[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Erzeugung eines Druckbildes für Frankier-
und Poststempelmaschinen gemäß der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen
Art. Das Druckbild ist insbesondere für die Verwendung von Frankiermaschinen bzw.
Postbearbeitungsmaschinen oder Computern mit Postbearbeitungsfunktion (PC-Frankierer)
geeignet und den Befördereranforderungen entsprechend auswählbar.
[0002] Aus der
US 5.452.654 ist ein Frankiersystem mit einem erhöhten Sicherheitsniveau für die korrekte Bezahlung
der Befördererdienstleistung vorbekannt. Ein Aufdruck eines ausgewählten Abschnitts
mit speziellen postalischen Informationen in einer zweiten Position im Abdruck dient
insbesondere zur Kennzeichnung von Post, dessen aufgedruckter Postwert geringer ist,
als der legale erforderliche Postwert. Der Bediener einer Frankiermaschine hat hier
aber keine Auswahlmöglichkeit auf die Kennzeichnung.
Seit der Einführung des elektronischen (digitalen) Druckens bei den Frankiermaschinen
können variable Informationen für entsprechende Elemente eines Druckbildes schnell
und leicht ausgetauscht werden (
DD 233 101 B5,
US 4746234).
[0003] Aus dem deutschen Gebrauchsmuster
DE 92 19 183 U1 (
US 5.471.925) ist eine Anordnung zur Klischeetextteiländerung für Frankiermaschinen bekannt. Mit
einem Druckermodul wird ein vollelektronisch erzeugtes Frankierbild gedruckt, das
ein elektronisch auswechselbares Werbeklischee und ein via Tastatur editierbares Klischeetextteil
aufweist. Das Werbeklischee befindet sich auf einer zweiten Position links neben einer
ersten Position, welche für die Frankierung vorgesehen ist.
Laut dem deutschen Gebrauchsmuster
DE 295 22 024 U1 (
US 5.852.813) ist eine Anordnung zur Dateneingabe in eine Frankiermaschine bekannt, die mit Eingabemitteln
und Ausgabemitteln ausgestattet ist, die mit einem Prozessorsystem verbunden sind.
Ein Betätigungsmittel dient zur Eingabe eines Befehls zum Aufruf einer während einer
Kommunikation übermittelten Werbung oder Information (Carrier-INFO). Andere Betätigungsmittel
sind dazu vorgesehen, um das Aussehen des Frankieraufdruckes in vorbestimmten Bereichen
zu verändern. Das Aussehen des Stempelbildes bzw. Frankieraufdruckes kann damit entsprechend
der aktuellen Erfordernisse an die Bedürfnisse unterschiedliche Beförderer angepasst
werden.
Ein weiteres Verfahren zum Erzeugen eines Druckbildes, welches in einer Frankiermaschine
auf einen Träger aufgedruckt wird, ist aus der
EP 762334 B1 bekannt.
Einem aus mehreren Elementen bestehenden Druckbild können unterschiedliche Sicherheitsstufen
zugeordnet sein (
DE 199 31 962 A1).
Das für Frankierungen bisher übliche Druckbild weist von rechts nach links einen Wert-
bzw. Frankierstempel gefolgt von einen Datums- bzw. Städtestempel auf. Bisher wurden
für alle Postbeförderer nur eine erste Position rechts oben auf dem Brief gewählt
(
DE 199 13 066 A1).
Diese Position darf in für große Briefformate vorteilhafter Weise nach links verschoben
werden. Die Deutschen Post AG erlaubt im Anschluss an eine ca. 74 mm lange und ca.
30 mm breite Fläche in der oberen rechten Ecke eines Briefkuverts, die für Frankierungen
vorgeschrieben ist, auch den Druck eines Werbeklischees und den Druck einer Versendungsart
(beispielsweise Päckchen, Brief, Drucksache oder Luftpost). Ein aus mehreren Elementen
bestehendes Druckbild muss einerseits den Anforderungen des jeweiligen staatlich beauftragten
Postbeförderer und andererseits den Anforderungen privater Postbeförderer genügen.
Auch ist eine Postbeförderung ein und desselben Poststückes durch unterschiedliche
Unternehmen/Dienste bekannt, denen unterschiedliche Beförderungsaufgabenteile zugeteilt
worden sind.
Aus der
DE 19925194 A1 ist ein Verfahren zur Postgutverarbeitung und Postgutverarbeitungssystem bekannt,
mit einer automatischen Postgutannahme in speziellen Aufgabestationen und mit einer
gestaffelten Postgutverarbeitung, beginnend mit einem Erfassen von Versanddaten und
einem Versehen des Postgutes mit einer maschinenlesbaren Markierung und Postaufbewahrung
in den Aufgabestationen. Durch ein erstes (privates) Postbeförderungsunternehmen erfolgt
ein Transport des markierten Postgutes zu einer entfernten Abgabestation und Übertragen
der Versanddaten zugeordnet der Markierung. Die entfernte Abgabestation umfaßt mindestens
eine Frankiereinrichtung mit einem Speicher, in welchen via Chipkarte die Versanddaten
zugeordnet zur Markierung übertragen werden. Basierend auf den Versanddaten wird eine
Frankierung des Postgutes in der Abgabestation des ersten (privaten) Postbeförderungsunternehmens
vorgenommen. Vorteilhaft ist, daß die Aufgabestationen nur mit Markierungsdruckern
aber nicht mit teueren Frankierdruckern ausgestattet werden müssen. Vorteilhaft kann
die Freimachung des zu transportierenden Postgutes nach dem Tarif des zweiten Beförderers
getrennt von der Postgutaufgabe erfolgen. Das hat für einen ersten Beförderer den
Vorteil, daß er für seine Dienstleistung frankiertes Postgut abzuliefern, mit einem
zweiten Beförderer einen Mengenrabatt aushandeln kann. Der erste Beförderer kann auch
mit weiteren Beförderern einen Mengenrabatt aushandeln. Die Frankiereinrichtung der
Abgabestation ist für eine Vielzahl an unterschiedlichen Beförderern einstellbar.
Deren Belieferung erfordert in der Abgabestation ein Ablagesystem mit einer steuerbaren
Weiche und einer Vielzahl an Ablagen, wobei eine jede dem jeweiligen Beförderer zugeteilt
ist. Die Frankiereinrichtung der Abgabestation ist programmiert, für jede Beförderungsaufgabe
den Beförderer mit dem günstigsten Tarif zu ermitteln. Während der erste Beförderer
von den Tarifunterschieden profitiert, hat die Belieferung unterschiedlicher Beförderer
für den Postabsender den Vorteil, daß aufgrund des Wettbewerbes die Tarife moderat
bleiben. Die Frankiereinrichtung basiert auf dem bekannten Frankiersystem Jetmail®
der Herstellerin Francotyp Postalia AG & Co.KG bestehend aus einer automatischen Zuführstation
(
DE 19912807 A1,
DE 19913065 C2 und
DE 19913974 C1), welche jedoch durch eine Barcode-Abstasteinrichtung, zum Beispiel vom Typ LS4100
der Firma Datalogic, vervollständigt wird (
DE 19925194 A1). Das Frankiersystem Jetmail CONCORD® der Herstellerin Francotyp Postalia AG & Co.KG,
besteht weiterhin aus einer dynamischen Waage (
DE 19833767 C2 =
US 6265675 B1,
DE 19860296 A1 und
DE19922881 C2) die poststromabwärts der automatischen Zuführ- und Abstaststation nachgeordnet ist
sowie außerdem aus einer Frankiermaschine (
DE 19757652 A1 =
US 6418422 B1,
DE 19911514 A1,
DE 19913066 A1 und
DE 19931962 A1), die poststromabwärts der dynamischen Waage nachgeordnet ist. Die benachbarten Stationen
des Frankiersystems Jetmail CONCORD® sind schnittstellenmäßig miteinander verbunden
(EP 875864 =
US 6178410).
Im Bereich der Postbearbeitung sind auch schon leistungsfähige Systeme zur Adresserkennung,
wie Scannersysteme mit OCR-Software zwecks nachfolgender Sortierung der Sendungen
verfügbar. Ein geeignetes Equipment von Postsortieranlagen der Firmen Siemens, NPI
und NEC bekannt. Weiterhin sind Systeme zur Barcodebeschriftung zwecks nachfolgender
Sortierung, insbesondere im Kuvertierbereich bekannt.
Im Zusammenhang mit der fortschreitenden Liberalisierung des europäischen Postmarktes
entstehen Marktchancen für kleinere Anbieter, die zum Beispiel in Deutschland vorwiegend
auf Basis einer "D-Lizenz" ihre Leistungen alternativ zu den ansässigen Postunternehmen
anbieten. Da im freien Wettbewerb das Preis-/Leistungsverhältnis über den Erfolg eines
Unternehmens entscheidet, ist der Druck zu effizienten Prozessen enorm hoch. Jedoch
können sich die vielen kleineren sog. "Privaten Briefdienstleister" aufgrund ihrer
überwiegend regionalen Tätigkeit keine teuren Sortieranlagen mit OCR-Scannersystemen
zur Automatisierung ihrer Prozesse leisten. Ziel ist es, eine wesentlich preiswertere
Lösung zur Automatisierung der Postbearbeitung zu erfinden.
[0004] Aus der
US 5,726,894 ist die Auswahl vor privaten Postbeförderern (Carriern) und von verschiedenen postalischen
Diensten (Drucksache, Briefdrucksache, Einschreiben ...) bekannt.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung zur Erzeugung eines Druckbildes
für Frankier- und Poststempelmaschinen zu schaffen. Die Erzeugung von Druckbildern
mit einer Anordnung von Elementen soll den unterschiedlichen Anforderungen der Beförderer
gerecht werden.
[0006] Der Erfindung liegt weiter die Aufgabe zugrunde, beliebige Poststücke bei einem ersten
Postbeförderer, insbesondere unsortierte Mischpost zu verarbeiten. Eine Abtastung
einer vorgedruckten Adresse im Adressenbereich des Poststückes soll beim ersten Postbeförderer
ermöglicht werden. Dabei soll eine Auswertung der Adresseninformation erfolgen, um
eine Sortierinformation zu erhalten, was für beim ersten Postbeförderer sortierte
Poststücke einen Rabatt bei einem zweiten Postbeförderer ermöglicht. Das beim ersten
Postbeförderer gedruckte Druckbild soll die Möglichkeit bieten, eine Sortierinformation
zu enthalten.
[0007] Die Aufgabe wird mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Es ist vorgesehen,
dass ein elektronisches Steuerungsmittel der Maschine mit Postbearbeitungsmitteln
verbunden ist, die Daten ermitteln, welche eine Poststückverarbeitung und -Sortierung
beim (privaten) ersten Postbeförderer ermöglichen. Die Postverarbeitungsmittel sind
in Abhängigkeit von Mitteln zur Adressenauswertung steuerbar, was den Vorteil hat,
dass für ausgewählte Poststücke nach einer Adressenauswertung ein ausgewählter Abschnitt
mit speziellen postalischen Informationen in einer zweiten Position durch die Druckermittel
gedruckt werden kann. Ein Abschnitt des Druckbildes ist für eine an eine erste Position
zu druckende Freimachungszone und ein anderer Abschnitt ist für eine an eine zweite
Position zu druckende spezielle postalische Informationen vorgesehen, wobei der für
Postbeförderungen gültige Abschnitt dem Beförderungsunternehmen entsprechend aus einer
Vielzahl auswählbar ist. Die speziellen postalischen Informationen (Kennzeichen, Datum
und Identifikator) können nun im Abschnitt anstelle des Werbeklischees an eine zweite
Position links neben der ersten Position aufgedruckt werden. Anstelle des Frankierstempels
kann an die erste Position ein Logo und eine Sortierinfo gedruckt werden. Alternativ
kann die erste Position unbedruckt bleiben. An eine dritte Position kann eine Versandarteninformation
gedruckt werden.
[0008] Die vorgenannten Postbearbeitungsmittel sind ein Computer und die Stationen eines
Frankiersystems, die miteinander betriebsmäßig verbunden sind, um eine Poststücksortierung
beim ersten Postbeförderer ermöglichen. Der Computer enthält Adressenauswertungsmittel.
Die Stationen umfassen mindestens ein Scanner-Modul und ein Transportmodul, die poststromaufwärts
einer Frankiermaschine angeordnet sind, wobei die Stationen und die Frankiermaschine
mit dem Computer verbunden sind und in Abhängigkeit von dessen Mitteln zur Adressenauswertung
steuerbar sind.
Das Scanner-Modul ermöglicht eine OCR-Abtastung einer vorgedruckten Adresse im Adressenbereich
des Poststückes und die Adressenauswertungsmittel gestatten, eine Auswertung der Adresseninformation
durchzuführen, um eine Sortierinformation zu erhalten, wobei in Abhängigkeit von der
dazu benötigten Rechenzeit und weiteren Parametern, wie verfügbare Rechenleistung,
eine zweistufig überlagerte Geschwindigkeitsregelung des Transportes von Poststücken
im Frankiersystem erfolgt.
Poststromabwärts der Frankiermaschine sind ein zweites Transportmodul und mindestens
ein Sortiermodul angeordnet, wobei die vorgenannten Stationen mit dem Computer verbunden
sind und in Abhängigkeit von dessen Mitteln zur Adressenauswertung steuerbar sind.
Im zweiten Transportmodul werden auf einem Transportband liegende Poststücke mit einer
steuerbaren Geschwindigkeit zu dem mindestens einem Sortiermodul transportiert.
Die Postbearbeitungsmittel können vorteilhaft ein Scanner-Modul, zwei Transportmodule
sowie mehrere Sortiermodule umfassen, die von dem Computer in Abhängigkeit von dessen
Adressenauswertungsmitteln steuerbar sind. Im ersten Transportmodul werden auf einem
Transportband stehende Poststücke mit einer steuerbaren Geschwindigkeit zur Frankiermaschine
transportiert.
[0009] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet
bzw. werden nachstehend zusammen mit der Beschreibung der bevorzugten Ausführung der
Erfindung anhand der Figuren näher dargestellt. Es zeigen:
- Figur 1,
- Briefkuvert mit einem Druckbild eines privaten Postbeförderers,
- Figur 2,
- Briefkuvert mit einem Druckbild eines privaten Postbeförderers mit aufgedruckten zusätzlichen
Informationen,
- Figur 3,
- Briefkuvert mit einem Druckbild eines staatlichen und privaten Postbeförderers,
- Figur 4,
- Briefkuvert mit einem versetzten Druckbild eines privaten Postbeförderers mit aufgedruckten
zusätzlichen Informationen.
- Figur 5,
- Blockbild des Frankiersystems Jetmail (prior art),
- Figur 6,
- Blockbild des Frankiersystems Jetmail mit mehreren Stationen beim privaten Postbeförderer,
- Figur 7,
- Geschwindigkeits-/Zeitdiagramm des Frankiersystems bei korrekter Empfängeradresse,
- Figur 8,
- Geschwindigkeits-/Zeitdiagramm des Frankiersystems bei korrigierter Empfängeradresse.
[0010] Die Figur 1 zeigt ein Briefkuvert mit einem von einer Frankiermaschine an eine zweite
Position gedruckten Druckbild eines privaten Postbeförderers.
Die bekannten Frankier- und Poststempelmaschinen weisen Druckermittel ansteuernde
elektronische Steuerungsmittel und Speichermittel für Daten auf, die in vorbestimmten
Abschnitten des Druckbildes auf einen Streifen oder auf ein Poststück gedruckt werden.
Es sind Mittel vorgesehen, dass gesteuert durch das elektronische Steuerungsmittel
links neben einer ersten Position in einer zweiten Position ein ausgewählter Abschnitt
2 mit speziellen postalischen Informationen 20 durch die Druckermittel gedruckt wird,
wobei die speziellen postalischen Informationen einen privaten Postbeförderer kennzeichnen.
Die speziellen postalischen Informationen 20 umfassen mindestens ein Datum 21, ein
Kennzeichen 22 für den ausgewählten privaten Postbeförderer und einen Identifikator
23 für das Poststück 8. Erfindungsgemäß sind Auswahlmittel vorgesehen und mit dem
Steuerungsmittel verbunden. Ein erstes Auswahlmittel zur Auswahl des Druckens eines
Abschnittes des Druckbildes wird betätigt, wodurch das Steuerungsmittel im Ergebnis
der Auswahl die Druckermittel so steuert, dass der jeweilig ausgewählte einen privaten/regionalen
oder staatlichen/universellen Postbeförderer kennzeichnende Abschnitt 2 oder 1 an
eine fest zugewiesene vorbestimmte Position gedruckt wird. Wie in der Figur 1 gezeigt,
wird der jeweilig ausgewählte einen privaten Postbeförderer kennzeichnende Abschnitt
2 an eine zweite Position gedruckt. Das Adressenfeld 4 ist vorgedruckt oder vorzugsweise
wird ein Fensterkuvert 8 verwendet.
[0011] Die Figur 2 zeigt ein Briefkuvert mit einem Druckbild eines privaten Postbeförderers
mit aufgedruckten zusätzlichen Informationen (Logo u.a.). Eine solche Anordnung von
Druckbildern ergibt sich, wenn ein privater Postbeförderer den Transport, eine Sortierung
und Briefzustellung vornimmt. Ein zweites Auswahlmittel ist zur Auswahl des Druckens
von einem Logo 5 und einer Sortierinformation 6 vorgesehen. Das Steuerungsmittel steuert
im Ergebnis der Auswahl die Druckermittel so, dass das Logo 5 und die Sortierinformation
6 an die erste Position in zugehörige 53 mm und 21 mm lange Felder des ersten Abschnittes
gedruckt werden.
Ein drittes Auswahlmittel ist zur Auswahl des Druckens von einem Produktcode oder
einer Versandart vorgesehen. Das Steuerungsmittel steuert das Drucken der vorgenannten
Informationen in einem dritten Abschnitt 3 an eine dritte Position links neben die
zweite Position. Die Druckbreite für die kennzeichnenden Carrierinformation 22 und
anderen speziellen postalischen Informationen 20 (Datum 21 und Identifikator 23) beträgt
mindestens 25 mm und die Länge 44 mm. Der Identifikator 23 wird in Form eines Barcodes
und ggf. auch in Form alphanumerischer Zeichen gedruckt.
[0012] Die Figur 3 zeigt ein Briefkuvert 8 mit einem an eine erste Position gedruckten Druckbild
eines staatlichen/universellen Postbeförderers (hier zum Beispiel DPAG) und mit einem
an eine zweite Position gedruckten Druckbild eines privaten/regionalen Postbeförderers.
Eine solche Anordnung von zwei Druckbildern ergibt sich, wenn beide Postbeförderer
am Transport und Briefzustellung beteiligt sind. Der jeweilig ausgewählte den staatlichen/universellen
Postbeförderer kennzeichnende Freimachungsabschnitt 1 wird immer nur an die erste,
der jeweilig ausgewählte den privaten/regionalen Postbeförderer kennzeichnende Abschnitt
2 nur an die zweite Position und jeweilig ausgewählte Versandarten oder Produktcode
kennzeichnende Abschnitt 3 nur an eine dritte Position gedruckt.
[0013] Die Figur 4 zeigt ein Briefkuvert mit einem versetzten Druckbild eines privaten Postbeförderers
mit aufgedruckten zusätzlichen Informationen, wie es prinzipiell bereits anhand der
Figur 2 erläutert wurde. Der Versatz 7 ist für großformatige Briefkuverte 8 über weitere
Auswahlmittel einstellbar.
[0014] Die Auswahlmittel sind vorzugsweise Bestandteile einer Benutzerschnittstelle oder
von anderen geeigneten Eingabemitteln. Beispielsweise werden in Verbindung mit den
von einer Anzeigeeinheit dargestellten Schirmbild sogenannte Softkeys verwendet, wobei
programmierbar den Tasten einer Tastatur eine aus einer Vielzahl von Funktionen zugeordnet
sind. Die Druckermittel, Anzeigeeinheit, Eingabemittel und Speichermittel sind mit
dem elektronischen Steuerungsmittel verbunden, wie das beispielsweise aus dem deutschen
Gebrauchsmuster
DE 92 19 183 U1 (
US 5.471.925) für Frankiermaschinen bekannt ist. Die in vorbestimmten Abschnitten des Druckbildes
auf einen Streifen oder auf ein Poststück gedruckten Daten können durch eine einzige
oder zwei Frankiermaschinen gedruckt werden. Alternativ kann der zweite Abschnitt
zuerst durch eine Postbearbeitungsmaschine oder durch einen via Computer gesteuerten
Bürodrucker gedruckt werden, bevor das Poststück zu einer Frankiermaschine gelangt,
die den ersten Abschnitt des Druckbildes in an sich bekannter Weise druckt. Der zweite
Abschnitt 2 kann dann auch von einem Bürodrucker zusammen mit dem Adressenfeld 4 auf
ein Kuvert gedruckt werden. In dieser speziellen Variante können die Druckfarbe von
dem zweiten Abschnitten des Druckbildes und dem Adressenfeld 4 gleich sein. Das schliesst
aber eine andere Variante nicht aus, bei welcher die Daten des zweiten Abschnittes
in einer anderen Farbe gedruckt werden, beispielsweise auf Verlangen des privaten
Postbeförderers. In einer anderen Variante wird der erste Abschnitt mit den Daten
des staatlichen Postbeförderers vom Bürodrucker gleich mitgedruckt. Der den Bürodrucker
ansteuernde Computer ist mit einer Postbearbeitungsfunktion ausgestattet. Die Druckfarbe
von dem ersten und zweiten Abschnitten des Druckbildes und dem Adressenfeld 4 kann
entsprechend den Postbefördereranforderungen gleich sein oder unterschiedlich sein.
[0015] Es ist vorgesehen, dass die speziellen postalischen Informationen (20) in einer für
den ausgewählten privaten Postbeförderer typischen Farbe gedruckt werden. Das Logo
5 und die Sortierinformation 6 können an die erste Position in derselben für den ausgewählten
privaten Postbeförderer typischen Farbe oder in einer anderen Farbe gedruckt werden.
[0016] Wird aber ein Fensterumschlag verwendet, dann können beide Abschnitte 2 und 1 bzw.
2, 5 und 6 auch in einer einheitlichen Farbe von einer einzigen Frankiermaschine gedruckt
werden.
[0017] In der Figur 5 ist ein Blockbild des bekannten Frankiersystems Jetmail® dargestellt.
Das vorbekannte Frankiersystems 10' besteht aus einer Frankiermaschine 15', an welche
poststromabwärts eine Ablagebox 19' und poststromaufwärts eine automatische Zuführstation
11' und dynamische Waage 12' angeschlossen sind. Via Zuführstation 11' wird ein Stapel
an auf der Kante stehenden Poststücken vereinzelt und der dynamischen Waage 12' zugeführt.
Die frankierten und abgelegten Poststücke werden gestapelt. Der Ablagebox 19' ist
ein Stapel an liegenden Poststücken entnehmbar. An eine erste und zweite Schnittstelle
der Frankiermaschine 15' sind über Kabel die automatische Zuführstation 11', dynamische
Waage 12' und ein Personalcomputer 16' elektrisch angeschlossen. Die Frankiermaschine
15' ist mit einem entfernten Teleportodatenzentrum 30' (gestrichelt gezeichnet) zwecks
Guthabennachladung kommunikativ verbindbar. Die Frankiermaschine 15' ist mit Mitteln
zur Portogebührenberechnung ausgestattet. Von einem entfernten Servicecenter 31' (gestrichelt
gezeichnet) kann eine aktuelle Portogebührentabelle zur Frankiermaschine 15' bzw.
zum Frankiersystem 10' übermittelt werden.
[0018] In der Figur 6 ist ein Blockbild des Frankiersystems Jetmail® mit mehreren Stationen
zur Postbearbeitung beim privaten Postbeförderer dargestellt. Zwischen einer an einer
automatischen Zuführstation 11 angeschlossenen dynamischen Waage 12 und einer Frankiermaschine
15 sind zwei Stationen angeordnet. Die erste Station ist ein Scanner-Modul 13, welches
das Adressenfeld eines Poststückes nach einer Empfängeradresse abtastet. Die zweite
Station ist ein Transportmodul 14, welches die Geschwindigkeit eines transportierten
Poststückes verringern kann.
Der Personalcomputer 16 ist schnittstellenmäßig über ein Kabel A am Scanner-Modul
13 und über ein Kabel B am Transportmodul 14 sowie über ein Kabel C an der Frankiermaschine
15 elektrisch angeschlossen.
Die Frankiermaschine 15 ist außerdem schnittstellenmäßig über ein Kabel D am Transportmodul
14 elektrisch angeschlossen. Das Transportmodul 14 ist schnittstellenmäßig über ein
Kabel E am Scanner-Modul 13 elektrisch angeschlossen. Das Scanner-Modul 13 ist schnittstellenmäßig
über ein Kabel F an der dynamischen Waage 12 elektrisch angeschlossen. Die dynamischen
Waage 12 ist schnittstellenmäßig über ein Kabel G an der automatischen Zuführstation
11 elektrisch angeschlossen. Der Personalcomputer 16 ist schnittstellenmäßig über
ein Kabel H am Transportmodul 17 elektrisch angeschlossen. Das Transportmodul 17 ist
schnittstellenmäßig über ein Kabel K an einem ersten Sortier-Modul 18 elektrisch angeschlossen.
Das erste Sortier-Modul 18 ist schnittstellenmäßig über ein Kabel L an einem zweiten
Sortier-Modul 19 elektrisch angeschlossen. Die Frankiermaschine 15 ist außerdem schnittstellenmäßig
über ein Telefonkabel T an einem entfernten Teleportodatenzentrum 30 sowie Servicecenter
31 (gestrichelt gezeichnet) elektrisch angeschlossen.
Wenn beide eine Empfängeradresse und ein Briefinhalt via einem Computer gesteuerten
Bürodrucker bei den Kunden gedruckt werden und dann jeder Brief mit einem Fensterumschlag
kuvertiert wird, bevor das Poststück zu einem Frankiersystem beim ersten Postbeförderer
gelangt, kann der erste Postbeförderer die Dienstleistung Frankieren für den Kunden
und die Dienstleistung Sortieren für den zweiten Postbeförderer erbringen. Er profitiert
dabei von einem für sortierte Poststücke vom zweiten Postbeförderer gewährten Rabatt.
Ein Stapel von Poststücken liegt an der automatischen Zuführstation 11 an und wird
vereinzelt. Jedes Poststück wird mit der dynamischen Waage 12 gewogen und im Scanner-Modul
13 nach der Empfängeradresse abgetastet. Das Scanner-Modul 13 liefert zum Personalcomputer
16 Scannerdaten über das Schnittstellenkabel C. Wird die im Adressenfeld eines Poststückes
abtastete Empfängeradresse im Personalcomputer 16 wiedererkannt, dann hält die im
Poststrom folgende Station die bisherige Geschwindigkeit eines transportierten Poststückes
aufrecht. Die vorgenannte Station ist ein Transportmodul 14, welches die Geschwindigkeit
eines transportierten Poststückes verringern kann, solange bis die abgetastete Empfängeradresse
vom Personalcomputer 16 wiedererkannt wird.
Das Transportmodul 14 wird entsprechend über das Schnittstellenkabel B vom Personalcomputer
16 angesteuert, um die Geschwindigkeit eines transportierten Poststückes zu verringern
oder ggf. um den Transport anzuhalten, wozu es auch selbststätig in der Lage ist.
Über die Schnittstellenkabel D bis G wird eine Nachricht weitergeleitet, dass die
Transportgeschwindigkeit eines nachfolgend transportierten Poststückes M zu verringern
oder höchstens beizubehalten ist. Über das Schnittstellenkabel A bekommt der Personalcomputer
16 vom Frankiersystem 10 die Rückmeldung über die Transportgeschwindigkeit eines aktuell
zu transportierenden Poststückes M.
Dabei ist eine zweistufig überlagerte Geschwindigkeitsregelung in Abhängigkeit von
mindestens einem der Parameter verfügbaren Rechenleistung, Rechenzeit zur Adressenkorrektur
bzw. Umfang der zu druckenen Daten vorgesehen. Vom Personalcomputer 16 wird der entsprechende
Parameter - beispielsweise betreffend den Umfang der zu druckenen Daten - über das
Schnittstellenkabel A an das Frankiersystem 10 übermittelt.
Alternativ ist ein dezentraler Steuermodus für das erste Transportmodul 14 vorgesehen,
so dass die Transportgeschwindigkeit eines aktuell zu transportierenden Poststückes
M in Abhängigkeit vom Umfang der zu druckenen Daten höchstens beibehalten bzw. verringert
wird. Vom Personalcomputer 16 wird dazu der Parameter betreffend den Umfang der zu
druckenen Daten über das Schnittstellenkabel B an das erste Transportmodul 14 übermittelt,
das eine Mikroprozessorsteuerung (nicht gezeigt) aufweist. Die Mikroprozessorsteuerung
ist programmiert, die Transportgeschwindigkeit für das aktuell zu transportierende
und nachfolgend zu bedruckende Poststück M entsprechend zu ändern.
Der Personalcomputer 16 steuert über das Schnittstellenkabel H das zweite Transportmodul
17 derart, dass die Transportgeschwindigkeit eines aktuell zu transportierenden Poststückes
M auf einen vorbestimmten Wert der Transportgeschwindigkeit erhöht wird. Alternativ
ist ein dezentraler Steuermodus für das zweite Transportmodul 17 vorgesehen, so dass
die Transportgeschwindigkeit eines aktuell zu transportierenden Poststückes M automatisch
auf einen vorbestimmten Wert der Transportgeschwindigkeit erhöht wird.
Der Personalcomputer 16 gibt über das Schnittstellenkabel H Steuerdaten bzw. Parameterdaten
an das Transportmodul 17 weiter, wobei Steuerdaten, die nicht für das Transportmodul
17 bestimmt sind, schnittstellenmäßig über Kabel K und L an Sortier-Module 18, 19
weitergeleitet werden.
Es ist vorgesehen, dass die Postbearbeitungsmittel ein Scanner-Modul 13, zwei Transportmodule
14 und 17 sowie mindestens ein oder mehrere Sortiermodule 18 und 19 umfassen, die
von dem Computer 16 in Abhängigkeit von dessen Adressenauswertungsmitteln steuerbar
sind. Dabei können bis zu 98 Aussteuerungsfächer, die in den Sortiermodulen unterhalb
von Poststückweichen angeordnet sind, zu Sortierzwecken betrieben werden. Es ist weiterhin
vorgesehen, dass ein erstes Transportmodul 14 auf der Kante stehende Poststücke transportiert
während der ein zweites Transportmodul 17 auf der Seite liegende Poststücke transportiert.
Bei denen zum Frankiersystem Jetmail CONCORDE® neu hinzugekommenen Stationen 13 und
14 handelt es wieder um solche mit einer eigenen Intelligenz ausgestatteten Peripheriegeräte
der Frankiermaschine. Somit ähneln sie in ihrem steuerungsmäßigen und konstruktiven
Aufbau im wesentlichen dem Aufbau der übrigen Stationen 11 und 12 des Frankiersystems
Jetmail ®. Das OCR-Scanner-Modul 13 und das erste Transportmodul 14, weisen eine Transporteinheit
(nicht gezeigt) auf, die derjenigen der dynamischen Waage 12 entspricht, die jedoch
ohne deren Wiegezelle auskommt. Die Transporteinheit weist eine Rückwand zur Führung
des Poststückes und eine Transporteinrichtung mit einem Transportriemen auf, auf welchem
das Poststück auf der Kante stehend transportiert wird. Die Steuerung (nicht gezeigt)
der Transporteinheit umfaßt einen Mikroprozessor, welcher mit einem Programmspeicher,
mit einem nichtflüchtigen Speicher sowie mit mehreren Schnittstellen zur Ein- und
Ausgabe verbunden ist. Der Mikroprozessor ist - in nicht gezeigter Weise - mit einem
Motor der Transporteinheit über einen Treiber, mit einem Geschwindigkeitssensor und
mit Sensoren betriebsmäßig verbunden, um Geschwindigkeitssignale und Sensorsignale
zu empfangen und um Steuerbefehle an die Transporteinheit zu senden. Letztere enthält
vorzugsweise einen Gleichstrommotor, welcher mit Gleichstromimpulsen gespeist wird,
wobei sich aufgrund des Verhältnisses der Impulslänge zur Impulspause eine bestimmte
Drehzahl einstellt. Als Gleichstrommotor ist zum Beispiel der Typ M42x15 Gefeg-Antriebstechnik
und als Geschwindigkeitssensor ein Encoder geeignet, welcher mit ersterem mechanisch
gekoppelt ist. Der Motor kann über ein geeignetes Getriebe mit einer Antriebsrolle
für den Transportriemen verbunden. Ein erster Sensor stromaufwärts dient als Einlaufsensor
und ein zweiter Sensor stromabwärts dient als Auslaufsensor. Zu den Sensoren gehört
eine Auswerteschaltung, welche digitale Signale an den Mikroprozessor abgibt. Ein
Sensor kann beispielsweise als Lichtschranke ausgebildet sein.
Natürlich können auch andersartig aufgebaute Stationen eines anderen Frankiersystem
verwendet werden. Alternativ kann eine wahlfreie Variante für Stationen mit stehenden
oder liegenden Transport vorgesehen sein, entsprechend den Anforderungen, die bei
einem anderen zum Einsatz kommenden Frankiersystem bestehen.
Im nichtflüchtigen Speicher jeder der Stationen sind Parameter, zum Beispiel für die
Soll-Geschwindigkeitsstufen gespeichert, wobei eine Geschwindigkeitsregelung auf eine
vorbestimmte Sollgeschwindigkeit im Zeitintervall zwischen dem Zeitpunkt des Verlassens
der automatischen Zuführstation 11 (AZ) und dem Zeitpunkt des Verlassens der Frankiermaschine
15 (FM) durch die Steuerung ermöglicht wird. Über die Schnittstellen können neue Parameter
eingegeben und im nichtflüchtigen Speicher speichert werden. Damit ist eine Steuerung
der Transportgeschwindigkeit möglich unterhalb einer maximalen Geschwindigkeit, die
im gegebenen Beispiel Jetmail CONCORDE® Vmax = 0,680 m/s beträgt.
Die Jetmail CONCORDE® erlaubt das Frankieren von maximal 3500 Poststücken pro Stunde
bei Mischpost und von maximal 7000 Poststücken pro Stunde bei HiSpeed-Betrieb von
Formaten bis C5 und maximal 3 mm dicken Poststücken. Der HiSpeed-Betrieb, d.h. Betrieb
bei abgeschalteter Waagefunktion und Formaterkennung, ist für Poststücke von gleichen
Format und Gewicht, zum Beispiel Infopost oder Werbepost, vorgesehen.
Die Poststücke gelangen pro Kunde gesammelt mit einer Kundenkarte zur Anlage an das
System. Die Kundenkarte enthält Kundeninformationen, Barcode und ggf. weitere Informationen.
Sie wird zum Beispiel vom Scannermodul 13 gescannt oder in eine Chipkartenleseeinheit
eingesteckt und gelesen. Somit gelangen vor der Verarbeitung von Poststücken mindestens
die Kundeninformationen in das System, welches bei Nicht-Lesung der Kundenkarte gestoppt
wird. Die gesammelten Poststücke müssen nicht nach Format oder Gewicht vorsortiert
werden, was einen entscheidenden Vorteil der Mischpostverarbeitung darstellt. Nach
der Formaterkennung in der automatischen Zuführstation und dem Wiegen in der dynamischen
Waage liest eine OCR-Einheit die Empfängeradresse im Lesefenster des Scannermoduls,
sofern diese maschinenlesbar ist. Das Lesefenster hat die Abmaße 15 mm bis 145 mm
ab Briefoberkante, mit welcher jeder Brief auf dem Transportriemen steht, bis 200
mm Länge in Transportrichtung. Anschließend wird das Poststück (Brief) mit den relevanten
Daten Bacode-Information, Sotierinformation, Datum, Befördererinformation, ggf. Kundenlogo,
wobei 9 bis 20 Kundenlogos im Frankiersystem gespeichert sind und eine Nachladung
von weiteren bzw. anderen Kundenlogos beispielsweise per Chipkarte möglich ist.
Die Steuerung eines Frankiersystems kann zum Beispiel so erfolgen, dass die Frankiermaschine
15 ein Druckbild bei definierten Geschwindigkeitsstufen z.B. 0,4 m/s oder 0,6 m/s
in Abhängigkeit davon ausdrucken kann, ob eine vom Scanner-Modul abgetastete Adresse
bearbeitet bzw. berichtigt werden muß oder sofort als richtig erkannt wird.
Die erforderliche Adressenverarbeitung erfolgt im an die Frankiermaschine 15 (FM)
angeschlossenen Personalcomputer 16 (PC). Konkret muss für jede gelesene Adresse ein
Abgleich mit einer Datenbank erfolgen, um festzustellen, ob es sich um eine gültige
Adresse handelt. Dazu wird zum Beispiel ein Plausibilitätscheck eines in der Adresse
angegebenen Straßennamens zur Postleitzahl durchgeführt. In den Fällen, in denen die
gelesene Adresse sofort als gültig eingestuft wird, erfolgt die Zuordnung zu den Sortierdaten,
die dann wahlweise auch als Sortierinformation 6 online auf das Poststück aufgedruckt
werden (Figur 2).
Kritisch wird es hinsichtlich der PC-Bearbeitungszeit, wenn die gelesene Adresse nicht
sofort als gültige Adresse eingestuft werden kann, denn nun kommen intelligente Fehlerkorrekturmechanismen
zum Tragen, um möglichst doch noch eine gültige Adresse ermitteln zu können. Zum Beispiel
können hier Korrekturen von Straßennamen durchgeführt werden, insbesondere wenn vom
Versender Abkürzungen benutzt wurden. Kritisch ist dieser Vorgang in zweierlei Hinsicht:
Zum einen soll das korrigierte Ergebnis eine möglichst hohe Trefferquote erreichen,
um nicht unzulässige, also Falschkorrekturen durchzuführen (dieses Problem soll an
dieser Stelle jedoch nicht näher beleuchtet werden), zum anderen erfordert dieser
Vorgang Rechenzeit, das Ergebnis muss jedoch rechtzeitig vor Erreichen des Poststückes
an der Druckstation vorliegen, da sonst die Sortierinformationen nicht online gedruckt
werden könnten.
Statt die Transportgeschwindigkeit des Frankiersystems einmalig entsprechend langsam
einzustellen, um alle diese "worst cases" abfangen zu können, erfolgt eine zweistufig
überlagerte Geschwindigkeitsregelung des Frankiersystems. Das hat den Vorteil das
der Durchsatz des Frankiersystems nicht nachteilig beeinflusst wird, insbesondere
wenn die Problemfälle nur einen kleinen Anteil am Gesamt-Postgutaufkommen ausmachen.
Solche Poststücke, deren Adressen einem Korrekturversuch unterzogen werden müssen,
sind normalerweise selten.
Die zweistufig überlagerte Geschwindigkeitsregelung des Systems weist erstens eine
unterlagerte Geschwindigkeitsregelung auf, mit der die Systemgeschwindigkeit auf die
tendenzielle "Qualität" (d. h. den Anteil an Korrektur-Adressen) des Postgutaufkommens
reagiert. Sind z. B. keine "Korrektur-Adressen" innerhalb eines Zeitraumes Δt oder
einer Stückzahl n vorhanden, dann wird die Systemgeschwindigkeit auf ein Maximum hochgeregelt.
Sobald eine Korrekturadresse auftaucht, wird - vom Personalcomputer 16 gesteuert -
die Geschwindigkeit um eine Stufe heruntergeregelt und je mehr Korrekturadressen prozentual
auftauchen, desto geringer wird die unterlagerte Geschwindigkeit.
Eine zweite, überlagerte Geschwindigkeitsregelung reagiert sehr schnell auf jeden
einzelnen Brief. Zum Beispiel ist es denkbar, aber nicht sehr wahrscheinlich, dass
von 1000 Briefen 999 Briefe eine fehlerfreie Adresse haben und nur einer der Briefe
hat eine völlig falsche. In diesem Fall wäre die unterlagerte Geschwindigkeitsregelung
zu langsam, um für die Adresse des einen Briefes ein Korrekturversuch zu starten.
Deshalb hat die zweite überlagerte Geschwindigkeitsregelung die Möglichkeit, das System
ganz zu stoppen und eine definierte Maximalzeit auf ein Korrekturergebnis zu warten.
Typischerweise stoppt der betreffende Brief dann auch an einer definierten Stelle,
nämlich nahe dem Übergang zwischen dem Transportmodul 17 (TM1) und der Frankiermaschine
15 (FM). Der genaue Ort ist aber für die grundsätzliche Durchführung unerheblich.
Der Nachteil des Stoppens ist natürlich, dass eine Wiederanlaufzeit zum Beschleunigen
des Systems erforderlich ist. Deshalb ist die Kombination der beiden Geschwindigkeitsregelsysteme
so vorteilhaft, weil damit für beide Komponenten:
- a) der langsamen, unterlagerten und tendenziellen Entwicklung sowie
- b) dem kurzfristigen Zustand Rechnung getragen wird.
[0019] Die unterlagerte Steuerung berücksichtigt neben der Qualität der Briefe auch noch
weitere Kriterien, wie zum Beispiel die zur Verfügung stehende Rechnerleistung. Wenn
beispielsweise neben der Systemverarbeitung an dem PC auch noch andere Prozesse ausgeführt
werden, wie zum Beispiel eine manuelle Adresssuche durch einen Anwender, dann steht
dem Systemprozess nicht die volle Rechnerleistung zur Verfügung und die unterlagerte
Geschwindigkeitsregelung würde entsprechend durch Verlangsamung der Transportgeschwindigkeit
reagieren. Es ist vorgesehen, dass auch noch andere Kriterien für die Geschwindigkeitsregelung
relevant sein können, wie zum Beispiel der Lesemodus: Wird mit Lesefenster, d. h.
einem vordefinierten Adressfensterbereich in dem sich die Adresse auf dem Brief befindet,
was die Lesung deutlich beschleunigt, gearbeitet oder nicht oder werden überhaupt
Adressen gelesen oder vielmehr Barcodes usw.
[0020] Die Figur 7 zeigt ein Geschwindigkeits-/Zeitdiagramm des Frankiersystems bei korrekter
Empfängeradresse, wobei eine Geschwindigkeitsregelung auf eine erste vorbestimmte
Sollgeschwindigkeit V
1 = 0,6 m/s im Zeitintervall zwischen dem Zeitpunkt t
1 beim Verlassen der automatischen Zuführstation 11 (AZ) und dem Zeitpunkt t
5 beim Verlassen der Frankiermaschine 15 (FM) erfolgt. In dem Transportmodul 17 (TM2),
das am Ausgang der Frankiermaschine 15 angeschlossen ist wird die Transportgeschwindigkeit
bis zum Zeitpunkt t
6 beim Verlassen des Transportmoduls 17 (TM2) auf eine zweite vorbestimmte Sollgeschwindigkeit
V
2 = 1,0 m/s erhöht und während des Sortierprozesses t
6, t
7 ... t
x in den einzelnen Sortiermodulen 18, 19 ...xx beibehalten.
[0021] In der Figur 8 wird ein Geschwindigkeits-/Zeitdiagramm des Frankiersystems bei korrigierter
Empfängeradresse gezeigt. In einer Variante (durchgehende Linie) wird im Zeitintervall
zwischen den Zeitpunkten t
3 und t
4, d.h. vor dem Verlassen des Transportmoduls 14 (TM1) auf eine dritte vorbestimmte
Sollgeschwindigkeit V
3 = 0,4 m/s heruntergeregelt und die Geschwindig-keit während des Frankierens beibehalten.
In einer anderen Variante (gepunktete Linie) wird im Zeitintervall zwischen den Zeitpunkten
t
3 und t
4, d.h. vor dem Verlassen des Transportmoduls 14 (TM1) auf eine vierte vorbestimmte
Sollgeschwindigkeit V
4 = 0 m/s heruntergeregelt und somit der Tranport gestoppt. Die Geschwindigkeit wird
nach dem Beheben des Problems der Adressenerkennung wieder auf die dritte vorbestimmte
Sollgeschwindigkeit V
3 = 0,4 m/s heraufgeregelt und während des Frankierens beibehalten.
In einer weiteren Variante (Strich/Punkt-Linie) wird im Zeitintervall zwischen den
Zeitpunkten t
3 und t
4, d.h. vor dem Verlassen des Transportmoduls 14 (TM1) auf die vierte vorbestimmte
Sollgeschwindigkeit V
4 = 0 m/s heruntergeregelt und somit der Tranport gestoppt. Die Geschwindigkeit wird
nach dem Beheben des Problems der Adressenerkennung wieder auf die erste vorbestimmte
Sollgeschwindigkeit V
1 = 0,6 m/s heraufgeregelt und während des Frankierens beibehalten.
[0022] Basierend auf der Tatsache, dass der überwiegende Teil der beförderten Sendungen,
insbesondere im geschäftlichen Bereich mit einem PC generiert wurde, wird davon ausgegangen,
dass eine PC-Software einen Barcode im Adress(fenster)bereich des Schriftstückes generiert,
der in der nachfolgenden Bearbeitung mit preiswerten Barcodescannern (ohne OCR- Software)
sicher und zuverlässig gelesen werden kann. Damit wird nicht nur eine signifikante
Vereinfachung des Poststückbearbeitungsprozesses erzielt, sondern es wird auch die
Lese-Zuverlässigkeit aufgrund von Barcode-Redundanzen deutlich verbessert.
Das ermöglicht eine signifikante Vereinfachung und damit Verbilligung des nachfolgenden
Postbearbeitungsprozesses in Verbindung mit dem Sortieren von Post. Die Einsparung
auf seiten der Postbeförderer können in Form von Rabatten an die PC-Nutzer weitergegeben
werden, wodurch sich die Anschaffung der PC-Software amortisiert. Letztere basiert
auf einer Tabelle mit den Informationen über Postleitzahl, Straßenname und Hausnummer
und codiert diese Informationen in dem bereits erwähnten Barcode. Auf der Basis dieses
grundsätzlichen Verfahrens sind verschiedene Ausgestaltungen denkbar:
- Die Überprüfung der Adressinformationen auf Plausibilität ist möglich.
- Um unabhängig von den unterschiedlichen Textverarbeitungsprogrammen zu werden, ist
eine Nachbearbeitung im Druckertreiber möglich. Hier liegen die vollständigen Druckinformationen
in einheitlichem Format vor und es kann nachträglich durch Auswertung der Adresse
der betreffende Barcode eingefügt werden.
- Die SW kann eine Nutzer / Identnummer im Barcode hinterlegen, um so die gewährte Rabattierung
brief- und absendergenau zu gewährleisten.
- Es ist denkbar, auch den Namen des Adressaten oder / und auch den Absender zu codieren
und so eine Sendungsverfolgung zu ermöglichen (bis hin zum Scannen der Sendung bei
Zustellung).
- Anhand der Barcodeinformationen ist eine detaillierte Rechnungslegung für jeden Kunden
unproblematisch möglich.
- Der Briefbeförderer kann unsortierte Post verarbeiten, ein Vorsortieren und/oder Trennung
nach Kunden entfällt.
- Einschreibendokumentation ist auf seiten der Postbeförderer unproblematisch realisierbar.
- Die Software kann zwischen Inland und Auslandssendungen unterscheiden und das Feature
Barcode-Generierung in Abhängigkeit davon steuern.
- Die Software ist vor Raubkopien durch einen Dongle geschützt.
- Die Software kann im Barcode vorselektierte Sendungsarten (Auftragsdaten) hinterlegen.
- Die Software kann im Barcode Prüfziffern des Briefinhalts hinterlegen und so Zertifikate
erzeugen.
[0023] Es wird deutlich, dass hier enormes Ratiopotential für die derzeit etablierten Postbearbeitungsprozesse
einerseits und Möglichkeiten für neue Dienstleistungen andererseits aufgezeigt sind.
Verschiedene Ausführungsformen der Erfindungsidee auf Basis der oben erwähnten Aspekte
z. B. mit variierenden Barcodes, Verarbeitung im Dongle, Pay per Click Abrechnungsverfahren
sind denkbar.
[0024] Die Erfindung ist nicht auf die vorliegenden Ausführungsform beschränkt, da offensichtlich
weitere andere Anordnungen bzw. Ausführungen der Erfindung entwickelt bzw. eingesetzt
werden können, die von den anliegenden Patentansprüchen umfasst werden.
1. Anordnung zur Erzeugung eines Druckbildes für Frankier- und Poststempelmaschinen,
die Druckermittel ansteuernde elektronische Steuerungsmittel und Speichermittel für
Daten enthalten, die für mindestens einen ersten Postbeförderer in vorbestimmten Abschnitten
des Druckbildes auf einen Streifen oder auf ein Poststück gedruckt werden,
dadurch gekennzeichnet,
- dass mindestens ein Auswahlmittel zur Auswahl von speziellen postalischen Informationen
(20) vorgesehen und mit dem Steuerungsmittel verbunden ist, dass gesteuert durch das
elektronische Steuerungsmittel links neben einer ersten Position in einer zweiten
Position ein ausgewählter Abschnitt mit speziellen postalischen Informationen (20)
durch die Druckermittel gedruckt wird,
- dass das elektronische Steuerungsmittel der Frankiermaschine (15) mit Postbearbeitungsmitteln
(13 und 16) verbunden ist, die Daten ermitteln, welche eine Poststückverarbeitung
und -sortierung beim ersten Postbeförderer ermöglichen,
- dass die vorgenannten Postbearbeitungsmittel einen Computer (16) und Stationen (13, 14)
eines Frankiersystems (10) einschließen, die miteinander betriebsmäßig verbunden sind,
um die Poststücksortierung beim ersten Postbeförderer ermöglichen sowie dass der Computer
(16) Adressenauswertungsmittel enthält, wobei die Stationen mindestens ein Scanner-Modul
(13) und ein Transportmodul (14) umfassen, die poststromaufwärts der Frankiermaschine
(15) angeordnet sind, wobei die Stationen und die Frankiermaschine mit dem Computer
(16) verbunden sind und in Abhängigkeit von dessen Mitteln zur Adressenauswertung
steuerbar sind,
- dass poststromabwärts der Frankiermaschine (15) ein zweites Transportmodul (17) und mindestens
ein Sortiermodul (18) angeordnet sind, wobei die vorgenannten Stationen mit dem Computer
(16) verbunden sind und in Abhängigkeit von dessen Mitteln zur Adressenauswertung
steuerbar sind.
2. Anordnung, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Postbearbeitungsmittel ein Scanner-Modul (13), zwei Transportmodule (14 und 17)
sowie Sortiermodule (18 und 19) umfassen, die von dem Computer (16) in Abhängigkeit
von dessen Adressenauswertungsmitteln steuerbar sind.
3. Anordnung, nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Scanner-Modul (13) eine OCR-Abtastung einer vorgedruckten Adresse im Adressenbereich
des Poststückes ermöglicht und die Adressenauswertungsmittel eine Auswertung der Adresseninformation
durchführen, um eine Sortierinformation zu erhalten und das in Abhängigkeit von der
dazu benötigten Rechenzeit, eine zweistufig überlagerte Geschwindigkeitsregelung des
Transportes von Poststücken im Frankiersystem erfolgt.
4. Anordnung, nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die zweistufig überlagerte Geschwindigkeitsregelung in Abhängigkeit von mindestens
einem der Parameter
- verfügbaren Rechenleistung,
- Rechenzeit zur Adressenkorrektur,
- Umfang der zu druckenden Daten erfolgt.
5. Anordnung, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die speziellen postalischen Informationen (20) einen zweiten Postbeförderer kennzeichnen,
wobei die speziellen postalischen Informationen (20) mindestens ein Datum (21), ein
Kennzeichen (22) für einen ausgewählten privaten/regionalen Postbeförderer und einen
Identifikator (23) für das Poststück enthalten.
6. Anordnung, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein erstes Auswahlmittel vorgesehen ist, dass zur Auswahl des Druckens eines Abschnittes
des Druckbildes dient und mit dem Steuerungsmittel verbunden ist, wobei das Steuerungsmittel
im Ergebnis der Auswahl die Druckermittel so steuert, dass der jeweilig ausgewählte
einen privaten/ regionalen oder staatlichen/universellen Postbeförderer kennzeichnende
Abschnitt (2 oder 1) an eine fest zugewiesene vorbestimmte Position gedruckt wird.
7. Anordnung, nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der jeweilig ausgewählte einen staatlichen bzw. universellen Postbeförderer kennzeichnende
Abschnitt (1) an eine erste und der jeweilig ausgewählte einen privaten bzw. regionalen
Postbeförderer kennzeichnende Abschnitt (2) an eine zweite Position gedruckt wird.
8. Anordnung, nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der jeweilig ausgewählte einen privaten bzw. regionalen Postbeförderer kennzeichnende
Abschnitt (2) an eine zweite Position gedruckt wird.
9. Anordnung, nach den Ansprüchen 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweites Auswahlmittel vorgesehen ist, dass zur Auswahl des Druckens von einem
Logo (5) und einer Sortierinformation (6) mit dem Steuerungsmittel verbunden ist,
wobei das Steuerungsmittel im Ergebnis der Auswahl die Druckermittel so steuert, dass
das Logo (5) und die Sortierinformation (6) an die erste Position gedruckt werden.
10. Anordnung, nach den Ansprüchen 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein drittes Auswahlmittel vorgesehen ist, dass zur Auswahl des Druckens von einem
Produktcode oder einer Versandart vorgesehen und mit dem Steuerungsmittel verbunden
ist und dass ein Drucken des Produktcodes oder der Versandart in einem dritten Abschnitt
(3) an eine dritte Position links neben die zweite Position erfolgt.
11. Anordnung, nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die speziellen postalischen Informationen (20) in einer für den ausgewählten privaten
bzw. regionalen Postbeförderer typischen Farbe gedruckt werden.
12. Anordnung, nach den Ansprüchen 6 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Logo (5) und die Sortierinformation (6) an die erste Position in derselben für
den ausgewählten privaten bzw. regionalen Postbeförderer typischen Farbe oder in einer
anderen Farbe gedruckt werden.
1. An arrangement for generating a printed image for franking and post stamping machines
containing electronic control means that drive printing means and storage means for
data that, for at least a first postal carrier, are printed in predetermined sections
of the printed image on a strip or on a postal item,
characterized in
- that at least one selection means for selecting special postal information (20) is provided
and connected with the control means and that, controlled by the electronic control
means, a selected section with special postal information (20) is printed by the printing
means on a second position on the left beside a first position;
- that the electronic control means of the franking machine (15) is connected with post
processing means (13 and 16) that determine data that enabling a handling and sorting
of postal items at the first postal carrier;
- that the above-mentioned post processing means include a computer (16) and stations (13,
14) of a franking system (10) that are in an operating connection with one another
for enabling the postal-item sorting at the first postal carrier, and that the computer
(16) contains an address analysis means, said stations comprising at least a scanner
module (13) and a transport module (14) that are arranged upstream in the postal-item
flow of the franking machine (15), wherein the stations and the franking machine are
connected with the computer (16) and are controllable depending on its means for address
analysis;
- that downstream in the postal-item flow of the franking machine (15), a second transport
module (17) and at least one sorting module (18) are arranged, wherein said stations
are connected with the computer (16) and are controllable depending on its means for
address analysis.
2. An arrangement according to Claim 1, characterized in that the post processing means comprise a scanner module (13), two transport modules (14
and 17) as well as sorting modules (18 and 19) that can be controlled by the computer
(16) depending on its means for address analysis.
3. An arrangement according to Claim 2, characterized in that the scanner module (13) allows for an OCR scan of a pre-printed address in the address
area of a postal item and the address analysis means analyze the address information
in order to obtain a sorting information and that, depending on the computing time
required for that purpose, the transport of postal items in the franking system is
subject a superposed two-step speed control.
4. An arrangement according to Claim 3,
characterized in that the superposed two-step speed control is effected depending on at least one of the
following parameters
- computing power available;
- computing time for address correction,
- scope of the data to be printed.
5. An arrangement according to Claim 1, characterized in that the special postal information (20) identifies a second postal carrier, wherein said
special postal information (20) includes at least a date (21), a mark (22) of a selected
private/regional postal carrier and an identifier (23) for the postal item.
6. An arrangement according to Claim 1, characterized in that a first selection means is provided that serves to select the printing of a section
of the printed image and that is connected with the control means, wherein, as a result
of the selection, the control means controls the printing means in such manner that
the respective section (2 or 1) identifying a private/regional or official/universal
postal carrier is printed on a predetermined, firmly assigned position.
7. An arrangement according to Claim 6, characterized in that the respectively selected section (1) identifying an official or universal postal
carrier is printed on a first position and the respectively selected section (2) identifying
a private or regional postal carrier is printed on a second position.
8. An arrangement according to Claim 6, characterized in that the respectively selected section (2) identifying a private or regional postal carrier
is printed on a second position.
9. An arrangement according to Claims 1 and 6, characterized in that a second selection means is provided that is connected with the control means for
selecting the printing of a logo (5) and a sorting information (6), wherein said control
means, as a result of the selection, controls the printing means in such a manner
that the logo (5) and the sorting information (6) are printed on the first position.
10. An arrangement according to Claims 1 and 6, characterized in that a third selection means is provided for the selection of the printing of a product
code or a type of dispatch and is connected with the control means, and that the product
code or the type of dispatch is printed in a third section (3) on a third position
on the left beside the second position.
11. An arrangement according to Claim 6, characterized in that the special postal information (20) is printed in a colour that is typical of the
selected private or regional postal carrier.
12. An arrangement according to Claims 6 and 11, characterized in that the logo (5) and the sorting information (6) are printed on the first position in
the same colour typical of the selected private or regional postal carrier or in a
different colour.
1. Disposition en vue de la production d'une image imprimée pour des machines à affranchir
le courrier et à cachet postal, qui comprennent un système de commande électronique
et un moyen de mémorisation pour des données commandant un moyen d'impression, lesquelles
sont imprimées pour au moins un premier transporteur postal en sections prédéterminées
de l'image imprimée sur une bande ou sur un article postal,
caractérisée en ce
- qu'au moins un moyen de sélection en vue de sélectionner des informations (20) postales
spéciales est prévu et relié au système de commande, une section sélectionnée, commandée
par le système de commande électronique à gauche à côté d'une première position dans
une deuxième position, est imprimée avec des informations (20) postales spéciales
via le moyen d'impression,
- que le système de commande électronique de la machine à affranchir le courrier (15) est
relié à des moyens de traitement postal (13 et 16) qui détectent les données, lesquelles
permettent un traitement et un tri des articles postaux lors du premier transporteur
postal,
- que les moyens de traitement postal mentionnés ci-dessus comprennent un ordinateur (16)
et des stations (13, 14) d'un système d'affranchissement (10) qui, du fait de leur
fonctionnement, sont reliés entre eux afin de permettre le tri des articles postaux
lors du premier transporteur postal, ainsi que l'ordinateur (16) comporte un moyen
d'exploitation postale, les stations englobant au moins un module scanner (13) et
un module de transport (14), qui sont disposés en amont du flux postal de la machine
à affranchir le courrier (15), les stations et la machine à affranchir le courrier
étant reliées à l'ordinateur (16) et pouvant être commandées en fonction de leurs
moyens d'exploitation des adresses,
- qu'un deuxième module de transport (17) et au moins un module de tri (18) sont disposés
en aval du flux postal de la machine à affranchir le courrier (15), les stations mentionnées
ci-dessus étant reliées à l'ordinateur (16) et pouvant être commandées en fonction
de leurs moyens d'exploitation des adresses.
2. Disposition, selon la revendication 1, caractérisée en ce que les moyens de traitement postal comprennent un module scanner (13), deux modules
de transport (14 et 17) ainsi que des modules de tri (18 et 19) qui peuvent être commandés
de l'ordinateur (16) en fonction de leurs moyens d'exploitation des adresses.
3. Disposition, selon la revendication 2, caractérisée en ce que le module scanner (13) permet une détection OCR d'une adresse préimprimée dans la
zone d'adresse de l'article postal et les moyens d'exploitation des adresses effectuent
une exploitation de l'information des adresses, afin de maintenir une information
de triage et cela en fonction du temps de calcul nécessaire à cet effet, une régulation
de vitesse en cascade à deux étages du transport d'articles postaux dans le système
d'affranchissement ayant lieu.
4. Disposition, selon la revendication 3,
caractérisée en ce que la régulation de vitesse en cascade à deux étages a lieu en fonction d'au moins un
des paramètres
- puissance de calcul disponible
- temps de calcul pour la correction des adresses
- étendue des données à imprimer
5. Disposition, selon la revendication 1, caractérisée en ce que les informations (20) postales spéciales caractérisent un deuxième transporteur postal,
lesdites informations (20) postales spéciales comportant au moins une date (21), un
marquage (22) pour un transporteur postal privé/régional sélectionné et un identificateur
(23) pour l'article postal.
6. Disposition, selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'un premier moyen de sélection est prévu, servant à la sélection de l'impression d'une
section de l'image imprimée et étant relié au système de commande, ledit système de
commande commande le moyen d'impression à la suite de la sélection de telle manière
que, la section (2 ou 1) respectivement sélectionnée, caractérisant un transporteur
postal privé/régional ou gouvernemental/universel, est imprimée sur une position prédéterminée
attribuée définitivement.
7. Disposition, selon la revendication 6, caractérisée en ce qu'une section (1) respectivement sélectionnée, caractérisant un transporteur postal
gouvernemental ou universel, est imprimée sur une première position et la section
(2) respectivement sélectionnée, caractérisant un transporteur postal privé ou régional,
sur une deuxième position.
8. Disposition, selon la revendication 6, caractérisée en ce que la section (2) respectivement sélectionnée, caractérisant un transporteur postal
privé ou régional, est imprimée sur une deuxième position.
9. Disposition, selon l'une quelconque des revendications 1 et 6, caractérisée en ce qu'un deuxième moyen de sélection est prévu, lequel est relié au système de commande
en vue de la sélection de l'impression d'un logo (5) et d'une information de triage
(6), ledit système de commande commande le moyen d'impression à la suite de la sélection
de telle manière que, le logo (5) et l'information de triage (6) sont imprimés sur
la première position.
10. Disposition, selon l'une quelconque des revendications 1 et 6, caractérisée en ce qu'un troisième moyen de sélection est prévu, lequel est destiné à la sélection de l'impression
d'un code produit ou d'un mode d'expédition et est relié au système de commande et
en ce qu'une impression du code produit ou du mode d'expédition a lieu dans une troisième section
(3) sur une troisième position à gauche à côté de la deuxième position.
11. Disposition, selon la revendication 6, caractérisée en ce que les informations (20) postales spéciales sont imprimées dans une couleur typique
du transporteur postal privé ou régional sélectionné.
12. Disposition, selon l'une quelconque des revendications 6 et 11, caractérisée en ce que le logo (5) et l'information de triage (6) sont imprimés sur la première position
dans la même couleur typique du transporteur postal privé ou régional sélectionné
ou dans une autre couleur.