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(11) |
EP 1 973 677 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.06.2009 Patentblatt 2009/23 |
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Anmeldetag: 18.12.2006 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2006/012177 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2007/071355 (28.06.2007 Gazette 2007/26) |
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ELEKTRISCHER VERBUNDLEITER UND HERSTELLVERFAHREN DAFÜR
COMPOSITE ELECTRICAL CONDUCTOR AND METHOD FOR PRODUCING IT
CONDUCTEUR ELECTRIQUE COMPOSITE ET PROCEDE POUR SA FABRICATION
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Priorität: |
20.12.2005 DE 102005060809
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.10.2008 Patentblatt 2008/40 |
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Patentinhaber: nkt cables GmbH |
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51063 Köln (DE) |
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Erfinder: |
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- PUPKE, Frank
06333 Hettstedt (DE)
- BEYER, Kurt
06308 Annarode (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-C1- 19 539 174 JP-A- 6 187 851
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JP-A- 2 267 811 US-A1- 2005 178 000
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen elektrischen Verbundleiter, insbesondere Fahrdraht,
und ein Herstellverfahren dafür.
[0002] Es sind verschiedene Vorschläge gemacht worden, Verbundleiter (insbesondere Fahrdraht)
bezüglich ihrer mechanischen Festigkeit zu verbessern, wobei jedoch eine Verringerung
der elektrischen Leitfähigkeit nicht eintreten soll. Hierbei sind beispielsweise zu
Kupferleitmaterial weitere Legierungspartner hinzugefügt worden, die zu einer mechanischen
Verfestigung des Leitermaterials beitragen und unter Beteiligung von beispielsweise
Silber die elektrische Leitfähigkeit nicht wesentlich absinkt.
Stand der Technik
[0003] Verbundleiter und zugehörige Herstellverfahren sind bekannt. Für unterschiedliche
Anwendungsfälle in der elektrischen Leitungstechnik wurden schon entsprechend unterschiedliche
Gestaltungen vorgeschlagen. Sehr spezielle Anwendungen werden in der Supraleitungstechnik
verlangt. Weite Anwendbarkeit zur Herstellung von Stangen, Profilen und Hohlkörpern
haben Strangpress-Anlagen gefunden, die unter der Bezeichnung Conform-Verfahren (=
continuos forming) bekannt sind. Ältere Anlagen gehen auf eine Erfindung zurück, die
in der
DE 221169C2 beschrieben sind. Namentlich prägend ist die Bezeichnung Holton Conform für das Verfahren
geworden, da dies auf eine Firma Holton zurückgeht, von der beispielsweise die Anmeldung
EP 0494 755 A1 stammt. Die Umhüllung von langgestrecktem Gut wird mit conform cladding bezeichnet.
Neuere Varianten der Herstelltechnik findet sich beispielsweise in
EP 0125 788 A2. Die
JP-A-02 267 811 offenbart einer elektrischen Verbundleiter mit einem Kern aus einer Basislegierung
aus CuAg und einem Rand aus Cu.
Aufgabenstellung
[0004] Es ist die Aufgabe der Erfindung, den Aufbau eines elektrischen Verbundleiters und
ein Herstellverfahren dafür anzugeben, um einen Leiter mit maximaler elektrischer
Leitfähigkeit und bester mechanischer Festigkeit zu erhalten.
[0005] Die Lösung der Aufgabe wird im Hauptanspruch angegeben. Weitere vorteilhafte Weiterbildungen
sind in den Unteransprüchen formuliert. Das Herstellverfahren wird in einem Nebenanspruch
definiert.
Die Erfindung
[0006] Der vorgeschlagene Verbundleiter übertrifft in seinen mechanischen und elektrischen
Eigenschaften die bisher verfügbaren Materialien. Gleichzeitig ist er in einem weiten
Bereich anpassbar an verschiedene Anforderungen. Damit erhöht sich die Flexibilität
des Herstellungsprozesses und die Erweiterung der Produktvielfalt.
[0007] Die Erfindung und damit der Verbundleiter besteht aus einer Basislegierung aus CuAg
mit einem Ag-Anteil von 0,08 bis 0,12 %, und der Rand oder der Kern des Verbundleiters
besteht aus einer Legierung aus CuMg mit einem Mg-Anteil von 0,1 bis 0,7 %.
Weitere Ausgestaltungen bestehen in folgendem:
[0008] Der Mg-Anteil der CuMg-Legierung ist vorzugsweise 0,5 % Mg. Vorzugsweise ist der
Silberanteil in der Basislegierung 0,1 % Ag.
[0009] Der Flächenanteil der kernseitig vorhandenen Legierung am Querschnitt des Verbundleiters
liegt zwischen 10 und 80 %. Vorzugsweise soll der Flächenanteil einer im Kern vorhandenen
CuMg-Legierung 50 % sein.
[0010] Der Aufbau des Kerns kann aus einem einzigen oder aus mehreren Drahtsträngen bestehen.
[0011] Falls mehrere Drahtstränge kernseitig vorhanden sind, haben die Drahtstränge untereinander
etwa denselben Durchmesser.
[0012] Der Verbundleiter kann in unterschiedlichen Querschnitten hergestellt werden. Solche
Querschnitte können sein: kreisrund zur Herstellung eines Runddrahtes, etwa rechteckig
zur Herstellung einer Stromschiene oder profiliert für einen Profildraht. Als bevorzugtes
Einsatzgebiet eines Profildrahtes sollen Fahrdrähte (trolley wires) angesprochen werden.
In diesem Zusammenhang wird auf die Norm EN 50149 verwiesen, in der Fahrdrähte standardisiert
sind.
[0013] Zum Herstellen des erfindungsgemäßen Verbundleiters wird der bekannte Strang-Press-Prozess
vorgeschlagen. Es handelt sich um die Herstellung von Stäben oder Drähten über Extrusion.
Das Mantelmaterial wird in (zwei) Umfangsnuten eines Extrusionsrades eingebracht,
wobei durch hohe Reibung an einem Gegenlager ein fließfähiges, röhrenförmiges Gebilde
erzeugt wird, welches als Umkleidung des Kernmaterials aus der Extruderöffnung austritt.
Das Kernmaterial wird durch einen hohlen Portaldorn tangential zum Extrusionsrad eingeschoben;
das Mantelmaterial umhüllt das Kernmaterial. Anschließend wird das Produkt durch einen
oder mehrere Ziehsteine geführt und auf Endmaß heruntergezogen. Es wurde schon erwähnt,
dass geeignete Strangpress-Anlagen auf dem Markt sind.
[0014] Bei der Erfindung wird die hohe Verfestigungsfähigkeit und die gute Leitfähigkeit
von CuMg-Legierungen in Kombination mit der hohen Leitfähigkeit, mittlerer Verfestigungsfähigkeit
und gutem Verschleißverhalten von CuAg-Legierungen genutzt. Damit kann der physikalisch
begrenzte Bereich der herkömmlichen Fahrdrähte, die nur aus einer Legierung bestehen,
mit den vorgeschlagenen Legierungspartnern bezüglich Festigkeit und elektrischer Leitfähigkeit
deutlich erweitert werden. Insbesondere gegenüber den vorbekannten Verbundfahrdrähten
aus Staku (stahlummantelter Kupfer-Draht) ist der vorgeschlagene Verbundfahrdraht
neben seiner besseren elektrischen Leitfähigkeit nicht korrosionsanfällig und auch
werthaltiger recycling-fähig.
[0015] Als Fahrdraht ist ein Rillenfahrdraht herstellbar, der im Kern mindestens einen Draht
aus CuMg 0,1...0,7 enthält und von einem Mantel aus CuAg 0,1 umgeben ist. Der Kerndraht
kann rund sein oder dem äußeren Profil des Mantels (Ri-Profil) mehr oder weniger angepasst
sein. Der Flächenanteil des Kerndrahtes im Querschnitt des Verbundleiters kann in
weiten Grenzen variieren. Der Kerndraht zeichnet sich dadurch aus, dass er mittels
unterschiedlicher Kaltumformgrade auf eine gewünschte Festigkeit eingestellt wird
und mit dieser Festigkeit in den Verbund eingebracht wird. Durch eine zusätzliche
nach dem Holton-Conform-Strangpressen (beispielsweise) angewendete Kaltumformung erfolgt
eine weitere Verfestigung des Verbundfahrdrahtes. Damit ist eine Variabilität der
einstellbaren Produkteigenschaften (speziell der Festigkeit und der elektrischen Leitfähigkeit)
möglich. Weiterhin ist abhängig von den gewünschten Eigenschaften des Verbundfahrdrahtes
eine endprofilnahe Fertigung mit reduziertem Ziehaufwand möglich.
[0016] Die Materialpaarung ist jedoch auch in anderer Form möglich, wo im Kern mindestens
ein Draht aus CuAg 0,1 eingebettet ist, und der Kern von einem Mantel aus CuMg 0,1...0,7
umgeben ist.
[0017] Vorteilhaft für die Verlegeeigenschaften des Fahrdrahtes (geringe bzw. verminderte
Welligkeit nach dem Abrollen von der Kabelrolle) dürfte sich auswirken, dass bei Anwendung
eines relativ hohen Kaltumformgrades nach dem Holton-Conform-Prozeß die Verfestigung
des CuAg-Mantels bereits im Bereich der Sättigung (thermodynamisches Gleichgewicht)
liegt und die Festigkeit des Mantels insgesamt deutlich unter der des Kerndrahtes
liegt. Weiterhin ist die Homogenität des Gefüges des hochfesten Kerndrahtes wesentlich
höher als vergleichsweise eines herkömmlichen Fahrdrahtes aus einem einzigen Werkstoff,
wodurch gleichmäßigere mechanische Eigenschaften über die Fahrdrahtlänge erzielt werden
können.
[0018] Als Materialeigenschaften kann man abschätzen, dass beispielsweise bei einem Flächenanteil
des Kerndrahts von 25 % aus CuMg 0,5 sich eine Leitfähigkeit von 90 % IACS (52 MS
m
-1) sowie eine Zugfestigkeit mindestens von 435 N/mm
2 und bei einem Flächenanteil des Kerndrahts von 50 % aus CuMg 0,5 sich eine Leitfähigkeit
von 81 % IACS (47 MS m
-1) und eine Zugfestigkeit von 490 N/mm
2 ergibt.
Herstellverfahren
[0019] Mittels konventionellem Herstellverfahren wird ein Kerndraht (rund oder als Profildraht)
mit definierter (hoher) Festigkeit und Leitfähigkeit aus einer CuMg-Legierung (z.B.
CuMg 0,5) hergestellt. Die Oberfläche des oder der Kerndrähte wird sorgfältig von
Fremd- oder Korrosionsschichten befreit, beispielsweise durch chemische Behandlung.
Bei Kerndrähten mit fremdstofffreier, aktivierter Oberfläche ist sicher gestellt,
dass eine gute Materialverbindung zum Ummantelungswerkstoff herstellbar ist. Die Oberflächenreinigung
ist wichtig, damit im weiteren Umformprozess die enge Materialverbindung zwischen
Kerndraht und Ummantelung erhalten bleibt.
[0020] Ein so hergestellter und vorbehandelter Kerndraht wird in einem Conform-Cladding-Verfahren
mit dem sehr gut leitfähigen Werkstoff CuAg 0,1 ummantelt. Während der Prozessführung
sollte vorzugsweise verhindert werden, dass der Kerndraht bei der entstehenden thermischen
Belastung rekristallisiert. Der entstandene Verbunddraht wird durch weitere Ziehschritte
in seine endgültige Profilform gebracht und dabei weiter verfestigt. Abhängig vom
erforderlichen Querschnittsanteil kann der Kerndraht als Rund- oder Profildraht eingebracht
werden. Der Herstellprozess ist so zu steuern, dass im Rand- oder Mantelbereich nahe
der Oberfläche des Verbundleiters keine Kerndrähte zu liegen kommen, so dass in der
Mantelzone von etwa 10 % des Durchmessers kein Kerndraht vorhanden ist. Die Querschnittsverringerung
im Ziehprozess hat Einfluss auf die Endfestigkeit des Produkts. Um einen Fahrdraht
herzustellen, der für den Einsatz für Hochgeschwindigkeitsbahnen geeignet ist, wird
eine relativ hohe Querschnittsreduzierung vorgenommen. Solche Fahrdrähte werden mit
besonders hoher Zugspannung montiert, so dass sie dem Andruck eines Stromabnehmers
nur gering ausweichen und eine hohe Wellenausbreitungsgeschwindigkeit dieses Anhubes
gewährleisten. Es ist also eine hohe mechanische Festigkeit Voraussetzung für die
Anwendung.
[0021] Es wurde angesprochen, dass Verbundleiter nach der Erfindung auch als Stromschienen
einsetzbar sind. Stromschienen werden in elektrischen Verteileranlagen stationär eingesetzt,
so dass für diese Anwendung die mechanische Festigkeit nur eine nebengeordnete Rolle
spielt.
Figurenbeschreibung
[0022] Die Erfindung wird in drei Zeichnungen dargestellt, die im einzelnen zeigen:
- Fig. 1
- den Querschnitt eines Runddrahts mit mehreren Kerndrähten,
- Fig. 2
- den Querschnitt eines Fahrdrahts mit nur einem Kerndraht und
- Fig. 3
- den Querschnitt eines Fahrdrahts mit mehreren eingebetteten Drahtsträngen.
[0023] In der Figur 1 ist ein Runddraht 12 gezeichnet, in dem mehrere Kerndrähte 22 liegen.
Die Einzeldrähte 22 sind unregelmäßig im Material 14 verteilt und liegen mit Abstand
von der Oberfläche des Runddrahts, so dass eine kerndrahtfreie Randzone vorhanden
ist. Die Regelmäßigkeit der Einzeldrahtverteilung hängt von dem verwendeten Herstellverfahren
ab, und ist dementsprechend steuerbar.
[0024] Fig. 2 zeigt einen Fahrdraht 10 (Rillenfahrdraht oder trolley wire) - entsprechend
EN 50149, der im Kern 20 einen Draht aus CuMg 0,1...0,7 enthält und von einem Mantel
14 aus CuAg 0,1 umgeben ist. Der Kerndraht 20 stammt von einem runden Draht, der durch
die Profilierung mit verformt wurde, wodurch er einen birnenförmigen Querschnitt erhalten
hat. Es ist unmittelbar verständlich, dass die Querschnittsform des Kerndrahts von
der Stärke der Verformung und der Form des stranggepreßten Ausgangsprofils abhängt,
so dass auch Fahrdrähte herstellbar sind, die einen noch fast runden Kerndraht aufweisen.
[0025] Der Flächenanteil des Kerndrahtes im Querschnitt des Verbundleiters kann in weiten
Grenzen variieren (10 bis 80 %). Wenn kernseitig eine CuMg-Legierung vorgesehen ist,
soll der Flächenanteil dieser CuMg-Legierung vorzugsweise 50 % sein.
[0026] Fig. 3 zeigt einen Fahrdraht 11, der im Kern mehrere Drahtstränge 22 enthält, die
mehr oder weniger regelmäßig verteilt sind. Die Drahtstränge 22 stammen vorzugsweise
aus einem Drahtvorrat mit einheitlichem Durchmesser, so dass auch die eingebetteten
Drahtstränge etwa einheitlichen Querschnitt haben, soweit sie nicht in der Herstellphase
eine unterschiedliche Verformung erfahren. Die Drahtstränge können jedoch auch nichtrunden
Querschnitt haben.
[0027] Als Zahlenbeispiel für einen Fahrdraht sei noch angegeben: Querschnitt für den Kerndraht
4 mm
2. Bei einem Flächenanteil der Kerndrähte von 50 % müssten bei einem Rillenfahrdraht
(nach der oben genannten Norm) mit einem Querschnitt von ca. 120 mm
2 etwa 15 Kerndrähte eingebracht werden.
1. Elektrischer Verbundleiter bestehend aus einer Basislegierung aus CuAg mit einem Ag-Anteil
von 0,08 bis 0,12 %, bei dem der Rand (14) oder der Kern (20, 22) des Verbundleiters
(10, 11, 12) aus einer Legierung aus CuMg mit einem Mg-Anteil von 0,1 bis 0,7 % besteht.
2. Verbundleiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Anteil des Leiterkerns (20,22) an der Querschnittsfläche des Verbundleiters (10,11,12)
zwischen 10 und 80 % liegt.
3. Verbundleiter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern (20, 22) aus mindestens einem Strang (20) besteht.
4. Verbundleiter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Kern mehrere Drahtstränge (22) angeordnet sind und die Drahtstränge (22) etwa
denselben Querschnitt haben.
5. Verbundleiter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbundleiter (12) runden Querschnitt hat.
6. Verbundleiter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbundleiter als Rillendraht (10, 11), insbesondere als Fahrdraht ausgebildet
ist.
7. Verbundleiter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Mantelzone von etwa 10 % des Durchmessers kein Drahtstrang vorhanden ist.
8. Verfahren zur Herstellung eines Verbundleiters mit einer Legierungspaarung nach Anspruch
1,
gekennzeichnet durch die Schritte:
o mindestens ein Drahtstrang (22) wird aus einer ersten Legierung hergestellt,
o mindestens ein Drahtstrang (22) wird in eine Strangpress-Anlage eingeführt und mit
einer Ummantelung (14) aus einer zweiten Legierung versehen,
o der hergestellte Verbundleiter (10,11,12) wird mindestens einmal durch einen Ziehstein gezogen und dabei auf endgültige Profilform gebracht wobei entweder
die erste Legierung eine Legierung aus CuAg mit einem Ag-Anteil von 0,08 bis 0,12
% und die zweite Legierung eine Legierung aus CuMg mit einem Mg-Anteil von 0,1 bis
0,7 % ist, oder die erste Legierung eine Legierung aus CuMg mit einem Mg-Anteil von
0,1 bis 0,7 % und die zweite Legierung eine Legierung aus CuAg mit einem Ag-Anteil
von 0,08 bis 0,12 % ist.
9. Verfahren zur Herstellung eines Verbundleiters nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche des oder der Drahtstränge (22) vor der Ummantelung von einer Fremdstoffschicht
befreit wird.
1. Electrical composite conductor consisting of a CuAg alloy base having an Ag content
of 0,08 % to 0,12 %, in which the edge (14) or the core (20, 22) of the composite
conductor (10, 11, 12) consists of a CuMg alloy having an Mg content of 0,1 % to 0,7
%.
2. Composite conductor according to claim 1, characterised in that a proportion of the conductor core (20, 22) in the cross-section of the composite
conductor (10, 11, 12) is between 10 % and 80 %.
3. Composite conductor according to either claim 1 or claim 2, characterised in that the core (20, 22) consists of at least one strand (20).
4. Composite conductor according to any one of the preceding claims, characterised in that a plurality of wire strands (22) are arranged in the core and the wire strands (22)
have approximately the same cross-section.
5. Composite conductor according to any one of the preceding claims, characterised in that the composite conductor (12) has a round cross-section.
6. Composite conductor according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the composite conductor is constructed as a grooved wire (10, 11), in particular
as a trolley wire.
7. Composite conductor according to any one of the preceding claims, characterised in that no core wire is present in a cladding region of approximately 10 % of the diameter.
8. Method for producing a composite conductor with an alloy pairing according to claim
1,
characterised by the steps of:
- producing at least one wire strand (22) from a first alloy,
- introducing at least one wire strand (22) into an extrusion apparatus and providing
said strand with a cladding (14) made of a second alloy,
- pulling the produced composite conductor (10, 11, 12) through a drawing die at least
once, thus bringing said conductor into the final profile shape thereof,
wherein either the first alloy is a CuAg alloy with an Ag content of between 0,08
% and 0,12 % and the second alloy is a CuMg alloy with a Mg content of between 0,1
% and 0,7 %, or the first alloy is a CuMg alloy with a Mg content of between 0,1 %
and 0,7 % and the second alloy is a CuAg alloy with an Ag content of between 0,08
% and 0,12 %.
9. Method for producing a composite conductor according to claim 10, characterised in that the surface of the wire strand(s) (22) is freed of a layer of foreign substances
before being clad.
1. Conducteur électrique composite formé d'un alliage de base en CuAg contenant une proportion
d'Ag comprise entre 0,08 et 0,12%, dans lequel le bord (14) ou l'âme (20, 22) du conducteur
composite (10, 11, 12) est formé(e) d'un alliage en CuMg contenant une proportion
de Mg comprise entre 0,1 et 0,7%.
2. Conducteur composite selon la revendication 1, caractérisé par le fait qu'une proportion de l'âme du conducteur (20, 22) dans l'aire de section transversale
du conducteur composite (10, 11, 12) est comprise entre 10 et 80%.
3. Conducteur composite selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait que l'âme (20, 22) est formée d'au moins un brin (20).
4. Conducteur composite selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que plusieurs brins de fil (22) sont disposés dans l'âme et les brins de fil (22) ont
à peu près la même section transversale.
5. Conducteur composite selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que le conducteur composite (12) a une section transversale ronde.
6. Conducteur composite selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé par le fait que le conducteur composite est exécuté en tant que fil rainuré (10, 11), notamment en
tant que fil de contact.
7. Conducteur composite selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait qu'aucun brin de fil n'est présent dans une zone périphérique correspondant à peu près
à 10% du diamètre.
8. Procédé de fabrication d'un conducteur composite comprenant un couple d'alliages selon
la revendication 1,
caractérisé par les étapes suivantes:
- au moins un brin de fil (22) est fabriqué dans un premier alliage,
- au moins un brin de fil (22) est introduit dans une installation d'extrudeuse et
pourvu d'un enrobage (14) formé d'un deuxième alliage,
- le conducteur composite (10, 11, 12) fabriqué est étiré au moins une fois à travers
une filière, ce qui lui confère sa forme profilée définitive,
le premier alliage étant un alliage en CuAg contenant une proportion d'Ag comprise
entre 0,08 et 0,12% et le deuxième alliage étant un alliage en CuMg contenant une
proportion de Mg comprise entre 0,1 et 0,7% ; ou bien le premier alliage étant un
alliage en CuMg contenant une proportion de Mg comprise entre 0,1 et 0,7% et le deuxième
alliage étant un alliage en CuAg contenant une proportion d'Ag comprise entre 0,08
et 0,12%.
9. Procédé de fabrication d'un conducteur composite selon la revendication 10, caractérisé par le fait que la surface du ou des brin(s) de fil (22) est débarrassée d'une couche de matière
étrangère avant l'enrobage.


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