[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betätigen einer Fahrzeugtür eines Kraftfahrzeugs.
[0002] Aus der
DE 101 17 935 A1 ist ein Verfahren zum Betätigen einer Fahrzeugtür eines Kraftfahrzeugs bekannt, bei
welchem eine Geschwindigkeit, mit welcher die Fahrzeugtür zwischen zwei Stellungen
verschwenkt wird, messtechnisch erfasst wird, wobei eine ermittelte Ist-Geschwindigkeit
der Fahrzeugtür mit einer Sollwertkurve verglichen wird, und wobei die Schließgeschwindigkeit
der Fahrzeugtür auf einen winkelabhängigen Sollwert eingeregelt wird.
[0003] Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung das Problem zu Grunde ein neuartiges
Verfahren zum Betätigen einer Fahrzeugtür eines Kraftfahrzeugs zu schaffen.
[0004] Dieses Problem wird durch ein Verfahren gemäß Anspruch 1 gelöst. Erfindungsgemäß
umfasst das Verfahren zumindest die folgenden Schritte: a) ausgelöst durch einen Schließbefehl
wird eine Fahrzeugtür eines Kraftfahrzeugs durch einen Antrieb mit einer vorgegebenen
Schließgeschwindigkeit automatisiert geschlossen; b) am Ende des Schließvorgangs mit
der vorgegebenen Schließgeschwindigkeit wird überprüft, ob die Fahrzeugtür ordnungsgemäß
geschlossen ist; c) wird festgestellt, dass die Fahrzeugtür ordnungsgemäß geschlossen
ist, so bleibt die vorgegebene Schließgeschwindigkeit für mindestens einen nachfolgenden
Schließvorgang unverändert, wohingegen dann, wenn festgestellt wird, dass die Fahrzeugtür
nicht ordnungsgemäß geschlossen ist, die Schließgeschwindigkeit für mindestens einen
nachfolgenden Schließvorgang gegenüber der vorgegebenen Schließgeschwindigkeit erhöht
wird.
[0005] Im Sinne des erfindungsgemäßen Verfahrens wird nach Beendigung eines Schließvorgangs
überprüft, ob die zu schließende Fahrzeugtür ordnungsgemäß geschlossen ist. Wird hierbei
festgestellt, dass die Fahrzeugtür nicht ordnungsgemäß geschlossen ist, so wird für
mindestens einen nachfolgenden Schließvorgang die Schließgeschwindigkeit der Fahrzeugtür
erhöht, um so beim nachfolgenden Schließvorgang ein ordnungsgemäßes Schließen der
Fahrzeugtür sicherzustellen.
[0006] Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und
der nachfolgenden Beschreibung. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird, ohne hierauf
beschränkt zu sein, an Hand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt:
ein Signalflussdiagramm zur Verdeutlichung des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Betätigen
einer Fahrzeugtür eines Kraftfahrzeugs.
[0007] Die hier vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betätigen einer Fahrzeugtür
eines Kraftfahrzeugs, nämlich zum automatisierten Schließen einer Fahrzeugtür, insbesondere
einer Heckklappe.
[0008] Das erfindungsgemäße Verfahren wird nachfolgend unter Bezugnahme auf das Signalflussdiagramm
der Fig. 1 für den bevorzugten Anwendungsfall des Schließens einer Heckklappe im Detail
beschrieben.
[0009] In einem ersten Schritt 10 des erfindungsgemäßen Verfahrens liegt eine geöffnete
Heckklappe eines Kraftfahrzeugs vor.
[0010] In einem nachfolgenden Schritt 11 wird überprüft, ob z. B. ausgelöst durch einen
Fahrer oder eine sonstige Person ein Schließvorgang für die Heckklappe ausgelöst wird.
Wird in Schritt 11 festgestellt, dass kein Schließvorgang ausgelöst wird, so wird
auf Schritt 10 zurückverzweigt. Wird hingegen in Schritt 11 festgestellt, dass ein
Schließbefehl vorliegt, so wird ausgehend von Schritt 11 auf Schritt 12 verzweigt.
[0011] In Schritt 12 wird sodann für den auszuführenden Schließbefehl und damit für den
nachfolgend auszuführenden Schließvorgang eine in einer Fahrzeugelektronik hinterlegte,
vorgegebene Schließgeschwindigkeit ermittelt, mit welcher nachfolgend der Schließvorgang
zum Schließen der Heckklappe ausgeführt wird. '
[0012] Nach Ermitteln der vorgegebenen Schließgeschwindigkeit gemäß Schritt 12 wird in einem
nachfolgenden Schritt 13 das Schließen der Heckklappe mit dieser ermittelten, vorgegebenen
Schließgeschwindigkeit automatisiert ausgeführt. Dieses automatisierte Ausführen des
Schließvorgangs kann auf verschiedene Weise wie zum Beispiel elektrohydraulisch (Elektromotor
+ Hydraulikpumpe), elektromechanisch (Elektromotor + Getriebe) oder auch elektromotorisch
(direkt über einen Elektromotor) erfolgen.
[0013] Am Ende des Schließvorgangs mit der vorgegebenen Schließgeschwindigkeit wird in einem
Schritt 14 des erfindungsgemäßen Verfahrens überprüft, ob die Heckklappe ordnungsgemäß
geschlossen ist. Hierbei wird vorzugsweise überprüft, ob ein Schließkörper der beweglichen
Heckklappe ordnungsgemäß in eine Rastvorrichtung eines an die Heckklappe angrenzenden,
feststehenden Karosserieteils einrastet. Wird hierbei in Schritt 14 festgestellt,
dass die Heckklappe ordnungsgemäß geschlossen ist, so wird ausgehend von Schritt 14
auf Schritt 15 verzweigt und der Schließvorgang abgeschlossen. Für mindestens einen
nachfolgenden Schließvorgang bleibt die vorgegebene Schließgeschwindigkeit unverändert.
[0014] Wird hingegen in Schritt 14 festgestellt, dass die Heckklappe nicht ordnungsgemäß
geschlossen ist, so wird ausgehend von Schritt 14 auf Schritt 16 verzweigt und für
mindestens einen nachfolgenden Schließvorgang die Schließgeschwindigkeit gegenüber
der für den vorausgehenden Schließvorgang vorgegebenen Schließgeschwindigkeit erhöht.
Darauffolgend wird dann auf Schritt 13 verzweigt und der Schließvorgang für die Heckklappe
mit der erhöhten Schließgeschwindigkeit wiederholt.
[0015] Es liegt demnach im Sinne des erfindungsgemäßen Verfahrens, dass dann, wenn nach
Beendigung eines Schließvorgangs eine Fehlschließung erkannt wird, ein nachfolgender
Schließvorgang mit einer erhöhten Schließgeschwindigkeit durchgeführt wird. Die erhöhte
Schließgeschwindigkeit kann entweder als vorgegebene Größe in einer Fahrzeugelektronik
hinterlegt sein, alternativ kann auch eine Differenzgeschwindigkeit in der Fahrzeugelektronik
hinterlegt sein, um die nach Erkennen einer Fehlschließung die vorgegebene Schließgeschwindigkeit
erhöht wird.
1. Verfahren zum Betätigen einer Fahrzeugtür eines Kraftfahrzeugs, mit folgenden Schritten:
a) ausgelöst durch einen Schließbefehl wird eine Fahrzeugtür eines Kraftfahrzeugs
durch einen Antrieb mit einer vorgegebenen Schließgeschwindigkeit automatisiert geschlossen;
b) am Ende des Schließvorgangs mit der vorgegebenen Schließgeschwindigkeit wird überprüft,
ob Fahrzeugtür ordnungsgemäß geschlossen ist;
c) wird festgestellt, dass die Fahrzeugtür ordnungsgemäß geschlossen ist, so bleibt
die vorgegebene Schließgeschwindigkeit für mindestens einen nachfolgenden Schließvorgang
unverändert, wohingegen dann, wenn festgestellt wird, dass die Fahrzeugtür nicht ordnungsgemäß
geschlossen ist, die Schließgeschwindigkeit für mindestens einen nachfolgenden Schließvorgang
gegenüber der vorgegebenen Schließgeschwindigkeit erhöht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrzeugtür elektrohydraulisch, elektromechanisch oder elektromotorisch geschlossen
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass am Ende des Schließvorgangs mit der vorgegebenen Schließgeschwindigkeit überprüft
wird, ob ein Schließkörper der beweglich Fahrzeugtür ordnungsgemäß in eine Rastvorrichtung
eines an die Fahrzeugtür angrenzenden, feststehenden Karosserieteils einrastet.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente