[0001] Die Erfindung betrifft ein Gaswechselventil eines Verbrennungsmotors nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
Stand der Technik
[0002] Ein solches Ventil ist aus
DE 102 57 505 B4 bekannt. Bei diesem Ventil ist bei einem relativ kleinen Ventilschaftaußendurchmesser
außerhalb des Ventiltellers durch eine Schaftdurchmesservergrößerung innerhalb des
Ventiltellers ein möglichst großer, direkt an den Boden des Ventiltellers angrenzender,
innerer Schafthohlraum zum Befüllen mit einem beispielsweise shakerfähigen, gut wärmeleitfähigen
Kühlmittel vorgesehen. Gleichzeitig soll ein sich möglichst axial weit von dem Boden
des Ventiltellers erstreckender, äußerer, ringförmiger Hohlraum des Ventiltellers
vorhanden sein und isolierend wirken. Zur Erzielung der Isolierwirkung kann dieser
Hohlraum in einfachster Weise luftgefüllt oder mit einem Wärmeisoliermedium beliebiger
Art gefüllt sein. Die besondere Wirkung einer solchen erfindungsgemäßen Ausführung
besteht darin, dass durch den im Inneren des Ventiltellers optimal großen Innendurchmesser
des Ventilschaftes äußerst wirksam dem Boden des Ventiltellers Wärme entzogen werden
kann, wobei das insbesondere shakerförmige Kühlmedium innerhalb des Schafthohlraumes
für eine gute Wärmeabführung in die vom Ventilteller axial entgegengesetzte Richtung
in demjenigen Ventilschaftbereich sorgt, in dem der Ventilschaft innerhalb des Zylinderkopfes
geführt ist und in dem die Wärme in den Ventilkopf abfließen kann.
[0003] Bei jenem Ventil ist der Ventilkegel an seinem verjüngten Ende mit dem Außenbereich
des in den Ventilkegel eingreifenden Schaft verschweißt. Dabei bildet die Schweißnaht
an dem Schaftaußenumfang eine Ringstufe, deren radiale Innenkante von dem Schaftaußenumfang
und deren radiale Außenkante von dem Außenumfang des Ventilkegels an dessen verjüngtem
Ende gebildet werden. Diese Ringstufe stellt eine unerwünschte Strömungsstörkante
für bei einem Gaswechsel das Ventil umströmendes Gas dar. Diese Störkante fördert
eine Verkokung von verkokungsfähigen Bestandteilen innerhalb der umströmenden Gase
mit der Folge einer Koksablagerung vorzugsweise an der Störkante. Eine solche Koksablagerung
ist schädlich.
Problem
[0004] Die Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, Koksablagerungen an den außerhalb
des Ventilbodens liegenden Umfangsbereichen der aus Ventilschaft und Ventilkegel bestehenden
Einrichtung zu vermeiden.
Lösung
[0005] Gelöst wird dieses Problem durch eine Ausführung eines gattungsgemäßen Gaswechselventils
nach dem kennzeichnenden Merkmal des Patentanspruchs 1.
Vorteile
[0006] Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, das sich aus Ventilkegel und Ventilschaft
zusammensetzende Bauteil außerhalb des Ventilbodens mit einer möglichst insgesamt
glatten, das heißt insbesondere stufenfrei, verlaufenden Außenoberfläche zu versehen,
um koksablagerungsfördernde Strömungstörkanten zu vermeiden. Besonderes Augenmerk
legt die Erfindung dabei auf den Verbindungsbereich zwischen Ventilschaft und Ventilkegel
im verjüngten Ventilkegelbereich. Erreicht wird dies vorteilhaft dadurch, dass die
betreffenden axialen Endbereiche des Ventilkegels und des oberen Schaftteiles außenbündig,
das heißt mit gleichem Außendurchmesser, direkt aneinander stoßen.
Ausgestaltungen der Erfindung
[0007] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0008] Bei einer Ausgestaltung nach Anspruch 2 sind der Schaftverbindungsbereich, das heißt
der Bereich, in dem das obere und untere Schaftteil miteinander verbunden sind, einerseits
und der Verbindungsbereich zwischen dem Ventilschaft und dem Ventilkegel andererseits
ineinandergreifend ausgebildet. Eine solche Ausführung kann beispielsweise darin bestehen,
dass eine gemeinsame Schweißnaht durch den Stoßspalt zwischen Ventilkegel und direkt
angrenzendem, oberem Schaftteil gelegt wird.
[0009] Alternativ kann es entsprechend Anspruch 3 zweckmäßig sein, zu einem gemeinsamen
Verbindungsbereich noch einen zusätzlichen, axial getrennten, ausschließlichen Verbindungsbereich
zwischen oberem und unterem Schaftteil vorzusehen.
Ausführungsbeispiel
[0010] Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines vorteilhaften Ausführungsbeispieles
näher erläutert.
[0011] Es zeigt die einzige
- Fig. 1
- einen Längsschnitt durch ein Gaswechselventil.
[0012] Ein Ventilschaft 1 setzt sich bei einem erfindungsgemäßen Gaswechselventil aus zwei
Teilen zusammen, nämlich aus einem oberen Schaftteil 2 und einem unteren Schaftteil
3, welche teleskopartig ineinander geschoben und in einem Verbindungsbereich 4 verbunden,
vorzugsweise verschweißt, sind. Bei der Teleskopverbindung greift das untere Schaftteil
3 in das obere Schaftteil 2 ein. Derart aufgebaute Ventile werden auch als Leichtbauventile
bezeichnet.
[0013] Der Verbindungsbereich 4 setzt sich aus zwei axial voneinander getrennten Spezialverbindungsbereichen
zusammen, nämlich einem ersten und einem zweiten Spezialverbindungsbereich 4' beziehungsweise
4".
[0014] In dem ersten Spezialverbindungsbereich 4' sind miteinander verschweißt als dort
axial, außenbündig aneinanderstoßende Bauteile das obere Schaftteil 2 mit dem durch
einen Ventilboden 5 verschlossenen Ventilkegel 6, wobei die hierdurch erzielte Schweißverbindung
gleichzeitig das untere Schaftteil 3 mit in diese Verbindung einbezieht.
[0015] In einem bei dem Ausführungsbeispiel enthaltenen, axial in Richtung des freien Schaftendes
von dem ersten Spezialverbindungsbereich 4' beabstandeten, zweiten Spezialverbindungsbereich
4" sind lediglich das obere und untere Schaftteil 2, 3 miteinander verschweißt und
zwar derart, dass eine ringförmige Schweißnaht axial vollständig in demjenigen Bereich
liegt, in dem sich oberes und unteres Schaftteil 2, 3 überlappen.
[0016] In dem ersten Spezialverbindungsbereich 4' besitzen die hier einmündenden Außenbereiche
des Ventilkegels 6 einerseits und des unteren Schaftteils 3 andererseits jeweils gleiche
Außendurchmesser, so dass ein glatter Umfangsverbindungsbereich vorliegt, an dem die
Gasströmung störkantenfrei entlanggleiten kann.
[0017] Bei dem Ventil des Ausführungsbeispieles handelt es sich in erster Linie um ein Einlassventil
eines Verbrennungsmotors, wobei auch ein Auslassventil entsprechend ausgebildet sein
kann. Der Ventilteller 7 eines solchen Ventiles setzt sich hier aus einer Reihe einzelner,
jeweils miteinander verschweißter Teile zusammen, nämlich einem hohlen Ventilkegel
6, dem Ventilboden 5 sowie dem unteren Schaftteil 3. Dabei bestehen Hohlräume einerseits
zwischen dem unteren Schaftteil 3 und dem Ventilkegel 6 in der Form eines Ringraumes
sowie innerhalb des unteren Schaftteiles 3 in der Form eines Hohlkegels, dessen erweiterter
Bereich an dem Ventilboden 5 angrenzt.
[0018] Durch den erfindungsgemäßen, bündigen Übergang von oberem Schaft 2 in den angrenzenden
Außenumfang des Ventilkegels 6 werden hauptsächlich bei einem Einlassventil eines
Verbrennungsmotors, aber auch bei einem Auslassventil die Strömungseigenschaften deutlich
verbessert, was in diesem Bereich verkokungsartige Wandablagerungen verhindert.
[0019] Durch eine doppelte Verbindung, vorzugsweise eine Stumpfnahtschweißung im Schaftbereich
zwischen einerseits dem Ventilkegel 6 und dem oberen Schaftteil 2 und andererseits
zwischen oberem Schaftteil 2 und unterem Schaftteil 3 wird eine besonders hohe Stabilität
eines Gaswechselventils eines Verbrennungsmotors erreicht.
1. Gaswechselventil eines Verbrennungsmotors mit jeweils einem hohlen Ventilschaft (1)
und Ventilteller (7), bei dem
(a) der Ventilteller (7) aus einem Ventilboden (5) und einem mit dessen äußerem Rand
verschweißten Ventilkegel (6) besteht, wobei der Ventilkegel (6) sich mit von dem
Ventilboden (5) zunehmendem Abstand verjüngt,
(b) der hohle Ventilschaft (1) - den von dem Ventilkegel (6) umschlossenen Raum vollständig
durchdringend - einerseits von dem Ventilkegel (6) getrennt fest mit dem Ventilboden
(5) und andererseits mit dem verjüngten Ende des als eigenständiges Bauteil ausgebildeten
Ventilkegels (6) verschweißt ist,
(c) der Ventilschaft (1) aus teleskopartig ineinander geschobenen Teilen besteht,
nämlich einem dem Ventilboden (5) zugewandten unteren Schaftteil (3) und einem, sich
daran anschließenden oberen Schaftteil (2), wobei das untere in das obere Schaftteil
(3, 2) formschlüssig eingreift,
(d) oberes und unteres Schaftteil (2, 3) in einem Schaftverbindungsbereich (4) miteinander
verschweißt sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass das obere Schaftteil (2) an seinem Außenumfang bündig in den angrenzenden Außenumfang
des Ventilkegels (6) übergeht, wozu das obere Schaftteil (2) und der direkt angrenzende
Bereich des Ventilkegels (6) gleiche Außendurchmesser aufweisen.
2. Gaswechselventil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schaftverbindungsbereich und der Verbindungsbereich zwischen dem Ventilschaft
(1) und dem Ventilkegel (6) ineinandergreifend als Verbindungsbereich (4') ausgebildet sind.
3. Gaswechselventil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein ausschließlicher Schaftverbindungsbereich (4") einerseits und der Verbindungsbereich
(4') nach Anspruch 2 andererseits in Richtung der Achse des Ventilschaftes (1) voneinander
beabstandet liegen.
4. Gaswechselventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der ausschließliche Schaftverbindungsbereich (4") vollständig innerhalb eines Bereiches
liegt, in dem sich oberes und unteres Schaftteil (2, 3) axial überlappen.
1. A gas exchange valve of an internal combustion engine having a hollow valve shaft
(1) and valve disk (7), wherein
(a) the valve disk (7) consists of a valve tray (5) and a valve cone (6) which is
welded with the outer edge thereof, whereby the valve cone (6) tapers with an increase
in distance from the valve tray (5),
(b) the hollow valve shaft (1), passing completely through the space surrounded by
the valve cone (6), is separated from the valve cone (6) fixedly connected to the
valve tray (5) at one end and at the other end is welded to the tapering end of the
valve (6), which is designed as an independent component,
(c) the valve shaft (1) consists of parts telescoping into one another, namely a lower
shaft part (3) facing the valve tray (5) and an upper shaft part (2) connected thereto,
whereby the lower shaft part (3) engages in a form-fitting manner in the upper shaft
part (2), and
(d) the upper shaft part (2) and the lower shaft part (3) are welded together in a
shaft connecting area (4),
characterized in that
the upper shaft part (2) develops into the adjacent outside circumference of the valve
cone in a flush manner on its outside circumference, so the upper shaft part (2) and
the area of the valve cone (6) directly adjacent thereto have the same outside diameter.
2. The gas exchange valve according to Claim 1,
characterized in that
the shaft connecting area and the connecting area between the valve shaft (1) and
the valve cone (6) are designed as intermeshing connecting areas (4').
3. The gas exchange valve according to Claim 1,
characterized in that
an exclusive shaft connecting area (4") on the one hand and the connecting area (4')
according to Claim 2 on the other hand are situated a distance apart in the direction
of the axis of the valve shaft (1).
4. The gas exchange valve according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the exclusive shaft connecting area (4") is situated completely inside an area in
which the upper and lower shaft parts (2, 3) overlap axially.
1. Soupape d'échange de gaz d'un moteur à combustion avec respectivement une tige de
soupape creuse (1) et un disque de soupape (7), dans laquelle
(a) le disque de soupape (7) se compose d'un fond de soupape (5) et d'un cône de soupape
(6) soudé avec le bord extérieur de ce dernier, où le cône de soupape (6) se rétrécit
avec une distance croissante par rapport au fond de soupape (5),
(b) la tige de soupape creuse (1) - en pénétrant totalement au travers de l'espace
circonscrit par le cône de soupape (6) - est soudée d'un côté fixement, séparément
du cône de soupape (6), avec le fond de soupape (5), et de l'autre côté avec l'extrémité
rétrécie du cône de soupape (6) réalisé sous forme de composant autonome,
(c) la tige de soupape (1) se compose de parties emboîtées l'une dans l'autre de manière
télescopique, à savoir d'une partie de tige inférieure (3) tournée vers le fond de
soupape (5), et d'une partie de tige supérieure (2) s'y raccordant, la partie de tige
inférieure s'engageant par coopération de forme dans la partie de tige supérieure
(3, 2),
(d) la partie de tige supérieure et inférieure (2, 3) sont soudées entre elles dans
une zone d'assemblage de tige (4),
caractérisée en ce que la partie de tige supérieure (2) se prolonge en affleurement sur son pourtour extérieur
par le pourtour extérieur limitrophe du cône de soupape (6), la partie de tige supérieure
(2) et la zone directement limitrophe du cône de soupape (6) présentant à cet effet
des diamètres extérieurs égaux.
2. Soupape d'échange de gaz suivant la revendication 1, caractérisée en ce que la zone d'assemblage de la tige et la zone d'assemblage entre la tige de soupape
(1) et le cône de soupape (6) sont configurées en emboîtement mutuel sous forme de
zone d'assemblage (4').
3. Soupape d'échange de gaz suivant la revendication 1, caractérisée en ce qu'une zone d'assemblage de tige exclusive (4"), d'un côté, et la zone d'assemblage (4')
suivant la revendication 2, de l'autre côté, se situent à distance l'une de l'autre
en direction de l'axe de la tige de soupape (1).
4. Soupape d'échange de gaz suivant l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la zone d'assemblage de tige exclusive (4") se situe totalement à l'intérieur d'une zone, dans laquelle se chevauchent la partie supérieure et la partie
inférieure de tige (2, 3) dans la direction axiale.