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EP 1 837 097 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.12.2008 Patentblatt 2008/50 |
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Anmeldetag: 08.03.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Geschweisstes Drahtgitter für Gabionen
Welded wire grating for gabions
Grillage soudé pour gabions
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL BA HR MK RS |
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Priorität: |
13.03.2006 DE 102006012916 13.03.2006 DE 202006004462 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.09.2007 Patentblatt 2007/39 |
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Patentinhaber: Schmauser, Wolfgang |
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01723 Kesseldorf (DE) |
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Erfinder: |
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- Schmauser, Wolfgang
01723 Kesseldorf (DE)
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Vertreter: Kailuweit, Frank |
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Patentanwälte Kailuweit & Uhlemann
Bamberger Strasse 49 01187 Dresden 01187 Dresden (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 538 265 WO-A-20/05120744 DE-U1-5202005 017 92 JP-A- 2000 239 818
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EP-A1- 1 158 069 DE-U1-0202005 003 42 JP-A- 10 226 865 US-A- 4 605 598
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein geschweißtes Drahtgitter für Gabionen zur Befestigung
von Böschungen oder zur Errichtung von Mauern.
[0002] Gabionen sind in verschiedenen Formen schon sehr lange bekannt. Unter anderem finden
sie Verwendung zur Befestigung von Böschungen oder auch zur Errichtung von Lärmschutzwänden
an Verkehrswegen.
[0003] Im Allgemeinen bestehen Gabionen aus einem Gitterkorb, welcher mit Bruchsteinen,
Schotter oder anderem Material, je nach Anwendungsgebiet gefüllt wird. Der Gitterkorb
besteht in der Regel aus Stahldraht.
[0004] Das größte Problem von Gabionen besteht in der Standfestigkeit des verwendeten Stahldrahtes,
speziell unter den klimatischen Bedingungen Europas. An Autobahnen und Landstraßen
werden die Gabionengitter durch das Salzen der Straßen im Winter besonders beansprucht.
Insbesondere bei Lärmschutzwänden an Autobahnen oder Landstraßen hätte ein durch Korrosion
verursachtes Versagen eines Gitters schwere Folgen, da der Verkehr durch herunterfallende
Steine gefährdet werden würde. Des Weiteren ist eine Reparatur des Gitters mit hohem
finanziellem Aufwand und Verkehrsbehinderungen verbunden.
[0005] Im Allgemeinen hat der für Gabionengitter verwendete Stahldraht eine Dicke von 3,5
mm bis 6,0 mm und eine "Galfan"- Beschichtung zur Steigerung der Korrosionsbeständigkeit
gemäß DIN EN 10326. "Galfan" ist eine Beschichtung mit einer Zink-Aluminium Legierung
mit 5% Aluminiumanteil im Tauchbad. Bei der Erstarrung des Überzuges bildet sich eine
Kristallstruktur, die sich von der bekannten Zinkblumenstruktur von feuerverzinkten
Materialien unterscheidet. Die Zugabe von 5% Aluminium führt zu einer Vermeidung intermetallischer
Phasen, welche das Umformverhalten negativ beeinflussen. Der Draht kann dadurch je
nach Erfordernissen nachgewalzt und gerichtet werden. Zink ist ein unedleres Metall
als Eisen und gibt dadurch als Anode Zinkelektronen an das Eisen ab. Auch bei einem
beschädigten Zinküberzug und somit freiliegendem Grundwerkstoff Stahl, kommt es bei
ausreichender Feuchtigkeit zur Bildung eines galvanischen Elementes, welches die Schadstelle
bedeckt und schützt. Diese Schutzschichten bestehen aus Zinkcarbonat und entstehen
durch die Einwirkung von Kohlendioxid. Diese so genannte Weißrostbildung erschwert
das Fortschreiten der Korrosion, bis das Zink aufgebraucht ist. Dann wird das Grundmaterial
freigelegt und es kann sich Rotrost bilden. Daraus kann man schlussfolgern, dass mit
dem Zinkanteil der Beschichtung die Standzeit des Drahtes steigt.
[0006] Gabionengitter werden in geschweißter und geflochtener Form gefertigt. Das Flechten
ist wesentlich aufwendiger, und verursacht dementsprechend auch wesentlich höhere
Fertigungskosten. Allerdings ist die Herstellung geschweißter Gitter insofern schwieriger,
da hohe Anforderungen an die Schweißverbindungen gestellt werden. Vorteilhafterweise
sind geschweißte Gabionengitter resistent gegenüber Schubspannungen.
[0007] Aus den vorgenannten Gründen gibt es seit mehreren Jahren Versuche kostengünstige,
langlebige und korrosionsbeständige Gitter für Gabionen zu entwickeln.
[0008] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein geschweißtes Drahtgitter
für Gabionen vorzuschlagen, dass eine wesentlich längere Standzeit aufweist.
[0009] Erfindungsgemäß wird der Draht für das Gitter mit einem Zink-Aluminium Gemisch mit
einem Masseanteil Aluminium von 6% bis 16% und einem Masseanteil Zink von 84% bis
94% beschichtet. Überraschenderweise zeigte sich, dass das erfindungsgemäße Gabionengitter
gegenüber dem Stand der Technik, einer Beschichtung mit einem Masseanteil Aluminium
von 5% und einem Masseanteil Zink von 95%, eine im Salzsprühnebeltest nachgewiesene
Verlängerung der Standzeit von 200 bis 300 % erreichte.
[0010] Für den Durchschnittsfachmann war es nicht nahe liegend, den eutektischen Punkt im
binären Zustandsdiagramm Aluminium- Zink bei 5% Aluminium- und 95% Zinkanteil zu verlassen,
da damit bekanntermaßen eine Verschlechterung der Gefügeergenschaften verbunden ist.
Zudem führt eine Steigerung des Aluminiumanteils in der Legierung zu einer Erhöhung
der Schmelztemperatur und in der Folge zu einer Zunahme der Energie- und Fertigungskosten
bei der Tauchbeschichtung des Gabionendrahtes
[0011] Die kaltgezogenen oder warmgewalzten Blankdrähte werden zunächst im Durchlaufverfahren
mit einem Gemisch aus Zink mit einem Masseanteil von 84% bis 94% und Aluminium mit
einem Masseanteil von 6% bis 16% beschichtet. Nachfolgend werden die beschichteten
Drähte kreuzweise positioniert und mittels elektrischem Punktschweißen zu einem Gitter
verbunden.
[0012] Alternativ kann auch, insbesondere für kleinere Chargen, zuerst das Schweißen des
Gitters erfolgen, welches dann anschließend im Tauchbad mit dem erfindungsgemäßen
Zink-Aluminium- Gemisch beschichtet wird.
[0013] Die Fertigungskosten für das erfindungsgemäße Gabionengitter unterscheiden sich nur
unwesentlich von denen herkömmlicher Gitter, bei einer 2 bis 3 fachen Verlängerung
der Standzeit. Die Schweißbarkeit des Drahtes wird durch die innovative Beschichtung
nicht beeinflusst.
[0014] Vorzugsweise wird der Draht für das Gitter mit einer Zink-Aluminium Legierung mit
einem Masseanteil Aluminium von 8% bis 12% und einem Masseanteil Zink von 88% bis
92% beschichtet. In diesem Bereich weist die Beschichtung ein besseres Umformvermögen
auf. Das ist insbesondere für das nachfolgende Biegen der auskragenden Drahtenden
zu Ösen von Bedeutung, um ein Abplatzen der Beschichtung zu verhindern.
[0015] In einer bevorzugten Ausführung wird der Draht für das Gitter mit einer Zink-Aluminium
Legierung mit einem Masseanteil Aluminium von 10% und einem Masseanteil Zink von 90%
beschichtet.
[0016] Vorteilhafterweise wird für die Herstellung des Gabionengitters kaltgezogener Stahldraht
eingesetzt.
[0017] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung wird den Beschichtungsbestandteilen noch
bis zu 0,05% Silizium, bezogen auf die Gesamtmasse der Beschichtung, zugefügt. Silizium
erhöht die Haftung der Beschichtung.
[0018] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung wird den Beschichtungsbestandteilen noch
Magnesium mit einem Masseanteil von 1% bis 2%, bezogen auf die Gesamtmasse der Beschichtung,
zugefügt. Magnesium erhöht die Geschmeidigkeit der Beschichtung.
[0019] Das Hinzufügen von Magnesium bzw. Silizium ist vorteilhaft für eine nachfolgend Umformung/
Biegung des beschichteten Gitters.
[0020] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen erläutert.
Ausführungsbeispiele
[0021] Ein Gabionengitter von 300 cm x 100 cm mit einer Maschenweite von 10 x 10 cm besteht
aus beschichteten und kreuzweise verschweißten Drähten mit einem Drahtdurchmesser
von 4,5 mm. Der Draht besitzt eine Zugfestigkeit von mindestens 450 N/mm
2 und ist beschichtet mit einer Legierung von Zink- Aluminium bei einem Aluminiumanteil
von 10 % und einer Auflage von 300 g/m
2, was einer Schichtdicke von ca. 45 µm entspricht. Unter Auflage wird die Masse der
Beschichtung pro Flächeneinheit der Mantelfläche der beschichteten Drähte verstanden.
Die Schweißverbindungen wurden durch elektrisches Punktschweißen hergestellt.
[0022] Das beschriebene Gabionengitter wurde einem Salzsprühnebeltest unterzogen. Der Test
wurde nach DIN 50 021 SS in einer Korrosionswechseltest-Prüfkammer durchgeführt: Der
Testabbruch erfolgte bei einem Rotrostanteil von 5%. Ein Gitter mit identischen Abmessungen
und gleicher Zugfestigkeit, allerdings einer Beschichtung mit nur 5 % Aluminiumanteil
und einer Auflage von 350 g/m
2, erreichte bei dem beschriebenen Test einen Referenzwert von 1050 Stunden. Das erfindungsgemäße
Gitter erreichte eine Standzeit von 2520 Stunden. Dies entspricht einer erheblichen
Verbesserung der Standzeit von einem Faktor von nahezu 2,5 bei reduzierter Auflage.
[0023] Die folgende -Tabelle zeigt die Kenndaten weiterer fünf Ausführungsbeispiele und
einer weiteren Referenzprobe:
| Probe |
Referenz |
B2 |
B3 |
B4 |
B5 |
B6 |
| Abmaße Gitter in cm |
50 x 100 |
50 x 100 |
50 x 50 |
50 x 50 |
50 x 50 |
100 x 100 |
| Maschenweite in cm |
10 x 10 |
10 x 10 |
10 x 10 |
10 x 10 |
10 x 10 |
10 x 5 |
| Drahtdurchmesser in mm |
4,4 |
3,1 |
3,5 |
4,5 |
5,0 |
3,5 |
| Zugfestigkeit des Drahtes Rm in N/m2 |
490 |
500 |
480 |
505 |
515 |
450 |
| Al-Anteil der Beschichtung |
5 |
7 |
10 |
16 |
14 |
10 |
| Auflage in g/m2 |
350 |
350 |
300 |
350 |
350 |
350 |
| Schichtdicke in µm |
52 |
46 |
42 |
52 |
57 |
50 |
| Standzeit im Salzsprühnebeltest |
1050 |
1950 |
2980 |
3200 |
3200 |
3100 |
[0024] Mit der Steigerung des Aluminiumanteils in der Beschichtung geht eine deutliche Erhöhung
der Standzeit einher. Da gleichzeitig die Fertigung-, insbesondere die Energiekosten
steigen, liegt ein technologisches Optimum im Bereich zwischen 8% und 12% Aluminiumanteil
der Beschichtung.
1. Geschweißtes Drahtgitter für Gabionen aus Stahldraht mit einem Drahtdurchmesser von
3,5 mm ≤ d ≤ 8 mm und einer Beschichtung aus einem Zink- Aluminium- Gemisch, dadurch gekennzeichnet, dass der Masseanteil Aluminium 6% bis 16% und der Masseanteil Zink 94% bis 84% beträgt.
2. Geschweißtes Drahtgitter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Masseanteil Aluminium 8% bis 12% und der Masseanteil Zink 92% bis 88% beträgt.
3. Geschweißtes Drahtgitter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Masseanteil Aluminium 10% und der Masseanteil Zink 90% beträgt.
4. Geschweißtes Drahtgitter nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Draht ein kaltgezogener Stahldraht ist.
5. Geschweißtes Drahtgitter nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung additiv bis zu 0,05 % Silizium, bezogen auf die Gesamtmasse der
Beschichtung, enthält.
6. Geschweißtes Drahtgitter nach einem der Ansprüche 1, 2, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung additiv 1 % bis 2 % Magnesium, bezogen auf die Gesamtmasse der Beschichtung,
enthält.
1. Welded wire grating for gabions made of steel wire having a wire diameter of 3.5 mm
≤d ≤ 8 mm, provided with a coating of a zink-aluminium mixture characterized by that the aluminium mass percentage is 6% to 16% and the zink mass percentage is 94%
to 84%.
2. Welded wire grating to claim 1 characterized by that the aluminium mass percentage is 8% to 12% and the zink mass percentage is 92%
to 88%.
3. Welded wire grating to claim 1 characterized by that the aluminium mass percentage is 10% and the zink mass percentage is 90%.
4. Welded wire grating to one of the previous claims characterized by that the wire is a cold-drawn steel wire.
5. Welded wire grating to one of the claims 1, 2 or 4 characterized by that the coating additively contains up to 0.05% silicon, related to the coating
total mass.
6. Welded wire grating to one of the claims 1, 2, 4 or 5 characterized by that the coating additively contains 1% to 2% magnesium, related to the coating total
mass.
1. Grillage soudé pour gabions, constitué d'un fil d'acier présentant un diamètre de
3,5 mm ≤ d ≤ 8 mm, et muni d'un revêtement en une combinaison de zinc et d'aluminium,
caractérisé par le fait que la part représentée par l'aluminium est de 6 % à 16 % de la masse, et la part représentée
par le zinc est de 94 % à 84 % de la masse.
2. Grillage soudé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que l'aluminium représente de 8 % à 12 % de la masse, et le zinc représente de 92 % à
88 % de la masse.
3. Grillage soudé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que l'aluminium représente 10 % de la masse, et le zinc représente 90 % de la masse.
4. Grillage soudé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que le fil métallique est un fil d'acier étiré à froid.
5. Grillage soudé selon l'une des revendications 1, 2 ou 4, caractérisé par le fait que le revêtement renferme, en plus, jusqu'à 0,05 % de silicium rapporté à la masse totale
dudit revêtement.
6. Grillage soudé selon l'une des revendications 1, 2, 4 ou 5, caractérisé par le fait que le revêtement renferme, en plus, de 1 % à 2 % de magnésium rapporté à la masse totale
dudit revêtement.