Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft ein Werkzeug zur Bearbeitung von Flächen, insbesondere von
Wänden, aus Natur- und Kunststein, welches zur Verwendung in einem Handgerät geeignet
ist, sowie ein Handgerät mit einem solchen Werkzeug.
[0002] Dokument
EP 1 321 233 A offenbart ein Schleifwerkzeug (10) zur Bearbeitung von Flächen aus Natur- und Kunststein,
umfassend
eine Trägerplatte (11);
mindestens ein Schneidelement (19) bestehend aus einem Tragkörper aus Hartmetall (21),
der zumindest in einem Bereich der Schneidkanten mit einer Schicht aus polykristallinem
Diamant (PKD) versehen ist.
Stand der Technik
[0003] Werkzeuge zum Glätten von Oberflächen aus Natur- oder Kunststein (z. B. Beton) sowie
zum Abtragen von Materialien wie Verputz, Farben, Spachtel, Kleber oder Bodenbelagsresten
sind an sich bekannt. Für Wände und Decken sowie für kleinere Bodenflächen sind Handgeräte
zweckmässig, während zur Bearbeitung grosser Bodenflächen in der Regel verhältnismässig
schwere, rollbare Bodengeräte eingesetzt werden. Beiden Werkzeugtypen ist gemeinsam,
dass sie üblicherweise eines oder mehrere tellerförmige Werkzeuge aufweisen, welche
von einem Antriebsmotor in Drehung versetzt werden. An den tellerförmigen Werkzeugen
sind Schneidelemente befestigt, welche im Rahmen des Bearbeitungsvorgangs die oberste
Schicht der bearbeiteten Oberfläche bzw. überstehende Abschnitte (z. B. Betonüberzähne)
oder Beläge abtragen.
[0004] Trotz dieser Gemeinsamkeiten weisen Werkzeuge für Handgeräte einerseits und für Bodengeräte
andererseits erhebliche Unterschiede auf. Diese sind zum einen durch den unterschiedlichen
Anpressdruck der Werkzeugtypen bedingt: Während bei Handgeräten ein maximaler Anpressdruck
von (umgerechnet) 20-40 kg üblich ist, haben übliche Bodengeräte nicht selten eine
Masse von 300-400 kg und üben einen entsprechenden Anpressdruck auf die bearbeitete
Bodenfläche aus. Entsprechend müssen die Werkzeuge für Handgeräte zum Erreichen eines
optimalen Arbeitsergebnisses andersartig ausgebildet sein als Werkzeuge für Bodengeräte.
Zum Zweiten dürfen das Gewicht und die Abmessungen von Werkzeugen für Handgeräte ein
gewisses Mass nicht überschreiten, damit mit dem Handgerät praktisch gearbeitet werden
kann. Dadurch sind der Ausgestaltung der verwendbaren Werkzeuge Grenzen gesetzt.
[0005] In letzter Zeit kommen für die Bearbeitung von Oberflächen aus Natur- oder Kunststein
vermehrt Schneidelemente mit Diamant-Werkstoffen zum Einsatz:
[0006] Die Firma HTC Sweden AB bietet z. B. eine Schleifscheibe "T-Rex Gold" zum Einsatz
in fahrbaren Geräten für die Bodenbearbeitung an. Das Werkzeug ist ausschliesslich
zum Abtragen von Kleber- oder Farbschichten bestimmt. Es besteht aus einer kreisförmigen
Trägerplatte, an deren Umfang mehrere Schneidelemente in der Form von Zylindersegmenten
befestigt sind. Die Elemente sind derart an der Trägerplatte befestigt, dass die Schneidkanten
durch den stirnseitigen Abschluss des Zylindermantels gebildet werden, also die Form
eines Kreisbogens aufweisen.
[0007] Die bisher verwendeten Schneidelemente sind zumeist derart ausgebildet, dass das
bearbeitete Material (insbesondere Natur- und Kunststeinmaterial) zerrieben wird,
was eine grosse Staubentwicklung zur Folge hat. Diese bedingt zwingend eine Absauganlage
oder verlangt nach dem Einsatz eines Nassschleifverfahrens.
[0008] Die
EP 1 321 233 A1 (Gerätebau Wiedtal Schützeichel KG) zeigt nun ein Schleifwerkzeug als Bestandteil
einer Bodenschleifmaschine, welches unter anderem zur Bearbeitung von Stein- und Kunststeinböden
geeignet ist, mit einer rotierend antreibbaren Trägerplatte und einem daran angeordneten
Werkzeugtragelement, welches mit Bearbeitungswerkzeugen bestückt ist. Die Bearbeitungswerkzeuge
bestehen aus scheibenförmigen PKD-Elementen. Neben einer höheren Standzeit hat diese
Materialwahl gemäss Beschreibung zur Folge, dass das zu bearbeitende Material nicht
bzw. nicht nennenswert zerrieben wird, sondern dass es zu einer Zerspanung kommt.
Die PKD-Elemente können unterschiedliche Grundformen aufweisen und z. B. kreis-, halbkreis-
oder dreieckförmig sein. Die PKD-Elemente sind aus Hartmetall und weisen zumindest
im Bereich der Schneidkanten eine Schicht aus polykristallinem Diamant auf, die an
die Hartmetalloberfläche angesintert ist.
[0009] Die erwähnten Werkzeuge für Bodenmaschinen sind für den Einsatz in Handgeräten nicht
geeignet oder ermöglichen bei dieser Verwendung aufgrund der oben dargelegten Unterschiede
zwischen Bodenmaschinen und Handgeräten nur ein wenig effizientes Arbeiten.
[0010] Bei Handgeräten sind insbesondere Schleifscheiben mit Schneidelementen mit in einer
Metall-Legierung eingesintertem Diamantpulver bekannt. Diese Scheiben verschleissen
aber recht schnell, was zuerst zu einer Verschlechterung des Arbeitsergebnisses führt
und später einen Austausch des Werkzeugs notwendig macht.
[0011] Die oben bereits erwähnte Firma HTC Sweden bietet unter dem Namen "T-Rex" und ebenfalls
zum Abtragen von Beschichtungen (Farbe, Lacke, Epoxy etc.) eine Schleifscheibe für
Handgeräte an, welche als Schneidelemente umfangsseitig eine Reihe von praktisch senkrecht
auf der Oberfläche der Trägerplatte stehenden scheibenförmigen Diamantsegmenten aufweist.
Die Schneidekanten werden wiederum von der gebogenen Segmentkante gebildet. Das Werkzeug
weist eine hohe Lebensdauer auf und ermöglicht ein effizientes Entfernen der genannten
Beschichtungsmaterialien.
[0012] Das Werkzeug ist aber nicht für die Bearbeitung von Natur- und Kunststein bestimmt,
und seine vorteilhaften Eigenschaften kommen bei dieser Anwendung nicht zum Tragen.
Darstellung der Erfindung
[0013] Aufgabe der Erfindung ist es somit, ein dem eingangs genannten technischen Gebiet
zugehörendes, zur Verwendung in einem Handgerät geeignetes, Werkzeug zu schaffen,
welches dauerhaft ist und welches eine effiziente Bearbeitung von Flächen aus Natur-
und Kunststein mit gleichbleibender Qualität ermöglicht.
[0014] Die Lösung der Aufgabe ist durch die Merkmale des Anspruchs 1 definiert. Gemäss der
Erfindung umfasst das Werkzeug
- a) eine kreisförmige Trägerplatte;
- b) mindestens ein Schneidelement in der Form eines Zylindersegments mit einem Segmentwinkel
von 20 - 160°, bestehend aus einem Tragkörper aus Hartmetall und einem stirnseitigen
Abschnitt aus polykristallinem Diamant (PKD);
wobei
- c) das Schneidelement derart mit seinem Zylindermantelabschnitt an der Trägerplatte
befestigt ist, dass beide radialen geraden Kanten, welche den stirnseitigen PKD-Abschnitt
begrenzen, eine über die Trägerplatte vorstehende Arbeitskante bilden.
[0015] Es hat sich überraschenderweise herausgestellt, dass bei der erfindungsgemässen,
spezifisch auf Handgeräte ausgerichteten Anordnung der Schneidelemente ein überaus
effizientes Bearbeiten von Flächen aus Natur- oder Kunststein möglich ist. Vergleichsversuche
mit Werkzeugen, bei welchen der stirnseitige kreisbogenförmige Abschluss des Zylindermantels
als Arbeitskante dient, haben ergeben, dass durch die erfindungsgemässe Anordnung
- bei mindestens gleichbleibender Qualität des Ergebnisses - eine um ein Mehrfaches
erhöhte Arbeitsgeschwindigkeit erreichbar ist. Das erfindungsgemässe Werkzeug ist
gleichzeitig derart dauerhaft, dass bei der Verwendung in Handwerkzeugen auch nach
langem Gebrauch keine Verschleisserscheinungen feststellbar sind. Die Dauerhaftigkeit
des Werkzeugs beruht auch auf dessen einfachen Aufbau: Weil die Schneidelemente derart
langlebig sind, dass ein Austausch derselben nicht notwendig ist, können sie direkt
und dauerhaft auf der Trägerplatte befestigt werden, es werden keine zusätzlichen
Tragelemente benötigt.
[0016] Mit dem erfindungsgemässen Werkzeug kann auch bei Handgeräten erreicht werden, dass
im Rahmen der Bearbeitung nicht ein Zerreiben des Materials erfolgt, sondern dass
dieses vielmehr spanweise abgetragen, also gleichsam "weggehobelt" wird. Die Staubentwicklung
kann somit stark vermindert werden. (Nichtsdestotrotz ist es im Sinne des Arbeiterschutzes
zu empfehlen, eine Absaugeeinrichtung einzusetzen.) Das erfindungsgemässe Werkzeug
ist auch zum Einsatz in Nassbearbeitungsverfahren geeignet.
[0017] Das Werkzeug ist grundsätzlich zur Verwendung in handelsüblichen Handgeräten geeignet,
insbesondere in Betonschleifer-Handgeräten. Diese Geräte umfassen üblicherweise einen
Elektromotor zum drehbaren Antreiben einer Werkstückaufnahme, an welcher das Werkzeug
im Zentrum der Trägerplatte angebracht werden kann. Die Geräte können in verschiedenen
Bauformen ausgeführt sein, insbesondere in der so genannten "Turm-Form", bei welcher
der Elektromotor mit seiner Hauptachse senkrecht zum zu bearbeitenden Untergrund steht
und Handgriffe beidseitig des Motors angeordnet sind, oder in der Form eines Winkelschleifers,
bei welchem der Elektromotor mit seiner Hauptachse parallel zum bearbeiteten Untergrund
steht und sein Antriebsmoment über ein Getriebe um 90° umgelenkt wird.
[0018] Mit Vorteil beträgt das Verhältnis zwischen der axialen Ausdehnung des Zylindersegments
(also der Höhe des entsprechenden Zylinders) und dem Radius des Zylindersegments mindestens
0.8, bevorzugt mindestens 1.0. Es handelt sich somit beim Schneidelement nicht lediglich
um eine scheibenartige "Klinge", sondern um einen massiven Körper, über welchen die
beim Bearbeitungsvorgang auftretenden Gegenkräfte zuverlässig auf die Trägerplatte
abgeleitet werden können. Das entsprechende Zylindersegment lässt sich zudem sicher
an der Trägerplatte befestigen und weist eine hohe mechanische Stabilität auf.
[0019] Die in axialer Richtung gemessene Dicke des Abschnitts aus polykristallinem Diamant
(PKD) beträgt mit Vorteil mindestens 0.8 mm, bevorzugt mindestens 1.2 mm. Es handelt
sich somit nicht lediglich um einen PKD-Überzug auf einem Hartmetallkörper, sondern
um einen auf den Tragkörper aufgesinterten PKD-Block. Dies gewährleistet eine hohe
Lebensdauer, stellt sicher, dass die Schneidkanten auch nach längerem Gebrauch stets
vollständig aus dem PKD-Material gebildet sind und dass die mit dem zu bearbeitenden
Material zusammenwirkende Oberfläche der Schneidelemente stets eine derartige Glattheit
aufweist, dass abgetragenes Material (z. B. erwärmte Kunststoffe, Leimreste, Farben,
Lacke etc.) nicht an den Schneidelementen anhaftet.
[0020] Der Segmentwinkel beträgt mit Vorteil 60 - 120°, bevorzugt ungefähr 90°. Es hat sich
herausgestellt, dass bei derartigen Winkeln eine optimale Kombination von mechanischer
Robustheit mit Arbeitseffizienz gegeben ist. Bei kleineren Winkeln als 60° ergibt
sich eine verminderte mechanische Stabilität des Werkzeugs. Bei grösseren Winkeln
als 120° nimmt die Bearbeitungseffizienz ab.
[0021] Für die erfindungsgemässe Anwendung besonders geeignete Zylindersegmente haben insbesondere
die Form eines Viertelzylinders (Segmentwinkel ca. 90°), einen Radius von 4 - 10 mm,
insbesondere 6 - 8 mm, und eine axiale Ausdehnung von 5 -12 mm, insbesondere 6 - 10
mm.
[0022] Bevorzugt ist das Schneidelement derart auf der Trägerplatte angeordnet, dass eine
vertikale Projektion der Zylinderachse auf eine Grundfläche der Trägerplatte im Wesentlichen
tangential verläuft und dass die beiden radialen geraden Kanten des stirnseitigen
PKD-Abschnitts denselben Winkel zur Grundfläche aufweisen. Das Zylindersegment ist
also symmetrisch auf der Trägerplatte angebracht, und die Arbeitskante wird durch
die beiden radialen geraden Kanten gebildet. Entsprechend können die auf das Schneidelement
wirkenden Gegenkräfte unabhängig von ihrer Richtung an die Trägerplatte weitergegeben
werden, und das Schneidelement wird im zeitlichen Mittel gleichmässig belastet. Die
genannte Anordnung ermöglicht zudem ein effizientes und genaues Arbeiten.
[0023] Für gewisse Anwendungen kann das Schneidelement auch mit seiner Zylinderachse schräg
zur jeweiligen Tangentiale auf der Trägerplatte angeordnet sein, d. h. die Arbeitskante
wird vornehmlich durch eine der beiden radialen geraden Kanten gebildet. Bei Bedarf
kann das Schneidelement auch asymmetrisch auf der Trägerplatte angeordnet sein, d.
h. die Winkelhalbierende des Segmentwinkels steht nicht senkrecht zum jeweiligen Radius
der Trägerplatte.
[0024] Vorzugsweise ist das Schneidelement mit seiner Zylinderachse schräg zu einer Grundfläche
der Trägerplatte angeordnet, derart dass der Treffpunkt der radialen geraden Kanten
des stirnseitigen PKD-Abschnitts die maximale Erhebung des Schneidelements über der
Grundfläche bildet. Der Winkel zwischen der Zylinderachse und der Grundfläche beträgt
dabei 3 - 45°, bevorzugt 10 - 30°, insbesondere 15 - 25°. Durch die gewinkelte Anordnung
wird erreicht, dass der der Trägerplatte fernste Abschnitt der Schneidekante, welcher
bei einer Oberflächenbearbeitung zuerst in Kontakt mit dem zu bearbeitenden Material
gelangt, in Drehrichtung der Trägerplatte zuhinterst angeordnet ist, während der an
die Trägerplatte angrenzende Abschnitt der Schneidekante in Drehrichtung zuvorderst
liegt. Es ergeben sich ein gleichmässiger Arbeitswiderstand und eine gleichmässige
Bearbeitung. Die angegebenen Winkel ermöglichen eine bestmögliche Arbeitseffizienz,
eine sichere Befestigung der Schneidelemente auf der Trägerplatte und eine direkte
Ableitung von Gegenkräften in die Trägerplatte.
[0025] Je nach gewünschter Bearbeitung ist es im Prinzip auch möglich, das Zylindersegment
mit seiner Zylinderachse parallel zur Grundfläche der Trägerplatte anzuordnen oder
aber einen grösseren Winkel zu wählen.
[0026] Zur Befestigung des Schneidelements ist mit Vorteil in der Trägerplatte eine den
Dimensionen des Schneidelements und der gewünschten Orientierung entsprechende Ausnehmung
vorgesehen, in welcher das Schneidelement grossflächig befestigt, insbesondere angelötet,
werden kann. Grossflächig bedeutet, dass das Schneidelement nicht nur punkt- oder
linienweise mit der Trägerplatte verbunden ist, sondern dass eine flächige Verbindungsstelle
vorliegt; das Schneidelement ist beispielsweise mit einem wesentlichen Teil seiner
Zylindermantelfläche in der Ausnehmung aufgenommen und kontaktiert deren Boden. Durch
die entsprechende Geometrie ergibt sich auch eine mechanische, formschlüssige Abstützung
des Schneidelements in der Ausnehmung und somit eine verbesserte Übertragung von beim
Bearbeitungsvorgang auftretenden Gegenkräften.
[0027] Die Dicke der Trägerplatte beträgt mit Vorteil mindestens 4 mm, insbesondere ca.
5 mm, und deren Durchmesser 7 - 20 cm, insbesondere 10 - 15 cm. Die Trägerplatte ist
also dicker als entsprechende Elemente bekannter Werkzeuge. Dadurch wird einerseits
die sichere Befestigung der Schneidelemente in Ausnehmungen der Trägerplatte ermöglicht,
andererseits ist wegen der hohen (quasi unbeschränkten) Lebensdauer der Schneidelemente
auch eine hohe Lebensdauer der Trägerplatte gefordert. Die angegebenen Durchmesser
sind gängig für Handgeräte: Sie ermöglichen ein schnelles Arbeiten, das Werkzeuggewicht
ist aber noch derart, dass mit dem entsprechenden Gerät während längerer Zeit gearbeitet
werden kann.
[0028] Mit Vorteil sind mindestens vier Schneidelemente entlang des Umfangs der Trägerplatte
in regelmässigem Winkelabstand angeordnet. Die Schneidelemente können alle in demselben
radialen Abstand zum Mittelpunkt der Trägerplatte oder aber radial versetzt auf der
Trägerplatte befestigt sein. Durch die Nutzung mehrerer Schneidelemente wird eine
hohe Arbeitseffizienz erreicht, und es ergibt sich eine gleichmässige Arbeitsweise.
[0029] Aus der nachfolgenden Detailbeschreibung und der Gesamtheit der Patentansprüche ergeben
sich weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Merkmalskombinationen der Erfindung.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0030] Die zur Erläuterung des Ausführungsbeispiels verwendeten Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- Eine Draufsicht auf ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen Werkzeugs;
- Fig. 2
- einen vertikalen Querschnitt entlang der Linie A-A' in Figur 1;
- Fig. 3
- einen vertikalen Querschnitt entlang der Linie B-B' in Figur 1;
- Fig. 4
- eine Schrägansicht eines Schneidelements eines erfindungsgemässen Werkzeugs;
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen Werkzeugs;
und
- Fig. 6
- eine Draufsicht auf ein drittes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen Werkzeugs.
[0031] Grundsätzlich sind in den Figuren gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0032] Die Figur 1 zeigt eine Draufsicht auf ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen
Werkzeugs. Die Figur 2 zeigt einen vertikalen Querschnitt entlang der Linie A-A',
die Figur 3 einen vertikalen Querschnitt entlang der Linie B-B' in Figur 1 (vertikal
bedeutet senkrecht zur Hauptfläche bzw. parallel zur Drehachse des Werkzeugs). Das
Werkzeug 1 umfasst eine massive kreisförmige Trägerplatte 10 aus Werkzeugstahl mit
einer Dicke von ca. 5 mm und einem Aussendurchmesser von 12.5 cm. Die Trägerplatte
10 umfasst drei konzentrische Abschnitte, nämlich einen zurückversetzten Zentralbereich
11 mit einer mittigen, kreisförmigen Öffnung 12 konzentrisch zum Kreismittelpunkt,
einen konischen Übergangsabschnitt 13 und einen Umfangsabschnitt 14. Die Hauptflächen
des Zentralbereichs 11 und des Umfangsabschnitts 14 sind parallel zueinander und weisen
ungefähr einen vertikalen Abstand von 1.2 cm auf. Der Winkel des Übergangsabschnitts
13 zum Zentralbereich beträgt ca. 60°. Der Durchmesser des Zentralbereichs 11 ist
ca. 5.5 cm. Die Öffnung 12 im Zentralbereich 11 weist einen Durchmesser von 22.2 mm
auf und ermöglicht die Anbringung des Werkzeugs an einem handelsüblichen Handgerät,
z. B. einem Betonschleifer, mit einer Aufspannvorrichtung M 14. Im zurückversetzten
Zentralbereich 11 können die in aufgespanntem Zustand auf der Vorderseite des Werkzeugs
befindlichen Befestigungselemente des Handgeräts aufgenommen werden.
[0033] Im Umfangsabschnitt 14 sind sechs Schneidelemente 20 mit einem jeweiligen Winkelabstand
von 60° auf der Trägerplatte angebracht. Eines der Schneidelemente 20 ist in der Figur
4 in einer Schrägansicht dargestellt. Das Schneidelement 20 hat die Form eines Zylindersegments
mit einem Segmentwinkel α von 90° (es handelt sich also um einen Viertelzylinder).
Die Höhe H des Schneidelements beträgt ca. 8 mm, sein Radius r ungefähr 7 mm. Das
Schneidelement 20 wird durch einen Trägerkörper 21 aus Wolframcarbid gebildet, auf
welchen ein Abschnitt 22 aus polykristallinem Diamant (PKD) als Ganzes aufgesintert
ist. Die Dicke h des PKD-Abschnitts 22 beträgt ca. 2 mm.
[0034] Als besonders geeignet haben sich überraschenderweise Schneidelemente 20 erwiesen,
welche aus im Handel erhältlichen Rohlingen "Syndrill® RSI-R" der Firma Element Six
Ltd. hergestellt werden. Diese Rohlinge sind an sich als Einsätze für Bohrwerkzeuge
für Tiefbohrungen in der Öl- und Gasindustrie bestimmt, welche zum Abtragen von weich-
bis mittelabrasivem Gestein zum Einsatz kommen. Die Rohlinge bestehen aus einem Abschnitt
polykristallinen Diamants, welcher als Ganzes in einem Hochdruck- und Hochtemperatur-Syntheseprozess
auf einen einstückigen Tragkörper aus Wolframcarbid gesintert ist. Die Diamant-Korngrösse
ist 20 - 40 µm, das Wolframcarbid-Substrat weist eine Korngrösse von 3 - 6 µm und
einen Kobaltgehalt von 13 Gew.% auf. Besonders vorteilhaft an diesem Material ist
die Tatsache, dass die scharfe Schneidkante im PKD-Abschnitt auch nach einem Abtrag
dieses Abschnitts erhalten bleibt. Der Tragkörper bildet zudem eine steife und dauerhafte
Basis für den PKD-Abschnitt und ermöglicht das Herstellen einer dauerhaften Lötverbindung
mit einem Grundkörper (also im vorliegenden Fall mit der Trägerplatte 10). Die Syndrill-Rohlinge
sind zylindrisch, durch Funkenerosion können sie in mehrere als Schneidelemente 20
direkt verwendbare Zylindersegmente geschnitten werden.
[0035] Die Schneidelemente 20 sind in tangential verlaufenden Ausnehmungen 15 der Trägerplatte
10 aufgenommen. Diese Ausnehmungen 15 haben einen teilzylindrischen Boden, lassen
sich somit einfach mit zylindrischen Werkzeugen in die Oberfläche der Trägerplatte
10 einfräsen. Die (gedachte) Zylinderachse der Ausnehmung 15 verläuft in einem Winkel
von ca. 20° zur Hauptfläche der Trägerplatte 10 und trifft erst hinter der Ausnehmung
15 auf die Hauptfläche, d. h. in radialer Richtung (siehe Figur 2) ist ihr Querschnitt
stets kreissegmentartig mit Segmentwinkeln von unter 180°. Der Zylinderradius entspricht
im Wesentlichen dem Radius r des aufzunehmenden Schneidelements 20. In tangentialer
Richtung (siehe Figur 3) nimmt die Tiefe der Ausnehmung 15 zu und erreicht nahe an
ihrem in Drehrichtung hinteren Abschluss ihr Maximum. Die hintere Endfläche der Ausnehmung
15 ist eben und verläuft in einem Winkel von 90° zum Boden der Ausnehmung 15.
[0036] Das Schneidelement 20 kann also passend von der Ausnehmung 15 aufgenommen werden,
wobei die Tiefe und die Länge der Ausnehmung 15 derart gewählt sind, dass der Zylindermantelabschnitt
des Schneidelements 20 im Wesentlichen vollständig in der Ausnehmung 15 aufgenommen
ist, d. h. unterhalb der Hauptfläche der Trägerplatte 10 liegt. Der Zylindermantelabschnitt
kontaktiert den Boden der Ausnehmung 15 grossflächig. Über die Hauptfläche hinaus
ragen die beiden radialen geraden Kanten 22a, 22b des stirnseitigen PKD-Abschnitts
22 und die dahinter liegenden Teile des PKD-Abschnitts 22 und des Tragkörpers 21.
Der Treffpunkt der radialen geraden Kanten 22a, 22b des stirnseitigen PKD-Abschnitts
22 bildet die maximale Erhebung des Schneidelements über der Grundfläche und weist
von dieser einen Abstand von ca. 5 mm auf. Das Schneidelement 20 ist derart symmetrisch
in der Ausnehmung 15 aufgenommen, dass die beiden Kanten mit der Hauptfläche der Trägerplatte
10 denselben Winkel einschliessen. Die in Drehrichtung vorne angeordneten radialen
Kanten 22a, 22b bilden zusammen die primär mit dem zu bearbeitenden Material zusammenwirkende,
durch die Kanten 22a, 22b des stirnseitigen PKD-Abschnitts 22 gebildete Arbeitskante
23 des Schneidelements 20. Die Schneidelemente 20 sind in den Ausnehmungen 15 mittels
eines Induktionslötverfahrens angelötet.
[0037] Zwischen zwei benachbarten Ausnehmungen 15 mit den darin aufgenommenen Schneidelementen
20 ist jeweils eine durchgehende Öffnung 16 im Umfangsabschnitt 14 ausgespart. Diese
Öffnungen verlaufen von oben nach unten schräg in einem Winkel von ca. 45° nach hinten
und werden mittels eines schräg geführten zylindrischen Bohrers hergestellt. Diese
Öffnungen 16 ermöglichen eine verbesserte Abführung von bei der Bearbeitung entstehenden
Materialspänen bzw. Staub, insbesondere mittels einer in das Handwerkzeug integrierten
oder daran angebrachten Absaugeeinrichtung.
[0038] Die Figuren 5 und 6 zeigen je eine Draufsicht auf ein zweites und ein drittes Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemässen Werkzeugs: Die Art, Konfiguration und Anzahl der verwendeten
Schneidelemente kann dem Bearbeitungszweck angepasst werden. Dasselbe gilt für die
Dimensionen der Trägerplatte (Durchmesser, Dicke). Als Beispiel ist in der Figur 5
ein Werkzeug 101 dargestellt, auf welchem anstelle von sechs nur vier Schneidelemente
120 im Umfangsabschnitt 114 der Trägerplatte 110 angeordnet sind. Die Schneidelemente
120 sind wiederum in einem gleichmässigen Winkelabstand von nunmehr 90° angeordnet,
zwischen zwei benachbarten Schneidelementen 120 sind je zwei durchgehende Öffnungen
116 ausgespart. Ansonsten entspricht der Aufbau des Werkzeugs 101 demjenigen des Werkzeugs
1, welches vorstehend im Zusammenhang mit den Figuren 1-4 beschrieben worden ist.
[0039] Als weiteres Beispiel zeigt die Figur 6 ein Werkzeug 201, bei welchem acht Schneidelemente
220 in einem Winkelabstand von jeweils 45° auf der Trägerplatte 210 angeordnet sind.
Im Unterschied zu den vorher gezeigten Beispielen sind die Schneidelemente 220 abwechselnd
nach innen versetzt. Der Umfangsabschnitt 214 ist entsprechend breiter ausgeführt.
Zwischen zwei aussen angeordneten Schneidelementen 220 sind wiederum je zwei Öffnungen
216 ausgespart. Die Konfiguration gemäss Figur 6 hat eine grössere unmittelbare Bearbeitungsfläche
zur Folge und ist besonders für grössere Werkzeuge mit Durchmessern von 150 mm oder
mehr geeignet.
[0040] Zur Bearbeitung einer Oberfläche aus Natur- oder Kunststein (Beton, Asphalt) wird
das erfindungsgemässe Werkzeug in ein geeignetes Handgerät (Winkelschleifer, Betonschleifer)
eingespannt. Mit den vorstehend dargestellten Werkzeugen mit einem Durchmesser von
12.5 cm muss sicher gestellt werden, dass eine Drehzahl von 10'000 Umdrehungen / min
nicht überschritten wird. Entsprechend soll allgemein eine maximale Schnittgeschwindigkeit
von 80 m/s eingehalten werden. Das Werkzeug hält Temperaturen von bis zu 500 °C aus.
[0041] Anschliessend kann die Bearbeitung in an sich gewohnter Weise stattfinden, d. h.
das Handgerät wird auf die Arbeitsfläche aufgesetzt, eingeschaltet und in der Folge
beidhändig ruhig über die Arbeitsfläche geführt. Dabei ist darauf zu achten, dass
die zu bearbeitende Fläche frei von Metallen (Schrauben, Dübel, Leitungen, Armierungseisen
etc.) ist.
[0042] Im Unterschied zu herkömmlichen Handgerät-Werkzeugen erfolgt nicht primär ein Abschleifen
(Zerreiben) des Steinmaterials, sondern ein Abtragen von grösseren Stücken (Hobeln).
Die Staubentwicklung kann somit stark verringert werden. Mit dem Werkzeug wird zudem
eine hohe Arbeitseffizienz erreicht, und die Abnutzung des Werkzeugs ist minimal,
so dass das Werkzeug in der Regel während der ganzen Lebensdauer des Handgeräts nicht
ersetzt zu werden braucht. Das Werkzeug kann sowohl im Trocken- als auch im Nassbetrieb
eingesetzt werden.
[0043] Anstelle von vier, sechs oder acht Schneidelementen kann ein Werkzeug auch mehr oder
weniger Schneidelemente umfassen. Neben den dargestellten und bereits erwähnten Unterschieden
zwischen verschiedenen erfindungsgemässen Werkzeugen können auch die einzelnen Schneidelemente
anders ausgebildet sein, z. B. mit einem anderen Radius, einer anderen Höhe oder einem
anderen Segmentwinkel. Die Schneidelemente können mit einem anderen Winkel zur Hauptfläche
der Trägerplatte befestigt werden. Entsprechend all diesen Parametern sind die Dimensionen
der Ausnehmungen in der Trägerplatte anzupassen. Es ist möglich, auf einer einzelnen
Trägerplatte unterschiedliche Schneidelemente oder Schneidelemente mit einer anderen
Orientierung anzuordnen, wobei die Elemente wiederum alle in demselben radialen Abstand
oder in unterschiedlichen radialen Abständen vom Zentrum angeordnet sein können.
[0044] Weitere mögliche Anpassungen betreffen den Aufbau der einzelnen Schneidelemente,
d. h. die dafür verwendeten Materialien und Schichtdicken, oder die Möglichkeiten
zur Anbringung des Werkzeugs am Handgerät, anstelle der kreisförmigen Öffnung können
beispielsweise eine anders geformte Öffnung oder mehrere Öffnungen im Zentralbereich
der Trägerplatte vorgesehen sein.
[0045] Zusammenfassend ist festzustellen, dass durch die Erfindung ein zur Verwendung in
einem Handgerät geeignetes Werkzeug geschaffen wird, welches dauerhaft ist und welches
eine effiziente Bearbeitung von Flächen aus Natur- und Kunststein mit gleichbleibender
Qualität ermöglicht.
1. Werkzeug (1; 101; 201) zur Bearbeitung von Flächen, insbesondere von Wänden, aus Natur-
und Kunststein, welches zur Verwendung in einem Handgerät geeignet ist, umfassend
a) eine kreisförmige Trägerplatte (10; 110; 210);
b) mindestens ein Schneidelement (20; 120; 220) in der Form eines Zylindersegments
mit einem Segmentwinkel von 20 - 160°, bestehend aus einem Tragkörper (21) aus Hartmetall
und einem stirnseitigen Abschnitt (22) aus polykristallinem Diamant (PKD);
wobei
c) das Schneidelement (20; 120; 220) derart mit seinem Zylindermantelabschnitt an
der Trägerplatte (10; 110; 210) befestigt ist, dass beide radiale gerade Kanten (22a,
22b), welche den stirnseitigen PKD-Abschnitt (22) begrenzen, eine über die Trägerplatte
(10; 110; 210) vorstehende Arbeitskante (23) bilden.
2. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Verhältnis zwischen einer axialen Ausdehnung (H) des Zylindersegments (20; 120;
220) und einem Radius (r) des Zylindersegments (20; 120; 220) mindestens 0.8, bevorzugt
mindestens 1.0, beträgt.
3. Werkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine in axialer Richtung gemessene Dicke (h) des Abschnitts (22) aus polykristallinem
Diamant (PKD) mindestens 0.8 mm, bevorzugt mindestens 1.2 mm, beträgt.
4. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Segmentwinkel (α) 60 - 120°, bevorzugt ungefähr 90°, beträgt.
5. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet dass das Schneidelement (20; 120; 220) derart auf der Trägerplatte (10; 110; 210) angeordnet
ist, dass eine vertikale Projektion der Zylinderachse auf eine Grundfläche der Trägerplatte
(10; 110; 210) im Wesentlichen tangential verläuft und dass die beiden radialen geraden
Kanten (22a, 22b) des stirnseitigen PKD-Abschnitts (22) denselben Winkel zur Grundfläche
aufweisen.
6. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidelement (20; 120; 220) mit seiner Zylinderachse schräg zu einer Grundfläche
der Trägerplatte (10; 110; 210) angeordnet ist, derart dass ein Treffpunkt der radialen
geraden Kanten (22a, 22b) des stirnseitigen PKD-Abschnitts eine maximale Erhebung
des Schneidelements (20; 120; 220) über der Grundfläche bildet und wobei ein Winkel
zwischen der Zylinderachse und der Grundfläche 3 - 45°, bevorzugt 10 - 30 °, insbesondere
15 - 25 ° beträgt.
7. Werkzeug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidelement 20; 120; 220) in einer entsprechenden Ausnehmung (15) der Trägerplatte
(10; 110; 210) grossflächig befestigt, insbesondere angelötet, ist.
8. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Dicke der Trägerplatte (10; 110; 210) mindestens 4 mm, insbesondere ca. 5 mm,
und ein Durchmesser der Trägerplatte (10; 110; 210) 7 - 20 cm, insbesondere 10-15
cm, beträgt.
9. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens vier Schneidelemente (20; 120; 220) entlang eines Umfangs der Trägerplatte
(10; 110; 210) in regelmässigem Winkelabstand angeordnet sind.
10. Handgerät, insbesondere in der Form eines Betonschleifers, zur Bearbeitung von Flächen,
insbesondere von Wände, aus Natur- und Kunststein, umfassend ein Werkzeug (1; 101;
201) nach einem der Ansprüche 1 bis 9.
1. Tool (1; 101; 201) for machining surfaces, in particular walls, of natural and artificial
stone, which is suitable for use in a hand-held device, comprising
a) a circular carrier plate (10; 110; 210);
b) at least one cutting element (20; 120; 220) in the form of a cylinder segment with
a segment angle of 20-160°, composed of a support body (21) of hard metal and a front-end
portion (22) of polycrystalline diamond (PKD);
wherein
c) the cutting element (20; 120; 220) is fastened by way of its outer cylinder portion
to the carrier plate (10; 110; 210) in such a way that the two radial straight edges
(22a, 22b) which define the front-end PKD portion (22) form a working edge (23) projecting
over the carrier plate (10; 110; 210).
2. Tool according to Claim 1, characterized in that a ratio between an axial extension (H) of the cylinder segment (20; 120; 220) and
a radius (r) of the cylinder segment (20; 120; 220) is at least 0.8, preferably at
least 1.0.
3. Tool according to Claim 1 or 2, characterized in that a thickness (h) of the portion (22) of polycrystalline diamond (PKD) that is measured
in the axial direction is at least 0.8 mm, preferably at least 1.2 mm.
4. Tool according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the segment angle (α) is 60-120°, preferably approximately 90°.
5. Tool according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the cutting element (20; 120; 220) is arranged on the carrier plate (10; 110; 210)
in such a way that a vertical projection of the cylinder axis onto a base surface
of the carrier plate (10; 110; 210) extends substantially tangentially and such that
the two radial straight edges (22a, 22b) of the front-end PKD portion (22) have the
same angle to the base surface.
6. Tool according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the cutting element (20; 120; 220) is arranged with its cylinder axis obliquely with
respect to a base surface of the carrier plate (10; 110; 210) in such a way that a
point of contact between the radial straight edges (22a, 22b) of the front-end PKD
portion forms a maximum elevation of the cutting element (20; 120; 220) above the
base surface, and wherein an angle between the cylinder axis and the base surface
is 3-45°, preferably 10-30°, in particular 15-25°.
7. Tool according to Claim 6, characterized in that the cutting element (20; 120; 220) is fastened, in particular brazed, over a large
area in a corresponding recess (15) of the carrier plate (10; 110; 210).
8. Tool according to one of Claims 1 to 7, characterized in that a thickness of the carrier plate (10; 110; 210) is at least 4 mm, in particular about
5 mm, and a diameter of the carrier plate (10; 110; 210) is 7-20 cm, in particular
10-15 cm.
9. Tool according to one of Claims 1 to 8, characterized in that at least four cutting elements (20; 120; 220) are arranged along a periphery of the
carrier plate (10; 110; 210) with a uniform angular spacing.
10. Hand-held device, in particular in the form of a concrete grinder, for machining surfaces,
in particular walls, of natural and artificial stone, comprising a tool (1; 101; 201)
according to one of Claims 1 to 9.
1. Outil (1 ; 101 ; 201) pour le traitement de surfaces, en particulier de murs, en pierre
naturelle ou artificielle, qui est approprié pour l'utilisation dans un appareil manuel,
comprenant :
a) une plaque de support circulaire (10 110 ; 210) ;
b) au moins un élément de coupe (20 ; 120 ; 220) en forme de segment de cylindre avec
un angle de segment de 20 à 160°, constitué d'un corps porteur (21) en métal dur et
d'une portion frontale (22) en diamant polycristallin (DPC) ;
caractérisé en ce que
c) l'élément de coupe (20 ; 120 ; 220) étant fixé par sa portion d'enveloppe cylindrique
à la plaque de support (10 ; 110 ; 210) de telle sorte que les deux arêtes droites
radiales (22a, 22b) qui limitent la portion frontale en DPC (22) forment une arête
de travail (23) saillant au-delà de la plaque de support (10 ; 110 ; 210).
2. Outil selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un rapport entre une extension axiale (H) du segment cylindrique (20 ; 120 ; 220)
et un rayon (r) du segment cylindrique (20 ; 120 ; 220) vaut au moins 0,8, de préférence
au moins 1,0.
3. Outil selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'une épaisseur (h) mesurée dans la direction axiale de la portion (22) en diamant polycristallin
(DPC) vaut au moins 0,8 mm, de préférence au moins 1,2 mm.
4. Outil selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'angle de segment (α) vaut 60 - 120°, de préférence approximativement 90°.
5. Outil selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'élément de coupe (20 ; 120 ; 220) est disposé sur la plaque de support (10 ; 110
; 210) de telle sorte qu'une projection verticale de l'axe du cylindre sur une surface
de base de la plaque de support (10 ; 110 ; 210) s'étend essentiellement tangentiellement
et en ce que les deux arêtes droites radiales (22a, 22b) de la portion frontale en DPC (22) présentent
le même angle par rapport à la surface de base.
6. Outil selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'élément de coupe (20 ; 120 ; 220) est disposé avec son axe de cylindre obliquement
par rapport à une surface de base de la plaque de support (10 ; 110 ; 210), de telle
sorte qu'un point d'intersection des arêtes droites radiales (22a, 22b) de la portion
frontale en DPC forme un rehaussement maximal de l'élément de coupe (20 ; 120 ; 220)
au-dessus de la surface de base, un angle entre l'axe de cylindre et la surface de
base valant 3 - 45°, de préférence 10 - 30°, notamment 15 - 25°.
7. Outil selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'élément de coupe (20 ; 120 ; 220) est fixé sur une grande surface, notamment par
brasage, dans un évidement correspondant (15) de la plaque de support (10 ; 110 ;
210).
8. Outil selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'une épaisseur de la plaque de support (10 ; 110 ; 210) vaut au moins 4 mm, en particulier
environ 5 mm, et un diamètre de la plaque de support (10 ; 110 ; 210) vaut 7 - 20
cm, en particulier 10 - 15 cm.
9. Outil selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'au moins quatre éléments de coupe (20 ; 120 ; 220) sont disposés à intervalles angulaires
réguliers le long d'une circonférence de la plaque de support (10 ; 110 ; 210).
10. Appareil manuel, notamment sous la forme d'une meuleuse pour béton, pour le traitement
de surfaces, en particulier de murs, en pierre naturelle ou artificielle, comprenant
un outil (1 ; 101 ; 201) selon l'une quelconque des revendications 1 à 9.