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EP 1 798 428 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.02.2009 Patentblatt 2009/06 |
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Anmeldetag: 01.12.2006 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Flechttechnisch hergestelltes Faserverbundbauteil
Braided composite part
Pièce composite fabriquée par tressage
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Priorität: |
13.12.2005 DE 102005059933
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.06.2007 Patentblatt 2007/25 |
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Patentinhaber: EADS Deutschland GmbH |
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85521 Ottobrunn (DE) |
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Erfinder: |
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- Filsinger, Jürgen
83620 Feldkirchen-Westerham (DE)
- Havar, Tamas
83104 Tuntenhausen (DE)
- Maidl, Franz
94574 Wallerfing (DE)
- Schouten, Marinus
83607 Holzkirchen (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 736 674 DE-A1- 3 317 046 DE-A1-1102004 017 31 FR-A1- 2 543 054
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EP-A1- 0 031 413 DE-A1- 10 325 190 FR-A- 2 636 386 GB-A- 2 082 716
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft das technische Gebiet zumindest teilweise flechttechnisch
hergestellter Faserverbundbauteile. Die Erfindung betrifft ein derartiges Faservertiundbauteil,
insbesondere in Form einer Zug/Druck-Strebe. Außerdem betrifft die Erfindung ein Verfahren
zum Herstellen derartiger Faserverbundbauteile sowie ein Luftfahrzeug mit solch einer
Zug/Druck-Strebe oder mit einem Faserverbundbauteil, das unter Verwendung des erfindungsgemäßen
Verfahrens hergestellt worden ist.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
[0002] In der Luft- und Raumfahrttechnik sowie in der Fahrzeugtechnik werden bekanntlich
Faserverbundbauteile zur Gewichtseinsparung eingesetzt. Zu diesem Zweck sind Bauweisen
aus CFK (d.h. kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff) entwickelt worden, um bisherige
metallische Bauteile (Verbindungselemente, Querlenker etc.) durch Faserverbundbauteile
zu ersetzen. So auch beim Airbus A340, bei dem gegenwärtig noch metallische Pendelstützen
(engl. "rear links") zur Lagerung der Landeklappen zum Einsatz kommen, die jedoch
ebenfalls zur Gewichtseinsparung durch CFK-Strukturen ersetzt werden sollen.
[0003] Ein derartiges CFK-Konzept kann beispielsweise auf der Verwendung entsprechend zugeschnittener
und abgelegter Multiaxialgewebe basieren. Derartige Laminate können ggf. mit Bohrungen
zur Aufnahme von Lagern oder Bolzen versehen werden.
[0005] In der Druckschrift
EP 0 398 841 A1 ist ein Beschleunigungshebel offenbart, der aus mehreren, aufeinander gelegten Schichten
in Form von Prepreg- (eng). "pre impregnated") Materialien oder Halbzeugen aufgebaut
ist, wobei die Schichten unterschiedliche Faserorientierungen aufweisen und im Wesentlichen
parallel zu einer Bewegungsebene liegen.
[0006] Aus der Druckschrift
DE 196 28 388 A1 ist ferner eine Zug/Druck-Strebe bekannt, die durch Ablegen von Verstärkungsfasern
(z.B. Glasfasern) entsprechend einem vorgegebenen Legemuster und Fixierung mittels
Sticken auf einem Vlies gebildet wird, wobei zusätzliche Z-Achsen-Verstärkungen vorgesehen
sind. Nachteil derartiger mittels TFP (engl. "tailored fibre placement") hergestellter
Bauteile ist jedoch, dass nur eine geringe Bauteildicke möglich ist, da der Stickuntergrund
negative Auswirkungen auf die mechanischen Eigenschaften des Bauteiles hat, insbesondere
aufgrund von Querkontraktionen bei Zug- bzw. Druckbelastung.
[0007] Zudem können derartige Zug/Druck-Streben mit entsprechenden Augen, Schlaufen, Ösen
bzw. Durchgangsöffnungen, z.B. zur Lagerungen von Bolzen, durch einen Wickelprozess
hergestellt werden. Allerdings kann dabei jeweils nur ein einzelnes Bauteil hergestellt
werden und das Wickeln stellt einen aufwendigen Prozess dar. Zudem kann beim Winkeln
mit Winkeln ungleich 0° eine ungenaue Ablage der Wickellagen (Überlappungen bzw. Lücken)
auftreten, was wiederum die mechanischen Eigenschaften des Bauteils negativ beeinflusst.
[0008] Problematisch bei derartigen Faserverbundbauteilen ist generell eine optimale Auslegung
hinsichtlich der aufzunehmenden Lasten (insbesondere der Zug- und Druckkräfte).
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0009] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein gewichtsreduziertes Faserverbundbauteil
mit optimierter Lastaufnahme zu schaffen, um entsprechende bisher verwendete metallische
Bauteile zu ersetzten. Eine weitere Aufgabe besteht darin, ein Verfahren zu schaffen,
mit dem derartige Faserverbundbauteile in effektiver Weise und damit kostengünstig
hergestellt werden können.
[0010] Die oben genannte Aufgabe wird gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung durch ein
Faserverbundbauteil, insbesondere eine Zug/Druck-Strebe, mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. In davon abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung
angegeben.
[0011] Das erfindungsgemäße Faserverbundbauteil besteht aus einem Faserverbund-Halbzeug,
umfassend ein Kernelement, welches zumindest eine konkav ausgebildete Stirnseite aufweist,
an die sich eine Durchgangsöffnung anschließt, wobei jeweils gegenüberliegende Quer-
oder Längsseiten des Kernelements sowie die nicht von dem Kernelement begrenzte Seite
der Durchgangsöffnung schlaufenartig von einem Faserverbund-Element umschlossen sind,
wobei das Faserverbund-Element ein in einer Richtung senkrecht zu den Quer- oder Längsseiten
geflochtenes Faserverbund-Element ist. Das Faseverbund-Halbzeug ist abschließend zur
Bildung des fertigen Faserverbundbauteils auf bekannte Art und Weise mit einem Harzsystem
infiltriert und ausgehärtet.
[0012] Unter dem Begriff "konkav" ist dabei ganz allgemein eine vertiefte Ausgestaltung
zu verstehen, d.h. die konkav ausgebildete Stirnseite kann z.B. nach innen gewölbt
sein. Die Form der Stirnseite muss jedoch nicht zwangsweise gekrümmt sein, sondern
kann beispielsweise auch eine eckige Form aufweisen. Zweckmäßigerweise ist die Form
der Durchgangsöffnung jedoch an die Form der jeweiligen Stirnseite angepasst.
[0013] Durch einen derartigen Aufbau wird ein Faserverbundbauteil mit im Vergleich zu entsprechenden
metallischen Bauteilen reduziertem Gewicht geschaffen, das zudem zur Lastenaufnahme
dahingehend optimiert ist, dass die Druckkräfte durch das Kernelement und die Zugkräfte
durch das schlaufenartig angeordnete, geflochtene Faserverbund-Element aufgenommen
werden. Durch die Verwendung der Flechttechnik, insbesondere der Rundflechttechnik,
wie sie beispielsweise in der unveröffentlichten
deutschen Patentanmeldung DE 10 2004 beschrieben ist, und deren Inhalt auch Bestandteil dieser Beschreibung sein soll,
ist das Faserverbundbauteil ohne größeren Verlust der mechanischen Eigenschaften herstellbar.
[0014] Vorzugsweise weist die zumindest eine konkav ausgebildete Stirnseite einen vorgegebenen
Krümmungsradius auf, an den sich eine im Wesentlichen kreisförmig ausgebildete Durchgangsöffnung
vorzugsweise kontinuierlich, d.h. ohne Spalte oder Schlitze, anschließt, und das geflochtene
Faserverbund-Element umgibt dann das Kernelement und die Krümmungsachse der Konkavität
schlaufenförmig.
[0015] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform schließt sich an die zumindest
eine konkav ausgebildete Stirnseite des Kernelements ein Innenelement zur Bildung
der entsprechenden Durchgangsöffnung an, wobei die Form (z.B. der Krümmungsradius)
des Innenelementes an die Form (bzw. die Krümmung) der zumindest einen konkav ausgebildeten
Stirnseite angepasst ist, und das Kernelement und die Außenumfangsfläche des Innenelements
schlaufenartig von dem geflochtenen Faserverbund-Element umschlossen sind. Dabei gewährleistet
die formangepasste Ausgestaltung von konkav ausgebildeter Stirnseite und entsprechendem
Innenelement einen kontinuierlichen, bündigen Übergang ohne Spalte, Schlitze, Lufteinschlüsse
bzw. Hohlräume. Letztere würden beim Imprägnieren des Faserverbund-Halbzeuges zu ungewollten
und nachteiligen Harzanhäufungen führen. Die Verwendung eines derartigen Innenrings
ermöglicht zudem eine bessere Einleitung von Kräften in das Kernelement. Zudem kann
der Innenring auf einfache Weise bearbeitet werden, z.B. durch Fräsen einer Passbohrung
für ein aufzunehmendes Lager.
[0016] Vorteilhafterweise besteht das Innenelement aus einem Faserverbundmaterial, dass
z.B. in Form von Prepreg-Lagen oder trockenen Halbzeugen um ein entsprechendes Halteelement
gelegt oder angeordnet wird, was nachstehend noch genauer beschrieben wird. Das Innenelement
kann aber auch durch einen Wickelprozess hergestellt sein. Besonders bevorzugt wird
jedoch ein geflochtener Faserverbundschlauch-Abschnitt aus Kohlenstoff-, Glas- und/oder
Aramid-Fasern verwendet, der ebenfalls mit der oben genannten Rundflechttechnik hergestellt
werden kann.
[0017] Das zur Aufnahme von Druckkräften ausgelegte Kernelement ist vorzugsweise quaderförmig
ausgebildet und weist entsprechende Längs- und Querseiten auf, wobei bei konkav gekrümmten
Stirnseiten die Krümmungsachse der Konkavität vorzugsweise senkrecht zu den Längsseiten
verläuft. Ebenso kann die Krümmungsachse der Konkavität auch eine andere Orientierung
aufweisen (z.B. senkrecht zu den Querseiten des Kernelements). Selbstverständlich
können auch würfelförmige, zylinderförmige, kegelförmige, pyramidenförmige oder Kernelemente
mit einer anderen geometrischen Form verwendet werden. Dabei können die jeweiligen
Stirnseiten entweder einseitig oder beidseitig eine vertiefte Ausgestaltung aufweisen.
Die beiden Stirnseiten können selbstverständlich auch unterschiedlich ausgebildet
sein.
[0018] Da die von dem Kernelement aufzunehmenden Druckkräfte im Vergleich zu den aufzunehmenden
Zugkräften gering sind, kann das Kernelement zur Gewichtseinsparung als Sandwich aufgebaut
werden. Vorteilhafterweise besteht das Kernelement aus einem Schaumkern, der unter
Bildung einzelner Flechtlagen umflochten ist. Der Schaumkern kann aus einem PU-Schaum
oder anderen üblichen Schaumwerkstoffen bestehen.
[0019] Vorteilhafterweise umschließen die Flechtlagen den Querschnitt des Schaumkerns konzentrisch
bzw. zwiebelartig. Dies wird dadurch erzielt, dass der Schaumkern in dessen Längsrichtung
umflochten wird, so dass die Quer- und Längsseiten mit Flechtlagen bedeckt sind.
[0020] Besonders bevorzugt wird der Schaumkern unter Flechtwinkeln von ±45° unidirektional
umflochten. Dies kann z.B. mit der eingangs genannten Rundflechttechnik erfolgen,
wobei beim Flechten einer ersten Lage Kohlenstoff-, Glas- und/oder Aramidfasern als
Verstärkungsfäden unter einem Winkel von +45° und Grilon®- und/oder Glasfasern als
Stützfäden unter einem Winkel von -45° verflochten werden. Die Orientierung des Geflechts
wechselt dann beim Flechten der nächsten Lage, d.h. die Stützfäden weisen eine Orientierung
von +45° und die Verstärkungsfäden eine Orientierung von -45° auf. Selbstverständlich
können auch andere Flechtwinkel verwendet werden.
[0021] Zwischen den einzelnen Flechtlagen können zumindest die Längsseiten des Kernelements
bedeckende Faserverbund-Gewebe angeordnet sein, die ebenso beispielsweise aus Kohlenstoff-,
Glas- und/oder Aramid-Fasern bestehen und vorzugsweise eine Orientierung von 0°, 45°
oder 90° aufweisen. Das Faserverbund-Gewebe bewirkt, dass hohe Druckkräfte besser
aufgenommen werden können, und dient demnach als Verstärkung.
[0022] Alternativ kann das erfindungsgemäße Faserverbundbauteil ein Kernelement aufweisen,
das aus entsprechend zugeschnittenen und gestapelten Prepreg-Lagen oder trockenen
Halbzeugen besteht und quasi in Handarbeit herstellbar ist. Dabei werden Lagen mit
Orientierungen von 0°, 45° bzw. 90° bevorzugt. Ein derartiges Kernelement lässt sich
einfach herstellen (z.B. auch in Multi-Bauteil-Fertigung) und weist ein äußerst geringes
Gewicht auf.
[0023] Um eine optimale Aufnahme der Zugkräfte durch das das Kernelement sowie die zumindest
eine Durchgangsöffnung bzw. das zumindest eine Innenelement schlaufenartig umgebende
Faserverbund-Element zu gewährleisten, ist das geflochtene Faserverbund-Element in
einer Richtung senkrecht zur Längsrichtung des Kernelementes, oder, je nach Anwendung,
in einer Richtung senkrecht zur Querrichtung des Kernelements geflochten, vorzugsweise
unter Flechtwinkeln von ±85° bezüglich dieser Richtungen. Generell ist ein steiler
Flechtwinkel, d.h. ein größerer Winkel bzgl. der Flechtrichtung vorteilhaft, um Spannungen
in den Flechtfasern besser aufnehmen zu können. Die Flechtfasern haben dann im Wesentlichen
die Orientierung der Last und werden optimal ausgenutzt. Zum Flechten werden wiederum
vorzugsweise Kohlenstoff-, Glas- und/oder Aramid-Fasern verwendet, wobei ggf. auch
hier Glasfaser- und/oder Grilon
®-Stützfäden zum Einsatz kommen.
[0024] Die der Erfindung zugrunde liegende technische Aufgabe wird gemäß einem zweiten Aspekt
durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 16 gelöst. In davon abhängigen
Ansprüchen sind vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung angegeben.
[0025] Zum Herstellen von erfindungsgemäßen Faserverbundbauteilen werden mehrere Kernelemente
mit jeweils zumindest einer konkav ausgebildeten Stirnseite sowie zumindest ein Halteelement
benötigt, wobei die jeweils zumindest eine konkav ausgebildete Stirnseite an die Form
des entsprechenden Halteelements angepasst ist. In einem ersten Schritt werden mehrere
Kernelemente derart stapelförmig angeordnet, dass die jeweils zumindest eine konkav
ausgebildete Stirnseite unter Anschmiegen an das entsprechende Halteelement an dieses
angelegt wird. Anschließend wird diese Anordnung aus stapelförmig angeordneten Kernelementen
und dem zumindest einen Halteelement fixiert, ggf. mittels Abstandshalter. In einem
weiteren Schritt wird die fixierte Anordnung beispielsweise in eine Rundflechtmaschine
eingespannt und zur Bildung eines die Kernelemente und das zumindest eine Halteelement
schlaufenartig umschließenden Faserverbund-Elements umflochten. Danach wird die umflochtene
Anordnung infiltriert und ausgehärtet. Anschließend wird das zumindest eine Halteelement
ggf. mittels Kälteeinwirkung entformt und abschließend werden die umflochtenen, gestapelten
Kernelemente voneinander mittels Schneiden, Sägen oder Fräsen getrennt, um separate
Faserverbundbauteile, die jeweils ein Kernelement aufweisen, zu erhalten.
[0026] Auf diese Weise können mehrere Faserverbundbauteil gleichzeitig hergestellt werden,
die lediglich im letzten Bearbeitungsschritt mittels Schneiden, Sägen oder Fräsen
voneinander getrennt werden. Dies stellt ein besonders effektives Herstellungsverfahren
dar, da bei anderen Techniken in der Regel jeweils nur ein einzelnes Bauteil gefertigt
werden kann.
[0027] Gemäß einem bevorzugten Verfahren wird vor dem stapelförmigen Anordnen der Kernelemente
das zumindest eine Halteelement mit Faserverbundmaterial überzogen, so dass beim stapelförmigen
Anordnen der Kernelemente sich die jeweils zumindest eine konkav ausgebildete Stirnseite
an das Faserverbundmaterial des entsprechenden Halteelements anschmiegt.
[0028] Bevorzugt wird hierfür ein geflochtener Faserverbund-Schlauch verwendet, der vor
dem Stapeln bzw. Anlegen der Kernelemente über das zumindest eine Halteelement strumpfartig
gezogen wird. Dieser Faserverbund-Schlauch kann wiederum mit der eingangs genannten
Rundflechttechnik unter Verwendung von Kohlenstoff-, Glas- und/oder Aramid-Fasern
(ggf. mit entsprechenden Stützfäden) hergestellt werden. Das Halteelement kann jedoch
auch durch Umwickeln oder Umlegen entsprechender Fasern oder Geweben mit Faserverbundmaterial
versehen werden. In manchen Fällen ist es vorteilhaft, das Faserverbundmaterial nach
dem Aufbringen auf das Halteelement zu kompaktieren, d.h. zu verdichten, und/oder
auszuhärten.
[0029] Zur Gewichtsreduzierung, wie bereits voranstehend erwähnt, wird zur Bildung des Kernelementes
ein Schaumkern mit einzelnen Flechtlagen umflochten und anschließend vorkompaktiert.
Typischerweise wird der Schaumkern in dessen Längsrichtung unter Flechtwinkeln von
±45°unter Verwendung von Kohlenstoff-, Glas- und/oder Aramid-Fasern (und ggf. Glasfaser-
und/oder Grilon
®-Stützfäden) umflochten. Dabei können zwischen den einzelnen Flechtlagen Faserverbund-Gewebe
aus Kohlenstoff-, Glas- und/oder Aramid-Fasern angeordnet werden, vorzugsweise mit
einer Orientierung von 0°, 45° oder 90°.
[0030] Neben den, wie oben beschrieben, hergestellten Kernelementen, bestehend aus umflochtenen
Schaumkernen, können zusätzliche Kernelemente hergestellt werden, bei denen der Schaumkern
vor dem Umflechten mit einer Trennfolie umgeben wird. Diese Trennfolie kann beispielsweise
eine Teflon
®-Folie sein, die vorgesehen wird, um ein späteres Trennen der einzelnen Faserverbundbauteile
zu erleichtern. Kernelemente mit einer den Schaumkern umgebenden Trennfolie werden
nachfolgend auch als "Verlustkerne" bezeichnet.
[0031] Die voranstehend beschriebenen Kernelemente, einschl. den sogenannten Verlustkernen,
können quasi als Endlosmaterial hergestellt werden und anschließend auf das erforderliche
Maß zugeschnitten und vorkompaktiert werden. Danach wird die zumindest eine Stirnseite
bevorzugt mittels Ultraschallmesser bearbeitet. Diese Technik führt zu besseren Schnittflächen
z.B. im Vergleich zu Ausstanzverfahren, da bei letzterem der Schaumkern lokal zusammengedrückt
wird. Durch das Herstellen von Endlosmaterial wird vorteilhafter die Effizienz des
Herstellungsprozesses gesteigert, da quasi mehrere Kernelemente in einem Arbeitsschritt
umflochten werden.
[0032] Beim stapelförmigen Anordnen der Kernelemente kann unterschiedlich vorgegangen werden.
Entweder werden Kernelemente, deren Schaumkerne nicht mit einer Trennfolie umgeben
sind, abwechselnd mit Verlustkernen derart benachbart angeordnet, dass benachbarte
Längsseiten von Kernelementen und Verlustelementen jeweils in Kontakt miteinander
sind, oder es werden nur Kernelemente ohne den Schaumkern umgebende Trennfolie verwendet,
wobei dann zwischen benachbarten Längsseiten der Kernelemente jeweils Trennfolien
angeordnet werden. Die Trennfolie dient dazu, abschließend die einzelnen, jeweils
ein Kernelement enthaltenden Faserverbundbauteile besser voneinander trennen zu können.
[0033] Nach dem Stapeln bzw. Anordnen der Kernelemente (bzw. der Kernelemente und Verlustkerne)
unter zu Hilfenahme des zumindest einen Haltelements, wird diese Anordnung ggf. mittels
Abstandshalter fixiert, um sie nachfolgend zu umflechten. Vorzugsweise erfolgt dies
wiederum mittels Rundflechttechnik, wobei die Anordnung derart in einer Rundflechtmaschine
angeordnet wird, dass in Richtung der Längsachse des zumindest einen Halteelements
geflochten wird. Dabei ist ein steiler Flechtwinkel vorteilhaft, damit die Spannungen
in den Flechtfasern besser aufgenommen werden können. Bevorzugt wird ein Flechtwinkel
von ±85° bezüglich der Flechtrichtung bzw. Längsachse des zumindest einen Halteelements
verwendet. Selbstverständlich können auch andere Flechtwinkel verwendet werden. Zum
Umflechten werden wiederum typischerweise Kohlenstoff- , Glas- und/oder Aramid-Fasern
verwendet, wobei die Welligkeit des Geflechts dadurch reduziert werden kann, dass
zusätzlich Stützfäden aus Glas- und/oder Grilon
®-Fasern verwendet werden.
[0034] Die so umflochtene Anordnung wird anschließend typischerweise mittels Harz-Vakuum-Infiltrations-Verfahren
(z.B. RTM- (engl. "resin transfer moulding") oder VAP- ("engl. Vacuum assisted process)
Verfahren) infiltriert und ausgehärtet. Die Aushärtetemperaturen variieren dabei je
nach verwendetem Harzsystem. Typischerweise liegen die Aushärtetemperaturen in einem
Bereich von 100 - 200 °C. Danach wird das zumindest eine Halteelement ggf. nach Kälteeinwirkung
entfernt.
[0035] Abschließend wird die Anordnung zum Separieren der einzelnen Faserverbundbauteile
getrennt. Je nach dem ob nur Kernelemente ohne den Schaumkern umgebende Trennfolie
verwendet wurden oder Kernelemente und Verlustkerne alternierend stapelförmig angeordnet
wurden, erfolgt dieser Trennschritt unterschiedlich. Im ersten Fall erfolgt das Schneiden,
Sägen oder Fräsen entlang der zwischen den einzelnen Kernelementen angeordneten Trennfolien.
Bei alternierend gestapelten Kernelementen und Verlustkern, wird jeweils der Verlustkern
"geopfert", da dieser in dessen Längsrichtung durchgeschnitten wird.
[0036] Das erfindungsgemäße Faserverbundbauteil findet beispielsweise als Verbindungselement,
Zug/Druck-Strebe, Pendelstütze oder Querlenker in der Luft- und Raumfahrttechnik (z.B.
in Flugzeugen oder Hubschraubern) bzw. in der Kraftfahrzeugtechnik Einsatz.
[0037] Eine besonders bevorzugte Anwendung des erfindungsgemäßen Faserverbundbauteils ist
die Lagerung von Landeklappen, insbesondere zur hinteren Lagerung von Flugzeug-Landeklappen.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0038] Im Folgenden wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen
exemplarisch erläutert, in denen zeigt:
- Fig. 1a
- eine schematische Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Faserverbundbauteils;
- Fig. 1b
- eine Querschnittsansicht des in Fig. 1a dargestellten Faserverbundbauteils entlang
der Linie A1 - A1;
- Fig. 1c
- eine schematische, dreidimensionale Darstellung eines bevorzugten Kernelements;
- Fig. 2
- eine geschnittene, dreidimensionale Ansicht eines erfindungsgemäßen Faserverbundbauteils;
- Fig. 3a
- eine Querschnittsansicht eines Kernelementes zur Erläuterung seiner Herstellung;
- Fig. 3b
- eine Querschnittsansicht eines sogenannten Verlustkerns;
- Fig. 4
- eine schematische Ansicht zur Erläuterung des stapelförmigen Anordnens von Kernelementen
entlang entsprechender Halteelemente;
- Fig. 5
- eine schematische Querschnittsansicht von stapelförmig angeordneten Kernelementen;
- Fig. 6
- eine in eine Rundflechtmaschine eingespannte Anordnung aus stapelförmig angeordneten
Kernelementen und entsprechenden Halteelementen zum Erläutern des Umflechtens dieser
Anordnung; und
- Fig. 7
- eine schematische Schnittansicht einer Landeklappe mit einem erfindungsgemäßen Faserverbundbauteil
in Form einer Pendelstütze.
[0039] In den Figuren sind gleiche oder ähnliche Komponenten mit identischen Bezugsziffern
bezeichnet. Die Darstellungen in den Figuren erläutern das erfindungsgemäße Faserverbundbauteil
rein schematisch und können teilweise nicht maßstäblich sein.
BESCHREIBUNG DER BEISPIELHAFTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN DER ERFINDUNG
[0040] Fig. 1a zeigt eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Faserverbundbauteils
1. Das Faserverbundbauteil 1 umfasst ein Kernelement 2, dessen Stirnseiten 4, 5 mit
einem vorgegeben Krümmungsradius konkav ausgebildet sind. Dies ist auch Fig. 1c zu
entnehmen, in der in schematischer dreidimensionaler Darstellung ein quaderförmiges
Kernelement 2 mit entsprechenden Querseiten 6, 7 und Längsseiten 8, 9 gezeigt ist.
Die Krümmungsachse der Konkavität A
k verläuft dabei senkrecht zu den Längsseiten 8, 9 und ist in Fig. 1c strichpunktiert
dargestellt. Entsprechend steht die Krümmungsachse der Konkavität A
k senkrecht zu der Zeichenebene von Fig. 1a, was mit der Markierung "x" zum Ausdruck
kommen soll.
[0041] Wie in Fig. 1 a dargestellt ist, schließen sich an die Stirnseiten 4, 5 jeweils in
formangepasster Weise ringförmige Innenelemente 10 bzw. 11 an. Unter dem Begriff "formangepasst"
soll verstanden werden, dass zwischen dem Innenelement 10, 11 und der konkav ausgebildeten
Stirnseite 4 bzw. 5 ein kontinuierlicher, bündiger Übergang besteht, was beispielsweise
dadurch erzielt wird, dass der Radius der Konkavität und der Radius des entsprechenden
Innenelementes einander entsprechen. Auf diese Weise wird ein formschlüssiger Übergang,
d.h. ein Übergang ohne Spalte, Schlitze, Hohlräume etc., erzielt. Selbstverständlich
kann der Radius des Innenelements 10 von dem des Innenelements 11 verschieden sein,
aber der Radius der Stirnseite 4 wird an den Radius des Innenelements 10 und der Radius
der Stirnseite 5 wird an den des Innenelements 11 angepasst sein. Bei dem in Fig.
1a dargestellten Faserverbundbauteil 1 sind die Radien der Stirnseiten 4, 5 identisch,
und der Außenumfang der Innenelemente 10, 11 schließt bündig mit den Querseiten 6,
7 des Kernelements 2 ab, d.h. der Außendurchmesser der Innenelemente 10, 11 entspricht
der Höhe H des Kernelements 2.
[0042] Die ringförmigen Innenelemente 10, 11, durch die entsprechende Durchgangsöffnungen
12 bzw. 13 gebildet werden, bestehen bevorzugt aus einem Geflechtsschlauch-Abschnitt
aus Kohlenstoff-, Glas- und/oder Aramid-Fasern, was nachstehend noch genauer beschrieben
wird. Alternativ können die Innenelemente 10, 11 auch mittels Wickeltechnik aus diesen
Fasern hergestellt werden, oder aus Prepreg-Materialien bzw. trockenen Halbzeugen.
[0043] Das Kernelement 2 sowie die Innenelemente 10, 11 sind derart von dem geflochtenen
Faserverbund-Element 18 umgeben, dass die nicht von der jeweiligen konkav ausgebildeten
Stirnseite 4, 5 umgebene Seite der Innenelemente 10 bzw. 11 von dem geflochtenen Faserverbund-Element
18 umschlossen ist. Das in Richtung der Krümmungsachse der Konkavität A
k geflochtene Faserverbund-Element 18 schmiegt sich dabei an die Querseiten 6, 7 des
Kernelements 2 und an die Außenumfangsflächen der Innenelemente 10, 11 kontinuierlich
an. Auch hier kann zum Flechten des Faserverbund-Elements 18 die oben genannte Rundflechttechnik
verwendet werden, mit Verstärkungsfäden aus Kohlenstoff-, Glas- und/oder Aramid-Fasern
und ggf. Stützfäden aus Grilon
®-und/oder Glasfasern.
[0044] Das Kernelement 2 besteht aus einem Schaumkern 3 (Fig. 1 b), der derart umflochten
ist, dass dessen Querschnitt im Wesentlichen konzentrisch von einzelnen Flechtlagen
16 umgeben ist. Hierzu wird der Schaumkern 3 in dessen Längsrichtung (d.h. senkrecht
zur Zeichenebene von Fig. 1b) umflochten. Das Umflechten kann wiederum mit der Rundflechttechnik
unter Verwendung von Kohlenstoff-, Glas- und/oder Aramid-Fasern als Verstärkungsfasern
und ggf. Grilon®- und/oder Glasfasern als Stützfasern hergestellt werden. Zwischen
den einzelnen Flechtlagen 16 können Faserverbund-Gewebe 17 angeordnet werden, was
nachstehend im Zusammenhang mit Fig. 3a und 3b noch genauer beschrieben wird.
[0045] Alternativ kann auch ein Kernelement verwendet werden, das aus geschnittenen und
gestapelten Prepreg-Materialien oder trockenen Halbzeugen aufgebaut ist. Hierauf soll
jedoch nachfolgend nicht in näheren Einzelheiten eingegangen werden.
[0046] Fig. 2 zeigt eine schematische, dreidimensionale Querschnittsansicht einer Faserverbundschlaufe
1, wobei lediglich das Innenelement 10 zur Bildung der Durchgangsöffnung 12 dargestellt
ist. Sowohl der mit Flechtlagen 16 umflochtene Schaumkern 3 als auch das das Kernelement
2 und den Außenumfang des Innenelements 10 umschließende, geflochtene Faserverbund-Element
18 sind schematisch dargestellt. Aufgrund des gewählten Flechtkonzeptes dient das
Kernelement 2 als Druckstück, d.h. zur Aufnahme von Druckkräften, und das geflochtene
Faserverbund-Element 18, welches auch als Schlaufenteil bezeichnet wird, ist zur optimalen
Aufnahme von Zugkräften konzipiert. Da die aufzunehmenden Druckkräfte im Gegensatz
zu den Zugkräften gering sind, kann das Kernelement 2 als Sandwich (d.h. umwickelter
Schaumkern), wie oben geschildert, aufgebaut sein, was zu einer erheblichen Gewichtseinsparung
führt. Zur Aufnahme von Zug- und Druckkräften können in die Durchgangsöffnungen 12
bzw. 13 beispielsweise Lager zur Aufnahme entsprechender Bolzen eingeführt sein, was
hier aber nicht dargestellt ist.
[0047] Voranstehend wurde das erfindungsgemäße Faserverbundbauteil in symmetrischer Ausgestaltung
dargestellt, d.h. mit beidseitig vorgesehenen Durchgangsöffnungen 12, 13 (s. Fig.
1a) zur Aufnahme entsprechender Bolzen. Selbstverständlich ist auch eine asymmetrische
Anordnung mit beispielsweise nur einer Durchgangsöffnung möglich. Die konkave Ausbildung
der Stirnseiten 4, 5 ist selbstverständlich nicht auf die beschriebene gekrümmte Form
beschränkt. Die vertiefte Ausgestaltung der Stirnflächen kann beispielsweise auch
eine eckige (z.B. dreieckige, rechteckige, vieleckige) Form aufweisen. Darüber hinaus
können auch Kernelemente, die eine nicht-quaderförmige Form aufweisen, verwendet werden;
d.h. es können auch würfelförmige, zylinderförmige, kegelförmige, pyramidenförmige
oder andersförmige Kernelemente verwendet werden.
[0048] Im Folgenden soll das Verfahren zum Herstellen von erfindungsgemäßen Faserverbundbauteilen
beschrieben werden. Hierzu zeigt Fig. 3a ein Kernelement 2 in Querschnittsansicht.
Die Quer- und Längsseiten sind, wie in Fig. 1c, mit Bezugsziffern 6, 7 bzw. 8, 9 bezeichnet.
Das quaderförmige Kernelement 2 besteht aus einem Schaumkern 3 (z.B PU-Schaum), dessen
Querschnitt im wesentlichen konzentrisch von den einzelnen Flechtlagen 16 umgeben
ist. Die Flechtlagen 16 werden durch Umflechten des Schaumkerns 3 in dessen Längsrichtung,
die senkrecht zur Zeichenebene von Fig. 3a und 3b verläuft, erzeugt, wobei die Flechtlagen
bevorzugt unter Winkeln ±45° abgelegt werden. Als Flechtfasern werden bevorzugt Kohlenstoff-,
Glas- und/oder Aramid-Fasern verwendet. Wird das in
DE 102004017311 beschriebene Rundflechtverfahren verwendet, können zusätzlich Grilon®- und/oder Glasfasern
als Stützfäden verwendet werden. Beim Flechten werden in einer ersten Lage beispielsweise
Verstärkungsfasern unter +45° und Stützfäden unter -45° verflochten. In der nächsten
Lage wechselt dann die Orientierung des Geflechtes; d.h. die Verstärkungsfasern werden
unter einem Winkel von -45° und die Stützfäden unter einem Winkel von +45° abgelegt.
Werden z.B. Kohlenstofffasern und Grilon®-Stützfäden verwendet, liegt der Anteil der
Kohlenstofffasern im Vergleich zu den Grilon
®-Stützfäden bei typischerweise 98 %.
[0049] Zwischen den einzelnen Flechtlagen 16 kann ein Faserverbund-Gewebe 17 als Verstärkung
mit vorzugsweise 0°, 45° oder 90° Orientierung an den Seitenwänden, d.h. entlang der
Längsseiten 8, 9, angeordnet werden und ggf. mit einem Binder fixiert werden. Das
Faserverbund-Gewebe 17 besteht wiederum vorzugsweise aus einem unidirektionalen Gewebe
bestehend aus Kohlenstoff-, Glas- und/oder Aramid-Fasern.
[0050] Fig. 3b zeigt ein weiteres Kernelement, einen sogenannten Verlustkern 21. Der Verlustkern
21 wird ganz analog zu dem in Fig. 3a gezeigten Kernelement 2 hergestellt, wobei jedoch
vor dem Umflechten des Schaumkerns 3 dieser mit einer Trennfolie 22, typischerweise
einer Teflon
®-Folie, umgeben wird. Die Trennfolie 22 dient später dem besseren Trennen der Kernelemente
bzw. einzelnen Faserverbundbauteilen, was nachstehend noch genauer erläutert wird.
[0051] Die Kernelemente 2 bzw. 21 sind vorteilhafterweise quasi als Endlosmaterial herstellbar,
da lange Schaumkerne, d.h. Schaumkerne mit einer Länge von typischerweise 1 m, wie
beschrieben beflochten werden. Nach dem Flechten wird der umflochtene Schaumkern vorkompaktiert
(d.h. evakuiert bei ca. 100° C) und anschließend auf Maß geschnitten. Die Stirnseiten
der Kernelemente werden dann mit Hilfe eines Ultraschallmesser auf den gewünschten
Radius bzw. in die gewünschte Form gebracht. Das Bearbeiten mittels Ultraschallmesser
hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, da bei anderen Verfahren, beispielsweise
beim Ausstanzen, der Schaumkern 3 lokal zusammengedrückt wird, was jedoch die Bauteilgenauigkeit
negativ beeinflusst.
[0052] Die vorgefertigten, d.h. vorkompaktierten und geschnittenen Kernelemente 2 bzw. 21
müssen für den abschließenden Flechtvorgang vorbereitet werden. Hierzu werden mehrere
derartige Kernelemente unter Verwendung von Halteelementen 19, 20 stapelförmig angeordnet
(Fig. 4). Die Halteelemente 19, 20 sind vorzugsweise rohr- oder zylinderförmig ausgebildet
und bestehen z.B. aus Aluminium. Die Form bzw. der Radius der Haltelemente 19, 20
entspricht dabei der Form bzw. dem Radius der jeweiligen entsprechenden, konkav ausgebildeten
Stirnseite 5 bzw. 4. D.h., die konkav ausgebildete Stirnseite 4 und das Halteelemente
20 sind hinsichtlich ihrer Form aneinander angepasst, ebenso ist die konkav ausgebildete
Stirnseite 5 an das Halteelemente 19 formangepasst. Die Durchmesser bzw. die Form
der Halteelemente 19, 20 können natürlich auch voneinander verschieden sein, dies
bedingt selbstverständlich auch unterschiedliche Krümmungsradien bzw. Formen der Stirnseiten
5 bzw. 4.
[0053] Die Haltelemente 19, 20 werden vor dem stapelförmigen Anordnen der Kernelemente mit
einem Faserverbundmaterial versehen, vorzugsweise in Form eines aus Kohlenstoff-,
Glas- und/oder Aramid-Fasern bestehenden Geschlechtsschlauch 14, der über die Haltelemente
19, 20 stramm aufgezogen wird. Alternativ können die Halteelemente 19, 20 mit derartigen
Fasern umwickelt werden. Prepreg-Materialen oder trockene Halbzeuge können aber auch
um die Halteelemente 19, 20 gelegt werden. Um eine Faltenbildung des die Halteelemente
19, 20 umgebenden Faserverbund-Gewebes zu vermeiden, ist ein Vorkompaktieren unter
Vakuumeinwirkung sowie ggf. ein Voraushärten hilfreich.
[0054] Wie in Fig. 4 dargestellt, werden mehrere Kernelemente 2 bzw. 21 derart stapelförmig
angeordnet, dass benachbarte Längsseiten 8, 9 der Kernelemente 2 bzw. 21 sich kontaktieren
und zugleich die jeweiligen Stirnseiten 4, 5 sich an das entsprechende Halteelement
20 bzw. 19 anschmiegen. In Fig. 4 liegen die konkav ausgebildeten Seitenflächen 4
der Kernelemente 2 bzw. 21 an dem über das Haltelement 20 gezogenen Geflechtsschlauch
14 kontinuierlich an, und die Stirnseiten 5 in entsprechender Weise an dem über das
Haltelement 19 gezogenen Geflechtsschlauch 14.
[0055] Bei der in Fig. 4 dargestellten Anordnung sind alternierend Kernelemente 2, d.h Kernelemente
ohne den Schaumkern 3 umgebende Trennfolie 22, neben Verlustkernen 21 angeordnet.
Die Anordnung aus Kernelementen 2, 21 sowie den Halteelementen 19, 20 wird fixiert,
was z.B. durch einen entsprechenden Rahmen bzw. Abstandshalter gewährleistet wird.
Um einen möglichst bündigen Abschluss mit dem noch aufzuflechtenden Faserverbund-Element
18 zu gewährleisten, können zwischen den einzelnen Kernelementen 2 bzw. 21 im Bereich
der Auflagefläche auf den Halteelementen 19 bzw. 20 entsprechende Zwickel 15 angeordnet
werden, was in Fig. 5 schematisch dargestellt ist. Selbstverständlich können auch
mehrere Kernelemente 2, d.h. Kernelemente ohne den Schaumkern 3 umgebende Trennfolie
22, wie oben beschrieben unter Anlegen an die Halteelemente 19, 20 stapelförmig angeordnet
werden, wobei es dann jedoch vorteilhaft ist, zwischen den einzelnen Kernelementen
2 entsprechende Trennfolien 22, die sich entlang der Längsseiten 8, 9 der jeweiligen
Kernelemente 2 erstrecken (nicht dargestellt), vorzusehen. Dies erleichtert das spätere
Trennen der einzelnen Faserverbundbauteile, was nachstehend noch genauer beschrieben
wird.
[0056] Die zusammengesetzte und fixierte Anordnung aus Kernelementen 2 bzw. 21 und Halteelementen
19, 20 wird anschließend derart in eine Rundflechtmaschine eingespannt, dass die Flechtrichtung
mit der Längserstreckung der Halteelemente 19, 20 bzw. mit der Krümmungsachse der
Konkavität A
k übereinstimmt, wie es in Fig. 6 dargestellt ist. Das Flechten erfolgt wiederum vorzugsweise
mit Kohlenstoff-, Glas- und/oder Aramid-Fasern als Verstärkungsfäden und ggf. Grilon
®- und/oder Glasfasern als Stützfäden. Dabei ist zu beachten, dass zur Aufnahme von
Spannungen in den Fasern ein steiler Flechtwinkel vorteilhaft ist. Bevorzugt beträgt
der Winkel bezüglich der Flechtrichtung ±85°, wobei in Fig. 6 nur Flechtwinkel von
0° und 90° zur Orientierung angegeben sind. Wie beim Umflechten der Schaumkerne 3,
wird bevorzugt ein unidirektionales Geflecht hergestellt. Die Gesamtdicke der abschließenden
Flechtlage, d.h. des Faserverbund-Elements 18, beträgt typischerweise 12 mm. Mit der
geschilderten Anordnung ist es möglich, 10 bis 20 Kernelemente gleichzeitig zu umflechten.
[0057] Nach dem im Zusammenhang mit Fig. 6 beschriebenen Flechtprozess wird die umflochtene
Anordnung - nachfolgend auch als Flechtkörper, Halbzeug oder Preform bezeichnet -
infiltriert und ausgehärtet. Zum Aushärten wird typischerweise ein Harz-Vakuuminfiltrations-Verfahren
(z.B. RTM oder VAP) verwendet, welches an sich bekannt ist und somit hier nicht weiter
beschrieben wird. Die Harzzuleitung kann dabei über zwei Nuten in rohrförmig ausgebildeten
Halteelementen erfolgen. Nach dem Aushärten werden die Halteelemente entformt, wobei
es hilfreich sein kann, die gesamte Anordnung abzukühlen, da sich die Halteelemente
stärker zusammenziehen als der ausgehärtete Flechtkörper.
[0058] In einem abschließenden Schritt wird der entformte Flechtkörper mittels Schneiden,
Sägen oder Fräsen in einzelne Faserverbundbauteile 1 aufgeteilt. Hierbei hat sich
eine Nasskreissäge als besonders nützlich erwiesen. Das Trennen der einzelnen Faserverbundbauteile
erfolgt für den Fall, dass Kernelemente 2, welche keine um ihren Schaumkern gewickelte
Trennfolie aufweisen, verwendet wurden, derart, dass in Längsrichtung entlang zwei
benachbarter Kernelemente 2 geschnitten wird. Insofern Kernelemente 2 alternierend
mit Verlustkernen 21 stapelförmig in dem im Zusammenhang mit Fig. 4 beschriebenen
Schritt angeordnet wurden, wird jeweils ein Verlustkern 21 mittig in dessen Längsrichtung
aufgeschnitten. Hierdurch werden die Verlustkerne 21 geopfert, und aufgrund der Ummantelung
des Schaumkerns 3 mit Trennfolie 22 können die Faserverbundbauteile 1, die jeweils
ein Kernelement 2 aufweisen, leicht voneinander getrennt werden. In einem abschließenden
Schritt können die einzelnen Faserverbundbauteile 1 auf ein gewünschtes Endmaß zugeschnitten
werden. Auch die Durchgangsöffnungen 12, 13 können auf Maß z.B. für ein aufzunehmendes
Lager gefräst werden.
[0059] Die oben dargelegte Erfindung weist den Vorteil auf, dass die Faserverbundbauteile
entsprechend ihrer Zug- und Druckbelastung ausgelegt sind. Dabei kann die Druckkräfte
aufnehmende Komponente, d.h. das Kernelement, in Sandwich-Bauweise mit geringem Gewicht
ausgebildet werden, und das schlaufenförmig ausgebildete, geflochtene Faserverbund-Element
ist zur Aufnahme von Zugkräften optimiert. Da die Kernelemente quasi als Endlosmaterial
vorgefertigt und auf Maß geschnitten werden können, wird eine höhere Effektivität
erzielt, da nicht jedes Kernelement individuell gefertigt werden muss. Eine weitere
Effektivitätssteigerung ergibt sich dadurch, dass mehrere Kernelemente gleichzeitig
umflochten und damit mehrere Faserverbund-Elemente gleichzeitig hergestellt werden,
die abschließend durch einfaches Trennen mittels Schneiden, Sägen oder Fräsen voneinander
separiert werden. Durch die Faserverbundbauweise ergibt sich ein großes Gewichtseinsparungspotenzial,
das hier typischerweise bei 40 % im Vergleich zu entsprechenden metallischen Strukturen
liegt.
[0060] Fig. 7 zeigt abschließend ein konkretes Anwendungsbeispiel, bei dem das erfindungsgemäße
Faserverbundbauteil als Pendelstütze zur Lagerung der äußeren Landeklappe beim Airbus
A340 dient. Die Lagerung der Landeklappe 30 besteht aus einem Wagen 31 (engl. "flap
track carriage"), der auf einer Schiene nach hinten fährt, und einer Pendelstütze
1, die hinten an der Schiene montiert ist. Über diese Lagerung werden alle Kräfte
auf den Flügel übertragen.
Bezugszeichenliste
[0061]
- 1
- Faserverbundbauteil
- 2
- Kernelement bzw. Druckstück
- 3
- Schaumkern
- 4
- Stirnseite des Kernelements
- 5
- Stirnseiten des Kernelements
- 6
- Querseite des Kernelements
- 7
- Querseite des Kernelements
- 8
- Längsseite des Kernelements
- 9
- Längsseite des Kernelements
- 10
- Innenelement
- 11
- Innenelement
- 12
- Durchgangsöffnung
- 13
- Durchgangsöffnung
- 14
- Faserverbundmaterial bzw. Faserverbund-Schlauch
- 15
- Zwickel
- 16
- Flechtlage
- 17
- Faserverbund-Gewebe
- 18
- Faserverbund-Element bzw. Schlaufenteil
- 19
- Halteelement
- 20
- Halteelement
- 21
- Kernelement bzw. Verlustkern
- 22
- Trennfolie
- 30
- Landeklappe
- 31
- Wagen
- Ak
- Krümmungsradius der Konkavität
- H
- Höhe des Kernelements
1. Faserverbundbauteil, insbesondere eine Zug/Druck-Strebe, umfassend:
- ein Kernelement (2), welches zumindest eine konkav ausgebildete Stirnseite (4, 5)
aufweist;
- wobei sich an die zumindest eine konkav ausgebildete Stirnseite (4, 5) des Kernelements
(2) eine Durchgangsöffnung (12 bzw. 13) anschließt; und
- wobei jeweils gegenüberliegende Quer- (6, 7) oder Längsseiten (8, 9) des Kernelements
(2) und die nicht von dem Kernelement (2) begrenzte Seite der Durchgangsöffnung (12,
13) schlaufenartig von einem Faserverbund-Element (18) umschlossen sind, wobei
das Faserverbund-Element (18) ein in einer Richtung senkrecht zu den Quer- (6, 7)
oder Längsseiten (8, 9) geflochtenes Faserverbund-Element ist.
2. Faserverbundbauteil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die konkav ausgebildete Stirnseite (4, 5) einen vorgegebenen Krümmungsradius aufweist,
- die Durchgangsöffnung (12 bzw, 13) im Wesentlichen kreisförmig ausgebildet ist;
und
- das geflochtene Faserverbund-Element (18) das Kernelement (2) und die Krümmungsachse
der Konkavität (Ak) schlaufenartig umgibt.
3. Faserverbundbauteil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich an die zumindest eine konkav ausgebildete Stirnseite (4, 5) des Kernelements
(2) ein Innenelement (10 bzw. 11) zur Bildung der Durchgangsöffnung (12 bzw. 13) formangepasst
anschließt, wobei das Kernelement (2) und die Außenumfangsfläche des Innenelements
(10, 11) schlaufenartig von dem geflochtenen Faserverbund-Element (18) umschlossen
sind.
4. Faserverbundbauteil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Innenelement (10, 11) aus einem Faserverbundmaterial, insbesondere einem geflochtenen
Faserverbundschlauch-Abschnitt besteht.
5. Faserverbundbauteil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Faserverbundschlauch-Abschnitt im Wesentlichen aus Kohlenstoff-, Glas- und/oder
Aramid-Fasem besteht.
6. Faserverbundbauteil nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Kernelement (2) im Wesentlichen quaderförmig ausgebildet ist und entsprechende
Querseiten (6, 7) und Längsseiten (8, 9) aufweist, wobei die Krümmungsachse der Konkavität
(Ak) senkrecht zu den Längsseiten (8, 9) verläuft.
7. Faserverbundbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Kernelement (2) einen Schaumkem (3) aufweist, der unter Bildung einzelner Flechtlagen
(16) umflochten ist.
8. Faserverbundbauteil nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Flechtlagen (16) den Querschnitt des Schaumkerns (3) im Wesentlichen konzentrisch
umschließen.
9. Faserverbundbauteil nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaumkern (3) unter Flechtwinkeln von ±45° umflochten ist
10. Faserverbundbauteil nach einem der Ansprüche 7 bis 9. dadurch gekennzeichnet, dass zumindest entlang der Längsseiten (8, 9) des Kernelements (2) zwischen den einzelnen
Flechtlagen (16) Faserverbund-Gewebe (17) angeordnet sind.
11. Faserverbundbauteil nach Anspruch 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Flechtlagen (16) im Wesentlichen aus Kohlenstoff-, Glas- und/oder Aramid-Fasern
bestehen.
12. Faserverbundbauteil nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Faserverbund-Gewebe (17) im Wesentlichen aus Kohlenstoff-, Glas- und/oder Aramid-Fasem
besteht
13. Faserverbundbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Kernelement (2) aus zugeschnittenen und gestapelten Prepreg-Lagen oder trockenen
Halbzeugen besteht.
14. Faserverbundbauteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Faserverbund-Element (18) im Wesentlichen aus Kohlenstoff-, Glas- und/oder Aramid-Fasem
besteht.
15. Verfahren zum Herstellen von Faserverbundbauteilen, insbesondere von Zug/Druck-Streben,
umfassend die Schritte:
- Bereitstellen von Kernelementen (2; 2, 21), die jeweils zumindest eine konkav ausgebildete
Stirnseite (4, 5) aufweisen;
- Bereitstellen zumindest eines Halteelements (19, 20), wobei die jeweils zumindest
eine konkav ausgebildete Stirnseite (4, 5) an die Form eines entsprechenden Halteelements
(20 bzw. 19) angepasst ist;
- stapelförmiges Anordnen von mehreren Kernelementen (2; 2, 21), wobei die jeweils
zumindest eine konkav ausgebildete Stirnseite (4, 5) unter Anschmiegen an das entsprechende
Halteelement (20 bzw. 19) an dieses angelegt wird:
- Fixieren der Anordnung aus stapelförmig angeordneten Kernelementen (2; 2, 21) und
dem zumindest einen Halteelement (19, 20) ggf. mittels Abstandshalter;
- Umflechten der fixierten Anordnung zur Bildung eines die Kernelemente (2; 2, 21)
und das zumindest eine Haltelement (19, 20) schlaufenartig umschließenden Faserverbund-Elements
(18);
- Infiltrieren und Aushärten der umflochtenen Anordnung;
- anschließendes Entformen des zumindest einen Haltelements (19, 20) ggf. mittels
Kälteeinwirkung und Trennen der umflochtenen, gestapelten Kernelemente (2: 2, 21)
mittels Schneiden, Sägen oder Fräsen.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem stapelförmigen Anordnen der Kernelemente (2; 2, 21) das zumindest eine Haltelement
(19, 20) mit Faserverbundmaterial überzogen wird, so dass beim stapelförmigen Anordnen
der Kernelemente (2; 2, 21) sich die jeweils zumindest eine konkav ausgebildete Stirnseite
(4, 5) an das Faserverbundmaterial des entsprechenden Halteelements (20 bzw. 19) schmiegt.
17. Verfahren nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass als Faserverbundmaterial ein geflochtener Faserverbund-Schlauch (14), im Wesentlichen
bestehend aus Kohlenstoff-, Glas- und/oder Aramid-Fasem, verwendet wird.
18. Verfahren nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Faserverbundmaterial nach dem Aufbringen auf das zumindest eine Haltelement (19,
20) kompaktiert und ggf. vorausgehärtet wird.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass im Wesentlichen quaderförmige Kernelemente (2, 21) verwendet werden, die entsprechende
Querseiten (6, 7) und Längsseiten (8, 9) aufweisen, wobei die zumindest eine Stirnseite
(4, 5) derart bearbeitet wird, dass sie nach innen gekrümmt ist, wobei die Krümmungsachse
der Konkavität (Ak) senkrecht zu den Längsseiten (8, 9) verläuft.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass Kernelemente (2, 21) verwendet werden, die einen Schaumkern (3) aufweisen, wobei
der Schaumkern (3) unter Bildung einzelner Flechtlagen (16) umflochten und anschließend
kompaktiert wird.
21. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaumkern (3) derart umflochten wird, dass der Querschnitt des Schaumkerns (3)
im Wesentlichen konzentrisch von den Flechtlagen (16) umschlossen wird.
22. Verfahren nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaumkern (3) unter Flechtwinkeln von ±45° umflochten wird.
23. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest auf den Längsseiten (8, 9) des Kernelements (2, 21) zwischen den einzelnen
Flechtlagen (16) Faserverbund-Gewebe (17) angeordnet werden.
24. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass Kernelemente (20) hergestellt werden, bei denen der Schaumkern (3) vor dem Umflechten
mit einer Trennfolie (22) umgeben wird.
25. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass beim stapelförmigen Anordnen der Kernelemente (2) Trennfolien zwischen benachbarten
Kernelementen (2) angeordnet werden.
26. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass das Umflechten der fixierten Anordnung aus stapelförmig angeordneten Kemelementen
(2; 2, 21) und dem zumindest einen Halteelement (19, 20) in Längsrichtung des zumindest
einen Halteelements (19, 20) erfolgt.
27. Verfahren nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass das Umflechten unter Flechtwinkeln von ±85° bezüglich der Längsrichtung des zumindest
einen Halteelements (19, 20) durchgeführt wird.
28. Verfahren nach Anspruch 26 oder 27, dadurch gekennzeichnet, dass beim Umflechten im Wesentlichen Kohlenstoff-, Glas- und/oder Aramid-Faser verwendet
werden.
29. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass das Infiltrieren der umflochtenen Anordnung mittels Harz-Vakuuminfiltrations-Verfahren
durchgeführt wird, und die Anordnung anschließend ausgehärtet wird.
30. Verwendung des Faserverbundbauteils gemäß einem der Ansprüche 1 bis 14 als Verbindungselement,
Zug/Druck-Strebe, Pendelstück oder Querlenker in der Luft- und Raumfahrttechnik sowie
in der Kraftfahrzeugtechnik.
31. Verwendung des Faserverbundbauteils gemäß einem der Ansprüche 1 bis 14 zur Lagerung
von Landeklappen in Luftfahrzeugen.
32. Luftfahrzeug mit einem Faserverbundbauteil gemäß einem der Ansprüche 1 bis 14 zur
Lagerung von Landeklappen.
33. Luftfahrzeug mit zumindest einem Faserverbundbauteil, welches unter Verwendung des
Verfahrens gemäß einem der Ansprüche 15 bis 29 hergestellt worden ist.
1. Fibre composite component, in particular a tension/compression strut, comprising:
- a core element (2) which comprises at least one concavely formed front side (4,
5);
- wherein the at least one concavely formed front side (4, 5) of the core element
(2) is adjoined by a through opening (12 or 13); and
- wherein respectively opposite transverse (6, 7) or longitudinal sides (8, 9) of
the core element (2) and the side of the through opening (12, 13) not delimited by
the core element (2) are enclosed by a fibre composite element (18) in a loop-like
manner, wherein the fibre composite element (18) is a fibre composite element which
is braided in a direction perpendicularly to the transverse (6, 7) or longitudinal
sides (8, 9).
2. Fibre composite component according to Claim 1,
characterized in that
- the concavely formed front side (4, 5) has a predefined radius of curvature;
- the through opening (12 or 13) is configured to be substantially circular; and
- the braided fibre composite element (18) surrounds the core element (2) and the
axis of curvature of the concavity (Ak) in a loop-like manner.
3. Fibre composite component according to Claim 1 or 2, characterized in that the at least one concavely formed front side (4, 5) of the core element (2) is adjoined
by an inner element (10 or 11) to form the through opening (12 or 13) in a form-matched
manner, wherein the core element (2) and the outer circumferential surface of the
inner element (10, 11) are enclosed in a loop-like manner by the braided fibre composite
element (18).
4. Fibre composite component according to Claim 3, characterized in that the inner element (10, 11) consists of a fibre composite material, in particular
a braided fibre composite tubular section.
5. Fibre composite component according to Claim 4, characterized in that Fibre composite tubular section substantially consists of carbon, glass and/or aramide
fibres.
6. Fibre composite component according to one of Claims 2 to 5, characterized in that the core element (2) is configured to be substantially rectangular and has corresponding
transverse sides (6, 7) and longitudinal sides (8, 9), wherein the axis of curvature
of the concavity (Ak) runs perpendicularly to the longitudinal sides (8, 9).
7. Fibre composite component according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the core element (2) comprises a foam core (3) which is braided to form individual
braiding layers (16).
8. Fibre composite component according to Claim 7, characterized in that the braiding layers (16) substantially concentrically enclose the cross section of
the foam core (3).
9. Fibre composite component according to Claim 7 or 8, characterized in that the foam core (3) is braided at braiding angles of ±45°.
10. Fibre composite component according to one of Claims 7 to 9, characterized in that fibre composite fabrics (17) are arranged at least along the longitudinal sides (8,
9) of the core element (2) between the individual braiding layers (16).
11. Fibre composite component according to Claims 7 to 10, characterized in that the braiding layers (16) substantially consist of carbon, glass and/or aramide fibres.
12. Fibre composite component according to Claim 10 or 11, characterized in that the fibre composite fabric (17) substantially consists of carbon, glass and/or aramide
fibres.
13. Fibre composite component according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the core element (2) consists of trimmed and stacked prepreg layers or dry semi-finished
products.
14. Fibre composite component according to Claim 1, characterized in that the fibre composite element (18) substantially consists of carbon, glass and/or aramide
fibres.
15. Method for manufacturing fibre composite components, in particular tension/compression
struts, comprising the steps:
- preparing core elements (2; 2, 21) each having at least one concavely formed front
side (4, 5);
- preparing at least one retaining element (19, 20), wherein the respectively at least
one concavely formed front side (4, 5) is adapted to the shape of a corresponding
retaining element (20 or 19);
- arranging a plurality of core elements (2; 2, 21) in stacks, wherein the respectively
at least one concavely formed front side (4, 5) is abutted against the corresponding
retaining element (20 or 19) so that it nestles against said element;
- fixing the arrangement of core elements (2; 2, 21) arranged in stacks and the at
least one retaining element (19, 20) optionally by means of spacers;
- braiding the fixed arrangement to form a fibre composite element (18) which surrounds
the core elements (2; 2, 21) and the at least one retaining element (19, 20) in a
loop-like manner;
- infiltrating and curing the braided arrangement;
- subsequently demoulding the at least one retaining element (19, 20) optionally by
means of the action of cold conditions and separating the braided, stacked core elements
(2; 2, 21) by means of cutting, sawing or milling.
16. Method according to Claim 15, characterized in that, prior to the stacked arrangement of the core elements (2; 2, 21), the at least one
retaining element (19, 20) is covered with fibre composite material so that, during
the stacked arrangement of the core elements (2; 2, 21), the respectively at least
one concavely formed front side (4, 5) nestles against the fibre composite material
of the corresponding retaining element (20 or 19).
17. Method according to Claim 15 or 16, characterized in that a braided fibre composite tube (14), substantially consisting of carbon, glass and/or
aramide fibres, is used as fibre composite material.
18. Method according to Claim 16 or 17, characterized in that the fibre composite material is compacted and optionally pre-cured after application
to the at least one retaining element (19, 20).
19. Method according to one of Claims 16 to 18, characterized in that substantially rectangular core elements (2, 21) are used, having corresponding transverse
sides (6, 7) and longitudinal sides (8, 9), wherein the at least one front side (4,
5) is processed in such a manner that it is inwardly curved, wherein the axis of curvature
of the concavity (Ak) runs perpendicularly to the longitudinal sides (8, 9).
20. Method according to one of Claims 15 to 19, characterized in that core elements (2, 21) having a foam core (3) are used, wherein the foam core (3)
is braided to form individual braiding layers (16) and then compacted.
21. Method according to Claim 20, characterized in that the foam core (3) is braided in such a manner that the cross section of the foam
core (3) is surrounded substantially concentrically by the braiding layers (16).
22. Method according to Claim 20 or 21, characterized in that the foam core (3) is braided at braiding angles of ±45°.
23. Method according to one of Claims 19 to 22, characterized in that fibre composite fabrics (17) are arranged at least on the longitudinal sides (8,
9) of the core element (2, 21) between the individual braiding layers (16).
24. Method according to one of Claims 19 to 23, characterized in that core elements (20) are manufactured in which the foam core (3) is surrounded with
a separating film (22) before the braiding.
25. Method according to one of Claims 15 to 23, characterized in that separating films are arranged between adjacent core elements (2) during the stacked
arrangement of the core elements (2).
26. Method according to one of Claims 15 to 25, characterized in that the braiding of the fixed arrangement of core elements (2; 2, 21) arranged in stacks
and the at least one retaining element (19, 20) is effected in the longitudinal direction
of the at least one retaining element (19, 20).
27. Method according to Claim 26, characterized in that the braiding is carried out at braiding angles of ±85° relative to the longitudinal
direction of the at least one retaining element (19, 20).
28. Method according to Claim 26 or 27, characterized in that substantially carbon, glass and/or aramide fibres are used during the braiding.
29. Method according to one of Claims 15 to 28, characterized in that the infiltration of the braided arrangement is carried out by means of a resin vacuum
infiltration method and the arrangement is then cured.
30. Use of the fibre composite component according to one of Claims 1 to 14 as a connecting
element, tension/compression strut, rear link or transverse link in air and space
travel technology and in motor vehicle technology.
31. Use of the fibre composite component according to one of Claims 1 to 14 for the mounting
of landing flaps in aircraft.
32. Aircraft having a fibre composite component according to one of Claims 1 to 14 for
the mounting of landing flaps.
33. Aircraft having at least one fibre composite component which has been produced using
the method according to one of Claims 15 to 29.
1. Composant en composite de fibres, en particulier étai de traction/compression, qui
comprend :
- un élément d'âme (2) qui présente au moins un côté frontal (4, 5) de configuration
concave,
- une ouverture de passage (12 ou 13) qui se raccorde au côté frontal ou aux côtés
frontaux (4, 5) de configuration concave de l'élément d'âme (2),
- les côtés transversaux (6, 7) opposés ou les côtés longitudinaux (8, 9) opposés
de l'élément d'âme (2) et le côté de l'ouverture de passage (12, 13) non délimité
par l'élément d'âme (2) étant entourés par un élément (18) en composite de fibres
en forme de manchon,
l'élément (18) en composite de fibres étant un élément en composite de fibres tressé
dans une direction perpendiculaire aux côtés transversaux (6, 7) ou aux côtés longitudinaux
(8, 9).
2. Composant en composite de fibres selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le côté frontal (4, 5) de configuration concave présente un rayon de courbure prédéterminé,
- en ce que l'ouverture de passage (12 ou 13) a une configuration essentiellement circulaire
et
- en ce que l'élément (18) en composite de fibres tressé entoure à la manière d'un manchon l'élément
d'âme (2) et l'axe de courbure (Ak) de la concavité.
3. Composant en composite de fibres selon les revendications 1 ou 2, caractérisé en ce qu'un élément intérieur (10 ou 11) s'adapte au côté frontal ou aux côtés frontaux (4,
5) de configuration concave de l'élément d'âme (2) en épousant leur surface de manière
à former l'ouverture de passage (12 ou 13), l'élément d'âme (2) et la surface périphérique
extérieure de l'élément intérieur (10, 11) étant entourés par l'élément (18) en composite
de fibres tressé en manchon.
4. Composant en composite de fibres selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'élément intérieur (10, 11) est constitué d'un matériau en composite de fibres,
en particulier un tronçon tressé de manchon en composite de fibres.
5. Composant en composite de fibres selon la revendication 4, caractérisé en ce que le tronçon de manchon en composite de fibres est essentiellement constitué de fibres
de carbone, de fibres de verre et/ou de fibres d'aramide.
6. Composant en composite de fibres selon l'une des revendications 2 à 5, caractérisé en ce que l'élément d'âme (2) a essentiellement la configuration d'un parallélépipède et présente
des côtés transversaux (6, 7) et des côtés longitudinaux (8, 9) correspondants, l'axe
de courbure (Ak) de la concavité s'étendant perpendiculairement aux côtés longitudinaux (8, 9).
7. Composant en composite de fibres selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'élément d'âme (2) présente une âme en mousse (3) entourée par un treillis tressé
en formant différentes couches tressées (16).
8. Composant en composite de fibres selon la revendication 7, caractérisé en ce que les couches tressées (16) entourent de manière essentiellement concentrique la section
transversale de l'âme en mousse (3).
9. Composant en composite de fibres selon les revendications 7 ou 8, caractérisé en ce que l'âme en mousse (3) est entourée d'un treillis tressé formé à un angle de tressage
de ± 45°.
10. Composant en composite de fibres selon l'une des revendications 7 à 9, caractérisé en ce que des tissus (17) en composite de fibres sont disposés au moins le long des côtés longitudinaux
(8, 9) de l'élément d'âme (2) entre les différentes couches tressées (16).
11. Composant en composite de fibres selon les revendications 7 à 10, caractérisé en ce que les couches tressées (16) sont constituées essentiellement de fibres de carbone,
de fibres de verre et/ou de fibres d'aramide.
12. Composant en composite de fibres selon les revendications 10 ou 11, caractérisé en ce que le tissu (17) en composite de fibres est constitué essentiellement de fibres de carbone,
de fibres de verre et/ou de fibres d'aramide.
13. Composant en composite de fibres selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'élément d'âme (2) est constitué de couches découpées et empilées de préimprégnés
ou d'ébauches séchées.
14. Composant en composite de fibres selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément (18) en composite de fibres est constitué essentiellement de fibres de
carbone, de fibres de verre et/ou de fibres d'aramide.
15. Procédé de fabrication de composants en composite de fibres, en particulier d'étais
de traction/compression, lequel procédé présente les étapes qui consistent à :
- préparer des éléments d'âme (2; 2, 21) qui présentent tous au moins un côté frontal
(4, 5) de configuration concave,
- préparer au moins un élément de maintien (19, 20), le ou les côtés frontaux (4,
5) de configuration concave étant adaptés à la forme d'un élément de maintien (20
ou 19) correspondant,
- disposer en empilement plusieurs éléments d'âme (2; 2, 21), le ou les côtés frontaux
(4, 5) de configuration concave étant placés sur l'élément de maintien (20 ou 19)
correspondant de manière à en épouser la surface,
- fixer le système d'éléments d'âme (2, 2; 21) disposés en piles et le ou les éléments
de maintien (19, 20), éventuellement au moyen d'écarteurs,
- tresser un treillis autour du système fixé de manière à former un élément (18) en
composite de fibres qui entoure en manchon les éléments d'âme (2; 2, 21) et le ou
les éléments de maintien (19, 20),
- imprégner et durcir le système entouré de son treillis tressé,
- ensuite, démouler le ou les éléments de maintien (19, 20), éventuellement par action
du froid, et découper par découpe, sciage ou fraisage les éléments d'âme (2; 2, 21)
empilés et entourés d'un treillis tressé.
16. Procédé selon la revendication 15, caractérisé en ce qu'avant d'agencer en empilement les éléments d'âme (2; 2, 21), le ou les éléments de
maintien (19, 20) sont recouverts du matériau en composite de fibres de telle sorte
que lorsque les éléments d'âme (2; 2, 21) sont disposés en empilement, le ou les côtés
frontaux (4, 5) de configuration concave épousent le matériau en composite de fibres
de l'élément de maintien (20 ou 19) correspondant.
17. Procédé selon les revendications 15 ou 16, caractérisé en ce que comme matériau en composite de fibres, on utilise un manchon (14) en composite de
fibres tressé, essentiellement constitué de fibres de carbone, de fibres de verre
et/ou de fibres d'aramide.
18. Procédé selon les revendications 16 ou 17, caractérisé en ce qu'après avoir été appliqué sur le ou les éléments de maintien (19, 20), le matériau
en composite de fibres est compacté et éventuellement pré-durci.
19. Procédé selon l'une des revendications 16 à 18, caractérisé en ce que l'on utilise des éléments d'âme (2, 21) configurés essentiellement en parallélépipèdes
qui présentent des côtés transversaux (6, 7) et des côtés longitudinaux (8, 9) qui
se correspondent, le ou les côtés frontaux (4, 5) étant usinés de manière à être cintrés
vers l'intérieur, l'axe de courbure (Ak) de la concavité s'étendant perpendiculairement aux côtés longitudinaux (8, 9).
20. Procédé selon l'une des revendications 15 à 19, caractérisé en ce que l'on utilise des éléments d'âme (2, 21) qui présentent une âme en mousse (3), l'âme
en mousse (3) étant entourée d'un treillis tressé en formant différentes couches tressées
(16) et étant ensuite compactée.
21. Procédé selon la revendication 20, caractérisé en ce que l'âme en mousse (3) est entourée d'un treillis tressé de telle sorte que la section
transversale de l'âme en mousse (3) soit entourée de manière essentiellement concentrique
par des couches tressées (16).
22. Procédé selon les revendications 20 ou 21, caractérisé en ce que l'âme en mousse (3) est entourée d'un treillis tressé sous un angle de tressage de
± 45°.
23. Procédé selon l'une des revendications 19 à 22, caractérisé en ce qu'au moins sur les côtés longitudinaux (8, 9) de l'élément d'âme (2, 21), des tissus
(17) en composite de fibres sont disposés entre les différentes couches tressées (16).
24. Procédé selon l'une des revendications 19 à 23, caractérisé en ce que l'on fabrique des éléments d'âme (20) dont l'âme en mousse (3) est entourée d'une
feuille de séparation (22) avant d'être entourée par un treillis tressé.
25. Procédé selon l'une des revendications 15 à 23, caractérisé en ce que lorsque les éléments d'âme (2) sont disposés en empilement, des feuilles de séparation
sont disposées entre les éléments d'âme (2) voisins.
26. Procédé selon l'une des revendications 15 à 25, caractérisé en ce que le système fixé constitué des éléments d'âme (2; 2, 21) disposés en empilement et
du ou des éléments de maintien (19, 20) est entouré par un treillis tressé dans le
sens de la longueur du ou des éléments de maintien (19, 20).
27. Procédé selon la revendication 26, caractérisé en ce que la pose du treillis tressé est réalisée à un angle de tressage de ± 85° par rapport
au sens de la longueur du ou des éléments de maintien (19, 20).
28. Procédé selon les revendications 26 ou 27, caractérisé en ce que le tressage s'effectue essentiellement en fibres de carbone, de fibres de verre et/ou
de fibres d'aramide.
29. Procédé selon l'une des revendications 15 à 28, caractérisé en ce que l'imprégnation du système entouré d'un treillis tressé est réalisée au moyen d'un
procédé d'imprégnation sous vide par une résine, le système étant ensuite durci.
30. Utilisation du composant en composite de fibres selon l'une des revendications 1 à
14 comme élément de liaison, étai de traction/compression, pièce pendulaire ou bielle
transversale en technique aérospatiale ainsi qu'en technique automobile.
31. Utilisation du composant en composite de fibres selon l'une des revendications 1 à
14 pour le montage de volets de trains d'atterrissage d'aéronefs.
32. Aéronef doté d'un composant en composite de fibres selon l'une des revendications
1 à 14 pour le montage de volets de trains d'atterrissage.
33. Aéronef comportant au moins un composant en composite de fibres fabriqué en recourant
au procédé selon l'une des revendications 15 à 29.
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