[0001] Die Erfindung betrifft einen Staubsauger mit einem Elektromotor, einem Saugkanal,
einem Druckkanal und einem Nebenluftkanal, wobei in Abhängigkeit von der Temperatur
in dem Druckkanal eine Öffnung des Nebenluftkanals erfolgt, wobei weiter eine Druckerfassung
in dem Saugluftkanal erfolgt.
[0002] Die Leistung von Staubsaugern mit dem Ziel, die Staubaufnahme insbesondere auf Hartböden
und niedrig-florigen Teppichen zu maximieren, wird immer weiter gesteigert. Bei diesen
hohen Luftleistungen steigt jedoch auch auf hochflorigen Teppichen die Schiebekraft
auf hohe Werte. Es sind diesbezüglich Lösungen bekannt, bei welchen Automatik-Stellungen
vorgesehen sind, welche abhängig vom Unterdruck im Gerät die Leistungsaufnahme des
Motors regeln. Bei immer weiter steigender Aufnahmeleistung von Staubsaugern steigt
auch der Aufwand für die Kühlung des Motors für den Fall, dass das Gerät bzw. der
Staubfilter verstopfen und dadurch der Saugluftstrom, der üblicherweise auch die Kühlung,
bspw. des Elektromotors, übernimmt, zu gering wird. Bei den bekannten Automatik-Einrichtungen
wird der Unterdruck in der Regel im Bereich hinter der Filterkammer abgegriffen. Bei
hochflorigen Teppichen steigt der Unterdruck im Gerät an. Wird ein bestimmter Schwellwert
überschritten, so wird elektronisch die Aufnahmeleistung gesenkt. Nachteilig wirkt
sich aus, dass diese Leistungsabsenkung -und auch das automatische Anheben der Leistung-
beim Benutzer zu Irritationen führt.
[0003] Aus der
US 3,936,282 A ist ein temperaturgesteuertes Ventil zur Öffnung einer Nebenluftleitung bekannt.
[0004] Der Erfindung liegt, ausgehend von dem eingangs geschilderten Zusammenhang, die Aufgabe
zugrunde, einen Staubsauger mit einer wirkungsvollen Anpassung an unterschiedliche
Saugbedingungen anzugeben, wobei es möglichst wenig zu Irritationen des Benutzers
kommen soll.
[0005] Den vorgenannten Nachteilen wird durch die Erfindung begegnet, indem eine Öffnung
des Nebenluftkanals unter kombinierter Berücksichtigung von einem Temperaturwert,
bspw. der Temperatur im Druckkanal, dem Volumenstrom im Saug- bzw. Druckkanal und
dem Druckabfall an der Filterkammer erfolgt. Durch die erfindungsgemäße Lösung wird
nicht, wie im Stand der Technik bekannt, die Aufnahmeleistung des Elektromotors verändert,
sondern gezielt ein Stellorgan zum Öffnen des Nebenluftkanals angesteuert, bevorzugt
durch eine elektrische Aktivierung des Stellorgans. Hierbei kann dieses Stellorgan
ein Servo-Motor zum kontinuierlichen Öffnen einer Nebenluftkanalklappe sein. Darüber
hinaus sind auch Bi-Metall-, Magnet-, Piezo- oder auch elektro-chemische Stellorgane
denkbar. Das Signal für das Stellorgan wird aus einem Kennfeld abgeleitet, welches
in einem Mikrokontroller abgespeichert ist. Dieses Kennfeld wird bevorzugt bestimmt
durch den Unterdruck hinter der Filterkammer, dem Unterdruck vor der Filterkammer,
der Temperatur an gefährdeten Bauteilen und optional vom Benutzer beeinflussbarer
Schwellwerte. Weiter kann vorgesehen sein, dass in dem Saugkanal ein Volumenstrommesser
angeordnet ist. Zudem erweist es sich als vorteilhaft, dass in dem Saugkanal vor und
hinter der Filterkammer ein Druckmesser angeordnet ist, wobei weiter vorgesehen sein
kann, dass der Unterdruck im Saugkanal unabhängig zur Auswertung des Druckabfalls
an der Filterkammer zur Öffnung des Nebenluftkanals herangezogen wird. Zudem erweist
es sich als vorteilhaft, dass der gemessene Unterdruck mit der Leistungseinstellung
des Elektromotors und/oder mit einem Vorsatzgerät abgeglichen wird. Aus den ermittelten
Daten lassen sich die Schiebekraft des Vorsatzgerätes aus dem Druck vor der Filterkammer,
der Füllgrad der Filterkammer aus dem Druckabfall an derselben und die Temperaturbelastung
gefährdeter Bauteile, wie bspw. des Elektromotors, über Temperatursensoren ermitteln
und über das Kennfeld die optimale Öffnung des Nebenluftkanals errechnen. Hieraus
folgt, dass der Benutzer für alle Bodenbeläge immer die optimale Saugleistung zur
Verfügung hat, ohne dass die Schiebekraft zu hoch wird. Zugleich ist auch der Schutz
des Gerätes vor Überhitzung gewährleistet. Irritationen des Benutzers durch hörbare
schwankende Leistungsaufnahme sind durch die erfindungsgemäße Lösung ausgeschlossen.
Die Saugleistung wird erfindungsgemäß durch Öffnen des Nebenluftkanals reguliert,
wobei die Drehzahl des Elektromotors annähernd gleich bleibt. Durch die Temperaturerfassung
mittels Sensoren ist ein Schutz vor Schäden durch Überhitzung der zu schützenden Bauteile,
bspw. bei einer Verstopfung, erreicht. Wird ein abgespeicherter Temperaturgrenzwert
erreicht oder überschritten, so erfolgt ein Signal zum Öffnen des Nebenluftkanals.
Darüber hinaus wird auch der Filterfüllgrad mittels des Druckabfalls an der Filterkammer
erfasst, wobei hier bei Erreichen eines abgespeicherten Grenzwertes ein Signal zur
elektrischen, mechanischen, optischen oder akustischen Anzeige zum Filterwechsel erfolgt.
Wie erwähnt, wird bevorzugt in dem Saugkanal auch der Volumenstrom gemessen. Im bekannten
Stand der Technik hängt der Druckabfall an der Filterkammer unter anderem vom Volumenstrom
ab, was sich dahingehend als nachteilig auswirkt, dass eine korrekte Anzeige nur bei
einem bestimmten Volumenstrom, d. h. bei einer bestimmten Leistungsstellung und bei
einem bestimmten Vorsatzgerät und Betriebszustand möglich ist. Durch die Kenntnis
des Volumenstromes kann bei der erfindungsgemäßen Lösung die absolute Verstopfung
der Filterkammer berechnet und angezeigt werden, dies unabhängig vom Betriebszustand,
d. h. der Leistungsstellung des Elektromotors und der Art des Vorsatzgerätes. Die
Berechnung erfolgt hierbei über ein in einem Mikrokontroller abgelegten Kennfeld.
Hohe Schiebekräfte der Düse bzw. anderer Vorsatzgeräte sind gekoppelt an hohe Unterdrücke
in den Saugwegen vor der Filterkammer. Übersteigt der Wert für den Unterdruck vor
der Filterkammer einen voreingestellten Grenzwert, so wird ein entsprechendes Stellsignal
für das Öffnen des Nebenluftkanals generiert, woraufhin die Schiebekraft sinkt. Bei
einer Vorsatzgeräte-Erkennung kann dies individuell für jedes Vorsatzgerät bei unterschiedlichen
Grenzwerten erfolgen. Durch die Integration des Volumenstromes wird die gesamte geförderte
Menge ermittelt. Dieser Wert wird mit einem voreingestellten Wert verglichen. Bei
Überschreiten dieses Wertes wird ein Signal zum Wechsel weiterer Filter, bspw. Geruchsfilter
oder Feinstfilter generiert. Beim Wechsel des Filters wird ein Reset des Integrators
auf Null durchgeführt. Hat der Benutzer einen Betriebszustand eingestellt, bei welchem
das Stellorgan des Nebenluftkanals offen ist und/oder der Leistungssteller des Elektromotors
nicht auf maximale Leistung eingestellt ist, so kann mit den vorliegenden Signalen
die zunehmende Füllung der Filterkammer und die daraus resultierende Abnahme der Saugleistung
kompensiert werden durch ein entsprechendes Zufahren des Nebenluftkanals. Ist letzterer
geschlossen und das Gerät nicht in maximaler Leistungsstellung, so kann dem Benutzer
angezeigt werden, in eine höhere Leistungsstufe zu schalten. Denkbar ist auch, diese
Anhebung der Leistungsstufe automatisch erfolgen zu lassen, wobei die zu berücksichtigenden
Werte aus dem Kennfeld abgeleitet werden.
[0006] Nachstehend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung
ausführlich dargestellt. Die Fig 1-3 der Zeichnung zeigen nicht erfindungsgemäße Ausführungsformen;
diese dienen lediglich dem besseren Verständnis der tatsächlichen Erfindung. Es zeigt:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Elektromotors mit einem Saugkanal, einem
Druckkanal und einem Nebenluftkanal für einen Staubsauger;
Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung;
Fig. 3 eine weitere der Fig. 1 entsprechende Darstellung;
Fig. 4 eine Ausführungsform der Erfindung.
[0007] Dargestellt und beschrieben ist zunächst mit Bezug zu Fig. 1 ein Elektromotor 1 für
einen nicht näher dargestellten Staubsauger, an welchem Elektromotor 1 ein durch diesen
angetriebenes Gebläserad 2 angeordnet ist. Die hierdurch gebildete Gebläseeinheit
ist mit der Ziffer 3 versehen.
[0008] In Saugrichtung r ist der Gebläseeinheit 3 ein Saugkanal 4 und hinter der Gebläseeinheit
3 ein Saugkanal 5 angeordnet.
[0009] In dem Saugkanal 4, d. h. in Saugrichtung r vor der Gebläseeinheit 3 mündet ein Nebenluftkanal
6, dessen saugkanalseitige Öffnung 7 mittels eines Stellorgans 8 in einer Grundstellung
gemäß Fig. 1 verschlossen ist.
[0010] Der Saugluftstrom übernimmt zugleich die Kühlung des Elektromotors 1. Störungen,
wie bspw. Verstopfungen, können jedoch zu einer derartigen Reduzierung des Saugluftstromes
führen, dass eine ausreichende Kühlung des Elektromotors 1 nicht mehr gegeben ist.
Um hier den Elektromotor vor Schäden durch Überhitzung zu schützen, wird die Temperatur
in Saugstromrichtung r hinter dem Elektromotor 1, d. h. im Bereich des Druckkanals
5 mittels eines Temperatursensors 9, bspw. in Form eines NTC, erfasst. Der ermittelte
Temperaturwert wird in einer Steuer-/Auswert-Einheit 10 mit einem vorgegebenen Ist-Wert
verglichen. Übersteigt die ermittelte Temperatur einen vorgegebenen Soll-Wert, so
wird ein Signal zum Öffnen des Nebenluftkanals generiert.
[0011] Die Temperaturerfassung kann mittels Messung der Körpertemperatur oder auch durch
Messung der Saugstromluft-Temperatur in unmittelbarer Nähe des Elektromotors 1 bzw.
auch anderer zu schützender Bauteile erfolgen. Weitere durch hohe Temperaturen gefährdete
Bauteile können bspw. Filter, Kunststoffgehäuseteile oder auch Elektronikbauteile
sein. Die Auswerteelektronik in der Steuer-/Auswerteeinheit 10 kann diskret aufgebaut
oder auch in Form eines Mikrokontrollers ausgebildet sein, wobei ein Grenzwert zur
Generierung eines Steuersignals zum Öffnen des Nebenluftkanals 6 fest voreingestellt
sein oder auch als variabeler Wert vorliegen kann.
[0012] Die Öffnung 7 des Nebenluftkanals 6 kann grundsätzlich beliebig auf der Unterdruckseite
des Elektromotors 1 im Bereich des Saugkanals 4 angeordnet sein, wobei jedoch bevorzugt
eine Anordnung hinter einem Motorschutzfilter gewählt wird.
[0013] Das die Öffnung des Nebenluftkanals 6 zunächst verschließende Stellorgan 8 wird erfindungsgemäß
elektrisch aktiviert, womit auch räumlich entfernt liegende, durch Stellorgan 8 und
Nebenluftkanal-Öffnung 7 gebildete Ventile ansteuerbar sind.
[0014] In dem dargestellten Staubsauger ist das Stellorgan 8 in Form eines Bi-Metall-Stellorgans
11 vorgesehen, welches bei Überschreiten der Grenztemperatur elektrisch beheizt wird,
bis es sich zur Freigabe der Nebenluftkanal-Öffnung 7 verformt (siehe strichpunktierte
Darstellung in Fig. 1). Sinkt die Temperatur aufgrund der über den Nebenluftkanal
6 angesaugten Kühlluft wieder unter den Grenzwert, so wird die Heizung 12 des'Bi-Metall-Stellorgans
11 ausgeschaltet, so dass eine Rückstellung des Stellorgans unter Verschließen der
Öffnung 7 erfolgt.
[0015] Alternativ zu dem dargestellten Stellorgan 8 ist es auch denkbar, ein Magnet-Stellorgan
vorzusehen, welches bei Überschreiten der Grenztemperatur elektrisch angesteuert wird
und die Nebenluftkanal-Öffnung 7 freigibt. Darüber hinaus sind auch Piezo-Elemente
oder elektro-chemische Aktuatoren als Stellorgane denkbar.
[0016] In Fig. 2 ist einen weiteren Staubsauger dargestellt, bei welchem über einen Drucksensor
25 im Saugkanal 4 der vorliegende Druck gemessen und in einer Steuer-/Auswerteeinheit
10 ausgewertet wird. Über letztere wird ab einem vorbestimmten Grenzwert das Stellorgan
8 elektrisch zum Öffnen des Nebenluftkanals 6 angesteuert. Dargestellt ist hier ein
Stellorgan 8 in Form einer mittels eines Servo-Motors 13 schwenkbeweglichen Ventilklappe
14. Denkbar sind hier jedoch auch Lösungen des Stellorganes 8 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel,
d. h. in Form eines Bi-Metall-Stellorganes 11, eines Magnet-Stellorgans oder eines
Stellorgans in Form eines Piezo-Elementes oder eines elektro-chemischen Aktuators.
[0017] In dem Staubsauger gemäß Fig. 3 wird zum Schutz vor einer Überhitzung des Elektromotors
1 die Temperatur in Strömungsrichtung r hinter demselben, d. h. im Druckkanal 5, erfasst,
dies mittels eines elektronischen Temperatursensors 9. Bei Überschreiten eines geeignet
definierten Temperatur-Grenzwertes wird kühlende Nebenluft zugeführt, indem ein, die
Nebenluftkanal-Öffnung 7 verschließendes Stellorgan 8 unterdruckgesteuert geöffnet
wird. Der Schaltpunkt des Stellorganes 8, d. h. der nötige Unterdruck, bei welchem
eine Öffnung erfolgt, ist so hoch angelegt, dass hierdurch keine regulären Anwendungen
beeinflusst werden. Im allgemeinen erfolgt ein Öffnen bei höheren Unterdruckwerten.
Wird der Staubsauger jedoch bei einer niedrigen Leistungsstellung betrieben, so besteht
bei einer Verstopfung die Gefahr, dass der Elektromotor überhitzt, da in dieser niedrigen
Leistungsstufe die Schaltschwelle des Stellorgans 8 nicht erreicht wird und dieses
somit nicht öffnet, um kühlende Nebenluft einströmen zu last sen.
[0018] Um eine Schädigung zu vermeiden, muss Nebenluft zugeführt werden. Wird in einer kleinen
Leistungsstufe des Elektromotors der Temperatur-Grenzwert erreicht, so wird das unterdruckgesteuerte
Stellorgan 8 entgegen der Federkraft einer das Stellorgan 8 in die Schließstellung
beaufschlagenden Feder 30 geöffnet, dies dadurch bedingt, dass der Elektromotor 1
mittels Ansteuerung über die Steuer-/Auswert-Einheit 10 in eine Leistungsstufe verbracht
wird, bei welcher hinreichend Unterdruck erzeugt wird, um die Schaltschwelle des Stellorgans
8 zu überschreiten.
[0019] Fig. 4 zeigt eine Ausführungsform der Erfindung, bei welcher eine Öffnung des Nebenluftkanals
6 unter kombinierter Berücksichtigung von einem Temperaturwert im Druckkanal 5 zur
Erfassung der Temperatur des Elektromotors 1, dem Volumenstrom im Saugkanal 4 und
dem Druckabfall an einer Filterkammer 15 erfolgt.
[0020] Zur Erfassung des Druckabfalls an der Filterkammer 15 sind in dem Saugkanal 4 vor
und hinter der Filterkammer 15 Drucksensoren 16, 17 vorgesehen, wobei der Drucksensor
17 hinter der Filterkammer 15 und ein Volumenstrommesser 18 in Strömungsrichtung r
vor der Öffnung 7 des Nebenluftkanals 6 platziert sind.
[0021] Über den Drucksensor 16 wird zudem der Unterdruck im Saugkanal 4 unabhängig zur Auswertung
des Druckabfalls an der Filterkammer 15 herangezogen.
[0022] Die über die Sensoren 9, 16, 17 und 18 erfassten Werte werden einer Steuer-/Auswert-Einheit
10 in Form eines Mikrokontrollers zugeführt und dort mit einem hinterlegten Kennfeld
verglichen. Als weitere Parameter zur Auswertung der Signale dienen die Einstellung
des, den Elektromotor 1 regelnden Leistungsstellers (Pfeil 19) und gegebenenfalls
das Signal einer Vorsatzgeräteerkennung (Pfeil 20) .
[0023] Aus dem durch den Drucksensor 16 gemessenen Wert vor der Filterkammer 15 ist die
Schiebekraft des Vorsatzgerätes ermittelbar. Übersteigt der Wert für den Unterdruck
vor der Filterkammer 15 einen voreingestellten Grenzwert, so wird ein entsprechendes
Stellsignal (Pfeil 21) für das Öffnen des Stellorganes 8, welches in Form eines Servomotors,
eines Bi-Metall-Stellorganes, eines Magnet-Stellorganes oder in Form eines Piezo-Elementes
oder eines elektro-chemischen Aktuators gebildet sein kann, generiert, woraufhin die
Schiebekraft sinkt. Ist eine Vorsatzgeräte-Erkennung (Pfeil 20) vorhanden, so kann
dies individuell für jedes Vorsatzgerät bei unterschiedlichen Grenzwerten erfolgen.
[0024] Durch die Integration einer Volumenstromermittlung wird die gesamte geförderte Luftmenge
ermittelt. Dieser Wert wird mit einem voreingestellten Wert verglichen. Bei Überschreiten
dieses Wertes wird bspw. ein Signal zum Wechseln des Geruchs- oder Feinstfilters generiert
(Pfeil 22). Bei einem Wechsel des Filters wird ein Reset des Integrators auf Null
durchgeführt.
[0025] Über den ermittelten Druckabfall an der Filterkammer 15 ist der Füllstand der Filterkammer
zu ermitteln. Erreicht der Druckabfall einen abgespeicherten Wert, so wird ein Signal
(Pfeil 23) generiert, zur Anzeige des nötigen Filterwechsels. Diese Anzeige kann elektrisch,
mechanisch, optisch oder auch akustisch erfolgen.
Durch Kenntnis des mittels des Volumenstrommessers 18 ermittelten Volumenstromes kann
die absolute Verstopfung der Filterkammer 15 berechnet und angezeigt werden, dies
unabhängig vom Betriebszustand, d. h. von der Leistungsstellung des Elektromotors
1 und Art des Vorsatzgerätes. Die Berechnung erfolgt über das hinterlegte Kennfeld
in der Steuer-/Auswert-Einheit.
[0026] Hat der Benutzer einen Betriebszustand eingestellt, bei welchem das Stellorgan 8
geöffnet ist und/oder der Leistungssteller nicht auf eine Maximalposition eingestellt
ist, so kann mit den vorliegenden Signalen die zunehmende Füllung der Filterkammer
15 und die daraus resultierende Abnahme der Saugleistung kompensiert werden durch
ein entsprechendes Zufahren des Stellorganes 8. Ist dieses geschlossen und der Elektromotor
1 nicht in Maximalstellung betrieben, so kann dem Benutzer angezeigt werden, in eine
höhere Leistungsstufe zu schalten. Ein solches Höherschalten der Leistungsstufe kann
auch über das Kennfeld automatisch erfolgen.
[0027] Um gefährdete Bauteile, wie bspw. den Elektromotor 1, vor Schäden durch Überhitzung
in Folge von Verstopfung usw. zu schützen, wird über den Temperatursensor 9 in Abhängigkeit
von einem hinterlegten Grenzwert ein Signal (Pfeil 21) zum Öffnen des Nebenluftkanals
6 generiert.
[0028] Durch die in Fig. 4 dargestellte erfindungsgemäße Lösung wird über die Nutzung eines
Kennfeldes eine stetige Einstellung der optimalen Saugleistung erreicht. Diese Einstellung
der Saugleistung erfolgt über ein, aus dem Stellorgan 8 und der Nebenluftkanal-Öffnung
7. gebildeten Ventil. Darüber hinaus liegen alle Größen vor, um den Druckverlust der
gefüllten Filterkammer 15 zu ermitteln und die Saugleistungsanzeige/Filterwechselanzeige
anzusteuern.
1. Staubsauger mit einem Elektromotor (1), einem Saugkanal (4), einem Druckkanal (5)
und einem Nebenluftkanal (6), wobei in Abhängigkeit von der Temperatur in dem Druckkanal
(5) eine Öffnung des Nebenluftkanals (6) erfolgt, wobei weiter eine Druckerfassung
in dem Saugkanal erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung des Nebenluftkanals (6) unter kombinierter Berücksichtigung von einem
Temperaturwert, bspw. der Temperatur im Druckkanal (5), dem Volumenstrom im Saug-
(4) bzw. Druckkanal (5) und dem Druckabfall an der Filterkammer (15) erfolgt.
2. Staubsauger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Saugkanal (4) ein Volumenstrommesser (18) angeordnet ist.
3. Staubsauger nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Saugkanal (4) vor und hinter der Filterkammer (15) ein Druckmesser (18) angeordnet
ist.
4. Staubsauger nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterdruck im Saugkanal (4) unabhängig zur Auswertung des Druckabfalls an der
Filterkammer (15) zur Öffnung des Nebenluftkanals (6) herangezogen wird.
5. Staubsauger nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der gemessene Unterdruck mit der Leistungseinstellung des Elektromotors (1) und/oder
mit einem Vorsatzgerät abgeglichen wird.
6. Staubsauger nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Volumenstrommessung integrierbar ist.
7. Staubsauger nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der integrierte Wert der Volumenstrommessung in Abhängigkeit eines Vergleichswertes
zur Signalerzeugung genutzt ist.
1. Vacuum cleaner having an electric motor (1), a suction channel (4), a pressure channel
(5) and an auxiliary air channel (6), the auxiliary air channel (6) being opened as
a function of the temperature in the pressure channel (5), furthermore pressure being
detected in the suction channel, characterised in that the auxiliary air channel (6) is opened in combined consideration of a temperature
value, for example the temperature in the pressure channel (5), the volumetric flow
in the suction (4) or pressure (5) channel, and the pressure drop at the filter chamber
(15).
2. Vacuum cleaner according to claim 1, characterised in that in the suction channel (4) is arranged a volumetric flow meter (18).
3. Vacuum cleaner according to either of claims 1 or 2, characterised in that in the suction channel (4) in front of and behind the filter chamber (15) is arranged
a pressure gauge (18).
4. Vacuum cleaner according to any of claims 1 to 3, characterised in that the partial pressure in the suction channel (4) is used to open the auxiliary air
channel (6), independently of evaluation of the pressure drop at the filter chamber
(15).
5. Vacuum cleaner according to any of claims 1 to 4, characterised in that the measured partial pressure is coordinated with the power setting of the electric
motor (1) and/or with an attachment.
6. Vacuum cleaner according to any of claims 1 to 5, characterised in that the volumetric flow measurement can be integrated.
7. Vacuum cleaner according to claim 6, characterised in that the integrated value of volumetric flow measurement is used to generate a signal
as a function of a reference value.
1. Aspirateur avec un moteur électrique (1), un canal d'aspiration (4), un canal de pression
(5) et un canal d'air additionnel (6), une ouverture du canal d'air additionnel (6)
résultant de la dépendance en température dans le canal de pression (5), un captage
de la pression dans le canal d'aspiration étant réalisé, caractérisé en ce que, l'ouverture du canal d'air additionnel (6) résulte de la prise en compte combinée
de la valeur de la température, par exemple la température dans le canal de pression
(5), du débit dans le canal d'aspiration (4) ou le canal de pression (5) et de la
baisse de pression sur la chambre à filtre (15).
2. Aspirateur selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un débitmètre (18) est agencé dans le canal d'aspiration (4).
3. Aspirateur selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce qu'un manomètre (18) est agencé dans le canal d'aspiration (4) devant et derrière la
chambre à filtre (15).
4. Aspirateur selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la dépressurisation dans le canal d'aspiration (4) est exploitée indépendamment de
l'évaluation de la baisse de pression sur la chambre à filtre (15) par l'ouverture
du canal d'air additionnel (6).
5. Aspirateur selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que, la dépressurisation mesurée est alignée avec le réglage de puissance du moteur électrique
(1) et/ou avec un accessoire.
6. Aspirateur selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que, la mesure de débit est intégrable.
7. Aspirateur selon la revendication 6, caractérisé en que la valeur intégrée de la mesure de débit est utilisée en fonction d'une valeur de
comparaison pour la fabrication de signal.