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EP 1 771 625 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.12.2008 Patentblatt 2008/50 |
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Anmeldetag: 18.05.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2005/052284 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2006/008202 (26.01.2006 Gazette 2006/04) |
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VERFAHREN ZUM ERSETZEN VON ALTSCHWELLEN EINES GLEISES DURCH NEUSCHWELLEN.
METHOD FOR REPLACING OLD SLEEPERS OF A RAILWAY TRACK BY NEW SLEEPERS
PROCEDE POUR REMPLACER D'ANCIENNES TRAVERSES D'UNE VOIE DE CHEMIN DE FER PAR DE NOUVELLES
TRAVERSES
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU MC NL PL PT RO SE SI
SK TR |
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Priorität: |
19.07.2004 AT 5112004 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.04.2007 Patentblatt 2007/15 |
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Patentinhaber: Franz Plasser
Bahnbaumaschinen-Industriegesellschaft m.b.H. |
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1010 Wien (AT) |
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Erfinder: |
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- THEURER, Josef
A-1010 Wien (AT)
- BRUNNINGER, Manfred
A-4203 Altenberg (AT)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 396 577
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US-A- 5 664 498
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ersetzen von Altschwellen eines Gleises
durch Neuschwellen, wobei von den Altschwellen gelöste Schienen seitlich auseinandergespreizt
werden und vor Ablage der Neuschwellen die Herstellung eines Schotterplanums erfolgt.
[0002] Derartige Verfahren zur Erneuerung der Schwellen und/oder der Schienen eines Gleises
sind beispielsweise durch
EP 1 195 468 A2 oder
US 5 664 498 A bekannt.
[0003] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt nun in der Schaffung eines Verfahrens
der gattungsgemäßen Art, mit dem eine vereinfachter Austausch von Schwellen ermöglicht
wird.
[0004] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit einem Verfahren der eingangs genannten Art
durch die im Kennzeichen von Anspruch 1 angeführten Merkmale gelöst.
[0005] Durch die Schaffung einer Bettungsvertiefung ist eine konstruktiv sehr einfach durchführbare
Entfernung von oberhalb des Schotterplanums befindlichem Schotter möglich. Außerdem
kann damit der Abstand zwischen den beiden Vorrichtungen zur Schwellenentfernung bzw.
-ablage und damit auch die für die Überbrückung der Baulücke erforderliche Länge des
Maschinenrahmens reduziert werden.
[0006] Im folgenden wird das erfindungsgemäße Verfahren unter beispielhafter Zuhilfenahme
einer in der Zeichnung dargestellten und an sich nicht den Gegenstand der Erfindung
betreffenden Maschine näher beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Maschine zum Austausch von schadhaften Schwellen in Seitenansicht, und
Fig. 2 einen vereinfachten Querschnitt durch eine Schotterbettung.
[0007] Eine Maschine 1 weist einen - im Arbeitseinsatz - endseitig auf Schienenfahrwerken
2 abgestützten Maschinenrahmen 3 auf und ist durch einen Fahrantrieb 4 in einer Arbeitsrichtung
5 auf einem aus Altschwellen 6 bzw. Neuschwellen 11 und Schienen 7 gebildeten Gleis
8 verfahrbar.
[0008] Etwa mittig zwischen den beiden endseitigen Schienenfahrwerken 2 ist eine Vorrichtung
10 zur Aufnahme der Altschwellen 6 sowie eine Vorrichtung 9 zur Ablage der Neuschwellen
11 vorgesehen. Diese werden durch einen Vertikalförderer 12 von einem Förderband 13
übernommen und auf ein Schotterplanum 27 einer Schotterbettung 33 abgelegt. Zwischen
den beiden Vorrichtungen 9 und 10 befindet sich ein durch Antriebe höhenverstellbarer
und in Draufsicht V-förmig ausgebildeter Schotterpflug 29.
[0009] In Arbeitsrichtung 5 vor der Vorrichtung 10 zur Aufnahme der Altschwellen 6 ist eine
höhen- und querverstellbare, endlos ausgebildete Flankenkette 14 mit dem Maschinenrahmen
3 verbunden. Die Flankenkette 14 ist durch einen Antrieb 30 in einer normal zur Ebene
des Schotterplanums 27 sowie in Maschinenlängsrichtung verlaufenden Ebene rotierbar.
[0010] Einer Abwurföffnung 15 der Flankenkette 14 ist ein Förderband 16 mit einem Abwurfende
17 zugeordnet. Dieses befindet sich über einem - zwischen dem hinteren Schienenfahrwerk
2 und der Vorrichtung 9 zur Ablage der Neuschwellen 11 positionierten - Schotterspeicher
18, der eine Abwurfeinrichtung 19 aufweist. Diese ist als um eine vertikale Achse
rotierbar am Schotterspeicher 18 befestigtes Abwurfförderband 20 mit einem Abwurfende
21 ausgebildet. Zwischen den beiden endseitigen Schienenfahrwerken 2 befinden sich
höhen- und querverstellbare Schienenführungen 22. Einer Arbeitskabine 23 ist eine
Steuereinrichtung 24 zugeordnet.
[0011] Im folgenden wird das Verfahren zur Erneuerung von Schwellen näher beschrieben.
[0012] Zu Beginn des Arbeitseinsatzes werden die beiden von den Altschwellen 6 gelösten
Schienen 7 mit Hilfe der Schienenführungen 22 auf eine die Schwellenlänge übertreffende
Distanz voneinander gespreizt. Unter Vorfahrt der Maschine 1 in Arbeitsrichtung 5
wird durch Absenken der Flankenkette 14 in einem Schwellenvorkopfbereich 25 vorhandener
Schotter 26 (s. Fig. 2) aufgenommen und über das Förderband 16 in den Schotterspeicher
18 abgeworfen. Dabei wird durch die Schotteraufnahme eine Bettungsvertiefung 31 erzeugt.
[0013] Durch die nachfolgende Vorrichtung 10 werden die Altschwellen 6 erfasst und zum Abtransport
auf ein Förderband 32 abgelegt. Danach wird durch den Schotterpflug 29 überschüssiger
Schotter 26 unter Herstellung des Schotterplanums 27 in Richtung zu der Bettungsvertiefung
31 gepflügt bzw. verschoben. Unmittelbar dahinter erfolgt die Ablage der Neuschwellen
11 durch die Vorrichtung 9. In weiterer Folge werden die ausgespreizten Schienen 7
wieder auf Spurweite zusammengeführt und auf die Neuschwellen 11 abgelegt. Unmittelbar
vor dem hinteren Schienenfahrwerk 2 wird über das Abwurfförderband 20 gespeicherter
Schotter 26 zur Auffüllung von zwischen den Neuschwellen 11 gelegenen Zwischenfächern
abgeworfen.
1. Verfahren zum Ersetzen von Altschwellen (6) eines Gleises (8) durch Neuschwellen (11),
wobei von den Altschwellen (6) gelöste Schienen (7) seitlich auseinandergespreizt
werden und vor Ablage der Neuschwellen (11) die Herstellung eines Schotterplanums
(27) erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass in einem in Schwellenlängsrichtung an die Altschwellen (6) anschließenden Schwellenvorkopfbereich
(25) einer Schotterbettung (33) Schotter (26) zur Herstellung einer Bettungsvertiefung
(31) aufgenommen, zwischengespeichert und nach Ablage der Neuschwellen (11) zur Einschotterung
derselben abgeworfen wird, und dass parallel dazu vor Ablage der Neuschwellen (11)
zur Herstellung des Schotterplanums (27) überschüssiger Schotter (26) in die Bettungsvertiefung
(31) gepflügt wird.
1. A method of replacing old sleepers (6) of a track (8) with new sleepers (11), wherein
rails (7) which have been detached from the old sleepers (6) are spread apart laterally,
and a ballast formation (27) is created before laying down the new sleepers (11),
characterized in that in a sleeper end region (25) of a ballast bed (33), adjoining the old sleepers (6)
in the longitudinal direction of the sleepers, ballast (26) is picked up for creating
a bedding recess (31), stored intermediately and, after the new sleepers (11) have
been laid down, is discharged for ballasting the same, and that parallel thereto,
prior to the laying down of the new sleepers (11), surplus ballast (26) is ploughed
into the bedding recess (31) for producing the ballast formation (27).
1. Procédé pour le remplacement d'anciennes traverses (6) d'une voie ferrée (8) par de
nouvelles traverses (11), des rails (7) détachés des anciennes traverses (6) étant
écartés l'un de l'autre latéralement et la réalisation d'une plate-forme de ballast
(27) étant effectuée avant le dépôt des nouvelles traverses (11), caractérisé en ce que du ballast (26) pour la réalisation d'un enfoncement de lit (31) est reçu, entreposé
et jeté après dépôt des nouvelles traverses (11) pour le ballastage de celles-ci dans
une zone de bout de traverse (25) d'un lit de ballast (33) se raccordant aux anciennes
traverses (6) dans la direction longitudinale des traverses et qu'en parallèle, du
ballast en excès (26) est labouré dans l'enfoncement de lit (31) avant le dépôt des
nouvelles traverses (11) en vue de la réalisation de la plate-forme de ballast (27).

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente