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EP 1 579 932 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.08.2007 Patentblatt 2007/35 |
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Anmeldetag: 21.03.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Vorrichtung zum Abbremsen und Auswerfen von stabförmigem Material
Apparatus for braking and delivering rod-like articles
Appareil de freinage et échappement d'articles en forme de tiges
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU MC NL PL PT RO SE SI
SK TR |
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Priorität: |
25.03.2004 AT 5342004
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.09.2005 Patentblatt 2005/39 |
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Patentinhaber: EVG Entwicklungs- u. Verwertungs-
Gesellschaft m.b.H. |
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A-8074 Raaba (AT) |
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Erfinder: |
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- Ritter, Klaus, Dipl.-Ing.
8042 Graz (AT)
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Vertreter: Holzer, Walter et al |
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Patentanwälte Schütz und Partner,
Schottenring 16,
Börsegebäude 1010 Wien 1010 Wien (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-97/27014 DE-A1- 2 616 917 DE-C1- 10 015 083 US-A- 5 191 818
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DD-A1- 279 619 DE-A1- 19 817 415 US-A- 4 307 594
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abbremsen und Auswerfen von stabförmigem
Material, mit einer Zuführeinrichtung zum kontinuierlichen Zuführen des stabförmigen
Materials entlang einer Einschußlinie, mit einem Einschußkanal für das stabförmige
Material und mit einer Abbremseinrichtung.
[0002] Aus der
DE-A1-19817415 ist eine Vorrichtung zum Abbremsen, Auswerfen und Sammeln von Drahtstäben mit einer
in Richtung der Stablängsachse angeordneten Drahtstabaufnahme bekannt, in welche die
Drahtstäbe nacheinander von einer Drahtzuführung eingeschossen werden. Hierbei ist
die Drahtstabaufnahme als einseitig offene Führung ausgebildet, die abschnittsweise
durch Spalte unterteilt ist. Des weiteren ist eine angetriebene Auswerferwelle vorgesehen,
deren Auswerferelemente durch die Spalte hindurchgreifen, wobei jedem Auswerferelement
ein radial nach außen begrenzendes Führungselement zugeordnet ist. Die Auswerferelemente
heben die abzubremsenden Drahtstäbe aus der Einschußebene und führen diese entlang
den Führungselementen, wodurch die Drahtstäbe abgebremst werden. Die Anwendung von
Stoßdämpfern und Anschlägen zum Abbremsen der Drahtstäbe am Ende der Drahtstabaufnahme
wird in dieser Druckschrift als schwierig und nachteilig angesehen.
[0003] Aus der
DE-C1-10015083 ist eine Drahtfangvorrichtung für eine drahtverarbeitende Maschine bekannt, wobei
in der Drahtfangvorrichtung abgelängte Drähte abgebremst und in einer vorgegebenen
Ausrichtung einer weiterverarbeitenden Einrichtung bereitgestellt werden. Es ist ein
Einschußkanal vorgesehen, an dessen in Bewegungsrichtung der Drähte hinterem Ende
ein Prallelement vorgesehen ist, das als elastisch gelagertes Prallblech ausgestaltet
sein kann.
[0004] Die
DE-2616917 offenbart eine Einrichtung zum Abfördern und Abbremsen von Walzgutlängen hinter Richtmaschinen,
wobei die Walzgutlängen auf Plattenbahnen abgebremst und anschließend quergefördert
werden. Der Einrichtung werden von einer Richtanlage in Längsrichtung der Walzgutlänge
eine Walzgutlänge oder gleichzeitig zwei Walzgutlängen zugeführt. Um die ganze Walzgutlänge
sicher zu führen, sind mehrere Plattenbahnen in Längsrichtung der Walzgutlängen hintereinander
angeordnet. Jede Plattenbahn ist als endlose, quer zur Längsrichtung der Walzgutlängen
angeordnete, antreibbare Bremsplattenkette ausgebildet, wobei jedes Kettenglied mit
einer als Führungskanal wirkenden Bremsrinne versehen ist. Vor den Bremsplattenketten
ist einlaufseitig ein heb- und senkbarer Bremsmagnet angeordnet, der radial auf die
zugeführten Walzgutlängen einwirkt. Der Wirkungsbereich des Bremsmagneten erstreckt
sich über mehrere Führungskanäle. Den Bremsketten ist auslaufseitig in Querfördereinrichtung
der Walzgutlängen eine Sammelkette nachgeordnet, deren Förderebene etwas höher liegt
als die der Bremsketten, und die die Walzgutlängen aus den Bremsketten auskämmt und
weiterfördert. Die bisher bekannten Vorrichtungen sind konstruktiv aufwendig und gewährleisten
keinen störungsfreien Betrieb.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, die Nachteile der bekannten Vorrichtungen zu vermeiden
und eine Vorrichtung der einleitend angegebenen Art zu schaffen, die es ermöglicht,
stabförmige Materialien in rascher Folge störungsfrei zu vereinzeln, ohne Verformung
sicher abzubremsen und einer nachgeschalteten Weiterverarbeitungseinrichtung geordnet
zuzuführen.
[0006] Die in Anspruch 1 definierte erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet sich dadurch aus,
daß eine auf das stabförmige Material koaxial einwirkende, zumindest zweistufige Bremseinrichtung
sowie eine ansteuerbare Einrichtung zum Auswerfen des stabförmigen Materials nach
dem Abbremsen einzeln und seitlich quer zu seiner Längsrichtung vorgesehen sind.
[0007] Im Rahmen der Erfindung besteht die koaxial wirkende Bremseinrichtung aus zumindest
zwei hintereinander geschalteten, zusammenwirkenden Stufen, wobei die in Flußrichtung
gesehen erste Stufe eine weiche Dämpfungscharakteristik und die zweite Stufe eine
harte Dämpfungscharakteristik aufweisen.
[0008] Im Rahmen der Erfindung ist auch, wie an sich bekannt, eine Kreisbahn zum Ausfördern
des stabförmigen Materials aus der Einschußlinie vorgesehen.
[0009] Vorzugsweise weist die Fördereinrichtung, wie an sich bekannt, einen drehbar gelagerten
runden, mit Hilfe einer Antriebseinrichtung antreibbaren Revolver auf, der mehrere,
jeweils als Führungskanal dienende, am Umfang verteilte Führungsnuten aufweist. Dabei
sind die Führungsnuten, wie an sich bekannt, nach außen offen, und zumindest ein Teil
der Führungsnuten ist durch eine die Öffnung dieser Führungsnuten abschließende Abdeckeinrichtung
abgedeckt. Ferner weisen die radial wirkenden Bremseinrichtungen zumindest je einen
ansteuerbaren, ortsfest angeordneten Bremszylinder auf, an dessen Kolbenstange ein
seitlich an das stabförmige Material anlegbarer Bremsklotz befestigt ist.
[0010] Vorzugsweise weisen die radial wirkenden Bremseinrichtungen, wie an sich bekannt,
zumindest je einen ansteuerbaren, ortsfest angeordneten Bremszylinder auf, an dessen
Kolbenstange ein seitlich an das stabförmige Material anlegbarer Bremsklotz befestigt
ist.
[0011] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel
unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 einen schematischen
Längsschnitt einer Vorrichtung gemäß der Erfindung, Fig. 2 einen schematischen Querschnitt
der Vorrichtung, und Fig. 3 in schematischer Darstellung einen Ausschnitt der Vorrichtung
im Bereich der Bremseinrichtung.
[0012] Die in den Fig. 1 bis 3 schematisch dargestellte Vorrichtung 1 dient zum Abbremsen
und geordneten Auswerfen von stabförmigem abgelängtem Material D, wobei das stabförmige
Material von einer Zuführeinrichtung kontinuierlich zugeführt wird. Die Zuführeinrichtung
kann beispielsweise aus einer Richt- und Schneideinrichtung bestehen, wobei die stabförmigen
Materialien von einem kontinuierlich zugeführten Materialstrang abgetrennt werden.
Das ausgeworfene stabförmige Material wird einer nachgeschalteten Weiterverarbeitungsanlage
geordnet zugeführt.
[0013] Im Rahmen der Erfindung kann das stabförmige Material beliebigen Querschnitt haben
und aus metallischen und nicht-metallischen Werkstoffen bestehen, wobei es jedoch
eine derart große Steifigkeit aufweisen muß, daß es in der erfindungsgemäßen Vorrichtung
nicht verformt wird. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel besteht das stabförmige
Material aus Stahldrähten mit rundem Querschnitt, wobei die Drahtoberfläche glatt
oder gerippt sein kann.
[0014] Die Stahldrähte D werden in der Einschußlinie X-X in Flußrichtung P1 der Vorrichtung
1 zugeführt. Die Vorrichtung 1 weist einen Träger 2 auf, der sich entlang der Einschußlinie
X-X erstreckt und ein- und auslaufseitig je eine Lagerung 3 bzw. 4 trägt. In den Lagerungen
3, 4 ist ein rohrförmig ausgebildeter Revolver 5 gelagert, dessen Längsachse parallel
zur Einschußlinie X-X verläuft, und der mit Hilfe einer Antriebseinrichtung 6 entsprechend
der Pfeilrichtung P2 drehbar ist. Die Antriebseinrichtung 6 weist bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel ein Getriebe 7 und einen ansteuerbaren Antriebsmotor 8 auf. Der
Revolver 5 wird entlang der Einschußlinie X-X von mehreren gleichmäßig verteilten
Stützrollen 9 unterstützt, die jeweils in einer auf einer ortsfesten Konsole 10 angeordneten
Zentrierung 11 drehbar gelagert sind.
[0015] Der Revolver 5 weist mehrere am Umfang verteilte, in Längsrichtung parallel zur Einschußlinie
X-X verlaufende Führungsnuten 12 auf, wobei eine Führungsnut 13 mit der Einschußlinie
X-X zusammenfällt und als Einschußkanal 13 definiert ist. Die Führungsnuten 12, 13
sind im Bereich der Stützrollen 9 unterbrochen und weisen an ihrem dem einlaufenden
Draht zugewandten Ende eine Einlaufschräge 14 auf, die verhindert, daß der in der
Einschußlinie X-X einlaufende Draht D hängenbleibt.
[0016] Zwischen den Konsolen 10 sind Abdeckrohre 15 angeordnet, die jeweils einlaufseitig
und auslaufseitig in den Zentrierungen 11 möglichst stoßfrei befestigt sind. Am Einlauf
und am Auslauf des Revolvers 5 sind die Abdeckrohre 15 in einer einlaufseitigen Rohrzentrierung
16 bzw. in einer auslaufseitigen Rohrzentrierung 16' befestigt. Die Abdeckrohre 15
umschließen den Revolver 5 und decken die Führungsnuten 12 derart ab, daß ein möglichst
kleiner Spalt zwischen den Innenwänden der Abdeckrohre 15 und dem Revolver 5 entsteht.
Der Spalt muß so klein sein, daß auch die dünnen Drähte sich nicht im Spalt verfangen
können. Die Anzahl und die Anordnung der Stützrollen 9 müssen daher derart auf die
Länge der Vorrichtung 1 abgestimmt werden, daß eine Durchbiegung des Revolvers 5 vermieden
wird und damit minimale Spaltbreiten zwischen den Innenwänden der Abdeckrohre 15 und
dem Revolver 5 gewährleistet werden.
[0017] Jedes Abdeckrohr 15 weist einen seitlich nach unten weisenden Längsschlitz 17 auf.
Im Bereich der Stoßstellen zwischen den einzelnen Abdeckrohren 15 ist jeweils eine
Bremseinrichtung 18 angeordnet, die durch eine im Bereich des Einschußkanals 13 vorhandene
Lücke in den Abdeckrohren 15 radial auf die Längsseite des Drahtes D wirkt und im
wesentlichen aus einem ansteuerbaren Bremszylinder 19 besteht. An den Kolbenstangen
20 der Bremszylinder 19 ist jeweils ein Bremsklotz 21 (Fig. 2) befestigt, der auf
den Draht D im Einschußkanal 13 wirkt.
[0018] Am Ende jeder Führungsnut 12, 13 ist eine zweistufige Dämpfungseinrichtung 22 angeordnet,
die koaxial auf den zugeführten Draht D bremsend wirkt. Hierbei weist die erste Dämpferstufe
eine weiche Dämpfungscharakteristik und die zweite nachgeschaltete Dämpferstufe eine
harte Dämpfungscharakteristik auf. Durch diese Ausführungsform eignet sich die Dämpfungseinrichtung
22 sowohl für Drähte mit niedriger als auch mit hoher kinetischer Energie. Die erste
weiche Dämpferstufe besteht im wesentlichen aus einer koaxial in der entsprechenden
Führungsnut 12, 13 angeordneten Druckstange 23, auf welche der Draht D auftritt und
die von einem Federelement 24 abgebremst wird. Wenn die Bremswirkung der ersten Dämpferstufe
nicht ausreicht, trifft das dem Draht D, D' abgewandte Ende der Druckstange 23 auf
die nachgeschaltete zweite, koaxial in der entsprechenden Führungsnut 12, 13 angeordnete
harte Dämpferstufe, die bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel als einstellbarer
hydraulischer Stoßdämpfer 25 ausgebildet ist. Die erste, weiche Dämpferstufe ist vor
allem bei Drähten mit dünnen Durchmessern wirksam, da eine harte Abbremsung die dünnen
Drähte bleibend deformieren würde.
[0019] Die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 arbeitet in folgender Weise:
[0020] Der Draht wird in Flußrichtung P1 entlang der Einschußlinie X-X vorgeschoben und
in den Einschußkanal 13 eingeschoben. In einer vorgeschalteten Schneideinrichtung
wird der Draht vom kontinuierlich vorgeschobenen Materialstrang abgetrennt. Sobald
der Schnitt erfolgt ist, wird der Revolver 5 mit Hilfe der Antriebseinrichtung 6 entsprechend
der Pfeilrichtung P2 so weit weitergedreht, bis die nächste Führungsnut 12 mit der
Einschußlinie X-X fluchtet. Gleichzeitig mit dem Beenden des Schnittes und dem Beginn
der Drehbewegung des Revolvers 5 werden die Bremszylinder 19 der radial wirkenden
Bremseinrichtungen 18 angesteuert, so daß die Kolbenstangen 20 ausfahren und die Bremsklötze
21 sich seitlich an den Draht D anlegen und diesen dabei abbremsen. Die Bremswirkung
dauert solange an, bis entweder der Draht D abgebremst ist oder der Draht D durch
die Drehung des Revolvers 5 aus dem Wirkungsbereich der Bremsklötze 21 gelangt, wobei
die erste Möglichkeit nur bei sehr kleinen Geschwindigkeiten zum Tragen kommt. Um
eine optimale, möglichst lang andauernde Bremswirkung zu erzielen und dadurch die
Geschwindigkeit des Drahtes D möglichst stark zu reduzieren, müssen die Bremsklötze
21 eine an die Bewegungsbahn des abzubremsenden Drahtes angepaßte und möglichst große,
in Drehrichtung P2 verlaufende Auflagefläche aufweisen. Der von den radial wirkenden
Bremseinrichtungen 18 noch nicht vollständig abgebremste Draht D' in den Führungsnuten
12 trifft auf die Druckstange 23 der ersten Dämpferstufe der koaxial wirkenden Dämpfungseinrichtung
22 und wird durch das Federelement 24 weiter abgebremst. Sollte der Draht D' immer
noch nicht zur Ruhe gekommen sein, schiebt der Draht D' die Druckstange 23 weiter
in Flußrichtung P1, bis die Druckstange 23 auf den Stoßdämpfer 25 in der zweiten Dämpferstufe
der koaxial wirkenden Dämpfungseinrichtung 22 trifft, wodurch der Draht D' endgültig
gestoppt wird.
[0021] Durch Drehung des Revolvers 5 entsprechend der Pfeilrichtung P2 gelangen die mit
Draht D' gefüllten Führungsnuten 12 nacheinander in eine Auswurfposition 26, in welcher
der offene Bereich der Längsschlitze 17 der Abdeckrohre 15 beginnt. In der Auswurfposition
ist die Führungsnut 26 des Revolvers 5 nicht mehr von den Abdeckrohren 15 abgedeckt,
so daß der Draht D" entsprechend der Pfeilrichtung P3 aufgrund der Schwerkraft nach
unten rollt und geführt von einer Auswurfschräge 27 an den Zentrierungen 11, 16, 16'
auf eine darunterliegende Sammeleinrichtung gelangt. Zur Unterstützung der Auswurfbewegung
des Drahtes D" und zum Abstreifen des Drahtes D" ist an jeder Konsole 10 eine Ablösekante
28 angeordnet.
[0022] Eine zusätzliche Auswerfeinrichtung ist auch vorgezehen, welche die Drähte D" aus
den Führungsnuten 26 auskämmt.
[0023] Zum Abstimmen der Drehbewegung des Revolvers 5 an die Produktionsgeschwindigkeit
der vorgeschalteten Zuführeinrichtung ist eine entsprechende Steuereinrichtung vorgesehen,
die außerdem die Bewegungen der radial wirkenden Bremseinrichtungen 18 und der Auswerfeinrichtung
steuert.
[0024] Es versteht sich, daß das dargestellte Ausführungsbeispiel im Rahmen des allgemeinen
Erfindungsgedankens verschiedentlich abgewandelt werden kann, insbesondere hinsichtlich
der Ausgestaltung der radial wirkenden Bremseinrichtung 18. Im Rahmen der Erfindung
ist es möglich, die Bremseinrichtung derart zu gestalten, daß sie auf Drähte in mehreren
Führungskanälen bremsend einwirken kann. Des weiteren ist es im Rahmen der Erfindung
möglich, Bremseinrichtungen vorzusehen, die mit Hilfe von mehreren, einen hohen Reibungswert
aufweisenden Bremsflächen radial von mehreren Seiten auf die Drähte bremsend einwirken.
[0025] Schließlich ist es im Rahmen der Erfindung möglich, daß die aus der Führungsnut 25
ausgeworfenen Drähte D" getrennt weitertransportiert und getrennt einer nachgeschalteten
Weiterverarbeitungseinrichtung zugeführt werden.
1. Vorrichtung zum Abbremsen und Auswerfen von stabförmigem Material (D), mit einer Zuführeinrichtung
zum kontinuierlichen Zuführen des stabförmigen Materials (D) entlang einer Einschußlinie
(X-X), mit einem Einschußkanal für das stabförmige Material (D) und mit einer Abbremseinrichtung,
wobei das stabförmige Material (D) quer zu seiner Längsrichtung aus der Einschußlinie
(X-X) mit Hilfe einer antreibbaren Einrichtung (5) förderbar ist, die einen mit der
Einschußlinie (X-X) fluchtenden, als Einschußkanal dienenden Führungskanal (13) und
zumindest einen weiteren Führungskanal (12, 26) zur Aufnahme des stabförmigen Materials
(D) aufweist, und wobei zumindest eine auf zumindest eine Längsseite des zugeführten
stabförmigen Materials (D) radial einwirkende, ansteuerbare Bremseinrichtung (18)
vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine auf das stabförmige Material (D) koaxial einwirkende, zumindest zweistufige
Bremseinrichtung (22) sowie eine ansteuerbare Einrichtung zum Auswerfen des stabförmigen
Materials (D) nach dem Abbremsen einzeln und seitlich quer zu seiner Längsrichtung
vorgesehen sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die koaxial wirkende Bremseinrichtung (22) aus zumindest zwei hintereinander geschalteten,
zusammenwirkenden Stufen besteht, wobei die in Flußrichtung (P1) gesehen erste Stufe
(23, 24) eine weiche Dämpfungscharakteristik und die zweite Stufe (25) eine harte
Dämpfungscharakteristik aufweisen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Stufe aus einer durch ein Federelement (24) abbremsbaren, koaxial mit der
Achse des abzubremsenden Materials (D) verlaufenden Druckstange (23) und die zweite
Stufe aus einem koaxial mit der Achse des abzubremsenden Materials (D) verlaufenden,
einstellbaren Stoßdämpfer (25) besteht, wobei die Druckstange (23) koaxial auf den
Stopfdämpfer (25) einwirkt.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gkeennzeichnet, daß, wie an sich bekannt, eine Kreisbahn zum Ausfördern des stabförmigen Materials (D)
aus der Einschußlinie (X-X) vorgesehen ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß, wie an sich bekannt, die Fördereinrichtung einen drehbar gelagerten (3, 4), runden,
mit Hilfe einer Antriebseinrichtung (6) antreibbaren (P2) Revolver (5) aufweist, der
mehrere, jeweils als Führungskanal dienende, am Umfang verteilte Führungsnuten (12,
13, 26) aufweist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnete daß die Führungsnuten (12, 13, 26), wie an sich bekannt, nach außen offen sind und daß
zumindest ein Teil der Führungsnuten (12, 13) durch eine die Öffnung dieser Führungsnuten
(12, 13) abschließende Abdeckeinrichtung (15) abgedeckt ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die radial wirkenden Bremseinrichtungen (18), wie an sich bekannt, zumindest je einen
ansteuerbaren, ortsfest angeordneten Bremszylinder (19) aufweisen, an dessen Kolbenstange
(20) ein seitlich an das stabförmige Material (D) anlegbarer Bremsklotz (21) befestigt
ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zum Auskämmen des abgebremsten, stabförmigen Materials (D) aus dem Führungskanal
(26) zumindest eine auf die Längsseite des stabförmigen Materials (D) wirkende, ortsfeste
Ablösekante (28) vorgesehen ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das abgebremste, stabförmige Material (D) entlang zumindest einer ortsfesten Auswurfschräge
(27) auswerfbar ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Revolver (5) entlang der Einschußlinie (X-X) durch mehrere Stützrollen (9) abgestützt
wird.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß zum Abstimmen der Drehbewegung (P2) des Revolvers (5) an die Produktionsgeschwindigkeit
der vorgeschalteten Zuführeinrichtung eine entsprechende Steuereinrichtung vorgesehen
ist, die außerdem die Bewegungen der Bremseinrichtungen (18) und einer etwaigen Auswerfeinrichtung
steuert.
1. Apparatus for braking and ejecting rod-like material (D), having a delivery device
for continuously delivering the rod-like material (D) along an insertion line (X-X),
having an insertion channel for the rod-like material (D) and having a braking device,
the rod-like material (D) being capable of being conveyed transversely to its longitudinal
direction out of the insertion line (X-X) by means of a driveable device (5) which
has a guide channel (13) aligned with the insertion line (X-X) and serving as an insertion
channel, and at least one further guide channel (12, 26) for receiving the rod-like
material (D), and at least one controllable braking device (18) which acts, radially
on at least one longitudinal side of the delivered rod-like material (D) being provided,
characterised in that an at least two-stage braking device (22) acting coaxially on the rod-like material
(D) and a controllable device for ejecting the rod-like material (D) after braking
individually and laterally transversely to its longitudinal direction are provided.
2. Apparatus according to claim 1, characterised in that the coaxially acting braking device (22) consists of at least two co-operating stages
one behind the other, the first stage (23, 24) seen in the direction of flow (P1)
having a soft damping characteristic and the second stage (25) having a hard damping
characteristic.
3. Apparatus according to claim 2, characterised in that the first stage consists of a plunger rod (23) brakable by a spring element (24)
and running coaxially with the axis of the material to be braked (D), and the second
stage consists of an adjustable shock absorber (25) running coaxially with the axis
of the material to be braked (D), the plunger rod (23) acting coaxially on the shock
absorber (25).
4. Apparatus according to any of claims 1 to 3, characterised in that, as is known in the art, a circular path is provided for discharging the rod-like
material (D) from the insertion line (X-X).
5. Apparatus according to claim 4, characterised in that, as is known in the art, the conveying device has a rotatably mounted (3, 4), round
turret (5) which can be driven (P2) by means of a driving device (6) and which has
several guide grooves (12, 13, 26) distributed over the circumference and each serving
as a guide channel.
6. Apparatus according to claim 5, characterised in that the guide grooves (12, 13, 26), as is known in the art, open to the outside and in that at least some of the guide grooves (12, 13) are covered by a cover device (15) which
closes off the opening of these guide grooves (12, 13).
7. Apparatus according to any of claims 1 to 6, characterised in that the radially acting braking devices (18), as is known in the art, each comprise at
least one controllable, stationarily mounted braking cylinder (19) to the piston rod
(20) of which is attached a brake block (21) which can be applied laterally to the
rod-like material (D).
8. Apparatus according to any of claims 1 to 7, characterised in that, for combing the braked, rod-like material (D) out of the guide channel (26), at
least one stationary release edge (28) acting on the longitudinal side of the rod-like
material (D) is provided.
9. Apparatus according to any of claims 1 to 8, characterised in that the braked, rod-like material (D) can be ejected along at least one stationary ejection
ramp (27).
10. Apparatus according to any of claims 5 to 9, characterised in that the turret (5) is supported by several support rollers (9) along the insertion line
(X-X).
11. Apparatus according to any of claims 1 to 10, characterised in that, for adjusting the rotary movement (P2) of the turret (5) to the production speed
of the delivery device in front, a corresponding control device is provided, which
further controls the movements of the braking devices (18) and any ejection device.
1. Appareil de freinage et échappement d'articles en forme de tiges (D), avec un dispositif
d'alimentation pour l'alimentation en continu de l'article en forme de tiges (D) le
long d'une ligne d'injection (X-X), avec un canal d'injection pour l'article en forme
de tiges (D) et avec un dispositif de freinage, l'article en forme de tiges (D) pouvant
être acheminé en oblique par rapport à sa direction longitudinale à partir de la ligne
d'injection (X-X) à l'aide d'un dispositif (5) pouvant être entraîné, qui présente
un canal de guidage (13) servant de canal d'injection, en alignement avec la ligne
d'injection (X-X) et au moins un autre canal de guidage (12, 26) pour loger l'article
en forme de tiges (D), et étant prévu au moins un dispositif de freinage (18) pouvant
être commandé, agissant radialement sur au moins une face longitudinale de l'article
en forme de tiges (D) alimenté, caractérisé en ce qu'un dispositif de freinage (22) à deux étages au moins, agissant coaxialement sur l'article
en forme de tiges (D) ainsi qu'un dispositif pouvant être commandé pour l'échappement
de l'article en forme de tiges (D) après le freinage sont prévus individuellement
et latéralement à l'oblique de sa direction longitudinale.
2. Appareil selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de freinage (22) agissant coaxialement se compose d'au moins deux étages
placés l'un derrière l'autre, agissant conjointement, le premier étage (23, 24) vu
en direction de circulation (P1) présentant une caractéristique souple d'amortissement
et le second étage (25) présentant une caractéristique dure d'amortissement.
3. Appareil selon la revendication 2, caractérisé en ce que le premier étage se compose d'une tige de pression (23) passant coaxialement avec
l'axe de l'article à freiner (D), pouvant être freinée par un élément à ressort (24),
et le second étage se compose d'un amortisseur (25) réglable, passant coaxialement
avec l'axe de l'article à freiner (D), la tige de pression (23) agissant coaxialement
sur l'amortisseur (25).
4. Appareil selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'est prévue, de manière connue en soi, une voie circulaire pour sortir l'article en
forme de tiges (D) de la ligne d'injection (X-X).
5. Appareil selon la revendication 4, caractérisé en ce que le dispositif de transport, de manière connue en soi, présente un barillet (5) rond,
logé de manière rotative (3, 4), pouvant être entraîné (P2) à l'aide d'un dispositif
d'entraînement (6), barillet qui présente plusieurs rainures de guidage (12, 13, 26)
réparties sur le pourtour, servant respectivement de canal de guidage.
6. Appareil selon la revendication 5, caractérisé en ce que les rainures de guidage (12, 13, 26), de manière connue en soi, sont ouvertes vers
l'extérieur et en ce qu'au moins une partie des rainures de guidage (12, 13) est recouverte par un dispositif
de couverture (15) refermant l'ouverture de ces rainures de guidage (12, 13).
7. Appareil selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les dispositifs de freinage (18) agissant radialement, de manière connue en soi,
présentent au moins respectivement un vérin de freinage (19) pouvant être piloté,
placé fixement, à la tige de piston (20) duquel est fixé un sabot de frein (21) pouvant
être placé latéralement sur l'article en forme de tiges (D).
8. Appareil selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que, pour sortir l'article en forme de tiges (D) freiné hors du canal de guidage (26)
est prévue au moins une arête d'extraction (28) fixe, agissant sur la face longitudinale
de l'article en forme de tiges (D).
9. Appareil selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'article freiné en forme de tiges (D), peut-être éjecté le long d'au moins une pente
d'éjection fixe (27).
10. Appareil selon l'une quelconque des revendications 5 à 9, caractérisé en ce que le barillet (5) est maintenu le long de la ligne d'injection (X-X) par plusieurs
rouleaux de maintien (9).
11. Appareil selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que, pour adapter le mouvement rotatif (P2) du barillet (5) à la vitesse de production
du dispositif d'alimentation installé en amont, est prévu un dispositif correspondant
de commande, qui commande en outre les mouvements des appareils de freinage (18) et
d'un quelconque dispositif d'éjection.

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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