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EP 1 340 565 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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19.11.2008 Patentblatt 2008/47 |
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Anmeldetag: 29.01.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Vorrichtung zum kontinuierlichen Vergiessen von Metallschmelze zu gegossenem Band
Device for the continuous casting of a strip from a molten metal
Dispositif de coulée continue d'une bande à partir d'un métal liquide
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT SE SI SK TR |
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Priorität: |
27.02.2002 DE 10208340
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.09.2003 Patentblatt 2003/36 |
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Patentinhaber: ThyssenKrupp Nirosta GmbH |
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47807 Krefeld (DE) |
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Erfinder: |
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- Mankau, Wilhelm, Dipl.Ing.
41372 Niederkrüchten (DE)
- Schümers, Werner, Dipl.Ing.
40668 Meerbusch (DE)
- Stebner, Guido, Dr.Ing.
45359 Essen (DE)
- Walter, Manfred, Dr.-Ing.
47804 Krefeld (DE)
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| (74) |
Vertreter: Cohausz & Florack |
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Patent- und Rechtsanwälte
Bleichstrasse 14 40211 Düsseldorf 40211 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 707 908 EP-B- 0 830 223
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EP-A- 0 903 190
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Vergießen von Metallschmelze,
insbesondere Stahlschmelze, zu gegossenem Band. Beim Vergießen von Stahl in solchen
auch als "Double Roller-" oder "Zwei-Rollen-Gießmaschinen" bezeichneten Vorrichtungen
sind jeweils zwei während des Gießprozesses gegenläufig rotierende, achsparallel angeordnete
und innengekühlte Gießwalzen vorhanden, welche die Längsseiten eines zwischen ihnen
ausgebildeten Gießspalts begrenzen. In diesen Gießspalt wird jeweils soviel flüssige
Schmelze gegossen, dass sich oberhalb des Gießspalts ein Schmelzensumpf bildet. Die
aus diesem Schmelzensumpf auf die Gießwalzen gelangende Schmelze erstarrt und wird
von den Gießwalzen in den Gießspalt gefördert. Im Gießspalt wird aus den so auf den
Gießwalzen gebildeten Schalen und noch fließfähiger Schmelze das gegossene Band geformt,
welches anschließend abgezogen und der Weiterverarbeitung zugeleitet wird.
[0002] Da das gegossene Band beim Verlassen des Gießspaltes hohe Temperaturen aufweist,
entsteht auf seiner Oberfläche bei Kontakt mit der Umgebung in großen Mengen Zunder.
Dieser Zunder behindert die kontinuierliche Weiterverarbeitung des Bandes. Insbesondere
beeinflusst der Zunder das Arbeitsergebnis beim kontinuierlich auf das Gießen des
Bandes durchgeführten Warmwalzen negativ.
[0003] Es sind verschiedene Lösungen zur Verminderung des Umfangs der Zunderbildung vorgeschlagen
worden. So ist es bekannt, bei Vorrichtungen der in Rede stehenden Art unterhalb des
Gießspaltes eine Einhausung anzuordnen, in der während des Gießbetriebes eine sauerstoffreduzierte,
inerte Gasatmosphäre aufrechterhalten wird.
[0004] Darüber hinaus ist beispielsweise in der
EP 0 830 223 B1 vorgeschlagen worden, in Verbindung mit einer vollständigen Einhausung das gegossene
Band beim Austritt aus dem Gießspalt berührungslos zu kühlen, um einen Kontakt des
Bandes bei hohen Temperaturen mit der Umgebung zu vermeiden. Dazu weist die aus der
EP 0 830 223 B1 bekannte Vorrichtung eine Einhausung auf, die die Gießwalzen und das aus dem von
ihnen umgrenzten Gießspalt austretende gegossene Band auf seinem Weg zu einem Warmwalzgerüst
vollständig und großvolumig umgibt. In einem unterhalb der Gießwalzen ausgebildeten
Bereich laufen die Seitenwände der Einhausung dabei trichterförmig aufeinander zu,
so dass das gegossene Band über eine verengte Durchtrittsöffnung in den nachfolgend
durchlaufenen Raum der Einhausung gelangt. Die trichterförmig aufeinander zulaufenden
Wände sind dabei mit Kühlelementen besetzt, welche die angestrebte Kühlung des aus
dem Gießspalt austretenden Bandes bewirken sollen. Die von dem gegossenen Band abgestrahlte
Wärme und die sich an ihm bildenden Gase gelangen dabei jedoch ungehindert zu den
Gießwalzen und den für ihre Lagerung und ihren Antrieb benötigten, von der Einhausung
umgebenen Bauteilen.
[0005] Neben dem Problem der Zunderbildung verursacht eine solche direkte Wärmestrahlung
im Betrieb der bekannten Gießmaschinen die Schwierigkeit, dass es durch die vom gegossenen
Band abgegebenen Wärmestrahlung zu einer erheblichen Aufheizung der im Strahlungsbereich
befindlichen Bauelemente der Gießmaschine kommt. Diese Aufheizung führt einerseits
zu einer Verformung der die Gießwalzen tragenden Träger. Diese Verformungen machen
es insbesondere dann schwierig, die Maßhaltigkeit des gegossenen Bandes zu gewährleisten,
wenn die betreffenden Träger als zum Wechsel der Walzen transportabler Rahmen ausgebildet
sind. Andererseits führt die hohe Temperatur im Bereich der Gießmaschine zu einer
erheblichen Belastung des den Gießbetrieb überwachenden Personals.
[0006] Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der voranstehend erläuterten
Art zu schaffen, bei der die Belastung durch von dem gegossenen Band abgegebene Wärme
reduziert ist.
[0007] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch eine entsprechend Anspruch 1 ausgebildete
Vorrichtung gelöst worden.
[0008] Mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung wird Metallschmelze, insbesondere Stahlschmelze,
zu gegossenem Band vergossen, indem die Metallschmelze in einem zwischen zwei im Gießbetrieb
gegenläufig rotierenden Gießwalzen ausgebildeten Gießspalt zu einem Band gegossen
und über einen Förderweg abtransportiert wird, wobei das gegossene Band beim Verlassen
des Gießspalts vergleichbar mit dem Stand der Technik eine Kühlzone durchläuft, in
der eine Temperatur aufrechterhalten wird, welche niedriger ist als die Temperatur
der vom gegossenen Band erwärmten Gase.
[0009] Bei einer erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dazu nahe benachbart zum Austrittsbereich
des Gießspalts eine Zone ausgebildet, in der gezielt eine Absenkung der Temperatur
herbeigeführt ist. Durch diese Abkühlung wird die natürliche, thermisch bedingte Strömung
("Kamineffekt") unterbrochen, in der die vom gegossenen Band bei dessen Transport
über den Förderweg erhitzten Gase entgegen der Förderrichtung des Bandes aufsteigen.
Bei erfindungsgemäßem Vorgehen bildet die Kühlzone so eine Barriere, durch die verhindert
wird, dass die durch das Band erhitzten heißen Gase die für den Halt der Walzen erforderlichen
Bauelemente erreichen. Dem bei konventionellen Bandgießvorrichtungen in Folge der
Aufheizung der Gase unvermeidbaren Kamineffekt wird so wirksam entgegengewirkt.
[0010] Die Wirkung der Kühlzone wird bei einer erfindungsgemäßen Vorrichtung dadurch unterstützt,
dass sie von einer spitzdachförmigen Gießwalzenabschirmung umgrenzt ist. Diese Abschirmung
stellt einerseits ein körperliches Hindernis dar, durch welches der Strom der heißen
Gase zu den Walzen oder einer im Bereich der Walzen beispielsweise vorhandenen Arbeitsbühne
unterbrochen wird. Gleichzeitig steht die Gießwalzenabschirmung zur gezielten Abkühlung
der im von ihr umgrenzten Raum vorhandenen Gase zur Verfügung. Die bei einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung vorhandene Abschirmung ermöglicht auf diese Weise einen besonders effektiven
Schutz der Gießwalzen, der für ihre Lagerung und ihren Betrieb benötigten Bauelemente
und aller sonstigen in der Nachbarschaft der Gießwalzen angeordneten Aggregate. In
gleicher Weise führt die Gießwalzenabschirmung in Kombination mit der erfindungsgemäßen
Abkühlung der Gase in der Kühlzone zu einer entscheidenden Verminderung der Gefährdung
des im Bereich der Gießwalzen eingesetzten Personals.
[0011] Die Ausbildung einer Kühlzone im durch die Gießwalzenabschirmung umgrenzten Bereich
kann beispielsweise dadurch erzeugt werden, dass mindestens eine der Wände der Gießwalzenabschirmung
fluidgekühlt ist. Zu diesem Zweck kann die gekühlte Wand mindestens einen Kühlkanal
aufweisen, durch den das Kühlfluid während des Gießbetriebs strömt. Eine solche Flüssigkeitskühlung
stellt einerseits sicher, dass die auf die Gießwalzenabschirmung einwirkende Wärme
schnell und wirkungsvoll abgeführt wird. Gleichzeitig führt die Kühlung der Gießwalzenabschirmung
zu einer intensiven Abkühlung der auf die Gießwalzenabschirmung treffenden Gase. Diese
abgekühlten Gase mischen sich mit den in den von der Gießwalzenabschirmung umgrenzten
Bereich nachströmenden heißen Gasen, so dass auch diese gekühlt werden und sich eine
Zone niedrigerer Temperatur einstellt.
[0012] Die Ausbildung der Kühlzone kann zudem besonders wirkungsvoll dadurch unterstützt
werden, dass mindestens eine Einrichtung zum Einblasen von Kühlgas in die Kühlzone
vorgesehen ist. Dabei kann die Wirkung des Kühlgases dadurch zusätzlich verbessert
werden, dass die Strömung des in die Kühlzone eingeblasenen Kühlgases entgegen der
Strömungsrichtung der vom gegossenen Band erwärmten Gase gerichtet ist. Eine derartige
Ausrichtung der Kühlgasströmung führt zu einer intensiven Durchmischung der heißen
Gase mit den Kühlgasen, so dass innerhalb kurzer Zeit eine besonders wirksame Kühlzone
aufgebaut und der Aufstieg von Heißgasen über die Gießwalzenabschirmung hinaus besonders
sicher verhindert wird. Weiter erhöht werden kann die Wirksamkeit der Kühlgas-Strömung
dabei dadurch, dass sie die Oberfläche des gegossenen Bandes überstreicht. Auf diese
Weise werden nicht nur die aufsteigenden, durch das gegossene Band erhitzten Gase,
sondern auch das Band selbst abgekühlt und die von ihm abgegebene Wärmestrahlung mit
der Folge reduziert, dass auch die mit dem Band im Verlauf des weiteren Förderweges
in Kontakt kommenden Gase weniger erhitzt werden. Gleichzeitig bildet der gegen die
Bandoberfläche gerichtete Gasstrom zusätzlich zu der thermischen Barriere eine strömungstechnische
Barriere, durch die der Aufstieg von Heißgasen unmittelbar an der Oberfläche des Bandes
ebenfalls unterdrückt wird.
[0013] Schon durch die im Bereich der Kühlzone erreichte Abkühlung des Bandes wird die Menge
des auf der Bandoberfläche im Laufe des Transport des Bandes entstehenden Zunders
vermindert. Weiter unterdrückt werden kann die Zunderbildung in solchen Fällen, in
denen in den Kühlbereich ein Kühlgas eingeblasen wird, dadurch, dass als Kühlgas ein
inertes Gas eingesetzt wird. Durch das Einblasen eines inerten Gases in die Kühlzone
wird nicht nur eine Abkühlung der Bandoberfläche erreicht, sondern es wird auch einem
Kontakt der Oberfläche des gegossenen Bandes mit dem Luftsauerstoff der Umgebung und
damit einhergehend der Entstehung von größeren Zunderschichten auf der Bandoberfläche
wirksam entgegengewirkt. Einer für viele Anwendungsfälle unerwünschten Aufkohlung
des Bandes kann zudem dadurch entgegengewirkt werden, dass alternativ oder ergänzend
zum Einblasen von Intergas ein reduzierend wirkendes kühles Gas in die Kühlzone geblasen
wird.
[0014] Indem sich die Gießwalzenabschirmung erfindungsgemäß spitzdachförmig in den von den
Gießwalzen abgegrenzten, unterhalb des Gießspalts vorhandenen Raum erstreckt, ist
eine hinsichtlich ihrer schützenden Wirkung der Gießwalzenabschirmung selbst optimierte
Ausgestaltung erreicht. Dabei ist die Eintrittsöffnung zum Durchführen des aus dem
Gießspalt austretenden gegossenen Bandes bevorzugt im Firstbereich der Gießwalzenabschirmung
ausgebildet. Durch eine solche spitzdachförmige, an die Form des im Austrittsbereich
angepasste Ausgestaltung der Gießwalzenabschirmung ist es möglich, sowohl die Gießwalzen
als auch die in ihrer Nachbarschaft angeordneten Bauelemente und Aggregate, weitestgehend
vollständig gegenüber dem gegossenen Band abzuschirmen. Lassen die örtlichen Gegebenheiten
eine derart enge Anordnung von Walzen, Gießwalzenabschirmung und gegossenem Band nicht
zu, so ist es alternativ möglich, die sich achsparallel zu den Gießwalzen erstreckenden
Ränder der Eintrittsöffnung der Gießwalzenabschirmung in geringem Abstand zu den Gießwalzen
anzuordnen. In diesem Fall bildet die erfindungsgemäß vorgesehene Gießwalzenabschirmung
im Bereich der Gießwalzen lediglich eine seitliche Umgrenzung der Kühlzone, während
deren obere Begrenzung durch die Gießwalzen selbst gebildet ist.
[0015] Grundsätzlich ist es vorteilhaft, wenn die Querschnittsfläche der Eintrittsöffnung
der Gießwalzenabschirmung möglichst eng an den Querschnitt des gegossenen Bandes angepasst
ist. Schon auf diese Weise kann der Austritt von Gasen aus der Eintrittsöffnung wirkungsvoll
behindert werden.
[0016] Unabhängig davon jedoch, wie die Gießwalzenabschirmung geformt ist, ist es günstig,
wenn im Bereich der Eintrittsöffnung jeweils Düsen vorhanden sind, aus denen im Gießbetrieb
ein Gasstrom austritt, welcher dem Austreten von Gas aus der Eintrittsöffnung entgegenwirkt.
Dies kann dann, wenn die Eintrittsöffnung mit ihren Rändern das den Gießspalt verlassende
gegossene Band eng umgibt, beispielsweise dadurch geschehen, dass ein Gasstrom nach
Art eines Gastrahlmessers gegen das Band gerichtet wird. Erfolgt demgegenüber die
Abdichtung der Eintrittsöffnung gegenüber den Gießwalzen, so kann in entsprechender
Weise ein Gasstrahl gegen die Walzen gerichtet werden. Abhängig von den örtlichen
Gegebenheiten können dazu sich über die Breite des Bandes oder der Walzen angeordnete
Flachstrahldüsen oder Rundstrahldüsen eingesetzt werden, deren Strahlen einander so
zugeordnet sind, dass ein Einsaugen von Gasen, insbesondere Luft, aus der Umgebung
der erfindungsgemäß ausgebildeten Vorrichtung in die von der Gießwalzenabschirmung
abgeschirmte Kühlzone verhindert wird.
[0017] Gemäß einer weiteren besonders praxisgerechten Ausgestaltung der Erfindung ist es
vorgesehen, dass die Gießwalzenabschirmung von einem die Lager der Gießwalzen stützenden,
aus einer Arbeitsstellung in eine Wartestellung transportierbaren Rahmen getragen
ist. Bei einer solchen Befestigung der Gießwalzenabschirmung an dem Rahmen lässt sich
der Rahmen mit den Walzen und der Gießwalzenabschirmung bei einem Walzenwechsel als
komplette Baueinheit austauschen. So können nach einem Transport des Rahmens aus der
Arbeits- in die Wartestellung nicht nur die Walzen selbst gewartet werden, sondern
auch die Gießwalzenabschirmung und die beispielsweise zum Kühlen der Wände der Gießwalzenabschirmung
sowie zum Einblasen der Kühlgase an der Gießwalzenabschirmung vorgesehenen Aggregate.
Dies erweist sich insbesondere dann als zweckmäßig, wenn die Gießwalzenabschirmung
zur Unterstützung ihrer hitzedämmenden Wirkung auf ihren dem gegossenen Band zugeordneten
Flächen mit Feuerfestmaterial belegt ist.
[0018] Ist in an sich bekannter Weise eine Einhausung vorgesehen, die den Förderweg des
gegossenen Bandes zumindest abschnittsweise umgibt, so ist es günstig, wenn die Gießwalzenabschirmung
auf eine solche Einhausung aufgesetzt bzw. Teil einer solchen Einhausung ist. Dabei
umschließt die Einhausung bevorzugt den Förderweg des gegossenen Bandes mindestens
bis zu einem ersten, im Förderweg angeordneten Paar von Walzen zum Abfördern oder
Warmwalzen des Bandes. Diese Ausgestaltung der Erfindung erweist sich insbesondere
dann als zweckmäßig, wenn in der Einhausung zur Unterdrückung der Zunderbildung eine
inerte Atmosphäre aufrechterhalten wird.
[0019] Bildet die Gießwalzenabschirmung einen Teil einer Einhausung, so ist es im Hinblick
auf die Möglichkeit einer einfachen regelmäßigen Wartung günstig, wenn die Gießwalzenabschirmung
lösbar mit der Einhausung verbunden ist. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Gießwalzenabschirmung
in der schon erwähnten Weise mit einem transportablen Rahmen verbunden ist. Dabei
sollte zwischen der Gießwalzenabschirmung und der Einhausung eine Dichtung vorhanden
sein. Eine solche Dichtung, die gleichzeitig den thermischen Belastungen im Bereich
der Gießvorrichtung standhält, kann dadurch bewerkstelligt werden, dass sie in Form
einer sandgefüllten Rinne ausgebildet ist, in welcher die Gießwalzenabschirmung mit
ihrem unteren Rand steht.
[0020] Die Belastung der Aggregate und Bauelemente der Gießvorrichtung kann zudem dadurch
weiter reduziert werden, dass eine Absaugeinrichtung zum Absaugen der vom gegossenen
Band erwärmten Gase vorhanden ist. Im Fall, dass eine Einhausung des Transportweges
des gegossenen Bandes vorgesehen ist, kann die Einhausung dazu eine Absaugöffnung
aufweisen, an welche die Absaugeinrichtung angeschlossen ist.
[0021] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen
angegeben und werden nachfolgend anhand einer ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen schematisch:
- Fig. 1
- eine Vorrichtung zum Vergießen von Stahlschmelze zu gegossenem Band in einem ersten
Längsschnitt,
- Fig. 2
- die Vorrichtung zum Vergießen von Stahlschmelze in einem zweiten Längsschnitt.
[0022] Die Vorrichtung 1 zum Vergießen einer Stahlschmelze zu einem gegossenen Stahlband
B weist zwei achsparallel zueinander angeordnete und gegenläufig zueinander rotierende
Gießwalzen 2,3 auf, welche die Längsseiten eines zwischen ihnen ausgebildeten Gießspaltes
4 und des darüber angeordneten Schmelzensumpfs 5 begrenzen, in den die Stahlschmelze
gegeben wird. Die beiden seitlichen, von den Gießwalzen 2,3 freien Querseiten des
Gießspalts 4 und des Schmelzensumpfs 5 sind jeweils durch hier im Einzelnen nicht
dargestellte Seitenabdichtungen abgedichtet. Während des Gießens werden die Gießwalzen
2,3 kontinuierlich durch einen Kühlwasserstrom gekühlt.
[0023] Das aus dem Gießspalt 4 abgezogene gegossene Stahlband B wird über einen Förderweg
6 zu einem Warmwalzgerüst 7 transportiert, in dem es kontinuierlich zu einem Warmband
W mit bestimmter Enddicke warmgewalzt wird. Der Förderweg 6 weist dabei einen ausgehend
von dem Gießspalt 4 im Wesentlichen vertikal verlaufenden ersten Abschnitt auf, der
anschließend in einem Bogen in einen zum Warmwalzgerüst 7 führenden, im Wesentlichen
horizontal verlaufenden zweiten Abschnitt übergeht.
[0024] Der Förderweg 6 ist bis zum Warmwalzgerüst 7 im wesentlichen vollständig von einer
Einhausung 8 umgeben, die ihn gegenüber der Umgebung so abschirmt, dass erst das warmgewalzte
Warmband W in direktem Kontakt mit der Umgebungsluft außerhalb der Einhausung 8 kommt.
Der obere, den Gießwalzen 2,3 zugeordnete Teil der Einhausung 8 ist dabei durch eine
Gießwalzenabschirmung 9 gebildet, die lösbar auf den oberen Rand des gegenüber der
Gießwalzenabschirmung 9 wesentlich größeren Hauptteils 10 der Einhausung 8 aufgesetzt
ist. Dazu ist auf dem oberen Rand des Hauptteils 10 eine mit Sand gefüllte Rinne 11
eingeformt, in der die Gießwalzenabschirmung 9 mit ihrem dem Hauptteil 10 zugeordneten
unteren Randbereich sitzt. Die Rinne 11 bildet mit dem in ihr enthaltenen Sand eine
Dichtung, bei welcher der in der Rinne 11 enthaltene Sand sicherstellt, dass im Bereich
der Rinne 11 keine Umgebungsluft in den von der Einhausung 8 umschlossenen Innenraum
12 gelangt.
[0025] Sowohl die Gießwalzenabschirmung 9 als auch der Hauptteil 10 der Einhausung 8 sind
auf den dem Förderweg 6 zugeordneten Innenseiten mit einer Lage 13 aus Feuerfestmaterial
ausgekleidet. Durch die Lage 13 wird einerseits die thermische Belastung der beispielsweise
aus Stahl bestehenden Außenwand der Einhausung reduziert. Zum anderen bildet die Lage
13 auch eine Isolierung, durch welche die von der Einhausung 8 auf die Umgebung wirkende
Wärmestrahlung vermindert ist.
[0026] Die Gießwalzenabschirmung 9 ist spitzdachförmig derart ausgebildet, dass ihre den
Gießwalzen 2,3 jeweils zugeordneten Wände 9a,9b spitz in Richtung des Gießspalts 4
aufeinander zulaufend ausgebildet sind und sich bis knapp unterhalb der Gießwalzen
2,3 erstrecken. In ihrem dem Hauptteil 10 der Einhausung zugeordneten Randbereich
weist die Gießwalzenabschirmung 9 einen Rahmenabschnitt von geringer Höhe auf, mit
dem sie in der Rinne 11 sitzt. Die Einhausung 8 und mit ihr die Gießwalzenabschirmung
9 erstrecken sich dabei seitlich über die Breite des gegossenen Stahlbandes B hinaus,
wobei die Einhausung in ihrem über die Breite der Gießwalzen 2,3 hinausstehenden Teil
geschlossen ist.
[0027] In dem über die Breite der Gießwalzen 2,3 hinausstehenden Teil sind in die Wände
9a,9b der Gießwalzenabschirmung 9 Kühlkanäle 14 eingeformt, durch die im Gießbetrieb
ebenfalls kontinuierlich ein Kühlwasserstrom geleitet wird. Auf diese Weise sind die
Wände 9a,9b mindestens genauso gekühlt wie die Gießwalzen 2,3 (Fig. 2).
[0028] Im Bereich der Gießwalzen 2,3 ist eine Eintrittsöffnung 15 in der Gießwalzenabschirmung
9 ausgebildet, durch die das gegossene Stahlband B in die Einhausung 8 geleitet wird.
Die oberen, auf dem Rahmenabschnitt ausgebildeten Ränder 16,17 dieser Eintrittsöffnung
15 verlaufen achsparallel und in geringem Abstand zu den Gießwalzen 2,3. Auf den Rändern
16,17 sind jeweils Flachstrahldüsen 18,19 angeordnet, aus denen nach Art eines Luftmessers
Inertgas gegen die jeweilige Gießwalze 2 bzw. 3 geblasen wird. Auf diese Weise ist
eine kontaktlose Abdichtung des zwischen den oberen Rändern 16,17 und den Gießwalzen
2,3 vorhandenen Spaltes bei gleichzeitig uneingeschränkter Beweglichkeit der Gießwalzen
2,3 hergestellt, durch die das Eindringen von Umgebungsluft in die Einhausung 8 verhindert
wird (Fig. 1).
[0029] Zusätzlich trägt die Gießwalzenabschirmung 9 auf der dem Innenraum 12 der Einhausung
8 zugeordneten Seite ihrer Wände 9a,9b jeweils Düsen 20,21, aus denen im Gießbetrieb
jeweils ein aus einem Inertgas oder einem Gemisch aus einem Inertgas und einem reduzierenden
Gas bestehender Gasstrom G in den Innenraum 12 der Einhausung 8 geblasen wird. Die
Düsen 20,21 sind dabei derart ausgerichtet, dass mindestens ein Teil des aus ihnen
austretenden Gasstroms G die Oberfläche des gegossenen Stahlbands B überstreicht.
[0030] Mit einem Abstand unterhalb der Rinne 11 ist in eine Seitenwand der Einhausung 8
eine Öffnung eingeformt, an die ein zu einer nicht dargestellten Absaugeinrichtung
führendes Absaugrohr 22 angeschlossen ist.
[0031] Die Gießwalzenabschirmung 9 ist an einem Rahmen 23 befestigt, der die Gießwalzen
2,3 und andere, hier nicht dargestellte Aggregate trägt, die zur Versorgung und zum
Antrieb der Gießwalzen 2,3 benötigt werden. Der Rahmen 23 kann mit den von ihm getragenen
Gießwalzen 2,3, der Gießwalzenabschirmung 9 und den anderen Aggregaten aus seiner
in den Figuren dargestellten Arbeitsstellung in eine nicht gezeigte Wartestellung
transportiert werden, in der Wartungsarbeiten vorgenommen werden.
[0032] Während des Gießbetriebes wird das gegossene Stahlband B aus dem Gießspalt 4 kontinuierlich
abgezogen und ebenso kontinuierlich über den Förderweg 6 zum Warmwalzgerüst 7 gefördert.
Dabei herrscht in der Einhausung 8 eine Inertgas-Atmosphäre, durch die die Zunderbildung
auf der Oberfläche des gegossenen Stahlbands B unterdrückt wird. Mit dem heißen gegossenen
Band in Kontakt kommendes, in der Einhausung 8 enthaltenes Gas wird erhitzt und steigt
als Heißgasströme T in Folge seiner Temperaturerhöhung entgegen der Förderrichtung
F in der Einhausung 8 auf.
[0033] Über die Düsen 20,21 wird derweil laufend weiteres Intergas mit einer niedrigen Temperatur
in die in Förderrichtung F des gegossenen Stahlbands B unterhalb der Gießwalzenabschirmung
ausgebildete und von ihr seitlich begrenzte Kühlzone K geblasen. Dabei überstreicht
der eingeblasene Gasstrom G die Oberfläche des gegossenen Stahlbandes unmittelbar
im Anschluss an dessen Austritt aus dem Gießspalt 4, so dass eine gezielte Abkühlung
der Bandoberfläche bewirkt wird.
[0034] Durch das Einblasen des kühlen Gasstroms G, die Kühlung der Oberfläche des gegossenen
Stahlbands B und die kontinuierlich durchgeführte Kühlung der Wände 9a,9b der Gießwalzenabschirmung
9 wird in der Kühlzone K laufend eine Temperatur aufrechterhalten, die niedriger ist
als die Temperatur des Heißgasstroms T. Der in die Kühlzone K gelangende, mit dem
Kühlgasstrom G vermischte Heißgasstrom T wird infolgedessen abgekühlt, so dass seine
Aufstiegsbewegung unterbrochen wird. Die sich vor der Kühlzone K stauenden, aus den
Gasströmen G und T gebildeten Gasvolumina werden über das Absaugrohr 22 abgesaugt.
[0035] Durch die Ausbildung der von der Gießwalzenabschirmung 9 umgrenzten Kühlzone K in
nächster Nähe der Gießwalzen 2,3 wird so verhindert, dass der Heißgasstrom T den Rahmen
23 und die daran befestigten Aggregate und Einrichtungen erhitzt oder zu einer Gefährdung
der an der Vorrichtung 1 beschäftigten Personen führt.
[0036] Gleichzeitig wird durch die laufende Kühlung der Wände 9a,9b der Gießwalzenabschirmung
sichergestellt, dass diese trotz der von dem gegossenen Stahlband abgegebenen Wärmestrahlung
thermisch so wenig belastet werden, dass sie auch im Gießbetrieb ihre Form beibehalten.
Auf diese Weise ist eine dauerhaft dichte Abdichtung zwischen den Gießwalzen 2,3 und
den Rändern 16,17 der Austrittsöffnung 15 gewährleistet.
[0037] Schließlich wird durch das Einblasen von inertem Kühlgas in die Einhausung 8 die
Bildung von großen Zundermengen auf der Oberfläche des gegossenen Stahlbands B unterdrückt.
[0038] Im Ergebnis lässt sich so ein gegossenes Stahlband B erzeugen, das bei minimierter
Belastung der für seine Herstellung eingesetzten Vorrichtung und des an dieser Vorrichtung
tätigen Personals eine Oberflächenbeschaffenheit aufweist, welche es für die Weiterverarbeitung
besonders geeignet macht.
BEZUGSZEICHEN
[0039]
- 1
- Vorrichtung zum Vergießen einer Stahlschmelze S
- 2,3
- Gießwalzen
- 4
- Gießspalt
- 5
- Schmelzensumpf
- 6
- Förderweg
- 7
- Warmwalzgerüst
- 8
- Einhausung
- 9
- Gießwalzenabschirmung
- 9a,9b
- Wände der Gießwalzenabschirmung 9
- 10
- Hauptteil der Einhausung 8
- 11
- sandgefüllte Rinne
- 12
- Innenraum der Einhausung 8
- 13
- Lage aus Feuerfestmaterial
- 14
- Kühlkanäle
- 15
- Eintrittsöffnung
- 16,17
- obere Ränder der Eintrittsöffnung
- 18,19
- Flachstrahldüsen
- 20,21
- Düsen
- 22
- Absaugrohr
- 23
- Rahmen
- B
- gegossenes Stahlband
- F
- Förderrichtung
- G
- Gasstrom
- K
- Kühlzone
- T
- Heißgasströme
- W
- Warmband
1. Vorrichtung zum Vergießen von Metallschmelzen, insbesondere Stahlschmelzen, zu gegossenem
Bandes (B)
- mit im Gießbetrieb gegenläufig rotierenden Gießwalzen (2,3), welche die Längsseiten
eines zwischen ihnen gebildeten Gießspalts (4) begrenzen,
- mit einem Förderweg (6) zum Abtransport des gegossenen, aus dem Gießspalt (4) austretenden
Bands (B), und
- mit einer in Förderrichtung des Bandes (B) unterhalb des Gießspalts (4) ausgebildeten
Kühlzone (K), in der während des Gießbetriebes eine Temperatur herrscht, die niedriger
ist als die Temperatur der vom gegossenen Band (B) erwärmten Gase, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlzone (K) in einer spitzdachförmigen Gießwalzenabschirmung (9) ausgebildet
ist, in die das aus dem Gießspalt (4) austretende Band (B) durch eine Eintrittsöffnung
(15) eintritt und deren sich längs der Gießwalzen (2,3) erstreckende Wände (9a,9b)
sich spitz in Richtung des Gießspalts (4) aufeinander zulaufend in den Raum erstrecken,
der von den Gießwalzen (2,3) abgegrenzt unterhalb des Gießspalts (4) vorhanden ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gießwalzenabschirmung (9) in Förderrichtung des gegossenen Bandes (B) unterhalb
der Gießwalzen (2,3) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Wände (9a,9b) der Gießwalzenabschirmung (9) fluidgekühlt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, dass die gekühlte Wand (9a,9b) mindestens einen Kühlkanal (14) aufweist, durch den das
Kühlfluid während des Gießbetriebs strömt.
5. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Einrichtung (20,21) zum Einblasen von Kühlgas (G) in die Kühlzone
(K) vorgesehen ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, dass die Strömung des in die Kühlzone (K) eingeblasenen Kühlgases (G) entgegen der Strömungsrichtung
der vom gegossenen Band erwärmten Gase (T) gerichtet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das eingeblasene Kühlgas (G) die Oberfläche des gegossenen Bandes (B) überstreicht.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlgas (G) inert ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlgas (G) reduzierend wirkt.
10. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Öffnungsquerschnitt der Eintrittsöffnung (15) der Gießwalzenabschirmung (9) an
den Querschnitt des gegossenen Bandes (B) angepasst ist.
11. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die sich achsparallel zu den Gießwalzen (2,3) erstreckenden Ränder (16,17) der Eintrittsöffnung
(15) der Gießwalzenabschirmung (9) in geringem Abstand zu den Gießwalzen (2,3) angeordnet
sind.
12. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Eintrittsöffnung (15) Düsen (18,19), insbesondere Flachstrahl- und
/ oder Rundstrahldüsen, vorhanden sind, aus denen im Gießbetrieb ein Gasstrom austritt,
welcher dem Austreten von Gas aus der Eintrittsöffnung (15) entgegenwirkt.
13. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Gießwalzenabschirmung (9) sich in Breitenrichtung des gegossenen Bandes (B) seitlich
der Gießwalzen (2,3) erstreckt.
14. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Gießwalzenabschirmung (9) von einem, aus einer Arbeitsstellung in eine Wartestellung
transportierbaren, die Lager der Gießwalzen (2,3) stützenden Rahmen (23) getragen
ist.
15. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Gießwalzenabschirmung (9) auf ihren dem gegossenen Band (B) zugeordneten Flächen
mit Feuerfestmaterial (11) belegt ist.
16. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Gießwalzenabschirmung (9) Teil einer Einhausung (8) ist, die den Förderweg (6)
des aus dem Gießspalt (4) austretenden gegossenen Bandes (B) in Förderrichtung (F)
mindestens über einen vom Austrittsbereich des Gießspalts (4) ausgehenden Abschnitt
umgibt.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch
gekennzeichnet, dass die Einhausung (8) den Förderweg (6) des gegossenen Bandes (B) mindestens bis zu
einer ersten, im Förderweg (6) angeordneten Einrichtung (17) zum Abfördern oder Warmwalzen
des Bandes (B) umschließt.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 oder 17,
dadurch gekennzeichnet, dass die Gießwalzenabschirmung (9) lösbar mit der Einhausung (8) verbunden ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch
gekennzeichnet, dass zwischen der Gießwalzenabschirmung (9) und der Einhausung (8) eine Dichtung vorhanden
ist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch
gekennzeichnet, dass die Dichtung in Form einer sandgefüllten Rinne (11) ausgebildet ist, in welcher die
Gießwalzenabschirmung (9) mit ihrem unteren Rand steht.
21. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Absaugeinrichtung zum Absaugen der vom gegossenen Band (B) erwärmten Gase (T)
vorhanden ist.
22. Vorrichtung nach Anspruch 21 und einem der Ansprüche 16 bis 20, dadurch
gekennzeichnet, dass die Einhausung (8) eine Absaugöffnung (22) aufweist, an die die Absaugeinrichtung
angeschlossen ist.
1. Device for pouring metal melts, in particular steel melts, to form cast strip (B)
- with cast rollers (2, 3) which counter-rotate during the casting process, said cast
rollers delimiting the longitudinal faces of a casting gap (4) formed between said
cast rollers;
- with a conveying route (6) for leading away the cast strip (B) emanating from the
casting gap (4) and
- with a cooling zone (K), formed in the conveying direction of the strip (B) below
the casting gap (4), in which during casting the temperature is lower than the temperature
of the gases heated by the cast strip (B), characterised in that the cooling zone (K) is formed in a cast roller shielding device (9) in the shape
of a pointed roof, into which the strip (B) emanating from the casting gap (4) enters
through an entry aperture (15), and the walls (9a, 9b) of which extending along the
cast rollers (2, 3) extend tapering onto one another in the direction of the casting
gap (4) into the space which delimited by the cast rollers (2, 3) is present below
the casting gap (4).
2. Device according to Claim 1, characterised in that the cast roller shielding device (9) is arranged in the conveying direction of the
cast strip (B) below the cast rollers (2, 3).
3. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that at least one of the walls (9a, 9b) of the cast roller shielding device (9) is fluid-cooled.
4. Device according to Claim 3, characterised in that the cooled wall (9a, 9b) comprises at least one cooling channel (14) through which
the cooling fluid flows during the casting process.
5. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that at least one device (20, 21) is provided for injecting cooling gas (G) into the cooling
zone (K).
6. Device according to Claim 5, characterised in that the flow of the cooling gas (G) injected into the cooling zone (K) is directed against
the direction of flow of the gases (T) heated by the cast strip.
7. Device according to Claim 5 or 6, characterised in that the injected cooling gas (G) moves over the surface of the cast strip (B).
8. Device according to any one of Claims 5 to 7, characterised in that the cooling gas (G) is inert.
9. Device according to any one of Claims 5 to 7, characterised in that the cooling gas (G) has a reduction effect.
10. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that the opening cross section of the entry aperture (15) of the cast roller shielding
device (9) is adapted to the cross section of the cast strip (B).
11. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that the edges (16, 17) of the entry aperture (15) of the cast roller shielding device
(9), which edges (16, 17) extend parallel to the axis of the cast rollers (2, 3),
are arranged in close proximity to the cast rollers (2, 3).
12. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that in the region of the entry aperture (15), there are nozzles (18, 19) in particular
fan nozzles and/or circular section nozzles, from which during the casting process
a gas stream emanates which counteracts the issue of gas from the entry aperture (15).
13. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that the cast roller shielding device (9) extends in the direction of the width of the
cast strip (B) at the sides of the cast rollers (2, 3).
14. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that the cast roller shielding device (9) is carried by a frame (23) which can be moved
from an operating position to a standby position, said frame supporting the bearings
of the cast rollers (2, 3).
15. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that the surfaces of the cast roller shielding device (9), which surfaces face the cast
strip (B), are covered by fireproof material (11).
16. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that the cast roller shielding device (9) forms part of a housing (8) which encloses the
conveying route (6) of the cast strip (B) emanating from the casting gap (4) in the
direction of conveyance (F), at least along a section starting from the exit region
of the casting gap (4).
17. Device according to Claim 16, characterised in that the housing (8) encloses the conveying route (6) of the cast strip (B) at least to
a first device (17), arranged in the conveying route (6) for leading away or hot rolling
the strip (B).
18. Device according to either of Claims 16 and 17, characterised in that the cast roller shielding device (9) is removably connected to the housing (8).
19. Device according to Claim 18, characterised in that there is a seal between the cast roller shielding device (9) and the housing (8).
20. Device according to Claim 19, characterised in that the seal is designed as a gutter (11) filled with sand, with the bottom edge of the
cast roller shielding device (9) standing in said gutter.
21. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that there is an extraction device for extracting the gases (T) heated by the cast strip
(B).
22. Device according to Claim 21 and any one of Claims 16 to 20, characterised in that the housing (8) comprises an extraction aperture (22) to which the extraction device
is connected.
1. Dispositif pour la coulée de bains de fusion métalliques, en particulier d'acier liquide,
en feuillard coulé (B),
- avec des cylindres de coulée (2, 3) tournant à l'opposé l'un de l'autre en service
de coulée, qui limitent les côtés longitudinaux d'une fente de coulée (4) formée entre
eux,
- avec une voie de transport (6) pour le transport du feuillard (B) coulé, sortant
de la fente de coulée (4),
- avec une zone de refroidissement (K), formée au dessous de la fente de coulée (4),
dans laquelle règne, pendant le service de coulée, une température qui est plus élevée
que la température des gaz chauffés par le feuillard coulé (B), caractérisé en ce que la zone de refroidissement (K) est formée dans un écran de protection des cylindres
de coulée (9) en forme de toit pointu, dans lequel le feuillard (B), sortant de la
fente de coulée (4), s'engage par une ouverture d'entrée (15), et dont les parois
(9a, 9b), orientées le long des cylindres de coulée (2, 3), s'étendent, dirigées en
pointe l'une vers l'autre, en direction de la fente de coulée (4), dans un espace
limité par les cylindres de coulée (2, 3), qui est situé sous la fente de coulée (4).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'écran de protection des cylindres de coulée (9) est disposé sous les cylindres
de coulée (2, 3), dans la direction de transport du feuillard coulé (B).
3. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins l'une des parois (9a, 9b) de l'écran de protection des cylindres de coulée
(9) est refroidie par un fluide.
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que la paroi refroidie (9a, 9b) présente au moins un canal de refroidissement (14) dans
lequel coule le fluide de refroidissement pendant le service de coulée.
5. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un dispositif (20, 21) est prévu pour le soufflage de gaz de refroidissement
(G) dans la zone de refroidissement (K).
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que le courant du gaz de refroidissement (G), insufflé dans la zone de refroidissement
(K), est dirigé à l'opposé de la direction du courant de gaz (T) chauffé par le feuillard
coulé.
7. Dispositif selon revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que le gaz de refroidissement (G) insufflé lèche la surface du feuillard (B) coulé.
8. Dispositif selon l'une des revendications 5 à 7, caractérisé en ce que le gaz de refroidissement (G) est un gaz inerte.
9. Dispositif selon l'une des revendications 5 à 7, caractérisé en ce que le gaz de refroidissement (G) est un gaz réducteur.
10. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la coupe transversale de l'ouverture d'entrée (15) de l'écran de protection des cylindres
de coulée (9) est adaptée à la section transversale du feuillard coulé (B).
11. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les bords (16, 17) de l'ouverture d'entrée (15), s'étendant à axe parallèle par rapport
aux cylindres de coulée (2, 3), sont disposés à une faible distance des cylindres
de coulée (2, 3).
12. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, dans la zone de l'ouverture d'entrée (15), sont prévues des tuyères (18, 19), en
particulier des tuyères à jet plan et / ou des tuyères à jet circulaire, par lesquelles,
en service de coulée, sort un courant de gaz qui contrecarre la sortie de gaz par
l'ouverture d'entrée (15).
13. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'écran de protection des cylindres de coulée (9) s'étend, dans le sens de la largeur
du feuillard coulé (B), latéralement par rapport aux cylindres de coulée (2, 3).
14. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'écran de protection des cylindres de coulée (9) est portée par un cadre (23) qui
soutient le palier des cylindres de coulée (2, 3) et peut être amené d'une position
de travail à une position d'attente.
15. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'écran de protection des cylindres de coulée (9) est revêtu d'un matériau réfractaire
(11), sur sa face associée au feuillard coulé (B).
16. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'écran de protection des cylindres de coulée (9) fait partie d'une enceinte (8)
qui enveloppe, dans la direction de transport, la voie de transport (6) du feuillard
coulé (B) sortant de la fente de coulée (4), au moins sur une section qui part de
la zone de sortie de la fente de coulée (4).
17. Dispositif selon la revendication 16, caractérisé en ce que l'enceinte (8) entoure la voie de transport (6) du feuillard coulé (B), au moins
jusqu'à un premier dispositif (17) qui est installé dans la voie de transport (6)
pour l'évacuation ou le laminage à chaud du feuillard (B).
18. Dispositif selon revendication 16 ou 17, caractérisé en ce que l'écran de protection des cylindres de coulée (9) est relié de manière amovible à
l'enceinte (8).
19. Dispositif selon la revendication 18, caractérisé en ce qu'un joint d'étanchéité est prévu entre l'écran de protection des cylindres de coulée
(9) et l'enceinte (8).
20. Dispositif selon la revendication 19, caractérisé en ce que le joint d'étanchéité est réalisée sous la forme d'une goulotte (11) remplie de sable,
dans laquelle est installé l'écran de protection des cylindres de coulée (9), par
son bord inférieur.
21. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, pour l'aspiration des gaz chauffés par le feuillard coulé (B), un dispositif d'aspiration
est prévu.
22. Dispositif selon la revendication 21, caractérisé en ce que l'enceinte (8) présente une ouverture d'aspiration (22), à laquelle est raccordé
un dispositif d'aspiration.


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