[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer Fluidleitung, insbesondere
einer Fluidleitung in einer CO
2-Kälteanlage, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Ein Solches verfahren ist aus dem Dokument
US-A-3646 599 bekannt.
[0003] In vielen technischen Anlagen, z.B. Kälteanlagen oder Hydraulikanlagen, wird ein
Fluid unter hohem Druck und/oder hohen Temperaturen transportiert. Die dazu benutzten
Leitungen sind in der Regel aus metallischen Werkstoffen hergestellt und weisen relativ
hohe Wandstärken auf. Wünscht man gleichzeitig flexible Leitungen, um z.B. Anforderungen
an Vibrationsfestigkeit zu genügen, werden diese Leitungen oft um Ihre Längsachse
gewickelt. Solche gewickelten Leitungen können jedoch nur mit einem begrenzten Querschnitt
hergestellt werden. Wünscht man eine größere Durchflussmenge, dann teilt man die Leitung
in mehrere Einzelrohre auf. Die einzeln hergestellten gewickelten Rohre werden dabei
nachträglich ineinander geschoben. Dieses Verfahren ist relativ aufwendig und erfordert
enge Toleranzen in Bezug auf die Steigung und den Durchmesser der Windungen.
[0004] Eine Kälteanlage besteht in der Regel aus mehreren Komponenten. Hierzu zählen ein
Kompressor, zwei Wärmetauscher und ein Ventil. Diese Komponenten müssen durch Leitungen
miteinander verbunden werden. Insbesondere bei mobilen Anwendungen, beispielsweise
Kälteanlagen, die zur Kühlung in Kraftfahrzeugen eingesetzt werden, müssen diese Leitungen
neben Korrosionsbeständigkeit und Vibrationsfestigkeit auch eine gewisse Flexibilität
aufweisen. Andererseits muß eine derartige Leitung vor allem dann, wenn CO
2 (Kohlendioxid) als Kältemittel verwendet wird, eine erhebliche Druckfestigkeit aufweisen.
Dies führt dazu, daß eine derartige Leitung relativ teuer ist.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein schnelles und kostengünstiges Verfahren
zum Herstellen einer Fluidleitung anzugeben.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das Verfahren nach Auspruch 1 gelöst.
[0007] Mit dieser Ausgestaltung kann man relativ dünne Rohrleitungen verwenden. Der wirksame
Querschnitt der Fluidleitung ergibt sich dann aus der Summe der Querschnitte aller
Rohrleitungen. Rohrleitungen mit einem vergleichsweise dünnen Querschnitt haben von
sich aus eine relativ hohe Druckfestigkeit, d.h. der Aufwand, den man für die Druckfestigkeit
treiben muß, kann kleingehalten werden. Durch die schraubenlinienförmige Anordnung
der einzelnen Rohrleitungen ergibt sich auch eine gewisse Flexibilität. Die Herstellung
wird dadurch besonders kostengünstig, daß man mehrere Rohrleitungen gleichzeitig und
parallel wickelt. Dadurch erreicht man praktisch automatisch eine Anordnung der Rohrleitungen
dergestalt, daß die Rohrleitungen benachbart oder mit einem vorbestimmten Abstand
zueinander vorliegen. Nachträgliches Montieren einzelner Rohrleitungen ineinander,
oder Justieren kann entfallen. Mit dem Wickeln der Rohrleitungen ist ein großer Teil
des Herstellungsvorgangs abgeschlossen. Das Verfahren ist prinzipiell für die Herstellung
von Fluidleitungen, z.B. für Hydraulik- oder Kälteanlagen geeignet. Eine besondere
Bedeutung gewinnt das Verfahren aber für Anlagen, die mit Kältemittel arbeiten, das
unter einem höheren Druck steht, beispielsweise CO
2 (Kohlendioxid). Man führt dabei die Rohrleitungen über mindestens eine Rolle zu,
die mit Umfangsnuten versehen ist. Mit dieser Rolle läßt sich die gewünschte seitliche
Ausrichtung der Rohrleitungen relativ zueinander auf einfache Weise sicherstellen.
Wenn man mehrere Rollen gleicher Art verwendet, dann kann man über den Umfang der
einzelnen Windungen der Schraubenlinie eine relativ genaue Positionierung der einzelnen
Rohrleitungen relativ zueinander erreichen. Sobald die Rohrleitungen über einen Anfangswinkel
von beispielsweise 10° gebogen worden sind, ist eine Führung mit Rollen nicht mehr
unbedingt erforderlich, weil sich die einmal gebildeten Windungen nicht mehr von alleine
aufbiegen.
[0008] Hierbei ist bevorzugt, daß man die Rohrleitungen nach dem Herstellen der Windungen
nacheinander ablängt und zwischen jedem Schneidvorgang das durch die Rohrleitungen
gebildete Bündel um einen vorbestimmten Winkel verdreht. Damit trägt man der Tatsache
Rechnung, daß die einzelnen Rohrleitungen später, d.h. wenn die Windungen fertiggestellt
worden sind, alle etwa an der gleichen axialen Position der "Schraube" enden sollten.
Durch ein sequentielles Durchtrennen und dem Verdrehen des Rohrbündels erreicht man,
daß der Schneidvorgang immer an der gleichen Stelle erfolgen kann. Damit ergibt sich
die richtige Länge der einzelnen Rohrleitungen quasi automatisch.
Mit diesem Verfahren können im Prinzip Leitungen beliebiger und verschiedener Länge
kontinuierlich hergestellt werden. Es eignet sich daher hervorragend für eine Massenproduktion,
erfüllt aber gleichzeitig auch die Anforderungen an eine schnelle Typenumstellung.
[0009] Vorzugsweise biegt man nach dem Wickeln die Enden der Rohrleitungen parallel zur
Achse der Schraubenlinie um. Dies erleichtert es, einen Anschluß für die Rohrleitungen
zu montieren. Der nachfolgende Montagevorgang wird dadurch vereinfacht.
[0010] Vorzugsweise bettet man die Leitung zumindest im Bereich ihrer schraubenförmigen
Windungen in einen Kunststoff ein. Unter "Kunststoff" soll hier auch ein Gummi verstanden
werden. Der Kunststoff stabilisiert den "Korpus" der Leitung, stellt aber gleichzeitig
sicher, daß die Leitung eine gewisse Flexibilität hat. Der Kunststoffmantel erzeugt
nicht nur eine mechanische Stabilisierung. Er bewirkt auch einen erhöhten thermischen
Widerstand zur Umgebung hin, so daß Wärmeverluste kleingehalten werden können. Außerdem
stellt die Einbettung einen Korrosionsschutz für die Rohrleitungen, besonders beim
Einsatz in aggressiven Umgebungen, dar.
[0011] Bevorzugterweise verdreht man vor dem Einbetten die Enden der Leitung um einen vorbestimmten
Winkel entgegen der Wickelrichtung gegeneinander, hält sie beim Einbetten in der verdrehten
Lage fest und läßt sie nach dem Einbetten los. Beispielsweise kann man die Enden um
etwa 10° gegeneinander verdrehen. Damit ergeben sich kleine Abstände zwischen einander
benachbarten Windungen, in die der Kunststoff eindringen kann. Das Einbetten mit dem
Kunststoff kann beispielsweise in einem Spritzgußverfahren erfolgen. Die durch den
Kunststoff ausgefüllten Abstände zwischen den einzelnen Windungen verhindern, dass
die Rohrleitungen sich berühren und während des Betriebs der Kälteanlage durch die
auftretenden Vibrationen gegeneinander schlagen oder scheuern können. Es werden also
unerwünschte Geräusche vermieden, sowie ein Risiko für eventuell auftretende Undichtigkeiten
durch Verschleiß der Rohrleitungen an den Berührungspunkten vermindert. Wenn man nach
dem Spritzgießen (oder einem anderen Einbettungsvorgang) die Enden losläßt, dann stehen
die Windungen der Schraubenlinie aller Rohrleitungen unter einer gewissen Vorspannung.
Dies trägt mit dazu bei, die Festigkeit der Leitung zu verbessern.
[0012] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen, daß man beim Einbetten der Leitung
einen Kern innerhalb der Windungen freihält. Der Kunststoff ist also als Hohlzylinder
ausgebildet. Durch das hohle Innere läßt sich Gewicht einsparen. Dadurch, daß man
den Innenraum oder Kern freiläßt, wird die Flexibilität der Leitung verbessert. Letztendlich
kann man, falls gewünscht, auch Zusatzeinrichtungen, beispielsweise elektrische Leitungen
oder ähnliches, durch das Innere der Leitung führen.
[0013] Vorzugsweise versieht man zusammengehörige Enden mit einem gemeinsamen Anschlußstück.
Dies erleichtert die nachfolgende Montage der Leitung in einer technischen Anlage,
z.B. in einem Kältesystem.
[0014] Hierbei ist bevorzugt, daß man das Anschlußstück mit dem Kunststoff verbindet. Damit
erhält man über die gesamte Länge der Leitung eine verbesserte Druckfestigkeit. Es
gibt keine Positionen, an denen Scherkräfte auf die Rohrleitungen wirken könnten.
Insgesamt wird dadurch die Festigkeit der Leitung verbessert.
[0015] Hierbei ist bevorzugt, daß man das Anschlußstück gegen den Kunststoff preßt und mit
dem Kunststoff verschweißt. Damit erhält man eine sehr feste Verbindung zwischen dem
Anschlußstück und dem Kunststoff. Die Rohrleitungen erhalten nach dem Lösen der Anpreßkraft
eine kleine erhöhte Vorspannung in Axialrichtung der Schraubenlinie.
[0016] Vorzugsweise führt man die Enden der Rohrleitungen durch das Anschlußstück hindurch
und trennt einen sich dabei bildenden Überstand ab. Man erreicht damit, daß die Rohrleitungen
bündig mit der Stirnfläche des Anschlußstücks enden. Die Führung des Kältemittels
wird dann ausschließlich von den Rohrleitungen übernommen, die vorzugsweise aus einem
geeigneten Metall, beispielsweise Aluminium, gebildet sind. Der Kunststoff hat nur
eine unterstützende Funktion.
[0017] Hierbei ist bevorzugt, daß man zum Abtrennen einen Laser verwendet. Der Laser ist
in der Lage, die Überstände bündig zur Stirnfläche des Anschlußstücks abzutrennen.
[0018] Vorzugsweise ist mindestens eine Umlenkrolle vorgesehen, deren Rotationsachse gegenüber
der Achse der Rolle einen spitzen Winkel einschließt. Die Umlenkrolle bewirkt eine
seitliche Umlenkbewegung der zugeführten Rohrleitungen und steuert dadurch die Steigung
der Schraubenlinie.
[0019] Erfindungs gemäß führt man die Rohrleitungen gegen eine Umlenkfläche, die mit der
Zuführrichtung einen ersten Winkel in einer Zuführebene und einen zweiten Winkel mit
der Zuführebene einschließt. Die Rohrleitungen werden also doppelt ausgelenkt, so
daß sie sich zum einen in Umfangsrichtung der Schraubenlinie umbiegen, andererseits
aber auch einen axialen Vorschub erhalten, so daß sich die Schraubenlinie ergibt.
[0020] Die Erfindung wird im folgenden anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen in Verbindung
mit der Zeichnung beschrieben. Hierin zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung zur Erläuterung der Herstellung einer Fluidleitung,
- Fig. 2
- eine Anordnung von Rohrleitungen,
- Fig. 3
- die Darstellung nach Fig. 1 von oben,
- Fig. 4
- eine genutete Umlenkrolle,
- Fig. 5
- eine Leitung nach dem Herstellen der schraubenlinienförmigen Windungen,
- Fig. 6
- die Leitung nach Fig. 5 mit ausgerichteten Enden,
- Fig. 7
- ein Anschlußstück,
- Fig. 8
- eine zweite Ausbildungsform eines Anschlußstücks,
- Fig. 9
- eine Leitung mit Anschlußstücken und
- Fig. 10
- eine abgewandelte Ausführungsform einer Leitung in perspektivischer Darstellung.
[0021] Fig. 9 zeigt eine Leitung 1 mit zwei Anschlußstücken 2, 3 und einem Korpus 4, dessen
Herstellung nachfolgend erläutert werden soll.
[0022] Der Korpus 4 ist gebildet durch fünf Rohrleitungen, die in Fig. 1 von der Seite,
in Fig. 2 von vorne und in Fig. 3 von oben dargestellt sind. Die Wandstärke dieser
Rohrleitungen 5-9 ist in Fig. 2 übertrieben groß dargestellt. Die Wandstärke muß so
groß gewählt sein, daß sie einen Druck aushält, der im hohlen Innenraum 10 einer jeden
Rohrleitung 5-9 erzeugt wird, wenn die Rohrleitung 5-9 später in einem Kältesystem
verwendet wird, das mit CO
2 (Kohlendioxid) als Kältemittel arbeitet. Derartige Drücke können durchaus eine Größenordnung
von mehreren 100 bar erreichen. Allerdings sind Rohrleitungen 5-9 mit einem kleineren
Querschnitt vergleichsweise druckfester als Rohrleitungen mit einem größeren Querschnitt,
aber gleicher Wandstärke. Die so hergestellte Leitung 1 ist natürlich auch bei anderen
Kältemitteln anwendbar, also auch solchen, die mit geringeren Drücken arbeiten.
[0023] Wie aus den Fig. 1 und 3 zu erkennen ist, werden die Rohrleitungen 5-9 in einer Ebene
nebeneinanderliegend über drei Umlenkrollen 11-13 geführt. Die Umlenkrollen 11-13
sind gleich ausgeführt. Die Umlenkrolle 11 ist in Fig. 4 vergrößert dargestellt. Sie
weist fünf Umfangsnuten 14 auf. Die Anzahl der Umfangsnuten, die in Axialrichtung
der Umlenkrolle 11 gleichmäßig verteilt sind, richtet sich natürlich nach der Anzahl
der gleichzeitig zu wickelnden Rohrleitungen 5-9.
[0024] Die beiden Umlenkrollen 11,12 sind hier ortsfest dargestellt. Die Umlenkrolle 13
ist in Richtung eines Doppelpfeils 15 beweglich, also senkrecht zur Ebene, in der
die Rohrleitungen 5-9 beim Zuführen angeordnet sind.
[0025] Natürlich können auch die Umlenkrollen 11, 12 beweglich sein, wenn dies für einen
Einführvorgang erforderlich sein sollte.
[0026] Die Rohrleitungen 5-9 werden in einer Vorschubrichtung 16 zugeführt. Dabei können
sie von nicht näher dargestellten Vorratsspulen abgewickelt werden. Mittel, mit denen
der Vorschub erzeugt wird, sind an sich bekannt und werden daher nicht näher dargestellt.
Beispielsweise kann man hierzu Rollenpaare verwenden, die von entgegengesetzten Seiten
her auf die Rohrleitungen 5-9 wirken und mit Hilfe einer Reibungskraft einen Antrieb
auf die Rohrleitungen 5-9 bewirken.
[0027] In Vorschubrichtung 16 hinter der letzten Umlenkrolle 13 ist eine Umlenkfläche 17
angeordnet. Diese Umlenkfläche 17 schließt mit ihrer in Fig. 1 dargestellten Richtungskomponente
einen Winkel ungleich 90° mit der Ebene ein, in der die Rohrleitungen 5-9 zugeführt
werden. Die Umlenkfläche 17, genauer gesagt die in Fig. 1 erkennbare Komponente, bewirkt
zusammen mit der letzten Umlenkrolle 13, daß die Rohrleitungen 5-9 ringförmig umgebogen
werden, so daß sich in der in Fig. 1 dargestellten Ansicht sozusagen eine Kreisform
der Biegung ergibt.
[0028] Wie aus Fig. 3 zu erkennen ist, schließt die Umlenkfläche 17 allerdings auch mit
der Vorschubrichtung 16 einen Winkel ungleich 90° ein, so daß die zugeführten Rohrleitungen
5-9 nicht nur auf einer Kreisbahn umgelenkt werden, sondern beim Umlenken auch eine
Auslenkung senkrecht zur Vorschubrichtung 16 erhalten. Dementsprechend werden die
Rohrleitungen 5-9 auf einer Schraubenlinie geführt. Die letzte Umlenkrolle 13 kann
zur Unterstützung dieser Umlenkbewegung gegenüber den beiden anderen Umlenkrollen
11, 12 eine Rotationsachse aufweisen, die nicht mehr parallel zu den Achsen der Umlenkrollen
11, 12 ausgerichtet ist, sondern mit diesen einen spitzen Winkel einschließt. Auch
die Umlenkrolle 12 kann unter einem spitzen Winkel zur Umlenkrolle 11 angeordnet sein,
um die Steigung der Schraubenlinie zu steuern. Die Umlenkfläche 17 dient dazu, die
Steigung mit einer relativ großen Genauigkeit einzustellen.
[0029] Wie sich aus den Fig. 3 und 5 ergibt, werden die Rohrleitungen 5-9 also schraubenlinienförmig
aufgewickelt, wobei auch beim Aufwickeln die Ausrichtung der Rohrleitungen 5-9 parallel
zueinander erhalten bleibt. Nach dem Wickeln liegen die Rohrleitungen 5-9 nach wie
vor aneinander an. Die so hergestellten Windungen bilden einen Hohlzylinder.
[0030] Die Rohrleitungen 5-9 weisen nun Enden auf, die "schräg" von dem Korpus 4 abstehen.
Sie weisen also eine radiale und eine axiale Richtungskomponente auf. Sie sind allerdings
alle zumindest im wesentlichen gleich lang. Dies erreicht man dadurch, daß man die
einzelnen Rohrleitungen 5-9 nicht auf einmal durchtrennt, wenn der Korpus 4 seine
gewünschte Länge erreicht hat, sondern sequentiell. Man trennt also nach Erreichen
der vorbestimmten Länge zunächst eine Rohrleitung, beispielsweise die Rohrleitung
5, ab, dreht dann den Korpus 4 weiter, bis die Rohrleitung 6 in die Position der zuvor
abgetrennten Rohrleitung 5 gelangt und trennt dann die Rohrleitung 6 ab. Diesen Vorgang
wiederholt man, d.h. zwischen dem Durchtrennen der einzelnen Rohrleitungen 5-9 erfolgt
immer eine Drehung um einen Winkel, der 360° durch die Anzahl der Rohrleitungen entspricht.
[0031] In einem weiteren Herstellungsschritt werden nun die Enden 18-22 umgebogen und parallel
zur Achse des Korpus 4 ausgerichtet. Danach ist es möglich, das Anschlußstück 3 auf
die Enden 18-22 aufzuschieben. Das Anschlußstück 3 weist hierzu eine Anzahl von Bohrungen
23 auf, die der Anzahl von Rohrleitungen 5-9 entspricht.
[0032] Fig. 7 zeigt eine erste Ausgestaltung eines Anschlußstücks 3 mit einer kreisrunden
Form. Fig. 8 zeigt eine abgewandelte Ausführungsform eines Anschlußstücks 3' mit einer
sechseckigen Form und zwar in Fig. 8a als Seitenansicht und in Fig. 8b als Vorderansicht.
Die Form des Anschlußstücks 3, 3' hängt von der später gewünschten Verwendung ab.
[0033] Vor oder auch nach dem Aufschieben des Anschlußstücks 3 wird der Korpus 4 noch mit
einem in Fig. 9 dargestellten Kunststoff 24 versehen. Bei dem Kunststoff 24 kann es
sich auch um Naturgummi handeln, der zu diesem Zweck in einer vulkanisierten Form
eingebracht wird. Das Herstellen des Kunststoffs erfolgt zweckmäßigerweise im Spritzgußverfahren.
Der Korpus 4 wird hierzu in eine Spritzgußform eingebracht. Vor dem Einbringen werden
allerdings die Enden des Korpus 4 entgegen der Wickelrichtung gegeneinander verdreht.
Dies soll durch die Pfeile 25, 26 dargestellt werden. Der Drehwinkel ist relativ klein.
Er beträgt beispielsweise 10°. Durch diese Maßnahme ergibt sich ein kleiner Abstand
zwischen benachbarten Windungen des Korpus 4, in den dann beim Spritzen des Kunststoffs
24 der Kunststoff eintreten kann. Durch einen Kern sorgt man dafür, daß das hohle
Innere des Korpus 4 nicht vollständig vom Kunststoff 24 ausgefüllt wird, sondern ein
Hohlzylinder verbleibt. Nach dem Spritzen des Kunststoffs 24 wird die Spannung, mit
der die Enden des Korpus 4 gegeneinander verdreht oder "aufgewickelt" worden sind,
wieder gelöst, so daß die gewickelten Rohrleitungen 5-9 mit einer gewissen Vorspannung
im Kunststoff 24 verbleiben.
[0034] Nachdem der Korpus 4 in den Kunststoff 24 eingebettet worden ist, werden die beiden
Anschlußstücke 2, 3 unter Druck gegen den Kunststoff 24 gedrückt. Dies ist durch Pfeile
27, 28 angedeutet. Natürlich sind die entsprechenden Kräfte so gerichtet, daß die
Anschlußstücke 2, 3 vollflächig an der Stirnseite des Kunststoffs 24 anliegen. Danach
werden die Anschlußstücke 2, 3 mit dem Kunststoff 24 verschweißt oder verklebt, so
daß sich insgesamt ein quasi monolithischer Block ergibt, in dem ein Strömungspfad
für das Kohlendioxid-Kältemittel im Innern der schraubenlinienförmig gebogenen Rohrleitungen
5-9 gebildet ist.
[0035] Die Enden 18-22 der Rohrleitungen 5-9 sind so lang, daß sie, wie beim Anschlußstück
3 dargestellt, durch das Anschlußstück 3 hindurchgeführt werden können und mit einem
kleinen Überstand aus dem Anschlußstück 3 herausragen. Dieser Überstand wird mit Hilfe
eines Laserschneidgeräts 29 abgetrennt. Dadurch erreicht man, daß man die Enden 18-22
bündig mit der Stirnseite des Anschlußstücks 3 abschließen lassen kann.
[0036] Die Herstellung der Leitung 1 wurde bislang mit fünf Rohrleitungen 5-9 beschrieben.
Aus Fig. 10 ist eine abgewandelte Ausführungsform einer Rohrleitung 1 erkennbar, bei
der insgesamt zehn Rohrleitungen schraubenlinienförmig gewendelt sind, um eine Verbindung
zwischen zwei Anschlüssen 2, 3 zu schaffen. Der Hohlraum, der sich im Innern des Korpus
4 ausbildet, ist durch einen Kreiszylinder 30 dargestellt.
1. Verfahren zum Herstellen einer Fluidleitung, insbesondere einer Fluidleitung in einer
CO2-Kälteanlage, bei dem man mehrere Rohrleitungen (5-9) gleichzeitig über mindestens
eine Rolle (11) zuführt, die mit Umfangsnuten (14) versehen ist, und die Rohrleitungen
(5-9) parallel zueinander schraubenlinienförmig wickelt, wobei man jede Rohrleitung
(5-9) entlang einer Schraubenlinie führt und die Schraubenlinien aller Rohrleitungen
(5-9) parallel verlaufen, dadurch gekennzeichnet, dass man die Rohrleitungen (5-9) gegen eine Umlenkfläche (17) führt, die mit der Zuführrichtung
(16) einen ersten Winkel in einer Zuführebene und einen zweiten Winkel mit der Zuführebene
einschließt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Rohrleitungen (5-9) nach dem Herstellen der Windungen nacheinander ablängt
und zwischen jedem Schneidvorgang das durch die Rohrleitungen (5-9) gebildete Bündel
(4) um einen vorbestimmten Winkel verdreht.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man nach dem Wickeln die Enden (18-22) der Rohrleitungen (5-9) parallel zur Achse
der Schraubenlinie umbiegt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die Leitung (1) zumindest im Bereich ihrer schraubenlinienförmigen Windungen
in einen Kunststoff (24) einbettet.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß man vor dem Einbetten die Enden (18-22) der Leitung (1) um einen vorbestimmten Winkel
entgegen der Wickelrichtung gegeneinander verdreht, beim Einbetten in der verdrehten
Lage festhält und nach dem Einbetten losläßt.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß man beim Einbetten der Leitung einen Kern innerhalb der Windungen freihält.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß man zusammengehörige Enden (18-22) mit einem gemeinsamen Anschlußstück (2, 3) versieht.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß man das Anschlußstück (2, 3) mit dem Kunststoff (24) verbindet.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß man das Anschlußstück (2, 3) gegen den Kunststoff (24) preßt und mit dem Kunststoff
(24) verschweißt.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß man die Enden (18-22) der Rohrleitungen (5-9) durch das Anschlußstück (2, 3) hindurchführt
und einen sich dabei bildenden Überstand abtrennt.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß man zum Abtrennen einen Laser (29) verwendet.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Umlenkrolle (13) vorgesehen ist, deren Rotationsachse gegenüber der
Achse der Rolle (11) einen spitzen Winkel einschließt.
1. Method of manufacturing a fluid pipe, particularly a fluid conduit in a CO2 refrigeration system, in which several pipes (5-9) are simultaneously supplied via
at least one roller (11), which is provided with circumferential grooves (14), the
pipes (5-9) being wound in parallel to each other in a helical line shape, each pipe
(5-9) being guided along a helical line and the helical lines of all pipes (5-9) extending
in parallel to each other, characterised in that the pipes (5-9) are guided towards a deflection face (17), the deflection face (17)
enclosing a first angle with the supply direction (16) in a supply plane, and a second
angle with the supply plane.
2. Method according to claim 1, characterised in that after making the windings, the pipes (5-9) are cut to length one by one, the bundle
(4) formed by the pipes (5-9) being twisted by a predetermined angle between the individual
cutting processes.
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that after winding the ends (18-22) of the pipes (5-9) are bent over in parallel to the
axis of the helical line.
4. Method according to one of the claims 1 to 3, characterised in that at least the helically shaped winding area of the conduit (1) is embedded in a plastic
material (24).
5. Method according to claim 4, characterised in that, before the embedding, the ends (18-22) of the conduit (1) are twisted by a predetermined
angle in relation to each other against the winding direction, are held in the twisted
position during the embedding and are released after the embedding.
6. Method according to claim 4 or 5, characterised in that during embedding of the conduit a core within the windings is kept free.
7. Method according to one of the claims 4 to 6, characterised in that ends (18-22) belonging together are provided with a common connecting piece (2, 3).
8. Method according to claim 7, characterised in that the connecting piece (2, 3) is connected to the plastic material (24).
9. Method according to claim 8, characterised in that the connecting piece (2, 3) is pressed against and welded onto the plastic material
(24).
10. Method according to one of the claims 7 to 9, characterised in that the ends (18-22) of the pipes are guided through the connecting piece (2, 3) and
an occurring excess length is cut off.
11. Method according to claim 10, characterised in that the cutting is made by means of laser (29).
12. Method according to one of the claims 1 to 11, characterised in that at least one guide roller (13) is provided, whose rotational axis encloses an acute
angle in relation to the axis of the roller (11).
1. Procédé de production d'une conduite fluidique, notamment d'une conduite fluidique
dans une installation frigorifique au CO2, pour lequel on amène simultanément plusieurs tuyauteries rigides (5-9) via au moins
un rouleau (11) doté de rainures périphériques (14) et on enroule les tuyauteries
rigides (5-9) parallèlement les unes aux autres de manière hélicoïdale, chaque tuyauterie
rigide (5-9) étant guidée le long d'une hélice et les hélices de toutes les tuyauteries
rigides (5-9) s'étendant parallèlement, caractérisé en ce qu'on guide les conduites rigides (5-9) contre une surface de déflection (17) qui comprend
un premier angle dans un plan d'alimentation avec la direction d'alimentation (16)
et un deuxième angle avec le plan d'alimentation.
2. Procédé selon la revendication 1 caractérisé en ce qu'on découpe les tuyauteries rigides (5-9) après la fabrication des spires et en ce que le faisceau de circuits (4) formé par les tuyauteries rigides (5-9) est gauchi à
un angle prédéfini entre chaque opération de découpe.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'on plie après l'enroulement les extrémités (18-22) des tuyauteries rigides (5-9) parallèlement
à l'axe de l'hélice.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'on enrobe en une matière plastique (24) la conduite (1) au moins dans la zone de ses
spires hélicoïdales.
5. Procédé selon la revendication 4 caractérisé en ce qu'on plie, avant l'enrobage, l'une contre, l'autre les extrémités (18-22) de la conduite
(1) à un angle prédéfini à l'opposé de la direction d'enroulement, en ce qu'on les maintient dans la position gauchie pendant l'enrobage et en ce qu'on les relâche après l'enrobage.
6. Procédé selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce qu'on réserve un noyau dans au milieu des spires lors de l'enrobage de la conduite.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 4 à 6, caractérisé en ce qu'on dote les extrémités correspondantes (18-22) d'un embout commun (2, 3).
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'on relie l'embout (2, 3) à la matière plastique (24).
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'on comprime l'embout (2, 3) contre la matière plastique (24) et en ce qu'on le soude à la matière plastique (24).
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications 7 à 9, caractérisé en ce qu'on introduit les extrémités (18-22) des tuyauteries rigides (5-9) dans l'embout (2,
3) et en ce qu'on sectionne une projection se formant à cet endroit.
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce qu'on utilise un laser (29) pour la séparation.
12. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce qu'on prévoit au moins une poulie (13) dont l'axe de rotation comprend un angle aigu
par rapport à l'axe du rouleau (11).