| (19) |
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(11) |
EP 0 714 222 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.09.2008 Patentblatt 2008/36 |
| (22) |
Anmeldetag: 21.11.1995 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Pseudostereoschaltung für mobilen Rundfunkempfänger
Pseudostereo processor for mobile receiver
Processeur de signaux pseudostéréo pour récepteur mobile
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE FR GB IT LI NL |
| (30) |
Priorität: |
26.11.1994 DE 4442147
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.05.1996 Patentblatt 1996/22 |
| (73) |
Patentinhaber: Harman Becker Automotive Systems GmbH |
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76307 Karlsbad (DE) |
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Erfinder: |
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- Hetzel, Herbert
D-76356 Weingarten (DE)
- Schöpp, Harald
D-76275 Ettlingen (DE)
- Benz, Christoph
D-76337 Waldbronn (DE)
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| (74) |
Vertreter: Westphal, Klaus et al |
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Patentanwälte
Westphal, Mussgnug & Partner
Am Riettor 5 78048 Villingen-Schwenningen 78048 Villingen-Schwenningen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 142 213 EP-A- 0 503 154
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EP-A- 0 412 725 US-A- 4 833 715
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 12, no. 449 (E-686), 25. November 1988 & JP 63 177635
A (ALPINE ELECTRON), 21. Juli 1988
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN Bd. 12, Nr. 308 (E-647), & JP 63 074232 A
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN Bd. 10, Nr. 205 (E-420), & JP 61 046700 A
- KITZEN W.J.W. ET AL: 'Applications of a digital audio-signal processor in T.V. sets'
PHILIPS JOURNAL OF RESEARCH Bd. 39, Nr. 3, 1984, AMSTERDAM, Seiten 94 - 102
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen mobilen Rundfunkempfänger nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1. Derartige mobile Rundfunkgeräte sind in einer Vielzahl von Ausführungen bekannt.
Sie zeigen, soweit es sich um Stereoempfangsgeräte handelt, bei abnehmender Empfangsqualität
ein Umschalten vom Stereobetrieb auf den Monobetrieb. Durch den Monobetrieb wird das
Klangempfinden des Zuhörers nicht in ausreichendem Maße befriedigt. Zwar besteht bei
nahezu jedem mobilen Rundfunkempfänger die Möglichkeit im Monobetrieb die Klangparameter
wie Höhe, Bässe, Balance oder Fader manuell einzustellen, doch diese Variationsmöglichkeiten
schaffen nicht die Möglichkeit eines genügenden Klangerlebnisses vergleichbar dem
des Stereoempfangs, zumal diese Einstellungen das Bewußtsein eines Radio hörenden
Autofahrers in unbefriedigender Weise vom Verkehr ablenkt.
[0002] Weiterhin sind auch verschiedene Verfahren zur Erzeugung von Pseudo-Stereo-Signalen
bekannt, vgl.
Philips Journal of Research Vol. 39 No.3 1984 S. 94ff.. Diese Verfahren sind aber aufgrund der erforderlichen umfangreichen Rechenleistung
und dem damit in Zusammenhang stehenden Schaltungsaufwand nur in stationären und großvolumigen
Geräten zu verwirklichen. Rundfunkempfänger mit einem Pseudo-Stereo-Schaltung sind
auch aus
US-A-4833715 bekannt.
[0003] Der Erfindung liegt unter Berücksichtigung dieses Standes der Technik die Aufgabe
zugrunde, einen mobilen Rundfunkempfänger zu schaffen, der dem Benutzer auch unter
schwierigen Empfangsbedingungen ohne aufwendige Bedienung ein Klangerlebnis nahe dem
des Stereoempfangs bietet.
[0004] EP-A-0 503 154 offenbart einen mobilen Rundfunkempfänger mit einem bei Musikprogrammen in mono aktivierbaren
Pseudo stereoschaltung. Diese ist unter bindbar in abhänglykeit von der in dem RDS-signal
mit haltenen M/S-kodierung (Musik /Sprache)
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe bei einem mobilen Rundfunkempfänger der eingangs genannten
Art wird vorgeschlagen, diesen mit einer Pseudo-Stereo-Schaltung zu versehen, welche
sicherstellt, daß automatisch beim Vorliegen eines Monosignals dieses in ein Pseudo-Stereo-Signal
umgewandelt wird und dadurch dem Benutzer ein besonders angenehmes Klangempfinden
vermittelt wird.
[0006] Der erfindungsgemäße Rundfunkempfänger zeigt eine Schaltung zur Erkennung von Sprache.
Diese detektiert im empfangenen oder demodulierten Signal Sprachanteile und steuert
bei Vorliegen von Sprache die Pseudo-Stereo-Schaltung dahingehend, daß die Aufbereitung
des Monosignals zu einem Pseudo-Stereosignal unterbunden wird. Durch diese Ausbildung
gelingt es, Sprachsignale besonders deutlich dem Hörer verständlich zu machen. Für
Sprache ist eine Aufarbeitung des Monosignals zum Pseudo-Stereosignal überraschenderweise
nicht von Vorteil, denn es leidet dabei die Verständlichkeit des Sprachsignals, was
von zentraler Bedeutung ist. Dahinter hat das Klangempfinden zurückzustehen. Durch
diese Ausbildung gelingt es dem Benutzer, ohne jegliche Betätigung des Gerätes wichtige
Informationen, wie z.B. Verkehrsfunkdurchsagen oder Alarmmeldungen in besonders verständlicher
Form wahrzunehmen, ohne gleichzeitig auf das besondere Klangempfinden bei Musik oder
ähnlichem zu verzichten.
[0007] Gemäß der Erfindung wird in der Schaltung zur Erkennung von Sprache das Rundfunksignal,
entweder das empfangene oder das demodulierte Signal, auf den zeitlichen und frequenziellen
Verlauf statistisch ausgewertet. Aufgrund der Auswertung kann eine zuverlässige Aussage
getroffen werden, ob es sich bei dem Signal um Sprache oder um andere Signale handelt.
Ergibt die Auswertung, daß es sich bei dem Signal um ein Sprachsignal handelt, so
wird die Pseudo-Stereo-Schaltung außer Funktion gesetzt.
[0008] Die Pseudo-Stereo-Schaltung wird stets dann aktiv, sobald der mobile Rundfunkempfänger
aufgrund des ausgesendeten Rundfunksignals oder aufgrund der aktuellen lokalen Empfangsbedingungen
nicht in der Lage ist, ein Stereo-Signal in ausreichender Qualität zu empfangen, was
zu einem automatischen Umschalten von Stereo- auf Monoempfang des Rundfunkempfängers
führt. In beiden Fällen wird das unangenehme Klangerlebnis des flachen Monosignals
automatisch, das heißt ohne aufwendige Einstellarbeiten, welche mit einer gefährlichen
Aufmerksamkeitsreduktion des Autofahrers für den Verkehr verbunden sind, zu einem
angenehmen räumlichen und vollen Klangerlebnis aufgrund des Pseudo-Stereo-Klanges
aufgewertet.
[0009] Diese Aufwertung läßt den Autofahrer stets ein weitgehend einheitliches und angenehmes
Klangerlebnis wahrnehmen, was seine Aufmerksamkeit wesentlich weniger beeinträchtigt,
als das unangenehme dynamische Umschalten zwischen dem angenehmen Stereobetrieb und
dem an sich schon unangenehmen Monobetrieb.
[0010] Als besonders vorteilhaft hat sich erwiesen, durch ein Erhöhen des Grenzwertes der
Empfangsqualität für die Umschaltung von Stereo- auf Monobetrieb, bei erhöhter Empfangsleistung
durch den erhöhten Bandabstand, das angenehme Klangerlebnis weiterhin aufrecht zu
erhalten. Durch die Erhöhung des Grenzwertes wird der Rundfunkempfänger bei einer
an sich noch möglichen Stereoempfangslage bereits auf Monobetrieb umgeschaltet, was
automatisch ohne notwendige Einflußnahme des Fahrers zum Einsatz der Pseudo-Stereo-Schaltung
und damit zur Aufbereitung des Monosignals zu einem Pseudo-Stereosignal führt. Dabei
wird der Grenzwert so gewählt, daß ein stets störungsfreier, insbesondere ein überlagerungsfreier
Empfang sicher möglich ist. Es ist dabei möglich, den Grenzwert jeweils nach dem Einsatzbereich
des mobilen Rundfunkempfängers angepaßt zu wählen.
[0011] Vorzugsweise wird eine Umschalteinheit vorgesehen, welche gesteuert durch die Qualität
des Empfangssignals in definierter Weise zwischen dem Stereosignal und dem Pseudo-Stereosignal,
welches durch die Pseudo-Stereo-Schaltung aus dem empfangenen Monosignal gebildet
wurde, umschaltet.
[0012] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung wird vorgeschlagen, den Umschaltvorgang
in einem Zeitraum von weniger als 100 ms durchzuführen, was dazu führt, daß der reine
Umschaltvorgang durch das relativ träge menschliche Ohr nicht wahrgenommen werden
kann, da es regelmäßig Lücken im Empfang von einer Länge unter dieser Zeitspanne nicht
wahrnimmt. Durch diese erfindungsgemäße Ausbildung wird ermöglicht, den reinen Umschaltvorgang
zu verschleiern und damit dem Hörer nahezu zu verbergen.
[0013] Eine alternative Ausbildung der Erfindung zeigt den Umschaltvorgang in Form eines
Überblendens, welches innerhalb eines Zeitraumes von der Größenordnung einer Sekunde
abgeschlossen ist. Dabei erfolgt das Überblenden kontinuierlich und nicht abrupt,
wodurch dem Hörer die Möglichkeit gegeben wird, sich an die veränderten Klangbedingungen
zu gewöhnen und damit ein angenehmes Umschalten von einem Klangzustand in den anderen
zu erreichen. Insbesondere gelingt es hierbei, den Hörer an den gegenüber dem Ausgangszustand
veränderten Endzustand zu gewöhnen, der trotz ausgefeilter Pseudo-Stereo-Schaltungen
zwar in nur geringen Unterschieden, aber dennoch vorhanden ist. Dieses weiche Überblenden
stellt also eine optimierte und für den Hörer sehr angenehme Form des Umschaltens
dar.
[0014] Eine vorteilhafte Ausbildung der Erfindung ergibt sich aus der Kombination der beiden
verschiedenen Umschaltprinzipien, indem beim Übergang vom Stereo- zum Pseudo-Stereoempfang
das Überblenden zur Anwendung kommt und beim Übergang vom Pseudo-Stereo- zum Stereoempfang
das Umschalten in weniger als 100 ms zum Tragen kommt. Bei dieser speziellen Form
gelingt es, den Zuhörer langsam an das an sich schlechtere Pseudo-Stereoklangerlebnis
zu gewöhnen, wodurch der gewohnt unauffällige und damit sehr angenehme Übergang zum
an sich schlechteren Klangbild gelingt. Dagegen wird gezielt die schnelle, harte Art
des Umschaltens vom an sich schlechteren zum besseren Stereoempfang gewählt, da hier
bei ausreichend vorteilhaftem Klangerlebnis während des Umschaltens der Vorteil des
Stereoempfangs besonders zur Geltung kommt. Diese Kombination ermöglicht also die
Vereinigung der anscheinend widerstrebenden Umschaltprinzipien zu einer besonders
vorteilhaften Gesamtvorrichtung, welche ein klangoptimiertes Hin- als auch Rückschalten
des Rundfunkempfängers von Stereo- zu Pseudo-Stereoempfang ermöglicht.
[0015] Vorzugsweise wird der Umschaltvorgang nach einer vorgegebenen Umschaltkennlinie durchgeführt.
Die Umschaltkennlinie wird so gewählt, daß der Zuhörer ein möglichst angenehmes Umschalten
vom einen zum anderen Zustand wahrnimmt. Beispiele für geeignete Kennlinienformen
sind, ohne Beschränkung auf diese, lineare Verläufe oder solche dritten Grades.
[0016] Nach einem Merkmal der Erfindung wird die Pseudo-Stereo-Schaltung durch zwei Schaltkreise,
einer für den linken und einer für den rechten Kanal, gebildet. Beide Schaltkreise
sind entsprechend aufgebaut. Der eine Schaltkreis enthält ein Verzögerungsglied, dem
einerseits das Eingangssignal und andererseits das um einen Faktor g verstärkte und
rückgekoppelte verzögerte Signal zugeführt wird. Das in dem Verzögerungsglied um die
Zeitspanne del verzögerte Signal wird im folgenden wiederum um den Faktor -g verstärkt,
bevor es mit dem Eingangssignal verknüpft dem Ausgang für diesen Kanal zugeführt wird.
Der andere Schaltkreis für den anderen Kanal entspricht in seinem Aufbau dem erstgenannten,
wobei zu beachten ist, daß an Stelle des Verstärkungsfaktors g der Faktor -g und umgekehrt
gesetzt ist. Durch diese einfache Art der Pseudo-Stereo-Schaltung gelingt es, auf
wenig aufwendige Weise ein räumliches Klangempfinden nahe dem Stereosignal zu erzeugen.
[0017] In einer alternativen, weiter vereinfachten Ausbildung der Pseudo-Stereo-Schaltung
wird das Monosignal einem Verzögerungsglied zugeführt, welches diese um die Zeit del
verzögert. Anschließend wird dieses Signal in einer Verstärkerstufe um den Verstärkungsfaktor
g, welcher zwischen 0 und 1 liegt, verstärkt. Das verzögerte und verstärkte Signal
wird im folgenden den beiden getrennten Schaltkreisen für den linken und rechten Kanal
zugeführt, wo es in einem jeweiligen Mischer mit dem um den Faktor g* = 1 - g bzw
g** = g - 1 verstärkten Monosignal verknüpft wird. Die verknüpften Signale bilden
dann die Ausgangssignale für den linken bzw. rechten Kanal. Diese weiter vereinfachte
Schaltung zeigt bei vergleichbarer räumlicher Auflösung aufgrund der erhöhten Verwendung
gemeinsamer Bauteile für die beiden Schaltkreise einen geringeren Schaltungsaufwand,
der sich in geringerer Anfälligkeit und geringeren Kosten widerspiegelt.
[0018] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung wird die Zeit del und / oder die Faktoren
g so gewählt, daß der Benutzer in jedem spezifischen Fahrzeug einen optimierten Raumklang
erfährt.
[0019] Die folgenden Ausführungsbeispiele der Erfindung lassen weitere vorteilhafte Merkmale
und Besonderheiten erkennen, die anhand der Darstellung in den Zeichnungen im folgenden
näher beschrieben und erläutert werden.
[0020] Es zeigen
- Fig. 1
- einen schematischen Aufbau des mobilen Rundfunkempfängers mit einer Pseudo-Stereo-Schaltung,
- Fig. 2
- eine Schaltungsanordnung für eine Pseudo-Stero-Schaltung,
- Fig. 3
- eine zweite Schaltungsanordnung für eine Pseudo-Stereo-Schaltung,
[0021] Fig. 1 zeigt einen Tuner, der hier als FM-Tuner ausgebildet ist, welcher das demodulierte
Signal dem Stereodecoder zuführt, welcher mit der Control Unit verbunden ist und dieser
das Vorliegen eines Stereo- bzw. eines Monosignals meldet. Das vom Stereodecoder abgegebene
Signal wird einerseits einer Umschalteinheit zugeführt und andererseits einer Pseudo-Stereo-Schaltung
zugeführt, die das zugeleitete Signal zu einem Pseudo-Stereosignal aufbereitet und
im folgenden der Umschalteinheit zuführt. Die Umschalteinheit schaltet gesteuert durch
die Control Unit zwischen den zugeführten Signalen hin und her. Erkennt der Stereodecoder
also das Vorliegen eines Monosignals, wird die Control Unit darüber informiert, die
dann automatisch das durch die Pseudo-Stereo-Schaltung zum Pseudo-Stereosignal aufbereitete
Monosignal über die Umschalteinheit an die Lautsprecher für den linken und rechten
Kanal weiterleitet. Diese Schaltung gewährleistet also ein völlig automatisches Umschalten
zwischen Stereosignal und dem Pseudo-Stereosignal, welches durch die Pseudo-Stereo-Schaltung
aus einem Monosignal gebildet wurde. Der Umschaltvorgang wird dabei nach in der Umschalteinheit
fest abgespeicherten Umschaltkennlinien vorgenommen, wobei bevorzugt ein "hartes"
Umschalten mit einer Zeit von weniger als 100 ms von Pseudo-Stereo zu Stereo und ein
"weiches" Umschalten in Form eines Umblenden über einen Zeitraum in der Größenordnung
von einer Sekunde gewählt ist. Dabei ist es ohne Bedeutung, aus welchem Grund das
Monosignal entstanden ist, d.h. es ist unabhängig davon, ob nur ein Monosignal empfangen
wurde oder aufgrund der schlechten Empfangsbedingungen des Stereosignals dieses nur
als Monosignal empfangen und verstärkt wurde.
[0022] Obwohl nicht in Fig.1 gezeigt, enthält der mobiler Rundfunkempfänger eine Spracherkenningsschaltung
zur Unterbindung der Aufbereitung, wenn Sprache vor handen ist.
[0023] Spracherkunnung erfolgt durch ein statische Auswertung des mit lichen oder frequensellen
Verlaufs des Aundfunksignals.
[0024] Die Fig. 2 und 3 zeigen zwei Alternativen für den prinzipiellen Aufbau von Pseudo-Stereo-Schaltungen.
Der Schaltungsanordnung gemäß Fig. 2 wird das Monosignal zugeführt. In dem jeweiligen
Schaltkreis für den linken bzw. rechten Kanal wird dieses mit einem durch ein Verzögerungsglied
um die Zeit del verzögerten und durch eine Verstärkerstufe um g bzw. -g verstärkten
Signal verknüpft, welches dem Verzögerungsglied wiederum zugeführt wird. Das verzögerte
Signal wird im folgenden in einer zweiten Verstärkerstufe um den Faktor -g bzw. g
verstärkt, wiederum mit dem Monosignal verknüpft und dem rechten bzw. dem linken Ausgangskanal
der Pseudo-Stereo-Schaltung zugeführt.
[0025] Bei der schaltungstechnisch einfacheren Schaltungsanordnung in Fig. 3 wird das Monosignal
in einem für beide Schaltkreise gemeinsamen Verzögerungsglied um die Zeit del verzögert
und in einer wiederum gemeinsamen Verstärkerstufe um den Faktor g verstärkt, welcher
zwischen 0 und 1 liegt. Dieses verzögerte und verstärkte Monosignal wird dann den
beiden Schaltkreisen für den linken bzw. den rechten Kanal zugeführt, wo es jeweils
in einer Mischerstufe mit dem von einer in jeden Schaltkreis angeordneten Verstärkerstufe
um den Faktor g*=1-g bzw. g**=g-1 verstärkten Monosignal verknüpft wird und dem jeweiligen
Ausgangskanal der Pseudo-Stereo-Schaltung zugeführt wird.
1. Mobiler Rundfunkempfänger mit folgenden Merkmalen:
- einen FM-Tuner mit einem Stereodecoder, an dessen Ausgang ein Stereo- oder Monosignal
abgreifbar ist;
- eine Pseudo-Stereo-Schaltung, welche an den Ausgang des Stereodecoders geschaltet
ist,
- eine Qualtitätsbewertungsschaltung, durch welche bei Absinken der Empfangsqualität
unter einen Grenzwert eine Umschaltung von Stereobetrieb auf Monobetrieb durchführbar
und im folgenden die Aufbereitung zum Pseudo-Stereo-Signal auslösbar ist,
- eine Spracherkennungsschaltung, durch welche bei Vorliegen von Sprache im empfangenen
Signal eine Aufbereitung des Monosignals zum Pseudo-Stereo-Signal unterbindbar ist,
wobei die Spracherkennungsschaltung eine Analyseschaltung für den zeitlichen oder
frequenziellen Verlauf des Rundfunksignals enthält, welche den Verlauf aufnimmt, ihn
statistisch auswertet und das Ergebnis der Auswertung der Pseudo-Stereo-Schaltung
zuführt.
2. Mobiler Rundfunkempfänger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Grenzwert so gewählt ist, dass ein frühzeitiges Umgeschalten auch bei noch möglichen
ausreichend störungsarmen Stereoempfang auf Monobetrieb gegeben ist.
3. Mobiler Rundfunkempfänger nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Umschalteinheit vorgesehen ist, mittels welcher eine Umschaltung zwischen dem
Stereosignal und dem Pseudo-Stereo-Signal von der Pseudo-Stereo-Schaltung durchführbar
ist.
4. Mobiler Rundfunkempfänger nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Umschalteinheit so ausgebildet ist, dass der Umschaltvorgang in weniger als 100
ms abgeschlossen ist.
5. Mobiler Rundfunkempfänger nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Umschalteinheit so ausgebildet ist, dass der Umschaltvorgang in Form eines Überblendens
innerhalb eines Zeitraums von etwa 1s abgeschlossen ist.
6. Mobiler Rundfunkempfänger nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Umschalteinheit so ausgebildet ist, dass der Umschaltvorgang zu Pseudo-Stereo
in Form eines Überblendens innerhalb eines Zeitraums von etwa 1s abgeschlossen ist
und dass der Umschaltvorgang von Pseudo-Stereo zu Stereo in weniger als 100 ms abgeschlossen
ist.
7. Mobiler Rundfunkempfänger nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Pseudo-Stereo-Schaltung für die zwei Stereokanäle (L,R) je einen getrennten Schaltungskreis
aufweisen, welcher ein Verzögerungsglied enthält, dessen Eingang das mit dem Monosignal
verknüpfte um einen Faktor g verstärkte und rückgekoppelte Ausgangssignal der Verzögerungsglied
zugeführt wird und dessen Ausgangssignal um den Faktor -g verstärkt und anschließend
noch einmal mit den Monosignal verknüpft wird, wobei für den ersten Stereokanal (L)
der Faktor g positiv und für den zweiten Stereokanal (R) der Faktor g negativ gewählt
ist.
8. Mobiler Rundfunkempfänger nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Pseudo-Stereo-Schaltung für die zwei Stereokanäle (L,R) je einen getrennten Schaltungskreis
aufweisen, in dem ein Mischer vorgesehen ist, der das durch ein Verzögerungsglied
um eine Verzögerungszeit (del) verzögerte und durch eine Verstärkerstufe um g (0<g<1)
verstärkte Monosignal mit dem nichtverzögerten für den einen Kanal um g*=1-g und für
den anderen Kanal um g**=g-1 verstärkten Monosignal verknüpft und dem jeweiligen Kanalausgang
zuführt.
9. Mobiler Rundfunkempfänger nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Faktor g einstellbar ist.
10. Mobiler Rundfunkempfänger nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Verzögerungszeit (del) einstellbar ist.
11. Mobiler Rundfunkempfänger nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltung zur Erkennung von Sprache einen Detektor für die Verkehrsdurchsagekennung
enthält, der mit der Pseudo-Stereo-Schaltung verbunden ist und der beim Vorliegen
von Verkehrsdurchsagen eine Aufbereitung unterbindet.
1. A mobile radio receiver with the following features:
- an FM tuner with a stereo decoder, on whose output a stereo or mono signal may be
taken off;
- a pseudostereo circuit, which is connected to the output of a stereo decoder,
- a quality evaluation circuit, by which, when the reception quality falls below a
threshold value, switching over from stereo operation to mono operation may be effected
and thereafter the processing into a pseudostereo signal may be initiated,
- a speech recognition circuit, by which, when speech is present in the received signal,
processing of the mono signal into a pseudostereo signal may be prevented,
wherein the speech recognition circuit includes an analysis circuit for the temporal
or frequency pattern of the radio signal, which receives the pattern, statistically
analyses it and supplies the result of the analysis to the pseudostereo circuit.
2. A mobile radio receiver as claimed in Claim 1, characterised in that the threshold value is so selected that there is early switching over to mono operation,
even when stereo reception sufficiently low in interference is still possible.
3. A mobile radio receiver as claimed in one of the preceding claims, characterised in that a switchover unit is provided, by means of which switching over between the stereo
signal and the pseudostereo signal from the pseudostereo circuit may be performed.
4. A mobile radio receiver as claimed in Claim 3, characterised in that the switchover unit is so constructed that the switchover process is terminated in
less than 100 ms.
5. A mobile radio receiver as claimed in Claim 3, characterised in that the switchover unit is so constructed that the switchover process in the form of
cross-fading is terminated within a period of time of about 1s.
6. A mobile radio receiver as claimed in Claim 4 and 5, characterised in that the switchover unit is so constructed that the switchover process to pseudostereo
in the form of cross-fading is terminated within a period of time of about 1s and
that the switchover process from pseudostereo to stereo is terminated in less than
100 ms.
7. A mobile radio receiver as claimed in one of the preceding claims,
characterised in that the pseudostereo circuit for the two stereo channels (L, R) have a respective separate
switching circuit, which includes a delay element, to the input of which the output
signal from the delay element, which is linked to the mono signal and is amplified
by a factor g and fed back, is supplied and the output signal of which is amplified
by the factor -g and is then again linked to the mono signal, wherein the factor g
is selected to be positive for the first stereo channel (L) and the factor g is selected
to be negative for the second stereo channel (R).
8. A mobile radio receiver as claimed in one of the preceding Claims 1 to 6, characterised in that the pseudostereo circuit has a respective separate switching circuit for the two
stereo channels (L, R), in which a mixer is provided, which links the mono signal,
which has been delayed by a delay element by a delay time (del) and has been amplified
by an amplifier stage by g (0<g<1) with the non-delayed mono signal which has been
amplified for the one channel by g*=1-g and for the other channel by g**=g-1 and supplies
it to the respective channel output.
9. A mobile radio receiver as claimed in Claim 7 or 8, characterised in that the factor g is adjustable.
10. A mobile radio receiver as claimed in one of Claims 7 to 9, characterised in that the delay time (del) is adjustable.
11. A mobile radio receiver as claimed in one of the preceding claims, characterised in that the circuit for the recognition of speech includes a detector for the recognition
of traffic reports, which is connected to the pseudostereo circuit and which prevents
processing when traffic reports are present.
1. Récepteur radio mobile présentant les caractéristiques suivantes:
- un tuner FM avec un décodeur stéréo, à la sortie duquel un signal stéréo ou mono
peut être prélevé;
- un circuit pseudo-stéréo, qui est commuté sur la sortie du décodeur stéréo,
- un circuit d'évaluation de qualité, par lequel une commutation de mode stéréo en
mode mono peut être effectuée en cas d'abaissement de la qualité de réception au-dessous
d'une valeur limite et le traitement pour le signal pseudo-stéréo peut être déclenché
par la suite,
- un circuit de reconnaissance vocale, par lequel, en cas de présence de parole dans
le signal reçu, un traitement du signal mono en signal pseudo-stéréo peut être interdit,
le circuit de reconnaissance vocale contenant un circuit d'analyse pour la courbe
dans le temps ou fréquentielle du signal radio qui enregistre la courbe, l'analyse
au plan statistique et amène le résultat de l'analyse au circuit pseudo-stéréo.
2. Récepteur radio mobile selon la revendication 1, caractérisé en ce que la valeur limite est choisie de telle sorte qu'on a une commutation précoce, même
avec une réception stéréo encore possible et suffisamment dépourvue de perturbations,
sur le mode mono.
3. Récepteur radio mobile selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu une unité de commutation au moyen de laquelle une commutation entre le
signal stéréo et le signal pseudo-stéréo peut être effectuée par le circuit pseudo-stéréo.
4. Récepteur radio mobile selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'unité de commutation est conçue de telle sorte que l'opération de commutation est
terminée en moins de 100 ms.
5. Récepteur radio mobile selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'unité de commutation est conçue de telle sorte que l'opération de commutation est
terminée sous la forme d'un écrasement à l'intérieur d'une période d'environ 1 s.
6. Récepteur radio mobile selon les revendications 4 et 5, caractérisé en ce que l'unité de commutation est conçue de telle sorte que l'opération de commutation en
pseudo-stéréo sous la forme d'un écrasement est terminée en l'espace d'une période
d'environ 1 s et que l'opération de commutation de pseudo-stéréo en stéréo est terminée
en moins de 100 ms.
7. Récepteur radio mobile selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le circuit pseudo-stéréo présente pour chacun des deux canaux stéréo (L, R) un circuit
séparé qui contient un élément de temporisation, à l'entrée duquel le signal de sortie,
associé avec le signal mono, amplifié d'un facteur g et réinjecté, est amené et dont
le signal de sortie est amplifié du facteur g et associé ensuite encore une fois au
signal mono, le facteur g étant choisi positif pour le premier canal stéréo (L) et
le facteur g étant choisi négatif pour le second canal stéréo (R).
8. Récepteur radio mobile selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le circuit pseudo-stéréo présente pour chacun des deux canaux stéréo (L, R) un circuit
séparé dans lequel est prévu un mélangeur qui associe le signal mono temporisé par
un élément de temporisation d'une temporisation (del) et amplifié par un niveau amplificateur
de g (0 < g < 1) avec le signal mono non temporisé et amplifié pour un canal de g*
= 1 - g et pour l'autre canal de g** = g - 1 et l'amène à la sortie de canal respective.
9. Récepteur radio mobile selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que le facteur g est réglable.
10. Récepteur radio mobile selon l'une quelconque des revendications 7 à 9, caractérisé en ce que la temporisation (del) est réglable.
11. Récepteur radio mobile selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le circuit pour la reconnaissance de la parole contient un détecteur pour le code
de message routier, qui est relié au circuit pseudo-stéréo et qui interdit un traitement
en cas de présence de messages routiers.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente
In der Beschreibung aufgeführte Nicht-Patentliteratur
- Philips Journal of Research, 1984, vol. 39, 394ff- [0002]