[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Behandlung metallischer Oberflächen,
die aus Zink, Magnesium oder Aluminium oder aus den Legierungen- des Zinks, des Magnesiums
oder des Aluminiums bestehen und auf die nach der Behandlung Lacke, Kunststoffschichten,
Anstriche, Dichtungsmassen oder Klebstoffe aufgebracht werden.
[0002] Es ist bekannt, daß die Korrosion von polymerbeschichteten, metallischen Oberflächen
auf elektrochemische Reaktionen an der Phasengrenze Metall /Polymer zurückzuführen
ist. Bei vielen in der Technik angewendeten Beschichtungsverfahren werden daher Mecalloberflächen
vor dem Auftragen einer Lack- oder Kunststoffschicht mit einer anorganischen Konversionsschicht
(z.B. Zinkphosphat) überzogen. Durch Konversionsbehandlung mittels schichtbildender
Phosphatierung oder Chromatierung wird die metallische Oberfläche passiviert und für
die sich meist anschließende Beschichtung mit einem Lack oder mit einem Kunststoff
vorbereitet.
[0003] Die Konversionsbehandlung von Aluminiumoberflächen erfolgt auch heute noch durch
Gelbchromatierung, wobei eine saure Chromatlösung mit einem pH-Wert von 1 bis 2 verwendet
wird, durch die sich auf dem Aluminium eine Schutzschicht ausbildet. Die Schutzschicht
besteht aus einem unlöslichen
Aluminium-Chrom-(III)-Mischoxid und bewirkt die hohe Passivität der Oberfläche gegen
Korrosion. Der in der Oxidschicht deponierte Restgehalt unverbrauchter Chromationen
bewirkt zusätzlich einen Selbstheilungseffekt bei einer beschädigten Lack- oder Kunststoffbeschichtung.
Die Gelbchromatierung von Aluminiumoberflächen hat allerdings den Nachteil, daß sie
gegenüber einer Lack- und Kunststoffschicht nur unzureichende haftungsvermittelnde
Eigenschaften aufweist. Es kommt hinzu, daß Chromationen aus freibewitterten Schichten
in nachteiliger Weise ausgewaschen werden.
[0004] Als Alternative zur Chromatierung wurde ein Verfahren entwickelt, daß mit Zirkonsalzen,
Fluoriden, Phosphaten und organischen Polymeren (z.B. Polyacrylate und Polyvinylalkohole)
arbeitet. Mit diesem Verfahren werden auf Aluminiumoberflächen Schichten gebildet,
die dem Substrat einen gewissen Korrosionsschutz und ein recht gutes Haftungsvermögen
für Lack- und Kunststoffbeschichtungen verleihen. Allerdings ist der erzielte Korrosionsschutz
nicht immer befriedigend.
[0005] Es hat auch nicht an Versuchen gefehlt, metallische Oberflächen aus Zink, Magnesium,
Aluminium und deren Legierungen durch Behandlung mit organischen Substanzen für das
Aufbringen von Lack- und Kunststoffbeschichtungen optimal auszurüsten.
[0006] So ist aus der
DE-A 31 37 525 ein Verfahren zur Korrosionshemmung in einem wässrigen System bekannt, bei dem das
wässrige System wenigstens ein wasserlösliches anorganisches Nitrit und wenigstens
eine organische Diphosphonsäure oder wenigstens ein Salz der Diphosphonsäure enthält.
Die Diphosphonsäure liegt im wässrigen System mit einer Konzentration von 0,1 bis
20 ppm vor. Mit dem bekannten wässrigen System sollen insbesondere Korrosionsprobleme
in Kühlsystemen vermieden werden. Im wässrigen System sind besonders die Hydroxyethylidendiphosphonsäure
und deren anorganische Salze bevorzugt.
[0007] Aus der
EP-A 0 012 909 ist bekannt, daß Benzimidazolyl-2-alkan-phosphonsäuren und deren Salze eine ausgeprägte
korrosionsinhibierende Wirkung haben und als Korrosionsinhibitoren verwendet werden
können. Zur Korrosionsinhibition können sie einzeln, untereinander kombiniert oder
zusammen mit anderen bekannten Korrosionsinhibitoren eingesetzt werden. Die Verbindungen
werden zur Korrosionsinhibition im allgemeinen wässrigen, wässrig-alkoholischen, alkoholischen
und/oder ölhaltigen Medien zugesetzt. Beispielsweise können sie als Korrosionsinhibitoren
in Wärmeträgern von Kühl- oder Heizkreisläufen, Kühlschmierstoffen, Mineralölen oder
Sparbeizen eingesetzt werden. Durch Zusatz der Verbindungen und/oder deren Salzen
zu den genannten Medien oder Kreislaufflüssigkeiten wird die Korrosion von Metallen,
insbesondere von Kupfer und dessen Legierungen, verhindert. Die Benzimidazolyl-2-alkan-phosphonsäuren
enthalten eine Phosphonsäuregruppe, einen geradkettigen oder verzweigten, gesättigten
oder ungesättigten, bivalenten, ggf. substituierten Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis
15 Kohlenstoffatomen und einen substituierten Benzimidazolrest, wobei der geradkettige
oder verzweigte Kohlenwasserstoffrest und der Benzimidazolrest über die Position 2
des Benzimidazolrestes miteinander verknüpft sind.
[0008] Aus der
US-A 4 351 675 ist eine wäßrige Lösung zur Behandlung von Zink, Zinklegierungen oder Cadmium bekannt,
die Salpetersäure, ein Oxidationsmittel (H
2O
2, Nitrat, Nitrit, Chlorat) und eine Diphosphonsäure enthält, wobei die beiden Phosphonsäuregruppen
über ein Kohlenstoffatom miteinander verbunden sind, das außerdem eine OH-Gruppe und
einen Alkylyrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen aufweist.
[0009] DE-AS 1 013 814 lehrt Einkomponenten-Reaktionsgrundierlösungen (Einkomponenten-"Wash-Primer") für
die Verbesserung der Bedruckbarkeit von Aluminiumfolien, die neben hydroxylgruppenhaltigem
acetalisierten Kunstharz als Bindemittel eine oder zwei sauerstoffhaltige anorganische
Säuren in hydroxylgruppenhaltigen Lösungsmitteln und 0,1 bis 5 % eines Zusatzes von
organischen hydroxylgruppenhaitigen Säuren oder Estem wie z.B. von Oxybuttersäure
oder Weinsäure enthalten.
[0010] Schließlich ist aus der
US-A 5 059 258 ein Verfahren bekannt, bei dem zunächst auf einem Aluminiumsubstrat bei einem pH-Wert
von 2 bis 14 eine Schicht aus Aluminiumhydroxid erzeugt wird und bei dem danach auf
der Aluminiumhydroxidschicht durch Behandlung mit einer organischen Phosphinsäure
oder einer organischen Phosphonsäure eine weitere Schicht abgeschieden wird. Der organische
Rest der Phosphin- und Phosphonsäure enthält jeweils 1 bis 10 organische Gruppen und
1 bis 30 C-Atome. Im Molekül der organischen Phosphin- und Phosphonsäuren sind 1 bis
10 Phosphin- und Phosphonsäure-Gruppen enthalten. Zur Erzeugung der Hydroxidschicht
wird eine wäßrige Lösung verwendet, in der Amine, Aminalkohole, Alkalihydroxide, Erdalkalihydroxide,
Alkalicarbonate. Alkalihydrogencarbonate oder Ammoniak enthalten sind.
[0011] Zur Erzeugung der zweiten Schicht wird eine Lösung verwendet, in der die Phosphin-
und Phosphonsäuren in einer Konzentration von 0,001 mol/l bis zur Sättigungskonzentration
vorliegen und die als Lösungsmittel Wasser, einen Alkohol oder ein organisches Lösungsmittel
enthält. Die Phosphin- und Phosphonsäuren enthalten als organische Gruppen beispielsweise
aliphatische Kohlenwasserstoffe, aromatische Kohlenwasserstoffe, organische Säuren,
Aldehyde, Ketone, Amine, Amide, Thioamide, Imide, Lactame, Aniline, Piperidine, Pyridine,
Kohlehydrate, Ester, Lactone, Ether, Alkene, Alkohole, Nitrile, Oxime, Silikone, Harnstoffe,
Thioharnstoffe, perfluorierte organische Gruppen, Silane und Kombinationen dieser
Gruppen. Die zweite Schicht soll auf dem Substrat insbesondere als guter Haftvermittler
für Lack- und Kunststoffbeschichtungen sowie für Anstriche wirken.
[0012] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu schaffen, gemäß dem metallische
Oberflächen, die aus Zink, Magnesium oder Aluminium oder aus den Legierungen des Zinks,
des Magnesiums oder des Aluminiums bestehen, behandelt werden, um den metallischen
Oberflächen insbesondere ein gutes Haftungsvermögen für Lacke, Kunststoffschichten,
Anstriche, Dichtungsmassen und Klebstoffe zu verleihen und die metallischen Oberflächen
gegen Korrosion zu schützen.
[0013] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die metallischen
Oberflächen bei 10 bis 100°C durch Tauchen, Spritzen oder Walzen mit einer wäßrigen
Lösung behandelt werden, die einen pH-Wert von 2 bis 13 hat und 10
-5 bis 1 mol/l einer oder mehrerer Verbindungen. des Typs XYZ enthält, wobei Y eine
unverzweigte geradkettige Alkyl-Gruppe mit 10 bis 20 C-Atomen ist, wobei X eine COOH-,
HSO
3-, HSO
4-, (OH)
2 PO-, (OH)
2PO
2-, (OH) (OR')POoder (OH) (OR')PO
2- Gruppe ist, wobei Z eine OH-, SH-, NH
2-, NHR'-, CN-, CH = CH
2-, OCN-, Epoxy-, CH
2=CR"-COO-, Acrylsäureamid-, (OH)
2 PO-, (OH)
2 PO
2-, (OH) (OR') PO- oder (OH) (OR') PO
2 -Gruppe ist und wobei R' eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 C-Atomen ist, wobei R" ein
H-Atom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 C-Atomen ist, und wobei die Gruppen X und
Z an die Gruppe Y jeweils in deren Endstellung gebunden sind, wobei die wäßrige Lösung
nicht als Kunstharz enthaltende Reaktionsgrundierlösung (Einkomponenten-"Wash-Primer")
auf Aluminiumfolien verwendet wird.
[0014] Die Wirkung des erfindungsgemäßen Verfahrens beruht auf der Fähigkeit der Verbindungen
XYZ, sich spontan zu organisieren und auf metallischen Oberflächen sehr dünne, geschlossene
Filme auszubilden, wobei insbesondere eine Orientierung der sauren Gruppen in Richtung
der metallischen Oberfläche erfolgt und zwischen den auf der metallischen Oberfläche
befindlichen Hydroxylgruppen sowie den sauren Gruppen der Verbindung XYZ eine chemische
Bindung entsteht. Die Struktur der Verbindungen XYZ wurde erfindungsgemäß so gewählt,
daß sich sowohl eine reaktive Anbindung des dünnen Films an die Metalloberfläche als
auch an die Matrix von Lacken, Kunststoffbeschichtungen, Anstrichen, Dichtungsmassen
und Klebstoffen ergibt. Die geradkettige organische Gruppe Y wirkt als "Abstandhalter"
zwischen den Gruppen X und Z; sie verleiht der Verbindung XYZ quasi die Eigenschaften
eines Tensids, da die organische Gruppe Y hydrophobe Eigenschaften aufweist. Die Gruppe
Z verleiht der beschichteten Oberfläche eine gute Benetzbarkeit und Reaktivität gegenüber
Lacken, Kunststoffbeschichtungen, Anstrichen, Dichtungsmassen und Klebstoffen. Wenn
auf die dünnen Filme Lacke, Kunststoffbeschichtungen, Anstriche, Dichtungsmassen und
Klebstoffe aufgebracht werden, bleiben die vorteilhaften Eigenschaften der dünnen
Filme auch unter der Einwirkung korrosiver Medien erhalten, so daß die metallischen
Oberflächen gegen Korrosion geschützt sind. Die reaktive Gruppe Z sollte insbesondere
auf die einzelnen Lacke abgestimmt sein.
[0015] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß in der wäßrigen Lösung
0,1 bis 50 % des Wassers durch einen Alkohol mit 1 bis 4 C-Atomen, durch Aceton, durch
Dioxan oder durch Tetrahydrofuran ersetzt sind. Diese organischen Lösungsmittel bewirken
eine höhere Löslichkeit der Verbindungen XYZ, bei denen es sich in der Regel um größere
Moleküle handelt, deren Löslichkeit in reinem Wasser nicht sehr hoch ist. Andererseits
enthält die Lösung immer eine große Menge an Wasser, so daß auch bei Anwesenheit organischer
Lösungsmittel noch von einem wäßrigen System gesprochen werden kann.
[0016] Nach der Erfindung ist es besonders vorteilhaft, wenn die wäßrige Lösung eine oder
mehrere Verbindungen des Typs XYZ in einer Konzentration enthält, die im Bereich der
kritischen Mizellbildungskonzentration liegt. Die kritische Mizellbildungskonzentration
cmc ist eine für das jeweilige Tensid charakteristische Konzentration, bei der die
Aggregation der Tensidmoleküle zu Mizellen einsetzt. Die Aggregation ist reversibel.
Unterhalb der cmc, d. h. beim Verdünnen der Lösungen, zerfallen die Mizellen wieder
in monomere Tensidmoleküle. Der Zahlenwert der cmc hängt für jedes Tensid von seiner
Konstitution sowie von äußeren Parametern, wie Ionenstärke, Temperatur und Konzentration
von Additiven, ab. Als Methoden zur Bestimmung der cmc eignen sich u. a. Oberflächenspannungsmessungen.
Dabei wird mit Hilfe der Ring- oder Plattenmethode die Oberflächenspannung δ einer
Tensidlösung in Abhängigkeit von ihrer Konzentration c bei konstanter Temperatur bestimmt.
Die cmc erkennt man als Knickpunkt in der Meßkurve δ = f (lg c). Beispiele zur Bestimmung
der cmc verschiedener Tenside finden sich in "Die Tenside" Hrsg. v. Kosswig und Stache,
Carl Hanser Verlag, München, Wien, 1993.
[0017] Nach der Erfindung hat es sich besonders bewährt, wenn die wäßrige Lösung einen Entschäumer
und/oder einen Lösungsvermittler jeweils in einer Menge von 0,05 bis 5 Gew.-% enthält.
Der Entschäumer erleichtert die Handhabung der erfindungsgemäßen Lösung, die aufgrund
der Tensideigenschaften der Verbindungen XYZ zur Schaumbildung neigt. Der Lösungsvermittler
begrenzt in vorteilhafter Weise die Verwendung organischer Lösungsmittel und begünstigt
die Verwendung von reinem Wasser. Sowohl als Entschäumer als auch als Lösungsvermittler
können beispielsweise Aminoalkohole verwendet werden.
[0018] Nach der Erfindung hat es sich in einigen Fällen bewährt, wenn die Verbindungen des
Typs XYZ in der wäßrigen Lösung als Salze vorliegen. Die Salze sind in der Regel besser
löslich als die Verbindungen selbst, und außerdem sind die gelösten Salze sehr stabil,
so daß die Handhabung der erfindungsgemäßen Lösung durch die Verwendung der Salze
der Verbindungen XYZ verbessert wird. In der Praxis werden insbesondere die Natrium-
und Kaliumsalze eingesetzt.
[0019] Gemäß der Erfindung ist Y eine unverzweigte, geradkettige Alkylgruppe mit 10 bis
20 C-Atomen. Alle erfindungsgemäßen Gruppen Y sind also durch eine geradkettige, unverzweigte
Molekülstruktur gekennzeichnet, die bestens geeignet ist, als "Abstandhalter" zwischen
den Gruppen X und Z zu wirken. Die Gruppen Y können also erfindungsgemäß folgende
Struktur haben:
- a) X-(CH2)m -Z; m = 10 bis 20
[0020] Nach der Erfindung ist es besonders vorteilhaft, wenn Y eine unverzweigte, geradkettige
Alkylgruppe mit 10 bis 12 C-Atomen ist. Diese Gruppen Y verleihen den erfindungsgemäßen
Verbindungen XYZ sehr gute haftvermittelnde Eigenschaften für Lacke und andere organische
Beschichtungen. Ferner ist es besonders vorteilhaft, wenn X eine (OH)
2PO
2- oder (OH)(OR')PO
2-Gruppe ist und wenn Z eine (OH)
2PO
2-, (OH)(OR')PO
2-, OH-, SH-, NHR'-, CH=CH
2- oder CH
2=CR"-COO-Gruppe ist. Verbindungen des Typs XYZ, die mit den vorgenannten Gruppen X
und Z ausgestattet sind, haben ebenfalls gute haftvermittelnde Eigenschaften für Lacke
und Kunststoffbeschichtungen und gehen darüber hinaus mit den metallischen Oberflächen
eine feste chemische Bindung ein.
[0021] Wäßrige Lösungen, welche die nachfolgend genannten Verbindungen des Typs XYZ enthalten,
haben sehr gute haftvermittelnde und korrosionshemmende Eigenschaften: 1-Phosphonsäure-12-mercaptododecan,
1-Phosphonsäure-12-(N-ethylamino)dodecan, 1-Phosphonsäure-12-Dodecen, 1,10-Decandiphosphonsäure,
1,12-Dodecandiphosphonsäure, 1-Phosphorsäure-12-Hydroxvdodecan, 1-Phosphorsäure-12(N-ethylamino)dodecan,
1-Phosphorsäure-12-mercaptododecan, 1,10-Decandiphosphorsäure, 1,12-Dodecandiphosphorsäure,
1-Phosphorsäure-12-Acryloyldodecan. Diese Verbindungen gehen mit den metallischen
Oberflächen über die Phosphon- und Phosphorsäure-Gruppe eine Bindung ein und wirken
sowohl durch ihre aliphatische Gruppe als auch durch ihre funktionelle Gruppe Z als
Haftvermittler gegenüber den verschiedenen organischen Bestandteilen der Lacke, der
Kunststoffbeschichtungen, der Anstriche, der Dichtungsmassen und der Klebstoffe.
[0022] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die wäßrige Lösung durch
das an sich bekannte Tauchen, Spritzen oder Walzen bei 10 bis 100°C auf die metallischen
Oberflächen aufgebracht wird, wobei die Tauchzeit 5 Sekunden bis 20 Minuten, die Spritzzeit
5 Sekunden bis 15 Minuten und die Walzzeit 2 bis 120 Sekunden beträgt. Es hat sich
gezeigt, daß auf den metallischen Oberflächen ein dünner Film entsteht, wenn die wäßrige
Lösung durch Tauchen, Spritzen oder Walzen aufgebracht wird, wobei eine Spülung der
behandelten metallischen Oberflächen nicht unbedingt erforderlich ist, aber vorteilhaft
sein kann.
[0023] Nach der Erfindung ist vorgesehen, daß die metallischen Oberflächen vor dem Aufbringen
der wäßrigen Lösung alkalisch und/oder sauer gebeizt sowie danach mit Wasser gespült
werden. Das verwendete Wasser kann entsalzt oder nicht entsalzt sein. Die aus Zink,
Magnesium, Aluminium und deren Legierungen bestehenden metallischen Oberflächen sind
stets von oxidischen Schichten bedeckt und zusätzlich durch die oberflächliche Adsorption
von Kohlendioxid, Wasser und/oder Kohlenwasserstoffen kontaminiert. Diese kontaminierten
Deckschichten sind nicht in der Lage, Lacke, Kunststoffbeschichtungen, Anstriche,
Dichtungsmassen und Klebstoffe dauerhaft zu binden und einen langfristigen Korrosionsschutz
zu gewährleisten. Daher werden die metallischen Oberflächen in der erfindungsgemäßen
Weise vor der Behandlung mit der wäßrigen Lösung gereinigt.
[0024] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die metallischen Oberflächen,
auf welche die wäßrige Lösung durch Tauchen oder Spritzen aufgebracht wurde, danach
mit Wasser gespült und gegebenenfalls im Stickstoff- oder Luftstrom getrocknet werden,
wobei die Temperatur des Stickstoff- oder Luftstroms 15 bis 150°C beträgt. Durch das
Spülen und Trocknen wird die Ausbildung des dünnen Films auf den metallischen Oberflächen
nicht behindert. Das zum Spülen verwendete Wasser kann entsalzt oder nicht entsalzt
sein.
[0025] Es ist besonders vorteilhaft, wenn das erfindungsgemäße Verfahren zur Behandlung
metallischer Oberflächen eingesetzt wird, auf die anschließend ein kathodischer oder
anodischer Elektrotauchlack, ein Pulverlack, ein Coil-Coating-Lack, ein lösungsmittelarmer
High-Solid-Lack oder ein mit Wasser verdünnter Lack aufgebracht wird. Bei allen Lackierverfahren
hat sich die Vorbehandlung der metallischen Oberflächen mit der erfindungsgemäßen
wäßrigen Lösung besonders bewährt.
[0026] Der Gegenstand der Erfindung wird nachfolgend anhand meherer Ausführungsbeispiele
näher erläutert:
Beispiel 1:
Verfahren
[0027] Als Substrat werden Bleche verwendet, die aus der Legierung AlMg1 bestehen.
a) Tauchverfahren
[0028] Zunächst werden die Bleche bei Raumtemperatur während 3 Minuten in eine alkalische
Beizlösung getaucht, die 32 g/l NaOH und 8 g/l Na
2CO
3 enthält. Anschließend wird mit entsalztem Wasser gespült. Danach werden die alkalisch
gebeizten Bleche während 3 Minuten bei 40°C in eine saure Beizlösung getaucht, die
10 g/l H
2 SO
4 und 33 g/l H
2 O
2 enthält. Anschließend wird mit entsalztem Wasser gespült. Schließlich werden die
gebeizten Bleche bei 40°C während 3 Minuten in die erfindungsgemäße wässrige Lösung
getaucht, welche die erfindungsgemäße Verbindung XYZ in einer Konzentration von ca.
10
-3 mol/l enthält. Anschließend erfolgt eine Spülung mit entsalztem Wasser und eine Trocknung
bei Raumtemperatur im Stickstoffstrom.
b) Spritzverfahren
[0029] Die Bleche werden zunächst bei 65°C während 10 Sekunden mit einer alkalischen Beizlösung
besprüht, die 10 g/l Bonder V338M® enthält. Anschließend werden die Bleche durch Besprühen
mit Wasser gespült. Danach werden die alkalisch gebeizten Bleche bei 50°C während
30 Sekunden mit einer sauren Beizlösung besprüht, die 16 g/l Bonder V450M® enthält.
Anschließend werden die gebeizten Bleche durch Besprühen mit entsalztem Wasser gespült.
Schließlich werden die Bleche mit der erfindungsgemäßen wässrigen Lösung bei 40°C
während 30 Sekunden besprüht. Es folgt eine Spülung mit entsalztem Wasser und eine
Trocknung im Luftstrom bei Raumtemperatur. Die erfindungsgemäße Verbindung XYZ liegt
in der wässrigen Lösung in einer Konzentration von ca. 10
-3 mol/l vor.(® eingetragene Marke der Metallgesellschaft AG, Frankfurt/Main, DE)
c) Walzverfahren (Rollcoating)
[0030] Zunächst werden die Bleche entsprechend dem Spritzverfahren alkalisch und sauer gebeizt
sowie gespült. Anschließend wird die erfindungsgemäße wässrige Lösung auf die Bleche
während zwei Sekunden bei Raumtemperatur aufgewalzt, wobei die Walze mit 25 U/Minute
gefahren wird. In der erfindungsgemäßen wässrigen Lösung liegt die Verbindung XYZ
in einer Konzentration von ca. 10
-3mol/l vor. Nach dem Aufwalzen der wässrigen Lösung werden die Bleche im Umluftofen
bei 105°C getrocknet.
d) Verbindungen des Typs XYZ
[0031] Zur Durchführung der Verfahrensvarianten wurden u. a. wässrige Lösungen verwendet,
die folgende Verbindungen XYZ enthielten:
1-Phosphonsäure-12-(N-ethylamino)-dodecan
1-Phosphorsäure-12-Hydroxydodecan
1,12-Dodecandiphosphonsäure
e) Lackierverfahren
[0032] Die mit der erfindungsgemäßen wässrigen Lösung behandelten Bleche wurden nach verschiedenen
Verfahren lackiert. Es wurde sowohl ein kathodischer Elektrotauchlack als auch ein
Pulverlack als auch ein Polyesterlack verwendet. Der Elektrotauchlack wurde bei einer
Spannung von ca. 250 Volt auf den Blechen elektrolytisch abgeschieden und anschließend
während 22 Minuten bei 180°C getrocknet. Der Pulverlack wurde auf die Bleche durch
elektrostatisches Sprühen aufgebracht und anschließend bei 200°C während 10 Minuten
getrocknet. Das Polyesterlack-System bestand aus einem Primer und einem Decklack.
Beide Komponenten wurden auf die Bleche durch Rakeln aufgebracht. Der Primer hatte
eine Schichtdicke von 5 µm, während der Decklack eine Schichtdicke von 25 µm aufwies.
Die Einbrenntemperaturen betrugen für den Primer 216°C und für den Decklack 241°C.
Beispiel 2:
Prüfungsergebnisse
[0033] In der nachfolgenden Tabelle sind die Prüfungsergebnisse enthalten, die bei Verwendung
unterschiedlicher erfindungsgemäßer Substanzen gemessen wurden. Die Substanzen lagen
in den erfindungsgemäßen Lösungen in einer Konzentration von ca. 10
-3 mol/l vor. Der mit Essigsäure verstärkte Salzsprühtest ESS zeigt, daß die erfindungsgemäß
hergestellten dünnen Filme einen sehr guten Unterwanderungsschutz gegenüber den Vergleichsblechen
gewährleisten; von den Vergleichsblechen ist nur das chromatierte Blech ausreichend
gegen Korrosion geschützt. Der T-Bend-Test, der unter der T
0 -Bedingung durchgeführt wurde, sowie der Gitterschnitt mit Erichsentiefung zeigen,
daß die Lackhaftung auf den erfindungsgemäß behandelten Blechen besser ist als auf
den Vergleichsblechen. Insgesamt sind also die mit der Erfindung erzielten Ergebnisse
überraschend gut, da sie dem mit der Chromatierung erzielten Ergebnis bezüglich der
Korrosionsbeständigkeit gleichwertig und bezüglich der Lackhaftung deutlich überlegen
sind.
[0034] Durch winkelabhängige Röntgenphotoelektronenspektroskopie (ARXPS) wurde die Orientierung
der Moleküle der Verbindungen des Typs XYZ bestimmt. Durch die sehr begrenzte Ausdringtiefe
der charakteristischen Photoelektronen ermöglicht die winkelaufgelöste Röntgenphotoelektrospektroskopie
in Abhängigkeit vom Winkel α eine unterschiedliche Informationstiefe der Spektraldaten.
So liegt die Informationstiefe bei kleinen Winkeln im Bereich von ca. 1 nm und bei
größeren Winkeln im Bereich bis ca. 10 nm. Dies erlaubt es, die Orientierung der Moleküle
zu bestimmen. Diese Methode ist zum Beispiel in der Veröffentlichung von
Briggs, Practical Surface Analysis, 1990, Wiley & Sons, Chichester, beschrieben. Figur 1 zeigt das Röntgenphotoelektronenspektrum des 1-Phosphorsäure-12-(N-ethylamino)-dodecans
auf der Legierung AlMg1, in dem das XPS-Intensitätsverhältnis N/P in Abhängigkeit
vom Winkel α dargestellt ist, wobei N die Intensität des Nls-Peaks der Aminogruppe
und P der P2s-Peak der Phosphorsäuregruppe ist und wobei die Abkürzung XPS für den
Begriff Röntgenphotoelektronenspektroskopie steht. Das Spektrum beweist, daß die Phosphorsäuregruppe
an die Metalloberfläche anbindet und die Aminogruppe von der Metalloberfläche abgewandt
ist.
Tabelle
| Verbindung |
T-Bend-Test (TO) Abgeplatzte Fläche nach LPV 75 [%] |
ESS-Test nach DIN 50021 ESS Unterwanderung |
Gitterschnitt mit Erichsentiefung nach ISO 1520 |
Filiform-TestnachDIN 65472 [mm] |
| ADPS |
1 |
< 1 |
0 |
-- |
| AUDS |
10 |
1 |
0 |
-- |
| HDLS |
10 |
1 |
0 |
-- |
| HDPS |
10 |
< 1 |
-- |
< 1 |
| DDPS |
0 |
< 1 |
0 |
< 1 |
| Vergleichs blech |
|
|
|
|
| O |
100 |
8 |
0 |
5 |
| G |
85 |
4 |
5 |
4 |
| P |
10 |
3 |
1 |
< 1 |
| C |
25 |
< 1 |
2 |
< 1 |
| ADPS C2 H5 NH- (CH2 )12 -PO(OH)2 |
| AUDS = NH2 - (CH2)10 -COOH |
| HDLS = OH-(CH2)11-COOH |
| HDPS = (OH)2 PO2 - (CH2 ) 12 -OH |
| DDPS= (OH)2 PO- (CH2)12-PO (OH)2 |
| O = AlMg1 Originalblech |
| G = AlMg1, alkalisch/sauer gebeizt |
| P = AlMg1, phosphatiert |
| C = AlMg1, chromatiert |
| LPV = Labor-Pruf-Vorschriften, betriebsintern |
1. Verfahren zur Behandlung metallischer Oberflächen, die aus Zink, Magnesium oder Aluminium
oder aus den Legierungen des Zinks, des Magnesiums oder des Aluminiums bestehen und
auf die nach der Behandlung Lacke, Kunststoffschichten, Anstriche, Dichtungsmassen
oder Klebstoffe aufgebracht werden, dadurch gekennzeichnet, daß die metallischen Oberflächen bei 10 bis 100 °C durch Tauchen, Spritzen oder Walzen
mit einer wäßrigen Lösung behandelt werden, die einen pH-Wert von 2 bis 13 hat und
10-5 bis 1 mol/l einer oder mehrerer Verbindungen des Typs XYZ enthält, wobei Y eine unverzweigte
geradkettige Alkyl-Gruppe mit 10 bis 20 C-Atomen ist, wobei X eine COOH-, HSO3-, HSO4-, (OH)2PO-, (OH)2PO2-, (OH)(OR')PO- oder (OH)(OR')PO2-Gruppe ist, wobei Z eine OH-, SH-, NH2-, NHR'-, CN-, CH=CH2-, OCN-, Epoxy-, CH2=CR"-COO-, Acrylsäureamid-, (OH)2PO-, (OH)2PO2-, (OH)(OR')PO- oder (OH)(OR')PO2-Gruppe ist, wobei R' eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 C-Atomen ist, wobei R" ein H-Atom
oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 C-Atomen ist, und wobei die Gruppen X und Z an die
Gruppe Y jeweils in deren Endstellung gebunden sind, wobei die wäßrige Lösung nicht
als Kunstharz enthaltende Reaktionsgrundierlösung (Einkomponenten-"Wash-Primer") auf
Aluminiumfolien verwendet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der wäßrigen Lösung 0,1 bis 50 % des Wassers durch einen Alkohol mit 1 bis 4 C-Atomen,
durch Aceton, durch Dioxan oder durch Tetrahydrofuran ersetzt sind.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß die wäßrige Lösung eine oder mehrere Verbindungen des Typs XYZ in einer Konzentration
enthält, die im Bereich der kritischen Mizellbildungskonzentration liegt.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die wäßrige Lösung einen Entschäumer und/oder einen Lösungsvermittler jeweils in
einer Menge von 0,05 bis 5 Gew.-% enthält.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungen des Typs XYZ in der wäßrigen Lösung als Salze vorliegen.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß Y eine unverzweigte, geradkettige Alkylgruppe mit 10 bis 12 C-Atomen ist.
7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß X eine (OH)2PO2- oder (OH) (OR')PO2-Gruppe ist.
8. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß Z eine (OH)2PO2-, (OH)(OR')PO2,- OH-, SH-, NHR'-, CH=CH2- oder CH2=CR"-COO-Gruppe ist.
9. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die wäßrige Lösung als Verbindungen des Typs XYZ 1-Phosphonsäure-12-mercaptododecan,
1-Phosphonsäure-12-(N-ethylamino)-dodecan, 1-Phosphonsäure-12-dodecen, 1,10-Decandiphosphonsäure,
1,12-Dodecandiphosphonsäure, 1-Phosphorsäure-12-Hydroydodecan, 1-Phosphorsäure-12-(N-ethylamino)dodecan,
1-Phosphorsäure-12-dodecen, 1-Phosphorsäure-12-mercaptododecan, 1,10-Decandiphosphorsäure,
1,12-Dodecandiphosphorsäure, 1-Phosphorsäure-12-acrylododecan enthält.
10. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Tauchzeit 5 Sekunden bis 20 Minuten, die Spritzzeit 5 Sekunden bis 15 Minuten
und die Walzzeit 2 bis 120 Sekunden beträgt.
11. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die metallischen Oberflächen vor dem Aufbringen der wäßrigen Lösung alkalisch und/oder
sauer gebeizt sowie danach mit Wasser gespült werden.
12. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die metallischen Oberflächen, auf welche die wäßrige Lösung durch Tauchen oder Spritzen
aufgebracht wurde, danach mit Wasser gespült und gegebenenfalls im Stickstoff- oder
Luftstrom getrocknet werden, wobei die Temperatur des Stickstoff- oder Luftstroms
15 bis 150 °C beträgt.
1. A process for the treatment of metallic surfaces which consist of zinc, magnesium
or aluminium or of the alloys of zinc, magnesium or aluminium and to which lacquers,
plastic coatings, paints, sealants or adhesives are to be applied after the treatment,
characterised in that the metallic surfaces are treated at 10 to 100°C by dipping, spraying or roller coating
with an aqueous solution having a pH of 2 to 13 and containing 10-5 to 1 mol/l of one or more compounds of the type XYZ, wherein Y is an unbranched,
straight-chain alkyl group having 10 to 20 C atoms, wherein X is a COOH, HSO3, HSO4, (OH)2PO, (OH)2PO2, (OH) (OR') PO or (OH)(OR')PO2 group, wherein Z is an OH, SH, NH2, NHR', CN, CH=CH2, OCN, epoxy, CH2=CR"-COO, acrylic acid amide, (OH)2PO, (OH)2PO2, (OH)(OR')PO or (OH)(OR')PO2 group, wherein R' is an alkyl group having 1 to 4 C atoms, wherein R" is an H atom
or an alkyl group having 1 to 4 C atoms and wherein the groups X and Z are each bonded
to the Y group in their end position, wherein the aqueous solution is not used as
a synthetic-resin-containing reactive primer solution (one-component wash primer)
on aluminium foils.
2. A process according to claim 1, characterised in that in the aqueous solution 0.1 to 50 % of the water is replaced by an alcohol having
1 to 4 C atoms, by acetone, by dioxan or by tetrahydrofuran.
3. A process according to claims 1 to 2, characterised in that the aqueous solution contains one or more compounds of the type XYZ in a concentration
lying in the range of critical micelle concentration.
4. A process according to claims 1 to 3, characterised in that the aqueous solution contains a defoaming agent and/or a solution aid, each in a
quantity of 0.05 to 5 wt.%.
5. A process according to claims 1 to 4, characterised in that the compounds of type XYZ are present as salts in the aqueous solution.
6. A process according to claims 1 to 5, characterised in that Y is an unbranched, straight-chain alkyl group having 10 to 12 C atoms.
7. A process according to claims 1 to 6, characterised in that X is an (OH)2PO2 or (OH)(OR')PO2 group.
8. A process according to claims 1 to 7, characterised in that Z is an (OH)2PO2, (OH)(OR')PO2, OH, SH, NHR', CH=CH2 or CH2=CR"-COO group.
9. A process according to claims 1 to 8, characterised in that as compounds of type XYZ the aqueous solution contains 1-phosphonic acid-12-mercaptododecane,
1-phosphonic acid-12-(N-ethylamino)dodecane, 1-phosphonic acid-12-dodecene, 1,10-decanediphosphonic
acid, 1,12-dodecanediphosphonic acid, 1-phosphoric acid-12-hydroxydodecane, 1-phosphoric
acid-12-(N-ethylamino) dodecane, 1-phosphoric acid-12-dodecene, 1-phosphoric acid-12-mercaptododecane,
1,10-decanediphosphoric acid, 1,12-dodecanediphosphoric acid, 1-phosphoric acid-12-acrylododecane.
10. A process according to claims 1 to 9, characterised in that the dipping time is 5 seconds to 20 minutes, the spraying time is 5 seconds to 15
minutes and the roller coating time is 2 to 120 seconds.
11. A process according to claims 1 to 10, characterised in that the metallic surfaces are pickled with alkali and/or acid and then rinsed with water
before application of the aqueous solution.
12. A process according to claims 1 to 11, characterised in that the metallic surfaces to which the aqueous solution has been applied by dipping or
spraying are then rinsed with water and optionally dried in a nitrogen or air stream,
wherein the temperature of the nitrogen or air stream is 15 to 150°C.
1. Procédé de traitement de surfaces métalliques en zinc, magnésium ou aluminium, ou
en un alliage de zinc, de magnésium ou d'aluminium, et sur lesquelles on appliquera,
après le traitement, des laques, des revêtements plastiques, des peintures, des mastics
ou des adhésifs, caractérisé par le fait que l'on traite les surfaces métalliques, à une température comprise dans l'intervalle
allant de 10 à 100 °C, par immersion, pulvérisation ou passage de rouleau, avec une
solution aqueuse ayant un pH valant de 2 à 13 et contenant de 10-5 à 1 mole/litre d'un ou de plusieurs composés de type XYZ, où Y représente un groupe
alkyle à chaîne linéaire, non-ramifiée, comportant 10 à 20 atomes de carbone, X représente
un groupe COOH-, HSO3-, HSO4-, (OH)2PO-, (OH)2PO2-, (OH)(OR')PO- ou (OH)(OR')PO2-, et où Z représente un groupe OH-, SH-, NH2-, NHR', CN-, CH2=CH-, OCN-, époxy-, CH2=CR"-COO-, acrylamido-, (OH)2PO-, (OH)2PO2-, (OH)(OR')PO- ou (OH)(OR')PO2-, où R' représente un groupe alkyle en C1-4, R" représente un atome d'hydrogène ou un groupe alkyle en C1-4, et les groupes X et Z sont liés au groupe Y par leurs extrémités, laquelle solution
aqueuse n'est pas employée sur des feuilles d'aluminium en tant que solution d'apprêt
réactif (peinture primaire réactive monocomposant) contenant une résine artificielle.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que, dans la solution aqueuse, de 0,1 à 50 % de l'eau sont remplacés par un alcool en
C1-4, de l'acétone, du dioxane ou du tétrahydrofurane.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait que la solution aqueuse contient un ou plusieurs composés de type XYZ en une concentration
comprise dans l'intervalle de la concentration micellaire critique.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé par le fait que la solution aqueuse contient un agent anti-mousse et/ou un agent solubilisant, chacun
en une concentration comprise entre 0,05 et 5 % en poids.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé par le fait que les composés de type XYZ sont sous forme de sels dans la solution aqueuse.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé par le fait que Y représente un groupe alkyle en C10-12 linéaire, non-ramifié.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé par le fait que X représente un groupe (OH)2PO2- ou un groupe (OH)(OR')PO2-.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé par le fait que Z représente un groupe (OH)2PO2-, (OH)(OR')PO2-, OH-, SH-, NHR'-, CH2=CH- ou CH2=CR"-COO-.
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé par le fait que la solution aqueuse contient, en tant que composé de type XYZ, de l'acide 12-mercaptododécane-1-phosphonique,
de l'acide 12-(N-éthyl-amino)dodécane-1-phosphonique, de l'acide 12-dodécène-1-phosphonique,
de l'acide 1,10-décanediphosphonique, de l'acide 1,12-dodécanediphosphonique, de l'acide
12-hydroxydodécane-1-phosphorique, de l'acide 12-(N-éthylamino)dodécane-1-phosphorique,
de l'acide 12-dodécène-1-phosphorique, de l'acide 12-mercaptododécane-1-phosphorique,
de l'acide 1,10-décanediphosphorique, de l'acide 1,12-dodécanediphosphorique, ou de
l'acide 12-acrylododécane-1-phosphorique.
10. Procédé selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé par le fait que le temps d'immersion est compris entre 5 secondes et 20 minutes, le temps de pulvérisation
entre 5 secondes et 15 minutes et le temps de passage de rouleau entre 2 et 120 secondes.
11. Procédé selon les revendications 1 à 10, caractérisé par le fait que les surfaces métalliques sont soumises, avant application de la solution aqueuse,
à une attaque alcaline et/ou acide et sont ensuite rincées avec de l'eau.
12. Procédé selon les revendications 1 à 11, caractérisé par le fait que les surfaces métalliques sur lesquelles on applique la solution aqueuse par immersion
ou pulvérisation, sont ensuite rincées avec de l'eau et éventuellement séchées dans
un courant d'azote ou d'air, la température du courant d'azote ou d'air étant comprise
entre 15 et 150 °C.