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EP 1 553 542 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.09.2008 Patentblatt 2008/36 |
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Anmeldetag: 01.12.2004 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren zur Übertragung von Daten zwischen einzelnen Fahrzeugen in einer lokal begrenzten
Umgebung über ein Informationsnetz
Method for the exchange of data between vehicles in a locally restricted area using
an informationnetwork
Méthode pour l'échange de données entre véhicules dans un environnement limité, utilisant
un réseau d'information
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR IT |
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Priorität: |
07.01.2004 DE 102004001123
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.07.2005 Patentblatt 2005/28 |
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Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- Koenig, Winfried
76327 Pfinztal (DE)
- Engeln, Arnd
72072 Tuebingen (DE)
- Placke, Lars
30163 Hannover (DE)
- Ladstaetter, Ulrich
71384 Weinstadt (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-U1- 29 822 488 US-B1- 6 369 720
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US-A- 5 942 979
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Übertragung von Daten zwischen einzelnen
Fahrzeugen in einer lokal begrenzten Umgebung über ein Informationsnetz.
[0002] Derartige Informationsnetze sind aktuell in der Entwicklung, um eine Kommunikation
bzw. einen Datenaustausch zwischen mobilen Stationen, insbesondere zwischen Fahrzeugen,
zu ermöglichen. Dabei sollten in erster Linie die einzelne Fahrzeuge betreffende Zustandsdaten,
wie z.B. die Fahrzeugposition und - geschwindigkeit, die Fahrtrichtung und die geplante
Fahrtroute, übertragen werden aber auch situationsbezogene Daten, wie z.B. das Auftreten
eines Staus oder die aktuelle Parkplatzsituation an bestimmten Standorten. Zudem wurde
vorgeschlagen, derartige Informationsnetze zur Übertragung von Notrufsignalen beispielsweise
im Falle eines Unfalls zu nutzen.
[0003] Die Verwicklung in einen Unfall ist in der Regel auf eigenes Fehlverhalten oder auf
das Fehlverhalten eines anderen Verkehrsteilnehmers zurückzuführen. Moderne Fahrerassistenzsysteme
versuchen, dieses Risiko durch gezielte Unterstützung des Fahrers zu reduzieren. In
diesem Zusammenhang wurde bereits vorgeschlagen, bestimmte Aspekte des Fahrerzustands,
wie z.B. dessen Müdigkeit, Aufmerksamkeit, Beanspruchung, Emotionen, etc. als kritische
Parameter bei der Aktivierung und sogar bei der funktionalen Ausgestaltung eines Fahrerassistenzsystems
zu berücksichtigen.
[0004] Damit kann dem Fahrer beispielsweise auch sein eigenes mangelhaftes Reaktionsvermögen
signalisiert werden. Derartige Fahrerassistenzsysteme können zwar das Risiko für ein
Fehlverhalten des Fahrers eines entsprechend ausgestatteten Fahrzeugs verringern,
wirken sich aber nicht auf das Fahrverhalten der übrigen Verkehrsteilnehmer aus.
[0005] Aus der
US 6,369,720 B1 ist ein GSM-Netzwerk bekannt, über das Verkehrs-Informationen zwischen Fahrzeugen
übertragen werden können. Hierbei werden Zustände wie Beschleunigung, Bremsen, Lichtbetrieb
bzw. Scheibenwischerbetrieb übertragen.
[0006] Aus der
US 5,942,979 A ist ein Fahrzeug-Sicherheitssystem bekannt, bei dem ein Gesundheitszustand eines
Fahrers überwacht wird. Ist der Fahrer zur Steuerung des Fahrzeugs nicht mehr fähig,
so werden akustische oder optische Funk-signale ausgegeben. Gegebenenfalls wird ein
Notruf über Funk abgeschickt.
Vorteile der Erfindung
[0007] Erfindungsgemäß ist erkannt worden, dass sich das Unfallrisiko wesentlich verringern
lässt, wenn das Fahrerassistenzsystem eines Fahrzeugs nicht nur über Zustandsdaten
des eigenen Fahrers verfügt, sondern auch Zustandsdaten der in der Umgebung befindlichen
Fahrer berücksichtigen kann.
[0008] Deshalb wird mit der vorliegenden Erfindung vorgeschlagen, ein Informationsnetz,
mit dem Daten zwischen einzelnen Fahrzeugen in einer lokal begrenzten Umgebung übertragen
werden können, zum Austausch von Fahrerzustandsinformationen zu nutzen. Erfindungsgemäß
stellt ein solches Informationsnetz dann jedem Fahrzeug bzw. dessen Fahrer Informationen
über den Zustand der übrigen Fahrer in einem lokal begrenzten Bereich zur Verfügung.
Dadurch können potentielle Gefahrensituationen, die durch andere Fahrer bedingt werden,
schneller und besser erkannt werden.
[0009] In der Regel müssen die Fahrerzustandsinformationen, die auf unterschiedlichste Weise
und mit den unterschiedlichsten Mitteln gewonnen werden können, dazu senderseitig
aufbereitet werden. Einen weiteren Aspekt des erfindungsgemäßen Datenaustauschs bildet
die Versendung und die u.U. gezielte Verteilung von Fahrerzustandsinformationen an
andere Fahrzeuge. Schließlich müssen die übertragenen Daten auch empfängerseitig bereitgestellt
bzw. aufbereitet werden.
[0010] Der Fahrerzustand wird in der Regel durch mehrere Faktoren beeinflusst. So wird die
Aufmerksamkeit des Fahrers beispielsweise nicht nur durch Müdigkeit beeinträchtigt,
sondern auch wenn eine Beanspruchung durch weitere Fahrzeugsysteme, wie z.B. Telefon
und Navigationssystem, vorliegt. Deshalb werden in einer vorteilhaften Variante der
Erfindung Daten zu verschiedenen Aspekten des Fah rerzustands erfasst und auch ausgetauscht.
Die Aussagekraft der sich daraus ergebenden Zustandsbeschreibung kann durch eine Bündelung
der Informationen über einen defmierten Zeitraum, wie z.B. eine Mittelwertbildung
oder auch die Angabe des in diesem Zeitraum ermittelten Minimaloder Maximalwerts,
zusätzlich gesteigert werden. In diesem Zusammenhang erweist es sich als vorteilhaft,
die gewonnenen Informationen zu den einzelnen Aspekten des Fahrerzustands senderseitig
in ein einheitliches Datenformat zu transformieren.
[0011] In einer besonders vorteilhaften Variante der Erfindung werden die Fahrerzustandsinformationen
mit weiteren Informationen über das Fahrzeug verbunden und zusammen mit diesen Fahrzeuginformationen
über das Informationsnetz übertragen. Diese Fahrzeuginformationen können dann in vorteilhafter
Weise ebenfalls vom Fahrerassistenzsystem ausgewertet werden, um Gefahrensituationen
frühzeitig zu erkennen. So können beispielsweise zusammen mit den Fahrerzustandsinformationen
Informationen über die aktuelle Position und Geschwindigkeit des Fahrzeugs, über die
Fahrtrichtung und/oder die geplante Fahrzeugroute übermittelt werden. Anhand dieser
Informationen, die beispielsweise mit Hilfe eines Navigationssystems ermittelbar sind,
kann das Fahrerassistenzsystem eines empfangenden Fahrzeugs relativ zuverlässig abschätzen,
ob eine Begegnung mit dem sendenden Fahrzeug bevorsteht und demzufolge das Fahrverhalten
des Fahrers des sendenden Fahrzeugs zu berücksichtigen ist.
[0012] Umgekehrt können anhand der von den einzelnen Fahrzeugen ausgesandten Fahrzeuginformationen
auch die relevanten Empfängerfahrzeuge für ein sendendes Fahrzeug bestimmt werden,
z.B. entgegenkommende Fahrzeuge und Fahrzeuge auf gleicher Fahrspur, mit gleicher
Fahrtrichtung, etc.. In einer besonders vorteilhaften Variante der Erfindung werden
die Fahrerzustandsinformationen dann auch nur diesen Empfängerfahrzeugen zur Verfügung
gestellt. Eine angemessene Verteilung bzw. Versendung der Fahrerzustandsinformationen
kann beispielsweise durch Begrenzung der Reichweite bzw. Leistung der Informationsübertragung
gewährleistet werden, so dass nur Empfänger in der unmittelbaren Nähe des Senders
die gesendeten Informationen empfangen können. Auf der Basis dieser Fahrzeugdaten
können die für ein sendendes Fahrzeug relevanten Empfängerfahrzeuge bestimmt werden.
[0013] Die Fahrerzustandsinformationen können direkt zwischen den Fahrzeugen ausgetauscht
werden. Alternativ dazu kann die Informationsübertragung auch über eine Relais-Serverstation
erfolgen. Dies erweist sich insbesondere dann als vorteilhaft, wenn die Fahrerzustandsinformationen
gezielt nur an als relevant bestimmte Empfängerfahrzeuge verteilt werden soll. Die
Relais-Serverstation wertet die von den einzelnen Fahrzeugen permanent oder zeitlich
getaktet ausgesandten Informationen über ihre Position, Geschwindigkeit, Fahrtrichtung,
etc. dann zentral aus und ermittelt so jeweils die Adressaten für die empfangenen
Fahrerzustandsinformationen. Beispielsweise durch eine geeignete Codierung können
diese Fahrerzustandsinformationen dann gezielt nur den relevanten Empfängerfahrzeugen
zur Verfügung gestellt werden.
[0014] Auch wenn die Fahrerzustandsinformationen nur ausgewählten, als relevant bestimmten
Empfängerfahrzeugen zur Verfügung gestellt werden, sollte empfängerseitig zunächst
geprüft werden, ob diese Informationen für das Empfängerfahrzeug in der aktuellen
Fahrsituation relevant sind. Dazu müssen die empfangenen Fahrerzustandsinformationen
empfängerseitig bereitgestellt werden, d. h. für das entsprechende System des Empfängerfahrzeugs
aufbereitet werden. Hierzu kann die Extraktion der Fahrerzustandsinformationen von
den sonstigen empfangenen Informationen gehören sowie die Transformation der empfangenen
Datenformate in die notwendigen Formate bezogen auf das eigene System. Erst dann können
die empfangenen Fahrerzustandsinformationen ausgewertet werden.
Zeichnung
[0015] Wie bereits voranstehend erörtert, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Lehre
der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter Weise auszugestalten und weiterzubilden.
Dazu wird einerseits auf die dem Patentanspruch 1 nachgeordneten Patentansprüche und
andererseits auf die nachfolgende Beschreibung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung
anhand der Zeichnung verwiesen.
[0016] Die einzige Figur zeigt ein Blockdiagramm zur Veranschaulichung des Austausch von
Fahrerzustandsinformationen zwischen zwei Fahrzeugen in einer lokal begrenzten Umgebung.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0017] Jeder der beiden in der einzigen Figur dargestellten Blöcke 10 und 20 repräsentiert
ein Fahrzeug in einer lokal begrenzten Umgebung, wobei die Fahrzeuge 10 und 20 als
mobile Sende- und Empfangsstationen eines Informationsnetzes fungieren, mit dem Daten
zwischen den einzelnen Stationen übertragen werden können.
[0018] Das hier dargestellte Informationsnetz umfasst ferner eine Relais-Serverstation 30,
die in der Regel stationär angeordnet ist aber auch mobil sein kann.
[0019] Erfindungsgemäß wird das hier dargestellte Informationsnetz zum Austausch von Fahrerzustandsinformationen
genutzt. Das Blockdiagramm der einzigen Figur soll die dafür erforderlichen Maßnahmen
veranschaulichen.
[0020] In beiden Fahrzeugen 10 und 20 werden Informationen 1 zu verschiedenen Aspekten des
Fahrerzustands erfasst. Diese Erfassung von biometrischen Daten kann mit den unterschiedlichsten
technischen Mitteln erfolgen, wie z.B. durch Messung der Muskelaktivität oder des
Hautwiderstands des Fahrers. Bestimmte Aspekte des Fahrerzustands, wie z.B. seine
Beanspruchung, lassen sich auch aus bestimmten Fahrzeugdaten, wie z.B. der aktuellen
Fahrzeuggeschwindigkeit und/oder der Aktivierung weitere Systeme im Fahrzeug, wie
der Telefonfreisprechanlage oder des Navigationssystems, ableiten.
[0021] Im hier erläuterten Ausführungsbeispiel werden diese Fahrerzustandsinformationen
durch zusätzliche fahrzeugbezogene Informationen 2 ergänzt. Dabei kann es sich um
die technischen Daten des Fahrzeugs handeln und auch um aktuell erfasste Fahrzeuginformationen,
wie z.B. die Fahrzeugposition und -geschwindigkeit.
[0022] Sowohl die Fahrerzustandsinformationen 1 als auch die zusätzlichen Informationen
2 werden einer Infortnationsaufbereitung 3 zugeführt, wo sie in ein einheitliches
Datenformat transformiert werden. Hier können auch verschiedene Aspekte des Fahrerzustands
über einen definierten Zeitraum zusammengefasst und ggf. klassifiziert werden.
[0023] Die so aufgearbeiteten Informationen können dann versendet werden, wozu die beiden
Fahrzeuge 10 und 20 mit einer entsprechenden Sendeeinrichtung 4 ausgestattet sind.
Im hier dargestellten Ausführungsbeispiel werden die Informationen der beiden Fahrzeuge
10 und 20 direkt zu dem jeweils anderen Fahrzeug 20 und 10 übertragen, was durch die
Pfeile 11 und 21 angedeutet wird. Außerdem werden die Informationen der beiden Fahrzeuge
10 und 20 jeweils noch an die Relais-Serverstation 30 übertragen, was durch die Pfeile
12 und 22 veranschaulicht wird.
[0024] Die Relais-Serverstation verteilt die empfangenen Informationen dann an die jeweiligen
Adressaten, was mit Hilfe der Pfeile 31 und 32 dargestellt ist. Umfasst das Informationsnetz
mehr als nur zwei Fahrzeuge, d.h. befinden sich mehr als nur zwei Fahrzeuge in einem
lokal begrenzten Bereich, so können die relevanten Adressaten für die von einem Fahrzeug
ausgesandten Informationen anhand der von den übrigen Fahrzeugen ausgesandten Fahrzeuginformationen,
wie aktuelle Fahrzeugposition, - geschwindigkeit und -richtung bestimmt, werden. Die
Relais-Serverstation 30 kann dann die von einem Fahrzeug empfangenen Informationen
gezielt nur an bestimmte Fahrzeuge weiterleiten, beispielsweise nur an Fahrzeuge,
die sich auf derselben Fahrbahn befinden, wie das sendende Fahrzeug.
[0025] Die beiden Fahrzeuge 10 und 20 verfügen außerdem jeweils über eine Empfangseinrichtung
6 zum Empfang der von anderen Fahrzeugen ausgesandten Informationen. Die empfangenen
Informationen werden einer Informationsbearbeitung 7 zugeführt, wo sie beispielsweise
in ein für das System des empfangenden Fahrzeugs geeignetes Datenformat transformiert
werden können. Außerdem können hier die im System des empfangenden Fahrzeugs auswertbaren
Daten extrahiert und ausgewertet werden. Dabei werden auch die empfangenen Fahrerzustandsinformationen
ausgewertet. Das Ergebnis dieser Informationsbearbeitung 7 wird dann bei 8 bereitgestellt.
Im hier dargestellten Ausführungsbeispiel werden die empfangenen Fahrerzustandsinformationen
mit den Informationen 1 über den Zustand des eigenen Fahrers verknüpft, was durch
die Pfeile 13 und 23 angedeutet ist.
[0026] Wie das voranstehend beschriebene Ausführungsbeispiel veranschaulicht, handelt es
sich bei der Erfindung um die generelle Aufarbeitung, Verteilung und Versendung sowie
den Empfang, die Bearbeitung und Bereitstellung von Informationen zu allen Ausprägungen
des Fahrerzustandes, so dass möglichst jedem Fahrzeug in einem lokal begrenzten Bereich
jederzeit Informationen zum Fahrerzustand der jeweils relevanten anderen Fahrzeuge
in diesem Bereich zur Verfügung stehen. Dadurch können potentielle, durch andere Fahrer
verursachte Gefahrensituationen schneller und besser erkannt werden. Die erfindungsgemäß
zur Verfügung gestellten Fahrerzustandsinformationen anderer Fahrzeuge können dazu
genutzt werden, den Fahrer des empfangenden Fahrzeugs explizit vor konkreten Gefahren
zu warnen. Beispielsweise kann ein Fahrer, der sich einer Kreuzung nähert, frühzeitig
vor einem Fahrzeug gewarnt werden, das sich ebenfalls dieser Kreuzung aus einer anderen
Richtung nähert, wenn dessen Fahrer besonders unaufmerksam ist. Die empfangenen Fahrerzustandsinformationen
können aber auch vom Fahrerassistenzsystem des empfangenden Fahrzeugs ausgewertet
werden, um beispielsweise die Müdigkeit des Fahrers des vorausfahrenden Fahrzeugs
beim automatischen Auslösen von Präventivmaßnahmen zu berücksichtigen. So könnte das
ACC hier beispielsweise automatisch eine größere Zeitlücke wählen.
1. Verfahren zur Übertragung von Daten zwischen einzelnen Fahrzeugen (10, 20) in einer
lokal begrenzten Umgebung über ein Informationsnetz, wobei Fahrerzustandsinformationen
(1) durch Fahrerassistenzsysteme der Fahrzeuge ausgetauscht werden, wobei Informationen
(1) zu verschiedenen Aspekten des Fahrerzustands ausgetauscht werden, insbesondere
Informationen über die Müdigkeit, die Beanspruchung und/oder die Aufmerksamkeit eines
Fahrers, und diese Informationen (1) zu verschiedenen Aspekten des Fahrerzustands
über einen definierten Zeitraum gebündelt werden, bevor sie über das Informationsnetz
übertragen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Informationen (1) zu den einzelnen Aspekten des
Fahrerzustands in ein einheitliches Datenformat transformiert werden, bevor sie über
das Informationsnetz übertragen werden.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 2, wobei die Fahrerzustandsinformationen
(1) zusammen mit Fahrzeuginformationen (2) über das Informationsnetz übertragen werden,
insbesondere mit technischen Daten des Fahrzeugs und/oder Informationen über die aktuelle
Position und Geschwindigkeit des Fahrzeugs, über die Fahrtrichtung und/oder die geplante
Fahrzeugroute.
4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei anhand der von den einzelnen Fahrzeugen (10, 20)
ausgesandten Fahrzeuginformationen (2) einzelne Empfängerfahrzeuge (10, 20) für die
Fahrerzustandsinformationen (1) eines Fahrzeugs (10, 20) bestimmt werden und die Fahrerzustandsinformationen
(1) dann auch nur diesen Empfängerfahrzeugen (10, 20) zur Verfügung gestellt werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Fahrerzustandsinformationen
(1) über mindestens eine Relais-Serverstation (30) übertragen werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Fahrerzustandsinformationen
(1) von den von anderen Fahrzeugen (10, 20) empfangenen Daten extrahiert werden, in
ein Datenformat des eigenen Fahrzeugsystems transformiert werden und dann ausgewertet
werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei jedes Fahrzeug (10, 20) anhand der von anderen Fahrzeugen
(10, 20) empfangenen Fahrzeuginformationen (2) überprüft, inwieweit die von diesen
anderen Fahrzeugen (10, 20) empfangenen Fahrerzustandsinformationen (1) für die eigene
Fahrsituation relevant sind.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die empfangenen Fahrerzustandsinformationen mit Informationen über den Zustand des
eigenen Fahrers in einem Fahrzeug verknüpft werden.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Müdigkeit eines Fahrers eines vorausfahrenden Fahrzeugs übertragen wird, um
eine Zeitlücke eines Abstand-geregelten Folgefahrens zu vergrößern.
1. Method for transmitting data between individual vehicles (10, 20) in a locally limited
environment via an information network, wherein driver state information (1) is interchanged
by driver assistance systems in the vehicles, with information (1) which relates to
various aspects of the driver state being interchanged, particularly information about
the tiredness, stress and/or attention of a driver, this information (1) which relates
to various aspects of the driver state being gathered over a defined period before
it is transmitted via the information network.
2. Method according to Claim 1, wherein the information (1) relating to the individual
aspects of the driver state is transformed into a standard data format before it is
transmitted via the information network.
3. Method according to one of Claims 1 and 2, wherein the driver state information (1)
is transmitted via the information network together with vehicle information (2),
particularly with technical data from the vehicle and/or information about the current
position and speed of the vehicle, about the direction of travel and/or the planned
vehicle route.
4. Method according to Claim 3, wherein the vehicle information (2) transmitted by the
individual vehicles (10, 20) is used to determine individual receiver vehicles (10,
20) for the driver state information (1) from a vehicle (10, 20), and the driver state
information (1) is then also made available only to these receiver vehicles (10, 20).
5. Method according to Claims 1 to 4, wherein the driver state information (1) is transmitted
via at least one relay server station (30).
6. Method according to one of Claims 1 to 5, wherein the driver state information (1)
is extracted from the data received from other vehicles (10, 20), is transformed into
a data format for the particular vehicle system and is then evaluated.
7. Method according to Claim 6, wherein each vehicle (10, 20) uses the vehicle information
(2) received from other vehicles (10, 20) to check the extent to which the driver
state information (1) received from these other vehicles (10, 20) is relevant to the
particular driving situation.
8. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the received driver state information is logically combined with information about
the state of the particular driver in a vehicle.
9. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the tiredness of a driver in a vehicle in front is transmitted in order to increase
a time interval for distance-controlled driving behind.
1. Procédé de transmission de données entre des véhicules séparés (10, 20) par un réseau
d'informations dans un environnement local limité,
selon lequel
les informations d'état du conducteur (1) sont échangées par des systèmes d'assistance
de conducteur équipant les véhicules,
les informations (1) étant échangées pour différents aspects de l'état du conducteur
notamment des informations concernant la fatigue, la sollicitation et/ou l'attention
du conducteur et ces informations (1) concernant différents aspects de l'état du conducteur
sont regroupées dans un intervalle de temps défini avant d'être transmises par le
réseau d'informations.
2. Procédé selon la revendication 1,
selon lequel
les informations (1) concernant les différents aspects de l'état du conducteur sont
transformées en un format de données uniforme avant d'être transmises par le réseau
d'informations.
3. Procédé selon les revendications 1 et 2,
selon lequel
les informations d'état du conducteur (1) ainsi que les informations du véhicule (2)
sont transmises par le réseau d'informations notamment avec des données techniques
du véhicule et/ou des informations concernant la position actuelle et la vitesse du
véhicule, la direction de circulation et/ou le trajet prévu du véhicule.
4. Procédé selon la revendication 3,
selon lequel
à l'aide des informations du véhicule (2) envoyées par différents témoins de conduite
(10, 20) on fournit à différents véhicules récepteurs (10, 20) les informations d'état
du conducteur (1) d'un véhicule (10, 20), et les informations d'état du conducteur
(1) ne sont alors fournies qu'à ces véhicules récepteurs (10, 20).
5. Procédé selon les revendications 1 à 4,
selon lequel
les informations d'état du conducteur (1) sont transmises par au moins une station
serveur-relais (30).
6. Procédé selon les revendications 1 à 5,
selon lequel
les informations d'état du conducteur (1) sont extraites des données reçues par les
autres véhicules (10, 20) pour être transformées dans un format du propre système
du véhicule et être ensuite exploitées.
7. Procédé selon la revendication 6,
selon lequel
chaque véhicule (10, 20) vérifie les informations de véhicule (2) reçues par les autres
véhicules (10, 20) dans la mesure où les informations d'état du conducteur (1), reçues
par les autres véhicules (10, 20) concernent leur propre situation de conduite.
8. Procédé selon les revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les informations d'état de conducteur, reçues, sont combinées dans le véhicule aux
informations concernant l'état du propre conducteur du véhicule.
9. Procédé selon les revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la fatigue d'un conducteur d'un véhicule qui précède est transmise pour augmenter
l'intervalle de temps du procédé de poursuite avec régulation de distance.

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
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Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
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