[0001] Die Erfindung betrifft eine Bandanordnung, mit einem Band zur scharniergelenkigen
Verbindung eines Flügels, einer Tür, eines Fensters oder dergleichen an einem Rahmen,
und mit mindestens einem Sicherungszapfen, der entweder an dem Rahmen oder an dem
Flügel vorgesehen ist und im geschlossenen Zustand des Flügels in eine an dem Flügel
oder an dem Rahmen vorgesehene Öffnung eingreift.
[0002] Um die Einbruchssicherheit zu erhöhen, ist es bekannt, einen um eine Scharnierachse
verschwenkbar an einem feststehenden Rahmen angelenkten Flügel gegen Ausheben auf
der Seite der Scharnierachse im geschlossenen Zustand zu sichern, indem entweder an
dem Rahmen oder an dem Flügel Sicherungszapfen vorgesehen werden, die im geschlossenen
Zustand des Flügels in hierfür vorgesehene Öffnungen, die dementsprechend entweder
an dem Flügel oder an dem Rahmen angeordnet sind, eingreifen. Wird nun im geschlossenen
Zustand des Flügels versucht, diesen beispielsweise durch Verlagerung in Richtung
der Scharnierachse, mit anderen Worten: durch Aushängen zu entfernen, so ist die maximale
Strecke, über die der Flügel in Richtung der Scharnierachse verlagert werden kann,
durch das Spiel des Zapfens in der Ausnehmung begrenzt.
[0003] Eine derartige Anordnung ist beispielsweise aus der
DE 200 00 299 U1 bekannt. Bei dieser Anordnung sind die Zapfen von vorstehenden Köpfen von Befestigungsschrauben
zur Befestigung des Flügelbandteiles des Bandes an dem Flügel gebildet, die im geschlossenen
Zustand des Flügels in Ausnehmungen in dem Rahmen hineinragen.
[0004] Nachteilig ist bei dieser Anordnung, dass eine Verlagerung des Bandes relativ zum
Rahmen bzw. relativ zum Flügel zwecks Justierung des Flügels in dem Rahmen nicht vorgesehen
und auch nicht möglich ist, da sich die Position der Öffnungen relativ zu den Sicherungszapfen
ändern würde, so dass letztere gegen den Öffnungsrand stoßen würden und somit ein
Schließen des Flügels nicht mehr möglich wäre.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, hier Abhilfe zu schaffen und eine gattungsgemäße
Bandanordnung derart weiterzubilden, dass mit ihr eine Justierung des Flügels in dem
Rahmen möglich ist. Dabei soll die optische Anmutung der Bandanordnung nicht verschlechtert
werden.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die in Anspruch 1 wiedergegebene Bandanordnung gelöst.
[0007] Dadurch, dass erfindungsgemäß eine Verstelleinrichtung vorgesehen ist, mittels welcher
das Band relativ zum Flügel und/oder zum Rahmen verlagerbar ist, kann eine Justierung
des Flügels in dem Rahmen erfolgen. Die Öffnungen, in die der mindestens eine Sicherungszapfen
eingreift, müssen dann so groß gewählt werden, dass auch in einer Position, die dem
maximalen Verstellweg entspricht, die Sicherungszapfen nicht mit den Rändern ein Schließen
des Flügels verhindernd kollidieren. Sie müssen somit erheblich größer sein als der
Außenquerschnitt des Sicherungszapfens.
[0008] Um die hiermit verbundene Verschlechterung der durch die Bandanordnung bewirkten
optischen Anmutung zu vermeiden, weist die erfindungsgemäße Bandanordnung eine Lochblende
auf, die die Öffnung abdeckt. Der Lochquerschnitt ist dabei etwa komplementär zum
Außenquerschnitt des Sicherungszapfens ausgebildet. Die Lochblende ist derart angeordnet,
dass sie bei einer Verlagerung des Bandes relativ zum Flügel und/oder zum Rahmen bezüglich
des Sicherungszapfens ortsfest verbleibt. Aufgrund dieser Maßnahme ist für einen Betrachter
der von dem erfindungsgemäß weitergebildeten gattungsgemäßen Band die optische Anmutung
nicht verschlechtert, da für ihn lediglich das Loch der Lochblende erkennbar ist und
der Durchmesser der Öffnung verborgen bleibt. Neben der Verbesserung der optischen
Anmutung wird aufgrund der Lochblende vermieden, dass im geschlossenen Zustand des
Flügels durch Zwischenräume zwischen dem Außenquerschnitt des Sicherungszapfens und
der Öffnung größere Verunreinigungspartikel in die Öffnung eindringen. Dies ist insbesondere
dann von erheblichem Vorteil, wenn die Öffnung aus einer Art Sacklochbohrung besteht.
Denn ein Eindringen größerer Partikel würde nach einem zwischenzeitlichen Öffnen des
Flügels das verbleibende Öffnungsvolumen so stark reduzieren können, dass ein Wiedereinführen
des Sicherungszapfens in die Öffnung blockiert und somit ein Wiederverschließen des
Flügels verhindert würde.
[0009] Damit die Lochblende bei einer Verlagerung des Bandes relativ zum Flügel und/oder
zum Rahmen bezüglich des Sicherungszapfens ortsfest verbleibt, sieht eine bevorzugte
Weiterbildung der Erfindung vor, die Lochblende formschlüssig mit einem Befestigungsteil
eines Bandteils zu verbinden. Es handelt sich hierbei um das Befestigungsteil desjenigen
Bandteils, das auf der Seite der Flügel/Rahmenanordnung angebracht ist, auf der sich
auch die mindestens eine Öffnung befindet. Besonders bevorzugt ist es, wenn dieses
Bandteil das Rahmenbandteil ist, d.h. die Sicherungszapfen an dem Flügel angebracht
sind.
[0010] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bandanordnung
weist die Verstelleinrichtung Mittel auf, mit denen das Befestigungsteil des Rahmenbandteils
relativ zu seiner Befestigungsfläche an dem Rahmen verlagerbar ist.
[0011] Konstruktiv kann dies bei einer Bandanordnung, bei der das Befestigungsteil mittels
es durchsetzenden Befestigungsgliedern an dem Rahmen bzw. dem Flügel befestigt ist,
verwirklicht werden, indem mindestens eine Stiftschraube vorgesehen wird, die in einer
Gewindebohrung des Befestigungsteils ruht und gegen den Schaft des Befestigungsgliedes
wirkt. Das Befestigungsglied muss dann das Befestigungsteil mit einem den Verstellweg
ermöglichenden Spiel durchsetzen.
[0012] Bei dem Befestigungsglied kann es sich um eine Schraube handeln, deren Gewinde an
das Material, in das es eingreifen soll, angepasst ist. So können insbesondere selbstschneidende
oder Maschinengewinde vorgesehen sein.
[0013] Bei einer ganz besonders bevorzugten da weitere Justiermöglichkeiten des Flügels
in dem Rahmen zulassenden Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bandanordnung ist
der Sicherungszapfen vom Kopf eines Führungsgliedes gebildet, auf dem das Befestigungsteil
eines Bandteils senkrecht zur Scharnierachse verlagerbar angeordnet ist. Aufgrund
dieser Maßnahme kann eine Verstellung des Bandes auf Seiten des Sicherungszapfens
auch senkrecht zur Befestigungsfläche erfolgen, so dass bei einem Band, dessen Befestigungsteile
an den im geschlossenen Zustand des Flügels einander zugewandten Seiten angebracht
sind, das Spaltmaß zwischen Rahmen und Flügel eingestellt werden kann.
[0014] Um sicherzustellen, dass der Sicherungszapfen beim Schwenken des Flügels um die Scharnierachse
bei möglichst kleinem Durchmesser des Lochs der Lochblende einschwenken kann, ist
es von Vorteil, wenn der Sicherungszapfen kegelförmig mit zu seinem freien Ende hin
abnehmenden Durchmesser ausgebildet ist.
[0015] Ferner ist es von Vorteil, wenn der Sicherungszapfen mindestens einen Radialvorsprung
umfasst, da aufgrund dieser Maßnahme die Wahrscheinlichkeit besteht, dass beim Versuch
eines Aushebelns des Flügels die von dem Radialvorsprung gebildete hinterschnittene
Fläche mit dem Öffnungsrand in formschlüssigen Eingriff gelangt, was das Aushebeln
des Flügels abermals erschwert.
[0016] Die Öffnung kann - besonders bevorzugt - von einem topfförmigen Einsatz gebildet
sein. Dies bietet sich insbesondere dann an, wenn die spezifischen, beim Versuch des
Aushebelns auf die Öffnungswandung wirkenden Kräfte reduziert werden sollen, weil
- beispielsweise wie bei Holz - das die Öffnung begrenzende Material zum Ausbrechen
neigt, oder wenn die Öffnung in einer Wandung eines Hohlprofils ausgebildet ist, dessen
Inneres durch die Öffnung nicht zugänglich sein soll.
[0017] Wenn - wie besonders bevorzugt - die Lochblende zwischen dem Befestigungsteil und
der Befestigungsseite angeordnet ist und aus einem isolierenden Material besteht,
kann mit Hilfe der Lochblende sogleich die Ausbildung von Kältebrücken zwischen dem
Profil und dem Band vermieden werden.
[0018] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Bandanordnung
dargestellt. Es zeigen:
- Fig.1
- ein erstes bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Bandanordnung in
einer perspektivischen Explosionsdarstellung;
- Fig. 2
- eine Ansicht II in Fig. 1 im zusammengefügten Zustand der Bandanordnung in einer ersten
Justierstellung (ausschnittsweise);
- Fig. 3
- - ausschnittsweise - die Anordnung gemäß Fig. 2 in einem Längsschnitt gemäß Schnittlinie
III-III in Fig. 2;
- Fig. 4
- eine Darstellung derselben Ausführungsform in einer Fig. 2 entsprechenden Ansicht
in einer zweiten Justierstellung;
- Fig. 5
- - ausschnittsweise - eine Ansicht gemäß Schnittlinie V-V in Fig. 4;
- Fig. 6
- den rahmenseitigen Teil eines zweiten bevorzugten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Bandanordnung in einer perspektivischen Explosionsdarstellung sowie
- Fig. 7
- den rahmenseitigen Teil eines dritten bevorzugten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Bandanordnung in einer Fig. 6 entsprechenden Darstellung.
[0019] Die in den Fig. 1 bis 5 dargestellte Bandanordnung 100 dient der um eine Scharnierachse
S scharniergelenkigen Verbindung eines Flügels 1, von dem lediglich ein Abschnitt
seines Profils 2 dargestellt ist, an einem Rahmen 3, von dem wiederum nur ein Abschnitt
seines Profils 4 eingezeichnet ist.
[0020] Die Bandanordnung 100 umfasst ein Band 5, das als sogenanntes dreiteiliges Rollenband
ausgebildet ist. Es umfasst ein Rahmenbandteil 6 mit einem Befestigungsteil 7, mittels
welchem das Rahmenbandteil 6 an einer dem Flügel 1 zugewandten Befestigungsseite 8
des Profils 4 des Rahmens 3 anbringbar ist. Hierzu sind in Richtung der Scharnierachse
S voneinander beabstandet zwei Montageschrauben 9 vorgesehen. Sie weisen ein selbstschneidendes,
an das Profil 4 angepasstes Außengewinde 10 und eine Länge auf, so dass sie im eingeschraubten
Zustand mehrere Wandungen des Profils 4 durchsetzen und so Haltekräfte sowohl in die
die Befestigungsseite 8 bildende Profilwandung 11, als auch in eine weitere Profilwandung
12 einleiten (s. insbesondere Fig. 3 und Fig. 5).
[0021] Jede Montageschraube 9 weist eine Sacklochbohrung 13 auf, an deren Sohlenbereich
ein Innensechskant 14 zum Ansetzen eines Drehwerkzeugs zum Eindrehen der Montageschraube
in das Profil 4 vorgesehen ist. Von dem Innensechskant 14 zu dem an der Befestigungsseite
8 befindlichen Ende der Montageschraube 9 erstreckt sich ein Innengewinde 15, das
komplementär zum Außengewinde 16 einer Befestigungsschraube 17 ausgebildet ist. Letztere
durchsetzt das Befestigungsteil 7 des Rahmenbandteils 6 in einem langlochförmigen
Durchbruch 18, dessen Längsrichtung sich parallel zur Scharnierachse S erstreckt.
[0022] Zur Verlagerung des Bandes 5 relativ zum Profil 4 des Rahmens 3 dient eine Verstelleinrichtung
19, die eine von oben bis in das obere Langloch 18 mündende Gewindebohrung 20 umfasst.
Die Gewindebohrung dient der Aufnahme einer mit einem komplementären Außengewinde
versehenen Stiftschraube 21, die an ihrer oberen Stirnseite ein Mittel zum Ansetzen
eines Drehwerkzeugs, beispielsweise einen Innensechskant umfasst. Wie insbesondere
in Fig. 3 und Fig. 5 erkennbar ist, ruht das untere Ende der Stiftschraube 21 auf
dem Außenumfang der Befestigungsschraube 17. Eine Verlagerung des Rahmenbandteils
6 relativ zum Profil 4 kann nun dadurch erfolgen, dass die Stiftschraube 21 nach geringfügigem
Lösen der Befestigungsschrauben 17 in der Gewindebohrung 20 durch Verdrehen verlagert
wird.
[0023] An das Befestigungsteil 7 des Rahmenbandteils 6 sind in Richtung der Scharnierachse
S voneinander beabstandet zwei Rahmenscharnierteile 22 angeformt. Zwischen den einander
zugewandten Seiten der Rahmenscharnierteile 22 ist unter Einfügung von Gleitscheiben
23 das Flügelscharnierteil 24 des Flügelbandteils 25 mittels eines die Scharnierteile
22 und 24 in Durchgangsbohrungen durchsetzenden Bandbolzens 26 um die Scharnierachse
S scharniergelenkig gelagert.
[0024] Das Flügelscharnierteil 24 des Flügelbandteils 25 ist an einem Befestigungsteil 27
angeformt. Wie insbesondere in Fig. 3 und Fig. 5 erkennbar ist, ist das Befestigungsteil
27 mit Hilfe von Führungsgliedern 28, von denen in den Fig. 3 und 5 nur das obere
erkennbar ist, an dem Profil 2 des Flügels 1 angebracht. Die Führungsglieder 28, die
mittels einer der Montageschraube 9 entsprechenden Montageschraube 29 an dem Profil
2 befestigt sind, weisen eine zylindrische Führungsfläche 30 einer Länge auf, die
größer als die Dicke des Befestigungsteils 27 ist. Das Befestigungsteil 27 umfasst
für jedes Führungsglied 28 eine komplementäre Führungsfläche 31, so dass das Befestigungsteil
27 und damit das Flügelbandteil 25 auf der Führungsfläche 30 in einer Richtung senkrecht
zur Scharnierachse S zwecks Einstellung des Spaltmaßes zwischen Flügel und Rahmen
verlagerbar ist.
[0025] Der Bewirkung der Verlagerung und Fixierung in einer Justierstellung dient ein in
der Zeichnung nicht erkennbarer Antrieb, der eine in der Längsrichtung in dem Befestigungsteil
27 ortsfest gelagerte Verstellschraube umfasst, die in ein an dem Profil 2 vorgesehenen
Gewinde, das beispielsweise durch eine Montageschraube 29 ausgebildet sein kann, eingreift.
[0026] Die Führungsglieder 28 weisen auf ihrer zum Profil 4 gerichteten Seite einen über
die Führungsfläche 30 überstehenden Sicherungszapfen 32 auf, dessen Länge so bemessen
ist, dass er im geschlossenen Zustand des Flügels 1 in eine im Profil 4 vorgesehene
Öffnung 33 hineinragt. Der Sicherungszapfen 32 weist eine im wesentlichen sich zu
seinem freien Ende hin konisch verjüngende Außenkontur mit zwei Radialfortsätzen 34
auf.
[0027] Die Öffnung 33 ist von einem topfförmigen Einsatz 35 gebildet.
[0028] Durch den Eingriff des Sicherungszapfens 32 in die Öffnung 33 im geschlossenen Zustand
des Flügels wird ein unbefugtes Öffnen des Flügels beispielsweise durch Austreiben
des Bandbolzens 26 aus den Scharnierteilen 22, 24 verhindert. Um eine Verstellung
des Flügels 1 in dem Rahmen 3 mit Hilfe der Verstelleinrichtung 19 bewirken zu können,
muss der Innendurchmesser der Öffnung 33 um den Verstellweg größer als der Außendurchmesser
des in die Öffnung 33 hinein ragenden Teils des Sicherungszapfens 32 sein.
[0029] Um den optischen Eindruck zu verbessern und um zu vermeiden, dass durch den großen
Abstand zwischen dem Öffnungsrand und dem Sicherungszapfen Verunreinigungen in die
Öffnung 33 eindringen können, ist eine Lochblende 36 vorgesehen. Sie entspricht in
ihrer Flächenausdehnung im wesentlichen den Abmessungen des Befestigungsteils 7 des
Rahmenbandteils 6, wobei jedoch der in dem Befestigungsteil 7 des Rahmenbandteils
6 vorgesehene Ausschnitt 37 zum Einschwenken des Befestigungsteils 27 des Flügelbandteils
25 von einem plattenförmigen, geringfügig erhabenen Bereich 38, der in Dickenrichtung
des Befestigungsteils 7 geringfügig in den Ausschnitt 37 hineinragt, auf der Seite
der Befestigungsseite 8 überdeckt ist. Der Rand des erhabenen Bereichs 38 ist so ausgestaltet,
dass er am Rand des Ausschnitts 37 anliegt, so dass bei einer Verlagerung des Rahmenbandteils
6 mit Hilfe der Verstelleinrichtung 19 die Lochblende 36 mitgenommen wird.
[0030] Zur zusätzlichen Positionierung sind an dem den Rahmenscharnierteilen 22 zugewandten
Rand der Lochblende 36 Abwinklungen 39 vorgesehen, die zwecks Vereinfachung der Positionierung
der Lochblende 36 in etwa komplementäre Nuten 40 in dem Befestigungsteil 7 einführbar
sind.
[0031] Die Lochblende 36 weist zum Durchsatz einer jeden Befestigungsschraube 17 eine Aussparung
41 auf. Diese ist so groß gewählt, dass die Verlagerung des Rahmenbandteils 6 in Richtung
der Scharnierachse S nicht behindert wird.
[0032] Ferner ist in dem Bereich 38 für jeden Sicherungszapfen 32 ein Loch 42 vorgesehen,
dessen Lochquerschnitt etwa komplementär zum Außenquerschnitt des Sicherungszapfens
32 und dessen Lochdurchmesser nur geringfügig größer als der Außendurchmesser des
Sicherungszapfens 32 ausgebildet ist.
[0033] Die Fig. 2 und 3 zeigen das beschriebene Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Bandanordnung 100 etwa in einer Justier-Mittelstellung in Richtung der Scharnierachse
S, bei der sich die Befestigungsschrauben 17 etwa in der Mitte der langlochförmigen
Durchbrüche 18 befinden. Dementsprechend befindet sich auch der Sicherungszapfen 32
etwa in der Mitte der Öffnung 33.
[0034] Bei der in den Fig. 4 und 5 dargestellten Position wurde mittels der Verstelleinrichtung
19 durch Herausdrehen der Stiftschraube 21 das Rahmenbandteil 6 und damit das gesamte
Band 5 relativ zum Profil 4 des Rahmens 3 nach unten verlagert. Die Befestigungsschrauben
17 liegen nun zumindest annähernd an den oberen Rändern der langlochförmigen Durchbrüche
18 an. Die Sicherungszapfen 32 sind in der Öffnung 33 nach unten gewandert. Diese
Verlagerung des Bandes 5 relativ zum Profil 4 ist von außen jedoch nicht sichtbar,
da einerseits die Befestigungsschrauben 17 an der Unterseite ihres Kopfes einen Radialvorsprung
43 umfassen, der den zugehörigen Durchbruch 18 vollständig überdeckt und die Lochblende
durch die mittels des Bereichs 38 und der Abwinkelungen 39 geschaffenen formschlüssigen
Verbindung mit dem Befestigungsteil 7 des Rahmenbandteils 6 bei der Verlagerung mitgenommen
wird.
[0035] In Fig. 6 ist der rahmenseitige Teil eines zweiten Ausführungsbeispiels 200 eines
erfindungsgemäßen Bandes in einer Fig. 1 entsprechenden Ansicht dargestellt. Auf die
Wiedergabe der flügelseitigen Teile des Bandes wurde verzichtet, da sie demjenigen
des ersten Ausführungsbeispiels entsprechen. Auf die vorstehende Beschreibung wird
zwecks Vermeidung von Wiederholungen verwiesen.
[0036] Nachfolgend sollen lediglich auf die Unterschiede dieses zweiten Ausführungsbeispiels
zum oben beschriebenen ersten Ausführungsbeispiels eingegangen werden.
[0037] Bei diesem zweiten Ausführungsbeispiel wurde auf die Verwendung von Einsätzen 35
verzichtet. Die Öffnungen 33, in die die in Fig. 6 nicht dargestellten Sicherungszapfen
bei geschlossenem Flügel eingreifen, werden von Lochungen in dem Profil 4 gebildet.
Die Lochblende 236 ist nun nicht mehr zwischen dem Befestigungsteil 7 des Rahmendbandteils
6 angeordnet, sondern auf die dem nicht dargestellten Flügel zugewandten Außenseite
auf das Befestigungsteil 7 aufgeschraubt. Hierzu weist die Lochblende 236 Durchbrüche
218 auf, deren Querschnitt demjenigen der Durchbrüche 18 in dem Befestigungsteil 7
entspricht und die sich im montierten Zustand der Lochblende 236 mit den Durchbrüchen
18 in Deckung befinden. Die Festlegung der Lochblende 236 erfolgt mit Hilfe der Befestigungsschrauben
17, die durch die Durchbrüche 218 und 18 in die Innengewinde 15 der Montageschrauben
9 eingedreht werden.
[0038] Damit das Befestigungsteil des in Fig. 6 nicht dargestellten Flügelbandteils im geschlossenen
Zustand des Flügels nicht gegen die Lochblende 236 stößt und somit ein vollständiges
Schließen des Flügels verhindert wird, ist der Mittenbereich 238 gegenüber den Randbereichen
244 der Lochblende versetzt angeordnet, so dass seine dem Profil 4 zugewandte Seite
im montierten Zustand zumindest nahezu an der Befestigungsseite 8 des Profils 4 anliegt.
[0039] Der Mittenbereich 238 ist mit den Randbereichen 244 über Abwinklungen 245 einstückig
verbunden. Die voneinander fortweisenden Außenflächen der Abwinkelungen 245 weisen
einen Abstand auf, der geringfügig kleiner als die lichte Weite des Ausschnitts 37
des Befestigungsteils ist, so dass ein zumindest nahezu klemmfreies Einsetzen des
Mittenbereichs 238 bei gleichzeitiger Positionierung in Richtung der Scharnierachse
S ermöglicht wird.
[0040] Das in Fig. 7 in einer Fig. 6 entsprechenden Ansicht dargestellten dritten Ausführungsbeispiel
300 eines erfindungsgemäßen Bandes das, soweit nachfolgend nicht anders beschrieben
ist, dem oben dargestellten ersten Ausführungsbeispiel 100 entspricht, weist in dem
Befestigungsteil 7 des Rahmenbandteils 6 eine von der der Befestigungsseite 8 zugewandten
Rückseite des Befestigungsteils 7 eingearbeitete Längsnut 340 auf. Die Lochblende
336, die - wie beim erst beschriebenen Ausführungsbeispiel 100 - zwischen dem Befestigungsteil
7 des Rahmenbandteils 6 und der Befestigungsseite 8 angeordnet ist.
[0041] Hierzu weist die Lochblende 336 einen Mittenbereich 338 auf, dessen Außenkontur der
Kontur des Ausschnitts 37 des Befestigungsteils 7 entspricht, so dass er zumindest
im wesentlichen klemmfrei in den Ausschnitt 37 einsetzbar ist.
[0042] Von dem Mittenbereich 338 der eben ausgebildeten Lochblende 336 erstrecken sich in
Richtung der Scharnierachse S Randbereiche 344, die etwa komplementär zur Nut 340
ausgebildet sind, so dass die Lochblende 336 von der Rückseite des Befestigungsteils
7 in die Längsnut 340 und in den Ausschnitt 37 soweit einfügbar ist, dass die der
Befestigungsseite 8 zugewandte Seite bei eingesetzter Lochblende 336 im wesentlichen
eben ist.
Bezugszeichenliste:
[0043]
- 100
- Bandanordnung
- 200
- Bandanordnung
- 300
- Bandanordnung
- 1
- Flügel
- 2
- Profil
- 3
- Rahmen
- 4
- Profil
- 5
- Band
- 6
- Rahmenbandteil
- 7
- Befestigungsteil
- 8
- Befestigungsseite
- 9
- Montageschraube
- 10
- Außengewinde
- 11
- Profilwandung
- 12
- Profilwandung
- 13
- Sacklochbohrung
- 14
- Innensechskant
- 15
- Innengewinde
- 16
- Außengewinde
- 17
- Befestigungsschraube
- 18
- Durchbruch
- 19
- Verstelleinrichtung
- 20
- Gewindebohrung
- 21.
- Stiftschraube
- 22
- Rahmenscharnierteile
- 23
- Gleitscheiben
- 24
- Flügelscharnierteil
- 25
- Flügelbandteil
- 26
- Bandbolzen
- 27
- Befestigungsteil
- 28
- Führungsglieder
- 29
- Montageschraube
- 30
- Führungsfläche
- 31
- Führungsfläche
- 32
- Sicherungszapfen
- 33
- Öffnung
- 34
- Radialfortsatz
- 35
- Einsatz
- 36
- Lochblende
- 37
- Ausschnitt
- 38
- Bereich
- 39
- Abwinkelungen
- 40
- Nuten
- 41
- Aussparungen
- 42
- Loch
- 43
- Radialvorsprung
- S
- Scharnierachse
- 218
- Durchbruch
- 236
- Lochblende
- 238
- Mittenbereich
- 244
- Randbereich
- 245
- Abwinkelung
- 336
- Lochblende
- 338
- Mittenbereich
- 340
- Längsnut
- 344
- Randbereich
1. Bandanordnung (100, 200, 300),
mit einem Band (5) zur scharniergelenkigen Verbindung eines Flügels (1) einer Tür,
eines Fensters oder dergleichen an einem Rahmen (3),
und mit mindestens einem Sicherungszapfen (32), der entweder an dem Rahmen (3) oder
an dem Flügel (1) vorgesehen ist und im geschlossenen Zustand des Flügels (1) in eine
an dem Flügel (1) oder an dem Rahmen (3) vorgesehene Öffnung (33) eingreift,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Verstelleinrichtung (19), mittels welcher das Band (5) relativ zum Flügel (1)
und/oder dem Rahmen (3) verlagerbar ist, vorgesehen ist und
dass eine die Öffnung (33) abdeckende Lochblende (36, 236, 336) vorgesehen ist, die mindestens
ein Loch (42) mit einem Lochquerschnitt umfasst, der etwa komplementär zum Außenquerschnitt
des Sicherungszapfens (32) ausgebildet ist und die derart angeordnet ist, dass sie
bei einer Verlagerung des Bandes (5) relativ zum Flügel (1) und/oder zum Rahmen (3)
bezüglich des Sicherungszapfens (32) ortsfest verbleibt.
2. Bandanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lochblende (36, 236, 336) formschlüssig mit einem Befestigungsteil (7, 27) eines
Bandteils (6, 25) verbunden ist.
3. Bandanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Bandteil das Rahmenbandteil (6) ist.
4. Bandanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinrichtung (19) Mittel umfasst, mit denen das Befestigungsteil (7) des
Rahmenbandteils (6) relativ zu seiner Befestigungsseite (8) an dem Rahmen (3) verlagerbar
ist.
5. Bandanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel mindestens eine Stiftschraube (21) umfassen, die gegen den Schaft eines
das Befestigungsteil (7) durchsetzenden Befestigungsgliedes wirken.
6. Bandanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungsglied eine Befestigungsschraube (17) umfasst.
7. Bandanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Sicherungszapfen (32) vom Kopf eines Führungsgliedes (28) gebildet ist, auf dem
das Befestigungsteil (27) eines Bandteils (25) senkrecht zur Scharnierachse (S) verlagerbar
angeordnet ist.
8. Bandanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Sicherungszapfen (32) kegelförmig mit zu seinem freien Ende hin abnehmenden Durchmesser
ausgebildet ist.
9. Bandanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Sicherungszapfen (32) mindestens einen Radialvorsprung (43) umfasst.
10. Bandanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (33) von einem topfförmigen Einsatz (35) gebildet ist.
11. Bandanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Lochblende (36, 336) zwischen dem Befestigungsteil (7) und der Befestigungsfläche
(8) des Profils (4) angeordnet ist und aus einem isolierenden Material gefertigt ist.