungsvorrichtung
(7) eingebaut ist oder auf das die Induktionserhitzungsvorrichtung (7) aufgebaut ist,
einen Außendurchmesser mitsamt der Induktionserhitzungsvorrichtung (7) aufweist, welcher
kleiner als der Innendurchmesser des feststehenden Rohres (3) ist.
7. Anlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das bewegliche Rohr (6) des Teleskoprohres (3,6), auf dessen Außenfläche die Induktionserhitzungsanlage
(7) aufgebaut ist, einen Innendurchmesser aufweist, welcher grösserer als der Außendurchmesser
des feststehenden Rohres (3) ist.
8. Anlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens ein Rohrstück des feststehenden Rohres (3) an beliebiger Stelle des feststehenden
Rohres (3) aus einem elektrisch nicht oder möglichst schlecht leitendem Material gefertgt
ist, das aber druck- und hitzebeständig ist, gefertigt ist und von einer Induktionserhitzungsvorrichtung
(13) umgeben ist.
9. Anlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem Querspritzkopf (2) eine Induktionserhitzungsvorrichtung (4) vorgeschaltet ist,
daß die dem Querspritzkopf (2) vorgeschaltete Induktionserhitzungsvorrichtung (4) vorzugsweise
für die Erhitzung auf einen Temperaturwert eingestellt ist, der unter der Vulkanisationstemperatur
liegt, während die dem Querspritzkopf (2) nachgeschaltete Induktionserhitzungsanlage
für die Erhitzung auf einen Temperaturwert eingestellt ist, der über der Vulkanisationstemperatur
liegt.
10. Anlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei einer Anlage mit in das unverschiebbare Rohrstück (3) einschiebbarem beweglichem
Rohrstück (6) das unverschiebbare Rohrstück (3) des Teleskoprohres (3,6) mit einem
Lager (10) versehen ist, mit dem der obere Teil des gesamten Vulkanisationsrohres
gelagert ist.
11. Anlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei einer Anlage mit auf das unverschiebbare Rohrstück (3) aufschiebbarem beweglichen
Rohrstück (14) das unverschiebbare Rohrstück (3) des Teleskoprohres (3,6) an einem
Ort, der von dem aufschiebbarem beweglichen Rohrstück (14) in aufgeschobenem Zustand
nicht überdeckt ist, mit einem Lager (10) versehen ist, mit dem der obere Teil des
gesamten Vulkanisationsrohres (3) gelagert ist.
1. System for producing cables, consisting of an extrusion device with one or more extruders
and a cross-head through which the conductor or conductors of the cable pass, behind
which an induction heating system is arranged, a tube for the cross-linking or vulcanisation
of the extruded jacket layer being connected downstream from the cross-head and the
induction heating system downstream therefrom, the tube being assembled from a plurality
of tube pieces, of which the tube piece closest to the cross-head is a telescopic
tube allowing access to the cross-head, characterised in that the induction heating system (7) downstream from the cross-head (2) is rigidly Installed
into or onto the movable tube (6) of the telescopic tube (3, 6) and can be moved together
with this tube (6), wherein it is possible to slide the movable tube (6) of the telescopic
tube (3, 6) together with the installed induction heating system (7) into or over
the immobile tube (3) of the telescopic tube (3, 5).
2. System according to claim 1, characterised in that the fixed part (6) of the telescopic tube (3, 6) is a substantially horizontally
extending tube which is slack in the manner of a chain line,
3. System according to claim 1, characterised in that the induction heating system extends over the entire length of the movable tube.
4. System according to claim 1, characterised in that the movable tube (6) of the telescopic tube (3. 6) is manufactured from an electrically
non-conductive or as far as possible poorly conducting material, which is pressure-resistant
and heat-resistant.
5. System according to claim 4, characterised in that the movable tube (6) of the telescopic tube (3,6) is manufactured from a carbon fibre
composite.
6. System according to claim 1, characterised in that the movable tube (6) of the telescopic tube (3, 6), in which the induction heating
device (7) is installed, or on which the induction heating device (7) is installed,
has an external diameter together with the induction heating device (7) which is smaller
than the internal diameter of the fixed tube (3).
7. System according to claim 1, characterised in that the movable tube (6) of the telescopic tube (3, 6), on the external surface of which
the induction heating system (7) is installed, has an internal diameter, which is
greater than the external diameter of the fixed tube (3).
8. System according to claim 1, characterised in that at least one tube piece of the fixed tube (3) is produced at any point of the fixed
tube (3) from an electrically non-conductive or as far as possible poorly conducting
material, which is, however, pressure-resistant and heat-resistant and is surrounded
by an induction heating device (13).
9. System according to claim 1, characterised in that an induction heating device (4) is connected upstream from the cross-head (2), in that the induction heating device (4) upstream from the cross-hand (2) is preferably adjusted
for heating to a temperature value, which is below the vulcanisation temperature,
while the induction heating system connected downstream from the cross-head (2) is
adjusted to a temperature value for heating, which is above the vulcanisation temperature.
10. System according to claim 1, characterised in that in a system with a movable tube piece (8) which can be inserted into the non-displaceable
tube piece (3), the non-displaceable tube piece (3) of the telescopic tube (3, 6)
is provided with a bearing (10) with which the upper part of the whole vulcanisation
tube is mounted.
11. System according to claim 1, characterised in that in a system with a movable tube piece (14) which can be slid onto the non-displaceable
tube piece (3), the non-displecouble tube piece (3) of the telescopic tube (3, 6)
is provided, at a location, which is not covered by the movable tube piece (14), which
can be slid on, in the state in which it has been slid on, with a bearing (10), with
which the upper part of the whole vulcanisation tube (3) is mounted.
1. Installation pour la fabrication de câbles, constituée d'un dispositif d'extrusion
avec une ou plusieurs extrudeuses et une tête d'équerre parcourue par le ou les conducteurs
du câble, derrière laquelle est disposée une installation de chauffage par induction,
dans laquelle un tube pour la réticulation ou la vulcanisation de la couche d'enveloppe
est placé en aval de l'installation de chauffage par induction placée en aval de la
tête d'équerre, lequel tube est constitué de plusieurs segments de tube dont le segment
de tube le plus proche de la tête d'équerre est un tube télescopique permettant un
accès la tête d'équerre,
caractérisé an ce que
l'installation de chauffage par induction (7) montée en aval de la tête d'équerre
(2) est insérée ou montée fixement dans ou sur le tube mobile (6) du tube télescopique
(3, 6) et peut se déplacer conjointement avec ce tube (6),
le tube mobile (6) du tube télescopique (3, 6), conjointement avec l'installation
de chauffage par induction insérée (7), pouvant être introduit dans ou glissé sur
le tube mobile (6) du tube télescopique (3, 6).
2. Installation selon la revendication 1 caractérisée en ce que la partie fixe (6) du tube télescopique (3, 6) est un tube pendant à la manière d'une
chaînette s'étendant sensiblement horizontalement.
3. Installation selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'installation de chauffage par induction s'étend sur toute la longueur du tube mobile.
4. Installation selon la revendication 1, caractérisée en ce que le tube mobile. (6) du tube télescopique (3, 6) est fabriqué dans un matériau électriquement
non-conducteur ou le moins conducteur possible qui est résistant la pression et aux
températures élevées.
5. Installation selon la revendication 4, caractérisée en ce que le tube mobile (6) du tube télescopique (3, 6) est fabriqué dans un matériau composite
de fibres de carbone.
6. Installation selon la revendication 1, caractérisée en ce que le tube mobile (6) du tube télescopique (3, 6) est inséré dans l'installation de
chauffage par induction (7) ou est monté sur l'installation de chauffage par induction
(7), en ce qu'il présente, conjointement avec l'installation de chauffage par induction (7), un
diamètre extérieur qui est plus petit que le diamètre intérieur du tube fixe (3).
7. Installation selon la revendication 1, caractérisée en ce que le tube mobile (6) du tube télescopique (3, 6), sur la face extérieure duquel est
montée l'installation de chauffage par induction (7), présente un diamètre intérieur
qui est plus grand que le diamètre extérieur du tube fixe (3).
8. Installation selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'au moins un segment de tube du tube fixe (3) à n'importe quel emplacement du tube
fixe (3) est fabriqué dans un matériau électriquement non-conducteur ou le mains conducteur
possible, mais qui est résistant à la pression et aux températures élevées, et est
entouré par une installation de chauffage par induction (13).
9. Installation, selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'une installation de chauffage par induction (4) est placée en amont de la tête d'équerre
(2), en ce que l'installation de chauffage par induction (4) placée en amont de la tête d'équerre
(2) est réglée, de préférence, pour le chauffage à une valeur de température qui est
inférieure à la température de vulcanisation alors que l'installation de chauffage
par induction placée en aval de la tête d'équerre (2) est réglée pour le chauffage
à une valeur de température qui est supérieure à la température de vulcanisation.
10. Installation selon la revendication 1, caractérisée en ce que, dans le cas d'une installation avec un segment de tube mobile (6) pouvant être introduit
dans le segment de tube fixe (3), le segment de tube fixe (3) du tube télescopique
(3, 6) est muni d'un palier (10) dans lequel est logée la partie supérieure de l'ensemble
du tube de vulcanisation.
11. Installation selon la revendication 1, caractérisée en ce que, dans le cas d'une installation avec un segment de tube mobile (14) pouvant être
glissé sur le segment de tube fixe (3), le segment de tube fixe (3) du tube télescopique
(3, 6) est muni, à un emplacement qui n'est pas recouvert par le segment de tube mobile
pouvant être glissé (14) lorsqu'il est glissé, d'un palier (10) dans lequel est logée
la partie supérieure de l'ensemble du tube de vulcanisation.