(19)
(11) EP 1 771 625 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
10.12.2008  Patentblatt  2008/50

(21) Anmeldenummer: 05749449.4

(22) Anmeldetag:  18.05.2005
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E01B 29/06(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2005/052284
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2006/008202 (26.01.2006 Gazette  2006/04)

(54)

VERFAHREN ZUM ERSETZEN VON ALTSCHWELLEN EINES GLEISES DURCH NEUSCHWELLEN.

METHOD FOR REPLACING OLD SLEEPERS OF A RAILWAY TRACK BY NEW SLEEPERS

PROCEDE POUR REMPLACER D'ANCIENNES TRAVERSES D'UNE VOIE DE CHEMIN DE FER PAR DE NOUVELLES TRAVERSES


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 19.07.2004 AT 5112004 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
11.04.2007  Patentblatt  2007/15

(73) Patentinhaber: Franz Plasser Bahnbaumaschinen-Industriegesellschaft m.b.H.
1010 Wien (AT)

(72) Erfinder:
  • THEURER, Josef
    A-1010 Wien (AT)
  • BRUNNINGER, Manfred
    A-4203 Altenberg (AT)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 1 396 577
US-A- 5 664 498
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ersetzen von Altschwellen eines Gleises durch Neuschwellen, wobei von den Altschwellen gelöste Schienen seitlich auseinandergespreizt werden und vor Ablage der Neuschwellen die Herstellung eines Schotterplanums erfolgt.

    [0002] Derartige Verfahren zur Erneuerung der Schwellen und/oder der Schienen eines Gleises sind beispielsweise durch EP 1 195 468 A2 oder US 5 664 498 A bekannt.

    [0003] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt nun in der Schaffung eines Verfahrens der gattungsgemäßen Art, mit dem eine vereinfachter Austausch von Schwellen ermöglicht wird.

    [0004] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit einem Verfahren der eingangs genannten Art durch die im Kennzeichen von Anspruch 1 angeführten Merkmale gelöst.

    [0005] Durch die Schaffung einer Bettungsvertiefung ist eine konstruktiv sehr einfach durchführbare Entfernung von oberhalb des Schotterplanums befindlichem Schotter möglich. Außerdem kann damit der Abstand zwischen den beiden Vorrichtungen zur Schwellenentfernung bzw. -ablage und damit auch die für die Überbrückung der Baulücke erforderliche Länge des Maschinenrahmens reduziert werden.

    [0006] Im folgenden wird das erfindungsgemäße Verfahren unter beispielhafter Zuhilfenahme einer in der Zeichnung dargestellten und an sich nicht den Gegenstand der Erfindung betreffenden Maschine näher beschrieben.
    Es zeigen:

    Fig. 1 eine Maschine zum Austausch von schadhaften Schwellen in Seitenansicht, und

    Fig. 2 einen vereinfachten Querschnitt durch eine Schotterbettung.



    [0007] Eine Maschine 1 weist einen - im Arbeitseinsatz - endseitig auf Schienenfahrwerken 2 abgestützten Maschinenrahmen 3 auf und ist durch einen Fahrantrieb 4 in einer Arbeitsrichtung 5 auf einem aus Altschwellen 6 bzw. Neuschwellen 11 und Schienen 7 gebildeten Gleis 8 verfahrbar.

    [0008] Etwa mittig zwischen den beiden endseitigen Schienenfahrwerken 2 ist eine Vorrichtung 10 zur Aufnahme der Altschwellen 6 sowie eine Vorrichtung 9 zur Ablage der Neuschwellen 11 vorgesehen. Diese werden durch einen Vertikalförderer 12 von einem Förderband 13 übernommen und auf ein Schotterplanum 27 einer Schotterbettung 33 abgelegt. Zwischen den beiden Vorrichtungen 9 und 10 befindet sich ein durch Antriebe höhenverstellbarer und in Draufsicht V-förmig ausgebildeter Schotterpflug 29.

    [0009] In Arbeitsrichtung 5 vor der Vorrichtung 10 zur Aufnahme der Altschwellen 6 ist eine höhen- und querverstellbare, endlos ausgebildete Flankenkette 14 mit dem Maschinenrahmen 3 verbunden. Die Flankenkette 14 ist durch einen Antrieb 30 in einer normal zur Ebene des Schotterplanums 27 sowie in Maschinenlängsrichtung verlaufenden Ebene rotierbar.

    [0010] Einer Abwurföffnung 15 der Flankenkette 14 ist ein Förderband 16 mit einem Abwurfende 17 zugeordnet. Dieses befindet sich über einem - zwischen dem hinteren Schienenfahrwerk 2 und der Vorrichtung 9 zur Ablage der Neuschwellen 11 positionierten - Schotterspeicher 18, der eine Abwurfeinrichtung 19 aufweist. Diese ist als um eine vertikale Achse rotierbar am Schotterspeicher 18 befestigtes Abwurfförderband 20 mit einem Abwurfende 21 ausgebildet. Zwischen den beiden endseitigen Schienenfahrwerken 2 befinden sich höhen- und querverstellbare Schienenführungen 22. Einer Arbeitskabine 23 ist eine Steuereinrichtung 24 zugeordnet.

    [0011] Im folgenden wird das Verfahren zur Erneuerung von Schwellen näher beschrieben.

    [0012] Zu Beginn des Arbeitseinsatzes werden die beiden von den Altschwellen 6 gelösten Schienen 7 mit Hilfe der Schienenführungen 22 auf eine die Schwellenlänge übertreffende Distanz voneinander gespreizt. Unter Vorfahrt der Maschine 1 in Arbeitsrichtung 5 wird durch Absenken der Flankenkette 14 in einem Schwellenvorkopfbereich 25 vorhandener Schotter 26 (s. Fig. 2) aufgenommen und über das Förderband 16 in den Schotterspeicher 18 abgeworfen. Dabei wird durch die Schotteraufnahme eine Bettungsvertiefung 31 erzeugt.

    [0013] Durch die nachfolgende Vorrichtung 10 werden die Altschwellen 6 erfasst und zum Abtransport auf ein Förderband 32 abgelegt. Danach wird durch den Schotterpflug 29 überschüssiger Schotter 26 unter Herstellung des Schotterplanums 27 in Richtung zu der Bettungsvertiefung 31 gepflügt bzw. verschoben. Unmittelbar dahinter erfolgt die Ablage der Neuschwellen 11 durch die Vorrichtung 9. In weiterer Folge werden die ausgespreizten Schienen 7 wieder auf Spurweite zusammengeführt und auf die Neuschwellen 11 abgelegt. Unmittelbar vor dem hinteren Schienenfahrwerk 2 wird über das Abwurfförderband 20 gespeicherter Schotter 26 zur Auffüllung von zwischen den Neuschwellen 11 gelegenen Zwischenfächern abgeworfen.


    Ansprüche

    1. Verfahren zum Ersetzen von Altschwellen (6) eines Gleises (8) durch Neuschwellen (11), wobei von den Altschwellen (6) gelöste Schienen (7) seitlich auseinandergespreizt werden und vor Ablage der Neuschwellen (11) die Herstellung eines Schotterplanums (27) erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass in einem in Schwellenlängsrichtung an die Altschwellen (6) anschließenden Schwellenvorkopfbereich (25) einer Schotterbettung (33) Schotter (26) zur Herstellung einer Bettungsvertiefung (31) aufgenommen, zwischengespeichert und nach Ablage der Neuschwellen (11) zur Einschotterung derselben abgeworfen wird, und dass parallel dazu vor Ablage der Neuschwellen (11) zur Herstellung des Schotterplanums (27) überschüssiger Schotter (26) in die Bettungsvertiefung (31) gepflügt wird.
     


    Claims

    1. A method of replacing old sleepers (6) of a track (8) with new sleepers (11), wherein rails (7) which have been detached from the old sleepers (6) are spread apart laterally, and a ballast formation (27) is created before laying down the new sleepers (11), characterized in that in a sleeper end region (25) of a ballast bed (33), adjoining the old sleepers (6) in the longitudinal direction of the sleepers, ballast (26) is picked up for creating a bedding recess (31), stored intermediately and, after the new sleepers (11) have been laid down, is discharged for ballasting the same, and that parallel thereto, prior to the laying down of the new sleepers (11), surplus ballast (26) is ploughed into the bedding recess (31) for producing the ballast formation (27).
     


    Revendications

    1. Procédé pour le remplacement d'anciennes traverses (6) d'une voie ferrée (8) par de nouvelles traverses (11), des rails (7) détachés des anciennes traverses (6) étant écartés l'un de l'autre latéralement et la réalisation d'une plate-forme de ballast (27) étant effectuée avant le dépôt des nouvelles traverses (11), caractérisé en ce que du ballast (26) pour la réalisation d'un enfoncement de lit (31) est reçu, entreposé et jeté après dépôt des nouvelles traverses (11) pour le ballastage de celles-ci dans une zone de bout de traverse (25) d'un lit de ballast (33) se raccordant aux anciennes traverses (6) dans la direction longitudinale des traverses et qu'en parallèle, du ballast en excès (26) est labouré dans l'enfoncement de lit (31) avant le dépôt des nouvelles traverses (11) en vue de la réalisation de la plate-forme de ballast (27).
     




    Zeichnung








    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente