[0001] Die Erfindung betrifft ein Bauarbeitsgerät, insbesondere ein Bohrgerät, gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1. Ein solches Bauarbeitsgerät weist ein Trägerfahrzeug
mit einem Fahrgestell, ein Mastelement, das an der Frontseite des Trägerfahrzeugs
angeordnet ist, und eine Windentrommel, die an dem Trägerfahrzeug drehbar gelagert
ist, auf.
[0002] Ein derartiges Bauarbeitsgerät ist beispielsweise aus der
DE 103 43 079 B3 bekannt. Das bekannte Bauarbeitsgerät weist ein Trägerfahrzeug mit einem Mast auf,
an dem eine Bohreinrichtung mit einem Bohrgestänge längs verschiebbar gelagert ist.
Das Bohrgestänge wird von einem Seil getragen, das mittels einer dachseitig am Trägerfahrzeug
angeordneten Hauptwinde betätigbar ist.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Bauarbeitsgerät anzugeben, das bei hoher Standsicherheit
besonders geringe Transportabmessungen aufweist.
[0004] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Bauarbeitsgerät mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 gelöst. Bevorzugte Ausführungsbeispiele sind in den abhängigen Ansprüchen
angegeben.
[0005] Das erfindungsgemäße Bauarbeitsgerät ist dadurch gekennzeichnet, dass die Windentrommel
zwischen einer ersten Position, in der sie auf der Oberseite des Trägerfahrzeugs angeordnet
ist, und einer zweiten Position, in der sie in einem Heckbereich des Trägerfahrzeugs
angeordnet ist, verstellbar am Trägerfahrzeug angeordnet ist.
[0006] Ein Grundgedanke der Erfindung kann darin gesehen werden, dass die Windentrommel
nicht nur rotierbar sondern mitsamt ihrer Drehachse auch relativ zum Trägerfahrzeug
verfahrbar am Trägerfahrzeug vorgesehen wird. Zum Betrieb des Bauarbeitsgerätes wird
die Windentrommel geeigneterweise in der ersten Position auf der Oberseite des Trägerfahrzeuges
angeordnet. In dieser Position befindet sie sich vergleichsweise nahe an der Frontseite
des Trägerfahrzeuges und somit am Mastelement. Hierdurch kann ein am Mastelement angeordnetes
Seilelement ohne aufwändige Umlenkeinrichtungen in besonders einfacher Weise von der
Windentrommel aufgenommen werden. Zum Transport des Bauarbeitsgerätes wird die Windentrommel
erfindungsgemäß in die zweite Position im Heckbereich des Trägerfahrzeuges verbracht.
Verglichen mit der Anordnung auf der Oberseite des Trägerfahrzeuges ist bei dieser
heckseitigen Anordnung die durch die Windentrommel gegebene lichte Höhe des Trägerfahrzeuges
reduziert, so dass eine besonders geringe Transporthöhe des Bauarbeitsgerätes erzielt
wird.
[0007] Daneben kann durch die erfindungsgemäß gegebene Translationsbewegung der Windentrommel
relativ zum Trägerfahrzeug der Schwerpunkt des Trägerfahrzeuges gezielt beeinflusst
werden und somit eine besonders hohe Standsicherheit erreicht werden.
[0008] Ein konstruktiv besonders einfaches Bauarbeitsgerät ist nach einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Erfindung dadurch gegeben, dass die Windentrommel in einem Windenrahmen gelagert
ist, welcher um eine horizontale Schwenkachse schwenkbar gelagert ist. Geeigneterweise
ist die horizontale Schwenkachse in einem Eckbereich an dem Trägerfahrzeug vorgesehen.
Dieser Eckbereich ist vorzugsweise am Übergang zwischen einer etwa vertikal verlaufenden
Heckpartie und einer etwa horizontal verlaufenden Dachpartie des Trägerfahrzeuges
gegeben. Durch Anordnung der Schwenkachse im Eckbereich kann die Windentrommel mitsamt
dem Windenrahmen in einfacher Weise um den Eckbereich herum zwischen den beiden Positionen
verschwenkt werden.
[0009] Um einen besonders einfachen Transport des Bauarbeitsgerätes zu erlauben, ist es
vorteilhaft, dass das Mastelement zwischen einer im Wesentlichen vertikalen Betriebsposition
und einer im Wesentlichen horizontalen Transportposition verschwenkbar am Trägerfahrzeug
gelagert ist. Grundsätzlich kann aber auch vorgesehen sein, das Mastelement zum Transport
vom Trägerfahrzeug zumindest teilweise zu entfernen.
[0010] Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass das Mastelement in der Transportposition
frontseitig nach vorne umgelegt ist. Die bei einer solchen Ausführungsform beim Umlegen
des Mastelementes in die Transportposition auftretende Schwerpunktverschiebung nach
vorne kann erfindungsgemäß durch Verbringen der Windentrommel in die zweite, heckseitige
Position zumindest teilweise kompensiert werden.
[0011] Alternativ kann vorgesehen sein, dass das Mastelement in der Transportposition über
das Trägerfahrzeug nach hinten umgelegt ist. Bei dieser Ausführungsform kann der Schwenkwinkel
des Mastelementes durch Verfahren der Windentrommel aus der dachseitigen ersten Position
in die zweite Position erhöht und somit die lichte Höhe verringert werden.
[0012] Nach der Erfindung ist es ferner vorteilhaft, dass die Schwenkachse des Windenrahmens
zumindest annähernd parallel zu einer Schwenkachse des Mastelementes verläuft.
[0013] Darüber hinaus ist es zweckmäßig, dass zum Verstellen der Windentrommel zumindest
ein Linearantrieb, insbesondere ein Hydraulikzylinder, vorgesehen ist. Geeigneterweise
ist der Linearantrieb einerseits am Windenrahmen und andererseits bevorzugt am Trägerfahrzeug
angeordnet.
[0014] Besonders vorteilhaft ist es, dass der Linearantrieb an einem Stellmechanismus zum
Verschwenken des Mastelementes angeordnet ist. In diesem Fall kann der Linearantrieb
vorzugsweise sowohl zum Verschwenken des Mastelementes als auch zum Bewegen der Windentrommel
dienen. Mastelement und Windentrommel werden geeigneterweise zumindest zeitweise simultan
verstellt.
[0015] Ein besonders zuverlässiges Bauarbeitsgerät wird nach der Erfindung dadurch erhalten,
dass eine lösbare Befestigungseinrichtung zum Festlegen der Windentrommel in der ersten
Position vorgesehen ist. Beispielsweise kann die Befestigungseinrichtung Augen aufweisen,
die am Windenrahmen und in korrespondierender Weise am Trägerfahrzeug angeordnet sind,
wobei zum Festlegen der Windentrommel ein Bolzen durch die Augen einschiebbar ist.
[0016] Der Transportaufwand für das erfindungsgemäße Bauarbeitsgerät kann bei besonders
guter Standsicherheit weiter dadurch reduziert werden, dass am Heck des Trägerfahrzeuges
in einem Aufnahmebereich für die Windentrommel in der zweiten Position zumindest ein
Gegengewicht lösbar angeordnet ist. Beim Betrieb des Bauarbeitsgerätes, wenn sich
die Windentrommel in der außerhalb des Aufnahmebereiches angeordneten ersten Position
befindet, kann das Gegengewicht zur Erhöhung der Kippsicherheit im Aufnahmebereich
angebracht werden. Zum Transport des Trägerfahrzeugs, insbesondere bei geneigtem oder
entferntem Mastelement, kann das Gegengewicht entfernt werden. Hierdurch wird der
Aufnahmebereich freigegeben und die Windentrommel kann in die zweite Position verbracht
werden. In dieser Position übernimmt die Windentrommel mit ihrem Eigengewicht zumindest
teilweise die Funktion des Gegengewichtes, wobei das Gesamtgewicht des Bauarbeitsgerätes
aufgrund des Fehlens des Gegengewichtes für einen einfachen Transport verringert ist.
[0017] Insbesondere kann die Windentrommel zum Auftrommeln eines zumindest bereichsweise
am Mastelement verlaufenden Seilelementes, beispielsweise eines Tragseils, vorgesehen
sein. Die Windentrommel kann aber beispielsweise auch zum Auftrommeln anderer länglicher
Materialien, wie Versorgungsschläuche oder Versorgungskabel, dienen.
[0018] Die Erfindung wird nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele näher erläutert,
die schematisch in den Figuren dargestellt sind. In den Figuren zeigen:
- Fig. 1
- ein erfindungsgemäßes Bauarbeitsgerät in einem Betriebszustand;
- Fig. 2
- das Bauarbeitsgerät aus Fig. 1 in einem Transportzustand;
- Fig. 3 bis 5
- Abwandlungen des Bauarbeitsgerätes der Figuren 1 und 2 mit verschieden ausgebildeten
Antriebseinrichtungen zum Bewegen der Windentrommel zwischen den beiden Positionen.
[0019] Ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Bauarbeitsgerätes ist in den
Figuren 1 und 2 dargestellt. Das Bauarbeitsgerät weist ein Trägerfahrzeug 10 mit einem
Fahrgestell 12 und einem Oberwagen 11 auf, wobei der Oberwagen 11 um eine etwa vertikal
verlaufende Achse am Fahrgestell 12 drehbar gelagert ist. An der Frontseite des Oberwagens
11 ist ein Mastelement 20 angeordnet, an dem beispielsweise eine Bohreinrichtung längsverschiebbar
gelagert sein kann. Abschnittsweise längs des Mastelementes 20 verläuft ein Seil 23,
an dem beispielsweise die Bohreinrichtung aufgehängt sein kann. Zum Aufnehmen und
Abspulen des Seiles 23 ist am Oberwagen 11 eine Winde mit einer Windentrommel 31 vorgesehen.
[0020] Das Mastelement 20 ist um eine etwa horizontal verlaufende Schwenkachse 29 am Trägerfahrzeug
10 schwenkbar vorgesehen. In dem in Fig. 1 dargestellten Zustand befindet sich das
Mastelement 20 in einer Betriebsposition, in der es zumindest annähernd vertikal verläuft.
In dem in Fig. 2 dargestellten Zustand ist das Mastelement 20 um die Schwenkachse
29 herum vom Trägerfahrzeug 10 hinweg in eine etwa horizontale Transportposition verschwenkt,
in der das Mastelement 20 von der Frontseite des Oberwagens 11 nach vorne wegsteht.
[0021] Zum aktiven Verschwenken des Mastelements 20 ist ein Stellmechanismus 70 vorgesehen.
Dieser weist unter anderem einen Nackenzylinder 71 auf, der einerseits am Mastelement
20 und andererseits an einem Ausleger 72 angelenkt ist, der seinerseits am Oberwagen
11 angelenkt ist.
[0022] Die Windentrommel 31 ist um eine Drehachse 34 drehbar in einem Windenrahmen 33 gelagert.
Dieser Windenrahmen 33 weist zwei Lagerbleche auf, die an den beiden Stirnseiten der
Windentrommel 31 angeordnet sind. Die Windentrommel 31 ist mitsamt dem Windenrahmen
33 über ein Wälzlager oder ein Gleitlager, das am Windenrahmen 33 vorgesehen ist,
um eine etwa horizontal verlaufende Schwenkachse 39 schwenkbar am Oberwagen 11 befestigt.
Diese Schwenkachse 39 verläuft etwa parallel zur Drehachse 34 der Windentrommel 31
im Windenrahmen 33.
[0023] In dem in Fig. 1 dargestellten Betriebszustand befindet sich die Windentrommel 31
mit dem Windenrahmen 33 in einer ersten Position oberhalb des Trägerfahrzeugs 10.
In dem in Fig. 2 dargestellten Transportzustand ist die Windentrommel 31 mit dem Windenrahmen
33 um die Schwenkachse 39 herum hinter das Trägerfahrzeug 10 in dessen Heckbereich
verschwenkt. Um diese Bewegung zu ermöglichen, ist die Schwenkachse 39 im Übergangsbereich
zwischen einer etwa vertikal verlaufenden Heckpartie 15 und der Oberseite des Oberwagens
11 des Trägerfahrzeugs 10 angeordnet. Das Verschwenken der Windentrommel 31 aus der
ersten Betriebsposition in die zweite Transportposition geht mit einer Absenkung der
Drehachse 34 der Windentrommel 31 und einer Verringerung der durch die Windentrommel
31 und den Windenrahmen 33 gegebenen lichten Höhe des Trägerfahrzeugs 10 einher.
[0024] In dem in Fig. 1 dargestellten Betriebszustand ist an der Heckpartie 15 des Trägerfahrzeugs
10 ein Gegengewicht 40 angeordnet. Dieses Gegengewicht 40 ist in dem in Fig. 2 dargestellten
Transportzustand entfernt. Hierdurch wird ein Aufnahmebereich freigegeben, in den
die Windentrommel 31 mitsamt dem Windenrahmen 33 eingeschwenkt ist.
[0025] Zum Festlegen des Windenrahmens 33 mit der Windentrommel 31 in der ersten Position
ist oberseitig an dem Trägerfahrzeug 10 zumindest ein Auge 17 vorgesehen. Dieses Auge
17 ist so angeordnet, dass es mit einem am Windenrahmen 33 vorgesehenen Auge 37 fluchtet,
wenn sich der Windenrahmen 33 mit der Windentrommel 31 in der ersten Position befindet.
Zum Sichern des Windenrahmens 33 kann dann ein Sicherungsbolzen durch die beiden korrespondierenden
Augen 17, 37 durchgeführt werden.
[0026] Die Figuren 3 bis 5 zeigen verschiedene Ausführungsformen von Antrieben, die zum
Verschwenken des Windenrahmes 33 mitsamt der Windentrommel 31 vorgesehen sein können.
[0027] Gemäß dem Ausführungsbeispiel der Fig. 3 ist im Bereich der Schwenkachse 39 des Windenrahmens
33 ein Drehantrieb 51 vorgesehen.
[0028] Gemäß dem Ausführungsbeispiel der Fig. 4 ist ein Hydraulikzylinder 54 vorgesehen,
der einerseits am Windenrahmen 33 und andererseits am Oberwagen 11 angelenkt ist.
[0029] Gemäß dem Ausführungsbeispiel der Fig. 5 ist eine, vorzugsweise starre, Betätigungsstange
57 vorgesehen, die einerseits am Windenrahmen 33 angelenkt ist und andererseits mit
dem Stellmechanismus 70 in Verbindung steht, der zum Verschwenken des Mastelementes
20 vorgesehen ist. Eine solche Anordnung ermöglicht es, die Antriebsmittel zum Verschwenken
des Mastelementes 20, insbesondere simultan, auch zum Verschwenken des Windenrahmens
33 mit der Windentrommel 31 einzusetzen. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die
Betätigungsstange 57 am Ausleger 72 für den Nackenzylinder 71 vorgesehen.
[0030] An Stelle der Betätigungsstange 57 kann grundsätzlich auch der Nackenzylinder 71
mit dem Windenrahmen 33 verbunden werden und zum Verschwenken der Windentrommel 31
eingesetzt werden.
1. Bauarbeitsgerät, insbesondere Bohrgerät, mit
- einem Trägerfahrzeug (10) mit einem Fahrgestell (12),
- einem Mastelement (20), das an der Frontseite des Trägerfahrzeugs (10) angeordnet
ist, und
- einer Windentrommel (31), die an dem Trägerfahrzeug (10) drehbar gelagert ist,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Windentrommel (31) zwischen einer ersten Position, in der sie auf der Oberseite
des Trägerfahrzeugs (10) angeordnet ist, und einer zweiten Position, in der sie in
einem Heckbereich des Trägerfahrzeugs (10) angeordnet ist, verstellbar am Trägerfahrzeug
(10) angeordnet ist.
2. Bauarbeitsgerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Windentrommel (31) in einem Windenrahmen (33) gelagert ist, welcher um eine horizontale
Schwenkachse (39) schwenkbar gelagert ist,
wobei die horizontale Schwenkachse (39) insbesondere in einem Eckbereich an dem Trägerfahrzeug
(10) vorgesehen ist.
3. Bauarbeitsgerät nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Mastelement (20) zwischen einer im Wesentlichen vertikalen Betriebsposition und
einer im Wesentlichen horizontalen Transportposition verschwenkbar am Trägerfahrzeug
(10) gelagert ist.
4. Bauarbeitsgerät nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet ,
dass das Mastelement (20) in der Transportposition frontseitig nach vorne oder über das
Trägerfahrzeug (10) nach hinten umgelegt ist.
5. Bauarbeitsgerät nach einem der Ansprüche 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schwenkachse (39) des Windenrahmens (33) zumindest annähernd parallel zu einer
Schwenkachse (29) des Mastelementes (20) verläuft.
6. Bauarbeitsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass zum Verstellen der Windentrommel (31) zumindest ein Linearantrieb, insbesondere ein
Hydraulikzylinder (54) vorgesehen ist.
7. Bauarbeitsgerät nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Linearantrieb an einem Stellmechanismus (70) zum Verschwenken des Mastelementes
(20) angeordnet ist.
8. Bauarbeitsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine lösbare Befestigungseinrichtung zum Festlegen der Windentrommel (31) in der
ersten Position vorgesehen ist.
9. Bauarbeitsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass am Heck des Trägerfahrzeugs (10) in einem Aufnahmebereich für die Windentrommel (31)
in der zweiten Position zumindest ein Gegengewicht (40) lösbar angeordnet ist.
10. Bauarbeitsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Windentrommel (31) zum Auftrommeln eines am Mastelement (20) verlaufenden Seilelementes
vorgesehen ist.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 86(2) EPÜ.
1. Bauarbeitsgerät, insbesondere Bohrgerät, mit
- einem Trägerfahrzeug (10) mit einem Fahrgestell (12),
- einem Mastelement (20), das an der Frontseite des Trägerfahrzeugs (10) angeordnet
ist,
- einem Seilelement, welches am Mastelement (20) verläuft,
- einer Windentrommel (31), die an dem Trägerfahrzeug (10) drehbar gelagert und zum
Auftrommeln des am Mastelement (20) verlaufenden Seilelementes vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Windentrommel (31) zwischen einer ersten Position, in der sie auf der Oberseite
des Trägerfahrzeugs (10) angeordnet ist, und einer zweiten Position, in der sie in
einem Heckbereich des Trägerfahrzeugs (10) angeordnet ist, verstellbar am Trägerfahrzeug
(10) angeordnet ist.
2. Bauarbeitsgerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Windentrommel (31) in einem Windenrahmen (33) gelagert ist, welcher um eine horizontale
Schwenkachse (39) schwenkbar gelagert ist,
wobei die horizontale Schwenkachse (39) insbesondere in einem Eckbereich an dem Trägerfahrzeug
(10) vorgesehen ist.
3. Bauarbeitsgerät nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Mastelement (20) zwischen einer im Wesentlichen vertikalen Betriebsposition und
einer im Wesentlichen horizontalen Transportposition verschwenkbar am Trägerfahrzeug
(10) gelagert ist.
4. Bauarbeitsgerät nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Mastelement (20) in der Transportposition frontseitig nach vorne oder über das
Trägerfahrzeug (10) nach hinten umgelegt ist.
5. Bauarbeitsgerät nach einem der Ansprüche 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schwenkachse (39) des Windenrahmens (33) zumindest annähernd parallel zu einer
Schwenkachse (29) des Mastelementes (20) verläuft.
6. Bauarbeitsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass zum Verstellen der Windentrommel (31) zumindest ein Linearantrieb, insbesondere ein
Hydraulikzylinder (54) vorgesehen ist.
7. Bauarbeitsgerät nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Linearantrieb an einem Stellmechanismus (70) zum Verschwenken des Mastelementes
(20) angeordnet ist.
8. Bauarbeitsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine lösbare Befestigungseinrichtung zum Festlegen der Windentrommel (31) in der
ersten Position vorgesehen ist.
9. Bauarbeitsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass am Heck des Trägerfahrzeugs (10) in einem Aufnahmebereich für die Windentrommel (31)
in der zweiten Position zumindest ein Gegengewicht (40) lösbar angeordnet ist.