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EP 1 640 579 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.12.2007 Patentblatt 2007/49 |
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Anmeldetag: 26.07.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Abgasreinigungselement
Exhaust gas cleaning element
Elément pour la purification des gaz d'échappement
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Priorität: |
24.09.2004 DE 102004046444
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.03.2006 Patentblatt 2006/13 |
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Patentinhaber: Volkswagen Aktiengesellschaft |
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38436 Wolfsburg (DE) |
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Erfinder: |
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- Engeler, Werner
38527 Meine (DE)
- Bechmann, Olaf
38554 Weyhausen (DE)
- Garbe, Thomas
31319 Sehnde (DE)
- Auphan de Tessan, Maylis
38442 Wolfsburg (DE)
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Vertreter: Meyer, Enno |
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Augsburger Strasse 24 82110 Germering 82110 Germering (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 328 293 WO-A-98/04404
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EP-A- 0 579 956 US-A- 4 863 700
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Abgasreinigungselement wie etwa einen Abgaskatalysator
oder einen Partikelfilter und insbesondere die Anordnung des entsprechenden Elementkörpers,
beispielsweise eines Keramikkörpers oder Monolithen, in einem Gehäuse nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Aus der
DE 3432 283 ist ein Abgaskatalysator mit einem in einem metallischen Außengehäuse mit stirnseitigen,
insbesondere konischen Abgaszu- und -abführstutzen angeordneten porösen Keramikkörper
bekannt. Dieser Keramikkörper ist wabenartig strukturiert und weist eine katalytisch
wirksame Oberflächenbeschichtung auf. Zwischen dem Außengehäuse und dem Keramikkörper
ist ein thermisch isolierendes, vorzugsweise aus einer so genannten Blähmatte bestehendes
Federkissen angeordnet. Derartige Keramikkörper werden als Monolithen bezeichnet.
[0003] Nachteilig an dem genannten Stand der Technik ist, dass die aus Silicaten, z.B. Aluminiumsilicaten,
einem Blähglimmer, beispielsweise Vermiculit, und einem organischen Bindemittel zusammengesetzte
Blähmatte nur bis ca. 750°C geeignet ist den Katalysatorkörper in dem Gehäuse zu lagern.
Auch wenn sie durch ihre Ausdehnung bei Hitze in der Lage ist, die Spaltaufweitung
zwischen Keramik und Blech zu kompensieren, ist die Verwendung einer solchen Matte
nicht bei Dieselpartikelfiltern möglich, die erheblich heißer werden.
[0004] Aus dem Stand der Technik ist weiter die Verendung einer Lagermatte aus polykristallinen
Fasern bekannt. Derartige Fasern sind beispielsweise oxidische Fasern wie Aluminiumoxid.
Da sie sich bei Hitze nicht ausdehnen, kann die erforderliche Klemmkraft zum Halten
des Keramikkörpers nur durch die Elastizität der Fasermatte erreicht werden. Sie sind
gegenüber Blähmatten leichter, druckfester, haben eine geringere Wärmeleitfähigkeit
und sind bis ca. 1200 °C temperaturbeständig. Daher werden sie zur Lagerung des Keramikkörpers
von Dieselpartikelfiltern eingesetzt. Nachteilig ist jedoch, dass die bei der Erwärmung
entstehende Spaltaufweitung zwischen Keramik und Blech durch die Federwirkung der
Matte nur bedingt kompensierbar ist.
[0005] Die Druckschrift
EP 0 579 956 A1 offenbart einen keramischen Katalysator als Abgasreinigungselement in einem Gehäuse,
wobei eine erste temperaturresistente anorganische Fasermatte am Katalysator anliegt
und eine weitere Schicht aus Quellmaterial zwischen der ersten anorganischen Faserschicht
und dem Gehäuse angeordnet ist. Die beiden Matten sind durch einen Klebstoff miteinander
verbunden, so dass eine zweilagige Matte entsteht. Anschließend wird eine weitere
Blähmatte um das Ensemble gelegt, die mit dem Gehäuse des Katalysators in Kontakt
steht.
[0006] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Abgasreinigungselement wie einen Abgaskatalysator
oder Partikelfilter mit einer hoch temperaturbeständigen Lagerung des Monolithen zu
schaffen, bei dem auch bei hohen Temperaturen die sichere Lagerung des Monolithen
in dem Gehäuse gewährleistet ist.
[0007] Diese Aufgabe wird durch einen Abgasreinigungselement mit den Merkmalen des Anspruchs
1. Die Unteransprüche geben weitere günstige Ausführungsbeispiele und Fortbildungen
der Erfindung an.
[0008] Erfindungsgemäß ist bei einem Abgasreinigungselement mit einem Gehäuse und einem
in das Gehäuse eingesetzten Monolithen, bei dem zur Fixierung des Monolithen eine
Matte zwischen Gehäuse und Monolithen angeordnet ist, die Matte als Hybridmatte bestehend
aus einer Blähmatte und einer Fasermatte aus oxidischen Fasern ausgelegt. Dabei besteht
die Hybridmatte aus mehreren aufeinander folgenden Bläh- und Faserschichten, wobei
die Blähmatte und die Fasermatte miteinander verklebt sind.
[0009] Die Kombination der zwei Matten vereint vorteilhaft die Eigenschaften beider Materialien.
Die Blähmatte sorgt für eine große Haltekraft und dichtet den Monolith zugleich gegenüber
dem Gehäuse ab, während die Fasermatte die notwendige Temperaturbeständigkeit aufweist.
[0010] Vorteilhafterweise liegt die Blähmatte am Gehäuse und die Fasermatte am Monolithen
an. Dadurch kommt nur die hitzebeständigere Fasermatte mit dem heißen Monolith in
Kontakt und die Blähmatte zur Ausgleichung des Spalts zwischen Gehäuse und Monolithen
befindet sich im kühleren Außenbereich.
[0011] Voteilhafterweise sind die Fasern der Blähmatte und/oder der Fasermatte biologisch
abbaubar und die Fasern der Blähmatte sowie der Fasermatte nicht lungengängig, indem
sie einen Durchmesser > 3 µm und/oder ein LängelDurchmesserverhältnis < 3 aufweisen.
Dadurch wird die Verarbeitung, wie auch ein späteres Recycling erleichtert, da keine
oder nur geringe Gesundheitsgefährdung besteht.
[0012] Der Monolith kann ein Keramikträger eines Katalysators oder ein Keramikkörper eines
Partikelfilters sein.
[0013] Die Erfindung wird nachfolgend an einem nicht zur Erfindung gehörenden Beispiel mithilfe
der beigefügten Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigt:
- Fig. 1
- ein Beispiel eines Abgasreinigungselements in schematischer Querschnittsdarstellung
und
- Fig. 2
- ein Diagramm der Haltekraft als Funktion der Temperatur.
[0014] Fig. 1 zeigt ein Beispiel eines Abgasreinigungselements 1, beispielsweise eines Rußpartikelfilters
im Querschnitt. In einem ovalen Gehäuse 2 ist ein Monolith 3, der hier aus Keramik
besteht, angeordnet. Zwischen dem Gehäuse 2 und dem Monolith 3 ist eine Hybridmatte
4 bestehend aus einer Blähmatte 5 und einer Fasermatte 6 aus oxidischen fasern, beispielsweise
Aluminiumoxid, derart angeordnet, dass die Blähmatte 4 nach außen am Gehäuse anliegt,
während die Fasermatte 6 innen am Monolithen 3 anliegt. Die Blähmatte 5 und die Fasermatte
6 sind mit einem geeigneten temperaturbeständigen Klebstoff miteinander verklebt.
[0015] Wenn das Abgasreinigungselement sich im Betrieb erhitzt, so wird die Blähmatte 5
durch die Fasermatte 6 der Hybridmatte 5 vor zu großer Hitze geschützt. Durch die
größere Ausdehnung der Blähmatte 5 wird der zwischen Gehäuse 2 und keramischem Monolith
3 entstehende Spalt kompensiert und auch bei hohen Temperaturen eine ausreichend große
Haltekraft auf den Monolithen 3 ausgeübt.
[0016] Die Kombination der Blähmatte 5 und der Fasermatte 6 in einer Hybridmatte 4 vereint
somit die Vorteile beider unter Vermeidung der Nachteile. Daher ist eine Verwendung
bei Dieselpartikelfiltern möglich, die erheblich heißer als etwa bisherige Katalysatoren
werden.
[0017] Fig. 2 zeigt in einem Diagramm die Haltekraft bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
als Funktion der Temperatur. Als Hochwert ist schematisch die Haltekraft H bzw. der
Mattendruck und als Rechtswert die Temperatur T aufgetragen. Die Linie I zeigt den
Verlauf der Haltekraft bei Verwendung von nur einer Blähmatte nach dem Stand der Technik.
Die Kurve II zeigt den Verlauf der Haltekraft bei Verwendung von nur einer Fasermatte
nach dem Stand der Technik. Rechts von der senkrechten Linie, als Bereich DPF-R bezeichnet,
befindet sich der Temperaturbereich, in dem die Regeneration eines Dieselpartikelfilters
abläuft. Es ist gut zu sehen, dass die Haltekraft der Blähmatte allein hier stark
abfällt und die der Fasermatte allgemein niedriger liegt.
[0018] Die Linie III zeigt die Haltekraft des erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels mit
einer Hybridmatte 4 bestehend aus der Kombination aus Blähmatte 5 und Fasermatte 6.
Die Haltekraft ist bei hohen Temperaturen signifikant höher und auch der Monolith
3 eines Partikelfilters wird somit insbesondere im Temperaturbereich DPF-R einer Regeneration
eines Partikelfilters sicher gehalten.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0019]
- 1
- Abgasreinigungselement
- 2
- Gehäuse
- 3
- Monolith
- 4
- Hybridmatte
- 5
- Blähmatte
- 6
- Fasermatte
1. Abgasreinigungselement mit einem Gehäuse (2) und einem in das Gehäuse (2) eingesetzten
Monolith (3), der von einer zwischen Gehäuse (2) und Monolith (3) angeordneten Matte
(4) gelagert ist, die den Monolithen (3) in dem Gehäuse (2) fixiert, wobei die Matte
(4) eine Hybridmatte bestehend aus einer Blähmatte (5) und einer Fasermatte (5) aus
oxidischen Fasern ist
dadurch gekennzeichnet, dass
die Hybridmatte mehrere aufeinander folgende Lagen aus Blähmatte (5) und Fasermatte
(6) aufweist, wobei die Blähmatten (5) und Fasermatte (6) miteinander verklebt sind.
2. Abgasreinigungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hybridmatte (4) so angeordnet ist, dass die Blähmatte (5) am Gehäuse (2) und
die Fasermatte (6) am Monolithen (3) anliegt.
3. Abgasreinigungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasern der Blähmatte (5) und/oder der Fasermatte (6) nicht lungengängig sind
und einen Durchmesser > 3 µm und/oder ein Länge/Durchmesserverhältnis < 3 aufweisen.
4. Abgasreinigungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Monolith (3) ein Keramikträger für einen Katalysator ist.
5. Abgasreinigungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Monolith (3) ein Keramikkörper eines Partikelfilters ist.
1. Exhaust-gas cleaning element having a housing (2) and a monolith (3) which is inserted
into the housing (2) and is mounted by a mat (4) which is arranged between the housing
(2) and the monolith (3) and fixes the monolith (3) in the housing (2), the mat (4)
being a hybrid mat comprising a swellable mat (5) and a fibre mat (5) made from oxidic
fibres, characterized in that the hybrid mat has a plurality of consecutive layers of swellable mat (5) and fibre
mat (6), the swellable mats (5) and the fibre mat (6) being adhesively bonded to one
another.
2. Exhaust-gas cleaning element according to Claim 1, characterized in that the hybrid mat (4) is arranged in such a way that the swellable mat (5) bears against
the housing (2) and the fibre mat (6) bears against the monolith (3).
3. Exhaust-gas cleaning element according to one of the preceding claims, characterized in that the fibres of the swellable mat (5) and/or the fibre mat (6) are not respirable and
have a diameter of > 3 µm and/or a length/diameter ratio of < 3.
4. Exhaust-gas cleaning element according to one of the preceding claims, characterized in that the monolith (3) is a ceramic carrier for a catalytic converter.
5. Exhaust-gas cleaning element according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the monolith (3) is a ceramic body of a particle filter.
1. Elément pour la purification des gaz d'échappement avec un boîtier (2) et un monolithe
(3) inséré dans le boîtier (2), qui est supporté par un tapis (4) disposé entre le
boîtier (2) et le monolithe (3) et qui fixe le monolithe (3) dans le boîtier (2),
dans lequel le tapis (4) est un tapis hybride composé d'un tapis gonflé (5) et d'un
tapis de fibres (6) en fibres d'oxydes, caractérisé en ce que le tapis hybride comprend plusieurs couches successives de tapis gonflé (5) et de
tapis de fibres (6), les tapis gonflés (5) et le tapis de fibres (6) étant collés
les uns aux autres.
2. Elément pour la purification des gaz d'échappement selon la revendication 1, caractérisé en ce que le tapis hybride (4) est disposé de telle manière que le tapis gonflé (5) soit appliqué
sur le boîtier (2) et que le tapis de fibres (6) soit appliqué sur le monolithe (3).
3. Elément pour la purification des gaz d'échappement selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que les fibres du tapis gonflé (5) et/ou du tapis de fibres (6) ne parviennent pas dans
les poumons et présentent un diamètre 3 µm et/ou un rapport longueur/diamètre < 3.
4. Elément pour la purification des gaz d'échappement selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que le monolithe (3) est un support céramique pour un catalyseur.
5. Elément pour la purification des gaz d'échappement selon l'une quelconque des revendications
1 à 3, caractérisé en ce que le monolithe (3) est un corps céramique d'un filtre à particules.

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